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MagazineFinanzenInvestieren Unternehmensanleihen für Selbstständige
FinanzbildungInvestieren10 Min.

Unternehmensanleihen für Selbstständige: So baust du dir ein stabiles zweites Standbein auf

Dein Einkommen als Selbstständiger schwankt. Unternehmensanleihen können deinem Depot feste Zinsen bescheren, unabhängig vom Tagesgeschäft. Wir erklären dir, wie der Einstieg gelingt und worauf du achten musst.

Festverzinsliche AnlagenRisikomanagementZinsstrategie
Brauche ich das?
Ja, für Stabilität.
Sie gleichen Kursschwankungen anderer Anlagen aus.
Wie funktioniert es?
Du leihst Geld.
Das Unternehmen zahlt dir dafür feste Zinsen.
Was kostet es?
Gebühren und Spread
Kaufkosten fallen an, laufende Kosten sind gering.
Wo ist das Risiko?
Bei Zahlungsausfall.
Geht die Firma pleite, verlierst du dein Kapital.

Warum Unternehmensanleihen gerade für dich als Selbstständiger relevant sind

Als Selbstständiger kennst du das Problem: Dein Einkommen ist nicht jeden Monat gleich. Mal kommt ein großer Auftrag, mal eine Flaute. Diese Schwankungen machen die Finanzplanung schwierig. Du suchst nach Anlagen, die nicht vom Erfolg deines eigenen Unternehmens abhängen. Genau hier kommen Unternehmensanleihen ins Spiel, denn sie bieten eine vom Tagesgeschäft unabhängige Einnahmequelle.

Bankguthaben bringen aktuell wieder etwas Zinsen, aber die Renditen sind oft überschaubar. Aktien können stark schwanken, was dein Nervenkostüm belastet, wenn du ohnehin schon unternehmerische Risiken trägst. Unternehmensanleihen liegen in der Mitte: Sie bieten in der Regel höhere Zinsen als Tagesgeld, aber weniger Kursschwankungen als Aktien. Das macht sie zu einem wichtigen Baustein für deine finanzielle Unabhängigkeit.

Stell dir vor, du erhältst vierteljährlich oder jährlich einen festen Zinsbetrag auf dein Konto. Dieses Geld kannst du nutzen, um private Rechnungen zu bezahlen oder in ruhigen Monaten deine Lebenshaltungskosten zu decken. Du planst mit festen Größen, was deine unternehmerische Freiheit erhöht. Du bist nicht gezwungen, jeden Auftrag anzunehmen, nur weil das Konto leer ist.

Zudem diversifizierst du dein Vermögen. Wenn du dein gesamtes Geld in dein eigenes Unternehmen steckst, ist das ein Klumpenrisiko. Sollte deine Branche einbrechen, triffst du es doppelt: erst beim Umsatz, dann bei deiner privaten Altersvorsorge. Anleihen großer, stabiler Konzerne sind eine Gegenbewegung zu deinem eigenen unternehmerischen Schicksal.

1.000 Euro
Mindestanlage vieler Unternehmensanleihen an Börsen.
Jährlich
Zahlung des Kupon-Zinses an die Anleger üblich.
Bonität
Bestimmt das Ausfallrisiko und die Zinshöhe maßgeblich.

Was ist eine Unternehmensanleihe überhaupt? Grundlagen einfach erklärt

Eine Unternehmensanleihe ist im Kern ein Kredit, den du einem Unternehmen gewährst. Du gibst dem Konzern oder Mittelständler für eine festgelegte Zeit dein Geld. Im Gegenzug bekommst du einen Zins, den sogenannten Kupon, ausgezahlt. Am Ende der Laufzeit, bei der Fälligkeit, erhältst du deinen ursprünglichen Einsatz, den Nennwert, zurück. Das ist der Grundvertrag, der immer gilt.

Der Staat nutzt dieses Prinzip mit Staatsanleihen, Unternehmen nutzen es, um Investitionen zu tätigen, ohne einen Bankkredit aufzunehmen. Für dich als Anleger entsteht ein vertraglicher Anspruch. Du stehst als Gläubiger in der Rangfolge vor den Aktionären. Das bedeutet: Wenn das Unternehmen zahlungsunfähig wird, werden zuerst die Anleihegläubiger bedient, bevor Aktionäre etwas sehen.

Die Höhe des Zinses hängt von der Bonität des Unternehmens ab. Ein stabiler DAX-Konzern zahlt weniger Zins, weil das Risiko gering ist. Ein junges Technologieunternehmen muss mehr bieten, um Anleger anzulocken. Diese Risikoprämie ist der entscheidende Faktor für deine Rendite. Du wägst also immer ab: Wie viel Sicherheit brauche ich, wie viel Rendite möchte ich?

Anleihen haben einen festen Nennwert, meist 1.000 Euro. Der Kurs an der Börse kann jedoch davon abweichen. Steigen die allgemeinen Zinsen, fallen die Kurse bestehender Anleihen, weil neue Anleihen attraktiver sind. Sinken die Zinsen, steigen die Kurse. Wenn du bis zum Ende der Laufzeit hältst, bekommst du aber garantiert den Nennwert zurück, sofern das Unternehmen nicht pleitegeht.

So funktioniert der Handel und die Zinszahlung im Detail

Du kaufst Unternehmensanleihen über dein Wertpapierdepot, ähnlich wie Aktien. Du gibst eine Order mit der Wertpapierkennnummer (WKN oder ISIN) auf. An der Börse wird der aktuelle Kurs festgestellt, der sich aus Angebot und Nachfrage ergibt. Du kannst sowohl neu emittierte Anleihen am Primärmarkt kaufen als auch bestehende am Sekundärmarkt, also über die Börse.

Die Zinszahlung erfolgt in der Regel jährlich oder halbjährlich. Der Kupon ist ein fester Prozentsatz vom Nennwert. Wenn du eine Anleihe mit einem Kupon von 4 Prozent und einem Nennwert von 1.000 Euro kaufst, erhältst du 40 Euro pro Jahr. Diese Zahlung wird automatisch auf dein Verrechnungskonto überwiesen. Du musst nichts weiter tun, außer die Anleihe zu halten.

Ein wichtiger Begriff ist der Stückzins. Wenn du eine Anleihe zwischen den Zinsterminen kaufst, musst du dem Verkäufer die bereits aufgelaufenen Zinsen anteilig mitbezahlen. Das klingt kompliziert, ist aber ein fairer Ausgleich. Beim nächsten Zinstermin bekommst du dann den vollen Jahreszins, auch für den Zeitraum, in dem du die Anleihe noch gar nicht hattest.

Die Laufzeit einer Anleihe kann stark variieren. Es gibt kurze Laufzeiten von zwei Jahren, mittlere von fünf bis sieben Jahren und langlaufende Papiere mit zehn Jahren oder mehr. Grundsätzlich gilt: Je länger die Laufzeit, desto stärker reagiert der Kurs auf Zinsänderungen. Für Selbstständige sind oft mittlere Laufzeiten interessant, da sie Planungssicherheit bieten, ohne zu lange zu binden.

Welche Kosten kommen auf dich zu? Gebühren und Spread verstehen

Beim Kauf von Unternehmensanleihen fallen Kosten an, die du kennen solltest. Zunächst ist da die Ordergebühr deiner Bank oder deines Brokers. Diese ist oft prozentual oder als Festpreis gestaltet. Bei größeren Anlagesummen lohnt es sich, die Gebühren zu vergleichen. Ein Unterschied von 0,5 Prozentpunkten macht bei einer Anlage von 50.000 Euro bereits 250 Euro aus.

Zusätzlich gibt es den sogenannten Spread, also die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis. Dieser ist bei Anleihen oft höher als bei Aktien, besonders bei kleineren Emissionen. Der Spread ist eine versteckte Kostenkomponente, die du beim Kauf sofort realisierst. Du solltest Anleihen also eher langfristig halten, um diese Kosten über die Zeit zu amortisieren.

Laufende Kosten fallen bei Anleihen kaum an. Es gibt keine jährliche Verwaltungsgebühr wie bei aktiven Fonds. Du musst lediglich die Depotgebühr deiner Bank zahlen, die oft pauschal ist. Wenn du Anleihen über einen ETF kaufst, also einen Indexfonds, kommt eine laufende Kostenquote von etwa 0,15 bis 0,25 Prozent pro Jahr hinzu. Das ist aber ein anderes Produkt als die Einzelanleihe.

Achte auf versteckte Kosten bei der Emission. Manchmal gibt es einen Ausgabeaufschlag, wenn du direkt beim Unternehmen zeichnest. Das ist ein Preisaufschlag auf den Nennwert. Bei Börsenkäufen ist das unüblich. Lies immer das Kleingedruckte im Wertpapierprospekt. Dort stehen alle Gebühren und Konditionen detailliert beschrieben. Transparenz ist hier dein bester Schutz.

Worauf du bei der Auswahl unbedingt achten solltest: Bonität und Rating

Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl ist die Bonität des Unternehmens. Ratingagenturen wie Moody's, Standard & Poor's oder Fitch bewerten die Fähigkeit eines Unternehmens, seine Schulden zu bedienen. Ein AAA-Rating ist die Bestnote, ein D-Rating bedeutet Zahlungsausfall. Diese Ratings sind öffentlich einsehbar und geben dir eine erste Orientierung.

Investment-Grade-Anleihen haben ein Rating von BBB- oder besser. Diese gelten als relativ sicher. Hochzinsanleihen, auch Junk-Bonds genannt, haben ein schlechteres Rating. Sie bieten höhere Zinsen, aber auch ein deutlich höheres Ausfallrisiko. Für Selbstständige, die nicht auf ihr Vermögen angewiesen sein sollten, ist eine Mischung aus soliden Investment-Grade-Anleihen sinnvoll.

Neben dem Rating solltest du die Geschäftsentwicklung des Unternehmens verfolgen. Wie hoch ist die Verschuldung? Wie stabil sind die Gewinne? Ein gutes Rating kann sich schnell verschlechtern. Du solltest nicht blind auf die Agenturen vertrauen, sondern dir die Geschäftszahlen anschauen. Das klingt nach Arbeit, ist aber bei einer Anlage über mehrere Jahre gerechtfertigt.

Achte auch auf die sogenannte Seniorität der Anleihe. Besicherte Anleihen haben einen Anspruch auf bestimmte Vermögenswerte, falls es zur Insolvenz kommt. Nachrangige Anleihen werden erst nach allen anderen Gläubigern bedient. Im Zweifel solltest du als Einsteiger auf vorrangige, unbesicherte Anleihen großer Unternehmen setzen. Sie bieten einen guten Kompromiss aus Sicherheit und Rendite.

Typische Fehler, die du als Selbstständiger unbedingt vermeiden solltest

Ein häufiger Fehler ist, das gesamte Vermögen in eine einzige Anleihe zu stecken. Wenn dieses Unternehmen in Schieflage gerät, verlierst du alles. Du solltest dein Geld auf mindestens fünf bis zehn verschiedene Anleihen aus unterschiedlichen Branchen verteilen. Das nennt man Diversifikation. So gleicht ein guter Wert einen schlechten aus.

Viele Anleger ignorieren das Zinsänderungsrisiko. Wenn du eine Anleihe mit 3 Prozent Zins kaufst und die Marktzinsen steigen auf 5 Prozent, sinkt der Kurs deiner Anleihe. Wenn du vorzeitig verkaufen musst, machst du Verluste. Du solltest also nur Geld anlegen, das du bis zum Ende der Laufzeit entbehren kannst. Sonst drohen böse Überraschungen.

Ein weiterer Fehler ist die Jagd nach dem höchsten Zins. Hohe Zinsen sind immer ein Warnsignal. Sie bedeuten, dass der Markt ein hohes Risiko sieht. Wenn dir jemand 10 Prozent Zins verspricht, solltest du sehr genau hinschauen. Oft steckt ein Unternehmen dahinter, das kurz vor der Pleite steht. Eine solide Rendite von 3 bis 5 Prozent ist für Einsteiger meist die bessere Wahl.

Vergiss nicht die Steuern. Zinserträge aus Anleihen unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Du hast einen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person. Den solltest du unbedingt ausnutzen. Ein Freistellungsauftrag bei deiner Bank stellt sicher, dass du auf die ersten 1.000 Euro keine Steuern zahlst.

Konkrete nächste Schritte: So startest du dein Anleihen-Portfolio

Der erste Schritt ist die Eröffnung eines Wertpapierdepots, falls du noch keins hast. Achte auf niedrige Ordergebühren und eine benutzerfreundliche Oberfläche. Viele Direktbanken bieten kostenlose Depotführung an. Du benötigst nur ein Verrechnungskonto, von dem aus die Käufe bezahlt werden. Die Einrichtung dauert meist nur wenige Tage.

Danach solltest du deinen Anlagebetrag festlegen. Als Faustregel gilt: Investiere nur Geld, das du nicht für laufende Ausgaben oder Notfälle benötigst. Ein Notgroschen von sechs Monatsausgaben sollte immer auf dem Tagesgeldkonto liegen. Der Rest kann in Anleihen fließen. Beginne mit einer kleinen Summe, um Erfahrungen zu sammeln, und steigere dich später.

Jetzt kommt die Auswahl der konkreten Anleihen. Nutze Suchmasken deines Brokers, um nach Rating, Laufzeit und Zins zu filtern. Starte mit Anleihen von Unternehmen, die du kennst, zum Beispiel aus der Automobilbranche, der Telekommunikation oder der Energiewirtschaft. Lies die Kurzporträts und achte auf das Rating. Ein BBB+ oder besser ist ein guter Anfang.

Setze dir einen Plan: Wie lange möchtest du investieren? Welche Zinserträge benötigst du? Überwache dein Portfolio regelmäßig, aber nicht täglich. Ein Blick pro Quartal reicht aus. Wenn sich das Rating einer Anleihe verschlechtert, überlege, ob du verkaufst. Wenn alles stabil läuft, lass die Zinsen laufen und freue dich über dein passives Einkommen.

Alternative Strategien: Anleihen-ETFs als einfacherer Einstieg

Wenn dir die Einzelauswahl zu aufwendig ist, kannst du auf Anleihen-ETFs setzen. Das sind Indexfonds, die einen Korb aus vielen Anleihen bündeln. Du kaufst also mit einer einzigen Transaktion hunderte verschiedene Anleihen. Das reduziert das Klumpenrisiko erheblich. Du musst dich nicht um einzelne Bonitäten kümmern, der Fonds bildet den Markt ab.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Du bekommst sofort eine breite Streuung über viele Unternehmen und Branchen. Die Kosten sind mit etwa 0,15 bis 0,25 Prozent pro Jahr sehr gering. Du kannst monatlich mit kleinen Beträgen per Sparplan investieren. Das ist ideal für Selbstständige, die regelmäßig Geld beiseitelegen möchten, ohne große Summen auf einmal zu binden.

Der Nachteil ist, dass du keinen festen Zins hast. Der ETF schüttet zwar Erträge aus, aber die Höhe schwankt. Zudem gibt es kein festes Laufzeitende, der Kurs schwankt mit dem Markt. Wenn du also eine feste Planung brauchst, sind Einzelanleihen besser. Wenn du flexibel bleiben möchtest, ist der ETF die pragmatischere Lösung.

Eine Kombination aus beidem ist ebenfalls möglich. Du kannst den Großteil in einen breit gestreuten ETF stecken und einen kleineren Teil in einzelne Anleihen, die dir besonders sicher erscheinen. So profitierst du von der Einfachheit des ETFs und der individuellen Steuerung bei Einzelwerten. Wichtig ist, dass du dich wohlfühlst und die Strategie langfristig durchhältst.

Dein Fahrplan für 2026: Jetzt handeln und Zinsen sichern

Das Jahr 2026 bietet eine gute Gelegenheit, in Unternehmensanleihen einzusteigen. Die Zinsen sind nach den Jahren der Nullzinspolitik wieder auf einem Niveau, das eine echte Rendite ermöglicht. Du solltest die aktuelle Marktlage nutzen, bevor die Zinsen möglicherweise wieder sinken. Denn dann fallen die Neuemissionen weniger attraktiv aus.

Beginne noch diese Woche mit der Recherche. Erstelle eine Liste mit fünf Unternehmen, deren Produkte du nutzt und deren Geschäftsmodell du verstehst. Schau dir deren aktuelle Anleihen an und vergleiche die Konditionen. Du wirst schnell ein Gefühl dafür bekommen, welche Papiere zu deiner Risikobereitschaft passen. Der erste Schritt ist immer der schwerste.

Setze dir ein realistisches Ziel. Du musst nicht sofort 100.000 Euro investieren. Vielleicht startest du mit 5.000 Euro und kaufst zwei Anleihen. Beobachte, wie sich die Kurse entwickeln und wie die Zinszahlungen auf deinem Konto eingehen. Dieses positive Erlebnis motiviert dich, weiterzumachen und dein Portfolio schrittweise auszubauen.

Denke langfristig. Unternehmensanleihen sind keine kurzfristige Spekulation, sondern ein Baustein für deine finanzielle Stabilität. Über die Jahre summieren sich die Zinszahlungen zu einem beachtlichen passiven Einkommen. In Kombination mit deinem unternehmerischen Einkommen schaffst du dir so ein zweites Standbein, das dich unabhängiger macht. Starte jetzt, dein zukünftiges Ich wird es dir danken.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Kannst du einen Totalverlust des Anlagebetrags verkraften?
Hast du einen Notgroschen für sechs Monate deiner Lebenshaltungskosten?
Möchtest du planbare Zinserträge für deine Altersvorsorge nutzen?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Ja, sie sind sehr gut geeignet, um ein zweites Standbein aufzubauen. Sie bieten planbare Zinserträge, die unabhängig vom eigenen Geschäftserfolg sind. Allerdings solltest du nur Geld investieren, das du nicht für Notfälle benötigst.

Im Insolvenzfall werden die Gläubiger, also auch du als Anleiheinhaber, aus der Insolvenzmasse bedient. Du bekommst aber oft nur einen Teil deines Geldes zurück oder gehst leer aus. Daher ist die Streuung auf mehrere Anleihen so wichtig.

Die Mindestanlage pro Anleihe liegt oft bei 1.000 Euro. Für ein diversifiziertes Portfolio mit fünf Anleihen benötigst du also etwa 5.000 Euro. Alternativ kannst du mit einem Anleihen-ETF schon ab 25 Euro pro Monat per Sparplan einsteigen.

Mit einer Anleihe leihst du dem Unternehmen Geld und erhältst feste Zinsen. Mit einer Aktie kaufst du einen Unternehmensanteil und bist am Gewinn und Verlust beteiligt. Anleihen sind in der Regel sicherer, bieten aber weniger Renditechancen.

Zinserträge unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Du hast einen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr, den du mit einem Freistellungsauftrag bei deiner Bank nutzen kannst.

Ja, Anleihen sind börsentäglich handelbar. Du kannst sie also jederzeit verkaufen. Allerdings kann der Kurs unter deinem Kaufpreis liegen, wenn die Zinsen gestiegen sind. Du solltest Anleihen daher idealerweise bis zum Laufzeitende halten.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.