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REITs: So funktioniert die indirekte Immobilienanlage über die Börse

Ein Real Estate Investment Trust (REIT) ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft, die Kapital in Immobilien anlegt und einen Großteil ihrer Gewinne ausschüttet. Für dich als Anlegerin kann ein REIT eine Möglichkeit sein, mit vergleichsweise wenig Geld in den Immobiliensektor zu investieren.

10 Kapitel · 11 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • REITs sind Immobilien-Aktiengesellschaften, die von der Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit sind.
  • Sie müssen mindestens 90 Prozent ihres Jahresüberschusses an die Anleger ausschütten.
  • In Deutschland sind Bestandswohnimmobilien vom REIT-Gesetz ausgeschlossen.
  • Die Besteuerung erfolgt auf deiner Ebene als Anlegerin über die Abgeltungsteuer.

01 · Grundlagen

Was ist ein REIT?

Die Abkürzung REIT steht für Real Estate Investment Trust. Es handelt sich um eine Kapitalgesellschaft, die eingezahltes Kapital in Gebäude und Grundstücke anlegt und diese bewirtschaftet.

In Deutschland ist ein REIT seit 2007 gesetzlich zulässig und immer eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Das unterscheidet ihn von Immobilienfonds, die als Sondervermögen einer Kapitalverwaltungsgesellschaft aufgelegt werden. Du kaufst also keine Fondsanteile, sondern Aktien eines Unternehmens, dessen Geschäftszweck gesetzlich auf die Immobilienbewirtschaftung begrenzt ist.

Die Gewinne stammen aus Vermietung, Verpachtung, Zinserträgen und Veräußerungsgewinnen. Der reine Immobilienhandel ist als Unternehmenszweck ausgeschlossen. Für dich bedeutet das: Ein deutscher REIT verdient sein Geld überwiegend mit laufenden Mieteinnahmen, nicht mit kurzfristigen An- und Verkäufen von Objekten.

Ein wesentliches Merkmal ist die Steuerbefreiung auf Unternehmensebene. Der REIT zahlt keine Körperschaft- und Gewerbesteuer, dafür werden die ausgeschütteten Gewinne bei dir als Anlegerin voll besteuert. Diese Konstruktion stellt die indirekte Anlage über einen REIT der direkten Immobilienanlage steuerlich gleich.

Kurz erklärt

Real Estate Investment Trust (REIT)

Eine börsennotierte Aktiengesellschaft, deren Geschäftstätigkeit auf die Anlage und Bewirtschaftung von Immobilien ausgerichtet ist. Sie erzielt Gewinne aus Vermietung, Verpachtung, Zinsen und Veräußerungsgewinnen.

In Deutschland ist die Rechtsform der Aktiengesellschaft gesetzlich vorgeschrieben. REITs sind von der Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit, schütten aber mindestens 90 Prozent des Jahresüberschusses aus.

02 · Vergleich

Equity-REITs und Mortgage-REITs im Vergleich

REITs werden in zwei Hauptarten unterschieden. Der Unterschied liegt in der Art der Vermögenswerte, in die sie investieren.

Equity-REITs besitzen echte Immobilien als Anlagevermögen. Ihre Erträge kommen aus den Mieteinnahmen der Objekte, die sie im Bestand halten. Die bekannten Kategorien reichen von Bürogebäuden über Einzelhandelsflächen bis zu Rechenzentren, Krankenhäusern, Logistikhallen und sogar Wäldern oder landwirtschaftlichen Grundstücken.

Mortgage-REITs funktionieren grundlegend anders: Sie kaufen keine Gebäude, sondern hypothekenbesicherte Wertpapiere, sogenannte Mortgage-Backed-Securities. Darin sind viele private Immobilienkredite gebündelt. Der Mortgage-REIT verdient an der Zinsdifferenz zwischen den langfristigen Krediten, für die er Zinsen erhält, und seiner eigenen kurzfristigen Refinanzierung.

Diese Fristentransformation macht Mortgage-REITs deutlich profitabler, aber auch erheblich riskanter. Sie unterliegen weniger Regulierung als Banken, betreiben aber ein ähnliches Geschäftsmodell. Für dich heißt das: Ein Mortgage-REIT kann stärker schwanken als ein Equity-REIT, weil er von Zinsänderungen und der Refinanzierungsstruktur abhängt.

Vergleich der beiden grundlegenden REIT-Arten
Equity-REITsMortgage-REITs
Investitions­objektDirekter Besitz von Immobilien (Anlagevermögen)Hypothekenbesicherte Wertpapiere (Mortgage-Backed-Securities)
ErtragsquelleMieteinnahmen aus den InvestmentobjektenZinsdifferenz zwischen langfristigen Krediten und kurzfristiger Refinanzierung
RisikoprofilErheblich höhere Risiken und Schwankungen durch Fristentransformation

03 · Grundlagen

Hybrid-REITs: Die Mischform

Neben den beiden Hauptarten existiert eine Mischform, die beide Anlageklassen kombiniert.

Ein Hybrid-REIT kombiniert beide Anlageklassen in einem Unternehmen. Er hält sowohl direkte Immobilien als auch hypothekenbesicherte Wertpapiere. Damit streut er seine Ertragsquellen über Mieteinnahmen und Zinserträge.

Die Mischung vereint allerdings auch die spezifischen Risiken beider REIT-Arten. Du bist bei einem Hybrid-REIT sowohl vom Immobilienmarkt als auch von der Zinsentwicklung abhängig. Die Gewichtung zwischen den beiden Bereichen kann sich im Zeitverlauf verschieben, wenn das Management umschichtet.

Kurz erklärt

Hybrid-REITs

Ein Hybrid-REIT ist eine Mischform aus Equity- und Mortgage-REIT. Er investiert sowohl in direkte Immobilien als auch in hypothekenbesicherte Wertpapiere.

Durch die Kombination beider Anlageklassen streuen Hybrid-REITs ihre Ertragsquellen, vereinen aber auch die spezifischen Risiken beider REIT-Arten.

04 · Im Vertrag

Was ist im deutschen REIT-Gesetz geregelt?

Das REIT-Gesetz legt die Rahmenbedingungen für deutsche REITs fest. Es soll eine transparente und fungible Anlageform schaffen.

Das REIT-Gesetz schreibt für deutsche REITs die Rechtsform der börsennotierten Aktiengesellschaft vor. Zwei zentrale Quoten begrenzen die Geschäftstätigkeit: Mindestens 75 Prozent der Aktiva müssen aus Immobilien bestehen, und mindestens 75 Prozent der Umsatzerlöse müssen aus der Immobilienbewirtschaftung stammen.

Die zweite verbindliche Vorgabe betrifft die Ausschüttung: Deutsche REITs sind verpflichtet, mindestens 90 Prozent des Jahresüberschusses an ihre Anteilseigner auszuschütten. Diese hohe Quote sorgt für einen stetigen und gut planbaren Dividendenzufluss, reduziert aber auch das Kapital, das im Unternehmen für Neuerwerbe verbleibt.

Eine deutsche Besonderheit ist der weitgehende Ausschluss von Wohnimmobilien. Bestandsmietwohnimmobilien dürfen deutsche REITs nicht erwerben. Der Gesetzgeber wollte damit verhindern, dass die steuerbefreiten Gesellschaften Druck auf die Mietpreise in Großstädten ausüben.

Kernpunkte des deutschen REIT-Gesetzes

Rechtsform und BörsennotierungPflichtEin deutscher REIT muss eine börsennotierte Aktiengesellschaft sein.
Immobilienquote75 ProzentMindestens 75 Prozent der Aktiva müssen aus Immobilien bestehen. Mindestens 75 Prozent der Umsatzerlöse müssen aus der Immobilienbewirtschaftung stammen.
Ausschüttungsquote90 ProzentREITs sind verpflichtet, mindestens 90 Prozent des Jahresüberschusses an die Anteilseigner auszuschütten.
Ausschluss von WohnimmobilienVerbotDer Erwerb von Bestandsmietwohnimmobilien ist für deutsche REITs ausgeschlossen.
SteuerbefreiungRegelREITs sind von der Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit. Die Besteuerung erfolgt ausschließlich auf der Ebene der Anleger.

05 · Vergleich

REITs im Vergleich zu offenen Immobilienfonds

REITs und offene Immobilienfonds sind beides Wege der indirekten Immobilienanlage, unterscheiden sich aber in ihrer Struktur grundlegend.

Der entscheidende strukturelle Unterschied liegt in der Handelbarkeit. Einen REIT kaufst und verkaufst du fortlaufend über die Börse, während offene Immobilienfonds Anteile über die Fondsgesellschaft ausgeben und zurücknehmen. Das macht den REIT flexibler, unterwirft seinen Kurs aber auch den täglichen Schwankungen des Aktienmarkts.

Beide Anlageformen sind auf ihre Weise steuertransparent. Der REIT ist von Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit, beim offenen Immobilienfonds erfolgt die Besteuerung ebenfalls auf Anlegerebene. Die Börsennotierung des REITs führt jedoch dazu, dass du jederzeit zum aktuellen Kurs handeln kannst, während offene Immobilienfonds gesetzliche Mindesthaltefristen und Rückgabefristen vorsehen können.

Für deine Anlageentscheidung bedeutet das: Ein REIT eignet sich, wenn du Wert auf tägliche Handelbarkeit legst und Kursschwankungen akzeptierst. Ein offener Immobilienfonds passt eher, wenn du eine stabilere Anteilswertentwicklung bevorzugst und auf kurzfristige Verfügbarkeit verzichten kannst.

Strukturelle Unterschiede zwischen REITs und offenen Immobilienfonds
REITOffener Immobilienfonds
RechtsformBörsennotierte AktiengesellschaftSondervermögen einer Kapitalverwaltungsgesellschaft
HandelbarkeitFortlaufender Handel über die BörseAusgabe und Rücknahme von Anteilen durch die Fondsgesellschaft
Steuerliche BehandlungBefreiung von Körperschaft- und Gewerbesteuer auf UnternehmensebeneSteuertransparenz auf Fondsebene

06 · Vergleich

Immobilienaktien und REITs: Wo liegt der Unterschied?

Nicht jede Immobilienaktiengesellschaft ist ein REIT. Der entscheidende Unterschied liegt in der Besteuerung und den gesetzlichen Auflagen.

Nicht jede börsennotierte Immobilienaktiengesellschaft ist ein REIT. Der wesentliche Unterschied liegt in der Besteuerung: Ein REIT ist auf Unternehmensebene von Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit, eine klassische Immobilien-AG zahlt diese Steuern. Die Steuerbefreiung des REITs ist kein Privileg, sondern stellt die indirekte der direkten Immobilienanlage gleich.

Dafür unterliegt ein REIT strengen gesetzlichen Auflagen. Er muss mindestens 90 Prozent des Jahresüberschusses ausschütten, während eine klassische Immobilien-AG frei über ihre Dividende entscheidet. Auch die Geschäftstätigkeit ist beim REIT enger gefasst: Der Fokus liegt auf der Bewirtschaftung, der reine Immobilienhandel ist ausgeschlossen. Eine Immobilien-AG kann dagegen auch Projektentwicklung und Handel betreiben.

Für dich als Anlegerin bedeutet das: Ein REIT liefert tendenziell höhere und planbarere Ausschüttungen, ist aber in seiner Geschäftstätigkeit stärker reglementiert. Eine klassische Immobilien-AG kann flexibler agieren, schüttet aber oft weniger aus und zahlt auf Unternehmensebene Steuern.

Abgrenzung zwischen REITs und klassischen Immobilienaktien
REITKlassische Immobilien-AG
Besteuerung auf UnternehmensebeneBefreit von Körperschaft- und GewerbesteuerUnterliegt der Körperschaft- und Gewerbesteuer
Ausschüttungs­pflichtGesetzlich verpflichtet, mindestens 90 Prozent des Jahresüberschusses auszuschütten
GeschäftstätigkeitFokus auf Immobilienbewirtschaftung, Handel ausgeschlossen

07 · Fehler vermeiden

Klumpenrisiko: Die Kehrseite der Spezialisierung

Viele REITs konzentrieren sich auf bestimmte Immobiliensektoren. Diese Spezialisierung kann Chancen bieten, birgt aber auch ein spezifisches Risiko.

Diese Spezialisierung kann in einem boomenden Sektor überdurchschnittliche Erträge bringen, macht den REIT aber stark abhängig von der Entwicklung genau dieses Segments. Ein Büro-REIT leidet unmittelbar, wenn die Nachfrage nach Büroflächen einbricht.

Das Klumpenrisiko kann auch regional entstehen, etwa wenn ein REIT überwiegend Immobilien in einer einzigen Stadt oder Region hält. Die lokale Wirtschaftsentwicklung bestimmt dann Mieteinnahmen und Immobilienwerte. Bei Mortgage-REITs liegt das Klumpenrisiko in der Art der gehaltenen Wertpapiere oder der Refinanzierungsstruktur.

Für dein Portfolio heißt das: Ein einzelner REIT bildet selten den gesamten Immobilienmarkt ab, sondern nur einen Ausschnitt. Wer breit in den Immobiliensektor investieren will, sollte das Klumpenrisiko eines einzelnen REITs durch eine Streuung über mehrere REITs oder Sektoren ausgleichen.

Worin das Klumpenrisiko bei REITs besteht

·Ein REIT, der nur in Bürogebäude investiert, ist stark von der Entwicklung dieses einen Sektors abhängig.
·Regionale Schwerpunkte, etwa nur Immobilien in einer Stadt, erhöhen die Abhängigkeit von der lokalen Wirtschaftsentwicklung.
·Bei Mortgage-REITs kann ein Klumpenrisiko in der Art der gehaltenen Wertpapiere oder der Refinanzierungsstruktur liegen.
·Ein einzelner REIT bildet selten den gesamten Immobilienmarkt ab, sondern nur einen Ausschnitt davon.

08 · Was gilt

Streubesitz und Mindesteigenkapital: Vorgaben für deutsche REITs

Das REIT-Gesetz enthält Vorgaben zur Aktionärsstruktur und zur Kapitalausstattung, um die Fungibilität und Stabilität zu gewährleisten.

Das REIT-Gesetz enthält Vorgaben zur Aktionärsstruktur, um eine breite Marktteilnahme zu sichern. Ein bestimmter Anteil der Aktien muss sich im Streubesitz befinden, also bei vielen verschiedenen Aktionären liegen. Das verhindert, dass ein einzelner Großaktionär den REIT dominiert und die Fungibilität einschränkt.

Zusätzlich ist eine festgelegte Mindestkapitalausstattung erforderlich. Sie stellt sicher, dass die Gesellschaft finanziell ausreichend abgesichert ist, bevor sie an der Börse agiert. Zusammen mit der Pflicht zur Börsennotierung sollen diese Vorgaben die Transparenz und Stabilität deutscher REITs gewährleisten.

Für dich als Anlegerin bedeuten diese Regeln: Deutsche REITs unterliegen strengeren strukturellen Anforderungen als viele ausländische REITs. Das kann ein gewisses Maß an Sicherheit bieten, schützt aber nicht vor Kursverlusten oder Fehlentscheidungen des Managements.

Gesetzlich vorgeschrieben

·Börsennotierung: Die Aktien des REITs müssen an einer Börse gehandelt werden.
·Mindestausschüttung: 90 Prozent des Jahresüberschusses sind an die Anteilseigner auszuschütten.
·Vermögensstruktur: Mindestens 75 Prozent der Aktiva müssen aus Immobilien bestehen.
·Ertragsstruktur: Mindestens 75 Prozent der Umsatzerlöse und sonstigen Erträge müssen aus Immobilien stammen.

Nicht gesetzlich vorgeschrieben

·Eine bestimmte Anzahl von Immobilien im Portfolio.
·Die Erlaubnis, überwiegend Bestandswohnimmobilien zu halten.

09 · Schritt für Schritt

So funktioniert die Besteuerung deiner REIT-Erträge

Die Steuerbefreiung auf Unternehmensebene führt dazu, dass die Besteuerung vollständig auf deiner Ebene als Anlegerin stattfindet.

Der REIT schüttet mindestens 90 Prozent seines Jahresüberschusses als Dividende an dich aus. Auf diese Dividende wird die Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent fällig, zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer. Die Steuer wird direkt an der Quelle einbehalten, sofern dein Freistellungsauftrag ausgeschöpft ist.

Vor dem Steuerabzug wird dein Sparer-Pauschbetrag berücksichtigt. Er liegt bei 1000 Euro pro Person und Jahr, bei zusammenveranlagten Ehepaaren bei 2000 Euro. Erst wenn deine gesamten Kapitalerträge diesen Freibetrag übersteigen, fällt auf den darüber hinausgehenden Teil Abgeltungsteuer an.

Die Erträge gibst du in deiner Steuererklärung in der Anlage KAP an, sofern sie nicht vollständig durch den Freibetrag abgedeckt sind. Das ist auch dann sinnvoll, wenn dein persönlicher Steuersatz unter 25 Prozent liegt, denn dann kannst du eine Günstigerprüfung beantragen und zu viel gezahlte Steuern zurückholen.

01

Ausschüttung

Der REIT schüttet mindestens 90 Prozent seines Jahresüberschusses als Dividende an dich aus.

02

Steuerabzug

Auf diese Dividende wird die Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer fällig.

03

Verrechnung mit Freibetrag

Dein Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Person und Jahr (2000 Euro bei Zusammenveranlagung) wird vorab von deinen Kapitalerträgen abgezogen.

04

Steuererklärung

Die Erträge gibst du in deiner Steuererklärung in der Anlage KAP an, sofern sie nicht vollständig durch den Freibetrag abgedeckt sind.

10 · Grundlagen

REIT-Dienstleistungs­gesellschaften: Ein Sonderfall

Neben der reinen Immobilienbewirtschaftung können in einem REIT-Konzern auch Dienstleistungsgesellschaften eine Rolle spielen.

Innerhalb eines REIT-Konzerns können Dienstleistungsgesellschaften Aufgaben wie Facility Management oder Vermietungsmanagement übernehmen. Sie erbringen Leistungen für die Immobilien des REITs, ohne selbst Eigentum an den Objekten zu halten. Das ermöglicht es dem REIT, bestimmte Aufgaben im Konzern zu bündeln.

Der Vorteil dieser Konstruktion liegt darin, dass die gesetzlichen Vorgaben zur Immobilienquote nicht verletzt werden. Die Dienstleistungsgesellschaft hält keine Immobilien, sondern erwirtschaftet Erträge aus Serviceleistungen. Für dich als Anlegerin kann das bedeuten, dass ein Teil der Konzernerträge nicht aus Mieten, sondern aus Dienstleistungen stammt.

Du solltest bei der Analyse eines REITs darauf achten, wie groß der Anteil solcher Dienstleistungsgesellschaften am Konzernergebnis ist. Ein hoher Anteil kann die Abhängigkeit von der reinen Immobilienbewirtschaftung verringern, aber auch die Transparenz der Ertragsquellen erschweren.

Kurz erklärt

REIT-Dienstleistungs­gesellschaften

Gesellschaften innerhalb eines REIT-Konzerns, die Dienstleistungen für die Immobilien des REITs erbringen, etwa Facility Management oder Vermietungsmanagement.

Sie ermöglichen es dem REIT, bestimmte Aufgaben im Konzern zu bündeln, ohne die gesetzlichen Vorgaben zur Immobilienquote zu verletzen.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026