Ratgeber · Investieren
Anleihen sinnvoll: Wann sich der Einstieg für dich lohnt
Anleihen gelten als solider Baustein im Depot, weil sie planbare Zinsen bieten und das Risiko streuen. Ob sie für dich sinnvoll sind, hängt von deiner Anlageidee, deinem Anlagehorizont und der Wahl der richtigen Anleiheart ab.
10 Kapitel · 14 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Anleihen sind Schuldverschreibungen, bei denen du dem Emittenten Geld leihst und dafür Zinsen erhältst.
- Die Sicherheit einer Anleihe hängt maßgeblich von der Bonität des Herausgebers ab, die von Ratingagenturen bewertet wird.
- Über Anleihen-ETFs streust du dein Risiko breiter als mit einzelnen Unternehmensanleihen.
- Für den Kauf benötigst du ein Wertpapierdepot, über das Anleihen an der Börse gehandelt werden.
01 · Grundlagen
Was sind Anleihen und wie funktionieren sie?
Eine Anleihe ist ein Wertpapier, mit dem du einem Staat oder Unternehmen einen Kredit gewährst. Im Gegenzug erhältst du regelmäßige Zinsen und am Ende der Laufzeit dein Kapital zurück.
Bei einer Anleihe leihst du einem Staat oder einem Unternehmen Geld für einen festgelegten Zeitraum. Der Herausgeber, auch Emittent genannt, verpflichtet sich vertraglich, dir dafür regelmäßig Zinsen zu zahlen. Am Ende der Laufzeit bekommst du den gesamten Nennwert zurück, sofern der Emittent nicht zahlungsunfähig wird.
Die Zinszahlungen erfolgen in Europa meist einmal im Jahr, in Amerika sind halbjährliche oder vierteljährliche Zahlungen üblich. Du bist als Anlegerin oder Anleger ein Gläubiger und hast damit ein festgeschriebenes Recht auf Zins und Rückzahlung. Im Gegensatz zu Aktionären wirst du im Falle einer Insolvenz vorrangig aus der Insolvenzmasse bedient.
Ein Beispiel verdeutlicht das Prinzip: Ein Emittent gibt eine Anleihe mit einem Nennwert von 10.000 Euro und einem Kupon von 4 Prozent aus. Du erhältst jährlich 400 Euro Zinsen und nach fünf Jahren die 10.000 Euro zurück.
- Du gewährst dem Emittenten einen Kredit und wirst zum Gläubiger.
- Der Emittent sammelt über die Ausgabe der Anleihe Fremdkapital ein.
- Du hast ein vertraglich festgeschriebenes Recht auf Zins und Rückzahlung.
Kurz erklärt
Anleihe (Schuldverschreibung)
Ein festverzinsliches Wertpapier, bei dem der Emittent dem Anleger die Rückzahlung des Nennwerts am Ende der Laufzeit sowie regelmäßige Zinszahlungen (Kupon) zusichert.
Der Emittent sammelt über die Ausgabe der Anleihe Fremdkapital ein. Als Käufer wirst du zum Gläubiger und hast ein vertraglich festgeschriebenes Recht auf Zins und Rückzahlung.
02 · Vergleich
Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen: Was passt zu dir?
Die Wahl des Emittenten bestimmt das Risiko und die Rendite deiner Anlage. Während Staaten mit hoher Bonität als sicherer gelten, bieten Unternehmen oft höhere Zinsen bei höherem Ausfallrisiko.
Staatsanleihen etablierter Industrienationen wie der Bundesrepublik Deutschland gelten als besonders sicher. Ihre Bonität wird von Ratingagenturen wie Moody's, Standard and Poor's oder Fitch häufig mit der Bestnote AAA bewertet. Dafür fällt der Zins tendenziell niedriger aus, weil du als Anlegerin ein geringeres Risiko eingehst.
Unternehmensanleihen bieten oft höhere Zinsen, weil das Risiko eines Zahlungsausfalls größer ist. Die Bonität eines Unternehmens kann sehr unterschiedlich sein und reicht von sehr gut bis spekulativ. Je schlechter das Rating, desto höher ist in der Regel der Kupon als Ausgleich für das Risiko.
Ein konkretes Beispiel aus dem September 2026: Eine zweijährige Bundesanleihe mit AAA-Rating brachte etwa 3 Prozent Zinsen im Jahr. Eine italienische Staatsanleihe mit BBB-Rating und ähnlicher Restlaufzeit bot hingegen 3,6 Prozent.
- Staatsanleihen haben bei etablierten Industriestaaten oft ein sehr hohes Rating wie AAA.
- Unternehmensanleihen zahlen tendenziell höhere Zinsen als Ausgleich für das höhere Risiko.
- Die Bonität des Emittenten bestimmt maßgeblich das Risiko und die Rendite.
| Staatsanleihen | Unternehmensanleihen | |
|---|---|---|
| Emittent | Staaten wie die Bundesrepublik Deutschland | Unternehmen oder Banken |
| Bonität | Bei etablierten Industriestaaten oft sehr hoch (z. B. AAA) | Sehr unterschiedlich, abhängig vom Rating des Unternehmens |
| Zinsniveau | Tendenziell niedriger, da das Risiko geringer ist | Tendenziell höher, als Ausgleich für das höhere Risiko |
| Risiko | Hauptrisiko ist die Zahlungsunfähigkeit des Staates | Zusätzlich zum Ausfallrisiko besteht ein unternehmensspezifisches Risiko |
03 · Im Vertrag
Diese Kennzahlen musst du vor dem Kauf verstehen
Nennwert, Kupon, Laufzeit und Rendite sind die zentralen Begriffe, um eine Anleihe zu bewerten. Sie bestimmen, wie viel du anlegst, was du regelmäßig bekommst und wann dein Geld zurückfließt.
Der Nennwert ist der Basiswert einer Anleihe und wird am Ende der Laufzeit zurückgezahlt. An der Börse wird der Kurs immer in Prozent dieses Nennwerts angegeben, wobei 100 Prozent dem vollen Nennwert entsprechen. Der Kupon ist der festgelegte Zinssatz, den der Emittent regelmäßig auf den Nennwert zahlt.
Die Laufzeit gibt den Zeitraum zwischen Ausgabe und Rückzahlung an. Sie kann von wenigen Monaten bis zu 30 Jahren oder sogar länger reichen. Die Rendite beschreibt deinen tatsächlichen Ertrag und berücksichtigt neben dem Kupon auch den aktuellen Kurs, zu dem du die Anleihe kaufst oder verkaufst.
Kaufst du eine Anleihe unter 100 Prozent des Nennwerts, liegt deine Rendite über dem Kupon. Kaufst du über 100 Prozent, liegt sie darunter. Nur beim Kauf zu genau 100 Prozent entspricht die Rendite dem Kupon.
- Der Nennwert ist der Basiswert, der am Ende der Laufzeit zurückgezahlt wird.
- Der Kupon ist der festgelegte Zinssatz, der sich auf den Nennwert bezieht.
- Die Rendite berücksichtigt neben dem Kupon auch den aktuellen Kurs.
Wichtige Fachbegriffe zur Anleihe
04 · Schritt für Schritt
So kaufst du Anleihen über dein Wertpapierdepot
Der Handel mit Anleihen läuft über die Börse, genau wie bei Aktien. Du benötigst dafür ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker.
Dort werden Anleihen wie Aktien an der Börse gehandelt. Du kannst einzelne Anleihen, Anleihenfonds oder Anleihen-ETFs erwerben.
Bevor du einen Kaufauftrag erteilst, solltest du die Bonität des Herausgebers prüfen. Ein niedriger Anleihenkurs kann ein Zeichen für Bonitätsprobleme sein. Informiere dich über das aktuelle Rating des Emittenten und die Konditionen der Anleihe.
Beim direkten Kauf einer Einzelanleihe ist die Stückelung oft hoch, sodass du häufig einen größeren Betrag investieren musst. Anleihenfonds und ETFs bieten dagegen eine breitere Streuung und erlauben einen Einstieg mit weniger Kapital.
- Du eröffnest ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker.
- Du wählst eine einzelne Anleihe, einen Anleihenfonds oder einen Anleihen-ETF aus.
- Du prüfst die Bonität des Herausgebers und erteilst dann den Kaufauftrag.
Depot eröffnen
Wenn du noch keines hast, eröffnest du ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker deiner Wahl.
Anleihe auswählen
Du entscheidest dich für eine einzelne Anleihe, einen Anleihenfonds oder einen Anleihen-ETF. Prüfe dabei Emittent, Laufzeit und Kupon.
Bonität prüfen
Informiere dich über das aktuelle Rating des Herausgebers. Ein niedriger Anleihenkurs kann ein Zeichen für Bonitätsprobleme sein.
Kaufauftrag erteilen
Du gibst die Wertpapierkennnummer und die gewünschte Stückzahl oder den Betrag in deinem Depot ein und erteilst den Kaufauftrag.
05 · Hintergrund
Anleihen-ETFs: Die einfache Alternative zur Einzelanleihe
Einzelanleihen haben oft eine hohe Stückelung und erfordern viel Kapital. Anleihen-ETFs bündeln viele Anleihen und ermöglichen dir so einen breit gestreuten Einstieg mit weniger Geld.
Anleihen-ETFs bündeln viele verschiedene Anleihen in einem Wertpapier und bilden einen Index ab. Dadurch verteilst du dein Risiko auf viele Emittenten und Laufzeiten, statt alles auf eine Karte zu setzen.
Ein weiterer Vorteil ist die Liquidität: Anteile an einem Anleihen-ETF kannst du börsentäglich handeln. Das ist bei einzelnen Anleihen zwar auch möglich, der Markt ist dort aber oft weniger liquide. Für den Einstieg benötigst du bei einem ETF-Sparplan oft nur einen kleinen monatlichen Betrag.
So kannst du schrittweise ein Anleihen-Portfolio aufbauen, ohne hohe Einmalbeträge investieren zu müssen. Das macht Anleihen-ETFs besonders für Studierende oder Berufseinsteiger interessant, die mit kleinen Summen beginnen möchten.
- Anleihen-ETFs bilden einen Index aus vielen verschiedenen Anleihen ab.
- Du verteilst dein Risiko auf viele Emittenten und Laufzeiten.
- Mit einem ETF-Sparplan kannst du schon mit kleinen monatlichen Beträgen starten.
Anleihen-ETFs bilden einen Index aus vielen verschiedenen Anleihen ab. Dadurch verteilst du dein Risiko auf viele Emittenten und Laufzeiten, statt alles auf eine Karte zu setzen.
Ein weiterer Vorteil ist die Liquidität: Anteile an einem Anleihen-ETF kannst du börsentäglich handeln. Das ist bei einzelnen Anleihen zwar auch möglich, der Markt ist dort aber oft weniger liquide.
Für den Einstieg benötigst du bei einem ETF-Sparplan oft nur einen kleinen monatlichen Betrag. So kannst du schrittweise ein Anleihen-Portfolio aufbauen, ohne hohe Einmalbeträge investieren zu müssen.
06 · Fehler vermeiden
Diese Risiken solltest du bei Anleihen kennen
Anleihen sind nicht risikofrei. Neben dem Ausfallrisiko des Emittenten können auch Zinsänderungen und Währungsschwankungen den Wert deiner Anlage beeinflussen.
Das Bonitätsrisiko ist das zentrale Risiko bei Anleihen: Der Emittent wird zahlungsunfähig und kann Zinsen oder den Nennwert nicht mehr zurückzahlen. Argentinien ist ein prominentes Beispiel für ein Land, das in den vergangenen Jahrzehnten mehrmals seine Schulden aus Anleihen nicht bezahlt hat.
Das Kursrisiko entsteht, wenn die Marktzinsen steigen. Dann fällt der Kurs bestehender Anleihen mit niedrigerem Kupon, weil neu ausgegebene Anleihen attraktiver sind. Verkaufst du vor dem Laufzeitende, kannst du einen Verlust erleiden.
Bei Anleihen in Fremdwährung wie US-Dollar kommt das Währungsrisiko hinzu. Ein fallender Wechselkurs kann deine Rendite in Euro schmälern oder sogar aufzehren. Einzelne Unternehmensanleihen lassen sich zudem manchmal schwerer verkaufen als Aktien oder ETFs.
- Bonitätsrisiko: Der Emittent wird zahlungsunfähig und zahlt Zinsen oder Nennwert nicht zurück.
- Kursrisiko: Steigen die Marktzinsen, fällt der Kurs bestehender Anleihen mit niedrigerem Kupon.
- Währungsrisiko: Bei Fremdwährungsanleihen kann ein fallender Wechselkurs deine Rendite schmälern.
Typische Risiken von Anleihen
07 · Was gilt
Währungsrisiko bei Anleihen in Fremdwährung
Kaufst du Anleihen, die nicht in Euro notieren, spielt der Wechselkurs eine entscheidende Rolle für deinen Ertrag. Ein Währungsverlust kann die Zinserträge schnell aufzehren.
US-Staatsanleihen sind zum Beispiel in US-Dollar notiert. Verliert der Dollar gegenüber dem Euro an Wert, gilt das auch für die Anleihe und die entsprechenden Zinszahlungen.
Es kann dadurch passieren, dass du am Ende weniger Euro bekommst, als du investiert hast. Genauso kann es auch andersherum laufen, dann erzielst du einen Währungsgewinn. Der Schweizer Franken beispielsweise hat in den vergangenen Jahren deutlich gegenüber dem Euro an Wert gewonnen.
Da beide Möglichkeiten der Wertentwicklung nicht vorher planbar sind, raten wir von Anleihen in anderen Währungen als Euro ab. Bundesanleihen der Bundesrepublik Deutschland oder Unternehmensanleihen aus dem Euroraum in Euro tragen kein Währungsrisiko.
- US-Staatsanleihen in US-Dollar tragen ein Währungsrisiko für dich als Euro-Anlegerin.
- Bundesanleihen der Bundesrepublik Deutschland tragen kein Währungsrisiko.
- Anleihen-ETFs mit einer Währungsabsicherung zum Euro vermeiden das Wechselkursrisiko.
Währungsrisiko vorhanden
Kein Währungsrisiko
08 · Kosten
Verzinsung und Rendite: Was du wirklich bekommst
Der Kupon ist der vertraglich festgelegte Zins, aber nicht unbedingt dein tatsächlicher Ertrag. Die Rendite hängt zusätzlich vom Kurs ab, zu dem du die Anleihe kaufst oder verkaufst.
Der Kurs einer Anleihe wird immer in Prozent des Nennwerts angegeben, wobei 100 Prozent dem vollen Nennwert entsprechen.
Kaufst du eine Anleihe zu 100 Prozent des Nennwerts, entspricht deine Rendite dem Kupon. Kaufst du unter 100 Prozent, also unter pari, liegt deine Rendite über dem Kupon. Kaufst du über 100 Prozent, also über pari, liegt deine Rendite unter dem Kupon.
Ein Beispiel: Eine Anleihe mit 4 Prozent Kupon und einem Kurs von 95 Prozent bringt dir mehr als 4 Prozent Rendite, weil du weniger als den Nennwert zahlst, aber den vollen Nennwert zurückbekommst. Umgekehrt schmälert ein Kaufkurs über 100 Prozent deine Rendite.
- Kauf zu 100 Prozent des Nennwerts: Rendite entspricht Kupon.
- Kauf unter 100 Prozent (unter pari): Rendite liegt über dem Kupon.
- Kauf über 100 Prozent (über pari): Rendite liegt unter dem Kupon.
Zusammenhang von Kupon, Kurs und Rendite
09 · Checkliste
Für wen sind Anleihen als Geldanlage sinnvoll?
Anleihen eignen sich vor allem für Anlegerinnen und Anleger, die einen planbaren Ertrag suchen und das Risiko ihres Depots senken möchten. Als alleinige Anlageform sind sie für den langfristigen Vermögensaufbau oft nicht renditestark genug.
Anleihen eignen sich vor allem für dich, wenn du einen planbaren Ertrag suchst und das Risiko deines Depots senken möchtest. Als alleinige Anlageform sind sie für den langfristigen Vermögensaufbau oft nicht renditestark genug. Sie können aber ein sinnvoller Baustein neben Aktien sein.
Für Studierende mit einem mittelfristigen Anlagehorizont können Anleihen interessant sein, wenn du auf Kursschwankungen nicht reagieren musst. Regelmäßige Zinserträge als passives Einkommen sind ein weiteres Argument. Du solltest aber bereit sein, dich mit Kennzahlen wie Kupon, Laufzeit und Rating auseinanderzusetzen.
Finanztip rät statt zu Staatsanleihen eher zu Tages- und Festgeld als Sicherheitsbaustein für die Geldanlage. Gute Konten werfen oft noch etwas höhere Erträge ab als Staatsanleihen und bieten ebenfalls ein hohes Maß an Sicherheit durch die Einlagensicherung bis 100.000 Euro in der EU.
- Du möchtest einen Teil deines Vermögens sicherer anlegen als mit Aktien.
- Du suchst regelmäßige Zinserträge als passives Einkommen.
- Du willst dein Depot breiter aufstellen und das Gesamtrisiko senken.
- Du hast einen mittelfristigen Anlagehorizont und musst nicht auf Kursschwankungen reagieren.
Anleihen können sinnvoll sein, wenn du...
einen Teil deines Vermögens sicherer anlegen möchtest als mit Aktien.
regelmäßige Zinserträge als passives Einkommen suchst.
dein Depot breiter aufstellen und das Gesamtrisiko senken willst.
einen mittelfristigen Anlagehorizont hast und auf Kursschwankungen nicht reagieren musst.
bereit bist, dich mit Kennzahlen wie Kupon, Laufzeit und Rating auseinanderzusetzen.
10 · Hintergrund
Steuern auf Zinsen und Kursgewinne aus Anleihen
Erträge aus Anleihen zählen zu den Kapitalerträgen und unterliegen der Abgeltungsteuer. Der Sparer-Pauschbetrag hilft dir, einen Teil deiner Erträge steuerfrei zu vereinnahmen.
Zinsen aus Anleihen und Kursgewinne beim Verkauf werden mit der Abgeltungsteuer von 25 Prozent besteuert. Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer und gegebenenfalls Kirchensteuer. Diese Steuern fallen erst an, wenn deine Kapitalerträge den Sparer-Pauschbetrag übersteigen.
Für Alleinstehende gilt ein Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Jahr. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren verdoppelt sich der Betrag auf 2000 Euro pro Jahr. Erst wenn deine Kapitalerträge diesen Freibetrag übersteigen, fallen Steuern an.
Bei Aktienfonds mit einem Aktienanteil von mindestens 51 Prozent greift eine Teilfreistellung von 30 Prozent. Für reine Anleihenfonds gilt diese Teilfreistellung nicht. Deine Erträge aus Anleihen werden also in voller Höhe besteuert, sobald der Freibetrag ausgeschöpft ist.
- Die Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge beträgt 25 Prozent.
- Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1000 Euro pro Person und Jahr.
- Bei zusammenveranlagten Ehepaaren sind es 2000 Euro pro Jahr.
Zinsen aus Anleihen und Kursgewinne beim Verkauf werden mit der Abgeltungsteuer besteuert. Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
Für Alleinstehende gilt ein Sparer-Pauschbetrag. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren verdoppelt sich der Betrag. Erst wenn deine Kapitalerträge diesen Freibetrag übersteigen, fallen Steuern an.
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