Emerging Markets ETF Erklaerung: Dein einfacher Einstieg in die Schwellenlaender
Emerging Markets ETFs klingen nach fernen Boersen, doch sie betreffen dein Depot mehr, als du denkst. Wir erklaeren dir einfach und ohne Fachchinesisch, was dahintersteckt, wie du profitierst und worauf du achten musst. So triffst du eine fundierte Entscheidung fuer deine Geldanlage.
Warum Emerging Markets auch dein Geld betreffen
Wenn du an der Boerse investierst, denkst du vielleicht zuerst an grosse deutsche oder amerikanische Konzerne. Doch die Weltwirtschaft hat sich laengst verschoben. Waehrend die Industrienationen wachsen, aber oft gesaettigt sind, boomen viele Entwicklungs- und Schwellenlaender mit einer jungen Bevoelkerung und einem wachsenden Mittelstand. Diese Dynamik kannst du mit deinem Geld nicht einfach ignorieren, denn sie bestimmt die globale Wirtschaft von morgen mit.
Stell dir vor, du kaufst nur Produkte und Aktien aus deiner direkten Umgebung. Dann verpasst du den grossen Teil des weltweiten Wachstums. Genau das passiert, wenn du ausschliesslich in Deutschland oder Europa investierst. Die Unternehmen in Schwellenlaendern wie China, Indien oder Brasilien produzieren fuer Milliarden Menschen, bauen Infrastruktur auf und digitalisieren ganze Gesellschaften. Diese Entwicklungen schlagen sich in steigenden Unternehmensgewinnen nieder, an denen du als Anleger teilhaben kannst.
Viele globale Konzerne, die du kennst, erzielen bereits einen grossen Teil ihrer Umsaetze in diesen Regionen. Wenn du also einen Welt-ETF besparst, bist du indirekt schon investiert. Ein separater Emerging Markets ETF geht aber noch einen Schritt weiter und setzt gezielt auf die einheimischen Unternehmen und Boersen dieser Laender. Das ist eine Chance, aber auch eine andere Art von Risiko, die du verstehen solltest, bevor du Geld investierst.
Der Klimawandel, Lieferkettenprobleme oder politische Spannungen zeigen, wie vernetzt die Welt ist. Was in Fernost passiert, beeinflusst deinen Alltag, von den Preisen im Supermarkt bis zur Technologie in deinem Smartphone. Wer versteht, wie diese Maerkte ticken, kann besser einschaetzen, warum sein Depot sich bewegt. Genau dabei hilft dir diese Erklaerung, damit du nicht blind, sondern mit Wissen investierst.
Was sind Emerging Markets ueberhaupt? Eine einfache Einordnung
Der Begriff Emerging Markets bedeutet auf Deutsch aufstrebende Maerkte oder Schwellenlaender. Damit sind Volkswirtschaften gemeint, die sich von einem Entwicklungsstand hin zu einer industrialisierten und modernen Wirtschaft bewegen. Sie befinden sich sozusagen in der Mitte zwischen armen Entwicklungslaendern und reichen Industrienationen. Diese Laender wachsen oft schneller, weil sie von einem niedrigeren Niveau starten und technologische Sprünge machen koennen.
Zu den bekanntesten Schwellenlaendern gehoeren China, Indien, Brasilien, Russland, Suedkorea, Taiwan, Mexiko und Suedafrika. Auch Laender wie Indonesien, Thailand oder die Türkei zaehlen dazu. Diese Gruppe wird oft mit dem Kürzel BRICS oder MINT zusammengefasst, je nachdem welche Laender man betrachtet. Wichtig ist: Es gibt keine feste, offizielle Liste, sondern verschiedene Indizes, die unterschiedliche Laender und Unternehmen enthalten.
Ein Index ist im Finanzbereich einfach eine Art Liste oder ein Korb, der die Wertentwicklung einer bestimmten Gruppe von Aktien abbildet. Der bekannteste Index fuer Schwellenlaender ist der MSCI Emerging Markets Index. Er enthaelt die groessten und wichtigsten Unternehmen aus den Schwellenlaendern. Wenn du einen ETF auf diesen Index kaufst, kaufst du also einen kleinen Anteil an all diesen Unternehmen gleichzeitig.
Das Gegenteil von Emerging Markets sind die Developed Markets, also die entwickelten Maerkte wie die USA, Deutschland, Japan oder Grossbritannien. Diese Maerkte gelten als stabiler und ausgereifter, wachsen aber oft langsamer. Ein Emerging Markets ETF ist also die gezielte Wette darauf, dass die aufstrebenden Volkswirtschaften langfristig mehr Wachstum bieten als die etablierten. Diese Chance hast du, aber eben auch ein hoeheres Risiko.
Wie funktioniert ein Emerging Markets ETF konkret?
Ein ETF, das ist die Abkuerzung fuer Exchange Traded Fund, ist ein boersennotierter Indexfonds. Stell dir vor, du moechtest nicht nur eine einzelne Aktie kaufen, sondern einen ganzen Korb voller Aktien aus Schwellenlaendern. Genau das macht ein ETF fuer dich. Er buendelt die Aktien vieler Unternehmen aus verschiedenen Laendern in einem einzigen Produkt, das du wie eine normale Aktie an der Boerse kaufen und verkaufen kannst.
Der ETF bildet einen Index wie den MSCI Emerging Markets nach. Das bedeutet, er kauft automatisch die Aktien, die in diesem Index enthalten sind, und zwar im gleichen Verhaeltnis. Wenn ein Unternehmen im Index also ein Gewicht von zwei Prozent hat, dann hat es auch im ETF einen Anteil von zwei Prozent. So bekommst du mit einer einzigen Transaktion die Wertentwicklung von mehreren hundert Unternehmen aus ueber 20 Laendern.
Der grosse Vorteil fuer dich ist die einfache Diversifikation. Du verteilst dein Geld auf viele verschiedene Unternehmen, Branchen und Laender. Das reduziert das Risiko, dass ein einzelnes Unternehmen oder ein einzelnes Land dein gesamtes Investment ruiniert. Gleichzeitig profitierst du vom gesamtwirtschaftlichen Wachstum der Region. Du musst keine einzelnen Aktien analysieren oder die politische Lage in jedem Land bewerten.
Der ETF wird von einer Fondsgesellschaft verwaltet, die den Index nachbildet. Das kann physisch passieren, indem sie die echten Aktien kauft, oder synthetisch ueber Tauschgeschäfte. Fuer dich als Anleger ist der Unterschied meist gering, wichtig ist aber, dass der ETF die Wertentwicklung des Index moeglichst genau abbildet. Die Abweichung nennt man Tracking Difference, und sie sollte moeglichst klein sein.
Welche Kosten kommen auf dich zu? Ein ehrlicher Blick
Kosten sind beim Investieren ein entscheidender Faktor, denn sie schmälern deine Rendite ueber die Jahre hinweg. Bei ETFs gibt es zwei wesentliche Kostenarten: die laufenden Kosten und die Transaktionskosten. Die laufenden Kosten werden als Gesamtkostenquote (TER) bezeichnet und jaehrlich vom Fondsvermögen abgezogen. Sie decken die Verwaltung, die Index-Nachbildung und andere Betriebskosten ab.
Die TER wird in Prozent angegeben und liegt bei Emerging Markets ETFs etwas hoeher als bei ETFs auf Industrienationen. Das liegt daran, dass die Anlage in Schwellenlaendern aufwendiger ist, zum Beispiel wegen anderer Boersenregeln oder Steuern. Du solltest aber nicht nur auf die TER schauen, sondern auch auf die Tracking Difference. Diese zeigt, wie gut der Fonds den Index tatsaechlich nachbildet, und kann manchmal wichtiger sein als die reine Kostenquote.
Zusaetzlich zu den laufenden Kosten fallen beim Kauf und Verkauf des ETFs Kosten an. Wenn du einen Sparplan nutzt, zahlst du oft eine geringe Gebühr pro Ausfuehrung, manche Broker bieten sogar kostenlose Sparpläne an. Beim einmaligen Kauf zahlst du eine Ordergebühr, die je nach Broker unterschiedlich hoch ist. Diese Kosten solltest du in deine Gesamtrechnung einbeziehen, aber nicht ueberbewerten, da sie nur einmalig anfallen.
Ein wichtiger Punkt sind die Steuern. Seit der Einfuehrung der Vorabpauschale in Deutschland werden auch bei thesaurierenden ETFs, also solchen, die Gewinne nicht ausschuetten, Steuern faellig. Zudem gibt es bei Aktien aus Schwellenlaendern oft Quellensteuern, die auf Dividenden anfallen. Diese sind komplex, aber du musst sie nicht selbst berechnen, da die Fondsgesellschaft das regelt. Fuer dich zaehlt am Ende die Nettorendite, also das, was nach allen Kosten und Steuern uebrig bleibt.
Darauf solltest du bei der Auswahl unbedingt achten
Nicht jeder Emerging Markets ETF ist gleich. Es gibt verschiedene Indizes, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Der MSCI Emerging Markets ist der bekannteste, aber es gibt auch Indizes, die nur bestimmte Laender oder Unternehmen enthalten. Manche Indizes gewichten China sehr stark, andere legen mehr Wert auf kleinere Unternehmen. Du solltest also genau prüfen, was in deinem ETF steckt, bevor du kaufst.
Ein entscheidendes Kriterium ist die Wahl zwischen physischer und synthetischer Nachbildung. Bei der physischen Nachbildung kauft der Fonds die echten Aktien, bei der synthetischen werden Derivate eingesetzt. Fuer dich als Anleger ist die physische Variante oft einfacher zu verstehen und gilt als transparenter. Achte darauf, ob der Fonds die Aktien wirklich haelt oder ob er auf Tauschgeschäfte setzt.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Waehrung. Die Aktien im ETF sind in verschiedenen Waehrungen notiert, zum Beispiel in Chinesischen Yuan oder Indischen Rupien. Der ETF selbst wird aber in Euro gehandelt. Waehrungsschwankungen koennen also einen grossen Einfluss auf deine Rendite haben. Wenn der Dollar oder der Yuan gegenüber dem Euro faellt, kann das deine Gewinne schmälern, selbst wenn die Aktien steigen.
Ausserdem solltest du auf die Groesse des Fonds und das Fondsvolumen achten. Grosse ETFs sind meist liquider, das heisst, du kannst sie leichter kaufen und verkaufen, ohne den Kurs zu beeinflussen. Auch die Auflagegeschichte spielt eine Rolle. Ein ETF, der seit vielen Jahren besteht und mehrere Krisen durchlebt hat, ist oft stabiler. Vergleiche ausserdem die laufenden Kosten und die Tracking Difference, um den besten Fonds fuer deine Zwecke zu finden.
Typische Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest
Der groesste Fehler ist, alles auf eine Karte zu setzen und dein ganzes Geld in einen Emerging Markets ETF zu stecken. Die Schwankungen sind hier deutlich hoeher als bei einem Welt-ETF. Wenn es in China oder Brasilien zu einer Krise kommt, kann dein Depot schnell um 30 oder rund 40 Prozent einbrechen. Wer das nicht aushaelt und dann in Panik verkauft, realisiert die Verluste und verpasst die Erholung.
Ein weiterer haeufiger Fehler ist das Timing. Viele Anleger kaufen erst dann, wenn die Schwellenlaender bereits stark gestiegen sind, und verkaufen, wenn die Kurse fallen. Das ist genau falsch herum. Besser ist es, regelmässig und unabhängig vom Kurs zu kaufen, zum Beispiel mit einem Sparplan. So profitierst du vom Cost-Average-Effekt und kaufst automatisch mehr Anteile, wenn die Kurse niedrig sind.
Viele unterschätzen auch die politischen Risiken. In Schwellenlaendern kann es zu Staatskrisen, Enteignungen oder ploetzlichen Gesetzesaenderungen kommen. Das ist ein anderes Risiko als bei deutschen Aktien. Du solltest dir bewusst sein, dass dein Investment nicht nur von der Wirtschaft, sondern auch von der Politik abhaengt. Eine breite Streuung ueber viele Laender hilft, dieses Risiko zu reduzieren.
Ein letzter Fehler ist, die Kosten zu ignorieren. Auch wenn die Unterschiede klein erscheinen, machen sie ueber 20 oder 30 Jahre einen grossen Unterschied. Ein ETF mit einer hohen TER kann deine Rendite deutlich schmälern. Vergleiche daher immer die Gesamtkosten und die Tracking Difference. Und denk daran: Ein teurer ETF ist nicht automatisch besser, oft ist das Gegenteil der Fall.
So gehst du Schritt fuer Schritt vor: Dein konkreter Plan
Bevor du ueberhaupt Geld investierst, solltest du deine finanzielle Basis prüfen. Hast du einen Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben auf einem Tagesgeldkonto? Wenn nicht, solltest du zuerst diesen aufbauen. Ein ETF ist keine kurzfristige Geldanlage, sondern ein langfristiges Investment. Du solltest nur Geld investieren, das du in den nächsten zehn Jahren nicht benoetigst.
Der zweite Schritt ist die Wahl des richtigen Brokers. Du benoetigst ein Depot, ueber das du ETFs kaufen kannst. Achte auf die Kosten fuer Sparpläne und Einzelkäufe. Viele Neobroker bieten mittlerweile sehr guenstige Konditionen an, manche sogar kostenlose Sparpläne. Vergleiche die Angebote und waehle einen Anbieter, der zu deinen Beduerfnissen passt. Die Einrichtung eines Depots dauert meist nur wenige Minuten.
Dann kommt die Auswahl des konkreten ETFs. Entscheide dich fuer einen Fonds, der den MSCI Emerging Markets oder einen aehnlichen Index abbildet. Achte auf physische Nachbildung, eine niedrige TER und eine geringe Tracking Difference. Wenn du unsicher bist, waehle einen Fonds mit einem grossen Fondsvolumen und einer langen Historie. Du kannst auch einen Sparplan mit einem kleinen Betrag starten, zum Beispiel 25 oder rund 50 Euro pro Monat.
Der letzte Schritt ist die Geduld. Lege deinen Sparplan ein und lasse ihn laufen, egal was die Kurse machen. Prüfe dein Depot einmal im Jahr und ueberlege, ob deine Strategie noch zu deinen Zielen passt. Aber lass dich nicht von kurzfristigen Schwankungen verunsichern. Emerging Markets sind ein langfristiges Investment, das Zeit braucht, um zu wachsen. Mit einem klaren Plan und etwas Geduld kannst du von der Entwicklung der Schwellenlaender profitieren.
Wie passt ein Emerging Markets ETF in dein Gesamtportfolio?
Ein Emerging Markets ETF sollte nie dein einziges Investment sein, sondern eine Ergänzung zu einem breiten Basis-Portfolio. Die meisten Finanzexperten empfehlen, den Großteil deines Geldes in einen breiten Welt-ETF zu stecken, der die gesamte Weltwirtschaft abbildet. Dieser enthält bereits Schwellenlaender, aber mit einem geringeren Gewicht. Ein separater Emerging Markets ETF erhöht dann gezielt deinen Anteil an diesen Wachstumsmaerkten.
Wie hoch dieser Anteil sein sollte, haengt von deiner Risikobereitschaft und deinem Anlagehorizont ab. Eine einfache Faustregel ist, Emerging Markets mit etwa 10 bis 20 Prozent deines Aktienportfolios zu gewichten. Das gibt dir die Chance auf zusaetzliches Wachstum, ohne dass du zu viel Risiko eingehst. Wenn du jünger bist und einen langen Horizont hast, kannst du tendenziell mehr riskieren. Wenn du kurz vor der Rente stehst, solltest du vorsichtiger sein.
Du solltest auch andere Anlageklassen im Blick behalten. Neben Aktien-ETFs gibt es auch Anleihen-ETFs, die weniger schwanken und fuer Stabilität sorgen. Die Mischung aus Aktien und Anleihen nennt man Asset Allocation, und sie ist der wichtigste Faktor fuer deine Rendite. Ein Emerging Markets ETF ist nur ein Puzzleteil in diesem grossen Ganzen. Ueberlege dir also zuerst, wie dein Gesamtportfolio aussehen soll.
Denk daran, dass du mit einem Emerging Markets ETF nicht nur in Wachstum investierst, sondern auch in Risiko. Die Maerkte sind volatiler, die politischen Unsicherheiten groesser und die Waehrungsrisiken hoeher. Das kann sich in guten Jahren in ueberdurchschnittlichen Renditen auszahlen, in schlechten Jahren aber auch in ueberdurchschnittlichen Verlusten. Nur wenn du dieses Risiko verstehst und akzeptierst, solltest du investieren.
Dein Fahrplan fuer die nächsten 30 Tage
Du musst nicht sofort alles umsetzen, aber du solltest in den nächsten 30 Tagen konkrete Schritte gehen. In der ersten Woche geht es darum, deine Finanzen zu sortieren. Prüfe dein Girokonto, lege einen Notgroschen an und ueberlege, wie viel Geld du monatlich zur Seite legen kannst. Ohne diese Basis solltest du nicht mit dem Investieren beginnen.
In der zweiten Woche solltest du dich mit den verschiedenen Brokern beschaeftigen. Lies Testberichte, vergleiche die Gebühren und schau dir an, welche ETFs im Angebot sind. Du kannst auch ein Demo-Depot eroeffnen, um die Plattform kennenzulernen, ohne echtes Geld zu riskieren. Wichtig ist, dass du dich mit der Oberfläche wohlfühlst und die wichtigsten Funktionen verstehst.
In der dritten Woche triffst du deine Entscheidung. Waehle einen konkreten Emerging Markets ETF aus und lege einen Sparplan an. Beginne mit einem Betrag, der dir wehtut, aber nicht weh tun darf. Das ist ein guter Indikator fuer deine Risikobereitschaft. Du kannst den Betrag später jederzeit erhöhen oder senken. Wichtig ist, dass du ueberhaupt anfängst und nicht ewig wartest.
In der vierten Woche solltest du deine Entscheidung dokumentieren. Schreibe auf, warum du dich fuer diesen ETF entschieden hast und welche Strategie du verfolgst. Das hilft dir, in Krisenzeiten ruhig zu bleiben. Lege dir einen Termin in einem Jahr, um dein Portfolio zu ueberpruefen. Und dann gilt: Lass den Sparplan laufen und hab Geduld. Der Weg zum Vermögensaufbau ist ein Marathon, kein Sprint.
Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.
Häufige Fragen
Ja, in der Regel schon. Die Schwankungen sind deutlich hoeher, weil die Maerkte weniger stabil sind und politische Risiken eine groessere Rolle spielen. Dafuer sind auch die Renditechancen langfristig oft hoeher. Du solltest diese Anlageklasse nur als Beimischung nutzen.
Eine einfache Faustregel ist, etwa 10 bis 20 Prozent deines Aktienportfolios in Schwellenlaender zu investieren. Der Rest sollte in breiteren Welt-ETFs stecken. Der genaue Anteil haengt von deiner Risikobereitschaft und deinem Anlagehorizont ab.
Der Index ist eine Liste von Aktien, die eine bestimmte Marktregion abbildet, zum Beispiel der MSCI Emerging Markets. Der ETF ist ein Fonds, der diesen Index nachbildet. Du kaufst also den ETF, um an der Wertentwicklung des Index teilzuhaben.
Nein, das solltest du nicht erwarten. Es handelt sich um ein langfristiges Investment, das ueber viele Jahre laufen sollte. Es gibt Jahre mit hohen Gewinnen, aber auch Jahre mit hohen Verlusten. Ein serioeses Investment ist kein Lottospiel, sondern ein Weg mit Hoehen und Tiefen.
Das haengt vom jeweiligen Index ab. Der MSCI Emerging Markets enthält zum Beispiel China, Indien, Brasilien, Taiwan, Südkorea und viele weitere Länder. Die genaue Zusammensetzung findest du im Factsheet des jeweiligen ETFs.
Das haengt von deinen Steuern und deinen Zielen ab. Ein thesaurierender ETF legt die Dividenden automatisch wieder an, was den Zinseszinseffekt foerdert. Ein ausschuettender ETF zahlt dir die Dividenden aus. Fuer einen Sparplan ist ein thesaurierender ETF oft einfacher.
Der 5-Minuten-Finanzkurs
Eine Mail pro Woche: Investieren, BAföG, erstes Investieren, ohne Fachchinesisch, ohne Verkaufsdruck.