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FinanzbildungVersicherung9 Min.

Risikolebensversicherung Steuererklärung: So holst du das Beste raus

Du fragst dich, ob du deine Risikolebensversicherung in der Steuererklärung angeben kannst? Wir erklären dir einfach und verständlich, was absetzbar ist, was nicht und wie du bei der Steuererklärung 2026 richtig vorgehst.

SteuererklärungRisikolebensversicherungAbsetzbarkeit
Brauche ich das?
Nur bei Sonderfällen
Meist keine Angabe nötig, außer bei bestimmten Konstellationen.
Was ist absetzbar?
Nur Basisrente
Risikolebensversicherungen zählen nicht zur Basisvorsorge.
Wie gebe ich an?
In Anlage Vorsorge
Dort trägst du Beiträge ein, falls sie relevant sind.

Warum dich das Thema betrifft

Jedes Jahr stellen sich Millionen Menschen in Deutschland die Frage, was sie in ihrer Steuererklärung angeben können. Oft geht es um Versicherungen, denn die sind ein beliebter Posten, um Steuern zu sparen. Doch gerade bei der Risikolebensversicherung herrscht große Unsicherheit. Du bist nicht allein, wenn du dich fragst, ob du hier etwas absetzen kannst oder nicht.

Die gute Nachricht zuerst: Du musst dir keine Sorgen machen, etwas falsch zu machen, wenn du die Risikolebensversicherung nicht angibst. In den meisten Fällen ist das nämlich gar nicht nötig. Die schlechte Nachricht: Du kannst die Beiträge in der Regel auch nicht von der Steuer absetzen. Das liegt daran, dass die Risikolebensversicherung steuerlich anders behandelt wird als andere Versicherungen.

Trotzdem ist es wichtig, dass du dich mit dem Thema beschäftigst. Denn es gibt Ausnahmen und Sonderfälle, in denen die Risikolebensversicherung doch eine Rolle in deiner Steuererklärung spielt. Wenn du zum Beispiel eine selbstständige Tätigkeit ausübst oder eine Kapitallebensversicherung mit Risikoanteil hast, kann das anders aussehen. Wir zeigen dir, worauf du achten musst.

Unser Ziel ist es, dir einen klaren und verständlichen Überblick zu geben. Du sollst nach dem Lesen wissen, was auf dich zukommt und wie du im besten Fall vorgehst. Wir erklären dir die Grundlagen, die Funktionsweise und geben dir konkrete Tipps für deine Steuererklärung 2026. So bist du bestens vorbereitet.

1-2%
des Bruttobeitrags sind oft nur der Risikoanteil
~30 Jahre
typische Laufzeit einer Risikolebensversicherung
0 Euro
Steuerersparnis bei den meisten Policen

Was ist eine Risikolebensversicherung überhaupt?

Bevor wir in die Details der Steuererklärung einsteigen, klären wir kurz die Grundlagen. Eine Risikolebensversicherung ist eine Absicherung für deine Familie oder andere nahestehende Personen. Der Gedanke dahinter ist einfach: Wenn du stirbst, erhalten die Begünstigten eine vorher festgelegte Summe, die sogenannte Todesfallsumme. Diese Summe soll deine Hinterbliebenen finanziell absichern.

Im Gegensatz zu einer Kapitallebensversicherung wird bei der Risikolebensversicherung kein Geld angespart. Du zahlst also nur Beiträge für den reinen Versicherungsschutz. Das macht diese Art der Versicherung vergleichsweise günstig. Du zahlst also nicht für einen Sparanteil, sondern nur für den Risikoschutz. Das ist ein wichtiger Unterschied, der auch steuerlich relevant ist.

Die Beiträge, die du für eine Risikolebensversicherung zahlst, sind also im Wesentlichen Kosten für die Absicherung des Todesfallrisikos. Es gibt keinen Sparanteil, der später ausgezahlt wird. Genau das ist der springende Punkt, wenn es um die Steuererklärung geht. Denn die steuerliche Behandlung hängt stark davon ab, ob es sich um eine reine Risikoabsicherung handelt oder ob auch gespart wird.

Für wen ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll? In erster Linie für Menschen, die Verantwortung für andere tragen. Das können Familien mit Kindern sein, aber auch Paare, bei denen ein Partner das gemeinsame Haus abbezahlt. Auch für Kredite wird sie oft abgeschlossen, damit die Restschuld im Todesfall abgedeckt ist. Wenn du also eine solche Versicherung hast, weißt du jetzt, wofür sie da ist.

So funktioniert die Steuererklärung bei Versicherungen

Um zu verstehen, wie die Risikolebensversicherung in der Steuererklärung behandelt wird, musst du erst einmal wissen, wie Versicherungen generell abgesetzt werden können. In Deutschland gibt es verschiedene Kategorien von Versicherungen, die unterschiedlich behandelt werden. Da sind zum einen die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, die du als Sonderausgaben absetzen kannst.

Zum anderen gibt es die Beiträge zur Altersvorsorge. Dazu zählen die gesetzliche Rentenversicherung, aber auch bestimmte private Rentenversicherungen. Diese Beiträge kannst du ebenfalls als Sonderausgaben geltend machen, allerdings nur bis zu bestimmten Höchstgrenzen. Die Risikolebensversicherung fällt aber in keine dieser beiden Kategorien, das ist wichtig zu wissen.

Es gibt noch eine dritte Kategorie, die sogenannten sonstigen Vorsorgeaufwendungen. Dazu gehören zum Beispiel Haftpflichtversicherungen, Unfallversicherungen oder auch Berufsunfähigkeitsversicherungen. Diese kannst du unter bestimmten Bedingungen absetzen, allerdings nur in begrenztem Umfang. Auch hier spielt die Risikolebensversicherung in der Regel keine Rolle, da sie nicht zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen zählt.

Das bedeutet für dich: Die Beiträge zu einer Risikolebensversicherung sind in den meisten Fällen nicht als Sonderausgaben absetzbar. Das Finanzamt erkennt sie steuerlich nicht an, weil es sich um eine reine Risikoabsicherung handelt. Es gibt aber Ausnahmen, die wir dir im nächsten Abschnitt genauer erläutern. Wichtig ist, dass du die Grundlagen verstehst, um die Ausnahmen einordnen zu können.

Kosten und Beiträge: Was du zahlst

Die Kosten für eine Risikolebensversicherung hängen von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören dein Alter, dein Gesundheitszustand, der gewünschte Versicherungsschutz und die Laufzeit. Jüngere und gesunde Menschen zahlen in der Regel weniger als ältere oder kranke. Auch der Beruf spielt eine Rolle, da einige Berufe ein höheres Risiko mit sich bringen.

Ein wichtiger Punkt ist, dass die Beiträge in den ersten Jahren oft höher sind als in späteren. Das liegt daran, dass die Versicherer die Abschlusskosten auf die ersten Jahre verteilen. Diese Kosten sind aber nicht steuerlich absetzbar. Du solltest also nicht davon ausgehen, dass du durch die Beiträge Steuern sparst. Das ist ein häufiger Irrglaube, den wir hier klarstellen möchten.

Die Höhe der Beiträge ist also individuell und kann stark variieren. Es gibt aber eine Faustregel: Die Beiträge sind vergleichsweise niedrig, da kein Sparanteil enthalten ist. Wenn du also eine Risikolebensversicherung abschließt, zahlst du im Wesentlichen für den reinen Schutz. Das macht sie zu einer kostengünstigen Möglichkeit, deine Familie abzusichern.

Für die Steuererklärung ist die Höhe der Beiträge aber zweitrangig. Entscheidend ist, ob du sie überhaupt angeben kannst. Und das ist, wie schon erwähnt, in den meisten Fällen nicht möglich. Es sei denn, du hast eine besondere Konstellation, die wir dir im nächsten Abschnitt vorstellen. Wir empfehlen dir, die Beiträge nicht einfach in die Steuererklärung einzutragen, ohne die Regeln zu kennen.

Worauf du bei der Steuererklärung achten musst

Jetzt wird es konkret: Was musst du bei der Steuererklärung 2026 beachten, wenn du eine Risikolebensversicherung hast? Zunächst einmal solltest du wissen, dass die Beiträge in der Anlage Vorsorge eingetragen werden können. Dort gibt es ein Feld für sonstige Vorsorgeaufwendungen. Allerdings ist die Risikolebensversicherung dort nur in Ausnahmefällen einzutragen.

Eine Ausnahme ist, wenn die Risikolebensversicherung im Zusammenhang mit einer selbstständigen Tätigkeit steht. Wenn du also selbstständig bist und die Versicherung zur Absicherung eines betrieblichen Darlehens abgeschlossen hast, können die Beiträge als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Das ist aber ein Sonderfall, der nicht für die meisten Menschen zutrifft.

Eine weitere Ausnahme betrifft die sogenannte Kapitallebensversicherung mit Risikoanteil. Wenn du eine solche Versicherung hast, kann der Risikoanteil unter Umständen absetzbar sein. Das ist aber kompliziert und erfordert eine genaue Prüfung. In der Praxis betrifft das nur wenige Menschen. Du solltest dich also nicht darauf verlassen, dass das bei dir der Fall ist.

Unser Tipp: Wenn du unsicher bist, ob du deine Risikolebensversicherung angeben kannst, lass dich von einem Steuerberater oder einer Steuerberaterin beraten. Die Kosten für eine solche Beratung sind oft geringer als die mögliche Steuerersparnis. Und du vermeidest Fehler, die zu Nachfragen vom Finanzamt führen könnten. Das ist gerade bei komplexen Themen wie Versicherungen sinnvoll.

Typische Fehler, die du vermeiden solltest

Ein häufiger Fehler ist, die Risikolebensversicherung einfach in die Steuererklärung einzutragen, ohne zu prüfen, ob das erlaubt ist. Das kann zu Rückfragen vom Finanzamt führen und im schlimmsten Fall zu einer Steuernachzahlung. Du solltest also nicht einfach alle Versicherungen angeben, nur weil du denkst, dass das Steuern spart. Das ist ein weit verbreiteter Irrtum.

Ein weiterer Fehler ist, die Beiträge zur Risikolebensversicherung mit den Beiträgen zur Basisrente zu verwechseln. Die Basisrente, auch Rürup-Rente genannt, ist steuerlich absetzbar. Die Risikolebensversicherung ist es nicht. Wenn du also beide Versicherungen hast, musst du genau trennen, was du wo einträgst. Sonst kann es zu Fehlern kommen.

Auch das Thema Kapitalerträge ist wichtig. Wenn du eine Risikolebensversicherung hast, die im Todesfall eine Summe auszahlt, ist diese Summe in der Regel steuerfrei. Das gilt für die Begünstigten. Du musst also keine Angst haben, dass die Todesfallsumme versteuert wird. Das ist ein Vorteil, den du kennen solltest, um keine falschen Ängste zu haben.

Vermeide es außerdem, Belege oder Vertragsunterlagen nicht aufzubewahren. Auch wenn du die Beiträge nicht absetzen kannst, ist es gut, die Unterlagen zu haben. Das Finanzamt kann im Zweifel Nachweise verlangen. Wenn du die Unterlagen nicht vorlegen kannst, kann das zu Problemen führen. Bewahre also alle Unterlagen zu deinen Versicherungen sorgfältig auf.

So gehst du Schritt für Schritt vor

Jetzt zeigen wir dir, wie du bei deiner Steuererklärung 2026 konkret vorgehst. Der erste Schritt ist, alle Unterlagen zu deinen Versicherungen zusammenzusuchen. Dazu gehören die Vertragsunterlagen, die Beitragsrechnungen und gegebenenfalls die Bescheinigungen deiner Versicherer. Diese Unterlagen benötigst du, um zu prüfen, ob du etwas angeben kannst.

Der zweite Schritt ist, zu prüfen, ob deine Risikolebensversicherung zu den absetzbaren Versicherungen gehört. Das ist, wie wir erklärt haben, in der Regel nicht der Fall. Wenn du aber selbstständig bist oder eine Kapitallebensversicherung mit Risikoanteil hast, kann das anders sein. In diesem Fall solltest du die Beiträge in der Anlage Vorsorge eintragen.

Der dritte Schritt ist, die Steuererklärung auszufüllen. Wenn du die Beiträge nicht absetzen kannst, musst du nichts eintragen. Wenn du sie aber angeben kannst, trägst du sie in der Anlage Vorsorge unter den sonstigen Vorsorgeaufwendungen ein. Achte darauf, dass du die Beträge korrekt angibst und die Belege aufbewahrst. Das Finanzamt kann die Nachweise anfordern.

Der vierte Schritt ist, die Steuererklärung abzugeben. Das kannst du entweder online über ELSTER machen oder in Papierform. Wenn du unsicher bist, ob du alles richtig gemacht hast, lass die Steuererklärung von einem Lohnsteuerhilfeverein oder einem Steuerberater prüfen. Das gibt dir Sicherheit und du vermeidest Fehler. So bist du auf der sicheren Seite.

Zusätzliche Tipps für deine Steuererklärung 2026

Neben der Risikolebensversicherung gibt es noch andere Versicherungen, die du in deiner Steuererklärung angeben kannst. Dazu gehören zum Beispiel die Haftpflichtversicherung, die Unfallversicherung oder die Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese können unter bestimmten Bedingungen als sonstige Vorsorgeaufwendungen abgesetzt werden. Das solltest du nicht vergessen.

Ein wichtiger Tipp ist, die Höhe deiner absetzbaren Vorsorgeaufwendungen zu prüfen. Es gibt Höchstgrenzen, die du beachten musst. Wenn du viele Versicherungen hast, kann es sein, dass du nicht alle Beiträge absetzen kannst. Das Finanzamt berücksichtigt nur einen bestimmten Betrag. Du solltest also nicht davon ausgehen, dass alle Beiträge automatisch absetzbar sind.

Ein weiterer Tipp ist, die Steuererklärung frühzeitig zu erstellen. So hast du genug Zeit, um alle Unterlagen zu sammeln und eventuelle Fragen zu klären. Wenn du die Steuererklärung erst spät abgibst, kann es zu Verzögerungen kommen. Das kann zu einer Verspätungsgebühr führen, wenn du zu spät abgibst. Also besser früh anfangen.

Und noch ein Tipp: Nutze die Möglichkeit, deine Steuererklärung digital zu erstellen. Mit ELSTER oder anderen Programmen kannst du die Daten direkt übertragen und Fehler vermeiden. Die Programme führen dich Schritt für Schritt durch die Anlagen und helfen dir, nichts zu vergessen. Das ist besonders für Einsteiger eine große Hilfe. So wird die Steuererklärung zum Kinderspiel.

Fazit: Deine Risikolebensversicherung und die Steuer

Kurz gesagt: dass die Risikolebensversicherung in den meisten Fällen nicht in der Steuererklärung angegeben werden muss. Die Beiträge sind nicht absetzbar, weil es sich um eine reine Risikoabsicherung handelt. Das ist für viele Menschen überraschend, aber es ist wichtig, das zu wissen. Du sparst dir also die Mühe, die Beiträge einzutragen.

Es gibt aber Ausnahmen, die du kennen solltest. Wenn du selbstständig bist oder eine Kapitallebensversicherung mit Risikoanteil hast, kann die Situation anders sein. In diesen Fällen lohnt es sich, genauer hinzuschauen und gegebenenfalls professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das kann dir bares Geld sparen und Fehler vermeiden.

Denk daran, dass die Todesfallsumme, die im Todesfall ausgezahlt wird, steuerfrei ist. Das ist ein großer Vorteil der Risikolebensversicherung. Deine Hinterbliebenen müssen also keine Steuern auf die Summe zahlen. Das gibt dir ein gutes Gefühl, wenn du eine solche Versicherung abschließt.

Wir hoffen, dass wir dir mit diesem Ratgeber weiterhelfen konnten. Jetzt bist du bestens informiert und kannst deine Steuererklärung 2026 in Ruhe angehen. Wenn du unsicher bist, zögere nicht, einen Experten zu fragen. So bist du auf der sicheren Seite und kannst alle Vorteile nutzen. Viel Erfolg bei deiner Steuererklärung!

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Ist deine Risikolebensversicherung an ein Darlehen gekoppelt?
Hast du die Beiträge im Rahmen der Basisvorsorge eingezahlt?
Liegt dein zu versteuerndes Einkommen über dem Grundfreibetrag?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

In der Regel nein. Die Beiträge sind nicht als Sonderausgaben absetzbar, da es sich um eine reine Risikoabsicherung handelt. Nur in Ausnahmefällen, wie bei Selbstständigen mit betrieblichem Bezug, kann das anders sein.

Nein, du musst sie nicht angeben, wenn du sie nicht absetzen kannst. Es gibt keine Pflicht, nicht absetzbare Beiträge zu deklarieren. Du kannst sie einfach weglassen.

Nein, die Todesfallsumme, die im Todesfall an die Begünstigten ausgezahlt wird, ist in der Regel steuerfrei. Das gilt für die Erben oder Begünstigten.

Bei der Kapitallebensversicherung wird ein Teil der Beiträge gespart und später ausgezahlt. Die Risikolebensversicherung bietet nur den reinen Todesfallschutz. Das hat auch steuerliche Auswirkungen.

Ja, wenn du selbstständig bist und die Versicherung zur Absicherung eines betrieblichen Darlehens dient, können die Beiträge als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Das ist aber ein Sonderfall.

Das Finanzamt wird die Beiträge in der Regel nicht anerkennen und die Steuererklärung entsprechend korrigieren. Das kann zu Rückfragen führen, aber nicht zu einer Strafe, solange du nicht absichtlich falsche Angaben machst.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.