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Ratgeber · Versicherung

Erfahrungen mit der Sterbegeldversicherung: Was du vor dem Abschluss wissen solltest

Eine Sterbegeldversicherung soll deine Bestattung finanzieren, damit deine Angehörigen nicht auf den Kosten sitzen bleiben. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass sich der Abschluss vor allem für ältere Menschen oft nicht rechnet und Alternativen wie ein Sparplan oder ein Bestattungs­vorsorgevertrag sinnvoller sein können.

11 Kapitel · 17 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Selbst einfache Beerdigungen kosten schnell 3.000 bis 5.000 Euro.
  • Je älter du beim Abschluss bist, desto höher ist dein Beitrag, da sich die Prämie am Sterblichkeitsrisiko orientiert.
  • Tarife ohne Gesundheitsprüfung haben in der Regel eine Wartezeit von ein bis drei Jahren.
  • Ein Treuhandkonto schützt dein Geld bei einem Bestattungsvorsorgevertrag vor einer Insolvenz des Bestatters.

01 · Grundlagen

Was ist eine Sterbegeldversicherung?

Die Sterbegeldversicherung ist eine kleine Kapitallebensversicherung, die im Todesfall eine vorher festgelegte Summe an deine Hinterbliebenen auszahlt. Sie ist damit eine von mehreren Möglichkeiten, die Bestattungskosten zu regeln.

Die meisten Policen sind als kleine Kapitallebensversicherung konstruiert, bei der du eine feste Versicherungssumme vereinbarst. Diese Summe liegt üblicherweise zwischen 4.000 und 10.000 Euro und wird im Todesfall an die von dir benannte Person ausgezahlt. Der Zweck ist klar begrenzt: Die Hinterbliebenen sollen davon die Bestattung bezahlen können, ohne auf eigene Ersparnisse zurückgreifen zu müssen.

Für dich als Studierende ist das Produkt vor allem dann relevant, wenn du früh eine kleine Absicherung für deine Eltern oder dich selbst einrichten möchtest. Die Beiträge sind im jungen Alter niedrig, aber du bindest Kapital über einen sehr langen Zeitraum. Bedenke, dass die Auszahlungssumme nicht mitwächst und eine spätere Inflation den Wert der Leistung mindern kann.

  • Die Versicherungssumme ist garantiert und wird unabhängig von der Entwicklung der Kapitalmärkte ausgezahlt.
  • Du bestimmst die bezugsberechtigte Person, die im Todesfall das Geld erhält.

Kurz erklärt

Sterbegeldversicherung

Eine Form der Kapitallebensversicherung mit einer Versicherungssumme zwischen 4.000 und 10.000 Euro. Sie dient dazu, die Kosten der eigenen Beerdigung abzudecken.

Die Auszahlung erfolgt im Todesfall an die von dir bestimmten Bezugsberechtigten, die das Geld für die Bestattung verwenden.

02 · Vergleich

Sterbegeldversicherung oder Risikolebensversicherung: Was passt zu dir?

Beide Versicherungen zahlen im Todesfall, verfolgen aber unterschiedliche Ziele. Der direkte Vergleich hilft dir, die passende Absicherung für deine Situation zu wählen.

Die Risikolebensversicherung sichert Hinterbliebene gegen den finanziellen Ausfall deiner Arbeitskraft ab, etwa zur Tilgung eines Immobilienkredits oder als Einkommensersatz für die Familie. Die Versicherungssummen sind dort deutlich höher und liegen oft bei 100.000 Euro oder mehr. Eine Sterbegeldversicherung zielt dagegen nur auf die überschaubaren Kosten einer Beerdigung ab.

Für dich als Studierende ohne Unterhaltspflichten und ohne laufenden Kredit ist eine Risikolebensversicherung in der Regel unnötig. Eine Sterbegeldversicherung kann höchstens dann sinnvoll sein, wenn du sicherstellen willst, dass deine Eltern oder Geschwister im Fall deines Todes nicht mit Bestattungskosten belastet werden. Die Beiträge sind dafür im jungen Alter sehr niedrig, die Leistung aber auch begrenzt.

  • Eine Risikolebensversicherung erfordert fast immer eine umfangreiche Gesundheitsprüfung.
  • Eine Sterbegeldversicherung gibt es oft ohne Gesundheitsfragen, dann aber mit einer Wartezeit.
Unterschiede zwischen Sterbegeld- und Risikolebensversicherung
SterbegeldversicherungRisikolebensversicherung
HauptzweckDeckung der BestattungskostenFinanzielle Absicherung der Hinterbliebenen, z.B. zur Tilgung von Krediten oder als Einkommensersatz
Typische Versicherungs­summe4.000 bis 10.000 Euro
Gesundheits­prüfungOft ohne Gesundheitsfragen möglich, dann aber mit Wartezeit
ZielgruppeMenschen, die gezielt ihre Beerdigung finanzieren möchten

03 · Schritt für Schritt

So läuft der Abschluss einer Sterbegeldversicherung ab

Der Weg zur Police führt über einen Antrag, bei dem du dich zwischen Tarifen mit und ohne Gesundheitsprüfung entscheiden musst. Diese Entscheidung bestimmt, wie schnell der volle Versicherungsschutz greift.

Zuerst legst du die Versicherungssumme fest, die deine erwarteten Bestattungskosten abdecken soll. Üblich sind Beträge zwischen 4.000 und 10.000 Euro, wobei einfache Beerdigungen schnell 3.000 bis 5.000 Euro kosten können. Danach entscheidest du dich für eine Tarifvariante mit oder ohne Gesundheitsprüfung.

Bei einem Tarif ohne Gesundheitsfragen ist der Antrag schnell ausgefüllt, aber der volle Schutz greift erst nach einer Wartezeit von meist ein bis drei Jahren. Bei einem Tarif mit Gesundheitsprüfung musst du Angaben zu Vorerkrankungen machen, was zu einem höheren Beitrag oder einer Ablehnung führen kann. Der Versicherer prüft deinen Antrag und nimmt dich bei Annahme in den Vertrag auf.

  • Du wählst zuerst die Höhe der Versicherungssumme.
  • Du entscheidest dich für einen Tarif mit oder ohne Gesundheitsprüfung.
  • Du reichst den Antrag beim Versicherer ein und beachtest die geltende Wartezeit.
01

Versicherungssumme festlegen

Du wählst eine Summe, die die erwarteten Bestattungskosten abdeckt. Üblich sind Beträge zwischen 4.000 und 10.000 Euro.

02

Tarifvariante wählen

Du entscheidest, ob du eine Gesundheitsprüfung machst oder nicht. Ein Tarif ohne Gesundheitsfragen ist einfacher abzuschließen, hat aber eine Wartezeit.

03

Antrag einreichen

Du stellst den Antrag beim Versicherer. Bei Tarifen mit Gesundheitsprüfung musst du hier Angaben zu deinem Gesundheitszustand machen.

04

Wartezeit beachten

Bei Tarifen ohne Gesundheitsfragen gilt meist eine Wartezeit von ein bis drei Jahren. Stirbst du in dieser Zeit, wird oft nur ein Teil der Summe oder die eingezahlten Beiträge ausgezahlt.

05

Beitrag zahlen

Du zahlst monatlich oder jährlich deinen Beitrag. Die Höhe richtet sich nach deinem Eintrittsalter und der gewählten Versicherungssumme.

04 · Was gilt

Wann zahlt die Sterbegeldversicherung und wann nicht?

Der Versicherungsschutz ist an Bedingungen geknüpft. Besonders die Wartezeit und die Todesursache spielen eine Rolle für die Leistung im Ernstfall.

Die volle Versicherungssumme wird ausgezahlt, wenn der Tod nach Ablauf der Wartezeit eintritt, unabhängig von der Todesursache. Bei einem Unfalltod zahlen viele Tarife auch während der Wartezeit die volle Summe oder sogar ein Mehrfaches davon. Stirbt die versicherte Person jedoch innerhalb der Wartezeit an einer Krankheit, erhalten die Hinterbliebenen in der Regel nur die eingezahlten Beiträge zurück.

Falsche Angaben bei den Gesundheitsfragen können zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Auch bei Suizid innerhalb einer bestimmten Frist nach Vertragsabschluss ist die Leistung oft eingeschränkt oder ausgeschlossen. Prüfe deshalb die Bedingungen genau, bevor du dich für einen Tarif ohne Gesundheitsprüfung entscheidest.

  • Volle Leistung gibt es nach Ablauf der Wartezeit bei Tod durch Krankheit oder Unfall.
  • Während der Wartezeit ist die Leistung bei Krankheit meist auf die Beitragsrückerstattung begrenzt.

Volle Summe wird gezahlt

·Tod nach Ablauf der Wartezeit, unabhängig von der Todesursache
·Tod durch Krankheit nach Ablauf der Wartezeit
·Tod durch Unfall, oft auch während der Wartezeit

Leistung ist eingeschränkt oder ausgeschlossen

·Tod durch Krankheit innerhalb der Wartezeit bei Tarifen ohne Gesundheitsprüfung
·Tod durch Suizid innerhalb einer bestimmten Frist nach Vertragsabschluss
·Falsche Angaben bei den Gesundheitsfragen können zum Verlust des Versicherungsschutzes führen

05 · Kosten

Was kostet eine Sterbegeldversicherung?

Die Beiträge sind stark vom Eintrittsalter abhängig. Gerade im Rentenalter zahlst du über die Laufzeit oft mehr ein, als deine Hinterbliebenen später ausgezahlt bekommen.

Die Beiträge hängen stark von deinem Eintrittsalter ab, denn der Versicherer kalkuliert mit der Wahrscheinlichkeit deines Ablebens. Je älter du beim Abschluss bist, desto höher ist das Sterblichkeitsrisiko und damit dein monatlicher Beitrag. Gerade im Rentenalter oder kurz davor führt das oft zu einer Überzahlung: Du zahlst über die Laufzeit mehr ein, als deine Hinterbliebenen später ausgezahlt bekommen.

Ein Beispiel aus einem Test verdeutlicht das: Eine 65-jährige Person zahlt für eine Versicherungssumme von 7.000 Euro über 20 Jahre monatlich rund 49 Euro. Das ergibt eine Summe von etwa 11.786 Euro an eingezahlten Beiträgen, während die garantierte Auszahlung im Todesfall nur 7.000 Euro beträgt. Eine Überschussbeteiligung kann die Auszahlung erhöhen, ist aber nicht garantiert.

  • Die monatlichen Beiträge sind im jungen Alter niedrig und steigen mit dem Eintrittsalter.
  • Die Summe der eingezahlten Beiträge kann die garantierte Versicherungssumme deutlich übersteigen.

Beitragsbeispiel für eine Versicherungssumme von 7.000 Euro

Summe der eingezahlten Beiträgeca. 11.786 EUR
Garantierte Auszahlung im Todesfall7.000 EUR

06 · Im Vertrag

Gesundheits­fragen und Wartezeit: Die wichtigsten Klauseln

Zwei Begriffe prägen deine Erfahrungen mit der Sterbegeldversicherung: die Gesundheitsprüfung und die Wartezeit. Sie entscheiden über den Preis und den Umfang des Schutzes.

Bei Tarifen mit Gesundheitsprüfung musst du Fragen zu Vorerkrankungen beantworten. Diese Angaben können zu einem höheren Beitrag oder sogar zu einer Ablehnung des Antrags führen. Tarife ohne Gesundheitsfragen sind einfacher abzuschließen, haben aber in der Regel eine Wartezeit von ein bis drei Jahren.

Die Überschussbeteiligung ist ein weiterer wichtiger Vertragsbestandteil. Die Versicherer beteiligen dich am Gewinn, wodurch die garantierte Summe im Todesfall steigen kann. Diese Überschüsse sind jedoch nicht fest zugesagt und können je nach wirtschaftlicher Lage des Versicherers schwanken. Bei einem Unfalltod zahlen viele Tarife eine erhöhte Summe, oft das Doppelte oder Dreifache der vereinbarten Versicherungssumme.

  • Eine Gesundheitsprüfung kann zu Beitragszuschlägen oder Ablehnung führen.
  • Ohne Gesundheitsfragen gilt meist eine Wartezeit von ein bis drei Jahren.
  • Die Überschussbeteiligung ist nicht garantiert und kann die Auszahlung erhöhen.

Zentrale Vertragsbestandteile

GesundheitsprüfungBeitrag & AnnahmeBei Tarifen mit Gesundheitsprüfung musst du Fragen zu Vorerkrankungen beantworten. Diese können zu einem höheren Beitrag oder einer Ablehnung führen.
WartezeitLeistungTarife ohne Gesundheitsfragen haben in der Regel eine Wartezeit von ein bis drei Jahren. Erst danach wird die volle Versicherungssumme bei Tod durch Krankheit ausgezahlt.
ÜberschussbeteiligungAuszahlungDie Versicherer beteiligen dich am Gewinn. Diese Überschüsse können die garantierte Summe erhöhen, sind aber nicht fest zugesagt.
UnfalltodZusatzleistungEinige Tarife sehen bei einem Unfalltod eine erhöhte Auszahlung vor, zum Beispiel die doppelte oder dreifache Versicherungssumme.

07 · Checkliste

Checkliste: Worauf du bei einer Sterbegeldversicherung achten solltest

Bevor du einen Vertrag unterschreibst, solltest du einige Punkte prüfen. Diese Liste hilft dir, die wichtigsten Aspekte im Blick zu behalten.

Die Höhe der Versicherungssumme muss die realistischen Bestattungskosten in deiner Region abdecken, denn einfache Beerdigungen kosten schnell 3.000 bis 5.000 Euro. Eine zu niedrige Summe von 4.000 Euro kann dann knapp werden, wenn zusätzliche Kosten für Grabstein oder Trauerfeier anfallen.

Prüfe außerdem die Wartezeit und die Bedingungen für die Gesundheitsprüfung. Frage nach, bis zu welchem Alter du Beiträge zahlen musst und ob bei Unfalltod eine erhöhte Summe vorgesehen ist. Die Kündigungsmöglichkeiten sind ebenfalls wichtig, falls du den Vertrag vorzeitig beenden musst.

  • Deckt die Versicherungssumme die realistischen Bestattungskosten in deiner Region ab?
  • Wie lange dauert die Wartezeit, bis der volle Schutz greift?
  • Ist eine Gesundheitsprüfung nötig und wie wirken sich Vorerkrankungen aus?
  • Bis zu welchem Alter zahlst du Beiträge und wie ist die Überschussbeteiligung geregelt?

Prüfpunkte vor dem Abschluss

01

Höhe der Versicherungssumme: Deckt sie die realistischen Bestattungskosten in deiner Region?

02

Wartezeit: Wie lange dauert es, bis der volle Schutz greift?

03

Gesundheitsprüfung: Ist eine Prüfung nötig und wie wirken sich Vorerkrankungen aus?

04

Beitragszahlungsdauer: Bis zu welchem Alter zahlst du Beiträge?

05

Leistung bei Unfalltod: Ist eine erhöhte Summe bei Unfall enthalten?

06

Überschussbeteiligung: Wie ist die Beteiligung am Gewinn des Versicherers geregelt?

07

Kündigungsmöglichkeiten: Was passiert, wenn du den Vertrag vorzeitig beendest?

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler bei der Sterbegeldversicherung

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher treffen Entscheidungen, die sie später bereuen. Diese Fallstricke solltest du kennen, um sie zu vermeiden.

Der häufigste Fehler ist der Abschluss im hohen Alter. Je älter du bist, desto höher ist das Sterblichkeitsrisiko und damit dein Beitrag. Du zahlst dann oft mehr ein, als deine Hinterbliebenen später ausgezahlt bekommen. Ein weiterer Fehler ist eine zu niedrige Versicherungssumme, die die tatsächlichen Bestattungskosten nicht abdeckt.

Viele unterschätzen auch die Wartezeit. Stirbt die versicherte Person während der Wartezeit an einer Krankheit, erhalten die Hinterbliebenen oft nur die eingezahlten Beiträge zurück. Bei einem Vorsorgevertrag mit einem Bestatter solltest du außerdem niemals Geld direkt auf das Konto des Bestatters einzahlen, sondern nur auf ein Treuhandkonto, um dein Geld bei einer Insolvenz zu schützen.

  • Ein Abschluss im hohen Alter führt oft zu einer Überzahlung der Beiträge.
  • Eine zu niedrige Versicherungssumme deckt die Bestattungskosten nicht vollständig.
  • Geld für einen Bestattungsvorsorgevertrag gehört auf ein Treuhandkonto, nicht auf das Konto des Bestatters.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

·Abschluss im hohen Alter: Je älter du bist, desto höher ist das Sterblichkeitsrisiko und damit dein Beitrag. Du zahlst oft mehr ein, als ausgezahlt wird.
·Zu niedrige Versicherungssumme: Eine Summe von 4.000 Euro kann knapp sein, wenn eine Bestattung schnell 5.000 Euro oder mehr kostet.
·Wartezeit unterschätzen: Stirbt die versicherte Person während der Wartezeit an einer Krankheit, erhalten die Hinterbliebenen oft nur die eingezahlten Beiträge zurück.
·Geld direkt an den Bestatter zahlen: Bei einem Vorsorgevertrag sollte das Geld nie auf das Konto des Bestatters fließen, sondern auf ein Treuhandkonto, um es vor einer Insolvenz zu schützen.
·Alternativen ignorieren: Ein Banksparplan oder ein Tagesgeldkonto kann flexibler und renditestärker sein als eine Versicherung.

09 · Hintergrund

Alternativen zur Sterbegeldversicherung

Die Sterbegeldversicherung ist nicht der einzige Weg, um für die eigene Beerdigung vorzusorgen. Andere Optionen sind oft flexibler oder sicherer.

Ein Sparplan auf ein Tagesgeldkonto oder in einen Geldmarktfonds ist eine einfache und flexible Alternative. Du legst monatlich einen festen Betrag zurück und deine Hinterbliebenen wissen, dass dieses Geld für die Bestattung gedacht ist. Wichtig ist, dass du den Zweck des Kontos schriftlich festhältst und die Unterlagen gut erreichbar aufbewahrst.

Ein Bestattungsvorsorgevertrag mit einem Bestatter legt nicht nur die Finanzierung, sondern auch die Art der Bestattung fest. Du kannst Sarg, Blumenschmuck und andere Details bereits zu Lebzeiten bestimmen. Achte dabei zwingend darauf, dass dein Geld auf ein Treuhandkonto fließt, etwa bei der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG, damit es bei einer Insolvenz des Bestatters nicht verloren geht.

  • Ein Banksparplan oder Tagesgeldkonto ist flexibel und jederzeit kündbar.
  • Ein Bestattungsvorsorgevertrag legt auch die Art der Bestattung fest.
  • Das Geld für den Vorsorgevertrag muss auf ein Treuhandkonto eingezahlt werden.

Ein Sparplan auf ein Tagesgeldkonto oder in einen Geldmarktfonds ist eine einfache Alternative. Du legst monatlich einen festen Betrag zurück und deine Hinterbliebenen wissen, dass dieses Geld für die Bestattung gedacht ist. Wichtig ist, dass du den Zweck des Kontos schriftlich festhältst und die Unterlagen gut erreichbar aufbewahrst.

Ein Bestattungsvorsorgevertrag mit einem Bestatter legt nicht nur die Finanzierung, sondern auch die Art der Bestattung fest. Du kannst Sarg, Blumenschmuck und andere Details bereits zu Lebzeiten bestimmen. Achte dabei zwingend darauf, dass dein Geld auf ein Treuhandkonto eingezahlt wird, zum Beispiel bei der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG. So ist es bei einer Insolvenz des Bestatters geschützt.

Für Beamte des Bundes und in einigen Bundesländern gibt es noch ein Sterbegeld vom Dienstherrn. Die Höhe ist vom Einkommen abhängig und kann bereits einen großen Teil der Kosten decken. Auch einige Versorgungswerke, etwa für Rechtsanwälte, zahlen beim Tod ihrer Mitglieder ein Sterbegeld. Prüfe, ob du oder deine Angehörigen solche Ansprüche haben, bevor du eine private Versicherung abschließt.

10 · Hintergrund

Sterbegeldversicherung im Test: Ergebnisse von Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat Sterbegeldversicherungen untersucht und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Der Test zeigt, dass sich die Police für viele Menschen nicht lohnt.

Die Stiftung Warentest hat in ihrer Untersuchung Angebote für eine Versicherungssumme von 7.000 Euro verglichen, da dies in etwa den durchschnittlichen Kosten einer Bestattung entspricht. Ein zentrales Ergebnis: Erlebt die versicherte Person das Ende der Beitragszahlung, kommt es in der Regel zu einer Überzahlung. Das bedeutet, du hast mehr Beiträge eingezahlt, als deine Hinterbliebenen später ausgezahlt bekommen.

Ein Beispiel aus dem Test verdeutlicht das Problem: Eine 65-jährige Frau zahlt über 20 Jahre monatlich rund 49 Euro, insgesamt also etwa 11.786 Euro. Im Todesfall sind 7.000 Euro garantiert, plus eine mögliche Überschussbeteiligung. Der Vorteil liegt nur dann vor, wenn die versicherte Person früh stirbt, etwa bereits einen Tag nach Vertragsschluss. Dann erhalten die Angehörigen die volle Leistung, obwohl kaum Beiträge gezahlt wurden.

  • Die Stiftung Warentest hat Angebote für eine Versicherungssumme von 7.000 Euro verglichen.
  • Bei Erleben des Endes der Beitragszahlung kommt es in der Regel zu einer Überzahlung.
  • Der Vorteil der Police liegt im frühen Todesfall, wenn kaum Beiträge gezahlt wurden.

Die Stiftung Warentest hat in ihrer Untersuchung Angebote für eine Versicherungssumme von 7.000 Euro verglichen, da dies in etwa den durchschnittlichen Kosten einer Bestattung entspricht. Ein zentrales Ergebnis: Erlebt die versicherte Person das Ende der Beitragszahlung, kommt es in der Regel zu einer Überzahlung. Das bedeutet, du hast mehr Beiträge eingezahlt, als deine Hinterbliebenen später ausgezahlt bekommen.

Ein Beispiel aus dem Test verdeutlicht das Problem: Eine 65-jährige Frau zahlt über 20 Jahre monatlich rund 49 Euro, insgesamt also etwa 11.786 Euro. Im Todesfall sind 7.000 Euro garantiert, plus möglicher Überschussbeteiligung. Der Vorteil liegt im Sofortschutz: Stirbt die Frau bereits einen Tag nach Vertragsschluss, erhalten die Angehörigen die volle Leistung. Diesen Tarif gibt es allerdings nur mit Gesundheitsprüfung.

Die Erkenntnis daraus: Rechnerisch lohnt sich die Police vor allem dann, wenn die versicherte Person vor dem Ende der Beitragszahlung stirbt. Liegt deine persönliche Lebenserwartung, etwa aufgrund von Vorerkrankungen, unter circa zwölf Jahren, kann eine Sterbegeldpolice mit 20-jähriger Beitragszahlung sinnvoll sein. In allen anderen Fällen sind Alternativen oft die bessere Wahl.

11 · Hintergrund

Sterbekassen und betriebliche Sterbekassen: Eine Alternative?

Neben klassischen Versicherern bieten auch Sterbekassen und betriebliche Einrichtungen Absicherungen an. Diese unterscheiden sich in der Sicherheit und den Renditechancen.

Sterbekassen können bessere Renditechancen bieten als klassische Sterbegeldversicherungen. Allerdings gibt es einen entscheidenden Nachteil: Ein Schutz im Fall der Insolvenz, wie er bei Versicherern besteht, ist bei Sterbekassen nicht in gleicher Form vorhanden. Das zeigt ein aktueller Fall: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat dem Sterbegeldversicherer Bochumer Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (BVaG) die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb entzogen, weil er seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte.

Für die 120.000 Mitglieder bedeutet das: Sie müssen mit Leistungseinschränkungen rechnen, auch wenn das Kapital in den einzelnen Verträgen nicht verloren ist. Bestehende Verträge werden weiterhin betreut, aber es ist unklar, in welcher Höhe die Auszahlungen erfolgen. Aus diesem Grund solltest du bestehende Verträge erst einmal weiterzahlen und abwarten, wie sich die Leistungskürzungen darstellen.

  • Sterbekassen haben keinen Insolvenzschutz wie klassische Versicherer.
  • Der Bochumer Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit darf keine neuen Verträge mehr abschließen.
  • Bestehende Verträge werden weitergeführt, aber mit möglichen Leistungseinschränkungen.

Sterbekassen können bessere Renditechancen bieten als klassische Sterbegeldversicherungen. Allerdings gibt es einen entscheidenden Nachteil: Ein Schutz im Fall der Insolvenz, wie er bei Versicherern besteht, ist bei Sterbekassen nicht in gleicher Form vorhanden. Das zeigt ein aktueller Fall: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat dem Sterbegeldversicherer Bochumer Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (BVaG) die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb entzogen, weil er seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte.

Für die 120.000 Mitglieder bedeutet das: Sie müssen mit Leistungseinschränkungen rechnen, auch wenn das Kapital in den einzelnen Verträgen nicht verloren ist. Bestehende Verträge werden weiterhin betreut, aber es darf keine neuen Verträge mehr abschließen. Dieser Fall zeigt, wie wichtig die finanzielle Stabilität des Anbieters ist.

Eine betriebliche Sterbekasse ist eine Einrichtung, die von einem Unternehmen für seine Mitarbeiter angeboten werden kann. Sie funktioniert ähnlich wie eine Sterbekasse, ist aber an den Arbeitgeber gebunden. Die Beiträge werden oft direkt vom Gehalt abgezogen. Auch hier solltest du die finanzielle Lage der Kasse und die genauen Leistungsbedingungen prüfen, bevor du dich darauf verlässt.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026