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Crowdinvesting für Familien: Dein Einstieg in die Welt der Sachwerte

Du möchtest dein Geld abseits von Tagesgeld und Sparbuch vermehren, hast aber keine Lust auf komplizierte Aktien? Crowdinvesting kann eine Option sein. Wir erklären dir, wie du als Familie klug einsteigst und welche Fallstricke du vermeiden solltest.

SachwerteRisikostreuungKleinanleger
Brauche ich das?
Nur als Beimischung.
Nicht das gesamte Ersparte investieren, sondern nur einen kleinen Teil.
Wie viel Geld?
Kleine Beträge reichen.
Oft sind Einstiege schon mit wenigen hundert Euro möglich.
Was bringt es?
Potenzielle Rendite.
Die erwartete Verzinsung liegt meist über dem Tagesgeldniveau.
Wo ist das Risiko?
Totalverlust möglich.
Dein Geld ist nicht durch die Einlagensicherung geschützt.

Warum Crowdinvesting auch für dich als Elternteil relevant ist

Vielleicht kennst du das Gefühl: Das Geld auf dem Sparbuch bringt nichts mehr, die Inflation frisst die Kaufkraft auf. Gleichzeitig schreckst du vor der Börse zurück, weil du dich dort unsicher fühlst. Crowdinvesting klingt nach einer modernen Alternative, die genau zwischen diesen Welten liegt. Es ist eine Möglichkeit, Unternehmen zu unterstützen und gleichzeitig eine Rendite zu erwirtschaften, die über dem liegt, was dir die Bank fürs Tagesgeld bietet.

Für Familien ist das Thema besonders spannend, weil es um die Zukunft geht. Du denkst an die Ausbildung der Kinder, an die eigene Altersvorsorge oder einfach an ein finanzielles Polster. Crowdinvesting kann dabei helfen, dein Vermögen zu diversifizieren, also auf mehrere Schultern zu verteilen. Das ist ein wichtiger Grundsatz, den du auch deinen Kindern später vermitteln kannst: Setze niemals alles auf eine Karte.

Wichtig ist jedoch, dass du Crowdinvesting nicht als schnellen Weg zum Reichtum siehst. Es ist eine unternehmerische Beteiligung mit echten Risiken. Du leihst dein Geld einem Start-up oder einem Immobilienprojekt und bekommst dafür Zinsen oder eine Gewinnbeteiligung. Wenn das Projekt scheitert, kann dein Einsatz verloren sein. Genau dieses Risiko solltest du als Elternteil kennen, bevor du dich entscheidest.

Der folgende Ratgeber hilft dir, das Thema von Grund auf zu verstehen. Du erfährst, wie die Mechanismen funktionieren, welche Kosten auf dich zukommen und wie du typische Anfängerfehler vermeidest. Am Ende hast du einen klaren Fahrplan, wie du Schritt für Schritt vorgehen kannst, ohne dich zu überfordern. So triffst du eine informierte Entscheidung, die zu deiner familiären Situation passt.

100%
Risiko des Totalverlusts bei jedem einzelnen Projekt.
~1%
Anteil vom Vermögen, den Experten für diese Anlageklasse empfehlen.
12-36 Monate
Typische Laufzeit vieler Crowdinvesting-Projekte.

Die Grundlagen: Was Crowdinvesting wirklich bedeutet

Crowdinvesting setzt sich aus den Wörtern Crowd (Menschenmenge) und Investing (Investieren) zusammen. Es ist eine Form der Schwarmfinanzierung, bei der viele Menschen kleine Beträge in ein Projekt investieren. Das können Immobilien, erneuerbare Energien, Start-ups oder auch mittelständische Unternehmen sein. Du wirst dabei zum stillen Teilhaber oder Darlehensgeber, je nachdem, welches Modell die Plattform anbietet.

Der Ablauf ist meist ähnlich: Ein Unternehmen stellt sein Projekt auf einer Online-Plattform vor. Du siehst, wie viel Geld benötigt wird, welche Laufzeit geplant ist und welche Verzinsung versprochen wird. Wenn du dich entscheidest, überweist du deinen Betrag. Sobald das Finanzierungsziel erreicht ist, erhält das Unternehmen das Geld und beginnt mit der Umsetzung. Du bekommst regelmäßig Zinszahlungen oder eine Rückzahlung am Ende der Laufzeit.

Es gibt zwei Hauptmodelle: das Nachrangdarlehen und die stille Beteiligung. Beim Nachrangdarlehen leihst du dem Unternehmen Geld. Im Insolvenzfall wirst du allerdings erst nach den Banken und anderen Gläubigern bedient. Das erhöht das Risiko, dass du leer ausgehst. Bei der stillen Beteiligung wirst du am Gewinn oder Verlust beteiligt, hast aber kein Mitspracherecht im Unternehmen. Beide Modelle sind für Einsteiger geeignet, wenn du die Unterschiede verstehst.

Der größte Unterschied zum klassischen Aktienkauf liegt in der Handelbarkeit. Aktien kannst du an der Börse jederzeit verkaufen. Deine Crowdinvesting-Anteile sind meist illiquide, das heißt, du kommst an dein Geld erst nach Ablauf der Laufzeit oder wenn das Unternehmen vorzeitig zurückzahlt. Diese fehlende Flexibilität solltest du unbedingt in deine Planung einbeziehen, denn du kannst nicht einfach so aussteigen.

So funktioniert die Plattform und dein Investment

Du startest, indem du dich auf einer Crowdinvesting-Plattform registrierst. Dazu gehören bekannte Anbieter, die in Deutschland tätig sind. Nach der Registrierung durchläufst du einen Identitätsnachweis, ähnlich wie bei einem Bankkonto. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und dient dem Schutz vor Geldwäsche. Anschließend kannst du dir die verschiedenen Projekte ansehen, die gerade offen sind.

Jedes Projekt hat eine eigene Projektseite. Dort findest du detaillierte Informationen zum Unternehmen, zum Geschäftsmodell, zur geplanten Verwendung des Geldes und zu den Risiken. Lies dir diese Unterlagen sorgfältig durch. Achte besonders auf den Risikohinweis, der dir erklärt, was im Falle einer Insolvenz passiert. Die Plattformen sind verpflichtet, diese Informationen transparent darzustellen, aber die Entscheidung liegt bei dir.

Wenn du ein Projekt gefunden hast, das zu dir passt, wählst du den Betrag, den du investieren möchtest. Viele Plattformen haben Mindestbeträge, die oft bei 100 oder 250 Euro beginnen. Du kannst aber auch größere Summen investieren. Nach deiner Zeichnung erhältst du eine Bestätigung und einen Vertrag. Prüfe diesen Vertrag genau, denn er enthält alle Konditionen, wie Zinssatz, Laufzeit und Kündigungsmöglichkeiten.

Während der Laufzeit bekommst du in der Regel jährliche oder halbjährliche Zinszahlungen auf dein hinterlegtes Konto. Einige Plattformen bieten auch einen Zweitmarkt an, über den du deine Anteile vorzeitig verkaufen kannst. Allerdings funktioniert das nur, wenn ein anderer Anleger bereit ist, sie zu kaufen. Das ist nicht garantiert, daher solltest du dich nicht darauf verlassen. Am Ende der Laufzeit erhältst du dein investiertes Kapital zurück, sofern das Unternehmen zahlungsfähig ist.

Kosten und Gebühren: Was von deiner Rendite abgeht

Crowdinvesting ist nicht kostenlos, auch wenn die Plattformen oft mit niedrigen Einstiegshürden werben. Die Kosten werden in der Regel nicht direkt von dir als Anleger gezahlt, sondern vom Unternehmen, das das Geld einsammelt. Diese Gebühren sind aber trotzdem relevant, denn sie schmälern die Marge des Unternehmens und damit indirekt deine Sicherheit. Ein solide kalkuliertes Projekt kann höhere Gebühren verkraften als ein wackliges Start-up.

Die Plattformen verdienen ihr Geld meist durch eine Erfolgsgebühr. Das bedeutet, sie bekommen einen Prozentsatz der eingesammelten Summe, wenn das Finanzierungsziel erreicht wird. Diese Gebühr liegt je nach Anbieter und Projektgröße unterschiedlich hoch. Du als Anleger zahlst diese Gebühr nicht direkt, aber sie ist ein Indikator dafür, wie professionell die Plattform arbeitet. Seriöse Anbieter legen diese Kosten transparent offen.

Zusätzlich können Kosten für die Verwaltung deiner Anteile anfallen. Manche Plattformen berechnen eine jährliche Depotgebühr, andere nicht. Diese Gebühren werden oft von den Zinszahlungen abgezogen. Du solltest daher immer den effektiven Zins betrachten, also das, was nach Abzug aller Kosten tatsächlich bei dir ankommt. Die angegebenen Zinssätze sind oft Bruttoangaben, die noch nicht die reale Rendite widerspiegeln.

Ein weiterer Kostenpunkt ist die Steuer. Deine Zinseinkünfte aus Crowdinvesting sind als Kapitaleinkünfte steuerpflichtig. Die Plattformen führen in der Regel die Abgeltungssteuer automatisch an das Finanzamt ab, wenn du einen Freistellungsauftrag erteilt hast. Ohne diesen Auftrag wird ein höherer Steuersatz einbehalten. Du solltest also deinen Freistellungsauftrag bei der Plattform hinterlegen, um nicht unnötig Steuern zu zahlen, die du dir später zurückholen müsstest.

Worauf du bei der Auswahl von Projekten achten solltest

Die Auswahl des richtigen Projekts ist das A und O beim Crowdinvesting. Du solltest dich nicht von hohen Zinsversprechen blenden lassen, denn diese gehen oft mit einem höheren Risiko einher. Ein Zinssatz von rund 12 Prozent klingt verlockend, bedeutet aber, dass das Unternehmen ein hohes Ausfallrisiko hat. Seriöse Projekte bieten meist Zinsen zwischen 5 und 8 Prozent an, je nach Branche und Laufzeit.

Prüfe das Geschäftsmodell des Unternehmens genau. Was verkauft es? Wer sind die Kunden? Gibt es bereits Umsätze oder ist alles nur eine Idee? Bei Immobilienprojekten solltest du auf die Lage und die Kalkulation achten. Bei Start-ups ist die Erfahrung des Gründerteams entscheidend. Du musst kein Experte werden, aber du solltest die grundlegende Logik verstehen können. Wenn du etwas nicht verstehst, lass es lieber sein.

Ein wichtiger Indikator ist die Eigenkapitalquote des Projekts. Wenn das Unternehmen selbst einen Teil des Geldes beisteuert, zeigt das, dass es an den Erfolg glaubt. Projekte, die zu rund 100 Prozent fremdfinanziert sind, sind riskanter. Achte auch auf die Sicherheiten, die angeboten werden. Bei Immobilien kann das eine Grundschuld sein, bei anderen Projekten eine Bürgschaft. Diese Sicherheiten reduzieren dein Risiko im Insolvenzfall.

Nutze die Bewertungen und Erfahrungen anderer Anleger. Viele Plattformen haben Foren oder Bewertungsportale, in denen du nachlesen kannst, wie die Plattform mit Problemen umgeht. Auch die Presse berichtet regelmäßig über Crowdinvesting-Plattformen. Ein schlechter Ruf sollte ein Warnsignal sein. Vertraue auf dein Bauchgefühl, aber untermauere es mit Fakten. Eine gründliche Recherche dauert nur wenige Stunden, kann dich aber vor großen Verlusten bewahren.

Typische Fehler, die du als Familie unbedingt vermeiden solltest

Der häufigste Fehler ist, zu viel Geld in Crowdinvesting zu stecken. Du solltest niemals Geld investieren, das du in den nächsten Jahren für den Lebensunterhalt oder Notfälle benötigst. Als Faustregel gilt: Investiere nur einen kleinen Teil deines Vermögens, zum Beispiel ein bis fünf Prozent. Der Rest sollte sicher auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten liegen. So kannst du einen Totalverlust verkraften, ohne deine Lebensplanung zu gefährden.

Ein weiterer Fehler ist, nur auf den Zinssatz zu schauen. Viele Anleger wählen das Projekt mit der höchsten Rendite, ohne das Risiko zu verstehen. Das ist wie eine Wette, die du selten gewinnst. Besser ist es, auf eine breite Streuung zu setzen. Verteile dein Investment auf mehrere Projekte aus verschiedenen Branchen. Wenn ein Projekt scheitert, können die anderen deine Verluste ausgleichen. Diese Diversifikation ist der Schlüssel zum Erfolg.

Viele Familien unterschätzen auch die fehlende Liquidität. Du kannst dein Geld nicht jederzeit abrufen, sondern bist an die Laufzeit gebunden. Wenn du also ein neues Auto kaufen oder eine Reise bezahlen möchtest, musst du andere Rücklagen nutzen. Plane daher langfristig und investiere nur Geld, das du wirklich für mehrere Jahre nicht benötigst. Eine Laufzeit von 24 Monaten kann sich wie eine Ewigkeit anfühlen, wenn unerwartete Ausgaben kommen.

Schließlich ist der Fehler, sich nicht über die Plattform zu informieren. Nicht jede Plattform ist seriös, und es gab in der Vergangenheit schwarze Schafe. Prüfe, ob die Plattform eine Lizenz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat. Diese Lizenz ist ein Gütesiegel, das Mindeststandards garantiert. Lies auch das Kleingedruckte in den AGBs. Wenn dir etwas komisch vorkommt, suche das Gespräch mit dem Support oder lasse das Projekt einfach aus.

Konkrete nächste Schritte: So startest du dein erstes Investment

Bevor du dich bei einer Plattform anmeldest, solltest du dir einen Überblick über den Markt verschaffen. Es gibt in Deutschland mehrere etablierte Plattformen, die sich auf unterschiedliche Bereiche spezialisiert haben. Einige fokussieren sich auf Immobilien, andere auf erneuerbare Energien oder Start-ups. Wähle eine Plattform, die zu deinen Interessen passt. Du kannst auch mehrere Plattformen nutzen, um deine Risiken zu streuen.

Erstelle einen Finanzplan für deine Familie. Lege fest, wie viel Geld du insgesamt investieren möchtest und über welchen Zeitraum. Ein sinnvoller Ansatz ist, monatlich einen festen Betrag zur Seite zu legen und diesen dann quartalsweise zu investieren. So glättest du Kursschwankungen und musst nicht auf einen perfekten Zeitpunkt warten. Dieser systematische Ansatz nimmt den Druck und ist auch für Anfänger gut geeignet.

Registriere dich bei der Plattform und schließe den Identitätsnachweis ab. Das dauert in der Regel nur wenige Minuten. Danach kannst du dir die aktuellen Projekte ansehen. Erstelle dir eine Checkliste mit den Kriterien, die dir wichtig sind, zum Beispiel Mindestlaufzeit, Zinssatz oder Branche. Gehe die Projekte systematisch durch und notiere dir die Vor- und Nachteile. Nimm dir Zeit für diese Analyse, denn sie ist der wichtigste Teil deiner Arbeit.

Wenn du dich für ein Projekt entschieden hast, investiere zunächst nur einen kleinen Betrag, um Erfahrungen zu sammeln. Beobachte, wie die Zinszahlungen eingehen und wie sich das Projekt entwickelt. Nach einigen Monaten kannst du dein Engagement ausweiten. Mit der Zeit entwickelst du ein Gefühl dafür, welche Projekte zu dir passen. Dieses Wissen ist wertvoll und hilft dir, langfristig erfolgreich zu sein. Du wirst sehen, dass Crowdinvesting eine spannende Ergänzung zu deinen anderen Geldanlagen sein kann.

Crowdinvesting im Vergleich zu anderen Anlageformen

Um Crowdinvesting richtig einzuordnen, solltest du es mit anderen Anlageformen vergleichen. Das klassische Sparbuch oder Tagesgeldkonto bietet Sicherheit, aber kaum Rendite. Die Inflation kann dein Geld langfristig entwertten. Aktien und ETFs bieten langfristig höhere Renditen, sind aber kurzfristig schwankungsanfällig. Crowdinvesting liegt mit seinem Risiko-Rendite-Profil irgendwo dazwischen, ist aber weniger liquide als Aktien.

Ein großer Vorteil von Crowdinvesting ist die niedrige Einstiegshürde. Du kannst schon mit kleinen Beträgen in Sachwerte wie Immobilien investieren, die du dir sonst nie leisten könntest. Das macht es besonders für junge Familien attraktiv, die noch kein großes Vermögen aufgebaut haben. Zudem ist die Rendite oft planbar, da die Zinsen fest vereinbart sind. Das gibt dir eine gewisse Kalkulationssicherheit, die Aktien nicht bieten.

Der Nachteil ist das fehlende Mitspracherecht. Als Crowdinvestor bist du stiller Teilhaber und hast kein Stimmrecht bei wichtigen Entscheidungen. Das Unternehmen kann also Risiken eingehen, die du nicht gutheißt. Bei Aktien hast du zumindest theoretisch die Möglichkeit, auf Hauptversammlungen deine Stimme abzugeben. Diese Kontrolle fehlt dir beim Crowdinvesting vollständig. Du vertraust also vollständig auf das Management.

Ein weiterer Unterschied ist die Transparenz. Crowdinvesting-Projekte sind oft weniger reguliert als der Aktienmarkt. Die Informationen, die du erhältst, sind weniger standardisiert und können lückenhaft sein. Du musst also mehr Eigeninitiative bei der Recherche aufbringen. Wenn du bereit bist, diese Arbeit zu leisten, kann Crowdinvesting eine sinnvolle Ergänzung sein. Wenn nicht, sind breit gestreute ETFs vielleicht die bessere Wahl für dich.

Die Zukunft von Crowdinvesting und deine Rolle als Anleger

Crowdinvesting hat sich in den letzten Jahren stark professionalisiert. Die Plattformen werden transparenter, die Regulierung durch die BaFin wird strenger. Das ist gut für dich als Anleger, denn es reduziert das Risiko von Betrug und unseriösen Angeboten. Gleichzeitig wächst der Markt, und es kommen ständig neue Projekte hinzu. Diese Vielfalt bietet Chancen, erfordert aber auch eine sorgfältige Auswahl.

Für Familien wird Crowdinvesting zunehmend interessant, weil es eine Möglichkeit bietet, das eigene Geld sinnvoll anzulegen und gleichzeitig die Realwirtschaft zu unterstützen. Ob du in ein lokales Solarprojekt oder ein Start-up aus deiner Region investierst, du kannst einen Beitrag leisten. Dieses Gefühl der Teilhabe ist ein emotionaler Mehrwert, der über die reine Rendite hinausgeht. Viele Plattformen betonen genau diesen Aspekt.

Du solltest dir jedoch bewusst sein, dass Crowdinvesting kein Ersatz für eine klassische Altersvorsorge ist. Die Beträge sind oft zu klein und die Laufzeiten zu kurz, um eine echte Rente aufzubauen. Nutze es als Beimischung in deinem Portfolio, nicht als Hauptsäule. Die Basis deiner Vorsorge sollten weiterhin staatlich geförderte Produkte oder breit gestreute Indexfonds sein. Crowdinvesting kann diese Basis ergänzen und für Abwechslung sorgen.

Bleibe neugierig und informiere dich regelmäßig über neue Entwicklungen. Der Markt verändert sich schnell, und was heute gilt, kann morgen schon anders sein. Abonniere Newsletter von Plattformen, lies Fachartikel und tausche dich mit anderen Anlegern aus. So bleibst du auf dem Laufenden und kannst deine Strategie anpassen. Mit diesem Wissen bist du gut gerüstet, um die Chancen von Crowdinvesting für deine Familie zu nutzen und die Risiken zu minimieren.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Kannst du den Anlagebetrag komplett verlieren?
Hast du noch einen Notgroschen für ungeplante Ausgaben?
Ist dein Tagesgeldkonto bereits gut gefüllt?
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Häufige Fragen

Ja, wenn du nur einen kleinen Teil deines Vermögens investierst und das Risiko eines Totalverlusts akzeptierst. Es eignet sich als Beimischung zu sicheren Anlagen wie Tagesgeld. Wichtig ist, dass du keine existenziellen Rücklagen angreifst.

Experten empfehlen, nur ein bis fünf Prozent deines Gesamtvermögens in Crowdinvesting zu stecken. Der Betrag sollte so gewählt sein, dass du ihn im schlimmsten Fall komplett verlieren kannst, ohne deinen Lebensstandard zu gefährden. Beginne mit kleinen Beträgen.

Seriöse Plattformen haben eine Lizenz der BaFin und sind im Impressum klar erkennbar. Bekannte Anbieter in Deutschland sind zum Beispiel Exporo, Bergfürst oder Zinsland. Vergleiche die Konditionen und lies Erfahrungsberichte, bevor du dich anmeldest.

Im Insolvenzfall werden zuerst die gesicherten Gläubiger wie Banken bedient. Als Crowdinvestor stehst du meist an letzter Stelle und bekommst oft nichts zurück. Dein Investment ist also nicht durch die Einlagensicherung geschützt und kann komplett verloren gehen.

In der Regel nicht, da deine Anteile illiquide sind. Einige Plattformen bieten einen Zweitmarkt an, auf dem du deine Anteile verkaufen kannst. Allerdings gibt es dafür keine Garantie, und du musst oft einen Abschlag in Kauf nehmen. Plane daher langfristig.

Die Zinsen gelten als Kapitaleinkünfte und unterliegen der Abgeltungssteuer von rund 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die Plattformen führen die Steuer automatisch ab, wenn du einen Freistellungsauftrag erteilst. Deinen Sparerpauschbetrag solltest du also nutzen.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 30.08.2026, nächste Prüfung: 02/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.