Der Weg in die SPS- und Automatisierungstechnik ist kein einzelner, festgelegter Pfad, sondern lässt sich je nach Ausgangssituation unterschiedlich gestalten. Manche starten über eine klassische elektrotechnische Ausbildung mit anschließender Spezialisierung, andere steigen über eine gezielte Weiterbildung oder eine geförderte Umschulung ein. Dieser Guide führt dich durch die wichtigsten Etappen und zeigt, worauf es in der Praxis wirklich ankommt.
Primärquellen zu diesem Abschnitt: BA-Merkblatt 6 · BA: Bildungsgutschein · § 81 SGB III · Rechtsstand 07/2026.
⚡ Das Wichtigste in Kürze
- Der naheliegendste Weg führt über eine elektrotechnische oder mechatronische Ausbildung, etwa zur Elektronikerin oder zum Elektroniker für Automatisierungstechnik.
- Ohne elektrotechnischen Hintergrund führt der realistischste Weg über eine geförderte Umschulung bei einem AZAV-zertifizierten Bildungsträger.
- Unabhängig vom gewählten Weg drehen sich die Inhalte um ähnliche Kernthemen: das Lesen und Erstellen von Schaltplänen, die Programmierung von Steuerungen, die …
Der klassische Einstieg über die Ausbildung
Der naheliegendste Weg führt über eine elektrotechnische oder mechatronische Ausbildung, etwa zur Elektronikerin oder zum Elektroniker für Automatisierungstechnik. In dieser Ausbildung lernst du die Grundlagen der Elektrotechnik, den Umgang mit Maschinen und Anlagen sowie erste Programmierkenntnisse für Steuerungssysteme. Am Ende steht eine anerkannte Abschlussprüfung, die dir bundesweit die Tür zu Stellen in der Automatisierungstechnik öffnet.
Wer die Ausbildung bereits abgeschlossen hat, spezialisiert sich meist erst im Berufsleben gezielt auf SPS-Programmierung, etwa über Herstellerschulungen zu gängigen Steuerungssystemen. Diese Spezialisierung erfolgt häufig berufsbegleitend und baut auf dem vorhandenen elektrotechnischen Grundwissen auf, sodass sie im Vergleich zu einer kompletten Umschulung deutlich kürzer ausfällt.
Für Berufserfahrene mit anderer technischer Vorbildung, etwa aus dem Maschinenbau, kann der Umstieg in die Automatisierungstechnik ebenfalls über gezielte Zusatzqualifikationen gelingen, sofern die elektrotechnischen Grundlagen ergänzt werden.
Nicht zwingend. Ohne Vorkenntnisse ist eine geförderte Umschulung der realistischste Weg, da sie die Grundlagen von null aufbaut.
Der Weg über eine geförderte Umschulung
Ohne elektrotechnischen Hintergrund führt der realistischste Weg über eine geförderte Umschulung bei einem AZAV-zertifizierten Bildungsträger. Diese baut die notwendigen Grundlagen systematisch auf – von Elektrotechnik über Steuerungstechnik bis hin zur konkreten Programmierung von SPS-Systemen. Eine solche Umschulung dauert in der Regel mehrere Monate und kombiniert Theorie mit praktischen Übungsphasen an realen oder simulierten Anlagen.
Ob eine Umschulung für dich die passende Option ist, hängt von deiner beruflichen Ausgangslage ab. Menschen, die aus strukturell schwächelnden Branchen kommen oder deren bisheriger Beruf gesundheitlich nicht mehr tragbar ist, finden hier häufig einen soliden Neustart mit klaren Berufsaussichten.
Primärquellen zu diesem Abschnitt: BA: Bildungsgutschein · § 81 SGB III · Rechtsstand 07/2026.
Was du im Alltag lernst
Unabhängig vom gewählten Weg drehen sich die Inhalte um ähnliche Kernthemen: das Lesen und Erstellen von Schaltplänen, die Programmierung von Steuerungen, die Inbetriebnahme von Anlagen sowie die systematische Fehlersuche bei Störungen. Hinzu kommen Grundlagen der Sicherheitstechnik, da automatisierte Anlagen strengen Sicherheitsvorschriften unterliegen.
Praxisnähe ist in diesem Berufsfeld entscheidend. Gute Ausbildungs- und Umschulungsprogramme legen deshalb großen Wert auf praktische Übungen an echten oder simulierten Steuerungssystemen, damit du nicht nur Theorie lernst, sondern die Systeme auch tatsächlich bedienen und programmieren kannst.
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Stand 07/2026: Förderumfang und Höchstbeträge nach BA-Merkblatt 6; Voraussetzungen nach § 81 SGB III. Maßgeblich sind dein Bescheid und die individuelle Beratung.