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ETF für Selbstständige: So baust du dir deine eigene Altersvorsorge auf

Als Selbstständige oder Selbstständiger zahlst du nicht automatisch in die gesetzliche Rentenversicherung ein. ETFs bieten dir eine flexible und kostengünstige Möglichkeit, selbst für das Alter vorzusorgen.

11 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Selbstständige müssen ihre Altersvorsorge oft komplett selbst organisieren.
  • ETFs bilden ganze Märkte ab und streuen dein Risiko automatisch.
  • Mit einem ETF-Sparplan kannst du bereits mit kleinen Beträgen regelmäßig anlegen.
  • Die Abgeltungsteuer auf Gewinne beträgt 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag.

01 · Hintergrund

Warum ist Altersvorsorge für Selbstständige so wichtig?

Wer selbstständig ist, trägt die Verantwortung für die eigene Rente allein. Ohne gesetzliche Rentenversicherung musst du dich aktiv um deine finanzielle Absicherung im Alter kümmern.

Als Selbstständige oder Freiberuflerin bist du in der Regel nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Damit entfällt die automatische Absicherung, die Angestellte über ihren Arbeitgeber erhalten. Du musst dich also selbst darum kümmern, dass im Alter genug Geld vorhanden ist.

Private Altersvorsorge ist für dich daher kein Zusatz, sondern die Basis deiner Ruhestandsplanung. Je früher du beginnst, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt auf dein angelegtes Kapital. Wer erst mit 50 anfängt, muss deutlich höhere monatliche Beträge aufbringen als jemand, der mit 30 startet.

Neben ETFs gibt es weitere Bausteine wie die Rürup-Rente, private Rentenversicherungen oder Immobilien. ETFs zeichnen sich dabei durch niedrige Kosten und hohe Flexibilität aus. Du kannst sie jederzeit anpassen oder verkaufen, ohne lange Vertragsbindungen einzugehen.

Als Selbstständige oder Freiberuflerin bist du in der Regel nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Damit entfällt die automatische Absicherung, die Angestellte über ihren Arbeitgeber erhalten.

Private Altersvorsorge ist für dich daher kein Zusatz, sondern die Basis deiner Ruhestandsplanung. Je früher du beginnst, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt auf dein angelegtes Kapital.

Neben ETFs gibt es weitere Bausteine wie die Rürup-Rente, private Rentenversicherungen oder Immobilien. ETFs zeichnen sich dabei durch niedrige Kosten und hohe Flexibilität aus.

02 · Grundlagen

Was sind ETFs und wie funktionieren sie?

ETF steht für Exchange Traded Fund, also börsengehandelter Fonds. Ein ETF bündelt Geld vieler Anleger und investiert es in eine breite Auswahl von Wertpapieren.

Ein ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Index wie dem MSCI World oder DAX nachbildet. Du kaufst mit einem ETF-Anteile an vielen Unternehmen gleichzeitig, ohne dich um die Auswahl einzelner Aktien kümmern zu müssen. Die Fondsgesellschaft übernimmt die Zusammenstellung und Verwaltung.

Die eingebaute Risikostreuung macht ETFs für die Altersvorsorge interessant, da Kursbewegungen einzelner Aktien weniger stark ins Gewicht fallen. Ein Welt-ETF enthält oft über 1.500 Unternehmen aus verschiedenen Ländern und Branchen. Fällt eine Aktie, kann eine andere im selben Fonds das ausgleichen.

Der zweite Vorteil sind die Kosten. Da ETFs passiv verwaltet werden und nur einen Index nachbilden, liegen die laufenden Gebühren deutlich unter denen aktiv gemanagter Fonds. Das wirkt sich über viele Jahre spürbar auf deine Rendite aus.

Kurz erklärt

ETF (Exchange Traded Fund)

Ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Index wie dem MSCI World oder DAX nachbildet. Du kaufst mit einem ETF-Anteile an vielen Unternehmen gleichzeitig.

Die eingebaute Risikostreuung macht ETFs für die Altersvorsorge interessant, da Kursbewegungen einzelner Aktien weniger stark ins Gewicht fallen.

03 · Schritt für Schritt

ETF-Sparpläne für Selbstständige: Regelmäßig Vermögen aufbauen

Ein ETF-Sparplan erlaubt dir, monatlich einen festen Betrag in ETFs zu investieren. Das funktioniert automatisch und ist oft bereits mit kleinen Summen möglich.

Ein ETF-Sparplan funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Du legst einen festen monatlichen Betrag fest, der automatisch in deine gewählten ETFs investiert wird. Das nimmt dir die Entscheidung ab, wann der richtige Zeitpunkt für einen Kauf ist. Gerade in schwankenden Märkten profitierst du vom Durchschnittskosten-Effekt.

Bei fallenden Kursen kaufst du mit deiner festen Sparrate mehr Anteile, bei steigenden Kursen entsprechend weniger. Über die Jahre glättet das deinen Einstiegspreis und reduziert das Risiko, zu einem ungünstigen Zeitpunkt eine große Summe zu investieren. Viele Broker bieten ETF-Sparpläne bereits ab 25 Euro monatlich an.

Der Ablauf für deinen Einstieg ist überschaubar:

  • Lege zuerst fest, wie viel Kapital du bis zum Ruhestand aufbauen möchtest und welches Risiko du tragen kannst.
  • Wähle dann einen oder mehrere ETFs aus, die zu deinen Zielen passen, und achte auf die Kostenquote (TER).
  • Eröffne ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker mit günstigen Konditionen.
  • Richte den Sparplan mit deinem Wunschbetrag ein und lass ihn automatisch laufen.
  • Überprüfe einmal im Jahr, ob dein Portfolio noch zu deiner Strategie passt.
01

Anlageziele festlegen

Überlege, wie viel Kapital du bis zum Ruhestand aufbauen möchtest und welches Risiko du tragen kannst.

02

Passende ETFs auswählen

Achte auf die Kostenquote (TER), die Zusammensetzung des Fonds und ob er zu deiner Risikobereitschaft passt.

03

Wertpapierdepot eröffnen

Vergleiche Banken und Online-Broker hinsichtlich Kosten und Benutzerfreundlichkeit.

04

Sparplan einrichten

Lege einen monatlichen Betrag fest, der automatisch in deine gewählten ETFs investiert wird.

05

Portfolio regelmäßig prüfen

Kontrolliere die Entwicklung deiner ETFs und passe dein Portfolio bei Bedarf an deine Lebensumstände an.

04 · Vergleich

Immobilien als Alternative oder Ergänzung zu ETFs

Immobilien gelten als klassische Säule der Altersvorsorge. Sie bieten Mieteinnahmen und mögliche Wertsteigerungen, erfordern aber auch Kapital und Verwaltungsaufwand.

Immobilien gelten als klassische Säule der Altersvorsorge, weil sie Mieteinnahmen und mögliche Wertsteigerungen bieten. Allerdings binden sie viel Kapital und erfordern laufende Verwaltung. Nicht alle Betriebsausgaben lassen sich auf Mieter umlegen, und Instandhaltungen sowie Modernisierungen stehen regelmäßig an.

ETFs sind dagegen bereits mit kleinen Beträgen möglich und lassen sich börsentäglich verkaufen. Eine Immobilie zu veräußern dauert oft Monate und ist mit Notar- und Maklerkosten verbunden. Zudem konzentrierst du bei einer einzelnen Immobilie dein Risiko auf ein Objekt und einen Standort.

Immobilien können eine sinnvolle Ergänzung sein, ersetzen aber nicht die breite Streuung eines ETF-Portfolios. Wer beides kombiniert, verteilt sein Vermögen auf unterschiedliche Anlageklassen mit verschiedenen Rendite- und Risikoprofilen.

Immobilien und ETFs im Vergleich für deine Altersvorsorge
ImmobilienETFs
Laufende KostenInstandhaltung, Verwaltung, nicht umlagefähige KostenNiedrige Verwaltungsgebühren (TER)
FlexibilitätHoch, Anteile können börsentäglich verkauft werden
RisikostreuungBreite Streuung über viele Unternehmen und Branchen

05 · Was gilt

Berufsunfähigkeits­versicherung: Absicherung vor der Altersvorsorge

Bevor du Geld für das Alter anlegst, solltest du deine Arbeitskraft absichern. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt dich, wenn du aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kannst.

Bevor du Geld für das Alter anlegst, solltest du deine Arbeitskraft absichern. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst. Ohne diesen Schutz fällt deine Einkommensquelle weg, und du müsstest deine Altersvorsorge auflösen.

Die Versicherung leistet, wenn du zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig bist und die Einschränkung voraussichtlich länger als sechs Monate andauert. Bei Arbeitslosigkeit ohne gesundheitliche Ursache oder wenn du deinen Beruf freiwillig aufgibst, zahlt sie nicht. Auch kurzfristige Erkrankungen unter sechs Monaten sind nicht abgedeckt.

Für Selbstständige ist diese Absicherung besonders wichtig, weil es kein Krankengeld vom Arbeitgeber und keine betriebliche Absicherung gibt. Die Höhe der Rente sollte so gewählt sein, dass sie deine laufenden Kosten deckt und du deine ETF-Sparpläne weiterführen kannst.

Sie zahlt

·Wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst
·Wenn die gesundheitliche Einschränkung voraussichtlich länger als sechs Monate andauert

Sie zahlt nicht

·Bei Arbeitslosigkeit ohne gesundheitliche Ursache
·Wenn du deinen Beruf freiwillig aufgibst
·Bei kurzfristigen Erkrankungen unter sechs Monaten

06 · Kosten

Steueroptimierung für Selbstständige mit ETFs

Auf Gewinne aus ETFs fallen Steuern an. Mit dem Sparer-Pauschbetrag und der Teilfreistellung kannst du deine Steuerlast reduzieren.

Auf Gewinne aus ETFs fallen Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent an, zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Steuer. Bevor du Steuern zahlst, kannst du jedoch den Sparer-Pauschbetrag nutzen. Er liegt bei 1000 Euro pro Person und Jahr, bei zusammenveranlagten Ehepaaren bei 2000 Euro.

Für Aktienfonds gilt zusätzlich eine Teilfreistellung von 30 Prozent. Das bedeutet, dass nur 70 Prozent deiner Gewinne versteuert werden müssen. Die restlichen 30 Prozent bleiben steuerfrei, was deine effektive Steuerlast deutlich senkt.

Ein Beispiel: Erzielst du 1000 Euro Gewinn mit einem Aktien-ETF, musst du nur 700 Euro versteuern. Liegst du mit deinen gesamten Kapitalerträgen unter dem Sparer-Pauschbetrag, zahlst du gar keine Steuern. Deshalb lohnt es sich, den Freibetrag jedes Jahr voll auszunutzen.

Steuerliche Eckdaten für ETF-Anleger im Jahr 2026

Sparer-Pauschbetrag pro Person1000 EUR
Sparer-Pauschbetrag zusammenveranlagt2000 EUR
Abgeltungsteuer25 Prozent
Solidaritätszuschlag5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer
Teilfreistellung für Aktienfonds30 Prozent

07 · Checkliste

Diversifikation: So streust du dein Risiko mit ETFs

Diversifikation bedeutet, dein Geld auf viele verschiedene Anlagen zu verteilen. ETFs machen dir das besonders einfach, weil ein einziger Fonds bereits hunderte oder tausende Unternehmen enthält.

Diversifikation bedeutet, dein Geld auf viele verschiedene Anlagen zu verteilen, damit Verluste einzelner Werte nicht dein gesamtes Vermögen treffen. Ein einziger breit streuender Welt-ETF enthält oft über 1.500 Unternehmen aus verschiedenen Ländern und Branchen. Damit erreichst du eine Risikostreuung, die mit Einzelaktien nur schwer möglich ist.

Für ein solides Portfolio reichen oft ein bis zwei ETFs aus. Ein globaler Aktien-ETF auf den MSCI World oder einen vergleichbaren Index bildet das Grundgerüst. Wenn du weniger Schwankungen möchtest, kannst du einen Anleihen-ETF beimischen, der in festverzinsliche Wertpapiere investiert.

Achte bei der Auswahl auf diese Punkte:

  • Wähle einen breit streuenden Welt-ETF, der viele Unternehmen und Regionen abdeckt.
  • Kombiniere verschiedene Anlageklassen wie Aktien und Anleihen, wenn du weniger Risiko tragen möchtest.
  • Vermeide Klumpenrisiken durch zu viele ETFs auf dieselbe Region oder Branche.
  • Überprüfe regelmäßig, ob deine Gewichtung noch zu deiner Risikobereitschaft passt.

Checkliste für ein diversifiziertes ETF-Portfolio

01

Wähle einen breit streuenden Welt-ETF wie auf den MSCI World oder einen vergleichbaren globalen Index

02

Kombiniere verschiedene Anlageklassen wie Aktien und Anleihen, wenn du weniger Risiko tragen möchtest

03

Achte auf eine ausreichende Anzahl unterschiedlicher Unternehmen im Fonds

04

Vermeide Klumpenrisiken durch zu viele ETFs auf dieselbe Region oder Branche

05

Überprüfe regelmäßig, ob deine Gewichtung noch zu deiner Risikobereitschaft passt

08 · Im Vertrag

Rürup-Rente und ETFs: Passt das zusammen?

Die Rürup-Rente, auch Basisrente genannt, ist eine staatlich geförderte Altersvorsorge für Selbstständige. Einige Anbieter kombinieren sie mit Fonds, in denen auch ETFs stecken können.

Die Rürup-Rente, auch Basisrente genannt, ist eine staatlich geförderte Altersvorsorge speziell für Selbstständige. Deine Beiträge kannst du in der Steuererklärung als Sonderausgaben absetzen, was deine Steuerlast im Erwerbsleben reduziert. Einige Anbieter kombinieren die Rürup-Rente mit Fondssparplänen, in denen auch ETFs stecken können.

Allerdings hat die Rürup-Rente klare Einschränkungen. Sie kann nicht gekündigt werden, und du kommst vor dem Renteneintritt nicht an dein Geld. Auch eine Kapitalauszahlung ist nicht möglich, du erhältst ausschließlich eine lebenslange monatliche Rente. Im Alter musst du die Auszahlungen fast vollständig versteuern.

Vor dem Abschluss solltest du die Kosten genau prüfen. Oft fallen hohe Abschlusskosten an, die mehrere Tausend Euro betragen können. Dazu kommen laufende Verwaltungskosten, weil sowohl die Versicherungsgesellschaft als auch die Fondsgesellschaft verdienen möchten. Ein reiner ETF-Sparplan ist dagegen deutlich günstiger und flexibler.

Wichtige Merkmale der Rürup-Rente

SteuervorteilFörderungBeiträge zur Rürup-Rente kannst du in der Steuererklärung als Sonderausgaben absetzen. Im Jahr 2026 sind Beiträge bis zu einer bestimmten Höhe abzugsfähig.
Keine KündigungBindungDie Rürup-Rente kann nicht gekündigt werden. Du zahlst bis zum Renteneintritt ein und erhältst dann eine lebenslange Rente.
Keine KapitalauszahlungAuszahlungDas angesparte Kapital wird nicht als Einmalbetrag ausgezahlt, sondern ausschließlich als monatliche Rente.
Versteuerung im AlterSteuernDie Rentenzahlungen aus der Rürup-Rente musst du im Alter versteuern. Der steuerpflichtige Anteil hängt vom Renteneintrittsjahr ab.

09 · Fehler vermeiden

Häufige Fehler bei der ETF-Altersvorsorge vermeiden

Viele Selbstständige machen bei der Geldanlage vermeidbare Fehler. Wer sie kennt, kann langfristig mehr aus seinem Kapital herausholen.

Der größte Fehler ist, zu spät mit dem Sparen zu beginnen. Wer erst mit 50 anfängt, verliert wertvolle Jahre, in denen der Zinseszinseffekt sein Kapital hätte vermehren können. Schon ein Unterschied von zehn Jahren kann am Ende mehrere hunderttausend Euro ausmachen.

Ein weiterer Fehler ist, bei Kursrückgängen in Panik zu verkaufen. Wer in einem schwachen Markt seine Anteile abstößt, realisiert Verluste und verpasst die anschließende Erholung. Langfristig orientierte Anleger bleiben investiert und nutzen niedrige Kurse über den Sparplan sogar zum günstigeren Nachkauf.

Diese Fehler solltest du vermeiden:

  • Zu spät mit dem Sparen beginnen und wertvolle Jahre für den Zinseszinseffekt verlieren.
  • Nur auf das Tagesgeldkonto setzen und die Inflation das Ersparte entwerten lassen.
  • Bei Kursrückgängen in Panik verkaufen und Verluste realisieren.
  • Zu viele verschiedene ETFs kaufen und dadurch die Übersicht verlieren.
  • Die Kostenquote (TER) der ETFs ignorieren und zu teure Produkte wählen.
  • Keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen und die Arbeitskraft ungeschützt lassen.

Typische Fehler beim ETF-Sparen

·Zu spät mit dem Sparen beginnen und wertvolle Jahre für den Zinseszinseffekt verlieren
·Nur auf das Tagesgeldkonto setzen und die Inflation das Ersparte entwerten lassen
·Bei Kursrückgängen in Panik verkaufen und Verluste realisieren
·Zu viele verschiedene ETFs kaufen und dadurch die Übersicht verlieren
·Die Kostenquote (TER) der ETFs ignorieren und zu teure Produkte wählen
·Keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen und die Arbeitskraft ungeschützt lassen

10 · Vergleich

Private Rentenversicherung oder ETF: Was lohnt sich für dich?

Private Rentenversicherungen bieten eine garantierte Rente, sind aber oft mit hohen Kosten verbunden. ETFs sind flexibler und kostengünstiger, haben aber keine Garantie.

Private Rentenversicherungen bieten eine garantierte Rente oder Kapitalleistung, sind aber mit hohen Abschluss- und Verwaltungskosten verbunden. Durch den niedrigen Garantiezins haben sie in den letzten Jahren an Attraktivität verloren. Die Rendite ist oft begrenzt, weil ein Teil deiner Beiträge in die Kosten fließt.

ETF-Sparpläne haben dagegen nur geringe Verwaltungsgebühren und keine Abschlusskosten. Dafür gibt es keine Garantie, deine Rendite hängt von der Marktentwicklung ab. Über lange Zeiträume von 15 Jahren oder mehr haben breit gestreute Aktien-ETFs historisch jedoch deutlich höhere Renditen erzielt als Garantieprodukte.

Für Selbstständige mit langem Anlagehorizont sind ETFs oft die renditestärkere Alternative, während Rentenversicherungen vor allem für Sicherheitsorientierte infrage kommen. Du kannst auch beide Wege kombinieren und einen Teil deines Geldes in eine garantierte Rente stecken, während der Rest in ETFs wächst.

Private Rentenversicherung und ETF-Sparplan im Vergleich
Private RentenversicherungETF-Sparplan
KostenHoch, Abschluss- und VerwaltungskostenNiedrig, nur geringe Verwaltungsgebühren
GarantieGarantierte Rente oder KapitalleistungKeine Garantie, abhängig von der Marktentwicklung
FlexibilitätGering, oft lange VertragsbindungHoch, jederzeit anpassbar oder kündbar
RenditechancenBegrenzt durch Garantiezins und KostenHöher durch breite Marktentwicklung

11 · Was gilt

Berufsständische Versorgungs­werke: Pflicht für viele Freiberufler

Viele Freiberufler wie Ärzte, Anwälte oder Architekten sind Pflichtmitglieder in einem berufsständischen Versorgungswerk. Diese Einrichtung übernimmt die Funktion der gesetzlichen Rentenversicherung.

Pflichtmitglied

·Ärzte und Zahnärzte
·Rechtsanwälte und Notare
·Architekten und Ingenieure
·Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Nicht automatisch Mitglied

·Gewerbetreibende ohne Kammerberuf
·Selbstständige in freien Berufen ohne Verkammerung
·Existenzgründer in nicht verkammerten Berufen

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026