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FinanzbildungVersicherung12 Min.

Fondsgebundene Rentenversicherung Steuererklärung: So holst du dir dein Geld zurück

Du zahlst regelmäßig in eine fondsgebundene Rentenversicherung ein und fragst dich, was das mit deiner Steuererklärung zu tun hat? Sehr viel, denn deine Beiträge können deine Steuerlast senken. Wir erklären dir Schritt für Schritt, worauf es 2026 ankommt.

SteuervorteileRiester-RenteAltersvorsorge
Brauche ich das?
Ja, meistens.
Beiträge sind oft als Sonderausgaben absetzbar.
Was bringt es?
Weniger Steuern.
Dein zu versteuerndes Einkommen sinkt.
Wo eintragen?
Anlage Vorsorgeaufwand.
Dort gehören alle Altersvorsorgebeiträge hin.
Was ist neu?
Grundfreibetrag steigt.
Das Finanzamt prüft die Höhe deiner absetzbaren Beiträge.

Warum dieses Thema auch dich betrifft

Vielleicht denkst du, dass eine fondsgebundene Rentenversicherung nur etwas für Gutverdiener ist oder dass sich der Aufwand mit der Steuererklärung nicht lohnt. Doch das ist ein Irrtum. Jeder, der in Deutschland lebt und Einkommen erzielt, kann unter bestimmten Umständen Steuervorteile aus seiner Altersvorsorge ziehen. Die fondsgebundene Rentenversicherung ist dabei eine beliebte Form, weil sie die Chance auf höhere Renditen bietet, aber auch mit Risiken verbunden ist.

Der Staat fördert die Altersvorsorge auf verschiedene Weise. Eine davon ist die steuerliche Absetzbarkeit deiner Beiträge. Das bedeutet, dass du weniger Steuern zahlst, wenn du nachweislich Geld für dein Alter zurücklegst. Das Finanzamt erkennt diese Ausgaben als sogenannte Sonderausgaben an. Genau hier setzt deine Steuererklärung an. Wenn du diese Möglichkeit nicht nutzt, verschenkst du bares Geld.

Viele Menschen scheuen sich vor dem Thema, weil sie die Formulare und die Fachbegriffe nicht verstehen. Dabei ist es gar nicht so kompliziert, wenn man die Grundlagen kennt. Dieser Ratgeber nimmt dich an die Hand und erklärt dir alle wichtigen Schritte. Du musst kein Steuerexperte sein, um deine Beiträge erfolgreich einzutragen.

Denk daran, dass die Steuererklärung keine einmalige Sache ist. Du gibst sie in der Regel jedes Jahr ab. Wenn du einmal verstanden hast, wie die fondsgebundene Rentenversicherung in der Steuererklärung behandelt wird, wirst du in den Folgejahren davon profitieren. Es ist also eine Investition in dein Wissen, die sich langfristig auszahlt.

Zudem ändern sich die steuerlichen Regeln immer wieder. Was letztes Jahr galt, kann dieses Jahr schon anders sein. Deshalb ist es wichtig, dass du dich regelmäßig informierst und deine Steuererklärung sorgfältig ausfüllst. Dieser Artikel gibt dir den aktuellen Stand für das Jahr 2026 wieder.

Seit 2023
steigt der steuerliche Höchstbetrag für die Basisabsicherung schrittweise an.
Jährlich
musst du die Beitragsbescheinigung deines Versicherers beifügen.
Bis zu 90 %
der Beiträge zur Basisrente können als Sonderausgaben geltend gemacht werden.

Was ist eine fondsgebundene Rentenversicherung überhaupt?

Bevor wir uns in die Details der Steuererklärung stürzen, klären wir die Grundlagen. Eine fondsgebundene Rentenversicherung ist eine Form der privaten Altersvorsorge. Du zahlst regelmäßig Beiträge ein, die dann nicht, wie bei einer klassischen Rentenversicherung, in einen sicheren Zinstopf fließen. Stattdessen investiert der Versicherer dein Geld in Investmentfonds.

Das bedeutet, dass deine spätere Rente nicht garantiert ist, sondern von der Wertentwicklung der Fonds abhängt. Wenn die Kurse steigen, kann deine Rente höher ausfallen. Fallen die Kurse, kann sie auch niedriger sein. Dieses Risiko nimmst du in Kauf, um von den Chancen des Aktienmarktes zu profitieren. In der Regel kannst du zwischen verschiedenen Fonds wählen, die unterschiedliche Risikoklassen abdecken.

Es gibt zwei Hauptphasen in einer solchen Versicherung: die Ansparphase und die Auszahlungsphase. In der Ansparphase zahlst du ein und dein Geld wird investiert. In der Auszahlungsphase, also wenn du in Rente gehst, bekommst du entweder eine monatliche Rente oder eine einmalige Kapitalauszahlung. Manche Verträge bieten auch eine Kombination aus beidem.

Wichtig ist, dass eine fondsgebundene Rentenversicherung nicht mit einer betrieblichen Altersvorsorge oder einer Riester-Rente verwechselt werden darf. Es gibt zwar Überschneidungen, aber auch wichtige Unterschiede. Für die Steuererklärung ist entscheidend, um welche Art von Vertrag es sich genau handelt. Die Beiträge können unterschiedlich behandelt werden, je nachdem, ob es sich um eine Basisrente (auch Rürup-Rente genannt) oder eine private Rentenversicherung handelt.

Du siehst, es ist ein komplexes Produkt. Aber keine Sorge, für die Steuererklärung musst du nicht alle Details der Fondsanlage verstehen. Du musst nur wissen, wie du deine Beiträge und später deine Auszahlungen korrekt angibst.

Die Grundlagen der Steuererklärung für deine Versicherung

In deiner Steuererklärung gibt es ein spezielles Formular, die Anlage Vorsorgeaufwand. Hier trägst du alle Beiträge zur Altersvorsorge ein. Dazu gehören unter anderem die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, aber auch Beiträge zu privaten Rentenversicherungen wie deiner fondsgebundenen Rentenversicherung. Das Finanzamt prüft anhand dieser Angaben, wie hoch deine absetzbaren Sonderausgaben sind.

Der Staat unterscheidet zwischen verschiedenen Arten der Altersvorsorge. Die wichtigste Unterscheidung ist die zwischen der Basisrente (Rürup-Rente) und der privaten Rentenversicherung. Bei der Basisrente sind die Beiträge in deutlich höherem Maße absetzbar. Bei einer privaten fondsgebundenen Rentenversicherung gelten andere Regeln, die wir uns gleich genauer ansehen werden.

Ein zentraler Begriff ist der Sonderausgabenabzug. Das bedeutet, dass du bestimmte Ausgaben von deinem zu versteuernden Einkommen abziehen darfst. Dadurch sinkt die Bemessungsgrundlage für deine Steuer. Je höher dein Einkommen ist, desto größer ist der steuerliche Vorteil, weil du in einer höheren Steuerklasse bist.

Für die Beiträge zur privaten Rentenversicherung gibt es einen jährlichen Höchstbetrag, den du absetzen kannst. Dieser Betrag ist nicht unbegrenzt. Die genaue Höhe hängt von deinem Familienstand und deinem Einkommen ab. Das Finanzamt berechnet die genauen Werte, aber du musst die Beiträge korrekt angeben, damit es das überhaupt tun kann.

Du musst außerdem wissen, dass nicht alle Beiträge automatisch in voller Höhe anerkannt werden. Es gibt eine sogenannte Günstigerprüfung. Das Finanzamt prüft, ob es für dich günstiger ist, die Beiträge als Sonderausgaben abzusetzen oder ob du die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen oder andere Vergünstigungen in Anspruch nehmen solltest. Diese Prüfung übernimmt das Finanzamt für dich, aber du musst die Daten liefern.

Wie du deine Beiträge konkret absetzt

Um deine Beiträge zur fondsgebundenen Rentenversicherung abzusetzen, musst du sie in der Anlage Vorsorgeaufwand eintragen. Dort gibt es Zeilen für Beiträge zur privaten Altersvorsorge. Du findest die entsprechenden Felder, wenn du das Formular aufmerksam durchsiehst. Es ist wichtig, dass du die Beiträge in der richtigen Zeile einträgst, sonst kann es zu Rückfragen vom Finanzamt kommen.

Dein Versicherer schickt dir einmal im Jahr eine Beitragsbescheinigung. Dieses Dokument ist der Nachweis über deine gezahlten Beiträge. Du musst diese Bescheinigung nicht in Papierform einreichen, wenn du deine Steuererklärung elektronisch machst. In der Regel reicht es, wenn du die Daten aus der Bescheinigung in die entsprechenden Felder der Anlage Vorsorgeaufwand überträgst. Bewahre die Bescheinigung aber gut auf, falls das Finanzamt sie anfordert.

Die Beiträge zu einer privaten fondsgebundenen Rentenversicherung werden als sonstige Vorsorgeaufwendungen behandelt. Das bedeutet, dass sie nicht unbegrenzt absetzbar sind. Es gibt einen gemeinsamen Höchstbetrag für verschiedene Versicherungen, wie zum Beispiel die Haftpflicht- oder die Berufsunfähigkeitsversicherung. Deine Rentenversicherungsbeiträge konkurrieren also mit anderen Versicherungsbeiträgen um den begrenzten Abzug.

Es gibt jedoch eine Ausnahme: Wenn deine fondsgebundene Rentenversicherung als Basisrente (Rürup-Rente) abgeschlossen wurde, gelten andere, deutlich bessere Regeln. Dann kannst du deine Beiträge als Basisvorsorgeaufwendungen absetzen. Der Höchstbetrag ist hier viel höher und steigt bis zum Jahr 2025 auf 100 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze an. Für das Jahr 2026 ist dieser Prozess abgeschlossen.

Achte darauf, dass du die Beiträge nur in dem Jahr absetzen kannst, in dem du sie auch tatsächlich gezahlt hast. Wenn du also im Dezember 2025 einen Beitrag für Januar 2026 vorauszahlst, gehört dieser Beitrag in das Jahr 2025. Die Zuordnung ist wichtig, um Fehler zu vermeiden. Im Zweifel hilft dir ein Blick auf deine Kontoauszüge oder die Beitragsbescheinigung.

Kosten und Gebühren: Was du wissen solltest

Ein wichtiger Punkt bei der fondsgebundenen Rentenversicherung sind die Kosten. Diese mindern nicht nur deine Rendite, sondern können auch Auswirkungen auf deine Steuererklärung haben. Es gibt zwei Arten von Kosten: die Abschluss- und Vertriebskosten und die laufenden Verwaltungskosten. Die Abschlusskosten werden in den ersten Jahren von deinen Beiträgen abgezogen.

Aus steuerlicher Sicht ist entscheidend, dass du nur den Betrag als Sonderausgaben absetzen kannst, der tatsächlich für die Altersvorsorge verwendet wird. Die Kosten, die der Versicherer einbehält, sind nicht in voller Höhe absetzbar. Das Finanzamt erkennt nur die Nettobeiträge an, also den Betrag, der nach Abzug der Kosten in die Fondsanlage fließt. Deine Beitragsbescheinigung weist diesen Betrag in der Regel separat aus.

Es gibt auch Fonds, die eine sogenannte Performance-Fee verlangen. Das ist eine erfolgsabhängige Vergütung, die der Fondsmanager erhält, wenn er eine bestimmte Rendite erzielt. Diese Gebühr wird direkt vom Fondsvermögen abgezogen. Für deine Steuererklärung spielt sie keine direkte Rolle, da sie bereits in der Wertentwicklung des Fonds berücksichtigt ist. Du kannst sie also nicht separat absetzen.

Achte beim Abschluss einer fondsgebundenen Rentenversicherung auf die Kostenstruktur. Hohe Kosten können die Rendite erheblich schmälern. Es gibt keine pauschale Aussage darüber, was gut oder schlecht ist, da es stark auf den Anbieter und den Vertrag ankommt. Ein Blick in das Basisinformationsblatt, das dir der Versicherer aushändigen muss, hilft dir, die Kosten zu verstehen.

Denke daran, dass die Kosten nicht nur in der Ansparphase anfallen, sondern auch in der Auszahlungsphase. Wenn du dir eine lebenslange Rente auszahlen lässt, werden weiterhin Verwaltungskosten berechnet. Auch diese Kosten mindern deine Rente und damit dein zu versteuerndes Einkommen in der Rentenphase. Das ist dann relevant, wenn du deine Rente in der Steuererklärung angibst.

Worauf du bei der Steuererklärung besonders achten solltest

Ein häufiger Fehler ist, die Beiträge zur fondsgebundenen Rentenversicherung einfach zu vergessen. Gerade wenn du mehrere Versicherungen hast, kann das schnell passieren. Nimm dir Zeit und sammle alle Beitragsbescheinigungen, bevor du mit der Steuererklärung beginnst. Lege sie dir griffbereit, damit du nichts übersiehst.

Achte darauf, dass du die Beiträge in die richtige Anlage einträgst. Die Anlage Vorsorgeaufwand ist das richtige Formular für deine Rentenversicherung. Es gibt auch die Anlage N für Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit oder die Anlage KAP für Kapitaleinkünfte. Deine Rentenversicherung gehört aber in die Vorsorgeaufwendungen. Wenn du unsicher bist, nutze die Hilfe eines Steuerprogramms oder eines Lohnsteuerhilfevereins.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Unterscheidung zwischen der Ansparphase und der Auszahlungsphase. In der Ansparphase sind deine Beiträge möglicherweise absetzbar. In der Auszahlungsphase musst du deine Rente als sonstige Einkünfte versteuern. Das gilt für die meisten privaten Rentenversicherungen. Nur der Ertragsanteil, also der Zinsanteil in deiner Rente, ist steuerpflichtig. Dieser Anteil hängt von deinem Alter bei Rentenbeginn ab.

Wenn du eine Kapitalauszahlung wählst, anstatt einer monatlichen Rente, gelten andere Regeln. Dann musst du die Erträge aus der Fondsanlage versteuern. Das Finanzamt betrachtet die Auszahlung als Einkünfte aus Kapitalvermögen. Hier greift der Abgeltungsteuersatz. Es gibt jedoch eine Besonderheit: Wenn der Vertrag mindestens zwölf Jahre läuft und du mindestens 60 Jahre alt bist, bleibt die Hälfte der Erträge steuerfrei.

Prüfe außerdem, ob dein Vertrag eine garantierte Rente oder einen garantierten Kapitalerhalt vorsieht. Diese Garantien haben Einfluss auf die steuerliche Bewertung. Verträge mit Garantien werden anders behandelt als reine Fondspolicen ohne Garantie. Auch hier gilt: Im Zweifel hilft ein Blick in die Vertragsunterlagen oder eine Beratung durch einen Experten.

Typische Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest

Der größte Fehler ist, die Steuererklärung gar nicht erst abzugeben. Viele Menschen sind dazu verpflichtet, wissen es aber nicht oder schieben es auf. Wenn du dazu aufgefordert wirst oder bestimmte Einkünfte hast, solltest du die Frist unbedingt einhalten. Sonst drohen Verspätungszuschläge und Säumniszuschläge. Das kostet dich unnötig Geld.

Ein weiterer Fehler ist die falsche Angabe der Beiträge. Wenn du die Zahlen aus der Beitragsbescheinigung nicht korrekt überträgst, kann das Finanzamt deine Steuererklärung zurückweisen oder korrigieren. Das führt zu Verzögerungen und möglicherweise zu einer Nachzahlung. Kontrolliere deine Eingaben daher immer doppelt.

Viele vergessen auch, die Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung oder zur Haftpflichtversicherung anzugeben. Diese Beiträge können zusammen mit deiner Rentenversicherung den Höchstbetrag für sonstige Vorsorgeaufwendungen ausschöpfen. Wenn du sie weglässt, lässt du Steuervorteile liegen. Es ist also wichtig, alle Versicherungen anzugeben, nicht nur die Rentenversicherung.

Ein klassischer Fehler ist auch, die Anlage Vorsorgeaufwand mit der Anlage AV (Altersvorsorge) zu verwechseln. Die Anlage AV ist speziell für Riester-Verträge gedacht. Wenn du eine fondsgebundene Rentenversicherung ohne Riester-Förderung hast, gehört sie nicht in die Anlage AV. Die Zuordnung ist entscheidend für die korrekte Veranlagung.

Zu guter Letzt: Gib niemals geschätzte Werte an, wenn du es genau wissen kannst. Das Finanzamt verlangt genaue Angaben. Wenn du dir bei einer Zahl unsicher bist, recherchiere oder frage nach. Eine falsche Angabe kann als Steuerhinterziehung gewertet werden, auch wenn sie versehentlich passiert ist. Es ist besser, nachzufragen, als zu schätzen.

Dein konkreter Fahrplan für die nächsten Schritte

Zuerst solltest du alle Unterlagen sammeln. Dazu gehören deine Lohnsteuerbescheinigung, die Beitragsbescheinigungen deiner Versicherungen und alle anderen Belege, die für deine Steuererklärung relevant sind. Lege einen Ordner an oder erstelle einen digitalen Ablageort, damit du nichts verlierst. Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete.

Als Nächstes besorgst du dir die Formulare für die Steuererklärung. Du kannst sie entweder als Papierformular beim Finanzamt anfordern oder online über das Portal ELSTER ausfüllen. ELSTER ist das kostenlose Online-Portal des Finanzamts. Es führt dich Schritt für Schritt durch die Formulare und hilft dir, die richtigen Anlagen auszuwählen. Für die meisten Arbeitnehmer ist die Anlage Vorsorgeaufwand Pflicht.

Trage nun deine Daten in die Anlage Vorsorgeaufwand ein. Beginne mit den Basisdaten zu deiner Person und deinem Einkommen. Danach folgen die Angaben zu deinen Versicherungsbeiträgen. Übertrage die Werte aus deinen Beitragsbescheinigungen sorgfältig. Achte darauf, dass du die Beiträge zur privaten Rentenversicherung in der richtigen Zeile einträgst.

Wenn du unsicher bist, ob du alles richtig gemacht hast, gibt es mehrere Möglichkeiten. Du kannst ein Steuerprogramm nutzen, das dir bei der Eingabe hilft und Plausibilitätsprüfungen durchführt. Oder du wendest dich an einen Lohnsteuerhilfeverein. Die Mitgliedschaft kostet einen kleinen Beitrag, aber dafür bekommst du professionelle Hilfe. Das kann sich lohnen, wenn deine Steuererklärung komplexer ist.

Reiche deine Steuererklärung fristgerecht ein. Die Frist für das Steuerjahr 2025 ist der 31. Juli 2026. Wenn du einen Steuerberater beauftragst, verlängert sich die Frist automatisch. Nach der Einreichung bekommst du einen Steuerbescheid. Prüfe diesen genau. Wenn du Fehler findest, kannst du innerhalb eines Monats Einspruch einlegen. So stellst du sicher, dass du alle Vorteile bekommst, die dir zustehen.

Blick in die Zukunft: Was sich 2026 ändert

Das Jahr 2026 bringt einige Neuerungen im Steuerrecht mit sich, die auch deine fondsgebundene Rentenversicherung betreffen können. Der Grundfreibetrag, also der Betrag, bis zu dem du keine Einkommensteuer zahlen musst, wird voraussichtlich erneut angehoben. Das bedeutet, dass du bei gleichem Einkommen weniger Steuern zahlst. Deine absetzbaren Beiträge können dadurch an Wert gewinnen.

Auch der steuerliche Höchstbetrag für die Basisvorsorge ist seit 2025 bei rund 100 Prozent angekommen. Das betrifft vor allem die Beiträge zur Rürup-Rente. Wenn deine fondsgebundene Rentenversicherung als Basisrente läuft, kannst du deine Beiträge also in voller Höhe bis zur Beitragsbemessungsgrenze absetzen. Das ist ein erheblicher Vorteil, den du unbedingt nutzen solltest.

Für private Rentenversicherungen ohne Rürup-Status gibt es keine großen Änderungen. Der Höchstbetrag für sonstige Vorsorgeaufwendungen bleibt bestehen. Allerdings kann sich durch die Erhöhung des Grundfreibetrags die Günstigerprüfung anders auswirken. Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Absetzbarkeit der Beiträge für dich von Vorteil ist. Du musst also nichts aktiv tun.

Ein Trend, der sich 2026 fortsetzt, ist die Digitalisierung der Steuererklärung. Immer mehr Prozesse laufen über ELSTER und die Finanzämter fordern Belege digital an. Es ist daher ratsam, deine Unterlagen in digitaler Form zu speichern. Das erleichtert nicht nur die Abgabe, sondern auch die Aufbewahrung. Du solltest deine Belege mindestens sieben Jahre aufbewahren, da das Finanzamt auch Jahre später noch Rückfragen stellen kann.

Behalte außerdem die politischen Diskussionen im Blick. Es gibt immer wieder Vorschläge, die steuerliche Förderung der Altersvorsorge zu reformieren. Sollte es 2026 zu Änderungen kommen, wirst du darüber in den Nachrichten hören. Es ist wichtig, dass du dich regelmäßig informierst, um deine Steuererklärung optimal zu gestalten. Dieser Ratgeber ist ein erster Schritt, aber nicht das Ende deiner Informationsreise.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Hast du im letzten Jahr Beiträge an eine Versicherung gezahlt?
Liegt dein zu versteuerndes Einkommen über dem Grundfreibetrag?
Hast du deine letzte Steuererklärung ohne Vorsorgeaufwand abgegeben?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Nein, nicht immer. Die Beiträge sind nur bis zu bestimmten Höchstbeträgen absetzbar. Ob und in welcher Höhe du absetzen kannst, hängt von deinem Einkommen, deinem Familienstand und der Art des Vertrags ab. Eine private Rentenversicherung fällt unter die sonstigen Vorsorgeaufwendungen, eine Rürup-Rente unter die Basisvorsorge.

Bei einer Rürup-Rente (Basisrente) sind die Beiträge deutlich höher absetzbar, bis zu 100 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze. Bei einer privaten fondsgebundenen Rentenversicherung gilt ein niedrigerer Höchstbetrag, der mit anderen Versicherungen geteilt wird. Die Auszahlungen werden bei Rürup später voll besteuert, bei privaten Renten nur mit dem Ertragsanteil.

In ELSTER findest du die Anlage Vorsorgeaufwand. Dort gibt es einen Bereich für die Angabe von Versicherungsbeiträgen. Du musst die Beiträge zur privaten Rentenversicherung in der Zeile für sonstige Vorsorgeaufwendungen eintragen. Die Beitragsbescheinigung deines Versicherers hilft dir bei der Zuordnung.

Wenn du die Beiträge vergisst, zahlst du im Zweifel mehr Steuern als nötig. Das Finanzamt ist nicht verpflichtet, deine Angaben zu korrigieren. Du kannst deine Steuererklärung jedoch innerhalb eines Monats nach Erhalt des Bescheids ändern lassen. Danach ist eine Korrektur nur noch in Ausnahmefällen möglich.

Ja, die Rente aus einer privaten fondsgebundenen Rentenversicherung ist in der Auszahlungsphase steuerpflichtig. Der steuerpflichtige Anteil hängt von deinem Alter bei Rentenbeginn ab. Es wird nur der Ertragsanteil besteuert, nicht die volle Rente. Bei einer Kapitalauszahlung greift die Abgeltungsteuer, wobei es Freibeträge geben kann.

Die Günstigerprüfung ist ein automatischer Abgleich durch das Finanzamt. Es prüft, ob es für dich günstiger ist, deine Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben abzusetzen oder ob du die Steuerermäßigung für andere Aufwendungen in Anspruch nehmen solltest. Du musst dafür nichts tun, aber deine Angaben müssen vollständig sein.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.