Ratgeber · Versicherung
Riester-Rente ohne Gesundheitsprüfung: So sicherst du dir die staatliche Förderung
Eine Riester-Rente ohne Gesundheitsprüfung ist für viele der einfachste Weg in die geförderte Altersvorsorge. Du bekommst den Vertrag unabhängig von deinem Gesundheitszustand und profitierst von Zulagen und Steuervorteilen.
11 Kapitel · 14 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Für den Abschluss einer Riester-Rente ist keine Gesundheitsprüfung nötig.
- Die volle staatliche Grundzulage beträgt 175 Euro pro Jahr, für Kinder gibt es bis zu 300 Euro.
- Mindestens 4 Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens müssen eingezahlt werden, um die volle Förderung zu erhalten.
- Bis zu 2.100 Euro jährlich kannst du als Sonderausgaben von der Steuer absetzen.
01 · Grundlagen
Was bedeutet Riester-Rente ohne Gesundheitsprüfung?
Anders als bei privaten Rentenversicherungen oder Berufsunfähigkeitsversicherungen stellt der Anbieter bei einer Riester-Rente keine Fragen zu deinem Gesundheitszustand. Das macht den Vertrag auch für Menschen mit Vorerkrankungen zugänglich.
Bei einer Riester-Rente verzichtet der Anbieter gesetzlich bedingt auf jegliche Fragen zu deinem Gesundheitszustand. Du musst also weder einen Fragebogen zu Vorerkrankungen ausfüllen noch eine ärztliche Untersuchung absolvieren. Der Vertragsschluss funktioniert damit auch dann, wenn du chronisch krank bist oder eine Risikoversicherung wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgelehnt wurde.
Das unterscheidet die Riester-Rente grundlegend von privaten Rentenversicherungen, bei denen der Versicherer das Risiko anhand deiner Gesundheit kalkuliert. Hier steht die staatliche Förderung im Vordergrund, nicht die individuelle Risikoprüfung. Du erhältst den Vertrag zu den gleichen Konditionen wie ein gesunder Antragsteller.
Die fehlende Gesundheitsprüfung ist ein gesetzliches Merkmal aller zertifizierten Riester-Verträge. Es handelt sich also nicht um ein Sonderangebot einzelner Gesellschaften, sondern um eine Grundbedingung des Produkts. Das macht die Riester-Rente zu einem verlässlichen Baustein, wenn du anderweitig keine Absicherung bekommst.
Für dich als Studierende oder Berufseinsteigerin bedeutet das: Du kannst den Vertrag abschließen, ohne dass eine bestehende Erkrankung zum Ausschlusskriterium wird. Die Konditionen hängen nicht von deinem Body-Mass-Index, deiner Psyche oder früheren Diagnosen ab.
Kurz erklärt
Riester-Rente ohne Gesundheitsprüfung
Ein staatlich geförderter Altersvorsorgevertrag, bei dem der Versicherer auf eine Risikoprüfung deiner Gesundheit verzichtet. Der Vertragsschluss ist damit unabhängig von Vorerkrankungen oder deinem aktuellen Gesundheitszustand möglich.
Die fehlende Gesundheitsprüfung ist ein gesetzliches Merkmal aller zertifizierten Riester-Verträge, nicht nur ein Angebot einzelner Anbieter.
02 · Was gilt
Wer bekommt die staatliche Förderung?
Die Riester-Förderung ist an deinen Status in der gesetzlichen Rentenversicherung gekoppelt. Nicht jede Personengruppe ist automatisch förderberechtigt.
Du bist förderberechtigt, wenn du Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlst. Dazu gehören Arbeitnehmer, Auszubildende, Beamte, Beschäftigte im öffentlichen Dienst, pflichtversicherte Selbständige, Landwirte, Wehr- und Zivildienstleistende sowie Arbeitslose und Eltern in der gesetzlichen Erziehungszeit.
Nicht förderberechtigt sind Selbständige ohne Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Auch wer in einem berufsständischen Versorgungswerk pflichtversichert ist, zum Beispiel Rechtsanwälte oder Architekten, gehört nicht zum Kreis der Förderberechtigten. Geringfügig Beschäftigte ohne eigene Beitragspflicht sind ebenfalls ausgeschlossen.
Eine wichtige Ausnahme gilt für Ehegatten: Wenn dein Partner förderberechtigt ist und du selbst keine eigenen Pflichtbeiträge zahlst, kannst du über einen eigenen Riester-Vertrag trotzdem die volle Grundzulage erhalten. Voraussetzung ist, dass ihr verheiratet seid und eine gemeinsame Steuerveranlagung wählt.
Prüfe deinen Status genau, bevor du einen Vertrag abschließt. Wer nicht förderberechtigt ist, bekommt weder Zulagen noch Steuervorteile. Ein bestehender Vertrag kann zwar weiterlaufen, verliert aber seine staatliche Förderung.
Förderberechtigt
Nicht förderberechtigt
03 · Vergleich
So hoch sind Grundzulage und Kinderzulage
Die Zulagen sind der sichtbarste Teil der Riester-Förderung. Sie werden deinem Vertrag direkt gutgeschrieben und reduzieren deinen nötigen Eigenbeitrag.
Die jährliche Grundzulage beträgt für dich als Erwachsene 175 Euro. Sie wird deinem Vertrag direkt gutgeschrieben und reduziert den Betrag, den du selbst einzahlen musst. Für Kinder gibt es eine zusätzliche Zulage, die sich nach dem Geburtsjahr richtet.
Für Kinder, die ab 2008 geboren sind, erhältst du 300 Euro pro Jahr. Für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, sind es 185 Euro pro Jahr. Die Kinderzulage wird zusätzlich zur Grundzulage gewährt, wenn für das Kind Kindergeld bezogen wird.
Berufseinsteiger unter 25 Jahren erhalten einmalig einen Bonus von 200 Euro. Dieser Bonus wird zusätzlich zu den laufenden Zulagen gewährt und muss nicht zurückgezahlt werden. Er soll den Einstieg in die geförderte Altersvorsorge erleichtern.
Die Zulagen werden mit deiner jährlichen Eigenleistung verrechnet. Das bedeutet: Du zahlst nicht den vollen Mindestbeitrag selbst, sondern nur die Differenz zwischen Mindestbeitrag und Zulagen. Je mehr Zulagen du bekommst, desto weniger Eigenleistung ist nötig.
| Zulage für Erwachsene | Zulage für Kinder (geboren ab 2008) | Zulage für Kinder (geboren vor 2008) | |
|---|---|---|---|
| Jährlicher Betrag | 175 Euro | 300 Euro | 185 Euro |
| Einmaliger Bonus für Berufseinsteiger unter 25 Jahren | 200 Euro einmalig |
04 · Kosten
Welchen Eigenbeitrag musst du einzahlen?
Um die volle Zulage zu erhalten, musst du einen Mindestbeitrag in deinen Vertrag einzahlen. Dieser bemisst sich an deinem Bruttoeinkommen des Vorjahres.
Die Formel lautet: 4 Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich der zu erwartenden Zulagen.
Ein Beispiel: Wenn dein Vorjahresbruttoeinkommen 30.000 Euro beträgt, liegt der Mindestbeitrag bei 1.200 Euro pro Jahr. Davon ziehst du die Grundzulage von 175 Euro ab. Dein tatsächlicher Eigenbeitrag beträgt dann 1.025 Euro pro Jahr, also etwa 85 Euro pro Monat.
Der maximal steuerlich absetzbare Beitrag inklusive Zulagen liegt bei 2.100 Euro pro Jahr. Das entspricht einem monatlichen Höchstbeitrag von 175 Euro. Wer mehr einzahlt, bekommt für den übersteigenden Betrag keine zusätzliche Förderung.
Zahlst du weniger als den Mindestbeitrag, wird die Zulage anteilig gekürzt. Die Kürzung erfolgt automatisch durch die Zulagenstelle. Du musst also nicht selbst nachrechnen, solltest aber deinen Beitrag regelmäßig an dein Einkommen anpassen.
Mindesteigenbeitrag für die volle Förderung
05 · Schritt für Schritt
Steuervorteile über den Sonderausgabenabzug nutzen
Neben den Zulagen kannst du deine Beiträge in der Einkommensteuererklärung geltend machen. Das Finanzamt prüft automatisch, ob dir die Zulage oder der Steuervorteil mehr bringt.
Du gibst deine jährlichen Sparbeiträge plus Zulagen als Sonderausgaben an. Maximal 2.100 Euro pro Jahr werden berücksichtigt.
Das Finanzamt führt automatisch eine Günstigerprüfung durch. Es vergleicht die Steuerersparnis aus dem Sonderausgabenabzug mit den erhaltenen Zulagen. Die für dich günstigere Variante wird angewendet. Bei Gutverdienern ist der Steuervorteil oft höher als die Zulagen.
In der Auszahlungsphase zahlst du Steuern auf deine Riester-Rente. Der Vorteil liegt darin, dass dein Steuersatz im Ruhestand in der Regel niedriger ist als während des Erwerbslebens. Du verschiebst also einen Teil deiner Steuerlast in eine Phase mit geringerem Einkommen.
Die Günstigerprüfung übernimmt das Finanzamt automatisch. Du musst keine separate Berechnung anstellen. Wichtig ist nur, dass du die Anlage AV in deiner Steuererklärung ausfüllst und die Bescheinigung deines Anbieters beifügst.
Beiträge einzahlen
Du zahlst deinen Eigenbeitrag in den Riester-Vertrag ein. Die staatlichen Zulagen werden deinem Vertrag gutgeschrieben.
Sonderausgabenabzug beantragen
In deiner Steuererklärung gibst du deine jährlichen Sparbeiträge plus Zulagen an. Maximal 2.100 Euro pro Jahr werden als Sonderausgaben berücksichtigt.
Günstigerprüfung durch das Finanzamt
Das Finanzamt vergleicht die Steuerersparnis aus dem Sonderausgabenabzug mit den erhaltenen Zulagen. Die für dich günstigere Variante wird angewendet.
Besteuerung in der Auszahlungsphase
Im Ruhestand zahlst du Steuern auf deine Riester-Rente. In der Regel liegt dein persönlicher Steuersatz dann niedriger als im Erwerbsleben.
06 · Hintergrund
Wohn-Riester: Förderung für die eigene Immobilie
Die Riester-Förderung lässt sich auch für Wohneigentum nutzen. Beim Wohn-Riester fließen Zulagen und Steuervorteile in die Finanzierung oder Entschuldung deiner selbst genutzten Immobilie.
Beim Wohn-Riester verwendest du dein angespartes Riester-Guthaben oder laufende Beiträge für den Kauf, Bau oder die Entschuldung einer selbst genutzten Immobilie. Die staatlichen Zulagen und Steuervorteile bleiben dabei erhalten. Du musst also nicht zwischen Riester-Rente und Wohneigentum wählen.
Das in der Immobilie gebundene Kapital wird in ein fiktives Wohnförderkonto eingestellt. Dieses Konto wird in der Auszahlungsphase jährlich um einen festgelegten Betrag erhöht und später besteuert. Die Besteuerung erfolgt also nicht sofort, sondern erst im Alter.
Wohn-Riester eignet sich besonders für Menschen, die im Alter mietfrei wohnen möchten und dafür auf eine monatliche Riester-Rente verzichten können. Die Immobilie dient dann als Altersvorsorge, ohne dass du monatliche Auszahlungen erhältst.
Die Immobilie muss selbst genutzt werden. Eine vermietete Wohnung oder ein Ferienhaus ist nicht förderfähig. Auch der Verkauf der Immobilie vor Rentenbeginn führt zur Rückzahlung der Förderung, es sei denn, du investierst den Erlös in eine neue selbst genutzte Immobilie.
Beim Wohn-Riester verwendest du dein angespartes Riester-Guthaben oder laufende Beiträge für den Kauf, Bau oder die Entschuldung einer selbst genutzten Immobilie. Die staatlichen Zulagen und Steuervorteile bleiben dabei erhalten.
Das in der Immobilie gebundene Kapital wird in ein fiktives Wohnförderkonto eingestellt. Dieses Konto wird in der Auszahlungsphase jährlich um einen festgelegten Betrag erhöht und später besteuert.
Wohn-Riester eignet sich besonders für Menschen, die im Alter mietfrei wohnen möchten und dafür auf eine monatliche Riester-Rente verzichten können. Die Immobilie dient dann als Altersvorsorge.
07 · Was gilt
Ab wann kannst du die lebenslange Rente beziehen?
Die Riester-Rente ist als lebenslange Zusatzrente konzipiert. Der frühestmögliche Beginn liegt vor dem gesetzlichen Rentenalter.
Du kannst sie frühestens ab deinem 62. Geburtstag beziehen. Spätestens mit dem Beginn deiner gesetzlichen Altersrente musst du die Auszahlung starten.
Die Rentenzahlung erfolgt monatlich und lebenslang. Du trägst also kein Langlebigkeitsrisiko, weil die Zahlungen auch dann weiterlaufen, wenn du über 100 Jahre alt wirst. Das unterscheidet die Riester-Rente von einem reinen Auszahlplan, der irgendwann endet.
Zu Rentenbeginn kannst du dir 30 Prozent des angesparten Kapitals in einer Summe auszahlen lassen. Diese Teilkapitalisierung ist förderunschädlich. Von einem Guthaben von 100.000 Euro könntest du also 30.000 Euro sofort entnehmen, ohne Zulagen oder Steuervorteile zurückzahlen zu müssen.
Eine vollständige Kapitalauszahlung ist nicht förderunschädlich möglich. Wer das gesamte Guthaben auf einmal haben möchte, muss alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen. Die Riester-Rente ist deshalb vor allem als monatliche Zusatzrente gedacht.
Möglich
Nicht möglich
08 · Im Vertrag
Was passiert mit dem Guthaben bei Tod?
Die Riester-Rente bietet Regelungen für Hinterbliebene. Entscheidend ist, ob der Tod vor oder nach Rentenbeginn eintritt.
Die Regelungen für Hinterbliebene hängen davon ab, ob der Tod vor oder nach Rentenbeginn eintritt. Stirbst du vor Rentenbeginn, wird das vorhandene Kapital abzüglich der staatlichen Förderung an einen Begünstigten ausgezahlt. Der Abzug der Förderung entfällt, wenn das Kapital auf einen eigenen Riester-Vertrag deines Ehepartners übertragen wird.
Stirbst du nach Rentenbeginn innerhalb der vereinbarten Garantiezeit, wird die Rente bis zum Ende dieser Garantiezeit an einen Begünstigten weitergezahlt. Wahlweise kann der Restbetrag in einer Summe ausgezahlt werden. In diesem Fall ist die staatliche Förderung anteilig zurückzuzahlen.
Die Übertragung auf den Ehepartner ist die günstigste Variante, weil sie den Abzug der Förderung vermeidet. Voraussetzung ist, dass dein Partner einen eigenen Riester-Vertrag besitzt oder abschließt. Das übertragene Kapital wird dann dort weitergeführt.
Ohne Begünstigten verfällt das Kapital nicht. Es wird an die Erben ausgezahlt, allerdings nach Abzug der staatlichen Förderung. Du solltest deshalb frühzeitig festlegen, wer im Todesfall begünstigt sein soll.
Hinterbliebenenschutz in der Riester-Rente
09 · Checkliste
Riester-Rente und Hartz IV: So ist dein Guthaben geschützt
Das angesparte Riester-Guthaben ist in der Ansparphase vor dem Zugriff des Staats geschützt. Das gilt sowohl für Arbeitslosengeld II als auch für die Grundsicherung.
Es ist insolvenzsicher und wird nicht zum verwertbaren Vermögen gerechnet. Das gilt sowohl für Arbeitslosengeld II als auch für die Grundsicherung.
Wenn du also arbeitslos wirst oder Grundsicherung beantragen musst, wird dein Riester-Guthaben nicht angerechnet. Du musst es nicht aufbrauchen, bevor du staatliche Leistungen erhältst. Das ist ein wichtiger Unterschied zu normalen Rentenversicherungen oder Sparverträgen.
Ein Beispiel: Wenn du 50 Jahre alt bist und 70.000 Euro in einer normalen Rentenversicherung angespart hast, kann der Staat verlangen, dass du dieses Kapital teilweise aufbrauchst, bevor du Leistungen bekommst. Bei einem Riester-Vertrag ist das nicht der Fall.
In der Auszahlungsphase wird die Riester-Rente auf die Grundsicherung im Alter angerechnet. Dieser Punkt wird häufig kritisiert, weil er Geringverdiener benachteiligt. Wer im Alter nur eine kleine gesetzliche Rente und eine kleine Riester-Rente hat, bekommt unter Umständen weniger Grundsicherung.
Schutz des Riester-Guthabens in prekären Phasen
Das Vertragsguthaben ist insolvenzsicher und wird nicht zum verwertbaren Vermögen gerechnet.
Bei Hartz IV oder Grundsicherung wird das angesparte Riester-Guthaben nicht angerechnet.
Du musst dein Riester-Guthaben nicht aufbrauchen, bevor du staatliche Leistungen erhältst.
In der Auszahlungsphase wird die Riester-Rente auf die Grundsicherung im Alter angerechnet.
10 · Fehler vermeiden
Typische Fehler bei der Riester-Rente vermeiden
Viele Riester-Sparer verschenken Förderung oder treffen Entscheidungen, die sich später als nachteilig erweisen. Diese Punkte solltest du beachten.
Der häufigste Fehler ist, zu wenig einzuzahlen. Wer unter 4 Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens bleibt, erhält nur eine anteilige Zulage.
Ein weiterer Fehler ist, die Zulage nicht zu beantragen. Ohne Dauerzulagenantrag verfällt die staatliche Förderung für das jeweilige Jahr. Der Antrag muss nur einmal gestellt werden, danach läuft er automatisch weiter. Änderungen wie Gehaltserhöhung, Heirat oder Nachwuchs musst du aber melden.
Die vorschnelle Kündigung ist besonders teuer. Sie führt zur Rückzahlung aller Zulagen und Steuervorteile. Auch ein Anbieterwechsel kann Nachteile bringen, weil neue Rechnungsgrundlagen gelten. Prüfe deshalb genau, ob sich ein Wechsel wirklich lohnt.
Die Riester-Rente ist als Baustein gedacht, nicht als alleinige Altersvorsorge. Wer ausschließlich auf Riester setzt, hat im Alter möglicherweise zu wenig Geld. Kombiniere den Vertrag mit anderen Anlageformen wie einem ETF-Sparplan oder einer betrieblichen Altersvorsorge.
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
11 · Vergleich
Riester-Rente ohne Gesundheitsprüfung: Für wen lohnt sie sich?
Die Riester-Rente ist besonders für bestimmte Personengruppen attraktiv. Entscheidend sind dein Einkommen, dein Familienstand und deine langfristige Planung.
Die Riester-Rente ist besonders für Familien mit Kindern attraktiv. Die Kinderzulage von bis zu 300 Euro pro Kind und Jahr macht einen großen Teil der Förderung aus. Wer zwei oder mehr Kinder hat, bekommt oft mehr Zulagen, als er selbst einzahlen muss.
Für Geringverdiener sind die Zulagen ebenfalls wertvoll, weil sie einen hohen Anteil der Förderung ausmachen. Allerdings wird die Riester-Rente im Alter auf die Grundsicherung angerechnet. Wer absehbar nur eine kleine Rente bekommt, sollte das bedenken.
Gutverdiener profitieren vor allem vom Steuervorteil durch den Sonderausgabenabzug. Die Zulagen sind im Verhältnis zum Einkommen gering, aber die Steuerersparnis kann mehrere hundert Euro pro Jahr betragen. Die Günstigerprüfung stellt sicher, dass die bessere Variante angewendet wird.
Für Menschen mit Vorerkrankungen ist die Riester-Rente oft die einzige Möglichkeit, eine geförderte Altersvorsorge abzuschließen. Die fehlende Gesundheitsprüfung macht den Vertrag unabhängig vom Gesundheitszustand. Allerdings bietet die Riester-Rente keine spezifische Absicherung für Berufsunfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit.
| Besonders lohnend | Weniger geeignet | |
|---|---|---|
| Familien mit Kindern | Hohe Kinderzulage von bis zu 300 Euro pro Kind und Jahr | |
| Geringverdiener | Riester-Rente wird auf Grundsicherung im Alter angerechnet | |
| Gutverdiener | Hoher Steuervorteil durch Sonderausgabenabzug | |
| Menschen mit Vorerkrankungen | Keine Gesundheitsprüfung, Vertragsschluss unabhängig vom Gesundheitszustand |
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