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Haushaltsgeräte Was kostet die Erstausstattung wirklich?

Welche Haushaltsgeräte braucht man wirklich? Kosten, Reparatur vs. Neukauf & Spartipps – inkl. Finanz-Check-Tool.

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Das Wichtigste in 30 Sekunden
  • Erstausstattung einer WG oder Einzelwohnung kann einen erheblichen Teil des monatlichen Budgets binden.
  • Falsche Kaufentscheidungen führen zu laufenden Mehrkosten durch Energieverbrauch oder Reparaturen.
  • Überblick: Was ist wirklich notwendig, was ist Nice-to-have?
  • Must-haves: Kühlschrank, Waschmaschine (oder WG-Nutzung), Herd/Kochplatte, Mikrowelle.

Erstausstattung mit Haushaltsgeräten: Mehr als ein einmaliger Einkauf

Erstausstattung einer WG oder Einzelwohnung kann einen erheblichen Teil des monatlichen Budgets binden.

Wer zum ersten Mal in eine eigene Wohnung oder WG zieht, unterschätzt häufig, was allein die Grundausstattung mit Haushaltsgeräten kostet – und was danach monatlich dazukommt. Vom Kühlschrank über die Waschmaschine bis zum Staubsauger: Geräte binden Kapital, verbrauchen Strom und können im Defektfall das Budget empfindlich belasten.

Kurz zusammengefasst: Die Erstausstattung mit Haushaltsgeräten ist für Studierende ein ernstes Finanzthema. Wer klug plant – zwischen Neu- und Gebrauchtkauf abwägt, Energiekosten einkalkuliert und Reparatur statt Neukauf prüft – kann über die gesamte Studienzeit erheblich sparen. Dieser Artikel hilft dir, einen realistischen Überblick zu bekommen und alle Kosten sauber in deinen Finanzplan zu integrieren.

AUF EINEN BLICK

  • Falsche Kaufentscheidungen führen zu laufenden Mehrkosten durch Energieverbrauch oder Reparaturen.
  • Überblick: Was ist wirklich notwendig, was ist Nice-to-have?

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Haushaltsgeräte als echtes Finanzthema

Must-haves: Kühlschrank, Waschmaschine (oder WG-Nutzung), Herd/Kochplatte, Mikrowelle.

Der erste eigene Haushalt beginnt meistens mit einer langen Liste und einem kurzen Geldbeutel. Wer in eine möblierte WG einzieht, hat Glück – wer jedoch eine leere Wohnung oder ein unmöbliertes WG-Zimmer bezieht, steht vor einem Problem: Kühlschrank, Herd, Waschmaschine und Co. müssen sofort vorhanden sein, damit das Alltagsleben funktioniert. Diese Anschaffungen erfolgen oft in kürzester Zeit und konkurrieren direkt mit Kaution, Umzugskosten und der ersten Monatsmiete. Das Ergebnis: Ein erheblicher Teil des monatlichen Budgets – oder eines gerade angezapften Dispokredits – fließt in Geräte, ohne dass dabei langfristig gedacht wird.

Dabei ist die Anschaffung nur der erste Kostenpunkt. Hinzu kommen laufende Energiekosten, potenzielle Reparaturen und im schlimmsten Fall ein vorzeitiger Neukauf, weil ein günstiges Gebrauchtgerät frühzeitig aufgibt. Falsche Kaufentscheidungen rächen sich also nicht nur einmalig, sondern ziehen sich durch das gesamte Studium. Ein Gerät mit schlechter Energieeffizienzklasse kann über mehrere Jahre hinweg deutlich mehr Stromkosten verursachen als der niedrigere Kaufpreis zunächst spart – dazu später mehr.

Wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen echten Notwendigkeiten und komfortablen Extras. Was wirklich unerlässlich ist, hängt von der Wohnsituation ab: Wer in einer WG lebt, teilt sich viele Geräte. Wer allein wohnt, trägt alle Kosten selbst. Ein realistischer Blick auf den eigenen Bedarf – bevor man im Elektronikmarkt steht – ist die beste Vorbereitung und spart von Anfang an bares Geld.

AUF EINEN BLICK

  • Optional: Geschirrspüler, Trockner, Staubsauger (ggf. WG-Gemeinschaftsgerät).
  • Klein- vs. Großgeräte: Was lohnt sich für eine 1-Zimmer-Wohnung vs. WG-Haushalt?
  • Leihgeräte und möblierte WG-Zimmer als günstige Alternative zur Eigenanschaffung.

Checkliste: Haushaltsgeräte-Grundausstattung fürs Studium

Neukauf: Garantie, aktuelle Energieeffizienzklassen, Finanzierungsoptionen – aber höchste Einstiegskosten.

Die absoluten Must-haves für jede Studienwohnung sind überschaubar: Ein Kühlschrank (mit kleinem Gefrierfach reicht oft), eine Möglichkeit zum Kochen – also Herd oder zumindest eine Zweiplattenkochplatte – und Zugang zu einer Waschmaschine. Letztere muss nicht zwingend die eigene sein: Wer in einer WG lebt, kann sich die Waschmaschine teilen und so die Anschaffungskosten aufteilen oder ganz einsparen. Auch im Studierendenwohnheim gibt es häufig Gemeinschaftsmaschinen, die gegen eine geringe Gebühr genutzt werden können.

Optional – aber je nach Lebensstil durchaus nützlich – sind Mikrowelle, Staubsauger, Geschirrspüler und Trockner. Ein Geschirrspüler lohnt sich in Wohngemeinschaften mit vier oder mehr Personen durchaus, da er bei voller Beladung tatsächlich wasser- und energiesparender ist als Handspülen. Ein Trockner hingegen ist für viele Studierende ein echtes Luxusgut: Wäscheleinen, Trockenräume und Heizkörper sind in Studentenwohnungen meist ausreichend. Ein Staubsauger schließlich ist in Wohngemeinschaften ein klassisches Gemeinschaftsgerät – hier lohnt es sich, die Kosten aufzuteilen statt jeder eigenen zu kaufen.

Bei der Geräteauswahl spielt die Wohnungsgröße eine zentrale Rolle. Für eine 1-Zimmer-Wohnung reicht ein kleiner Kühlschrank (85–100 Liter), eine kompakte Kochplatte und eine Miniwaschmaschine oder ein Waschsalon-Abo. In einer WG mit drei bis fünf Personen sollten hingegen Full-Size-Geräte angeschafft werden, die auch dem täglichen Dauerbetrieb standhalten. Kompaktgeräte können in solchen Fällen schneller verschleißen und sich als Fehlinvestition erweisen.

Eine oft übersehene Alternative: möblierte WG-Zimmer oder möblierte Studierendenwohnungen. Wer dort einzieht, spart die komplette Erstanschaffung – zahlt dafür aber meist eine etwas höhere Kaltmiete. Ob sich das rechnet, hängt von der geplanten Wohndauer ab. Bei einem Auslandssemester oder einem zeitlich begrenzten Praktikum kann die Miete des möblierten Zimmers klar die bessere Wahl sein.

AspektWorauf es ankommt
Neukauf: Garantieaktuelle Energieeffizienzklassen, Finanzierungsoptionen – aber höchste Einstiegskosten.
Gebraucht (eBay KleinanzeigenFlohmärkte, Hochschul-Schwarzbretter): deutlich günstiger, aber kein Garantieschutz.
Mieten/Leasing von Haushaltsgeräten: monatliche Rate, Service inklusive – sinnvoll bei kurzen Mietlaufzeiten.,
Fazit-Matrix: Welcher Weg lohnt sich je nach Wohndauer und Budget?,

Die drei Kaufwege für Haushaltsgeräte im Vergleich

Energieeffizienzklassen (A bis G nach EU-Label 2021): Was bedeuten sie im Alltag?

Der Neukauf bietet die meisten Vorteile auf dem Papier: gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren, aktuelle Energieeffizienzklassen nach dem EU-Label von 2021 und oft herstellereigene Finanzierungsoptionen. Wer einen Kühlschrank oder eine Waschmaschine neu kauft, kann sicher sein, dass das Gerät beim Anschluss funktioniert – und im Defektfall eine rechtliche Grundlage hat. Allerdings sind die Einstiegskosten am höchsten, und gerade zu Studienbeginn fehlt oft schlicht das nötige Startkapital für hochwertige Neugeräte. Ratenzahlungsangebote klingen verlockend, erhöhen aber die Gesamtkosten durch Zinsen und binden monatliche Budgetanteile über lange Zeiträume.

Gebrauchte Haushaltsgeräte – über Plattformen wie eBay Kleinanzeigen, lokale Flohmärkte oder das Schwarze Brett der Hochschule – sind deutlich günstiger und oft in gutem Zustand. Besonders wenn Vormieter:innen ausziehen und Geräte nicht mitnehmen wollen oder können, entstehen echte Schnäppchen. Der Haken: Es gibt keine Gewährleistung beim Kauf von Privatpersonen, und der Zustand des Geräts ist schwer einzuschätzen. Ein einfacher Funktionstest vor Ort ist Pflicht, und wer technisch wenig versiert ist, sollte jemanden mit Erfahrung mitnehmen. Außerdem können ältere Geräte mit schlechterer Energieeffizienz langfristig mehr Strom kosten als ein günstig gekaufter Neuwagen eingespart hat.

Mieten oder Leasing von Haushaltsgeräten ist in Deutschland noch weniger verbreitet, aber durchaus eine Option – vor allem für Studierende, die nur für ein oder zwei Semester an einem Ort leben. Einige Anbieter stellen Kühlschrank, Waschmaschine oder Trockner gegen eine monatliche Rate bereit, die Wartung und Reparaturen einschließt. Der Vorteil: kein Kapitaleinsatz, kein Risiko. Der Nachteil: Bei längerer Nutzungsdauer übersteigen die monatlichen Raten in der Summe meist schnell den Kaufpreis des Geräts.

Als Faustregel gilt: Wer länger als zwei Jahre am selben Ort lebt, fährt mit einem gut ausgewählten Gebrauchtgerät oder einem günstigen Neugerät in einer guten Energieeffizienzklasse am besten. Für kürzere Zeiträume oder besonders mobile Lebensabschnitte kann das Mieten oder der Einzug in eine möblierte Wohnung die klügere Wahl sein. Wer unsicher ist, sollte die monatlichen Gesamtkosten aller drei Varianten nebeneinander rechnen – Anschaffung geteilt durch geplante Nutzungsdauer plus monatliche Stromkosten ergibt den tatsächlichen Vergleichswert.

AUF EINEN BLICK

  • Standby-Verbrauch und echte Jahresstromkosten verschiedener Gerätekategorien (Quelle: Bundesnetzagentur / BDEW).
  • Faustregel: Günstigerer Kaufpreis kann durch höheren Stromverbrauch langfristig teurer werden.
  • Strom sparen im Studenten-Alltag: Tipps ohne Komfortverlust.

Energiekosten verstehen: Wie viel fressen Haushaltsgeräte im Monat?

Faustregel der Verbraucherzentrale: Reparatur lohnt, wenn Kosten unter 50 % des Neupreises liegen.

Seit der Reform des EU-Energielabels im Jahr 2021 werden Haushaltsgeräte wieder nach den Klassen A bis G bewertet – wobei A die effizienteste Klasse darstellt. Die alte Klasse A+++ fällt weg, und die Skala wurde bewusst neu kalibriert, damit auch zukünftige Effizienzverbesserungen noch darstellbar sind. Für Studierende bedeutet das: Ein Gerät der alten Klasse A++ entspricht heute oft nur noch der Klasse C oder D. Wer also ein älteres Gebrauchtgerät kauft, sollte das ursprüngliche Kaufjahr und die damalige Klassifizierung kennen, um eine realistische Einschätzung des heutigen Verbrauchs zu bekommen.

Der Stromverbrauch verschiedener Gerätetypen unterscheidet sich erheblich: Ein moderner Kühlschrank der Klasse E verbraucht im Jahr deutlich mehr Kilowattstunden als ein Modell der Klasse A. Waschmaschinen machen einen großen Teil des Haushaltsstroms aus, wenn sie häufig bei hohen Temperaturen laufen – 30-Grad-Programme sparen hier nachweislich Energie. Laut Daten des BDEW und der Bundesnetzagentur gehören Kühlgeräte, Waschmaschinen und Trockner zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Standby-Verbrauch ist ein weiterer, oft unterschätzter Kostenfaktor: Geräte, die dauerhaft im Standby-Betrieb laufen – Fernseher, Mikrowellen mit Digitalanzeige, Ladegeräte – können in der Summe einen spürbaren Anteil der Jahresstromrechnung ausmachen.

Eine wichtige Faustregel: Ein niedrigerer Kaufpreis kann durch höheren Stromverbrauch über die Laufzeit des Geräts teurer werden als ein teureres, aber effizienteres Modell. Wer ein Gerät über fünf oder mehr Jahre nutzt, sollte daher den sogenannten Total Cost of Ownership im Blick behalten – also nicht nur den Kaufpreis, sondern die Summe aller Kosten über die gesamte Nutzungsdauer. Energiekosten-Rechner, die viele Vergleichsportale online anbieten, helfen dabei, diese Kalkulation für konkrete Modelle durchzuführen.

Im Studienalltag helfen einige einfache Gewohnheiten, den Stromverbrauch niedrig zu halten: Waschmaschine nur mit voller Trommel bei niedrigen Temperaturen nutzen, Kühlschrank nicht neben Herd oder Heizung aufstellen, Steckerleisten mit Ausschalter verwenden, um Standby-Verbrauch zu eliminieren, und Ladekabel nach dem Aufladen herausziehen. Diese Maßnahmen kosten keinen Komfort, aber können die monatliche Stromrechnung spürbar senken.

AUF EINEN BLICK

  • Kundendienst vs. freie Werkstatt: Unterschiede bei Kosten und Ersatzteilverfügbarkeit.
  • Recht auf Reparatur (EU-Richtlinie 2024): Was Studierende jetzt wissen müssen.
  • Wo findet man günstigen Kundendienst und seriöse Reparaturbetriebe in der Studienstadt?

Reparatur vs. Neukauf: Wann lohnt sich welche Entscheidung?

Hausrat- vs. Geräteversicherung: Was deckt was ab?

Wenn ein Haushaltsgerät den Geist aufgibt, stellt sich sofort die Frage: Reparieren oder ersetzen? Die Verbraucherzentrale gibt dazu eine praxisnahe Orientierung: Eine Reparatur lohnt sich in der Regel, wenn die Reparaturkosten unter 50 Prozent des aktuellen Neupreises für ein vergleichbares Gerät liegen. Bei älteren Geräten, die ohnehin energieineffizient sind, kann es sich dennoch lohnen, auf einen Neukauf mit besserer Energieklasse zu setzen – selbst wenn die Reparatur rechnerisch noch rentabel wäre.

Bei der Wahl des Reparaturbetriebs gibt es zwei grundlegende Optionen: der autorisierte Kundendienst des Herstellers und freie Werkstätten. Kundendienst-Techniker sind in der Regel teurer, verwenden Original-Ersatzteile und können bei Neugeräten innerhalb der Gewährleistungsfrist kostenfrei tätig werden. Freie Werkstätten sind oft günstiger und flexibler, können aber je nach Gerät und Hersteller auf Schwierigkeiten bei der Ersatzteilbeschaffung stoßen. Viele Städte mit Hochschulen haben mittlerweile auch Repair-Cafés – ehrenamtlich betriebene Reparaturwerkstätten, in denen Geräte kostenlos oder gegen eine kleine Spende instand gesetzt werden können.

Ein wichtiges Thema für alle, die Haushaltsgeräte kaufen oder besitzen: das neue EU-Recht auf Reparatur, das 2024 als Richtlinie verabschiedet wurde und bis 2026 in nationales Recht der Mitgliedstaaten umzusetzen ist. Es verpflichtet Hersteller bestimmter Gerätekategorien dazu, Ersatzteile und Reparaturanleitungen für einen definierten Zeitraum verfügbar zu halten und Reparaturen zu ermöglichen – auch nach Ablauf der Gewährleistung. Für Studierende als Verbraucher:innen bedeutet das: mehr Optionen, längere Nutzungsdauer und weniger Zwang zum vorschnellen Neukauf. Es lohnt sich, beim nächsten Gerätedefekt aktiv nach diesen Rechten zu fragen.

Um seriöse Reparaturbetriebe in der Studienstadt zu finden, eignen sich Empfehlungen über Hochschul-Foren, lokale Facebook-Gruppen oder die Website der Handwerkskammer. Viele Verbraucherzentralen bieten zudem regionale Beratung an – auch zu Fragen rund um Gewährleistung und Kulanzregelungen bei Händlern.

AUF EINEN BLICK

  • Für Studierende mit wenig Inventar oft überversichert – Kostencheck vorab wichtig.
  • Geräte, die über die Hausratversicherung mitversichert sein können (abhängig vom Vertrag).
  • Tipp: Eigene Versicherungssituation mit dem StudySmarter Versicherungs-Check prüfen.

Haushaltsgeräte absichern: Wann ist eine Versicherung wirklich nötig?

Einmalkosten (Anschaffung) vs. laufende Kosten (Strom, Wasser, Reparatur) klar trennen.

Für Studierende ist die Frage nach einer Geräte- oder Hausratversicherung oft gar nicht so eindeutig zu beantworten. Eine Hausratversicherung schützt generell das Inventar einer Wohnung – also alle beweglichen Gegenstände – gegen Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Einbruch oder Sturm. Haushaltsgeräte sind damit grundsätzlich mitversichert, sofern sie Teil des Hausrats sind. Allerdings gilt: Technische Defekte, Bedienungsfehler oder normaler Verschleiß sind durch die klassische Hausratversicherung nicht abgedeckt.

Eine separate Geräteversicherung oder Elektronikversicherung deckt hingegen auch technische Schäden ab – also zum Beispiel einen Kurzschluss in der Waschmaschine. Der Haken: Diese Versicherungen kosten monatlich Geld und lohnen sich erst ab einem gewissen Inventarwert. Wer als Studierender gebrauchte Geräte im Wert von insgesamt einigen Hundert Euro besitzt, ist mit einer solchen Zusatzversicherung oft überversichert. Der monatliche Beitrag übersteigt schnell den realistischen Schadenserwartungswert. Ein ehrlicher Vergleich zwischen Versicherungsprämie und Wiederbeschaffungskosten ist daher Pflicht, bevor man einen Vertrag abschließt.

Wer als Studierender noch über die Hausratversicherung der Eltern mitversichert ist – das ist bei manchen Tarifen für Kinder im Erststudium möglich –, sollte das unbedingt prüfen. Mitversichert sind in solchen Fällen oft auch Gegenstände in der Studentenwohnung, allerdings häufig nur bis zu einem bestimmten Betrag und nur bei Schäden, die unter die klassischen Hausratrisiken fallen. Ein kurzes Gespräch mit den Eltern und deren Versicherer kann hier unnötige Doppelversicherungen vermeiden und gleichzeitig sicherstellen, dass man wirklich abgesichert ist.

AUF EINEN BLICK

  • Rücklagenbildung: Monatlich kleinen Betrag für Geräte-Reparatur/-Ersatz zurücklegen.
  • BAföG-Empfänger:innen: Erstausstattungskosten beim Umzug ggf. als Sonderbedarf geltend machen.
  • Nächster Schritt: Gesamtbudget mit dem StudySmarter Finanz-Score-Rechner prüfen.

Budget-Planer: Haushaltsgeräte sinnvoll in den Finanzplan integrieren

Der erste Schritt zu einem realistischen Gerätebudget ist die saubere Trennung zwischen Einmalkosten und laufenden Kosten. Einmalkosten umfassen den Kaufpreis aller Geräte – ob neu oder gebraucht. Laufende Kosten sind Stromverbrauch, Wasserverbrauch (bei Waschmaschine und Geschirrspüler), eventuelle Wartungsverträge und Reparaturen. Wer diese beiden Kategorien vermischt, verliert schnell den Überblick und unterschätzt das, was ein Gerät wirklich kostet. Ein einfaches Haushaltsbuch – digital oder analog – hilft, diese Posten von Anfang an klar zu trennen.

Besonders wichtig ist die Rücklagenbildung: Statt im Defektfall überrascht zu werden und teuer auf Raten kaufen zu müssen, empfiehlt es sich, monatlich einen kleinen Betrag beiseite zu legen, der ausschließlich für Geräteersatz oder Reparaturen vorgesehen ist. Wie hoch dieser Betrag sein sollte, hängt vom Wert des vorhandenen Equipments ab – selbst ein kleiner monatlicher Puffer kann verhindern, dass ein defektes Gerät zur echten Finanzkrise wird. Die Disziplin, diesen Betrag wirklich zurückzulegen und nicht für andere Ausgaben zu verwenden, ist dabei entscheidend.

BAföG-Empfänger:innen sollten wissen, dass bei einem Umzug in die erste eigene Wohnung unter Umständen ein Sonderbedarf beim BAföG-Amt geltend gemacht werden kann – etwa für Erstausstattungskosten. Dies ist jedoch abhängig von der individuellen Situation, dem Bundesland und dem zuständigen Studentenwerk. Eine frühzeitige Beratung beim Studentenwerk oder der Sozialberatung des Studierendenwerks ist empfehlenswert, bevor man auf eigene Faust größere Anschaffungen finanziert. Auch Sozialberatungen von Studierendenwerken kennen oft lokale Hilfsfonds oder zinsgünstige Darlehen für genau solche Situationen.

Wer seinen gesamten Finanzplan – von den Mietkosten über Lebensmittel bis zu den Gerätekosten – einmal strukturiert unter die Lupe nehmen möchte, findet mit einem digitalen Budget-Tool einen guten Einstieg. Gerade wenn man zum ersten Mal alleine wirtschaftet, hilft eine externe Struktur dabei, blinde Flecken im eigenen Budget zu erkennen und gegenzusteuern, bevor das Konto ins Minus rutscht.

Fazit: Smarter planen, besser wohnen

Das Wichtigste auf einen Blick: Haushaltsgeräte sind kein Impulskauf, sondern eine Finanzentscheidung mit langfristiger Wirkung. Wer zwischen Must-have und Nice-to-have unterscheidet, die Kaufwege realistisch vergleicht, Energiekosten von Anfang an einkalkuliert und eine kleine Reparatur-Rücklage aufbaut, ist für das Leben im eigenen Haushalt gut gerüstet. Das EU-Recht auf Reparatur stärkt dabei die Position der Verbraucher:innen zusätzlich. Und wer seinen Gesamtfinanzplan noch einmal strukturiert prüfen möchte, bevor er größere Anschaffungen tätigt, sollte jetzt den nächsten Schritt machen.

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Häufige Fragen

Für deine erste eigene Wohnung brauchst du in der Küche vor allem einen Kühlschrank, ein Kochfeld oder einen Herd sowie einen Wasserkocher. Im Haushalt sind zudem eine Waschmaschine, ein Staubsauger und ein Bügeleisen sinnvoll, wobei du anfangs auf viele Extras wie Geschirrspüler oder Mikrowelle verzichten kannst.

Der Kauf gebrauchter Haushaltsgeräte lohnt sich vor allem bei langlebigen Produkten wie Waschmaschinen oder Kühlschränken, wenn du auf Zustand und Energieeffizienz achtest. Du sparst oft erheblich beim Anschaffungspreis, solltest aber die Restlebensdauer und mögliche Reparaturkosten realistisch einschätzen, bevor du dich entscheidest.

Die monatlichen Stromkosten eines Kühlschranks hängen stark von Größe, Effizienzklasse und Nutzung ab, liegen aber bei einem modernen Gerät der Klasse A üblicherweise im einstelligen Eurobereich. Ältere Geräte mit schlechter Effizienz können das Zwei- bis Dreifache verbrauchen, daher lohnt sich ein Blick auf das Energielabel vor dem Kauf.

In einer WG gilt grundsätzlich, dass der Vermieter für Reparaturen an der Mietsache verantwortlich ist, sofern es sich nicht um Schäden durch unsachgemäßen Gebrauch handelt. Kleinreparaturen bis zu einer bestimmten Höhe können jedoch per Klausel im Mietvertrag auf dich als Mieter umgelegt werden, wobei diese Grenzen gesetzlich klar geregelt sind.

Es gibt keine allgemeinen staatlichen Förderprogramme speziell für Studierende beim Kauf von Haushaltsgeräten, aber du kannst von Rabattaktionen großer Elektrohändler oder von Sonderkonditionen über den Studierendenausweis profitieren. Zudem bieten viele Hochschulstädte Second-Hand-Läden oder Tauschbörsen an, wo du günstig an gut erhaltene Geräte kommst.

Eine Geräteversicherung lohnt sich in den meisten Fällen nicht, da die monatlichen Beiträge über die Jahre oft höher sind als die Kosten einer einmaligen Reparatur. Bei günstigen Geräten ist das Risiko gering, und bei teuren Neugeräten greift ohnehin die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren, die du kostenlos in Anspruch nehmen kannst.

Das neue EU-Recht auf Reparatur verpflichtet Hersteller, Ersatzteile und Reparaturinformationen für bestimmte Produkte wie Waschmaschinen oder Kühlschränke über einen längeren Zeitraum bereitzustellen. Für dich bedeutet das, dass du nach Ablauf der Gewährleistung einen Anspruch auf Reparatur zu angemessenen Bedingungen hast und nicht sofort ein Neugerät kaufen musst.

Plane für Haushaltsgeräte einen festen monatlichen Betrag in dein Budget ein, auch wenn du nicht jeden Monat etwas kaufst, um Rücklagen für Ersatz oder Reparaturen zu bilden. Orientiere dich an deinen tatsächlichen Ausgaben der ersten Monate und priorisiere Anschaffungen nach Dringlichkeit, statt alles auf einmal zu kaufen.

Quellen & Stand 09.07.2026

MS

StudySmarter-Redaktion

Finanz-Redaktion · StudySmarter
Marie macht Finanzthemen für Studierende verständlich – von der ersten Versicherung bis zum ersten Sparplan.

Redaktionell geprüft. Alle Zahlen mit Quellenangabe, Stand 09.07.2026. Dieser Artikel ist Finanzbildung – keine Rechts- oder Steuerberatung.

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