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Grundfähigkeits­versicherungs­rechner: So findest du die passende Absicherung

Ein Grundfähigkeits­versicherungs­rechner hilft dir, die monatliche Rente und den Beitrag für den Verlust körperlicher oder geistiger Grundfähigkeiten zu schätzen. Er ersetzt keine Beratung, liefert aber eine erste Orientierung für deine Entscheidung.

10 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn du eine versicherte Grundfähigkeit wie Sehen, Sprechen oder Gehen verlierst.
  • Sie ist oft günstiger als eine Berufsunfähigkeitsversicherung, leistet aber erst bei sehr schweren Einschränkungen.
  • Ein Rechner zeigt dir, wie Beitrag und gewünschte Rentenhöhe zusammenhängen.
  • Prüfe vor dem Abschluss, ob du eine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen kannst, denn sie bietet umfassenderen Schutz.

01 · Grundlagen

Was ist eine Grundfähigkeits­versicherung?

Die Grundfähigkeitsversicherung sichert dich ab, wenn du bestimmte körperliche oder geistige Fähigkeiten verlierst. Anders als die Berufsunfähigkeitsversicherung fragt sie nicht nach deinem zuletzt ausgeübten Beruf.

Die Grundfähigkeitsversicherung gibt es erst seit dem Jahr 2000, erste Policen kamen damals auf den Markt. Mittlerweile bieten 26 Gesellschaften diese Produkte an, weitere Versicherer planen den Einstieg. Anders als die Berufsunfähigkeitsversicherung orientiert sie sich nicht an deinem zuletzt ausgeübten Beruf, sondern ausschließlich an vertraglich definierten körperlichen oder geistigen Fähigkeiten.

Der Leistungsfall tritt ein, wenn du eine versicherte Grundfähigkeit wie Gehen, Stehen, Sehen, Hören, Sprechen oder den Gebrauch einer Hand dauerhaft verlierst oder schwer beeinträchtigt wirst. Die Zahlung erfolgt unabhängig davon, ob du deinen Beruf noch ausüben kannst. Das Prinzip ist einfach: Verlierst du die versicherte Grundfähigkeit, erhältst du eine monatliche Rente.

Die Grundfähigkeitsversicherung leistet bereits bei Verlust einer einzigen versicherten Grundfähigkeit. Allerdings sind die Bedingungen in den Policen oft streng formuliert, sodass nicht jede Einschränkung automatisch zur Zahlung führt.

Kurz erklärt

Grundfähigkeits­versicherung

Eine Versicherung, die eine monatliche Rente zahlt, wenn du eine vertraglich festgelegte Grundfähigkeit wie Gehen, Stehen, Sehen, Hören, Sprechen oder den Gebrauch einer Hand dauerhaft verlierst oder schwer beeinträchtigt wirst.

Der Leistungsfall tritt unabhängig davon ein, ob du deinen Beruf noch ausüben kannst.

02 · Vergleich

Grundfähigkeits­versicherung oder Berufsunfähigkeits­versicherung?

Beide Policen sichern deine Arbeitskraft ab, aber auf unterschiedliche Weise. Der direkte Vergleich zeigt, worauf du bei deiner Entscheidung achten solltest.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung leistet ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf. Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt dagegen unabhängig vom Beruf, sobald eine versicherte Grundfähigkeit in dem im Vertrag definierten Umfang verloren ist. Dieser Unterschied hat praktische Folgen: Ein Fliesenleger, der nicht mehr sechs Stunden am Tag knien kann, erhält von der Berufsunfähigkeitsversicherung bereits Leistung, von der Grundfähigkeitsversicherung aber erst, wenn er sich nicht einmal mehr einmal am Tag hinknien kann.

Die Grundfähigkeitsversicherung ist in der Regel die preiswertere Alternative, besonders für Beschäftigte mit körperlich oder handwerklich geprägten Berufen. Der Leistungsumfang ist jedoch geringer, da nur definierte Grundfähigkeiten abgesichert sind und nicht jede Form der Berufsunfähigkeit. Prüfe deshalb zuerst, ob du eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu fairen Konditionen bekommen kannst.

  • Die Berufsunfähigkeitsversicherung leistet ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf.
  • Die Grundfähigkeitsversicherung leistet unabhängig vom Beruf, sobald eine versicherte Grundfähigkeit verloren ist.
  • Die Grundfähigkeitsversicherung ist bei körperlichen Berufen oft günstiger, bietet aber einen geringeren Leistungsumfang.
Unterschiede zwischen Grundfähigkeits- und Berufsunfähigkeitsversicherung
Grundfähigkeits­versicherungBerufsunfähigkeits­versicherung
Leistungs­auslöserVerlust oder schwere Beeinträchtigung einer versicherten GrundfähigkeitBerufsunfähigkeit ab 50 Prozent im zuletzt ausgeübten Beruf
Bezug zum BerufUnabhängig vom ausgeübten BerufAbhängig vom zuletzt ausgeübten Beruf
BeitragshöheIn der Regel günstiger, besonders bei körperlichen BerufenIn der Regel teurer, besonders bei körperlichen Berufen
Leistungs­umfangGeringer, da nur definierte Grundfähigkeiten abgesichert sindUmfangreicher, da jede Ursache für Berufsunfähigkeit zählt

03 · Checkliste

Welche Grundfähigkeiten solltest du absichern?

Nicht jede Police deckt dieselben Fähigkeiten ab. Achte darauf, dass die für deinen Beruf wichtigsten Fähigkeiten enthalten sind.

Mindestens vierzehn Kernfähigkeiten sollte eine gute Police abdecken. Dazu gehören Gehen, Stehen, Sitzen, Knien oder Bücken, Treppensteigen, Heben und Tragen, Arme bewegen, Hände gebrauchen als Geschicklichkeit, Hände gebrauchen als Kraft aufwenden, Autofahren, Sehen, Hören, Sprechen und die geistige Leistungsfähigkeit. Einige Anbieter versichern zusätzlich den Tastsinn sowie den gleichzeitigen Verlust von Riechen und Schmecken.

Analysiere zuerst, welche Fähigkeiten für deinen Beruf besonders wichtig sind. Ein Feinmechaniker sollte auf den Gebrauch der Hände achten, ein Berufskraftfahrer auf den Führerschein der Klassen C oder D. Mehr versicherte Fähigkeiten bedeuten in der Regel einen höheren Beitrag, deshalb ist eine gezielte Auswahl sinnvoll.

  • Gehen, Stehen, Sitzen, Knien oder Bücken und Treppensteigen sind grundlegende körperliche Fähigkeiten.
  • Heben und Tragen, Arme bewegen und Hände gebrauchen sind für handwerkliche Berufe entscheidend.
  • Sehen, Hören, Sprechen und die geistige Leistungsfähigkeit gehören zu den Kernfähigkeiten.

Mindestens diese Kernfähigkeiten sollte eine gute Police abdecken

01

Gehen

02

Stehen

03

Sitzen

04

Knien oder Bücken

05

Treppensteigen

06

Heben und Tragen

07

Arme bewegen

08

Hände gebrauchen (Geschicklichkeit)

09

Hände gebrauchen (Kraft aufwenden)

10

Autofahren

11

Sehen

12

Hören

13

Sprechen

14

Geistige Leistungsfähigkeit

04 · Schritt für Schritt

So funktioniert die Berechnung deiner monatlichen Rente

Der Grundfähigkeitsversicherungsrechner verknüpft deine gewünschte Rentenhöhe mit deinem Alter, Gesundheitszustand und den versicherten Fähigkeiten. So gehst du vor.

Üblich sind monatliche Renten zwischen 500 und 2.500 Euro. Überlege zuerst, wie viel Geld du im Leistungsfall monatlich brauchst, um deine laufenden Kosten zu decken.

Dein Alter und dein Beruf beeinflussen den Beitrag erheblich. Je jünger und gesünder du bist, desto günstiger wird die Police. Auch die Auswahl der Grundfähigkeiten wirkt sich aus: Mehr versicherte Fähigkeiten führen in der Regel zu einem höheren Beitrag. Der Rechner zeigt dir eine Beitragsspanne für deine Wunschrente, ersetzt aber kein individuelles Angebot.

  • Lege zuerst deine gewünschte monatliche Rente fest, üblich sind 500 bis 2.500 Euro.
  • Wähle die Grundfähigkeiten aus, die für deinen Beruf und Alltag besonders wichtig sind.
  • Gib dein Alter, deinen Beruf und deinen Gesundheitszustand ein, um den Beitrag zu berechnen.
01

Gewünschte monatliche Rente festlegen

Überlege, wie viel Geld du im Leistungsfall monatlich brauchst.

02

Versicherte Grundfähigkeiten auswählen

Wähle die Fähigkeiten aus, die für deinen Beruf und Alltag besonders wichtig sind. Mehr Fähigkeiten bedeuten in der Regel einen höheren Beitrag.

03

Persönliche Daten eingeben

Alter, Beruf und Gesundheitszustand beeinflussen den Beitrag.

04

Beitrag berechnen lassen

Der Rechner zeigt dir eine Beitragsspanne für deine Wunschrente. Diese Spanne dient als Orientierung für den Anbietervergleich.

05 · Kosten

Was kostet eine Grundfähigkeits­versicherung?

Die Beiträge hängen von vielen Faktoren ab. Der Rechner zeigt dir, wie sich deine Wunschrente auf den monatlichen Beitrag auswirkt.

Die Beiträge hängen von Alter, Beruf, Gesundheitszustand und Leistungsumfang ab. Als grobe Richtwerte kannst du für eine monatliche Rente von 500 Euro mit Beiträgen zwischen 20 und 50 Euro rechnen. Bei 1.000 Euro Rente liegen die Beiträge etwa zwischen 40 und 100 Euro, bei 1.500 Euro Rente zwischen 60 und 150 Euro und bei 2.000 Euro Rente zwischen 80 und 200 Euro monatlich.

Diese Spannen sind Schätzungen und ersetzen kein individuelles Angebot. Die Grundfähigkeitsversicherung ist bei vielen Berufen die preislich günstigere Variante im Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung, besonders für Beschäftigte mit körperlich oder handwerklich geprägten Berufen. Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse sind abhängig von der Risikoeinschätzung möglich.

Die tatsächlichen Kosten hängen immer von deinem individuellen Profil ab. Ein Rechner liefert dir eine erste Orientierung, aber erst ein konkretes Angebot zeigt den verbindlichen Beitrag.

06 · Was gilt

Wann leistet die Grundfähigkeits­versicherung?

Die Leistungsauslöser sind oft streng formuliert. Du bekommst die Rente erst, wenn du eine Fähigkeit in dem im Vertrag definierten Umfang verloren hast.

Die Leistungsauslöser sind oft streng formuliert. Du bekommst die Rente erst, wenn du eine Fähigkeit in dem im Vertrag definierten Umfang verloren hast. Ein Beispiel: Eine Police leistet, wenn du nicht mehr mit der rechten oder linken Hand oder mit beiden Händen eine Tasse greifen, halten und daraus trinken kannst. Ein Feinmechaniker mit einer komplett gelähmten Hand, der die Tasse aber noch mit der anderen Hand heben kann, würde demnach keine Rente erhalten.

Die Einschränkung muss also sehr akut sein, damit die Grundfähigkeitsversicherung leistet. Der Schutz ist wichtig, aber wesentlich geringer als bei der Berufsunfähigkeitsversicherung. Achte deshalb genau auf die Definitionen der Leistungsauslöser, bevor du einen Vertrag abschließt.

  • Die Police leistet, wenn du dauerhaft nicht mehr ohne Hilfsmittel gehen kannst.
  • Die Police leistet, wenn du die Fähigkeit zu sprechen oder zu hören verlierst.
  • Die Police leistet nicht, wenn du deinen Beruf nur noch zu 50 Prozent ausüben kannst, aber alle Grundfähigkeiten erhalten sind.

Da zahlt sie

·Du kannst dauerhaft nicht mehr ohne Hilfsmittel gehen.
·Du verlierst die Fähigkeit zu sprechen oder zu hören.
·Du kannst deine Hände nicht mehr gebrauchen, um eine Tasse zu greifen und daraus zu trinken.
·Du bist nicht mehr in der Lage, dich aus eigener Kraft hinzuknien und wieder aufzurichten.

Da zahlt sie nicht

·Du kannst eine Tasse nur noch mit einer Hand heben, die andere Hand ist gelähmt.
·Du brauchst eine Gehhilfe, kannst damit aber noch 400 Meter gehen.
·Du bist vorübergehend für sechs Wochen eingeschränkt.

07 · Im Vertrag

Wichtige Klauseln in den Vertragsbedingungen

Die Definitionen der Leistungsauslöser entscheiden darüber, ob du im Ernstfall Geld bekommst. Achte auf diese Formulierungen.

Der Prognosezeitraum ist eine der wichtigsten Klauseln. Er beschreibt den Zeitraum, in dem die Beeinträchtigung voraussichtlich bestehen muss. Sechs Monate sind besser als zwölf Monate, denn du erhältst die Leistung dann schneller. Achte außerdem darauf, ob die Police auf Hilfsmittel als Bedingung verzichtet. Wer die Leistung schon erhält, wenn er ohne Gehhilfen eine bestimmte Strecke nicht mehr gehen kann, bekommt sie mit wesentlich größerer Wahrscheinlichkeit.

Die sogenannte Tassenklausel ist ein typisches Beispiel für die Komplexität der Bedingungen. Eine Formulierung verlangt, dass du eine Tasse greifen, halten und daraus trinken kannst. Die genaue Definition entscheidet über die Leistung, und es stellt sich die Frage, wie schwer oder groß die Tasse sein darf. Eine Nachversicherungsgarantie gibt dir Flexibilität, den Versicherungsschutz zu bestimmten Anlässen ohne neue Gesundheitsprüfung zu erhöhen.

Ein Prognosezeitraum von sechs Monaten ist besser als zwölf Monate. Prüfe die Klauseln genau, denn der Teufel steckt im Detail.

Diese Klauseln solltest du genau prüfen

PrognosezeitraumLeistungsdauerDer Zeitraum, in dem die Beeinträchtigung voraussichtlich bestehen muss. Sechs Monate sind besser als zwölf Monate.
HilfsmittelverzichtLeistungsauslöserDie Police sollte leisten, wenn du eine Fähigkeit ohne Hilfsmittel nicht mehr ausüben kannst. Mit Hilfsmittel zu leisten, ist strenger.
TassenklauselBeispielEine typische Formulierung verlangt, dass du eine Tasse greifen, halten und daraus trinken kannst. Die genaue Definition entscheidet über die Leistung.
NachversicherungsgarantieFlexibilitätErmöglicht dir, den Schutz zu bestimmten Anlässen ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen.

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler bei der Auswahl einer Grundfähigkeits­versicherung

Viele Verbraucher unterschätzen die strengen Leistungsauslöser oder wählen die falschen Fähigkeiten. Diese Fehler solltest du vermeiden.

Ein häufiger Fehler ist, nur auf den Preis zu achten und die Definitionen der Leistungsauslöser zu ignorieren. Die Klauseln sind komplex und teils mehrdeutig, deshalb ist eine Beratung durch eine Expertin oder einen Experten ratsam.

Ein weiterer Fehler ist, eine Grundfähigkeitsversicherung abzuschließen, obwohl du eine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen könntest. Die Berufsunfähigkeitsversicherung bietet einen umfangreicheren Schutz, weil sie ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf leistet. Prüfe auch, ob die Police einen kurzen Prognosezeitraum von sechs Monaten vorsieht und ob deine beruflich wichtigste Fähigkeit abgedeckt ist.

  • Du verlässt dich auf eine Police, die deine beruflich wichtigste Fähigkeit nicht abdeckt.
  • Du achtest nur auf den Preis und ignorierst die Definitionen der Leistungsauslöser.
  • Du schließt eine Grundfähigkeitsversicherung ab, obwohl du eine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen könntest.

Diese Fehler passieren häufig

·Du verlässt dich auf eine Police, die deine beruflich wichtigste Fähigkeit nicht abdeckt.
·Du achtest nur auf den Preis und ignorierst die Definitionen der Leistungsauslöser.
·Du schließt eine Grundfähigkeitsversicherung ab, obwohl du eine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen könntest.
·Du prüfst nicht, ob die Police einen kurzen Prognosezeitraum von sechs Monaten vorsieht.
·Du verzichtest auf eine Beratung, obwohl die Klauseln komplex und teils mehrdeutig sind.

09 · Hintergrund

Für wen lohnt sich eine Grundfähigkeits­versicherung?

Die Police ist nicht für jeden die beste Wahl. Sie eignet sich besonders für Menschen, die keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen oder deren Beruf stark von einer einzelnen Fähigkeit abhängt.

Die Grundfähigkeitsversicherung lohnt sich vor allem für Menschen in körperlich oder handwerklich geprägten Berufen, die oft hohe Beiträge für eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlen müssten. Auch wer wegen Vorerkrankungen keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommt, findet hier eine Alternative. Die Police ist zudem sinnvoll für alle, deren berufliche Tätigkeit an eine besondere Grundfähigkeit gebunden ist.

Für Berufskraftfahrer kann der versicherte Verlust des Führerscheins der Klassen C oder D entscheidend sein. Ein Feinmechaniker sollte auf den Gebrauch der Hände achten. Analysiere zuerst, welche Fähigkeiten für deinen Beruf unverzichtbar sind, und wähle dann die passenden Leistungsauslöser aus.

Die Grundfähigkeitsversicherung ist besonders dann sinnvoll, wenn du keine Berufsunfähigkeitsversicherung zu fairen Konditionen bekommst. Sie bietet eine Alternative, ersetzt aber nicht den umfassenderen Schutz einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Die Grundfähigkeitsversicherung lohnt sich vor allem für Menschen in körperlich oder handwerklich geprägten Berufen, die oft hohe Beiträge für eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlen müssten. Auch wer wegen Vorerkrankungen keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommt, findet hier eine Alternative.

Für Berufskraftfahrer kann der versicherte Verlust des Führerscheins der Klassen C oder D entscheidend sein. Ein Feinmechaniker sollte auf den Gebrauch der Hände achten. Analysiere zuerst, welche Fähigkeiten für deinen Beruf unverzichtbar sind.

Wenn du eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu fairen Konditionen abschließen kannst, ist sie in der Regel die bessere Wahl. Sie leistet bereits ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf und bietet damit einen deutlich umfassenderen Schutz.

10 · Was gilt

Gesetzliche Erwerbsminderungs­rente als Basis

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist die staatliche Absicherung, wenn du nicht mehr arbeiten kannst. Sie ist jedoch niedrig und an strenge Voraussetzungen geknüpft.

Die volle Erwerbsminderungsrente erhältst du, wenn du arbeitsfähig weniger als 3 Stunden pro Tag bist und die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren erfüllt ist. Die teilweise Erwerbsminderungsrente wird gezahlt, wenn du zwischen 3 und 6 Stunden pro Tag arbeitsfähig bist.

Die gesetzliche Rente ist oft zu niedrig, um deinen Lebensstandard zu halten. Sie bildet nur die Basis, die du mit einer privaten Absicherung wie der Grundfähigkeitsversicherung ergänzen kannst. Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt unabhängig von der gesetzlichen Rente und kann die Lücke schließen, wenn du eine versicherte Grundfähigkeit verlierst.

Die volle Erwerbsminderungsrente setzt voraus, dass du weniger als 3 Stunden pro Tag arbeitsfähig bist. Die allgemeine Wartezeit beträgt 5 Jahre.

Volle Erwerbsminderungsrente

·Du bist arbeitsfähig weniger als 3 Stunden pro Tag.
·Du erhältst eine monatliche Rente von der gesetzlichen Rentenversicherung.

Teilweise Erwerbsminderungsrente

·Du bist arbeitsfähig zwischen 3 und 6 Stunden pro Tag.
·Du erhältst nur eine teilweise Erwerbsminderungsrente.
·Die Rente ist oft zu niedrig, um deinen Lebensstandard zu halten.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026