ETF für Selbstständige: Dein Weg zu mehr finanzieller Freiheit
Als Selbstständige:r kümmerst du dich um alles selbst, auch um deine Altersvorsorge. ETFs sind dafür ein einfaches und flexibles Werkzeug. Hier erfährst du, wie du startest und typische Fehler vermeidest.
Warum ETFs gerade für dich als Selbstständige:n wichtig sind
Als Angestellte:r zahlst du automatisch in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Dein Arbeitgeber übernimmt die Hälfte der Beiträge. Als Selbstständige:r bist du meist aus dem System raus. Du musst selbst entscheiden, wie du fürs Alter vorsorgst. Das klingt erstmal nach viel Verantwortung, ist aber auch eine Chance. Du hast die Freiheit, deine Geldanlage komplett selbst zu gestalten.
Viele Selbstständige schieben das Thema Altersvorsorge vor sich her. Das Geld wird lieber ins Business gesteckt oder für den nächsten Auftrag zurückgelegt. Das ist verständlich, aber gefährlich. Denn ohne regelmäßige Rücklagen droht im Alter eine große Lücke. Die gesetzliche Rente fällt für dich nämlich sehr niedrig aus oder du bekommst gar keine. Deshalb ist es wichtig, früh zu starten.
ETFs sind dafür ein ideales Werkzeug. Sie sind flexibel, kostengünstig und du kannst schon mit kleinen Beträgen beginnen. Du musst kein Finanzprofi sein, um von der globalen Wirtschaft zu profitieren. Ein ETF bildet einfach einen ganzen Aktienmarkt nach. So investierst du in hunderte Unternehmen auf einmal, ohne jedes einzelne analysieren zu müssen.
Der Zinseszinseffekt ist dein bester Freund. Je früher du anfängst, desto mehr Zeit hat dein Geld, um zu wachsen. Selbst kleine monatliche Beträge können über Jahrzehnte zu einem beachtlichen Vermögen werden. Stell dir vor, du legst 200 Euro pro Monat an. Bei einer durchschnittlichen Rendite von 7 Prozent pro Jahr wären das nach 30 Jahren über 240.000 Euro. Das ist ein ordentliches Polster für die Rente.
Außerdem bist du als Selbstständige:r es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen. Du triffst täglich Entscheidungen, die über Erfolg oder Misserfolg deines Business bestimmen. Die gleiche Einstellung solltest du auch bei deiner Geldanlage an den Tag legen. ETFs sind kein Glücksspiel, sondern eine durchdachte Strategie. Mit einem breit gestreuten Portfolio gehst du langfristig ein kalkulierbares Risiko ein.
Was ist ein ETF überhaupt? Grundlagen einfach erklärt
ETF ist die Abkürzung für Exchange Traded Fund. Auf Deutsch heißt das börsengehandelter Fonds. Ein Fonds ist ein Topf, in dem das Geld vieler Anleger gesammelt wird. Mit diesem Geld kauft ein Fondsmanager Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen. Ein ETF bildet dabei einen bestimmten Index nach, zum Beispiel den DAX oder den MSCI World. Ein Index ist eine Liste von Aktien, die nach bestimmten Regeln zusammengestellt wird.
Der MSCI World ist der bekannteste Aktienindex der Welt. Er enthält über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Dazu gehören Größen wie Apple, Microsoft oder Nestlé. Wenn du einen ETF auf den MSCI World kaufst, investierst du also in all diese Unternehmen gleichzeitig. Das ist eine riesige Streuung. Geht es einem Unternehmen schlecht, macht das nur einen winzigen Teil deines Portfolios aus.
ETFs werden wie Aktien an der Börse gehandelt. Du kannst sie also jederzeit kaufen und verkaufen. Das macht sie sehr flexibel. Anders als bei manchen anderen Fonds gibt es keine Mindestlaufzeit. Du bestimmst selbst, wann du ein- oder aussteigst. Für Selbstständige ist das praktisch, weil du so auf unerwartete finanzielle Engpässe reagieren kannst.
Ein großer Vorteil von ETFs ist die Kostenstruktur. Da sie einen Index nur nachbilden und nicht aktiv von einem Manager verwaltet werden, sind die Gebühren sehr niedrig. Die sogenannte Total Expense Ratio, kurz TER, liegt oft unter 0,5 Prozent pro Jahr. Das bedeutet: Von deinem angelegten Geld werden jährlich weniger als 0,5 Prozent für Verwaltung abgezogen. Bei aktiv gemanagten Fonds sind es oft 1,5 Prozent oder mehr.
Es gibt zwei Arten von ETFs: physisch und synthetisch. Bei physischen ETFs kauft der Fonds die Aktien wirklich. Bei synthetischen ETFs wird die Wertentwicklung über Tauschgeschäfte nachgebildet. Für dich als Anleger ist der Unterschied meist nicht entscheidend. Wichtig ist nur, dass der ETF seriös ist und von einem bekannten Anbieter wie iShares, Xtrackers oder Vanguard stammt.
So funktioniert ein ETF-Sparplan für Selbstständige
Ein ETF-Sparplan ist die einfachste Art, regelmäßig in ETFs zu investieren. Du legst einen festen Betrag fest, der monatlich von deinem Konto abgebucht wird. Damit kaufst du automatisch Anteile an deinem gewählten ETF. Das funktioniert ähnlich wie ein Dauerauftrag, nur dass du dafür Wertpapiere bekommst. Viele Broker bieten Sparpläne schon ab 10 Euro pro Monat an.
Der große Vorteil eines Sparplans ist der Cost-Average-Effekt. Da du jeden Monat den gleichen Betrag investierst, kaufst du bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger. Über die Zeit gleicht sich das aus. Du musst also nicht den perfekten Zeitpunkt für den Einstieg finden. Das nimmt dir viel Druck und ist ideal für Einsteiger.
Für Selbstständige ist ein Sparplan besonders geeignet, weil er flexibel ist. Du kannst den Betrag jederzeit erhöhen, senken oder pausieren. Wenn du gerade einen großen Auftrag abgeschlossen hast, kannst du eine Sonderzahlung leisten. Wenn das Geschäft mal schlechter läuft, reduzierst du einfach den Betrag. Diese Freiheit gibt dir kein anderer Vorsorgevertrag.
Du kannst zwischen verschiedenen ETF-Sparplänen wählen. Beliebt sind breit gestreute Welt-ETFs wie der MSCI World oder der FTSE All-World. Es gibt aber auch Sparpläne auf den DAX, den S&P 500 oder auf Branchen wie Technologie oder Gesundheit. Für den Anfang empfehlen wir einen breiten Welt-ETF. Damit bist du gut diversifiziert und musst dich nicht um einzelne Märkte kümmern.
Die Einrichtung eines Sparplans dauert nur wenige Minuten. Du brauchst ein Depot bei einem Broker deiner Wahl. Dann wählst du den ETF aus, gibst den Betrag ein und legst das Ausführungsdatum fest. Ab dann läuft alles automatisch. Du musst dich nicht mehr darum kümmern. Das ist perfekt für Selbstständige, die wenig Zeit haben und sich auf ihr Business konzentrieren wollen.
Welche Kosten kommen auf dich zu? Ein ehrlicher Überblick
Kosten sind ein entscheidender Faktor bei der Geldanlage. Sie schmälern deine Rendite, je höher sie sind. Deshalb solltest du genau hinschauen, was ein ETF kostet. Die wichtigste Kennzahl ist die TER, die du bereits kennst. Sie gibt an, wie viel Prozent deines Vermögens jährlich für die Verwaltung abgezogen werden. Bei ETFs liegt sie meist zwischen 0,1 und 0,5 Prozent.
Zusätzlich zur TER gibt es noch Transaktionskosten. Diese fallen an, wenn der Fonds Wertpapiere kauft oder verkauft. Sie sind in der TER aber nicht enthalten. Allerdings sind sie bei ETFs sehr gering, weil die Fonds nur selten umschichten. Du musst dir also keine Sorgen machen, dass hier hohe Kosten entstehen. Die TER ist der wichtigste Kostenfaktor.
Dann gibt es noch die Kosten für dein Depot. Viele Online-Broker bieten mittlerweile kostenlose Depots an. Das heißt, du zahlst keine jährliche Depotgebühr. Auch die Ordergebühren für Sparpläne sind oft null Euro. Das ist eine tolle Entwicklung für Anleger. Du solltest trotzdem die Konditionen vergleichen, denn manche Broker verlangen Gebühren für den Verkauf oder für Sonderzahlungen.
Ein weiterer Kostenpunkt ist der Spread. Das ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis eines ETFs. Bei sehr liquiden ETFs ist der Spread sehr klein, oft nur wenige Cent. Bei exotischeren ETFs kann er größer sein. Für deinen Sparplan ist das aber kaum relevant, weil du regelmäßig kaufst und der Spread sich über die Zeit ausgleicht.
Wichtig ist: Achte auf die Gesamtkosten, nicht nur auf die TER. Manche Broker locken mit kostenlosen Sparplänen, verlangen aber hohe Gebühren für andere Dienstleistungen. Lies das Kleingedruckte. Für Selbstständige ist es besonders wichtig, die Kosten im Blick zu haben, weil ihr euer Geld oft für mehrere Zwecke braucht. Jeder Euro, den du an Gebühren sparst, bleibt in deinem Depot und arbeitet für dich.
Worauf du bei der Auswahl deines ETFs achten solltest
Die Auswahl des richtigen ETFs ist entscheidend für deinen Anlageerfolg. Es gibt tausende ETFs auf dem Markt, aber nicht alle sind gleich gut. Ein wichtiges Kriterium ist die Breite der Streuung. Ein ETF auf den MSCI World oder den FTSE All-World enthält tausende Unternehmen aus vielen Ländern. Das reduziert das Risiko, dass ein einzelner Markt deine Rendite stark beeinflusst.
Achte auch auf die Fondsgröße. Ein ETF sollte ein gewisses Volumen haben, damit er liquide ist. Das bedeutet, du kannst ihn jederzeit kaufen und verkaufen, ohne große Preisabschläge. ETFs mit einem Fondsvolumen von unter 100 Millionen Euro sind oft weniger liquide. Das ist nicht unbedingt ein Ausschlusskriterium, aber du solltest vorsichtig sein. Große ETFs von bekannten Anbietern sind meist die sicherste Wahl.
Ein weiteres Kriterium ist die Replikationsmethode. gibt es physische und synthetische ETFs. Physische ETFs sind transparenter, weil sie die Aktien wirklich besitzen. Synthetische ETFs sind oft etwas günstiger, aber komplexer. Für Einsteiger empfehlen wir physische ETFs. Sie sind leichter zu verstehen und du weißt genau, was du besitzt.
Prüfe auch die Währung des ETFs. Es gibt ETFs, die in Euro oder in US-Dollar notiert sind. Für dich als deutscher Anleger ist ein Euro-ETF meist einfacher, weil du kein Währungsrisiko hast. Allerdings ist das Währungsrisiko bei einem Welt-ETF ohnehin vorhanden, da die Unternehmen in verschiedenen Währungen wirtschaften. Das ist aber kein Grund zur Sorge, sondern Teil der Diversifikation.
Schließlich solltest du auf die Ausschüttungsart achten. Es gibt thesaurierende ETFs, die ihre Erträge automatisch reinvestieren. Und es gibt ausschüttende ETFs, die dir regelmäßig Geld auszahlen. Für Selbstständige, die ein regelmäßiges Einkommen wünschen, können ausschüttende ETFs interessant sein. Für den Vermögensaufbau sind thesaurierende ETFs oft besser, weil der Zinseszinseffekt voll zum Tragen kommt.
Typische Fehler, die du als Selbstständige:r vermeiden solltest
Ein häufiger Fehler ist, zu spät mit dem Sparen zu beginnen. Viele Selbstständige denken, sie haben noch Zeit. Aber je früher du anfängst, desto mehr profitiert du vom Zinseszinseffekt. Selbst wenn du nur 50 Euro im Monat investierst, ist das besser als nichts. Warte nicht auf den perfekten Moment, denn den gibt es nicht. Starte einfach, auch mit kleinen Beträgen.
Ein weiterer Fehler ist, alles auf eine Karte zu setzen. Manche Selbstständige investieren nur in Aktien ihres eigenen Unternehmens oder in eine einzelne Branche. Das ist sehr riskant. Wenn es dieser Branche schlecht geht, verlierst du nicht nur dein Einkommen, sondern auch dein Vermögen. Ein breit gestreuter ETF schützt dich vor solchen Klumpenrisiken.
Viele Anleger reagieren panisch bei Kursschwankungen. Sie verkaufen ihre ETF-Anteile, wenn der Markt fällt. Das ist genau das Gegenteil von dem, was du tun solltest. Kursschwankungen sind normal und gehören zum Aktienmarkt dazu. Wenn du langfristig investierst, solltest du Kurstiefs sogar nutzen, um günstig nachzukaufen. Verkaufen solltest du nur, wenn du das Geld wirklich brauchst.
Ein weiterer Fehler ist, sich von Gebühren blenden zu lassen. Manche Selbstständige wählen einen teuren Fonds, weil sie denken, dass hohe Gebühren automatisch bessere Renditen bedeuten. Das ist ein Irrglaube. Studien zeigen, dass günstige ETFs langfristig besser abschneiden als teure aktiv gemanagte Fonds. Achte also auf niedrige Kosten, aber nicht nur auf den Preis.
Schließlich solltest du nicht vergessen, dein Portfolio regelmäßig zu überprüfen. Die Welt verändert sich, und auch deine Anlagestrategie sollte sich anpassen. Vielleicht möchtest du nach ein paar Jahren einen anderen ETF wählen oder deinen Sparplan erhöhen. Nimm dir einmal im Jahr Zeit, um deine Anlage zu überprüfen. Das hält dein Portfolio auf Kurs und du bleibst am Ball.
So legst du deinen ersten ETF-Sparplan in 5 Schritten an
Schritt 1: Wähle einen passenden Broker. Es gibt viele Online-Broker, die sich für ETF-Sparpläne eignen. Achte auf niedrige oder keine Gebühren, eine benutzerfreundliche Oberfläche und guten Kundenservice. Beliebte Anbieter sind zum Beispiel Trade Republic, Scalable Capital oder die ING. Vergleiche die Konditionen und entscheide dich für einen, der zu dir passt.
Schritt 2: Eröffne ein Depot. Das geht komplett online und dauert nur wenige Minuten. Du musst dich ausweisen, meist per Video-Ident oder mit deinem Personalausweis. Danach erhältst du deine Zugangsdaten und kannst loslegen. Achte darauf, dass du ein separates Konto für deine Geldanlage nutzt, am besten ein Tagesgeldkonto oder ein Verrechnungskonto.
Schritt 3: Wähle deinen ETF aus. Für den Anfang empfehlen wir einen breit gestreuten Welt-ETF wie den MSCI World oder den FTSE All-World. Achte auf die TER, die Fondsgröße und die Replikationsmethode. Wenn du unsicher bist, kannst du auch einen ETF auf den DAX wählen, aber die Streuung ist dann geringer. Ein Welt-ETF ist die sicherste Wahl für langfristigen Vermögensaufbau.
Schritt 4: Richte deinen Sparplan ein. Gib den Betrag ein, den du monatlich investieren möchtest. Starte mit einem Betrag, den du wirklich entbehren kannst. Es ist besser, mit 50 Euro zu starten und später zu erhöhen, als mit 500 Euro zu starten und den Plan nach drei Monaten abzubrechen. Wähle ein Ausführungsdatum, das zu deinem Zahlungseingang passt, zum Beispiel den 1. oder 15. des Monats.
Schritt 5: Überwache und passe an. Dein Sparplan läuft automatisch, aber du solltest ihn regelmäßig überprüfen. Einmal im Jahr schaust du dir an, wie sich dein ETF entwickelt hat. Wenn du mehr Geld zur Verfügung hast, erhöhe den Sparplan. Wenn du weniger hast, reduziere ihn. So bleibt deine Geldanlage flexibel und passt sich deinem Leben an.
ETF und Steuern: Was du als Selbstständige:r wissen musst
Als Selbstständige:r bist du es gewohnt, dich um Steuern zu kümmern. Bei ETFs gibt es ein paar Besonderheiten, die du kennen solltest. Grundsätzlich unterliegen Gewinne aus ETFs der Abgeltungsteuer. Das sind 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Allerdings gibt es einen Freibetrag von 1.000 Euro pro Person und Jahr. Diesen solltest du unbedingt nutzen.
Der Freibetrag gilt für alle Kapitalerträge, also auch für Zinsen und Dividenden. Wenn du einen Freistellungsauftrag bei deinem Broker einrichtest, werden deine Gewinne bis 1.000 Euro steuerfrei ausgezahlt. Das ist einfach und spart dir bares Geld. Du musst den Freistellungsauftrag nur einmal einrichten, dann läuft das automatisch.
Bei thesaurierenden ETFs gibt es eine Besonderheit: die Vorabpauschale. Diese wurde eingeführt, um die Steuerstundung zu verhindern. Jedes Jahr wird eine fiktive Wertsteigerung besteuert, auch wenn du keine Anteile verkaufst. Die Vorabpauschale wird auf deinen Freibetrag angerechnet. Wenn dein Freibetrag noch nicht ausgeschöpft ist, zahlst du keine Steuern.
Wenn du deine ETF-Anteile verkaufst, zahlst du Steuern auf den Gewinn. Der Gewinn ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Auch hier gilt der Freibetrag. Wenn du also über viele Jahre sparst und dann verkaufst, kann die Steuerlast hoch sein. Deshalb ist es wichtig, den Freibetrag zu nutzen und deine Gewinne im Blick zu behalten.
Als Selbstständige:r hast du außerdem die Möglichkeit, deine Altersvorsorge steuerlich abzusetzen. Es gibt spezielle Vorsorgeprodukte wie die Basisrente, die aber nicht mit ETFs kombinierbar sind. Du kannst aber ein separates Depot für die Altersvorsorge führen und die Gewinne später versteuern. Das ist immer noch besser, als gar nicht vorzusorgen. Sprich im Zweifel mit deinem Steuerberater, um die beste Lösung für dich zu finden.
Dein Fahrplan für die nächsten 12 Monate
Jetzt weißt du, was ETFs sind und wie sie funktionieren. Aber Wissen allein reicht nicht. Du musst ins Handeln kommen. Setze dir ein konkretes Ziel für die nächsten 12 Monate. Zum Beispiel: Ich eröffne ein Depot und richte einen Sparplan über 100 Euro pro Monat ein. Schreibe dieses Ziel auf und lege es an einen Ort, wo du es täglich siehst.
Im ersten Monat eröffnest du dein Depot und richtest deinen Sparplan ein. Das dauert nur wenige Minuten. Im zweiten Monat überprüfst du, ob alles funktioniert. Ab dem dritten Monat läuft dein Sparplan automatisch. Du musst nichts weiter tun. Aber du solltest dir trotzdem einmal im Quartal Zeit nehmen, um deine Anlage zu überprüfen.
Nach sechs Monaten schaust du dir deine bisherige Wertentwicklung an. Keine Sorge, wenn sie negativ ist. Das ist normal und kein Grund zur Panik. Wichtig ist, dass du dranbleibst. Nach zwölf Monaten ziehst du Bilanz. Hast du dein Ziel erreicht? Wenn ja, großartig. Wenn nein, überlege, woran es lag und passe deine Strategie an.
Denke daran, dass ETFs eine langfristige Anlage sind. Du solltest sie nicht für kurzfristige Ziele nutzen. Ein Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren ist ideal. Wenn du also für die Rente sparst, bist du auf dem richtigen Weg. Aber auch für andere Ziele wie den Kauf einer Immobilie oder eine Auszeit können ETFs geeignet sein, wenn der Zeithorizont lang genug ist.
Zum Schluss noch ein Tipp: Informiere dich regelmäßig weiter. Die Finanzwelt verändert sich ständig. Es gibt neue ETFs, neue Broker und neue steuerliche Regelungen. Lies Finanzblogs, höre Podcasts oder tausche dich mit anderen Selbstständigen aus. So bleibst du auf dem Laufenden und kannst deine Strategie bei Bedarf anpassen. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken.
Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.
Häufige Fragen
Ja, absolut. ETFs sind flexibel, kostengünstig und du kannst jederzeit ein- oder aussteigen. Das passt gut zu den unregelmäßigen Einkünften von Selbstständigen. Du kannst den Sparplan an deine finanzielle Situation anpassen.
Das hängt von deinem Einkommen und deinen Ausgaben ab. Als Faustregel gilt: Investiere so viel, dass du es langfristig durchhalten kannst. Schon 50 Euro im Monat sind ein guter Anfang. Du kannst den Betrag später erhöhen, wenn dein Einkommen steigt.
Es gibt keinen 'besten' ETF, aber ein breit gestreuter Welt-ETF wie der MSCI World oder der FTSE All-World ist eine gute Wahl. Er bildet die globale Wirtschaft ab und reduziert das Risiko. Achte auf niedrige Kosten und eine hohe Fondsgröße.
Ja, das ist einer der großen Vorteile von ETFs. Du kannst deinen Sparplan jederzeit pausieren, reduzieren oder erhöhen. Das geht meist direkt online bei deinem Broker. So bleibst du flexibel, auch wenn dein Einkommen schwankt.
Ja, Gewinne aus ETFs unterliegen der Abgeltungsteuer. Du hast aber einen Freibetrag von 1.000 Euro pro Jahr, den du nutzen solltest. Bei thesaurierenden ETFs wird die Vorabpauschale besteuert. Sprich im Zweifel mit deinem Steuerberater.
Deine ETFs sind Sondervermögen. Das bedeutet, sie sind getrennt vom Vermögen des Brokers. Selbst wenn der Broker insolvent wird, gehören die Anteile dir. Du kannst sie auf einen anderen Broker übertragen. Dein Geld ist also sicher.
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