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Unternehmensanleihen kleine Betraege: Dein Einstieg in die Welt der festen Zinsen

Du denkst, Unternehmensanleihen sind nur etwas fuer Grossanleger? Falsch. Auch mit kleinen Betraegen kannst du Unternehmen Geld leihen und dir feste Zinsen sichern. Wir zeigen dir, wie es funktioniert und worauf es ankommt.

FestzinsAnleihen kaufenEinsteigerwissen
Brauche ich das?
Nicht zwingend.
Nur sinnvoll, wenn du Zinsen suchst und Risiko tragen kannst.
Wie viel Geld?
Schon ab 100 Euro.
Viele Anleihen haben eine Mindestanlage von 1.000 Euro, manche weniger.
Ist das sicher?
Nein, nicht sicher.
Dein Geld ist dem Insolvenzrisiko des Unternehmens ausgesetzt.

Warum Unternehmensanleihen auch fuer dich relevant sind

Vielleicht hast du schon einmal von Anleihen gehoert, aber gedacht, das sei etwas fuer Banken, Versicherungen oder sehr reiche Privatpersonen. Das ist ein Irrglaube. Unternehmensanleihen sind ein wichtiger Teil des Kapitalmarkts, und auch du kannst davon profitieren. Sie bieten eine Moeglichkeit, dein Geld anzulegen und dafuer regelmässige Zinszahlungen zu erhalten, statt es nur auf dem Sparbuch oder Tagesgeldkonto liegen zu lassen.

Gerade in Zeiten, in denen die Zinsen auf Sparbuechern oft niedrig sind oder die Inflation an deinem Ersparten nagt, suchen viele Anleger nach Alternativen. Unternehmensanleihen koennen hier eine sinnvolle Ergänzung sein, um deine Rendite zu steigern. Du leihst einem Unternehmen Geld, und das Unternehmen zahlt dir dafuer einen festen Zins, den sogenannten Kupon, und am Ende der Laufzeit dein Kapital zurueck.

Der grosse Vorteil gegenueber Aktien: Du wirst nicht Miteigentuemer, sondern Glaubiger. Das bedeutet, dass du im Falle einer Insolvenz des Unternehmens vor den Aktionaeren bedient wirst. Allerdings gibt es auch hier Abstufungen, und dein Geld ist nicht durch die Einlagensicherung geschuetzt. Du solltest also verstehen, worauf du dich einlaesst, bevor du dein erstes Wertpapier kaufst.

Der Einstieg ist heute einfacher als je zuvor. Durch Online-Broker und die Digitalisierung des Wertpapierhandels kannst du auch mit kleinen Betraegen in Unternehmensanleihen investieren. Du musst kein Vermoegensverwalter sein, um einen Kaufauftrag zu erteilen. Du brauchst lediglich ein Wertpapierdepot und ein wenig Grundwissen, das wir dir hier vermitteln.

1.000 Euro
ist die typische Mindestanlage pro Anleihe, oft gibt es aber kleinere Stueckelungen.
100 Prozent
Verlustrisiko, wenn das Unternehmen pleitegeht und du nachrangig bedient wirst.
4 bis 6 Prozent
sind realistische Zinsziele fuer solide Unternehmensanleihen, abhaengig von der Bonitaet.

Was sind Unternehmensanleihen ueberhaupt? Einfach erklaert

Stell dir vor, ein Unternehmen wie ein Autohersteller oder ein Technologiekonzern braucht Geld fuer eine neue Fabrik oder ein neues Projekt. Es hat zwei Moeglichkeiten: einen Kredit bei der Bank aufnehmen oder Anleihen ausgeben. Bei einer Anleihe leihen sich Unternehmen Geld von vielen verschiedenen Anlegern, also auch von dir, und geben dafuer Wertpapiere aus.

Diese Wertpapiere haben einen Nennwert, zum Beispiel 1.000 Euro, und eine feste Laufzeit, die von wenigen Jahren bis zu mehreren Jahrzehnten reichen kann. Waehrend dieser Laufzeit erhaeltst du als Anleger in der Regel einmal im Jahr eine Zinszahlung, den Kupon. Am Ende der Laufzeit, dem Faelligkeitstermin, bekommst du deinen Nennwert zurueck, sofern das Unternehmen nicht pleitegegangen ist.

Der Kupon wird bei der Ausgabe der Anleihe festgelegt und bleibt waehrend der gesamten Laufzeit gleich. Das unterscheidet Anleihen von variabel verzinslichen Krediten. Du weisst also von Anfang an, welche Zinsen du bekommst. Der Kurs der Anleihe an der Boerse kann jedoch schwanken, abhaengig vom allgemeinen Zinsniveau und der Bonitaet des Unternehmens.

Es gibt verschiedene Arten von Unternehmensanleihen. Die haeufigste ist die klassische Festzinsanleihe. Daneben gibt es auch Floating Rate Notes, bei denen der Zins sich an einem Referenzzins orientiert, oder Wandelanleihen, die ein Umtauschrecht in Aktien bieten. Fuer Einsteiger sind klassische Festzinsanleihen meist am einfachsten zu verstehen und zu bewerten.

So funktioniert der Kauf von Anleihen mit kleinen Betraegen

Der Kauf von Unternehmensanleihen funktioniert ueber dein Wertpapierdepot. Du gibst eine Order auf, ahnlich wie bei einer Aktie. Du kannst entweder eine konkrete Anleihe auswaehlen, die an der Boerse gehandelt wird, oder du nutzt Anleihefonds und ETFs, die in viele verschiedene Anleihen gleichzeitig investieren. Fuer den direkten Kauf einzelner Anleihen benoetigst du meist ein etwas groesseres Budget.

Die Mindestanlage pro Anleihe ist oft 1.000 Euro, manchmal auch 100 Euro oder 50.000 Euro, je nach Emission. Wenn du nur kleine Betraege investieren moechtest, sind Anleihefonds oder ETFs die bessere Wahl. Diese buendeln das Geld vieler Anleger und kaufen damit ein breit gestreutes Portfolio an Anleihen. So kannst du schon mit 25 Euro oder 50 Euro pro Monat in den Markt einsteigen.

Bei der Order gibt es zwei wichtige Begriffe: den Nennwert und den Kurs. Der Nennwert ist der Betrag, den du am Ende der Laufzeit zurueckbekommst. Der Kurs ist der aktuelle Preis der Anleihe an der Boerse, der vom Nennwert abweichen kann. Wenn der Kurs unter 100 Prozent liegt, bekommst du die Anleihe also guenstiger, aber am Ende den vollen Nennwert zurueck.

Zusaetzlich zum Kurs zahlst du beim Kauf den aufgelaufenen Stückzins. Das ist der Zinsanteil, der seit der letzten Zinszahlung bereits angefallen ist. Diesen Betrag bekommst du beim naechsten Zinstermin mit der vollen Kuponzahlung zurueck. Es ist also keine zusaetzliche Gebuehr, sondern eine technische Abrechnung zwischen Kaeufer und Verkaeufer.

Kosten und Gebuehren: Was dich das Investieren wirklich kostet

Bevor du in Unternehmensanleihen investierst, solltest du die Kosten kennen. Es gibt einmalige und laufende Kosten. Zu den einmaligen Kosten gehoeren die Ordergebuehren deiner Bank oder deines Brokers. Diese liegen je nach Anbieter zwischen ein paar Euro und einem Prozent des Anlagebetrags. Bei kleinen Betraegen koennen diese Gebuehren einen groesseren Anteil ausmachen, also vergleiche die Konditionen.

Wenn du einzelne Anleihen kaufst, fallen keine laufenden Verwaltungsgebuehren an, wie es bei Fonds der Fall ist. Du zahlst nur die Ordergebuehr beim Kauf und Verkauf. Bei Anleihefonds und ETFs gibt es dagegen eine jaehrliche Verwaltungsgebuehr, die sogenannte Total Expense Ratio (TER). Diese liegt je nach Fonds zwischen 0,1 und 0,5 Prozent pro Jahr.

Ein weiterer Kostenpunkt ist der Spread, also die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis. Bei weniger liquiden Anleihen kann dieser Spread groesser sein, was deine Rendite schmaelert. Achte also darauf, Anleihen zu waehlen, die haeufig gehandelt werden. Bei ETFs ist der Spread meist gering, da sie taeglich an der Boerse gehandelt werden.

Wichtig ist auch die steuerliche Behandlung. Zinsertraege aus Anleihen unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritaetszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Dein Broker fuehrt diese Steuer automatisch ab, sofern du deinen Freistellungsauftrag erteilt hast. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person kann deine Steuerlast deutlich reduzieren.

Worauf du bei der Auswahl unbedingt achten solltest

Die wichtigste Kennzahl bei einer Anleihe ist die Bonitaet des Emittenten, also des Unternehmens. Ratingagenturen wie Moody's, Standard & Poor's oder Fitch bewerten die Kreditwuerdigkeit von Unternehmen. Ein hohes Rating wie AAA oder AA bedeutet ein geringes Ausfallrisiko, aber auch einen niedrigeren Zins. Ein niedriges Rating wie BB oder B verspricht hohe Zinsen, birgt aber ein deutlich hoeheres Risiko.

Du solltest auch die Laufzeit der Anleihe beruecksichtigen. Laengere Laufzeiten bedeuten in der Regel hoehere Zinsen, aber auch ein hoeheres Zinsaenderungsrisiko. Wenn die Marktzinsen steigen, fallen die Kurse bestehender Anleihen. Wenn du die Anleihe bis zum Ende der Laufzeit haeltst, bekommst du deinen Nennwert zurueck, aber wenn du vorher verkaufen musst, koennte der Kurs niedriger sein.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Rangfolge im Insolvenzfall. Es gibt vorrangige und nachrangige Anleihen. Vorrangige Anleihen werden im Pleitefall zuerst bedient, nachrangige erst danach. Nachrangige Anleihen zahlen dafuer hoehere Zinsen, sind aber riskanter. Fuer Einsteiger sind vorrangige Anleihen oder breit gestreute Fonds die sicherere Wahl.

Pruefe auch, ob die Anleihe ein Kündigungsrecht fuer den Emittenten hat, eine sogenannte Call-Option. Das bedeutet, das Unternehmen kann die Anleihe vorzeitig zurueckzahlen, wenn die Zinsen fallen. Dann musst du dein Geld zu einem ungünstigeren Zeitpunkt wieder anlegen. Solche Anleihen bieten oft einen etwas hoeheren Kupon als Ausgleich fuer dieses Risiko.

Typische Fehler, die du als Einsteiger vermeiden solltest

Ein haeufiger Fehler ist, sich nur vom hohen Zins verfuehren zu lassen. Anleihen mit sehr hohen Kupons, die oft als Hochzinsanleihen oder Junk Bonds bezeichnet werden, sind extrem riskant. Das Unternehmen zahlt dir diesen hohen Zins nur, weil es ein hohes Ausfallrisiko hat. Wenn du nicht bereit bist, einen Totalverlust zu verkraften, solltest du die Finger davon lassen.

Ein weiterer Fehler ist die mangelnde Diversifikation. Wenn du dein gesamtes Geld in eine einzige Anleihe steckst, setzt du alles auf eine Karte. Besser ist es, auf mehrere Anleihen oder einen Anleihefonds zu setzen. So verteilst du das Risiko und bist nicht von einem einzelnen Unternehmen abhaengig. Schon 5 bis 10 verschiedene Anleihen koennen das Risiko deutlich reduzieren.

Viele Einsteiger vergessen auch, die Kosten zu beruecksichtigen. Wenn du nur 1.000 Euro investierst und dafuer 20 Euro Gebuehr zahlst, sind das 2 Prozent, die du erst einmal wieder hereinholen musst. Bei kleinen Betraegen lohnen sich daher kostenguenstige Broker oder der Kauf von ETFs, die keine hohen Ordergebuehren haben.

Ein weiterer Klassiker ist der Verkauf in Panik. Wenn die Kurse fallen, verkaufen viele Anleger ihre Anleihen mit Verlust. Wenn du die Anleihe aber bis zum Ende der Laufzeit haeltst, bekommst du den Nennwert zurueck, sofern kein Ausfall eintritt. Kursschwankungen sind bei Anleihen normal und kein Grund zur Sorge, solange du langfristig denkst.

Dein Weg zum ersten Kauf: Schritt fuer Schritt erklaert

Bevor du loslegst, solltest du ein Wertpapierdepot eroeffnen. Das geht heute komplett online bei vielen Banken und Brokern. Du benoetigst dafuer deinen Personalausweis, deine Steueridentifikationsnummer und ein Girokonto. Die Eroeffnung dauert in der Regel nur wenige Minuten und ist meist kostenlos. Achte auf die Gebuehrenordnung und die angebotenen Wertpapiere.

Nach der Depoteroeffnung solltest du deinen Freistellungsauftrag einrichten. Damit kannst du deinen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr nutzen, ohne Steuern auf deine Zinsen zu zahlen. Ohne diesen Auftrag behaelt der Broker automatisch 25 Prozent Abgeltungsteuer ein. Du kannst den Freistellungsauftrag jederzeit aendern oder auf mehrere Banken verteilen.

Jetzt kommt der eigentliche Kauf. Entscheide zuerst, ob du einzelne Anleihen oder einen Anleihe-ETF kaufen moechtest. Fuer kleine Betraege und Einsteiger sind ETFs oft die bessere Wahl, da sie breit streuen und geringe Mindestanlagen haben. Suche dir einen ETF aus, der in Unternehmensanleihen mit guter Bonitaet investiert, und gib eine Sparplan-Order oder eine Einmalanlage auf.

Wenn du einzelne Anleihen kaufen moechtest, recherchiere die Kennzahlen. Achte auf das Rating, die Laufzeit, den Kupon und den aktuellen Kurs. Vergleiche die Rendite, die du bei einem Kauf zum aktuellen Kurs erzielen wuerdest. Gib dann deine Order mit dem gewuenschten Nennwert auf und ueberwache dein Investment regelmaessig, aber nicht taeglich.

Risiken richtig einschaetzen: Das solltest du wissen

Das groesste Risiko bei Unternehmensanleihen ist das Bonitaetsrisiko, auch Kreditrisiko genannt. Wenn das Unternehmen zahlungsunfaehig wird, verlierst du dein Geld. Je schlechter die Bonitaet, desto hoeher die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls. Du solltest daher nie mehr Geld in riskante Anleihen stecken, als du im schlimmsten Fall verlieren kannst.

Ein weiteres Risiko ist das Zinsaenderungsrisiko. Wenn die allgemeinen Zinsen steigen, fallen die Kurse bestehender Anleihen. Das betrifft vor allem Anleihen mit langer Laufzeit. Wenn du deine Anleihe nicht bis zum Ende haeltst, koenntest du sie nur mit Abschlag verkaufen. Bei kurzen Laufzeiten ist dieses Risiko deutlich geringer.

Auch die Inflation ist ein Risiko fuer deine Rendite. Wenn die Inflationsrate hoeher ist als dein Zins, verlierst du real an Kaufkraft. Eine Anleihe mit 3 Prozent Zins bei 4 Prozent Inflation bedeutet einen realen Verlust von 1 Prozent pro Jahr. Du solltest also immer die erwartete Inflation in deine Renditeberechnung einbeziehen.

Schliesslich gibt es noch das Waehrungsrisiko, wenn du Anleihen in fremder Waehrung kaufst. Fuer Einsteiger ist es ratsam, nur Anleihen in Euro zu kaufen, um dieses Risiko zu vermeiden. Anleihen in US-Dollar oder anderen Waehrungen koennen zwar hoehere Zinsen bieten, aber Wechselkursschwankungen koennen deine Rendite aufzehren oder sogar in einen Verlust verwandeln.

Dein Fahrplan fuer die naechsten 30 Tage

In den naechsten 30 Tagen kannst du dich Schritt fuer Schritt dem Thema Unternehmensanleihen naehern. In der ersten Woche solltest du dein Wissen vertiefen. Lies die Unternehmensberichte von Unternehmen, die Anleihen begeben haben, und schaue dir die Ratings an. Je besser du die Zusammenhaenge verstehst, desto fundierter werden deine Entscheidungen.

In der zweiten Woche kannst du ein Depot eroeffnen, falls du noch keins hast. Vergleiche die Konditionen verschiedener Broker und achte auf die Kosten fuer Order und Verwaltung. Richte deinen Freistellungsauftrag ein und ueberlege, wie viel Geld du monatlich investieren kannst. Beginne mit einem Betrag, den du wirklich entbehren kannst.

In der dritten Woche solltest du eine erste Auswahl treffen. Entscheide dich fuer einen Anleihe-ETF oder eine konkrete Anleihe. Wenn du unsicher bist, starte mit einem breit aufgestellten ETF, der den Markt fuer Unternehmensanleihen abbildet. Du kannst spaeter immer noch einzelne Anleihen hinzufuegen, wenn du mehr Erfahrung hast.

In der vierten Woche setzt du deinen Plan um. Kaufe deine erste Position und notiere dir die wichtigsten Daten: Kaufkurs, Kupon, Laufzeit und Rating. Ueberpruefe dein Investment einmal im Monat, aber reagiere nicht auf kurzfristige Kursschwankungen. Mit der Zeit wirst du ein Gefuehl dafuer bekommen, wie sich Anleihen verhalten und wie du dein Portfolio optimieren kannst.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Koenntest du einen Totalverlust des investierten Geldes verkraften?
Hast du einen Notgroschen fuer unerwartete Ausgaben?
Moechtest du dein Geld fuer mindestens 3 bis 5 Jahre entbehren?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Ja, das ist moeglich, aber nicht bei allen Anleihen. Viele Anleihen haben eine Mindestanlage von 1.000 Euro. Eine einfachere Alternative sind Anleihe-ETFs, bei denen du schon mit 25 Euro pro Monat einsteigen kannst.

Mit einer Aktie wirst du Miteigentuemer am Unternehmen und hast Stimmrechte. Mit einer Anleihe wirst du Glaubiger und bekommst feste Zinsen. Im Insolvenzfall werden Glaubiger vor Aktionaeren bedient, aber du profitierst nicht von Kurssteigerungen des Unternehmens.

Nein, sie sind nicht sicher. Es besteht immer das Risiko, dass das Unternehmen pleitegeht und du dein Geld verlierst. Die Einlagensicherung der Banken greift bei Wertpapieren nicht. Du solltest daher nur Geld investieren, das du nicht sofort benoetigst.

Zinsen aus Anleihen unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritaetszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Dein Broker fuehrt die Steuer automatisch ab. Mit einem Freistellungsauftrag kannst du bis zu 1.000 Euro pro Jahr steuerfrei vereinnahmen.

Im Insolvenzfall wird das Vermoegen des Unternehmens verkauft und an die Glaubiger verteilt. Du bekommst als Anleiheinhaber einen Teil deines Geldes zurueck, aber haeufig nicht alles. Nachrangige Anleihen werden erst nach vorrangigen Anleihen bedient und koennen komplett ausfallen.

Fuer Einsteiger sind ETFs oft besser geeignet, da sie breit streuen und das Risiko einzelner Unternehmen reduzieren. Sie sind kostenguenstiger und haben eine geringere Mindestanlage. Einzelne Anleihen bieten dagegen eine planbare Endfaelligkeit, was bei ETFs nicht der Fall ist.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 30.08.2026, nächste Prüfung: 02/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.