Unternehmensanleihen kaufen: Dein Fahrplan für feste Zinsen
Du suchst eine Anlage, die mehr abwirft als Tagesgeld, aber planbarer ist als Aktien? Unternehmensanleihen könnten die Lösung sein. Wir erklären dir, wie sie funktionieren und worauf du beim Kauf achten musst.
Warum Unternehmensanleihen auch für dich interessant sind
Vielleicht denkst du, dass Anleihen nur etwas für Profis oder Großanleger sind. Das ist ein Irrtum. Auch mit kleineren Beträgen kannst du Unternehmen Geld leihen und dafür regelmäßige Zinsen erhalten. In Zeiten, in denen Tagesgeldkonten kaum Zinsen abwerfen, rücken festverzinsliche Wertpapiere wieder in den Fokus. Sie bieten eine planbare Rendite, solange der Emittent, also das Unternehmen, nicht zahlungsunfähig wird.
Der Reiz liegt in der Berechenbarkeit. Du weißt bei Kauf, wie hoch der Zinskupon ist und wann du dein Geld zurückbekommst. Das unterscheidet Anleihen von Aktien, deren Wert stark schwanken kann. Für dich als Anleger bedeutet das: Du kannst kalkulieren, welche Erträge du in den nächsten Jahren erzielst. Das schafft Planungssicherheit, etwa für die Altersvorsorge oder einen größeren Anschaffungswunsch.
Doch Vorsicht: Die Zeiten sind vorbei, in denen Anleihen als langweilig und absolut sicher galten. Die Finanzkrise und die Insolvenzen großer Konzerne haben gezeigt, dass auch hier Risiken bestehen. Wenn du dich mit dem Thema beschäftigst und die Grundlagen verstehst, kannst du diese Risiken jedoch einschätzen und minimieren. Dieser Artikel hilft dir dabei, den Durchblick zu bekommen.
Unternehmensanleihen sind also keine Wunderwaffe, aber ein wichtiger Baustein in einem diversifizierten Depot. Sie können helfen, das Gesamtrisiko zu senken, wenn du sie mit Aktien und Tagesgeld kombinierst. Der Schlüssel liegt im Verständnis der Mechanismen. Genau das bekommst du jetzt an die Hand.
Die Grundlagen: Was eine Unternehmensanleihe wirklich ist
Stell dir vor, ein Unternehmen möchte eine neue Fabrik bauen oder eine Übernahme finanzieren. Dafür braucht es Kapital. Eine Möglichkeit ist der Bankkredit. Eine andere ist die Ausgabe von Anleihen. Dabei leihen dir und vielen anderen Anlegern dem Unternehmen Geld. Im Gegenzug erhältst du ein Wertpapier, die Anleihe, die deine Forderung verbrieft.
Der Staat handelt genauso, wenn er Staatsanleihen ausgibt. Bei Unternehmensanleihen ist der Schuldner eben kein Staat, sondern ein privates Unternehmen. Du wirst zum Gläubiger. Das Unternehmen verpflichtet sich, dir während der Laufzeit einen festen Zins, den sogenannten Kupon, zu zahlen. Am Ende der Laufzeit bekommst du deinen Nennwert, also das geliehene Geld, zurück.
Der Kupon wird meist als Prozentsatz des Nennwerts angegeben. Wenn du eine Anleihe mit einem Kupon von 4 Prozent und einem Nennwert von 1.000 Euro kaufst, erhältst du jährlich 40 Euro Zinsen. Die Auszahlung erfolgt oft halbjährlich. Die Laufzeit kann von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahrzehnten reichen. Du musst die Anleihe aber nicht bis zum Ende halten, du kannst sie auch vorher verkaufen.
Der Preis einer Anleihe ist nicht fix. Er schwankt an der Börse. Das hängt vom allgemeinen Zinsniveau und der Bonität des Unternehmens ab. Wenn die Zinsen steigen, fallen die Kurse bestehender Anleihen, weil neue Anleihen höhere Zinsen bieten. Umgekehrt steigen die Kurse, wenn die Zinsen fallen. Diesen Zusammenhang solltest du im Hinterkopf behalten, wenn du Anleihen kaufst.
So funktioniert der Kauf: Vom Depot bis zur Order
Um Unternehmensanleihen zu kaufen, benötigst du ein Wertpapierdepot. Das kannst du bei einer Bank oder einem Online-Broker eröffnen. Die Eröffnung ist in der Regel unkompliziert und oft kostenlos. Du überweist Geld auf dein Verrechnungskonto und kannst dann loslegen. Achte bei der Wahl des Brokers auf die Gebühren für den Handel an den verschiedenen Börsenplätzen.
Anleihen werden nicht zentral gehandelt, sondern an verschiedenen Börsen. In Deutschland sind das zum Beispiel die Börsen in Frankfurt, Stuttgart oder München. Du kannst deine Order über deinen Broker an die gewünschte Börse schicken. Es gibt auch außerbörslichen Handel direkt mit Banken. Für dich als Einsteiger ist der Handel über die Börse meist die transparenteste und günstigste Variante.
Bevor du eine Order aufgibst, solltest du die Wertpapierkennnummer (WKN) oder die Internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) der Anleihe kennen. Diese findest du auf den Informationsseiten der Börsen oder in Datenbanken. Mit dieser Nummer kannst du die Anleihe eindeutig identifizieren und Fehlkäufe vermeiden. Dein Broker zeigt dir dann den aktuellen Kurs und du kannst deine Order eingeben.
Du hast die Wahl zwischen einer limitierten Order und einer Bestens-Order. Bei einer limitierten Order gibst du den Höchstpreis an, den du zahlen willst. Bei einer Bestens-Order wird zum nächsten verfügbaren Kurs gekauft. Für Einsteiger ist das Limit sinnvoll, da du so die Kosten kontrollierst. Denke daran, dass beim Kauf auch Gebühren und ein Ausgabeaufschlag anfallen können, wenn du die Anleihe über eine Bank kaufst.
Kosten und Gebühren: Was dich das Investment wirklich kostet
Beim Kauf von Unternehmensanleihen fallen verschiedene Kosten an. Der wichtigste Posten ist die Ordergebühr deines Brokers. Sie liegt je nach Anbieter zwischen einigen Euro und einem Prozent des Ordervolumens. Bei kleineren Beträgen können diese Gebühren einen erheblichen Teil deiner Rendite auffressen. Vergleiche daher die Preisverzeichnisse der Broker, bevor du dich entscheidest.
Zusätzlich zur Ordergebühr gibt es oft einen Spread, also die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis. Dieser ist bei Anleihen manchmal größer als bei Aktien, besonders bei weniger gehandelten Papieren. Der Spread ist eine versteckte Kostenkomponente, die du beim Kauf und Verkauf berücksichtigen musst. Ein hoher Spread macht das kurzfristige Handeln mit Anleihen unattraktiv.
Wenn du Anleihen über eine Bank kaufst, kann ein Ausgabeaufschlag anfallen. Das ist ein prozentualer Zuschlag auf den Kaufpreis, der an die Bank geht. Bei Anleihen ist dieser Aufschlag nicht immer üblich, aber möglich. Online-Broker verzichten meist darauf. Achte auch auf mögliche Depotgebühren, die deine Bank für die Verwahrung der Wertpapiere erhebt. Diese sind oft gering, summieren sich aber über die Jahre.
Wichtig ist: Die laufenden Zinserträge aus Anleihen unterliegen der Abgeltungsteuer. Dein Broker führt die Steuer automatisch an das Finanzamt ab. Du musst dir also keine Gedanken um die Steuererklärung machen, solange dein Freistellungsauftrag bei der Bank hinterlegt ist. Dieser beträgt für Ledige 1.000 Euro pro Jahr. Wenn deine Zinserträge darüber hinausgehen, wird Steuer fällig.
Worauf du beim Kauf unbedingt achten solltest
Das Wichtigste beim Kauf einer Unternehmensanleihe ist die Bonität des Unternehmens. Ratingagenturen wie Moody's oder Standard & Poor's bewerten die Fähigkeit von Unternehmen, ihre Schulden zu bedienen. Ein hohes Rating wie AAA oder AA bedeutet ein geringes Ausfallrisiko. Ein niedriges Rating wie BB oder darunter wird als spekulativ eingestuft. Diese Ratings findest du in den Produktinformationen.
Du solltest nicht nur auf den Zinskupon schauen, sondern auf die Gesamtrendite. Die Rendite bis zur Endfälligkeit (Yield to Maturity) berücksichtigt den Kaufkurs, den Kupon und die Restlaufzeit. Wenn du eine Anleihe unter ihrem Nennwert kaufst, ist deine Rendite höher als der Kupon. Kaufst du sie über dem Nennwert, sinkt deine Rendite. Diese Kennzahl ist entscheidend für den Vergleich verschiedener Anleihen.
Die Laufzeit ist ein weiterer kritischer Faktor. Je länger die Laufzeit, desto stärker schwankt der Kurs der Anleihe bei Zinsänderungen. Wenn du planst, die Anleihe bis zum Ende zu halten, ist die Kursentwicklung zweitrangig. Wenn du sie aber vorher verkaufen musst, kann ein Zinsanstieg zu Verlusten führen. Wähle die Laufzeit also passend zu deinem Anlagehorizont.
Prüfe außerdem, ob die Anleihe kündbar ist. Manche Unternehmen behalten sich vor, die Anleihe vorzeitig zurückzuzahlen, wenn die Zinsen fallen. Das ist für dich nachteilig, weil du dein Geld dann zu schlechteren Konditionen neu anlegen musst. Solche Kündigungsrechte (Call-Optionen) werden im Prospekt beschrieben. Meide Anleihen mit dieser Option, wenn du planbare Erträge möchtest.
Typische Fehler, die du als Einsteiger vermeiden solltest
Ein häufiger Fehler ist, sich nur von hohen Zinskupons blenden zu lassen. Hohe Zinsen sind oft ein Warnsignal für ein hohes Risiko. Unternehmen mit schlechter Bonität müssen mehr Zinsen bieten, um Anleger anzulocken. Wenn du solche Anleihen kaufst, spielst du russisches Roulette. Ein Totalverlust ist möglich. Besser ist es, auf ein solides Rating zu achten und dafür etwas weniger Rendite zu akzeptieren.
Ein anderer Fehler ist die Vernachlässigung der Zinsentwicklung. Wenn du eine Anleihe mit 3 Prozent Kupon kaufst und die Marktzinsen steigen auf 4 Prozent, fällt der Kurs deiner Anleihe. Wenn du sie dann verkaufen musst, machst du Verlust. Überlege dir also genau, ob du die Anleihe bis zur Fälligkeit halten kannst. Wenn nicht, solltest du kürzere Laufzeiten wählen.
Viele Einsteiger vergessen auch, dass Anleihen nicht automatisch sicher sind. Auch große, bekannte Unternehmen können in Schieflage geraten. Die Insolvenz von Lehman Brothers hat das eindrucksvoll bewiesen. Du solltest dein Geld niemals in nur eine einzige Anleihe stecken. Streue dein Risiko über mehrere Anleihen verschiedener Unternehmen und Branchen. So überstehst du den Ausfall eines einzelnen Schuldners.
Schließlich unterschätzen viele die Kosten. Wenn du kleine Beträge in Anleihen investierst, können die Gebühren einen Großteil der Rendite auffressen. Ein Beispiel: Bei einer Order über 1.000 Euro mit einer Gebühr von 10 Euro musst du erst einmal 1 Prozent Rendite erwirtschaften, um die Kosten wieder hereinzuholen. Überlege dir, ob sich der Kauf bei kleinen Beträgen überhaupt lohnt oder ob du lieber auf Anleihen-ETFs setzt.
Dein konkreter Fahrplan: So kaufst du deine erste Unternehmensanleihe
Bevor du irgendetwas kaufst, solltest du deine finanzielle Situation prüfen. Lege einen Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto an, der drei bis sechs Monatsgehälter abdeckt. Dieses Geld ist dein Sicherheitsnetz. Nur das Geld, das du darüber hinaus hast und für mehrere Jahre nicht brauchst, solltest du in Anleihen investieren. So vermeidest du, dass du Anleihen im falschen Moment verkaufen musst.
Im nächsten Schritt eröffnest du ein Wertpapierdepot bei einem Broker deiner Wahl. Achte auf niedrige Ordergebühren und eine benutzerfreundliche Oberfläche. Viele Online-Broker bieten auch ein kostenloses Depot an. Lege einen Freistellungsauftrag ein, um Steuern zu sparen. Danach überweist du Geld auf dein Verrechnungskonto und kannst mit der Recherche beginnen.
Nutze die Suchfunktion deines Brokers oder Finanzportale, um Anleihen zu finden. Filtere nach Unternehmen mit gutem Rating und einer Laufzeit, die zu deinem Anlagehorizont passt. Vergleiche die Renditen verschiedener Anleihen. Achte darauf, dass der Kupon nicht unrealistisch hoch ist. Wenn du unsicher bist, starte mit Anleihen von Unternehmen aus deiner Region, die du kennst und deren Geschäftsmodell du verstehst.
Gib deine Order mit einem Limit auf, um den Kaufpreis zu kontrollieren. Prüfe nach der Ausführung, ob die Anleihe in deinem Depot liegt und die Abrechnung korrekt ist. Setze dir einen Kalender-Eintrag für die Zinszahlungstermine. Und denke daran: Anleihen sind keine einmalige Sache. Überwache deine Anlagen regelmäßig und prüfe, ob sich die Bonität des Unternehmens verändert hat. So bleibst du Herr deiner Finanzen.
Die Alternative: Anleihen-ETFs als einfacherer Einstieg
Wenn dir die Auswahl einzelner Anleihen zu aufwendig ist, gibt es eine einfachere Lösung: Anleihen-ETFs. Das sind börsengehandelte Fonds, die einen Korb aus vielen verschiedenen Anleihen enthalten. Du kaufst also mit einer einzigen Order ein ganzes Bündel an Unternehmensanleihen. Das reduziert dein Risiko, da du nicht von einem einzelnen Unternehmen abhängig bist.
Ein weiterer Vorteil von ETFs ist die geringere Einstiegshürde. Du kannst bereits mit kleinen Beträgen investieren, oft schon ab einem Euro. Die Kosten sind zudem niedriger als bei aktiv gemanagten Fonds. Der ETF bildet einfach einen Index nach, zum Beispiel den Markt für europäische Unternehmensanleihen. Du profitierst von der durchschnittlichen Rendite des gesamten Marktes.
Der Nachteil ist, dass du keine einzelne Anleihe mit festem Fälligkeitsdatum hast. Der ETF hat keine feste Laufzeit, sondern existiert dauerhaft. Du kannst ihn zwar jederzeit verkaufen, aber der Kurs schwankt wie bei einem Aktienfonds. Wenn du also eine feste Kapitalrückzahlung zu einem bestimmten Datum möchtest, ist ein ETF nicht die richtige Wahl. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist er aber eine hervorragende Option.
Für Einsteiger sind Anleihen-ETFs oft der bessere Start. Sie sind einfacher zu verstehen, günstiger und breiter gestreut. Wenn du erste Erfahrungen gesammelt hast, kannst du immer noch einzelne Anleihen kaufen. Viele Anleger kombinieren beides: einen ETF als Basis und einzelne Anleihen für spezielle Laufzeiten oder höhere Renditen. Informiere dich über die verschiedenen ETFs und wähle einen, der zu deiner Risikobereitschaft passt.
Deine nächsten Schritte: Wissen vertiefen und loslegen
Du hast jetzt einen guten Überblick über das Thema Unternehmensanleihen. Der nächste Schritt ist, dein Wissen zu vertiefen. Lies die Geschäftsberichte der Unternehmen, deren Anleihen dich interessieren. Achte auf die Verschuldung und die Gewinnentwicklung. Je besser du das Unternehmen verstehst, desto besser kannst du das Risiko einschätzen. Es gibt auch viele Bücher und Online-Kurse zum Thema festverzinsliche Wertpapiere.
Bevor du dein erstes Geld investierst, solltest du ein Demokonto nutzen. Viele Broker bieten die Möglichkeit, mit virtuellem Geld zu handeln. So kannst du die Mechanik des Handels üben, ohne echtes Risiko einzugehen. Du lernst, wie Order eingeben funktioniert und wie sich Kurse entwickeln. Das gibt dir Sicherheit für den Ernstfall.
Starte klein. Kaufe zunächst nur eine Anleihe mit einem Betrag, dessen Verlust du verschmerzen könntest. Beobachte, wie sich die Anleihe entwickelt und wie die Zinszahlungen auf deinem Konto eingehen. Mit der Zeit bekommst du ein Gefühl für den Markt. Du kannst dann dein Portfolio nach und nach ausbauen und diversifizieren.
Vergiss nicht, dass Investieren ein Marathon ist, kein Sprint. Es wird Zeiten geben, in denen deine Anleihen an Wert verlieren. Das ist normal. Solange du die Anleihen bis zur Fälligkeit halten kannst, sind Kursschwankungen nur Papierverluste. Bleib diszipliniert und überprüfe deine Anlagestrategie regelmäßig. Mit diesem Wissen bist du gut gerüstet, um deine ersten Unternehmensanleihen zu kaufen.
Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.
Häufige Fragen
Mit einer Aktie kaufst du einen Anteil am Unternehmen und wirst Miteigentümer. Mit einer Anleihe leihst du dem Unternehmen nur Geld und wirst Gläubiger. Als Aktionär profitierst du von Gewinnen und Kurssteigerungen, trägst aber auch das volle Verlustrisiko. Als Anleihegläubiger erhältst du feste Zinsen und dein Kapital am Ende zurück, sofern das Unternehmen nicht pleitegeht.
Ja, das ist möglich. Wenn das Unternehmen insolvent wird, werden die Gläubiger im Insolvenzverfahren bedient. Je nach Rang der Anleihe und der Höhe der Schulden kann es sein, dass du nur einen Teil oder gar nichts von deinem Geld zurückbekommst. Ein Totalverlust ist also ein reales Risiko, besonders bei Anleihen mit spekulativem Rating.
Die Zinsen, der sogenannte Kupon, sind von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Sie hängen von der Bonität des Unternehmens und dem allgemeinen Zinsniveau ab. Grundsätzlich gilt: Je riskanter die Anleihe, desto höher der Kupon. Aktuell liegen die Zinsen für solide Unternehmen oft im Bereich von 3 bis 5 Prozent pro Jahr.
Einen perfekten Zeitpunkt gibt es nicht. Sinnvoll ist der Kauf, wenn das Zinsniveau hoch ist, da du dir dann einen hohen Kupon für eine lange Laufzeit sicherst. Wenn du glaubst, dass die Zinsen in Zukunft fallen, ist der jetzige Zeitpunkt gut. Wenn du erwartest, dass sie steigen, solltest du mit dem Kauf warten oder kürzere Laufzeiten wählen.
Bei einer Übernahme bleiben die Anleihen in der Regel bestehen. Der neue Eigentümer übernimmt die Schulden des Unternehmens, also auch deine Anleihe. Die Zinszahlungen und die Rückzahlung am Ende der Laufzeit sind davon normalerweise nicht betroffen. Es kann aber sein, dass sich die Bonität des Unternehmens durch die Übernahme ändert, was den Kurs deiner Anleihe beeinflusst.
Ja, sie können ein Baustein sein. Wegen der planbaren Zinserträge eignen sie sich gut für Anleger, die kurz vor der Rente stehen und ihr Kapital sichern möchten. Für jüngere Anleger sind Aktien oder Aktien-ETFs auf lange Sicht oft renditestärker. Eine Mischung aus beiden Anlageklassen ist für die Altersvorsorge meist sinnvoll.
Die Ratings der großen Agenturen wie Moody's, Standard & Poor's oder Fitch findest du in den Produktinformationen der Anleihe, die dein Broker bereitstellt. Auch auf Finanzportalen wie Onvista, Finanzen.net oder der Website der Börse Stuttgart werden die Ratings angezeigt. Achte auf die Buchstabenkombinationen wie AAA, AA, BBB oder niedriger.
Der 5-Minuten-Finanzkurs
Eine Mail pro Woche: Investieren, BAföG, erstes Investieren, ohne Fachchinesisch, ohne Verkaufsdruck.