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FinanzenEnergie Energieeffizienzklassen Im Ueberblick Diese Gebaeudestandards Gelten
FinanzbildungEnergieeffizienzklassen10 Min.

Energieeffizienzklassen im Überblick Diese Gebäudestandards gelten

Energieeffizienzklassen von A+ bis H einfach erklärt: Was die Buchstaben im Energieausweis bedeuten und was das für deine Miete oder Wohnung heißt.

EnergieeffizienzklasseRechnerWas sind
Das Wichtigste in 30 Sekunden
  • Klassen bewerten den Energiebedarf bzw. -verbrauch eines Gebäudes von sehr sparsam bis sehr ineffizient
  • Skala reicht von A+ (beste Klasse) bis H (schlechteste Klasse
  • Angabe erfolgt über den Energieausweis, der beim Vermieten oder Verkaufen Pflicht ist
  • Wichtig: Klasse beeinflusst indirekt deine Nebenkosten/Heizkosten

Energieeffizienzklassen erklärt: Was steckt hinter den Buchstaben auf dem Energieausweis?

Klassen bewerten den Energiebedarf bzw. -verbrauch eines Gebäudes von sehr sparsam bis sehr ineffizient

Ob beim Scrollen durch Immobilienportale oder beim Unterschreiben eines Mietvertrags – die Energieeffizienzklasse eines Gebäudes begegnet dir früher oder später. Doch was bedeutet das Buchstaben-System wirklich, und warum solltest du als Verbraucher:in genau hinschauen?

Kurzantwort: Energieeffizienzklassen bewerten, wie viel Energie ein Gebäude pro Quadratmeter und Jahr benötigt. Die Skala reicht von A+ (sehr sparsam) bis H (sehr ineffizient). Ausgewiesen wird die Klasse im Energieausweis, der beim Vermieten oder Verkaufen gesetzlich vorgeschrieben ist. Für dich als Mieter:in ist die Klasse relevant, weil sie direkt beeinflusst, wie hoch deine Heizkosten und damit deine monatliche Warmmiete ausfallen.

AUF EINEN BLICK

  • Skala reicht von A+ (beste Klasse) bis H (schlechteste Klasse
  • Angabe erfolgt über den Energieausweis, der beim Vermieten oder Verkaufen Pflicht ist
  • Wichtig: Klasse beeinflusst indirekt deine Nebenkosten/Heizkosten

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Was sind Energieeffizienzklassen bei Gebäuden?

Übersichtstabelle: Klasse, ungefährer Energiekennwert-Bereich in kWh/(m²·a), typische Gebäudeart

Energieeffizienzklassen sind ein standardisiertes Bewertungssystem, das angibt, wie energieeffizient ein Gebäude ist. Konkret misst die Klasse den Energiebedarf oder Energieverbrauch, der auf einen Quadratmeter Wohnfläche und ein Jahr hochgerechnet wird – ausgedrückt in der Einheit Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, kurz kWh/(m²·a). Je niedriger dieser Wert, desto besser die Klasse und desto geringer die Energiekosten.

Die Skala wurde in Deutschland in acht Klassen unterteilt: von A+ über A, B, C, D, E, F, G bis hin zu H. Gebäude der Klasse A+ und A sind hocheffizient und benötigen kaum externe Energie für Heizung und Warmwasser. Gebäude der Klasse H hingegen sind meist unsanierte Altbauten, die enorme Mengen Energie verschleudern und entsprechend hohe Kosten verursachen. Die Einführung dieser einheitlichen Skala sollte Transparenz für Käufer:innen und Mieter:innen schaffen und den Vergleich verschiedener Immobilien erleichtern.

Für Verbraucher:innen ist dieses Wissen besonders wertvoll: Wer eine neue Wohnung sucht, denkt oft zuerst an die Kaltmiete. Doch die Nebenkosten – allen voran Heizung und Warmwasser – können die monatliche Belastung deutlich erhöhen. Ein Blick auf die Energieeffizienzklasse vor der Vertragsunterschrift kann bares Geld sparen und unliebsame Überraschungen bei der Nebenkostenabrechnung verhindern.

AUF EINEN BLICK

  • A+ und A: hochsanierte oder neu gebaute Effizienzhäuser
  • B bis D: modernere oder teilsanierte Gebäude, häufig bei Neuvermietung
  • E bis H: unsanierte Altbauten mit hohem Heizbedarf

Die Energieeffizienzklassen von A+ bis H im Detail

Farbverlaufsskala (grün bis rot) mit Pfeil zeigt die Klasse an

Die einzelnen Klassen sind an konkrete Energiekennwert-Bereiche geknüpft. Klasse A+ umfasst Gebäude mit einem Energiebedarf von unter 30 kWh/(m²·a) – das sind in der Regel Passivhäuser oder Null-Energie-Häuser, also Gebäude, die nahezu keine externe Energie benötigen. Klasse A liegt bei bis zu 50 kWh/(m²·a) und umfasst moderne Neubauten und hochwertig sanierte Bestandsgebäude. Wer in einem solchen Gebäude wohnt, profitiert von sehr niedrigen Heizkosten und einem hohen Wohnkomfort.

Im mittleren Bereich finden sich die Klassen B bis D. Klasse B reicht bis etwa 75 kWh/(m²·a), Klasse C bis ca. 100 kWh/(m²·a) und Klasse D bis etwa 130 kWh/(m²·a). Hier sind häufig neuere Bestandsgebäude oder teilsanierte Häuser zu finden. Bei Neuvermietungen begegnen dir diese Klassen vergleichsweise häufig, da viele Vermieter:innen in den vergangenen Jahren zumindest Teilmaßnahmen wie den Austausch der Heizungsanlage oder eine verbesserte Dämmung vorgenommen haben.

Die Klassen E bis H stehen für den größten Energiehunger. Klasse E liegt bei bis zu 160 kWh/(m²·a), Klasse F bei bis zu 200 kWh/(m²·a), Klasse G bei bis zu 250 kWh/(m²·a) und Klasse H bei allem, was darüber hinausgeht. Typischerweise handelt es sich um unsanierte Altbauten aus der Vorkriegszeit oder den frühen Jahrzehnten der Nachkriegszeit, bei denen weder Dämmung noch Fenster oder Heiztechnik modernisiert wurden. In Universitätsstädten mit altem Wohnungsbestand sind solche Gebäude keine Seltenheit – und können bei steigenden Energiepreisen zur echten Kostenfalle werden.

AUF EINEN BLICK

  • Unterschied Bedarfsausweis vs. Verbrauchsausweis kurz erklärt
  • In Wohnungsanzeigen (z. B. Immobilienportalen) muss die Klasse angegeben werden
  • So erkennst du bei der WG- oder Wohnungssuche einen Energiefresser

Wo du die Effizienzklasse ablesen kannst: der Energieausweis

Schlechtere Klasse = tendenziell höhere Heizkosten in der Nebenkostenabrechnung

Der Energieausweis ist das zentrale Dokument, in dem die Energieeffizienzklasse eines Gebäudes festgehalten wird. Er enthält eine farbige Verlaufsskala von Grün (sehr effizient) über Gelb bis Rot (sehr ineffizient) und markiert die Klasse des Gebäudes mit einem Pfeil. Auf einen Blick siehst du so, wo die Wohnung oder das Haus im Vergleich zu anderen Gebäuden steht. Vermieter:innen sind gesetzlich verpflichtet, den Energieausweis bei der Besichtigung vorzulegen und auf Wunsch eine Kopie auszuhändigen.

Es gibt zwei Arten von Energieausweisen, die du kennen solltest. Der Bedarfsausweis berechnet den theoretischen Energiebedarf eines Gebäudes auf Basis bauphysikalischer Daten wie Dämmstärke, Fensterqualität und Heiztechnik – unabhängig davon, wie die Bewohner:innen tatsächlich heizen. Der Verbrauchsausweis hingegen basiert auf den tatsächlichen Energieverbräuchen der letzten drei Jahre und ist daher stärker vom Nutzerverhalten abhängig. Für eine realistische Einschätzung der Gebäudequalität ist der Bedarfsausweis aussagekräftiger, doch in der Praxis begegnet dir häufiger der Verbrauchsausweis.

Seit 2014 müssen Immobilienanzeigen in kommerziellen Medien, also auch auf Portalen wie Immobilienscout24 oder ImmoWelt, wesentliche Kennwerte aus dem Energieausweis enthalten – darunter die Energieeffizienzklasse. Das bedeutet: Schon beim ersten Blick auf ein Inserat kannst du abschätzen, ob eine Wohnung ein Energiefresser ist. Ein Inserat ohne diese Angaben kann ein Warnsignal sein. Wenn du dir unsicher bist: Frage vor der Besichtigung nach dem Energieausweis und nimm ihn dir genau vor.

AUF EINEN BLICK

  • Warmmiete statt nur Kaltmiete vergleichen
  • Bei knappem Budget lohnt sich der Blick auf die Effizienzklasse vor Vertragsunterschrift
  • Steigende Energiepreise treffen ineffiziente Gebäude stärker

Was die Energieeffizienzklasse für deine Nebenkosten bedeutet

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt Mindeststandards für Neubau und Sanierung fest

Die Energieeffizienzklasse ist nicht bloß ein abstraktes Zertifikat – sie hat direkte Auswirkungen auf deinen Geldbeutel. Ein Gebäude der Klasse H verbraucht ein Vielfaches an Heizenergie im Vergleich zu einem Haus der Klasse A. Das schlägt sich in der jährlichen Nebenkostenabrechnung nieder. Als Faustregel gilt: Je schlechter die Klasse, desto höher der Anteil der Heizkosten an deiner monatlichen Miete. Gerade in kälteren Wintermonaten kann das den Unterschied zwischen einem ausgeglichenen und einem überzogenen Monatsbudget ausmachen.

Deshalb ist es ratsam, bei der Wohnungssuche nicht nur die Kaltmiete, sondern immer die Warmmiete zu vergleichen. Eine auf den ersten Blick günstige Kaltmiete in einem unsanierten Altbau kann sich nach Abzug der Nebenkosten als teurer erweisen als eine höhere Kaltmiete in einem Effizienzgebäude. Frag im Zweifel bei der Besichtigung nach der Höhe der monatlichen Vorauszahlung und nach der letzten Nebenkostenabrechnung – Vermieter:innen müssen dir diese auf Anfrage nicht zwingend zeigen, aber viele tun es, und es lohnt sich zu fragen.

Mit steigenden und schwankenden Energiepreisen, wie sie in den vergangenen Jahren zu beobachten waren, treffen hohe Energieverbräuche Mieter:innen in ineffizienten Gebäuden besonders hart. Was in Jahren niedriger Gaspreise noch tolerierbar schien, kann bei höheren Energiekosten schnell zur finanziellen Belastung werden. Wer mit einem knappen Budget plant, sollte die Effizienzklasse daher fest in seine Entscheidung einbeziehen – sie ist genauso wichtig wie Lage, Zimmeranzahl oder Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

AUF EINEN BLICK

  • KfW-Effizienzhaus-Stufen (z. B. EH 40, EH 55) als förderrelevante Standards erklärt
  • Unterschied zwischen Energieeffizienzklasse (Ausweis) und Effizienzhaus-Standard (Förderung

Gebäudestandards: GEG, KfW-Effizienzhaus und was ab 2026 gilt

Häufige Verwechslung: Kühlschrank-Label vs. Gebäude-Energieausweis

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist die zentrale gesetzliche Grundlage für energetische Anforderungen an Gebäude in Deutschland. Es legt fest, welche Mindeststandards Neubauten erfüllen müssen und welche Anforderungen bei umfassenden Sanierungen gelten. Das GEG fasst frühere Regelwerke wie die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Energieeinspargesetz (EnEG) zusammen und schreibt schrittweise steigende Anforderungen vor, um die Klimaziele Deutschlands zu unterstützen.

Ergänzend dazu gibt es die sogenannten KfW-Effizienzhaus-Stufen, die von der staatlichen Förderbank KfW für die Vergabe von Fördermitteln bei Neubau und Sanierung genutzt werden. Das KfW-Effizienzhaus 40 (EH 40) bedeutet, dass das Gebäude nur 40 Prozent der Primärenergie eines gesetzlichen Referenzgebäudes benötigt – ein sehr anspruchsvoller Standard. Das KfW-Effizienzhaus 55 (EH 55) entspricht 55 Prozent des Referenzwerts. Je niedriger die Zahl, desto besser die Effizienz und desto höher die mögliche Förderung.

Wichtig ist der Unterschied zwischen den beiden Systemen zu verstehen: Die Energieeffizienzklasse im Energieausweis (A+ bis H) ist ein Klassifizierungsinstrument für bestehende und neue Gebäude, das dem Endverbraucher Transparenz bieten soll. Die KfW-Effizienzhaus-Stufe hingegen ist ein fördertechnischer Standard, der bei Anträgen auf zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse relevant wird. Beide Systeme beziehen sich auf Energie, nutzen aber unterschiedliche Bezugsgrößen und Zwecke. Wer ein Eigenheim kaufen oder sanieren möchte, sollte beide kennen – als Mieter:in ist die Effizienzklasse im Alltag die relevanteGröße.

Für Neubauten gelten ab 2026 weiter verschärfte Anforderungen im Rahmen des GEG. Konkrete technische Parameter der GEG-Anforderungen für 2026 können sich noch anpassen; die offiziellen Bekanntmachungen des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen liefern stets die aktuellsten Vorgaben. Als Faustregel gilt: Wer heute neu baut oder umfassend saniert, muss in der Regel einen hohen Effizienzstandard erfüllen, um keine Nachbesserungspflichten zu riskieren.

AUF EINEN BLICK

  • Beide nutzen Buchstabenskalen, aber unterschiedliche Systeme
  • Für die WG relevant: sparsame Geräte + effizientes Gebäude senken Gesamtkosten
  • Kurzer Hinweis auf das EU-Energielabel für Geräte

Energieeffizienzklassen bei Elektrogeräten vs. Gebäuden: Das ist der Unterschied

Als Mieter:in hast du wenig Einfluss auf die Bausubstanz, aber auf dein Heizverhalten

Eine häufige Verwechslung entsteht, weil sowohl Elektrogeräte als auch Gebäude mit Buchstaben-Klassen bewertet werden. Wenn du einen neuen Kühlschrank kaufst, siehst du auf dem EU-Energielabel ebenfalls Buchstaben von A bis G – seit der Reform des EU-Energielabels im Jahr 2021. Das ist jedoch ein völlig anderes System mit anderen Messmethoden, anderen Referenzwerten und anderen Zuständigkeiten.

Das EU-Energielabel für Haushaltsgeräte wird von der Europäischen Union geregelt und gilt für Produkte wie Waschmaschinen, Geschirrspüler, Kühlschränke, Fernseher und Leuchtmittel. Das Gebäude-Energieausweis-System basiert hingegen auf dem deutschen GEG und nationalen Normen. Ein Gebäude der Klasse A und ein Kühlschrank der Klasse A haben miteinander also genauso viel gemein wie ein Schuh der Größe 42 und eine Kleidergröße 42 – die Buchstaben ähneln sich, die Systeme dahinter sind grundverschieden.

Für dein WG-Leben ist das dennoch praktisch relevant: Sparsame Elektrogeräte und ein energieeffizientes Gebäude ergänzen sich. Wer in einem schlecht gedämmten Altbau wohnt, kann durch energiesparende Haushaltsgeräte zumindest einen Teil der Kosten kompensieren. Achte beim Kauf neuer Geräte auf das EU-Energielabel und bevorzuge Geräte der obersten Effizienzklassen – auch das wirkt sich auf die Stromkostenabrechnung aus.

AUF EINEN BLICK

  • Richtig lüften und heizen senkt Verbrauch unabhängig von der Klasse
  • Bei energetischen Sanierungen: mögliche Modernisierungsumlage im Blick behalten
  • Eigentümer:innen können über KfW-Förderung sanieren

Effizienzklasse verbessern: Was Mieter:innen wirklich tun können

Wohnkosten sind oft der größte Posten im Studi-Budget

Als Mieter:in hast du keinen Einfluss auf die Bausubstanz – du kannst keine Wärmedämmung anbringen oder Fenster austauschen. Die Effizienzklasse eines Gebäudes bleibt also, wie sie ist, solange der Vermieter keine Sanierungsmaßnahmen vornimmt. Was du allerdings steuern kannst, ist dein eigenes Heiz- und Lüftungsverhalten, und das macht in der Praxis einen größeren Unterschied, als viele ahnen.

Richtig lüften bedeutet: kurz und kräftig stoßlüften statt Fenster dauerhaft auf Kipp zu lassen. Dauergelüftete Fenster im Winter kühlen die Wände aus und erhöhen den Energiebedarf erheblich. Außerdem empfiehlt es sich, Räume nicht übermäßig zu heizen – jedes eingesparte Grad Celsius senkt den Heizenergiebedarf spürbar. Diese Verhaltensänderungen schlagen sich zwar nicht auf die Effizienzklasse des Gebäudes nieder, aber auf deinen persönlichen Verbrauch und damit auf deine Heizkosten.

Sollte dein Vermieter eine energetische Sanierung planen, ist es wichtig, die Rechtslage zu kennen: Nach einer energetischen Modernisierung – zum Beispiel einer Fassadendämmung oder einem Heizungsaustausch – darf der Vermieter unter bestimmten Voraussetzungen eine sogenannte Modernisierungsumlage auf die Miete umlegen. Die genaue Höhe und Bedingungen regelt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Informiere dich frühzeitig beim Mieterverein, wenn du ein entsprechendes Ankündigungsschreiben erhältst.

Eigentümer:innen und Wohnungskäufer:innen haben deutlich mehr Möglichkeiten: Über KfW-Förderprogramme können Sanierungsmaßnahmen finanziell unterstützt werden, wenn bestimmte Effizienzstandards erreicht werden. Das ist langfristig nicht nur klimafreundlich, sondern erhöht auch den Wert der Immobilie und senkt laufende Betriebskosten.

AUF EINEN BLICK

  • Effizienzklasse in die Wohnungsentscheidung einbeziehen spart bares Geld
  • Nebenkosten in deine monatliche Finanzplanung einrechnen
  • Mit dem StudySmarter-Rechner deinen Finanzüberblick behalten

Energieeffizienz und dein Budget: So planst du klug

Wohnkosten sind für die meisten Verbraucher:innen der mit Abstand größte monatliche Ausgabenposten. Kaltmiete, Nebenkosten, Strom – das summiert sich schnell. Wer Energieeffizienz schon bei der Wohnungswahl berücksichtigt, legt damit den Grundstein für eine bessere finanzielle Situation. Eine Wohnung in einem gut sanierten Haus kann trotz höherer Kaltmiete unterm Strich günstiger sein als eine scheinbar preiswerte Wohnung in einem Energiefresser.

Darüber hinaus lohnt es sich, Nebenkosten nicht als fixen, unkontrollierbaren Block zu sehen, sondern als Variable, die du zumindest teilweise beeinflussen kannst – durch Heizverhalten, Gerätewahl und eine bewusste Wohnungswahl nach Effizienzklasse. Wer seine monatlichen Ausgaben realistisch einschätzt, kann besser planen, ob am Ende des Monats etwas übrig bleibt oder nicht. Das ist auch die Basis für den ersten Schritt in Richtung Vermögensaufbau, selbst mit kleinem Budget.

Eine strukturierte Übersicht über Einnahmen, Ausgaben und Sparpotenziale hilft dabei enorm. Mit dem StudySmarter-Rechner kannst du deinen Finanzüberblick behalten und einschätzen, welche Wohnkosten langfristig zu deinem Budget passen – bevor du einen Mietvertrag unterschreibst, nicht danach.

Energieeffizienzklassen verstehen – und klüger wohnen

Das Wichtigste auf einen Blick: Die Energieeffizienzklasse eines Gebäudes reicht von A+ (sehr sparsam) bis H (sehr ineffizient) und zeigt, wie viel Energie ein Gebäude pro Quadratmeter und Jahr verbraucht. Als Mieter:in beeinflusst sie direkt deine Nebenkosten. Den Nachweis lieferst du dir über den Energieausweis, der in Inseraten und bei Besichtigungen Pflicht ist. Wer Kalt- und Warmmiete gemeinsam betrachtet und die Effizienzklasse in seine Entscheidung einbezieht, trifft eine fundiertere Wohnwahl – und schützt sich vor bösen Überraschungen in der Nebenkostenabrechnung.

Wohnkosten sind ein zentraler Baustein deiner persönlichen Finanzen. Damit du den Überblick behältst und weißt, wie viel du dir leisten kannst – oder wo du langfristig sparen kannst –, hilft dir der StudySmarter-Vermögensaufbau-Rechner weiter.

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Häufige Fragen

Die beste Energieeffizienzklasse ist die Klasse A+. Sie kennzeichnet Gebäude, die einen besonders geringen Energiebedarf haben, etwa durch sehr gute Dämmung und moderne Heiztechnik. In der Praxis erreichen nur wenige Neubauten oder hochsanierte Häuser diese Spitzenklasse.

Für eine Mietwohnung ist eine Energieeffizienzklasse im Bereich A bis C als gut einzustufen, da sie niedrige Heizkosten und einen geringen Energieverbrauch erwarten lässt. Ab Klasse D oder schlechter sollten Sie die laufenden Nebenkosten genau prüfen, da diese deutlich höher ausfallen können.

Die Energieeffizienzklasse einer Wohnung finden Sie im Energieausweis, den der Vermieter oder Eigentümer vorlegen muss. Dieser Ausweis ist in der Anzeige oder bei der Besichtigung einsehbar und enthält die Kennzeichnung auf einer farbigen Skala von A+ bis H.

Die Energieeffizienzklasse D bei einem Haus bedeutet, dass das Gebäude einen mittleren bis höheren Energiebedarf hat und sich im unteren Drittel der Skala befindet. In der Praxis entspricht dies oft einem unsanierten oder nur teilweise modernisierten Bestandsbau aus den 1970er oder 1980er Jahren, bei dem Heizkosten spürbar ins Gewicht fallen.

Die Energieeffizienzklasse bewertet den tatsächlichen oder berechneten Energieverbrauch eines Gebäudes, während das KfW-Effizienzhaus ein Förderstandard der Kreditanstalt für Wiederaufbau ist, der bestimmte energetische Anforderungen an Neubau oder Sanierung definiert. Ein KfW-Effizienzhaus erreicht in der Regel automatisch eine gute Energieeffizienzklasse, aber die beiden Systeme messen unterschiedliche Aspekte und haben verschiedene Berechnungsgrundlagen.

Ja, die Energieeffizienzklasse beeinflusst Ihre Heizkosten direkt, denn sie gibt an, wie viel Energie pro Quadratmeter und Jahr für Heizung und Warmwasser benötigt wird. Je schlechter die Klasse, desto höher ist der Verbrauch und damit auch Ihre monatlichen Nebenkosten, selbst wenn Sie sparsam heizen.

Nein, nicht jede Wohnung muss einen Energieausweis haben, aber bei Vermietung oder Verkauf ist der Eigentümer verpflichtet, einen gültigen Energieausweis vorzulegen. Ausnahmen gelten für sehr kleine Gebäude mit weniger als vier Wohnungen, die vor 1960 gebaut wurden und keinen bestimmten energetischen Standards entsprechen, sowie für Baudenkmäler.

Quellen & Stand 09.07.2026

MS

StudySmarter-Redaktion

Finanz-Redaktion · StudySmarter
Marie macht Finanzthemen für Studierende verständlich – von der ersten Versicherung bis zum ersten Sparplan.

Redaktionell geprüft. Alle Zahlen mit Quellenangabe, Stand 09.07.2026. Dieser Artikel ist Finanzbildung – keine Rechts- oder Steuerberatung.

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