Ein Quereinstieg in Ethical Hacking und Pentesting ist möglich, aber er verläuft selten geradlinig ohne jede IT-Erfahrung – meist führt der Weg über eine Zwischenstation mit IT-Grundlagen. Wer diesen Zwischenschritt einplant, kann auch ohne klassischen Informatikhintergrund erfolgreich in die IT-Sicherheit wechseln. Dieser Guide zeigt, welche Ausgangspositionen realistisch sind und wie ein strukturierter Quereinstieg aussehen kann.
Primärquellen zu diesem Abschnitt: BA-Merkblatt 6 · BA: Bildungsgutschein · § 81 SGB III · Rechtsstand 07/2026.
⚡ Das Wichtigste in Kürze
- Der leichteste Quereinstieg gelingt aus verwandten IT-Berufen: Wer bereits als Systemadministrator:in, Netzwerktechniker:in oder Fachinformatiker:in arbeitet, bringt …
- Für einen erfolgreichen Quereinstieg empfiehlt sich ein stufenweises Vorgehen: Zuerst die IT-Grundlagen absichern, dann gezielt in Richtung IT-Sicherheit und Ethical …
- Arbeitgeber im Bereich IT-Sicherheit sind grundsätzlich offen für Quereinsteiger:innen, solange nachweisbare praktische Kompetenzen vorhanden sind – etwa durch …
Realistische Ausgangspositionen
Der leichteste Quereinstieg gelingt aus verwandten IT-Berufen: Wer bereits als Systemadministrator:in, Netzwerktechniker:in oder Fachinformatiker:in arbeitet, bringt genau die Grundlagen mit, auf denen Ethical-Hacking-Weiterbildungen aufbauen. Hier reicht oft eine gezielte Spezialisierungsweiterbildung, um den Wechsel in die IT-Sicherheit zu vollziehen.
Schwieriger, aber nicht unmöglich, ist der Quereinstieg aus einem komplett IT-fernen Beruf. In diesem Fall führt der realistische Weg meist über zwei Schritte: zunächst eine Umschulung oder Weiterbildung mit soliden IT-Grundlagen, etwa in Richtung Fachinformatik oder Systemadministration, und erst danach eine Spezialisierung auf IT-Sicherheit und Penetration Testing. Wer diesen Zwischenschritt überspringt, läuft Gefahr, in spezialisierten Security-Kursen schnell den Anschluss zu verlieren.
Auch technikaffine Quereinsteiger:innen mit Hobby-Erfahrung – etwa im Bereich Netzwerke, Server oder Programmierung als Freizeitbeschäftigung – haben oft gute Voraussetzungen, weil praktisches Interesse und Grundverständnis bereits vorhanden sind.
Direkt ist das selten realistisch. Meist ist ein Zwischenschritt mit IT-Grundlagen sinnvoll, bevor spezialisierte Ethical-Hacking-Inhalte greifen.
Strukturierter Weg über Weiterbildung
Für einen erfolgreichen Quereinstieg empfiehlt sich ein stufenweises Vorgehen: Zuerst die IT-Grundlagen absichern, dann gezielt in Richtung IT-Sicherheit und Ethical Hacking spezialisieren. Manche Bildungsträger bieten diese Kombination bereits in einem längeren Programm an, andere setzen zwei separate Weiterbildungen voraus.
- Schritt 1: IT-Grundlagen aufbauen (Netzwerke, Systeme, ggf. Skripting)
- Schritt 2: Spezialisierung auf IT-Sicherheit und Penetration Testing
- Schritt 3: Praxiserfahrung durch Lab-Übungen, Praktika oder eigene Projekte
- Schritt 4: Anerkannte Zertifizierung zum Nachweis der Kompetenzen
Diese Struktur verlängert den Weg zwar etwas, erhöht aber deutlich die Erfolgschancen, weil du nicht versuchst, komplexe Sicherheitsthemen ohne solides Fundament zu verstehen.
Chancen bei Bewerbungen als Quereinsteiger:in
Arbeitgeber im Bereich IT-Sicherheit sind grundsätzlich offen für Quereinsteiger:innen, solange nachweisbare praktische Kompetenzen vorhanden sind – etwa durch Zertifizierungen, Praxisprojekte oder Lab-Erfahrung. Ein lückenloser klassischer Werdegang ist weniger entscheidend als der Nachweis, dass du die notwendigen Fähigkeiten tatsächlich beherrschst.
Es lohnt sich, eigene Projekte, Capture-the-Flag-Übungen oder Praktika im Lebenslauf sichtbar zu machen, um deine praktische Kompetenz zu belegen. Gerade am Anfang zählt oft mehr, was du nachweislich kannst, als woher du beruflich kommst.
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Stand 07/2026: Förderumfang und Höchstbeträge nach BA-Merkblatt 6; Voraussetzungen nach § 81 SGB III. Maßgeblich sind dein Bescheid und die individuelle Beratung.