Ratgeber · Versicherung
Betriebliche Altersvorsorge im Test 2026: So findest du den passenden Anbieter
Ein Testbericht zur betrieblichen Altersvorsorge hilft dir, aus den vielen Durchführungswegen und Tarifen die richtige Wahl zu treffen. Für 2026 zeigen aktuelle Ratings, welche Anbieter bei Kompetenz und Fairness überzeugen.
11 Kapitel · 16 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Die Entgeltumwandlung ist der Kern der betrieblichen Altersvorsorge und wird durch deinen Arbeitgeber bezuschusst.
- Für 2026 sind monatlich 338 Euro sozialversicherungsfrei und bis zu 676 Euro steuerfrei möglich.
- Die Direktversicherung ist der meistgenutzte Durchführungsweg, gefolgt von Pensionskasse und Pensionsfonds.
- Aktuelle Ratings des IVFP und von ServiceValue bewerten Anbieter wie Allianz, Swiss Life und LV 1871 mit Bestnoten.
01 · Grundlagen
Was ist betriebliche Altersvorsorge?
Die betriebliche Altersvorsorge, kurz bAV, ist ein Weg, über deinen Arbeitgeber für das Alter zu sparen. Du wandelst einen Teil deines Bruttogehalts um, bevor Steuern und Sozialabgaben berechnet werden.
Bei der Entgeltumwandlung verzichtest du auf einen Teil deines Bruttogehalts, bevor Lohnsteuer und Sozialabgaben berechnet werden. Dieser Betrag fließt direkt in einen Vorsorgevertrag, den dein Arbeitgeber für dich abschließt. Dadurch sinkt dein zu versteuerndes Einkommen im Jahr der Einzahlung.
Dein Arbeitgeber profitiert ebenfalls, weil er auf den umgewandelten Betrag keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen muss. Einen Teil dieser Ersparnis muss er an dich weitergeben: Mindestens 15 Prozent des umgewandelten Betrags zahlt er als Pflichtzuschuss zusätzlich in deinen Vertrag ein. Dieser Zuschuss gilt für alle Entgeltumwandlungen, die nach 2018 abgeschlossen wurden.
Für dich bedeutet das: Aus 100 Euro Bruttogehaltsverzicht werden mindestens 115 Euro Beitrag für deine spätere Rente. Der tatsächliche Nettolohnverlust ist deutlich geringer, weil du auf die 100 Euro keine Steuern und Sozialabgaben zahlst.
Kurz erklärt
Betriebliche Altersvorsorge (bAV)
Eine vom Arbeitgeber unterstützte Form der Altersvorsorge, bei der du einen Teil deines Bruttogehalts in einen Vorsorgevertrag einzahlst. Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, bei der Entgeltumwandlung mindestens 15 Prozent des umgewandelten Betrags als Zuschuss zu zahlen, soweit er Sozialabgaben einspart.
Die Beiträge werden direkt aus dem Bruttolohn gezahlt, wodurch sich dein zu versteuerndes Einkommen reduziert.
02 · Vergleich
Welche Durchführungswege gibt es in der bAV?
Für die betriebliche Altersvorsorge stehen fünf verschiedene Durchführungswege zur Verfügung. Sie unterscheiden sich in der Art der Zusage und der steuerlichen Behandlung.
Die fünf Durchführungswege unterscheiden sich vor allem darin, wer den Vertrag trägt und wie viel Einfluss dein Arbeitgeber auf die Anlage hat. Die Direktversicherung ist der meistgenutzte Weg: Dein Arbeitgeber schließt eine Lebensversicherung auf dein Leben ab, du bist versicherte Person und später leistungsberechtigt.
Pensionskasse und Pensionsfonds sind rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtungen. Die Pensionskasse unterliegt der Versicherungsaufsicht und legt konservativer an, der Pensionsfonds hat mehr Freiheiten bei der Kapitalanlage. Für dich als Arbeitnehmer funktionieren beide Wege ähnlich: Du wandelst Gehalt um, und die Beiträge sind bis zu den genannten Grenzen steuer- und sozialversicherungsfrei.
Bei der Unterstützungskasse und der Direktzusage zahlt dein Arbeitgeber die Leistungen aus eigenen Mitteln. Diese Wege sind für dich als Arbeitnehmer weniger transparent, weil du keinen eigenen Vertrag mit einem Versicherer hast. Die steuerliche Förderung ist bei der Unterstützungskasse nahezu unbegrenzt, bei der Direktzusage gibt es keine festen Beitragsgrenzen.
- Die Direktversicherung bietet dir einen eigenen Vertrag mit einem Versicherer und klare Beitragsgrenzen.
- Pensionskasse und Pensionsfonds sind für größere Unternehmen oder Branchenlösungen typisch.
- Unterstützungskasse und Direktzusage eignen sich vor allem für Geschäftsführer und Führungskräfte mit höherem Vorsorgebedarf.
| Direktversicherung | Pensionskasse | Pensionsfonds | Unterstützungskasse | Direktzusage | |
|---|---|---|---|---|---|
| Steuerliche Förderung der Beiträge | Bis zu 676 Euro monatlich steuerfrei | Bis zu 676 Euro monatlich steuerfrei | Bis zu 676 Euro monatlich steuerfrei | Nahezu unbegrenzt steuerfrei | |
| Sozialversicherungsfreiheit | Bis zu 338 Euro monatlich | Bis zu 338 Euro monatlich | Bis zu 338 Euro monatlich | ||
| Typische Nutzung | Meistgenutzter Weg für die Entgeltumwandlung | Für Geschäftsführer und Führungskräfte |
03 · Schritt für Schritt
So funktioniert die Entgeltumwandlung
Die Entgeltumwandlung ist der häufigste Weg, eine betriebliche Altersvorsorge aufzubauen. Der Ablauf ist klar geregelt und beginnt mit deinem Wunsch, einen Teil des Gehalts umzuwandeln.
Seit 2002 hast du einen Rechtsanspruch darauf, einen Teil deines künftigen Gehalts für die betriebliche Altersvorsorge zu verwenden. Du musst diesen Anspruch nicht begründen, sondern kannst ihn direkt bei deinem Arbeitgeber geltend machen. Dein Arbeitgeber darf die Entgeltumwandlung nicht ablehnen, wenn du sie verlangst.
Dein Arbeitgeber bestimmt grundsätzlich den Durchführungsweg. Bietet er keine Direktversicherung, Pensionskasse oder keinen Pensionsfonds an, kannst du eine Direktversicherung verlangen. In der Praxis haben die meisten Unternehmen bereits einen Rahmenvertrag mit einem Versicherer, in den du aufgenommen wirst.
Der Arbeitgeberzuschuss ist gesetzlich geregelt: Mindestens 15 Prozent des umgewandelten Betrags muss dein Arbeitgeber zusätzlich zahlen, soweit er durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge spart. Prüfe auf deiner Entgeltabrechnung, ob dieser Zuschuss tatsächlich ankommt.
- Du verlangst schriftlich oder formlos die Entgeltumwandlung bei deinem Arbeitgeber.
- Dein Arbeitgeber wählt den Durchführungsweg oder bestätigt die Direktversicherung.
- Du prüfst den Arbeitgeberzuschuss von mindestens 15 Prozent auf deiner Abrechnung.
- Die Beiträge werden ab dem Folgemonat direkt aus deinem Bruttolohn abgeführt.
Anspruch geltend machen
Du verlangst von deinem Arbeitgeber, einen Teil deines künftigen Gehalts für die bAV zu verwenden. Ein Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung besteht seit 2002.
Durchführungsweg wählen
Dein Arbeitgeber kann den Durchführungsweg bestimmen. Bietet er keine Direktversicherung, Pensionskasse oder keinen Pensionsfonds an, kannst du eine Direktversicherung verlangen.
Arbeitgeberzuschuss prüfen
Dein Arbeitgeber muss mindestens 15 Prozent des umgewandelten Betrags zusätzlich zahlen, wenn er durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge spart.
Beiträge zahlen
Der vereinbarte Betrag wird direkt von deinem Bruttolohn abgezogen und an den Versorgungsträger überwiesen. Bis zu 338 Euro monatlich sind sozialversicherungsfrei, bis zu 676 Euro steuerfrei.
Rente beziehen
Im Ruhestand erhältst du die Leistungen aus dem Vertrag als lebenslange Rente oder als einmalige Kapitalzahlung, je nach Tarif und Vereinbarung.
04 · Was gilt
Was gilt bei einem Arbeitgeberwechsel?
Ein Jobwechsel bedeutet nicht, dass deine angesparte betriebliche Altersvorsorge verloren ist. Die Anwartschaft bleibt dir erhalten, es gibt aber unterschiedliche Wege der Fortführung.
Deine bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses angesparte Anwartschaft bleibt dir zum Rentenbeginn grundsätzlich erhalten. Der alte Arbeitgeber kann deine Ansprüche nicht einfach verfallen lassen, auch wenn du nur kurz im Unternehmen warst. Die gesetzliche Unverfallbarkeit greift bei Entgeltumwandlungen sofort.
Bei einer Direktversicherung hast du beim Jobwechsel drei Möglichkeiten. Dein neuer Arbeitgeber kann den bestehenden Vertrag unverändert übernehmen, das angesparte Kapital wird in einen neuen Vertrag beim neuen Arbeitgeber übertragen, oder du führst den Vertrag privat mit eigenen Beiträgen fort. Die private Fortführung ist oft die teuerste Variante, weil du den Arbeitgeberzuschuss verlierst und die Beiträge aus dem Netto zahlen musst.
Bei Pensionskasse und Pensionsfonds sind die genannten Wege grundsätzlich ebenfalls möglich. Sprich den Wechsel frühzeitig mit deinem alten und neuen Arbeitgeber ab, damit die Übertragung reibungslos läuft. Die Fristen für die Übertragung sind nicht gesetzlich festgelegt, sondern hängen von den Vertragsbedingungen ab.
- Dein neuer Arbeitgeber übernimmt den bestehenden Vertrag unverändert.
- Das angesparte Kapital wird in einen neuen Vertrag beim neuen Arbeitgeber übertragen.
- Du führst den bestehenden Vertrag privat mit eigenen Beiträgen fort.
Das bleibt dir erhalten
Das ist nicht möglich
05 · Kosten
Wie hoch sind die steuerlichen und sozialen Vorteile 2026?
Die staatliche Förderung macht die betriebliche Altersvorsorge attraktiv. Für 2026 gelten feste Höchstbeträge, die du kennen solltest, um deine Beiträge optimal zu planen.
Für 2026 gelten feste Höchstbeträge, die sich aus der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung ableiten. Sozialversicherungsfrei sind Beiträge bis zu 4 Prozent dieser Grenze, das entspricht 338 Euro pro Monat. Steuerfrei sind insgesamt 8 Prozent, also 676 Euro pro Monat.
Die Beträge gelten für die Direktversicherung, die Pensionskasse und den Pensionsfonds gleichermaßen. Bei der Unterstützungskasse sind die Beiträge nahezu unbegrenzt steuerfrei, bei der Direktzusage gibt es keine festen Beitragsgrenzen. Diese Wege sind aber meist Führungskräften und Geschäftsführern vorbehalten.
Wenn deine monatlichen Beiträge unter 338 Euro liegen, kannst du deine Betriebsrente mit geringem finanziellen Aufwand optimieren. Eine Erhöhung um 50 Euro brutto kostet dich netto oft nur 25 bis 30 Euro, weil Steuern und Sozialabgaben entfallen. Prüfe auf deiner Entgeltabrechnung, wie hoch dein aktueller Beitrag ist.
- Sozialversicherungsfrei sind 338 Euro pro Monat, das entspricht 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze.
- Steuerfrei sind 676 Euro pro Monat, das entspricht 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze.
- Die Grenzen gelten für Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds.
Maximale monatliche Förderung in der bAV 2026
06 · Im Vertrag
Was bedeuten Kompetenzrating und Fairness-Test?
Unabhängige Institute bewerten Anbieter der betrieblichen Altersvorsorge nach verschiedenen Kriterien. Zwei wichtige Begriffe in Testberichten sind das Kompetenzrating und der Fairness-Test.
Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) bewertet Anbieter in sieben Notenstufen von Exzellent bis Ungenügend. Geprüft werden unter anderem Tarifqualität, Flexibilität und Verwaltung. Im bAV-Direktversicherungsrating 2026 erhielten 29 von 76 Tarifen die Bestnote Exzellent.
Das Kompetenzrating des IVFP betrachtet die gesamte Kompetenz eines Anbieters in der betrieblichen Altersvorsorge, nicht nur einzelne Tarife. Im aktuellen Rating erhielten unter anderem Allianz, Swiss Life und LV 1871 die Bewertung exzellent. Diese Note bedeutet, dass der Anbieter in allen geprüften Bereichen überdurchschnittlich abschneidet.
Der Fairness-Test von ServiceValue befragt Kunden und Interessenten zur wahrgenommenen Fairness eines Anbieters. Die Bestnote lautet sehr gut. Im Test 2026 überzeugen unter anderem Allianz, Swiss Life und Württembergische mit dieser Bewertung. Fairness umfasst dabei Kriterien wie transparente Kommunikation, verständliche Produkte und kulantes Verhalten im Schadensfall.
- Das Kompetenzrating bewertet die fachliche Qualität von Tarifen und Verwaltung.
- Der Fairness-Test misst die wahrgenommene Fairness aus Sicht von Kunden und Interessenten.
- Beide Ratings zusammen geben ein umfassendes Bild von der Qualität eines Anbieters.
Wichtige Begriffe in bAV-Testberichten
07 · Checkliste
Woran erkennst du einen guten bAV-Anbieter?
Nicht nur Testergebnisse, sondern auch praktische Kriterien entscheiden, ob ein Anbieter zu dir und deinem Arbeitgeber passt. Diese Checkliste hilft dir bei der Einordnung.
Ein guter Anbieter muss zuerst den Durchführungsweg anbieten, den dein Arbeitgeber gewünscht hat. Nicht jeder Versicherer deckt alle fünf Wege ab. Die Swiss Life beispielsweise deckt alle fünf Durchführungswege mit eigenen Gesellschaften ab, von der Pensionskasse bis zum Pensionsfonds.
Bei fondsgebundenen Tarifen solltest du auf eine Beitragsgarantie von mindestens 80 Prozent achten. Diese Garantie stellt sicher, dass du zum Rentenbeginn mindestens 80 Prozent deiner eingezahlten Beiträge zurückbekommst, auch wenn die Fonds schlecht laufen. Die LV 1871 bietet mit dem Tarif MeinPlan bAV eine Bruttobeitragsgarantie von 80 Prozent.
Der Verwaltungsaufwand für die Personalabteilung ist ein oft unterschätzter Faktor. Digitale Portale wie HDI bAVnet oder FirmenOnline von der Allianz reduzieren Fehler und Rückfragen. Ein geringer Verwaltungsaufwand erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass dein Arbeitgeber die bAV aktiv unterstützt und nicht als lästige Pflicht betrachtet.
- Bietet der Anbieter den von deinem Arbeitgeber gewünschten Durchführungsweg an?
- Gibt es eine Beitragsgarantie von mindestens 80 Prozent bei fondsgebundenen Tarifen?
- Ist der Verwaltungsaufwand für die Personalabteilung gering, zum Beispiel durch ein digitales Portal?
- Bietet der Tarif eine Berufsunfähigkeitsabsicherung oder Hinterbliebenenrente als Zusatzbaustein?
- Wurde der Anbieter im aktuellen Kompetenzrating des IVFP mit exzellent bewertet?
- Hat der Anbieter im Fairness-Test von ServiceValue die Note sehr gut erhalten?
Kriterien für die Anbieterwahl
Bietet der Anbieter den von deinem Arbeitgeber gewünschten Durchführungsweg an?
Gibt es eine Beitragsgarantie von mindestens 80 Prozent bei fondsgebundenen Tarifen?
Ist der Verwaltungsaufwand für die Personalabteilung gering, zum Beispiel durch ein digitales Portal?
Bietet der Tarif eine Berufsunfähigkeitsabsicherung oder Hinterbliebenenrente als Zusatzbaustein?
Wurde der Anbieter im aktuellen Kompetenzrating des IVFP mit exzellent bewertet?
Hat der Anbieter im Fairness-Test von ServiceValue die Note sehr gut erhalten?
Sind die Kosten des Vertrags transparent und nachvollziehbar ausgewiesen?
08 · Fehler vermeiden
Welche Fehler solltest du bei der bAV vermeiden?
Bei der betrieblichen Altersvorsorge gibt es einige typische Fehler, die du leicht umgehen kannst. Sie betreffen vor allem die Beitragshöhe und den Umgang mit dem Arbeitgeber.
Der häufigste Fehler ist, den gesetzlichen Arbeitgeberzuschuss nicht zu prüfen. Viele Arbeitnehmer wissen nicht, dass ihr Arbeitgeber mindestens 15 Prozent des umgewandelten Betrags zusätzlich zahlen muss. Auf deiner Entgeltabrechnung siehst du, ob der Zuschuss tatsächlich ankommt.
Ein weiterer Fehler ist, die steuer- und sozialversicherungsfreien Höchstbeträge nicht auszuschöpfen. Wenn dein Beitrag unter 338 Euro pro Monat liegt, verschenkst du Förderung. Eine Erhöhung um 50 Euro brutto kostet dich netto oft nur 25 bis 30 Euro, weil Steuern und Sozialabgaben entfallen.
Beim Arbeitgeberwechsel lassen viele den alten Vertrag ungeprüft ruhen. Das ist nicht automatisch falsch, aber du solltest aktiv klären, ob eine Übernahme durch den neuen Arbeitgeber oder eine private Fortführung sinnvoller ist. Die private Fortführung ist oft die teuerste Variante, weil du den Arbeitgeberzuschuss verlierst.
- Du prüfst nicht, ob dein Arbeitgeber den gesetzlichen Zuschuss von mindestens 15 Prozent zahlt.
- Du schöpfst die steuer- und sozialversicherungsfreien Höchstbeträge nicht aus, obwohl dein Budget es zulässt.
- Du lässt bei einem Arbeitgeberwechsel den alten Vertrag ungeprüft ruhen, statt eine Übernahme oder private Fortführung zu klären.
- Du vergleichst nur den Beitrag und ignorierst die Qualität der Kapitalanlage und die Flexibilität des Tarifs.
- Du verlässt dich bei der Tarifwahl allein auf den Namen des Anbieters, ohne aktuelle Testergebnisse zu berücksichtigen.
Häufige Fehler im Umgang mit der bAV
09 · Hintergrund
Welche Anbieter schneiden 2026 in Tests gut ab?
Die aktuellen Ratings für 2026 zeigen, welche Versicherer in der betrieblichen Altersvorsorge überzeugen. Die Ergebnisse stammen aus dem Direktversicherungsrating des IVFP und der Fairness-Studie von ServiceValue.
Im Direktversicherungsrating des IVFP für 2026 überzeugen unter anderem Allianz, Alte Leipziger und LV 1871 mit Bestnoten. Das Institut hat insgesamt 76 Tarife von 34 Anbietern untersucht und in sieben Notenstufen von Exzellent bis Ungenügend bewertet. 29 von 76 Tarifen erhielten die Bestnote Exzellent.
Im Kompetenzrating des IVFP erhielten unter anderem Allianz, Swiss Life und LV 1871 die Bewertung exzellent. Dieses Rating betrachtet die gesamte Kompetenz eines Anbieters in der betrieblichen Altersvorsorge, nicht nur einzelne Tarife. Die Note exzellent bedeutet, dass der Anbieter in allen geprüften Bereichen überdurchschnittlich abschneidet.
Der Fairness-Test von ServiceValue aus dem Jahr 2026 bewertet die wahrgenommene Fairness der Anbieter aus Kundensicht. Die Bestnote sehr gut erreichten unter anderem Allianz, Swiss Life und Württembergische. Fairness umfasst dabei Kriterien wie transparente Kommunikation, verständliche Produkte und kulantes Verhalten.
In der Gesamtauswertung zur klassischen bAV erreichen unter anderem Generali, Swiss Life und Württembergische die volle Punktzahl. Bei der fondsgebundenen bAV sind es unter anderem Allianz, Generali und LV 1871. Diese Ergebnisse helfen dir, die Auswahl einzugrenzen, ersetzen aber keine individuelle Beratung.
Im Direktversicherungsrating des IVFP für 2026 überzeugen unter anderem Allianz, Alte Leipziger und LV 1871 mit Bestnoten. Das Institut hat insgesamt 76 Tarife von 34 Anbietern untersucht und in sieben Notenstufen von Exzellent bis Ungenügend bewertet.
Im Kompetenzrating des IVFP erhielten unter anderem Allianz, Swiss Life und LV 1871 die Bewertung exzellent. Dieses Rating betrachtet die gesamte Kompetenz eines Anbieters in der betrieblichen Altersvorsorge, nicht nur einzelne Tarife.
Der Fairness-Test von ServiceValue aus dem Jahr 2026 bewertet die wahrgenommene Fairness der Anbieter aus Kundensicht. Hier überzeugen unter anderem Allianz, Swiss Life und Württembergische mit der Note sehr gut.
Für die klassische betriebliche Altersvorsorge erreichen in der Gesamtauswertung unter anderem Generali, Swiss Life und Württembergische die volle Punktzahl. Bei der fondsgebundenen bAV sind es unter anderem Allianz, Generali und LV 1871.
10 · Vergleich
Wie unterscheiden sich klassische und fondsgebundene bAV?
Innerhalb der betrieblichen Altersvorsorge hast du die Wahl zwischen klassischen und fondsgebundenen Tarifen. Der Unterschied liegt in der Sicherheit und der Renditechance.
Die klassische bAV bietet eine hohe Garantie, oft mit vollem Beitragserhalt. Dein Geld liegt überwiegend im Sicherungsvermögen des Versicherers, die Rendite ist durch den Garantiezins und Überschüsse begrenzt. Diese Variante eignet sich für sicherheitsorientierte Sparer, die keine Schwankungen akzeptieren wollen.
Die fondsgebundene bAV investiert in Investmentfonds oder börsengehandelte Indexfonds (ETFs). Die Renditechancen sind höher, die Garantie ist geringer. Üblich ist eine Bruttobeitragsgarantie von 80 Prozent, das heißt, du bekommst zum Rentenbeginn mindestens 80 Prozent deiner eingezahlten Beiträge zurück.
Viele Anbieter bieten auch Mischformen an, bei denen ein Teil des Beitrags in eine Garantieanlage fließt und der Rest in Fonds. Die Allianz deckt mit ihren Vorsorgekonzepten die ganze Bandbreite ab, von Perspektive mit mindestens 90 Prozent Beitragserhalt über IndexSelect und KomfortDynamik bis zum fondsgebundenen InvestFlex. So finden sicherheitsorientierte und renditeorientierte Mitarbeiter eine passende Lösung beim selben Versicherer.
- Die klassische bAV bietet hohe Garantie und begrenzte Renditechancen.
- Die fondsgebundene bAV bietet höhere Renditechancen und eine Garantie von oft 80 Prozent.
- Mischformen kombinieren Garantie und Renditechance in einem Tarif.
| Klassische bAV | Fondsgebundene bAV | |
|---|---|---|
| Garantie | Sicherungsvermögen des Versicherers | Geringere Garantie, oft 80 Prozent Bruttobeitragsgarantie |
| Renditechance | Begrenzt durch den Garantiezins und Überschüsse | Höher durch Investition in Fonds und ETFs |
| Anlageform | Überwiegend im Sicherungsvermögen des Versicherers | In Investmentfonds oder börsengehandelten Indexfonds |
| Geeignet für | Sicherheitsorientierte Sparer | Renditeorientierte Sparer mit längerem Anlagehorizont |
11 · Grundlagen
Welche Rolle spielen Pensionskasse und Pensionsfonds?
Neben der Direktversicherung sind Pensionskasse und Pensionsfonds wichtige Durchführungswege. Sie funktionieren ähnlich, unterscheiden sich aber in der Kapitalanlage und der Regulierung.
Kurz erklärt
Pensionskasse und Pensionsfonds
Beide sind rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtungen, die von Unternehmen oder Branchen getragen werden. Die Pensionskasse unterliegt der Versicherungsaufsicht und legt das Kapital konservativer an. Der Pensionsfonds hat mehr Freiheiten bei der Kapitalanlage und kann höhere Renditechancen nutzen, trägt aber auch ein höheres Anlagerisiko.
Für dich als Arbeitnehmer funktionieren beide Wege ähnlich: Du wandelst Gehalt um, dein Arbeitgeber zahlt einen Zuschuss, und die Beiträge sind bis zu den genannten Grenzen steuer- und sozialversicherungsfrei.
Häufige Fragen
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