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Rürup-Rente Ratgeber: So funktioniert die Basisrente für deine Altersvorsorge

Die Rürup-Rente ist eine private Altersvorsorge mit staatlicher Förderung über den Sonderausgabenabzug. Sie eignet sich vor allem für Selbstständige und Gutverdienende, die eine lebenslange Rente aufbauen möchten.

11 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Die Rürup-Rente ist unkündbar und wird frühestens ab 60 als lebenslange Rente ausgezahlt.
  • Beiträge sind 2026 zu 100 Prozent als Sonderausgaben absetzbar, die Auszahlung wird nachgelagert besteuert.
  • Für Selbstständige ohne gesetzliche Rentenversicherung kann die Basisrente eine Alternative sein.
  • Eine Kombination mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung im selben Vertrag ist oft unflexibel und teuer.

01 · Grundlagen

Was ist die Rürup-Rente?

Die Rürup-Rente ist eine private Rentenversicherung, die steuerlich wie die gesetzliche Rentenversicherung behandelt wird. Sie wurde 2005 eingeführt und ist als kapitalgedeckte Altersvorsorge konzipiert.

Die Rürup-Rente ist ein privates Altersvorsorgeprodukt, das du mit einem Versicherer oder einer Bank abschließt. Anders als die gesetzliche Rente funktioniert sie nicht über ein Umlageverfahren, sondern ist kapitalgedeckt. Das bedeutet, dass dein eingezahltes Geld für dich angelegt wird und später deine Rente finanziert.

Der Vertrag gehört zur ersten Säule der Altersvorsorge und ist eng an die Regeln der gesetzlichen Rentenversicherung angelehnt. Das zeigt sich vor allem in der steuerlichen Behandlung und in der strengen Bindung des Kapitals. Du kannst auf das Geld bis zum Rentenbeginn nicht zugreifen.

Die Auszahlung erfolgt frühestens ab Vollendung des 60. Lebensjahres und ausschließlich als lebenslange monatliche Rente. Eine einmalige Kapitalauszahlung ist bei der Rürup-Rente gesetzlich ausgeschlossen. Auch eine Beleihung, Veräußerung oder Übertragung des Vertrags ist nicht möglich.

Kurz erklärt

Rürup-Rente (Basisrente)

Eine private Altersvorsorge, die zur ersten Säule der Altersvorsorge gehört. Beiträge werden als Sonderausgaben steuerlich gefördert, die spätere Rente wird nachgelagert besteuert.

Der Vertrag ist unkündbar, nicht beleihbar und nicht veräußerbar. Eine Kapitalauszahlung ist ausgeschlossen, es gibt ausschließlich eine lebenslange monatliche Rente.

02 · Was gilt

Für wen lohnt sich die Rürup-Rente?

Die Basisrente ist grundsätzlich für jeden offen, aber nicht für jeden sinnvoll. Entscheidend sind dein Einkommen, dein Steuersatz und deine berufliche Situation.

Ob sich ein Rürup-Vertrag für dich lohnt, hängt vor allem von deinem Einkommen und deiner beruflichen Situation ab. Grundsätzlich gilt: Je höher dein Gewinn beziehungsweise dein Steuersatz ist und je mehr Geld du in den Vertrag einzahlst, desto stärker wirkt der Steuervorteil. Für Menschen mit niedrigem oder stark schwankendem Einkommen ist die Rürup-Rente meist nicht die beste Wahl.

Selbstständige und Freiberufler ohne Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung können mit der Rürup-Rente eine Basisabsicherung aufbauen. Auch Gutverdienende, die eine lebenslange Rente suchen und keine Hinterbliebenen absichern möchten, zählen zur Zielgruppe. Wer dagegen flexibel auf sein Kapital zugreifen möchte oder eine Kapitalauszahlung im Alter bevorzugt, sollte andere Vorsorgeformen prüfen.

  • Selbstständige ohne gesetzliche Pflichtversicherung können die Rürup-Rente als Ersatz für die gesetzliche Rente nutzen.
  • Gutverdienende mit dauerhaft hohem Steuersatz profitieren am stärksten vom Sonderausgabenabzug.
  • Personen mit niedrigem Einkommen oder Wunsch nach Flexibilität sind mit anderen Produkten oft besser beraten.

Eher sinnvoll

·Selbstständige und Freiberufler ohne Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung
·Gutverdienende mit dauerhaft hohem Einkommen und hohem Steuersatz
·Personen, die eine lebenslange Rente als Basisabsicherung suchen
·Personen, die keine Hinterbliebenen absichern möchten

Eher nicht sinnvoll

·Personen mit niedrigem oder schwankendem Einkommen
·Personen, die flexibel auf ihr Kapital zugreifen möchten
·Personen, die eine Kapitalauszahlung im Alter bevorzugen
·Personen, die eine Vererbbarkeit des angesparten Kapitals wünschen

03 · Vergleich

Rürup-Rente im Vergleich zur gesetzlichen Rentenversicherung

Beide Systeme gehören zur Basisversorgung und werden steuerlich ähnlich behandelt. Es gibt jedoch wesentliche Unterschiede in der Organisation und den Auszahlungsmodalitäten.

Die Rürup-Rente und die gesetzliche Rentenversicherung werden steuerlich gleich behandelt. In beiden Systemen kannst du Beiträge als Sonderausgaben absetzen und musst die spätere Rente nachgelagert versteuern. Der wesentliche Unterschied liegt in der Organisation: Die gesetzliche Rente wird von der Deutschen Rentenversicherung im Umlageverfahren geführt, die Rürup-Rente ist ein kapitalgedeckter Vertrag bei einem privaten Anbieter.

Für dich bedeutet das unterschiedliche Flexibilität. In die gesetzliche Rentenversicherung zahlst du Pflichtbeiträge oder freiwillige Beiträge ein, während du die Höhe deiner Rürup-Beiträge selbst bestimmst. Beide Systeme zahlen ausschließlich eine lebenslange Rente aus, eine Kapitalauszahlung gibt es in keinem der beiden.

  • Die gesetzliche Rente basiert auf einem Umlageverfahren, die Rürup-Rente auf Kapitaldeckung.
  • Träger der Rürup-Rente sind private Versicherer oder Banken, nicht der Staat.
  • Beide Renten sind nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht übertragbar.
Basisrente und gesetzliche Rente im Vergleich
Rürup-RenteGesetzliche Rentenversicherung
TrägerPrivate Versicherer oder BankenDeutsche Rentenversicherung (DRV)
VerfahrenKapitalgedecktUmlageverfahren
Steuerliche BehandlungBeiträge als Sonderausgaben absetzbar, Rente nachgelagert besteuertBeiträge als Sonderausgaben absetzbar, Rente nachgelagert besteuert
AuszahlungAusschließlich lebenslange Rente, keine Kapitalauszahlung
FlexibilitätUnkündbar, nur Beitragsfreistellung möglich

04 · Schritt für Schritt

So funktioniert die steuerliche Förderung in der Ansparphase

Die Beiträge zur Rürup-Rente kannst du als Sonderausgaben in deiner Steuererklärung geltend machen. Der absetzbare Höchstbetrag orientiert sich an der Beitragsbemessungsgrenze der knappschaftlichen Rentenversicherung.

Für das Jahr 2026 sind Beiträge bis zum Höchstbetrag zu 100 Prozent absetzbar. Der Höchstbetrag orientiert sich an der Beitragsbemessungsgrenze der knappschaftlichen Rentenversicherung und wird jährlich angepasst.

Wichtig ist, dass Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zu berufsständischen Versorgungswerken auf diesen Höchstbetrag angerechnet werden. Wenn du bereits in diese Systeme einzahlst, reduziert sich der Spielraum für zusätzliche Rürup-Beiträge. Dein zu versteuerndes Einkommen sinkt durch den Abzug, wodurch sich deine Steuerlast reduziert.

  • Du zahlst regelmäßig Beiträge in deinen Rürup-Vertrag ein, deren Höhe du selbst bestimmst.
  • In der Steuererklärung gibst du die Beiträge als Sonderausgaben an.
  • Die tatsächliche Steuerersparnis hängt von deinem individuellen Steuersatz ab.
01

Beitrag einzahlen

Du zahlst regelmäßig Beiträge in deinen Rürup-Vertrag ein. Die Höhe bestimmst du selbst, sie sollte zu deinem Einkommen und deiner Vorsorgestrategie passen.

02

Sonderausgabenabzug nutzen

In der Steuererklärung gibst du die Beiträge als Sonderausgaben an. Für 2026 sind Beiträge bis zum Höchstbetrag zu 100 Prozent absetzbar. Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zu berufsständischen Versorgungswerken werden auf den Höchstbetrag angerechnet.

03

Steuerersparnis realisieren

Dein zu versteuerndes Einkommen sinkt, wodurch sich deine Steuerlast reduziert. Die tatsächliche Ersparnis hängt von deinem persönlichen Steuersatz ab.

04

Kapital ansparen

Das eingezahlte Geld wird in der Ansparphase kapitalgedeckt angelegt, je nach Vertrag klassisch oder fondsgebunden. Erträge bleiben in dieser Phase steuerfrei.

05 · Schritt für Schritt

So wird die Rürup-Rente im Alter besteuert

Die Rürup-Rente unterliegt der nachgelagerten Besteuerung. Das bedeutet: In der Ansparphase sparst du Steuern, im Ruhestand musst du die Rentenzahlungen versteuern.

Der steuerpflichtige Anteil deiner Rente hängt vom Jahr deines Rentenbeginns ab.

Bei Rentenbeginn im Jahr 2026 sind 84,0 Prozent der Rente steuerpflichtig. Dieser Anteil steigt für spätere Rentenjahrgänge schrittweise an, bis er im Jahr 2058 bei 100 Prozent liegt. Der einmal festgelegte Besteuerungsanteil gilt lebenslang für alle Rentenzahlungen, der steuerfreie Anteil wird als fester Euro-Betrag festgeschrieben.

  • Die Auszahlung beginnt frühestens ab Vollendung des 60. Lebensjahres.
  • Der Rentenbeginn bestimmt deinen individuellen steuerpflichtigen Anteil.
  • Die Rente aus deinem Rürup-Vertrag gibst du in der jährlichen Steuererklärung an.
01

Rentenbeginn festlegen

Die Auszahlung beginnt frühestens ab Vollendung des 60. Lebensjahres. Der Rentenbeginn bestimmt den steuerpflichtigen Anteil deiner Rente.

02

Besteuerungsanteil ermitteln

Bei Rentenbeginn 2026 sind 84,0 Prozent der Rente steuerpflichtig. Dieser Anteil steigt für spätere Rentenjahrgänge schrittweise an, bis er 2058 bei 100 Prozent liegt.

03

Lebenslange Rente versteuern

Der einmal festgelegte Besteuerungsanteil gilt lebenslang für alle Rentenzahlungen. Der steuerfreie Anteil wird als fester Euro-Betrag festgeschrieben.

04

Steuererklärung abgeben

Die Rente aus deinem Rürup-Vertrag gibst du in der Steuererklärung als sonstige Einkünfte an. Die Steuerlast hängt von deinem gesamten Einkommen im Ruhestand ab.

06 · Vergleich

Welche Anlageformen gibt es bei der Rürup-Rente?

Das Anlageverfahren kannst du bei einem Rürup-Vertrag weitgehend selbst wählen. Die Wahl beeinflusst Renditechancen, Kosten und Risiko.

Am weitesten verbreitet sind klassische Rentenversicherungen und fondsgebundene Rentenversicherungen. Wenige Anbieter haben auch Fondssparpläne im Programm, die ohne Versicherungsmantel auskommen.

Die Wahl der Anlageform beeinflusst deine Renditechancen, die Kosten und das Risiko. Klassische Varianten setzen auf sicherheitsorientierte, überwiegend festverzinsliche Anlagen und bieten moderate Renditechancen. Fondsgebundene Verträge investieren in Investmentfonds oder ETFs und können höhere Renditen erzielen, sind aber auch Marktschwankungen ausgesetzt.

  • Klassische Rentenversicherungen bieten moderate Renditen bei geringerem Risiko.
  • Fondsgebundene Rentenversicherungen haben höhere Renditechancen, aber auch höhere Kosten.
  • Fondssparpläne ohne Versicherungsmantel sind selten, können aber kostengünstiger sein.
Anlageformen im Rürup-Vertrag
Klassische RentenversicherungFondsgebundene Rentenversicherung
AnlageInvestmentfonds oder ETFs, je nach Vertrag mit oder ohne Garantie
RenditechanceHöher, abhängig von der Fondsauswahl und Marktentwicklung
KostenAbschluss- und Verwaltungskosten, oft intransparentZusätzlich laufende Fondskosten, bei ETFs oft günstiger
FlexibilitätFondswechsel oft möglich, aber eingeschränkt

07 · Fehler vermeiden

Rürup-Rente mit Berufsunfähigkeits­versicherung kombinieren?

Viele Vermittler bieten eine Basisrente in Kombination mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung an. Diese Bündelung hat erhebliche Nachteile.

Von dieser Bündelung raten Verbraucherschützer und der Bund der Versicherten dringend ab. Du koppelst damit einen unflexiblen, unkündbaren Altersvorsorgevertrag mit einer wichtigen Risikoabsicherung.

Die Kombination hat handfeste Nachteile. Bei finanziellen Engpässen kannst du die BU nicht separat anpassen oder kündigen, ohne den gesamten Vertrag zu beeinträchtigen. Außerdem erhöht die Bündelung die Provisionen für Vermittler, was zu Fehlanreizen bei der Beratung führen kann. Viele Studierende bereuen den Abschluss eines solchen Kombiprodukts später.

  • Die BU-Leistung ist im Kombiprodukt oft teurer als eine separate Absicherung mit gleichem Leistungsumfang.
  • Ein Anbieterwechsel wird erschwert, wenn mehrere Versicherungsbausteine miteinander verknüpft sind.
  • Schließe die Berufsunfähigkeitsversicherung immer als separaten Baustein ab.

Warum du BU und Rürup-Rente trennen solltest

·Ein Kombiprodukt koppelt einen unflexiblen, unkündbaren Altersvorsorgevertrag mit einer wichtigen Risikoabsicherung.
·Bei finanziellen Engpässen kannst du die BU nicht separat anpassen oder kündigen, ohne den gesamten Vertrag zu beeinträchtigen.
·Die Bündelung erhöht die Provisionen für Vermittler, was zu Fehlanreizen bei der Beratung führen kann.
·Ein Anbieterwechsel wird erschwert, wenn mehrere Versicherungsbausteine miteinander verknüpft sind.
·Die BU-Leistung ist im Kombiprodukt oft teurer als eine separate Absicherung mit gleichem Leistungsumfang.

08 · Kosten

Welche Kosten fallen bei der Rürup-Rente an?

Die Kosten eines Rürup-Vertrags können die Rendite erheblich schmälern. Sie variieren je nach Anbieter, Tarif und Anlageform.

Besonders bei fondsgebundenen Varianten fallen neben Abschluss- und Verwaltungskosten auch laufende Fondskosten an.

Ein Vergleich der Effektivkosten ist vor Vertragsabschluss unerlässlich. Nettotarife ohne Provision können günstiger sein, erfordern aber oft ein separates Honorar für die Beratung. Beachte, dass Verwaltungskosten auch bei einer Beitragsfreistellung weiterhin jährlich aus deinem Vertragsguthaben entnommen werden.

  • Abschlusskosten fallen einmalig an, werden aber oft auf die ersten Jahre verteilt.
  • Verwaltungskosten werden jährlich fällig, auch wenn du keine Beiträge mehr einzahlst.
  • Fondskosten laufen bei fondsgebundenen Varianten zusätzlich zu den Vertragskosten.

Typische Kostenarten im Rürup-Vertrag

Abschlusskosteneinmalig, oft auf die ersten Jahre verteilt
Verwaltungskostenjährlich, auch bei Beitragsfreistellung
Fondskostenlaufend, bei fondsgebundenen Varianten

09 · Was gilt

Was passiert bei Beitragsfreistellung oder Tod?

Ein Rürup-Vertrag ist unkündbar, aber du kannst die Beitragszahlung einstellen. Auch die Vererbbarkeit ist eingeschränkt.

Bei einer Beitragsfreistellung bleibt der Vertrag bestehen, das Guthaben kann weiterhin Rendite erwirtschaften. Allerdings werden weiterhin jährlich Verwaltungskosten aus dem Vertragsguthaben entnommen, wodurch das Kapital über die Zeit auch weniger werden kann.

Die Vererbbarkeit ist bei der Rürup-Rente stark eingeschränkt. Das angesparte Kapital kann nicht an Hinterbliebene übertragen werden. Stirbst du vor Rentenbeginn, verfällt das Guthaben in der Regel zugunsten der Versichertengemeinschaft, sofern keine Hinterbliebenenrente vereinbart wurde.

  • Beitragsfreistellung und Beitragsreduzierung sind möglich, eine Kündigung nicht.
  • Das Kapital kann trotz Beitragsfreistellung Rendite erwirtschaften, wird aber durch Kosten verringert.
  • Eine Vererbung des angesparten Kapitals ist ausgeschlossen.

Möglich

·Beitragsfreistellung: Du kannst die Einzahlungen stoppen, der Vertrag bleibt bestehen
·Beitragsreduzierung: Du kannst die Beiträge senken, wenn sich dein Einkommen ändert
·Weiterentwicklung des Kapitals: Das Guthaben kann trotz Beitragsfreistellung Rendite erwirtschaften

Nicht möglich

·Kündigung: Der Vertrag kann nicht aufgelöst werden
·Kapitalauszahlung: Das angesparte Geld wird ausschließlich als Rente ausgezahlt
·Vererbung: Das Kapital kann nicht an Hinterbliebene übertragen werden
·Beleihung oder Veräußerung: Der Vertrag kann nicht als Sicherheit dienen oder verkauft werden

10 · Fehler vermeiden

Welche Fallstricke solltest du bei der Rürup-Rente kennen?

Die Rürup-Rente hat neben den steuerlichen Vorteilen auch erhebliche Nachteile, die du vor Vertragsabschluss kennen solltest.

Der gravierendste Fallstrick ist der fehlende Kapitalzugriff: Einmal eingezahltes Geld ist unwiderruflich gebunden und kann ausschließlich als lebenslange Rente ausgezahlt werden. Auch in finanziellen Notlagen kommst du nicht an dein Geld.

Die Rentabilität hängt stark von deiner Lebenserwartung ab. Wer früh stirbt, verliert einen Großteil des eingezahlten Kapitals, da die Versicherer vorsichtig kalkulieren und sich gegen Langlebigkeit absichern. Hinzu kommen oft hohe Kosten und eingeschränkte Anlagemöglichkeiten, die die Rendite weiter schmälern. Ein Anbieterwechsel ist kaum möglich, du bindest dich für Jahrzehnte.

  • Kein Kapitalzugriff: Das Geld ist unwiderruflich gebunden und nicht auszahlbar.
  • Rentabilität nur bei hoher Lebenserwartung: Wer früh stirbt, verliert einen Großteil des Kapitals.
  • Hohe Kosten und unrentable Anlagestrategien können den Steuervorteil aufzehren.

Die größten Fallstricke der Basisrente

·Kein Kapitalzugriff: Einmal eingezahltes Geld ist unwiderruflich gebunden und kann nicht ausgezahlt werden.
·Rentabilität nur bei hoher Lebenserwartung: Wer früh stirbt, verliert einen Großteil des eingezahlten Kapitals.
·Hohe Kosten: Abschluss- und Verwaltungskosten können den Steuervorteil aufzehren, besonders bei fondsgebundenen Varianten.
·Unrentable Anlagestrategien: Die Fondsauswahl ist oft begrenzt, aktiv verwaltete Fonds oder Garantiefonds schmälern die Rendite.
·Anbieterbindung: Ein Wechsel des Anbieters ist kaum möglich, du bindest dich für Jahrzehnte.
·Beitragsfreistellung kostet weiterhin: Auch ohne Einzahlungen fallen jährliche Verwaltungskosten an, das Guthaben kann schrumpfen.

11 · Hintergrund

Rürup-Rente als Alternative für Selbstständige

Rund 3,5 Millionen Selbstständige in Deutschland sind nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Für sie kann die Rürup-Rente eine Basisabsicherung darstellen.

Sie müssen entweder freiwillig in die Deutsche Rentenversicherung einzahlen oder anderweitig privat vorsorgen. Die Rürup-Rente bietet hier eine steuerlich geförderte Option, die ähnlich wie die gesetzliche Rente behandelt wird.

Der Vorteil liegt im Sonderausgabenabzug und im Aufbau einer lebenslangen Rente. Der Nachteil ist die Unflexibilität: Der Vertrag ist unkündbar und das Kapital nicht zugänglich. Wenn du als Selbstständiger nicht freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen möchtest, solltest du Angebote für eine Rürup-Rente einholen und mit anderen Vorsorgeformen vergleichen.

  • Selbstständige ohne Pflichtversicherung können mit der Rürup-Rente eine Basisabsicherung aufbauen.
  • Die steuerliche Behandlung ähnelt der gesetzlichen Rentenversicherung.
  • Die Unflexibilität des Vertrags erfordert eine sorgfältige Prüfung vor dem Abschluss.

Selbstständige und Freiberufler müssen entweder freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen oder anderweitig privat vorsorgen. Die Rürup-Rente bietet hier eine steuerlich geförderte Option, die ähnlich wie die gesetzliche Rente behandelt wird.

Der Vorteil: Du kannst Beiträge als Sonderausgaben absetzen und baust eine lebenslange Rente auf. Der Nachteil: Der Vertrag ist unkündbar und unflexibel. Wenn du als Selbstständiger nicht freiwillig in die Deutsche Rentenversicherung einzahlen möchtest, solltest du Angebote für eine Rürup-Rente einholen und mit anderen Vorsorgeformen vergleichen.

Beachte: Die Rürup-Rente rentiert sich vor allem bei dauerhaft hohem Einkommen und hohem Steuersatz. Bei niedrigem oder schwankendem Einkommen sind flexible Vorsorgeformen wie ein ETF-Sparplan oft besser geeignet.

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026