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MagazineFinanzenVersicherung Rürup Rente für Selbstständige
FinanzbildungVersicherung11 Min.

Rürup Rente für Selbstständige: Dein Fahrplan für die Altersvorsorge

Als Selbstständiger musst du dich selbst um deine Altersvorsorge kümmern. Die Rürup Rente (Basisrente) ist dafür ein starkes Werkzeug, denn sie bietet hohe Steuervorteile und sichert dir ein lebenslanges Einkommen im Ruhestand.

BasisrenteSteuervorteileAltersvorsorge
Brauche ich das?
Ja, oft sinnvoll.
Besonders bei hohem Einkommen und fehlender gesetzlicher Absicherung.
Wie hoch ist der Vorteil?
Steuerlich sehr attraktiv.
Beiträge mindern dein zu versteuerndes Einkommen.
Ist das Geld flexibel?
Nein, kaum.
Dein Kapital ist bis zur Rente gebunden und nicht vererbbar.
Für wen lohnt es sich?
Für Gutverdiener.
Je höher dein Steuersatz, desto größer der Spar-Effekt.

Warum das Thema auch dich betrifft

Stell dir vor, du bist 67 Jahre alt und hörst auf zu arbeiten. Doch statt einer dicken Rente kommt nur ein Brief vom Amt: kein Anspruch, keine Zahlung. Für viele Selbstständige ist das keine Horrorvision, sondern Realität, denn sie zahlen nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Du bist also gefordert, selbst vorzusorgen, wenn du im Alter nicht auf das Niveau der Grundsicherung fallen willst.

Die gesetzliche Rente ist für Angestellte ein Sicherheitsnetz, für dich als Selbstständiger jedoch meist ein Fremdwort. Du hast die Freiheit, dein Einkommen zu gestalten, aber auch die Pflicht, für morgen zu planen. Wer heute keine Vorsorge trifft, muss später mit einem massiven Einbruch des Lebensstandards rechnen. Das betrifft nicht nur dich, sondern auch deine Familie, falls du einmal nicht mehr für sie sorgen kannst.

Genau hier setzt die Rürup Rente an. Sie wurde speziell dafür entwickelt, die Lücke zu schließen, die der Staat bei Selbstständigen und Freiberuflern hinterlässt. Der Clou: Der Staat belohnt deine private Initiative mit erheblichen Steuervorteilen. Das ist keine komplizierte Versicherung von gestern, sondern ein modernes Instrument, das zu deiner Lebensrealität als Unternehmer passt.

Viele Selbstständige scheuen das Thema Altersvorsorge, weil sie denken, sie hätten keine Zeit oder das Geld sei besser im Unternehmen investiert. Doch genau diese Haltung ist der größte Fehler. Je früher du beginnst, desto mehr profitierst du vom Zinseszinseffekt und desto geringer ist der monatliche Betrag, den du zurücklegen musst. Dieser Artikel zeigt dir, wie du das System für dich nutzt.

100%
deiner Beiträge sind als Sonderausgaben absetzbar (bis Höchstgrenze).
Lebenslang
erhältst du eine garantierte Rente, unabhängig von deiner Lebenserwartung.
Seit 2005
gibt es die Basisrente, benannt nach dem Ökonomen Bert Rürup.

Was ist die Rürup Rente überhaupt?

Die Rürup Rente, offiziell Basisrente genannt, ist eine Form der privaten Altersvorsorge, die der Staat mit Steuervorteilen fördert. Sie wurde 2005 eingeführt und ist nach dem Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup benannt. Das Grundprinzip ist simpel: Du zahlst regelmäßig Geld ein, und dafür bekommst du später eine lebenslange Rente ausgezahlt.

Der wichtigste Unterschied zu anderen Vorsorgeformen wie der Riester Rente: Die Rürup Rente ist speziell für Selbstständige und Freiberufler konzipiert, die nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind. Während Riester vor allem für Angestellte mit Kindern gedacht ist, richtet sich Rürup an alle, die keine staatliche Grundabsicherung haben und ihr Einkommen selbst verwalten.

Ein entscheidendes Merkmal ist die steuerliche Behandlung. Deine eingezahlten Beiträge kannst du als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Das senkt dein zu versteuerndes Einkommen im Jahr der Einzahlung. Im Gegenzug ist die spätere Rente in der Auszahlungsphase voll steuerpflichtig. Das System funktioniert also wie eine aufgeschobene Besteuerung: Du sparst heute Steuern und zahlst sie später auf die Rente.

Es gibt zwei grundlegende Varianten: die klassische Rürup Rente mit garantierter Verzinsung und die fondsgebundene Rürup Rente, bei der du in Aktienfonds investierst. Bei der klassischen Variante ist die spätere Rente sicher, aber oft niedriger. Bei der fondsgebundenen Variante hast du die Chance auf höhere Renditen, musst aber auch Kursschwankungen aushalten. Viele Verträge bieten auch Mischformen an.

So funktioniert die Basisrente im Detail

Der Ablauf ist unkompliziert: Du schließt einen Vertrag mit einer Versicherungsgesellschaft oder einer Bank ab und zahlst entweder monatlich, vierteljährlich oder jährlich einen festen Betrag ein. Dieses Geld wird angelegt, entweder konservativ in festverzinslichen Wertpapieren oder chancenorientiert in Aktienfonds. Aus dem angesparten Kapital wird dir ab dem vereinbarten Rentenbeginn eine monatliche Rente ausgezahlt.

Das Herzstück ist die lebenslange Rentenzahlung. Das bedeutet, du erhältst garantiert bis zu deinem Tod eine monatliche Zahlung, egal wie alt du wirst. Dieses Risiko, das sogenannte Langlebigkeitsrisiko, übernimmt die Versicherung. Für dich als Selbstständigen ist das ein enormer Vorteil, denn du kannst nicht absehen, wie lange du leben wirst. Die Rente schützt dich davor, dein Vermögen im Alter zu überleben.

Ein wichtiger Punkt ist die fehlende Flexibilität. Dein eingezahltes Kapital ist bis zum Rentenbeginn gebunden. Du kannst den Vertrag nicht kündigen und dir das Geld auszahlen lassen. In finanziellen Notlagen ist das ein Nachteil. Allerdings gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit, das Kapital teilweise oder vollständig für die eigene Immobilie zu verwenden, das sogenannte Wohnförderkonto. Das ist aber eine komplexe Gestaltung, die du genau prüfen solltest.

Auch die Vererbbarkeit ist eingeschränkt. Stirbst du vor Rentenbeginn, verfällt das Kapital in der Regel zugunsten der Versichertengemeinschaft, es sei denn, du hast eine Hinterbliebenenabsicherung vereinbart. Diese Option ist aber mit zusätzlichen Kosten verbunden. Nach Rentenbeginn gibt es oft eine garantierte Rentenzahlungsdauer, zum Beispiel 10 Jahre, sodass deine Erben in dieser Zeit noch Zahlungen erhalten, falls du früh stirbst.

Kosten: Was du für die Rürup Rente zahlst

Wie bei jeder Versicherung fallen auch bei der Rürup Rente Kosten an, die du kennen solltest. Der größte Posten sind die Abschluss- und Vertriebskosten. Diese werden in den ersten Vertragsjahren von deinen Beiträgen abgezogen. Die Höhe ist nicht gesetzlich festgelegt, aber du solltest darauf achten, dass sie nicht übermäßig hoch ist. Seriöse Anbieter weisen diese Kosten transparent aus.

Zusätzlich gibt es laufende Verwaltungskosten. Diese decken die Verwaltung deines Vertrags, die Kontoführung und die Kapitalanlage ab. Sie werden entweder als Prozentsatz von deinen Beiträgen oder als fester Betrag pro Jahr berechnet. Bei fondsgebundenen Verträgen kommen noch die Kosten für die Fondsverwaltung hinzu, die sogenannte TER (Total Expense Ratio). Diese Kosten reduzieren deine Rendite, daher solltest du sie im Blick behalten.

Ein großer Vorteil der Rürup Rente ist, dass die Kosten steuerlich absetzbar sind. Das heißt, du kannst die Gebühren zusammen mit deinen Beiträgen als Sonderausgaben geltend machen. Das mildert die Belastung. Dennoch solltest du die Kostenstruktur vor Vertragsabschluss genau vergleichen. Ein günstiger Tarif mit niedrigen Kosten kann über die Laufzeit einen Unterschied von mehreren zehntausend Euro ausmachen.

Wichtig zu wissen: Es gibt keine staatliche Förderung in Form von Zulagen wie bei der Riester Rente. Der Vorteil liegt ausschließlich in der Steuerersparnis. Wenn dein Steuersatz niedrig ist, zum Beispiel weil du gerade am Anfang deiner Selbstständigkeit wenig verdienst, ist die Rürup Rente weniger attraktiv. Sie lohnt sich vor allem dann, wenn du dauerhaft ein hohes Einkommen hast und dadurch einen hohen Grenzsteuersatz zahlst.

Worauf du beim Abschluss achten solltest

Bevor du einen Vertrag unterschreibst, solltest du deine finanzielle Situation genau analysieren. Die Rürup Rente ist eine langfristige Verpflichtung. Frage dich, ob du wirklich über viele Jahre hinweg regelmäßig Beiträge zahlen kannst, ohne in finanzielle Bedrängnis zu geraten. Ein Abbruch oder eine Beitragsfreistellung ist zwar möglich, führt aber zu Verlusten bei der Rendite.

Achte auf die Wahl des Anbieters. Es gibt zahlreiche Versicherer und Banken, die Rürup Produkte anbieten. Vergleiche nicht nur die Kosten, sondern auch die Anlagepolitik. Bei fondsgebundenen Verträgen solltest du darauf achten, dass die Fonds eine solide Performance haben und die Auswahl breit genug ist. Unabhängige Vergleichsportale und Finanzberater können dir helfen, den Überblick zu behalten.

Ein entscheidendes Kriterium ist die garantierte Rente. Bei klassischen Verträgen ist der Garantiezins heute sehr niedrig. Das bedeutet, die garantierte Rente ist gering, aber die Überschussbeteiligung kann sie erhöhen. Bei fondsgebundenen Verträgen gibt es keine Garantie, aber die Chance auf höhere Renditen. Überlege, wie viel Sicherheit du brauchst und wie viel Risiko du eingehen willst. Eine Mischung aus beiden Varianten kann ein guter Kompromiss sein.

Prüfe außerdem die Bedingungen für eine Berufsunfähigkeitsabsicherung. Viele Rürup Verträge bieten eine optionale Zusatzversicherung, die dir eine Rente zahlt, wenn du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst. Das ist für Selbstständige besonders wichtig, denn im Krankheitsfall bricht dein Einkommen weg. Diese Absicherung ist aber nicht billig und sollte separat betrachtet werden. Manchmal ist eine eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung die bessere Wahl.

Typische Fehler, die du vermeiden solltest

Der häufigste Fehler ist, zu spät mit der Vorsorge zu beginnen. Viele Selbstständige denken, sie haben noch Zeit, und schieben das Thema auf die lange Bank. Doch jeder Jahrgang, den du wartest, kostet dich Rendite. Wer mit 30 anfängt, muss deutlich weniger pro Monat einzahlen als jemand, der erst mit 45 beginnt. Der Zinseszinseffekt ist dein bester Freund, aber nur, wenn du ihm Zeit gibst.

Ein weiterer Fehler ist, den Vertrag zu früh wieder zu kündigen. Da die Abschlusskosten in den ersten Jahren anfallen, ist das Kapital in den ersten 5 bis 10 Jahren oft geringer als die eingezahlten Beiträge. Wer hier aufgibt, macht einen realen Verlust. Die Rürup Rente ist ein Langstreckenlauf, kein Sprint. Du solltest nur abschließen, wenn du sicher bist, dass du die Laufzeit durchhältst.

Viele Selbstständige machen auch den Fehler, sich ausschließlich auf die Rürup Rente zu verlassen. Das ist riskant, denn du legst alle Eier in einen Korb. Eine gute Altersvorsorge besteht aus mehreren Bausteinen: Rürup Rente für die Grundabsicherung, aber auch freie Ersparnisse, Aktien-ETFs oder Immobilien. So kannst du flexibler auf Veränderungen reagieren und hast im Notfall Zugriff auf Kapital.

Ein letzter Fehler ist die falsche Steuerplanung. Manche glauben, sie sparen heute Steuern und zahlen später weniger. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Rente ist voll steuerpflichtig. Wenn du im Alter ein hohes Einkommen hast, zum Beispiel aus Vermietung oder Kapitalerträgen, kann deine Steuerlast hoch sein. Du solltest also nicht nur die Ersparnis heute, sondern auch die Steuerlast morgen im Blick haben.

Dein konkreter Fahrplan für die nächsten Schritte

Schritt eins: Verschaffe dir Klarheit über deine aktuelle Situation. Wie hoch ist dein Jahreseinkommen? Wie viel kannst du monatlich entbehren? Welche anderen Vorsorgeprodukte hast du bereits? Diese Bestandsaufnahme ist die Basis für alle weiteren Entscheidungen. Ohne diese Zahlen tappst du im Dunkeln und riskierst Fehlentscheidungen.

Schritt zwei: Informiere dich über die steuerlichen Rahmenbedingungen. Der Staat erkennt die Beiträge zur Rürup Rente als Sonderausgaben an. Die Höchstgrenzen werden jährlich angepasst. Für das Jahr 2026 gelten bestimmte Beträge, die du beim Finanzamt absetzen kannst. Ein Steuerberater kann dir hier eine präzise Berechnung liefern, wie viel du effektiv sparst. Diese Ersparnis kannst du direkt wieder in deine Vorsorge investieren.

Schritt drei: Vergleiche verschiedene Anbieter und Tarife. Nutze unabhängige Vergleichsrechner im Internet oder ziehe einen Honorarberater hinzu, der keine Provisionen von Versicherungen erhält. Achte auf die Kostenquote, die Anlageoptionen und die Flexibilität. Lass dir mehrere Angebote schicken und prüfe die Vertragsbedingungen im Detail. Nimm dir Zeit, denn dieser Vertrag begleitet dich über Jahrzehnte.

Schritt vier: Starte mit einem Betrag, der dir wehtut, aber nicht weh tut. Es ist besser, mit einem moderaten Betrag zu beginnen und ihn später zu erhöhen, als sich zu übernehmen und den Vertrag zu kündigen. Viele Verträge bieten die Möglichkeit, jährlich die Beiträge anzupassen. Du kannst also mit rund 200 Euro im Monat starten und nach einer Gehaltserhöhung auf rund 300 Euro erhöhen. Der wichtigste Schritt ist, überhaupt zu beginnen.

Steuerliche Besonderheiten im Jahr 2026

Die steuerliche Förderung der Rürup Rente wird schrittweise ausgebaut. Im Jahr 2026 kannst du einen hohen Prozentsatz deiner Beiträge als Sonderausgaben absetzen. Die genauen Werte werden jährlich angepasst, aber der Trend ist klar: Der Staat will die Basisrente stärken. Für Selbstständige ist das ein Signal, dass sich dieses Produkt lohnt, wenn man es richtig anstellt.

Die Auszahlungen in der Rentenphase sind voll steuerpflichtig. Das bedeutet, du musst die Rente mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz versteuern. Wenn du im Alter keine anderen Einkünfte hast, ist dieser Satz oft niedriger als während deiner aktiven Zeit. Das ist ein Vorteil, den du nutzen solltest. Ein Steuerberater kann dir eine Prognose erstellen, wie hoch deine Steuerlast im Ruhestand sein wird.

Es gibt eine Besonderheit bei der Beitragszahlung: Wenn du als Selbstständiger keine gesetzliche Rente beziehst, kannst du die Beiträge in voller Höhe absetzen. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber Angestellten, die nur den Arbeitnehmeranteil absetzen können. Diese Regelung macht die Rürup Rente für Selbstständige besonders attraktiv. Du solltest diese Tatsache in deiner Finanzplanung berücksichtigen.

Achtung: Die Steuerersparnis ist nicht sofort in voller Höhe wirksam. Der Gesetzgeber hat eine Übergangsphase eingebaut. Das heißt, der absetzbare Prozentsatz steigt jährlich an. Im Jahr 2026 ist er bereits sehr hoch, aber noch nicht bei rund 100 Prozent. Informiere dich über den aktuellen Stand, um keine bösen Überraschungen bei der Steuererklärung zu erleben. Eine gute Planung hilft dir, das Maximum herauszuholen.

Alternative Modelle und Ergänzungen

Die Rürup Rente ist nicht das einzige Instrument für deine Altersvorsorge. Eine Alternative ist das private Rentenversicherungssystem, das oft flexibler ist. Du kannst dort Kapital entnehmen oder den Vertrag kündigen. Allerdings sind die Steuervorteile geringer. Für Selbstständige, die Wert auf Flexibilität legen, kann das die bessere Wahl sein, auch wenn die Rendite nach Steuern niedriger ausfällt.

Eine weitere Ergänzung ist das Investieren in ETFs (Exchange Traded Funds). Hier hast du volle Kontrolle über dein Geld und kannst jederzeit verkaufen. Die Renditechancen sind langfristig hoch, aber es gibt keine Garantie. Viele Finanzexperten empfehlen eine Kombination: eine Rürup Rente für die Grundabsicherung und einen ETF-Sparplan für den Vermögensaufbau. So profitierst du von Steuervorteilen und Marktchancen.

Auch die Immobilie ist eine beliebte Form der Altersvorsorge. Eine vermietete Wohnung oder ein Haus kann dir im Alter ein regelmäßiges Einkommen sichern. Allerdings ist der Einstieg mit hohen Kosten verbunden und die Liquidität ist gebunden. Die Rürup Rente kann hier eine sinnvolle Ergänzung sein, um das Risiko zu streuen. Du solltest aber nicht alles auf eine Karte setzen.

Vergiss nicht die gesetzliche Rentenversicherung. Auch als Selbstständiger kannst du dich freiwillig versichern. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn du bereits Beiträge eingezahlt hast oder in den nächsten Jahren eine Anwartschaft aufbauen willst. Die Beiträge sind steuerlich absetzbar und du erhältst eine garantierte Rente. Ein Mix aus gesetzlicher Rente und Rürup Rente kann die beste Lösung sein, um deine Versorgungslücke zu schließen.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Bist du als Selbstständiger nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert?
Liegt dein zu versteuerndes Einkommen dauerhaft über 40.000 Euro?
Kannst du einen Teil deines Einkommens langfristig (über 15 Jahre) entbehren?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Ja, das ist der Hauptvorteil. Deine Beiträge gelten als Sonderausgaben und mindern dein zu versteuerndes Einkommen. Im Jahr 2026 ist der absetzbare Anteil bereits sehr hoch. Die gesparte Steuer kannst du direkt wieder in deine Vorsorge investieren.

Das hängt von der gewählten Anlageform ab. Bei klassischen Verträgen gibt es eine garantierte Rente, die sicher ist. Bei fondsgebundenen Verträgen unterliegt das Kapital Marktschwankungen. Du solltest dein Risikoprofil kennen und entsprechend wählen.

Im Regelfall verfällt das Kapital zugunsten der Versichertengemeinschaft. Du kannst aber eine Hinterbliebenenabsicherung vereinbaren, die eine Rente für deine Angehörigen zahlt. Diese Option ist mit zusätzlichen Kosten verbunden und sollte gut überlegt sein.

Nein, eine Kündigung ist nicht möglich. Dein Kapital ist bis zum Rentenbeginn gebunden. Du kannst den Vertrag aber beitragsfrei stellen, das heißt, du zahlst keine Beiträge mehr, aber das vorhandene Kapital bleibt angelegt. Eine Auszahlung ist nur in Sonderfällen möglich.

Für Selbstständige mit niedrigem Einkommen lohnt sie sich oft nicht, da die Steuerersparnis gering ist. Auch wer viel Flexibilität braucht oder kurzfristig an sein Geld muss, ist mit anderen Produkten besser beraten. Eine individuelle Beratung ist hier sinnvoll.

Das hängt von deinem gewünschten Lebensstandard im Alter ab. Eine Faustregel besagt, dass du etwa 70 bis 80 Prozent deines letzten Nettoeinkommens benötigst. Rechne aus, welche Lücke du hast, und schließe diese mit der Rürup Rente und anderen Vorsorgeformen.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.