Hypothekenrechner Baufinanzierung einfach berechnen
Mit dem Hypothekenrechner Rate, Zinsen & Laufzeit deiner Baufinanzierung berechnen. Für junge Erwachsene & Berufseinsteiger:innen erklärt – Schritt für Schritt.
- Definition: Tool zur Berechnung von monatlicher Rate, Zinskosten, Tilgung und Restschuld einer Immobilienfinanzierung
- Eingabegrößen: Darlehenssumme, Sollzins, Tilgungssatz, Zinsbindungsdauer
- Unterschied Hypothek vs. Grundschuld kurz erklärt (Grundschuld ist heute in Deutschland die übliche Form
- Abgrenzung: Rechner zeigt Schätzung, kein verbindliches Angebot
Was ein Hypothekenrechner dir sofort zeigt
Definition: Tool zur Berechnung von monatlicher Rate, Zinskosten, Tilgung und Restschuld einer Immobilienfinanzierung
Ein Hypothekenrechner berechnet in Sekunden, wie hoch deine monatliche Rate bei einer Baufinanzierung wäre, wie viel Zinsen du über die gesamte Laufzeit zahlst und welche Restschuld nach Ende der Zinsbindung übrig bleibt. So bekommst du einen realistischen ersten Überblick, bevor du zur Bank gehst.
AUF EINEN BLICK
- Eingabegrößen: Darlehenssumme, Sollzins, Tilgungssatz, Zinsbindungsdauer
- Unterschied Hypothek vs. Grundschuld kurz erklärt (Grundschuld ist heute in Deutschland die übliche Form
- Abgrenzung: Rechner zeigt Schätzung, kein verbindliches Angebot
| Kennzahl (2026) | Wert |
|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 %–6,5 % (je Bundesland) |
| Spekulationsfrist | 10 Jahre |
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Schätze deinen monatlichen Bedarf mit den Reglern – Orientierung, kein Angebot.
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Was ist ein Hypothekenrechner und wie funktioniert er?
Annuitätendarlehen als Standardform: gleichbleibende Rate aus Zins- und Tilgungsanteil
Ein Hypothekenrechner ist ein digitales Werkzeug, das die wichtigsten Kennzahlen einer Immobilienfinanzierung auf Basis weniger Eingaben berechnet. Die vier zentralen Eingabegrößen sind die Darlehenssumme (also der Betrag, den du von der Bank aufnimmst), der Sollzins (der vereinbarte Nominalzins), der anfängliche Tilgungssatz (wie viel du pro Jahr vom Darlehen zurückzahlst) und die Zinsbindungsdauer (wie lange der Zins festgeschrieben ist). Aus diesen Größen ergibt sich deine monatliche Rate, der sogenannte Annuitätsbetrag, sowie eine Übersicht über den Verlauf von Zins- und Tilgungsanteil über die gesamte Laufzeit.
Im alltäglichen Sprachgebrauch wird oft von „Hypothek" gesprochen, wenn eine Immobilienfinanzierung gemeint ist. In Deutschland ist die rechtliche Realität jedoch eine andere: Banken sichern ihre Darlehen heute fast ausschließlich über eine Grundschuld ab, nicht über eine klassische Hypothek. Der Unterschied ist juristisch relevant – eine Hypothek ist akzessorisch, also unmittelbar an die Darlehensforderung geknüpft, während eine Grundschuld davon unabhängig im Grundbuch eingetragen wird und flexibler wiederverwendet werden kann. Für die Nutzung eines Rechners spielt diese Unterscheidung keine praktische Rolle, aber es ist hilfreich, die Begriffe zu kennen, wenn du später Kreditgespräche führst.
Ein wichtiger Hinweis gilt für alle Nutzerinnen und Nutzer: Das Ergebnis eines Hypothekenrechners ist eine Schätzung auf Basis deiner Eingaben. Banken berücksichtigen bei der tatsächlichen Kreditvergabe viele weitere Faktoren – deine Bonität, dein Einkommen, dein Eigenkapital, die Lage und den Zustand der Immobilie und vieles mehr. Ein Rechner ersetzt daher keine individuelle Beratung und kein verbindliches Kreditangebot.
AUF EINEN BLICK
- Sollzins vs. effektiver Jahreszins (enthält Nebenkosten
- Anfangstilgung: höhere Tilgung = schnellere Entschuldung, höhere Rate
- Zinsbindung und Restschuld nach Ablauf der Sollzinsbindung
- Sondertilgung als Hebel zur Laufzeitverkürzung
Die wichtigsten Begriffe: Sollzins, Tilgung, Annuität & Effektivzins
Schritt 1: Kaufpreis + Kaufnebenkosten realistisch ansetzen
Das Standardmodell der Baufinanzierung in Deutschland ist das Annuitätendarlehen. Du zahlst dabei über die gesamte Zinsbindungsdauer eine gleichbleibende monatliche Rate – die Annuität. Diese Rate setzt sich aus einem Zinsanteil und einem Tilgungsanteil zusammen. Weil du die Restschuld mit jeder Zahlung etwas verringerst, sinkt der Zinsanteil im Laufe der Zeit kontinuierlich, während der Tilgungsanteil entsprechend steigt. Am Anfang zahlst du also verhältnismäßig viel Zinsen, am Ende tilgst du hauptsächlich das Darlehen selbst. Diesen Effekt nennt man die innere Dynamik des Annuitätendarlehens.
Beim Vergleich von Kreditangeboten ist die Unterscheidung zwischen Sollzins und Effektivzins entscheidend. Der Sollzins (auch Nominalzins) ist der reine Zinssatz, den die Bank für das geliehene Geld berechnet. Der effektive Jahreszins hingegen enthält zusätzliche Kosten wie Bearbeitungsgebühren oder bestimmte Pflichtversicherungen und ermöglicht dadurch einen echten Vergleich zwischen verschiedenen Angeboten. Laut EU-Verbraucherkreditrichtlinie müssen Banken den effektiven Jahreszins immer ausweisen. Achte beim Vergleich also immer auf den Effektivzins, nicht nur auf den Sollzins.
Die anfängliche Tilgung hat einen enormen Einfluss auf die Gesamtkosten und die Laufzeit deines Darlehens. Eine höhere Anfangstilgung bedeutet: Du bist schneller schuldenfrei, zahlst weniger Zinsen insgesamt, hast aber eine höhere monatliche Rate. Eine niedrige Tilgung hält die monatliche Belastung gering, verlängert aber die Laufzeit erheblich und erhöht die Gesamtkosten. Als grobe Orientierung gilt: Je niedriger das Zinsniveau, desto wichtiger ist eine ausreichend hohe Tilgung, damit du nicht Jahrzehnte für dein Darlehen brauchst.
Die Zinsbindungsdauer legt fest, wie lange der vereinbarte Sollzins gilt. Üblich sind Laufzeiten von fünf bis dreißig Jahren. Nach Ablauf der Zinsbindung muss die verbleibende Restschuld entweder zurückgezahlt oder zu den dann geltenden Marktkonditionen weiterfinanziert werden. Die Restschuld am Ende der Zinsbindung ist daher eine der wichtigsten Größen, die ein Hypothekenrechner ausgibt – sie zeigt dir, wie viel Risiko du gegenüber künftigen Zinsschwankungen trägst.
AUF EINEN BLICK
- Schritt 2: Eigenkapital abziehen, Darlehenssumme bestimmen
- Schritt 3: Sollzins und Tilgungssatz eingeben
- Schritt 4: Ergebnis interpretieren (Rate, Gesamtkosten, Restschuld
- Tipp: mehrere Szenarien mit unterschiedlicher Tilgung durchspielen
Hypothekenrechner richtig nutzen: Schritt für Schritt
Grunderwerbsteuer variiert je nach Bundesland
Schritt 1 – Kaufpreis und Nebenkosten realistisch ansetzen: Bevor du irgendetwas in den Rechner eingibst, musst du den Gesamtbetrag kennen, den du finanzieren willst. Neben dem eigentlichen Kaufpreis der Immobilie kommen erhebliche Kaufnebenkosten hinzu (dazu gleich mehr). Diese Nebenkosten solltest du vorab addieren, damit du eine realistische Vorstellung des Gesamtaufwands hast.
Schritt 2 – Eigenkapital abziehen und Darlehenssumme bestimmen: Dein Eigenkapital – also Ersparnisse, Wertpapiere, Schenkungen oder andere liquide Mittel – wird vom Gesamtbedarf abgezogen. Das Ergebnis ist die Darlehenssumme, die du in den Rechner eingibst. Mehr Eigenkapital bedeutet in der Regel bessere Zinskonditionen und eine geringere monatliche Belastung.
Schritt 3 – Sollzins und Tilgungssatz eingeben: Für den Sollzins kannst du aktuelle Marktrichtwerte aus Vergleichsportalen recherchieren. Diese geben dir eine grobe Orientierung, wobei dein tatsächlicher Zins von deiner Bonität und dem Beleihungsauslauf abhängt. Beim Tilgungssatz empfiehlt es sich, verschiedene Szenarien durchzuspielen: Wie verändert sich die Rate, wenn du von einem auf zwei Prozent Anfangstilgung gehst? Was bedeutet das für die Restschuld nach zehn Jahren?
Schritt 4 – Ergebnis interpretieren: Der Rechner zeigt dir jetzt die monatliche Rate, die gesamten Zinskosten über die Zinsbindungsdauer und die Restschuld am Ende dieser Periode. Prüfe, ob die monatliche Rate dauerhaft in dein Budget passt – und zwar nicht nur theoretisch, sondern auch mit Puffer für Urlaub, unvorhergesehene Ausgaben und Instandhaltungskosten. Wenn die Rate zu hoch erscheint, kannst du die Darlehenssumme, den Tilgungssatz oder die Zinsbindung anpassen und das Szenario erneut berechnen.
AUF EINEN BLICK
- Notar- und Grundbuchkosten
- ggf. Maklerprovision
- Nebenkosten müssen meist aus Eigenkapital gedeckt werden
Kaufnebenkosten nicht vergessen
Herausforderung: geringes Eigenkapital und kürzere Bonitätshistorie am Karrierestart
Viele Erstkäufer:innen konzentrieren sich beim Durchrechnen einer Finanzierung ausschließlich auf den Kaufpreis der Immobilie und vergessen dabei, dass eine Reihe weiterer Kosten anfällt, die den Gesamtaufwand deutlich erhöhen. Diese Kaufnebenkosten belaufen sich je nach Bundesland, Objekttyp und Kaufsituation auf einen erheblichen Anteil des Kaufpreises und müssen in der Regel aus dem vorhandenen Eigenkapital gedeckt werden, da Banken sie meist nicht mitfinanzieren.
Die größte Einzelposition ist in der Regel die Grunderwerbsteuer, die je nach Bundesland unterschiedlich hoch ist. Sie variiert zwischen 3,5 Prozent (in Bayern und Sachsen) und bis zu 6,5 Prozent des Kaufpreises (in einigen anderen Bundesländern). Hinzu kommen Notar- und Grundbuchkosten, die für die Beurkundung des Kaufvertrags und die Eintragung der Grundschuld ins Grundbuch anfallen. Diese sind gesetzlich geregelt und richten sich nach dem Kaufpreis. Grob lässt sich sagen, dass Notar und Grundbuch zusammen rund eineinhalb bis zwei Prozent des Kaufpreises ausmachen.
Wird die Immobilie über einen Makler vermittelt, fällt außerdem eine Maklerprovision an. Seit der Reform des Maklerrechts im Jahr 2020 gilt für Wohnimmobilien das Prinzip der Teilung: Wenn der Makler von beiden Seiten beauftragt wird, darf er von Käufer:innen maximal die Hälfte der Provision verlangen. In der Praxis bedeutet das je nach Marktlage eine Belastung von bis zu mehreren Prozent des Kaufpreises. All diese Posten solltest du vor der ersten Rechner-Eingabe zusammenzählen und von deinem Eigenkapital abziehen, damit du weißt, wie viel wirklich für die Finanzierung zur Verfügung steht.
AUF EINEN BLICK
- Bedeutung eines sicheren, planbaren Einkommens für die Bank
- Förderprogramme prüfen (z.B. KfW-Programme, regionale Förderungen
- Warum realistische Rate wichtig ist: Puffer für Lebenshaltung einplanen
- Absicherung des Darlehens als Thema (Einkommensausfall
Baufinanzierung für junge Erwachsene und Berufseinsteiger:innen
Faustregeln zur maximalen Rate im Verhältnis zum Nettoeinkommen (als Orientierung, nicht als Zusage
Wer am Anfang der Karriere steht, steht vor einer besonderen Ausgangslage: Das Eigenkapital ist oft noch gering, die Bonitätshistorie ist kürzer, und das Einkommen kann in befristeten Stellen oder der Probezeit unsicherer wirken als bei langjährig Beschäftigten. Das bedeutet nicht, dass eine Baufinanzierung grundsätzlich ausgeschlossen ist – aber es bedeutet, dass die Vorbereitung besonders sorgfältig sein sollte.
Für Banken ist ein sicheres und planbares Einkommen das wichtigste Kriterium. Ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, das die Probezeit überstanden hat, ist ein starkes Signal. Selbstständige oder Freiberufler:innen müssen in der Regel mehrere Jahre Einkommensnachweise vorlegen, um Kreditwürdigkeit zu belegen. Je mehr Eigenkapital du einbringen kannst, desto besser sind die Konditionen – und desto geringer ist die monatliche Belastung.
Ein oft unterschätzter Hebel sind staatliche Förderprogramme. Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse für den Kauf oder Bau energieeffizienter Immobilien an. Daneben gibt es in vielen Bundesländern und Kommunen regionale Förderprogramme für Erstkäufer:innen oder Familien mit Kindern. Diese Programme können die Finanzierungskosten spürbar senken oder das erforderliche Eigenkapital reduzieren. Es lohnt sich also, vor der ersten Bankberatung auch bei der KfW und den regionalen Förderbanken nachzufragen.
Mindestens genauso wichtig wie die Finanzierbarkeit der Rate ist ein ausreichender finanzieller Puffer für den Alltag. Immobilienbesitz bringt laufende Kosten mit sich: Instandhaltung, Reparaturen, Nebenkosten und Rücklagen sollten alle in die persönliche Budgetplanung einfließen. Als grobe Orientierung empfehlen viele Finanzprofis, mindestens drei bis sechs Monatsgehälter als liquide Reserve zu behalten, auch nach dem Immobilienerwerb.
AUF EINEN BLICK
- Kehrwert-Methode: von der leistbaren Rate zur Darlehenssumme rechnen
- Warum Zinsbindung und Anschlussfinanzierung ins Budget gehören
- Verweis auf Brutto-Netto-Rechner, um verfügbares Einkommen zu ermitteln
Wie viel Haus kannst du dir leisten?
Nach Ende der Zinsbindung bleibt meist eine Restschuld
Eine häufig genannte Faustregel lautet, dass die monatliche Kreditrate nicht mehr als etwa ein Drittel des monatlichen Nettohaushaltseinkommens betragen sollte. Das ist eine Orientierungshilfe, keine verbindliche Vorgabe – und sie hängt stark von deinen individuellen Lebenshaltungskosten ab. Wer in einer teuren Großstadt lebt, vielleicht Familie hat oder hohe Mobilitätskosten trägt, sollte eher einen geringeren Anteil ansetzen. Wer günstig lebt und gut verdient, hat mehr Spielraum.
Nützlich ist auch die Kehrwert-Methode: Anstatt von einer Darlehenssumme auf die Rate zu schließen, gehst du den umgekehrten Weg. Du überlegst zunächst, welche monatliche Rate du dir dauerhaft leisten kannst, und berechnest daraus – bei einem angenommenen Zins- und Tilgungssatz – die maximale Darlehenssumme. Kombiniert mit deinem Eigenkapital ergibt sich so ein realistischer maximaler Kaufpreis, den du dir leisten kannst. Das verhindert, dass du dich von beeindruckenden Immobilien verleiten lässt, die jenseits deiner Möglichkeiten liegen.
Eine wichtige Variable, die viele beim Planen vergessen, ist die Anschlussfinanzierung. Wenn deine Zinsbindung nach zehn oder fünfzehn Jahren ausläuft und noch eine substanzielle Restschuld übrig ist, musst du diese zu den dann geltenden Marktkonditionen weiterfinanzieren. Sind die Zinsen bis dahin gestiegen, kann deine neue Rate deutlich höher ausfallen. Dieses Risiko gehört ins Budget – und in deine langfristige Planung. Nutze daher auch einen Brutto-Netto-Rechner, um dein tatsächlich verfügbares Einkommen realistisch einzuschätzen, bevor du eine Rate als tragbar einstufst.
AUF EINEN BLICK
- Forward-Darlehen zur Zinssicherung im Voraus
- Risiko steigender Zinsen bei der Anschlussfinanzierung
- Längere Zinsbindung = mehr Planungssicherheit, oft höherer Zins
Anschlussfinanzierung & Zinsänderungsrisiko
Nebenkosten übersehen
Nach dem Ende der Zinsbindung ist das Darlehen in der Regel noch nicht vollständig getilgt. Es bleibt eine Restschuld, die anschließend refinanziert werden muss. Wie hoch diese Restschuld ist, hängt von der ursprünglichen Darlehenshöhe, dem Tilgungssatz und der Länge der Zinsbindung ab. Ein Hypothekenrechner zeigt dir diese Restschuld transparent an – das ist einer seiner wichtigsten Dienste.
Für die Anschlussfinanzierung hast du grundsätzlich mehrere Optionen: Du kannst bei deiner Hausbank bleiben, zu einem anderen Anbieter wechseln oder ein sogenanntes Forward-Darlehen abschließen. Ein Forward-Darlehen sichert dir schon heute einen Zinssatz für eine Finanzierung, die erst in ein bis fünf Jahren beginnt. Das ist sinnvoll, wenn du davon ausgehst, dass die Zinsen bis dahin steigen könnten – du zahlst dafür in der Regel einen kleinen Zinsaufschlag als Preis für die Planungssicherheit.
Grundsätzlich gilt: Längere Zinsbindungsfristen bieten mehr Planungssicherheit, sind aber oft mit einem etwas höheren Zinssatz verbunden als kürzere Laufzeiten. In einem Niedrigzinsumfeld lohnt es sich, die Zinsen möglichst lange festzuschreiben. In einem Hochzinsumfeld kann eine kürzere Bindung günstiger sein, wenn man darauf setzt, dass die Zinsen in einigen Jahren wieder fallen. Diese Abwägung ist eine der zentralen strategischen Entscheidungen bei der Baufinanzierung – und sie lässt sich am besten treffen, wenn man verschiedene Szenarien im Rechner durchgespielt hat.
AUF EINEN BLICK
- Zu niedrige Tilgung und dadurch sehr lange Laufzeit
- Kein finanzieller Puffer für Instandhaltung/Notfälle
- Restschuld nach Zinsbindung nicht bedacht
- Absicherung bei Einkommensausfall vergessen
Häufige Fehler beim Berechnen der Baufinanzierung
Der häufigste Fehler beim Einsatz eines Hypothekenrechners ist das Vergessen der Kaufnebenkosten. Wer den Kaufpreis direkt als Darlehenssumme eingibt, ohne Grunderwerbsteuer, Notar und ggf. Makler abzuziehen, unterschätzt den tatsächlichen Finanzierungsbedarf – und überschätzt sein verfügbares Eigenkapital. Das Ergebnis: Die tatsächliche Rate ist höher als erwartet, oder das Eigenkapital reicht nicht für alle Pflichtkosten.
Ein weiterer verbreiteter Fehler ist die Wahl einer zu niedrigen Tilgungsrate. Wer nur ein Prozent jährlich tilgt, um die monatliche Rate möglichst klein zu halten, verlängert die Laufzeit enorm und zahlt in der Summe deutlich mehr Zinsen. Es lohnt sich, im Rechner zu simulieren, wie sich die Tilgung von einem auf zwei oder drei Prozent auswirkt – oft ist der Unterschied in der monatlichen Rate geringer, als man denkt, während die Einsparungen bei den Gesamtkosten beträchtlich sind.
Schließlich unterschätzen viele Käufer:innen die laufenden Kosten des Eigenheims. Reparaturen, Instandhaltungsrücklagen, Grundsteuer, Versicherungen und eventuelle Hausgeldkosten bei Eigentumswohnungen kommen zur Kreditrate hinzu. Wer diese nicht in die Budgetplanung einbezieht, kann schnell in finanzielle Engpässe geraten, selbst wenn die Kreditrate an sich problemlos tragbar wäre. Und nicht zuletzt: Die Restschuld nach Ende der Zinsbindung muss immer im Blick behalten werden. Wer plant, als ob das Darlehen nach der Zinsbindungsdauer vollständig abbezahlt sei, obwohl noch eine erhebliche Restschuld besteht, setzt sich einem erheblichen Zinsänderungsrisiko aus.
Fazit: Rechnen vor dem Kaufen – und dann den Überblick behalten
Ein Hypothekenrechner ist das beste Werkzeug, um die Baufinanzierung greifbar zu machen, bevor du zur Bank gehst. Er zeigt dir, wie verschiedene Kombinationen aus Darlehenssumme, Zinssatz und Tilgung deine monatliche Rate und deine Gesamtkosten beeinflussen – und welche Restschuld nach der Zinsbindung übrig bleibt. Das Wichtigste ist, realistisch zu rechnen: mit allen Kaufnebenkosten, mit einem angemessenen Puffer und mit Blick auf die langfristige finanzielle Situation – inklusive Anschlussfinanzierung.
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Häufige Fragen
Die monatliche Rate einer Hypothek berechnest du, indem du den Darlehensbetrag mit dem Sollzins und der Tilgung kombinierst. Dazu nutzt du die Formel für ein Annuitätendarlehen, bei der die Rate über die gesamte Zinsbindung konstant bleibt. Ein Hypothekenrechner führt diese Berechnung automatisch durch, wenn du Darlehenshöhe, Zinssatz und Tilgungssatz eingibst.
Als Faustregel solltest du für eine Baufinanzierung mindestens 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten als Eigenkapital einbringen, um gute Konditionen zu erhalten. Dazu kommen die Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbucheintrag, die du ebenfalls aus eigenen Mitteln zahlen solltest. Je mehr Eigenkapital du mitbringst, desto niedriger fällt in der Regel der Zinssatz aus.
Der Sollzins ist der reine Zinssatz für das Darlehen, ohne weitere Kosten wie Bearbeitungsgebühren oder Kontoführung. Der Effektivzins berücksichtigt alle zusätzlichen Kosten und gibt an, was das Darlehen pro Jahr tatsächlich kostet. Für den Vergleich verschiedener Angebote ist daher immer der Effektivzins entscheidend.
Für Berufseinsteiger oder Menschen mit geringem Einkommen lohnt sich eine Baufinanzierung nur in Ausnahmefällen, da das Einkommen meist nicht ausreicht, um die monatliche Rate zu stemmen. Zudem fehlt oft das nötige Eigenkapital, und die Banken verlangen eine dauerhafte und ausreichende Bonität. Es kann sinnvoller sein, zunächst zu sparen und später mit besserer finanzieller Basis zu bauen.
Die Tilgung sollte mindestens 2 Prozent betragen, um das Darlehen in einem überschaubaren Zeitraum abzuzahlen. Bei einer anfänglichen Tilgung von 2 Prozent und einem Zinssatz von 4 Prozent dauert die vollständige Rückzahlung etwa 30 bis 35 Jahre. Wenn du die Rate erhöhen kannst, verkürzt sich die Laufzeit entsprechend.
Nach Ende der Zinsbindung läuft dein Darlehen in der Regel mit einem neuen, dann gültigen Zinssatz weiter, sofern du keinen Anschlussvertrag abschließt. Die Bank bietet dir meist eine Anschlussfinanzierung zu aktuellen Marktkonditionen an, die höher oder niedriger ausfallen können. Du hast auch die Möglichkeit, das Darlehen zu kündigen und zu einem anderen Anbieter zu wechseln.
Zusätzlich zum Kaufpreis fallen beim Immobilienkauf Nebenkosten an, die in Deutschland insgesamt etwa 10 bis 15 Prozent des Kaufpreises ausmachen. Dazu gehören die Grunderwerbsteuer, die je nach Bundesland unterschiedlich hoch ist, sowie Notar- und Grundbuchkosten. Beim Hausbau kommen außerdem Kosten für Baugenehmigung, Erschließung und eventuell eine Bauherrenhaftpflichtversicherung hinzu.
Ein Hypothekenrechner liefert eine unverbindliche Schätzung, die auf den von dir eingegebenen Daten basiert. Die tatsächlichen Konditionen hängen von deiner Bonität, dem Beleihungswert und den aktuellen Marktzinsen ab, die die Bank individuell festlegt. Das Ergebnis dient daher nur zur ersten Orientierung und ersetzt keine verbindliche Finanzierungszusage.
Quellen & Stand 09.07.2026
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