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MagazineFinanzenInvestieren ESG ETF kaufen
FinanzbildungInvestieren12 Min.

ESG ETF kaufen: Dein Einstieg in nachhaltige Geldanlage

Du möchtest dein Geld nicht mehr nur renditestark, sondern auch verantwortungsvoll anlegen? ESG ETFs verbinden beides. Wir erklären dir Schritt für Schritt, wie du 2026 in nachhaltige ETFs investierst und worauf du dabei achten solltest.

NachhaltigkeitETF-GrundlagenGeldanlage
Brauche ich das?
Nicht zwingend.
Aber es ist eine gute Wahl, wenn du Rendite und Werte verbinden willst.
Ist das teuer?
Meist günstig.
Die laufenden Kosten sind oft nur minimal höher als bei herkömmlichen ETFs.
Ist das sicher?
Wie jedes Investment.
Es gibt kein Sicherheitsnetz, aber du streust das Risiko über viele Firmen.

Warum dich das Thema ESG und ETFs betrifft

Vielleicht hast du schon einmal davon gehört, dass dein Geld auf dem Sparbuch kaum noch Zinsen bringt. Die Inflation frisst einen Teil deiner Ersparnisse auf, auch wenn du es nicht direkt merkst. Gleichzeitig möchtest du vielleicht nicht, dass dein Geld in Unternehmen investiert wird, die die Umwelt verschmutzen oder Waffen herstellen. Hier kommen ESG ETFs ins Spiel, denn sie bieten eine Möglichkeit, beides zu verbinden: dein Geld für dich arbeiten zu lassen und dabei bestimmte Werte zu berücksichtigen.

Der Begriff ESG steht für Environmental, Social und Governance, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Ein ESG ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der nur in Unternehmen investiert, die bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Das bedeutet für dich: Du kaufst nicht einzelne Aktien, sondern ein Bündel aus vielen nachhaltigen Unternehmen. So kannst du mit relativ kleinen Beträgen breit gestreut investieren und musst nicht jedes Unternehmen einzeln analysieren.

Für dich als Einsteiger ist das Thema besonders relevant, weil du langfristig Vermögen aufbauen kannst. Der Zinseszinseffekt wirkt über viele Jahre, und je früher du startest, desto mehr profitierst du davon. Gleichzeitig kannst du ein gutes Gefühl haben, weil dein Geld in Firmen fließt, die sich zum Beispiel für erneuerbare Energien oder faire Arbeitsbedingungen einsetzen. Das ist ein Unterschied zu klassischen Fonds, bei denen oft nur die Rendite zählt.

Viele junge Menschen und auch ältere Anleger:innen fragen sich, ob nachhaltige Geldanlage nicht nur ein Trend ist. Tatsächlich ist es eine Entwicklung, die sich verfestigt hat. Immer mehr Fondsgesellschaften bieten ESG Varianten an, und die Nachfrage steigt stetig. Das liegt auch daran, dass du mit deinem Investment Einfluss nehmen kannst, denn Unternehmen reagieren auf das Verhalten von Anleger:innen. Wenn du also in nachhaltige ETFs investierst, sendest du ein Signal an den Markt.

~500 Mrd. Euro
verwalten nachhaltige Publikumsfonds in Deutschland (Schätzung 2025).
jede:r 3.
Anleger:in in Deutschland findet Nachhaltigkeit beim Investieren wichtig.
0,20 % p.a.
kann ein günstiger ESG-ETF an laufenden Kosten haben (Richtwert).

Was ist ein ETF und was bedeutet ESG genau?

Ein ETF, das ist die Abkürzung für Exchange Traded Fund, ist ein Fonds, der an der Börse gehandelt wird. Stell dir vor, du kaufst einen Korb voller verschiedener Aktien, ohne jede einzelne Firma selbst auswählen zu müssen. Dieser Korb bildet meist einen Index ab, also eine Liste von Unternehmen, die nach bestimmten Regeln zusammengestellt wird. Ein bekannter Index ist zum Beispiel der DAX, in dem die 40 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands enthalten sind.

ESG ist ein Kürzel für drei Bereiche, die bei der Auswahl der Unternehmen im Fonds berücksichtigt werden. Environmental steht für den Umgang mit der Umwelt, etwa CO2 Ausstoß, Wasserverbrauch oder Abfallmanagement. Social bezieht sich auf soziale Kriterien wie Arbeitsbedingungen, Menschenrechte oder Lieferketten. Governance meint die Unternehmensführung, also zum Beispiel die Bezahlung von Vorständen, die Zusammensetzung des Aufsichtsrats oder die Vermeidung von Korruption.

Ein ESG ETF kombiniert diese beiden Konzepte. Er bildet einen Index nach, der nur Unternehmen enthält, die bei den ESG Kriterien gut abschneiden. Es gibt verschiedene Ansätze, wie solche Indizes aufgebaut sein können. Manche schließen bestimmte Branchen komplett aus, zum Beispiel Rüstung oder Tabak. Andere wählen die besten Unternehmen aus jeder Branche aus, das nennt man Best in Class. Wieder andere setzen auf einen sogenannten Ausschlussfilter, der nur die schlimmsten Verstöße herausfiltert.

Für dich als Anleger:in ist es wichtig zu verstehen, dass nicht alle ESG ETFs gleich sind. Es gibt große Unterschiede in der Strenge der Kriterien und in der Methodik. Ein Fonds, der nur Kohleunternehmen ausschließt, ist weniger streng als einer, der auch Unternehmen mit hohem Wasserverbrauch meidet. Du solltest dir also vor dem Kauf genau ansehen, welche Unternehmen in dem Index enthalten sind und nach welchen Regeln er zusammengestellt wird. Die Informationen dazu findest du im Factsheet des ETFs oder auf der Website des Anbieters.

So funktioniert ein ESG ETF im Detail

Wenn du einen ESG ETF kaufst, kaufst du Anteile an einem Sondervermögen. Das bedeutet, dein Geld wird getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft verwaltet. Die Fondsgesellschaft, zum Beispiel iShares, Xtrackers oder Amundi, kauft mit dem Geld aller Anleger:innen die Aktien der Unternehmen, die im Index enthalten sind. Du besitzt also indirekt einen winzigen Bruchteil von vielen verschiedenen Firmen, von großen Konzernen bis zu mittelständischen Unternehmen.

Der Preis eines ETF Anteils wird an der Börse durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Du kannst den ETF also jederzeit während der Handelszeiten kaufen oder verkaufen, ähnlich wie eine Aktie. Der Preis orientiert sich am Wert der enthaltenen Aktien, dem sogenannten Nettoinventarwert. Es gibt auch thesaurierende und ausschüttende ETFs. Bei einem thesaurierenden ETF werden die Dividenden der Unternehmen automatisch wieder angelegt, bei einem ausschüttenden bekommst du sie auf dein Konto ausgezahlt.

Ein großer Vorteil von ETFs ist die Risikostreuung. Da du in viele Unternehmen gleichzeitig investierst, ist das Risiko eines Totalverlusts sehr gering. Selbst wenn ein Unternehmen im Index pleitegeht, hast du noch viele andere, die deine Verluste ausgleichen können. Bei einem einzelnen Aktienkauf wäre das anders, da könntest du einen großen Teil deines Geldes verlieren. ETFs sind daher eine gute Wahl für Anleger:innen, die nicht täglich die Börse beobachten möchten.

Die Wertentwicklung eines ESG ETFs hängt von der Entwicklung der enthaltenen Unternehmen ab. Wenn die Firmen gute Geschäfte machen und ihre Gewinne steigen, steigt auch der Wert deines ETF. Es gibt keine Garantie für Gewinne, und auch nachhaltige Unternehmen können Kursverluste erleiden. Langfristig, über einen Zeitraum von zehn Jahren oder mehr, haben Aktienmärkte jedoch historisch gesehen eine positive Rendite erzielt. Das ist keine Garantie für die Zukunft, aber ein Indiz dafür, dass sich langfristiges Investieren lohnen kann.

Kosten und Gebühren: Was ein ESG ETF kostet

Bevor du einen ESG ETF kaufst, solltest du die Kosten verstehen, denn sie schmälern deine Rendite. Die wichtigste Kennzahl ist die Gesamtkostenquote, abgekürzt TER, das steht für Total Expense Ratio. Diese Zahl gibt an, wie viel Prozent deines investierten Vermögens pro Jahr für die Verwaltung des Fonds abgezogen werden. Ein Wert von 0,20 Prozent pro Jahr bedeutet, dass dir bei 1.000 Euro Anlage 2 Euro pro Jahr abgezogen werden. Diese Kosten sind bereits im Kurs enthalten, du musst sie nicht extra bezahlen.

Zusätzlich zur TER gibt es beim Kauf und Verkauf von ETFs Transaktionskosten. Wenn du über einen Online Broker kaufst, zahlst du eine Ordergebühr, die je nach Anbieter unterschiedlich hoch ist. Manche Broker bieten auch kostenlose Sparpläne an, bei denen du keine Ordergebühr zahlst. Es lohnt sich, die Gebühren der verschiedenen Broker zu vergleichen, denn sie können sich im Laufe der Jahre zu einer beträchtlichen Summe summieren. Auch der Spread, also der Unterschied zwischen Kauf und Verkaufspreis, ist eine Art Kostenpunkt, der aber meist gering ist.

Ein weiterer Kostenpunkt ist der Ausgabeaufschlag, den du bei manchen Fonds zahlst. Bei ETFs ist dieser jedoch in der Regel nicht üblich, da sie an der Börse gehandelt werden. Du solltest also darauf achten, dass dein Broker keinen Ausgabeaufschlag verlangt. Es gibt auch sogenannte Performancegebühren, die nur bei aktiv gemanagten Fonds anfallen. Da ETFs passiv einen Index nachbilden, fallen diese Gebühren bei ihnen nicht an. Das macht ETFs im Vergleich zu aktiven Fonds oft günstiger.

Um die Kosten zu minimieren, solltest du auf einen ETF mit einer niedrigen TER achten und einen Broker wählen, der günstige Ordergebühren hat. Ein ETF mit einer TER von 0,30 Prozent ist nicht automatisch besser als einer mit 0,20 Prozent, wenn er eine schlechtere Performance hat. Die Kosten sind nur ein Faktor, aber ein wichtiger. Gerade bei langfristigen Anlagen über 20 oder 30 Jahre machen auch kleine Unterschiede bei den Gebühren einen großen Unterschied bei deinem Endvermögen aus. Es lohnt sich also, die Kosten genau zu prüfen.

Worauf du beim Kauf eines ESG ETFs achten solltest

Bevor du dich für einen bestimmten ESG ETF entscheidest, solltest du dir über deine eigenen Ziele klar werden. Willst du für das Alter vorsorgen, für ein Haus sparen oder einfach dein Geld vermehren? Dein Anlagehorizont, also der Zeitraum, in dem du das Geld nicht brauchst, ist entscheidend. Je länger du investiert bist, desto mehr Schwankungen kannst du aussitzen. Für einen Zeitraum von weniger als fünf Jahren sind ETFs eher ungeeignet, da die Kurse kurzfristig stark fallen können.

Ein wichtiger Punkt ist die Wahl des Index, dem der ETF folgt. Es gibt verschiedene nachhaltige Indizes, zum Beispiel den MSCI World SRI oder den FTSE4Good. Diese Indizes haben unterschiedliche Kriterien und schließen verschiedene Branchen aus. Du solltest dir das Factsheet des Index ansehen, um zu verstehen, welche Unternehmen enthalten sind. Achte darauf, ob dir die Kriterien streng genug sind oder ob dir bestimmte Ausschlüsse fehlen. Manche Indizes schließen zum Beispiel Atomkraft nicht aus, andere schon.

Auch die Größe des ETFs und das Fondsvolumen sind relevant. Ein großer ETF mit einem Volumen von mehreren Milliarden Euro ist in der Regel liquider, das heißt, du kannst ihn leichter kaufen und verkaufen. Bei kleinen ETFs kann der Spread größer sein, was deine Kosten erhöht. Zudem sind große ETFs oft etablierter und haben eine längere Historie. Das ist aber kein Garant für zukünftige Performance, sondern eher ein Indiz für Stabilität und Akzeptanz am Markt.

Du solltest auch auf die Replikationsmethode achten. Die meisten ETFs bilden ihren Index physisch ab, das heißt, sie kaufen die Aktien tatsächlich. Es gibt aber auch synthetische ETFs, die die Wertentwicklung über Derivate nachbilden. Beide Methoden haben Vor und Nachteile. Physische ETFs sind oft transparenter, synthetische können günstiger sein. Für Einsteiger sind physische ETFs meist die bessere Wahl, da sie einfacher zu verstehen sind. Letztlich ist es eine Frage der Präferenz, aber du solltest wissen, was du kaufst.

Typische Fehler beim ESG ETF Kauf vermeiden

Ein häufiger Fehler ist es, nur auf den Namen des ETFs zu achten und nicht auf die tatsächlichen Inhalte. Ein ETF mit dem Wort Nachhaltigkeit im Namen kann trotzdem Unternehmen enthalten, die du nicht unterstützen möchtest. Du solltest also immer einen Blick in die Liste der größten Positionen werfen, die du auf der Website des Anbieters findest. Dort siehst du, welche Firmen den größten Anteil am Fonds haben. Wenn dir ein Unternehmen nicht gefällt, ist das ein Grund, den ETF nicht zu kaufen.

Ein weiterer Fehler ist es, zu viel Geld auf einmal zu investieren, ohne einen Plan zu haben. Wenn du eine größere Summe zur Verfügung hast, ist es oft besser, sie in mehreren Schritten anzulegen, zum Beispiel monatlich über einen Sparplan. So reduzierst du das Risiko, zu einem ungünstigen Zeitpunkt alles zu kaufen. Diese Strategie nennt man Cost Average Effekt, da du bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger Anteile kaufst. Das glättet deinen Einstiegskurs über die Zeit.

Viele Anleger:innen machen auch den Fehler, ihre ETFs zu oft zu kontrollieren und bei Kursschwankungen panisch zu verkaufen. Wenn der Markt um 10 Prozent fällt, ist das normal und kein Grund zur Sorge, wenn du langfristig investiert bist. Verkaufe nicht in der Krise, sondern halte an deinem Plan fest. Historisch gesehen haben sich Märkte immer wieder erholt, und wer verkauft hat, hat oft die Erholung verpasst. Ein ETF ist ein Langzeitinvestment, keine kurzfristige Wette.

Schließlich solltest du nicht den Fehler machen, nur auf die Rendite zu schauen und die Nachhaltigkeitskriterien zu ignorieren. Ein ETF, der nur die besten Unternehmen einer Branche auswählt, kann trotzdem in Ölkonzerne investieren, wenn diese im Vergleich zu anderen Ölkonzernen besser abschneiden. Du solltest dir also genau überlegen, was dir wichtig ist. Wenn du zum Beispiel fossile Energien komplett meiden möchtest, brauchst du einen ETF mit einem entsprechenden Ausschlussfilter. Nimm dir Zeit für die Auswahl, es ist dein Geld.

Konkrete nächste Schritte: So kaufst du deinen ersten ESG ETF

Der erste Schritt ist die Eröffnung eines Depotkontos bei einem Online Broker. Es gibt viele Anbieter in Deutschland, von etablierten Banken bis zu reinen Online Brokern. Achte auf die Kosten für die Depotführung, die oft kostenlos ist, und auf die Ordergebühren. Viele Broker bieten auch ein kostenloses Girokonto an, über das du dein Depot verwalten kannst. Vergleiche die Angebote und wähle einen Anbieter, der zu dir passt. Die Eröffnung dauert meist nur wenige Minuten und ist unkompliziert.

Als zweiter Schritt solltest du einen Sparplan einrichten. Ein Sparplan ist eine bequeme Art, regelmäßig Geld in einen ETF zu investieren, zum Beispiel monatlich 50 oder 100 Euro. Du gibst eine feste Summe vor, und der Broker kauft automatisch Anteile des ETFs. Viele Broker bieten Sparpläne ohne Ordergebühren an, was die Kosten niedrig hält. Du kannst den Sparplan jederzeit ändern oder aussetzen, wenn du Geld brauchst. Das ist eine flexible und einfache Methode, um mit dem Investieren zu beginnen.

Als dritter Schritt wählst du deinen konkreten ETF aus. Du kannst zum Beispiel auf Vergleichsportalen nach ESG ETFs suchen und die Kosten, die Größe und die enthaltenen Unternehmen vergleichen. Achte darauf, dass der ETF in Euro gehandelt wird, um Währungsrisiken zu vermeiden. Du solltest auch darauf achten, dass der ETF an einer deutschen Börse gehandelt wird, zum Beispiel in Frankfurt oder München. Dann kannst du sicher sein, dass du ihn zu fairen Konditionen kaufen kannst.

Nachdem du deinen ETF gewählt hast, kannst du den Sparplan einrichten und deine erste Rate ausführen. Das geht meist direkt über die Plattform des Brokers. Du musst nur die Wertpapierkennnummer, die WKN, oder die ISIN des ETFs angeben. Nach der ersten Ausführung bist du offiziell Anleger:in und besitzt Anteile an einem nachhaltigen Fonds. Von nun an kannst du dein Investment beobachten und bei Bedarf anpassen. Der wichtigste Schritt ist getan, du hast begonnen, dein Geld nachhaltig anzulegen.

Langfristig dranbleiben: Dein Plan für die Zukunft

Nachdem du deinen ersten ESG ETF gekauft hast, ist es wichtig, langfristig dranzubleiben. Das bedeutet nicht, dass du täglich auf die Kurse schauen solltest, sondern dass du deinen Sparplan regelmäßig überprüfst. Einmal im Jahr kannst du dir ansehen, ob der ETF noch zu deinen Zielen passt und ob sich die Kosten oder die Zusammensetzung geändert haben. Es kann sein, dass ein Index angepasst wird oder dass ein ETF sein Fondsvolumen reduziert. Solche Änderungen solltest du im Blick behalten.

Du solltest auch deine Anlagestrategie überdenken, wenn sich deine Lebensumstände ändern. Wenn du zum Beispiel ein Haus kaufen möchtest, brauchst du das Geld in ein paar Jahren und solltest es nicht in einem volatilen ETF lassen. In diesem Fall ist es besser, das Geld auf ein Tagesgeldkonto zu legen. Wenn du jedoch für die Rente sparst, kannst du weiterhin in ETFs investieren und von langfristigen Wachstumschancen profitieren. Deine Strategie sollte immer zu deiner Lebenssituation passen.

Ein weiterer Punkt ist die steuerliche Behandlung deiner ETF Gewinne. In Deutschland zahlst du auf Kursgewinne und Dividenden eine Abgeltungssteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Es gibt jedoch einen Freibetrag von 1.000 Euro pro Person und Jahr, den du nutzen solltest. Du kannst bei deinem Broker einen Freistellungsauftrag einrichten, damit deine Gewinne bis zu diesem Betrag steuerfrei bleiben. Das ist ein einfacher Weg, um Steuern zu sparen.

Schließlich solltest du dich weiterbilden und informiert bleiben. Die Welt der Finanzen ist komplex und verändert sich ständig. Es gibt viele Bücher, Podcasts und Websites, die dir helfen, dein Wissen zu vertiefen. Je mehr du über ETFs, Nachhaltigkeit und die Börse weißt, desto besser kannst du fundierte Entscheidungen treffen. Du musst kein Experte werden, aber ein Grundverständnis hilft dir, ruhig zu bleiben und deinen Plan durchzuziehen. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken, dass du früh angefangen hast.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Möchtest du Unternehmen mit Waffen oder Kohle meiden?
Kannst du Kursschwankungen von 30 % aushalten?
Willst du monatlich ab 25 Euro starten?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Ein klassischer ETF bildet einen Index ab, ohne besondere Rücksicht auf Nachhaltigkeit. Ein ESG ETF wählt nur Unternehmen aus, die bestimmte Umwelt, Sozial und Governance Kriterien erfüllen. Der Fokus liegt also auf verantwortungsvollem Investieren.

Ja, das ist möglich. Nachhaltige Unternehmen sind oft gut aufgestellt und können langfristig wachsen. Es gibt keine Garantie, aber Studien zeigen, dass die Renditen von ESG ETFs mit denen herkömmlicher ETFs vergleichbar sind. Die Vergangenheit ist jedoch keine Garantie für die Zukunft.

Das hängt vom Broker und vom ETF ab. Viele Broker bieten Sparpläne bereits ab 25 Euro pro Monat an. Du kannst also schon mit kleinen Beträgen starten. Für einen Einmalkauf benötigst du in der Regel den Preis für einen Anteil, der oft zwischen 50 und 200 Euro liegt.

Kein Investment ist völlig sicher, auch ETFs nicht. Das Risiko eines Totalverlusts ist bei einem breit gestreuten ETF jedoch sehr gering. Du solltest aber bereit sein, Kursschwankungen auszuhalten. Langfristig haben Aktienmärkte aber eine positive Entwicklung gezeigt.

Du solltest das Factsheet des ETFs und die Methodik des zugrunde liegenden Index prüfen. Dort steht, welche Kriterien angewendet werden und welche Unternehmen ausgeschlossen sind. Du kannst auch auf unabhängige Bewertungen von Nachhaltigkeitsratingagenturen achten.

Dein Geld ist als Sondervermögen geschützt. Das bedeutet, es ist getrennt vom Vermögen des ETF Anbieters. Wenn der Anbieter insolvent wird, bleibt dein Investment bestehen und wird auf einen anderen Anbieter übertragen. Du verlierst also nicht dein Geld.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.