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Ratgeber · Versicherung

Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung? Kosten, Alternativen und sinnvolle Fälle

Eine Sterbegeldversicherung verspricht deinen Angehörigen eine feste Summe für die Beerdigung. Ob sich der Vertrag für dich rechnet, hängt vor allem von deinem Alter, deiner Gesundheit und deiner finanziellen Situation ab.

11 Kapitel · 15 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Selbst einfache Beerdigungen kosten schnell 3.000 bis 5.000 Euro.
  • Im Rentenalter oder kurz davor zahlst du bei einer Sterbegeldversicherung oft mehr Beiträge ein, als deine Hinterbliebenen später erhalten.
  • Für jüngere Menschen ist eine Risikolebensversicherung meist die sinnvollere Absicherung.
  • Ein Bestattungsvorsorgevertrag mit Treuhandkonto oder ein zweckgebundener Sparplan sind oft bessere Alternativen.

01 · Grundlagen

Was ist eine Sterbegeldversicherung?

Die Sterbegeldversicherung ist eine kleine Kapitallebensversicherung, die ausschließlich die Kosten deiner Bestattung abdecken soll. Sie unterscheidet sich damit grundlegend von einer Risikolebensversicherung, die den Einkommensverlust für Hinterbliebene absichert.

Die Police funktioniert wie eine kleine Kapitallebensversicherung mit einem klar begrenzten Zweck. Du vereinbarst beim Abschluss eine feste Versicherungssumme, die im Todesfall an die von dir benannten Bezugsberechtigten ausgezahlt wird. Üblich sind dabei Summen zwischen 4.000 und 10.000 Euro, bei manchen Anbietern auch bis zu 15.000 Euro.

Der Vertrag läuft lebenslang und kann oft bis ins hohe Alter ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden. Das unterscheidet ihn von vielen anderen Versicherungen, die bei Vorerkrankungen teuer oder gar nicht erhältlich sind. Für deine Angehörigen bedeutet das: Sie erhalten nach Einreichung der amtlichen Sterbeurkunde das Geld und können damit die Bestattung bezahlen, ohne in finanzielle Not zu geraten.

Wichtig ist die Abgrenzung zur Risikolebensversicherung: Diese sichert den Einkommensverlust deiner Familie ab und zahlt deutlich höhere Summen aus. Die Sterbegeldversicherung deckt ausschließlich die Kosten rund um deine Beerdigung.

Kurz erklärt

Sterbegeldversicherung

Eine Form der Kapitallebensversicherung mit einer üblichen Versicherungssumme zwischen 4.000 und 10.000 Euro. Die Auszahlung erfolgt im Todesfall an die bezugsberechtigten Angehörigen, damit diese die Bestattungskosten stemmen können.

Der Vertrag läuft lebenslang und kann oft bis ins hohe Alter ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden.

02 · Was gilt

Wann lohnt sich eine Sterbegeldversicherung?

Die Frage nach dem Nutzen hängt stark von deinem Eintrittsalter und deinem Gesundheitszustand ab. Für manche Personengruppen ist die Police eine passende Lösung, für andere ein Verlustgeschäft.

Der Abschluss rechnet sich vor allem für Menschen im mittleren bis fortgeschrittenen Alter zwischen 40 und 65 Jahren. In dieser Lebensphase sind die monatlichen Beiträge noch überschaubar, und du hast in der Regel eine realistische Vorstellung davon, wie deine Beerdigung gestaltet werden soll.

Besonders sinnvoll ist die Police für Personen mit gesundheitlichen Vorbelastungen. Wer keine Risikolebensversicherung mehr bekommt oder nur mit hohen Risikozuschlägen, findet hier oft einen Abschluss ohne Gesundheitsfragen. Auch wer sein Erbe von den Bestattungskosten trennen möchte, profitiert: Das Sterbegeld fällt nicht in den Nachlass und steht den Hinterbliebenen sofort zur Verfügung.

  • Du bist zwischen 40 und 65 Jahre alt und möchtest deine Beerdigung konkret planen.
  • Du hast gesundheitliche Einschränkungen und bekommst keine Risikolebensversicherung mehr.
  • Du möchtest Erbstreitigkeiten vermeiden, indem die Bestattungskosten separat abgesichert sind.

Für junge Menschen lohnt sich die Sterbegeldversicherung dagegen meist nicht. Dein Fokus sollte in jungen Jahren auf Existenzsicherung, Vermögensaufbau und Altersvorsorge liegen. Eine Risikolebensversicherung ist hier die passendere Absicherung für deine Familie.

Lohnt sich oft

·Personen im mittleren bis fortgeschrittenen Alter zwischen 40 und 65 Jahren
·Menschen mit gesundheitlichen Vorbelastungen, die keine Risikolebensversicherung mehr bekommen
·Personen, die ihre Beerdigung konkret planen und Erbstreitigkeiten vermeiden wollen
·Menschen, die ihr Erbe von den Bestattungskosten trennen möchten

Lohnt sich meist nicht

·Junge Menschen, deren Fokus auf Existenzsicherung und Altersvorsorge liegt
·Personen, die kurz vor der Rente oder im Rentenalter erst abschließen
·Menschen mit ausreichendem liquiden Vermögen oder vorhandenem Sterbegeld als Beamte
·Empfänger von Sozialhilfe, die nach Eintritt der Hilfebedürftigkeit abschließen

03 · Vergleich

Sterbegeldversicherung oder Risikolebensversicherung?

Beide Policen zahlen im Todesfall, verfolgen aber unterschiedliche Ziele. Der direkte Vergleich zeigt, welche Absicherung zu deiner Lebenssituation passt.

Die Sterbegeldversicherung deckt mit einer Summe von 4.000 bis 10.000 Euro die Bestattungskosten ab. Die Risikolebensversicherung sichert dagegen den Einkommensverlust deiner Familie ab und zahlt oft mehrere 100.000 Euro aus.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Laufzeit: Die Sterbegeldversicherung läuft lebenslang, die Risikolebensversicherung endet spätestens mit 75 Jahren. Stirbst du mit 79, haben deine Angehörigen aus einer Risikolebensversicherung keinen Anspruch mehr. Die Sterbegeldversicherung zahlt dagegen in jedem Lebensalter.

Für jüngere Menschen während der Erwerbsphase ist die Risikolebensversicherung die wichtigere Absicherung. Sie schützt deine Familie, wenn durch deinen Tod das Haupteinkommen wegfällt und offene Kredite bedient werden müssen. Die Sterbegeldversicherung ist kein Ersatz dafür, sondern eine ergänzende Vorsorge für die Bestattungskosten.

Ein weiterer Unterschied: Die Risikolebensversicherung verlangt in der Regel Gesundheitsfragen, die Sterbegeldversicherung oft nicht. Wer gesundheitlich vorbelastet ist, bekommt daher leichter eine Sterbegeldversicherung als eine Risikolebensversicherung.

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick
SterbegeldversicherungRisikolebensversicherung
ZweckDeckung der BestattungskostenAbsicherung des Einkommensverlusts der Familie
Übliche Versicherungs­summe4.000 bis 10.000 Euro
LaufzeitLebenslangEndet spätestens mit 75 Jahren
Gesundheits­prüfungOft ohne Prüfung möglich
Sinnvolles Eintrittsalter40 bis 65 JahreJüngere Jahre, während der Erwerbsphase

04 · Kosten

Was kostet eine Sterbegeldversicherung?

Die monatlichen Beiträge erscheinen oft niedrig, summieren sich aber über die Jahre. Entscheidend ist, ob du am Ende mehr einzahlst, als deine Angehörigen ausgezahlt bekommen.

Gerade bei spätem Abschluss ist das oft der Fall.

Selbst einfache Bestattungen kosten schnell 3.000 bis 5.000 Euro. Die Versicherungssumme sollte diese Kosten realistisch abdecken. Üblich sind Summen zwischen 4.000 und 10.000 Euro, bei manchen Anbietern auch bis zu 15.000 Euro. Je höher die vereinbarte Summe, desto teurer deine monatlichen Beiträge.

Die Kosten einer Beerdigung setzen sich aus mehreren Blöcken zusammen: Das Bestattungsunternehmen berechnet für Sarg, Überführung und Formalitäten oft 1.500 bis 3.000 Euro. Kommunale Abgaben für Grabnutzung und Bestattung schlagen mit 1.000 bis 2.000 Euro zu Buche. Private Kosten wie Todesanzeigen, Blumen und Bewirtung liegen bei 500 bis 1.500 Euro. Für Grabstein und spätere Grabpflege solltest du 1.000 bis 3.000 Euro einplanen.

Dein Alter und dein Gesundheitszustand beeinflussen den Beitrag direkt. Je älter du beim Abschluss bist, desto höher ist dein Sterblichkeitsrisiko und damit dein Beitrag. Nichtraucher zahlen in der Regel günstigere Beiträge als Raucher.

05 · Im Vertrag

Wartezeit und Gesundheits­prüfung: Was gilt im Vertrag?

Bevor du unterschreibst, solltest du zwei Klauseln genau prüfen. Sie entscheiden, ob deine Angehörigen im Ernstfall wirklich sofort Geld erhalten.

In den ersten Monaten nach Vertragsabschluss besteht oft kein voller Versicherungsschutz. Diese Wartezeit kann je nach Anbieter unterschiedlich lang sein. Als Faustregel gilt: Je älter du bist, desto kürzer sollte die Wartezeit sein. Denn niemand kann vorhersehen, wann der Tod eintritt.

Viele Anbieter ermöglichen den Abschluss bis ins hohe Alter ohne Gesundheitsfragen. Das ist besonders für Menschen mit Vorerkrankungen relevant, die bei anderen Versicherungen abgelehnt würden oder hohe Risikozuschläge zahlen müssten. Bei einigen Tarifen gelten für einen Unfalltod abweichende Regelungen, etwa eine sofortige volle Leistung auch innerhalb der Wartezeit.

Die Bezugsberechtigung legst du im Vertrag fest. Du bestimmst, wer die Versicherungssumme im Todesfall erhält. Das können deine Angehörigen sein, müssen aber nicht zwingend deine gesetzlichen Erben sein.

Wichtige Vertragsklauseln im Überblick

WartezeitLeistungsausschlussIn den ersten Monaten nach Vertragsabschluss besteht oft kein voller Versicherungsschutz. Je älter du bist, desto kürzer sollte die Wartezeit sein.
GesundheitsprüfungAbschlussViele Anbieter ermöglichen den Abschluss bis ins hohe Alter ohne Gesundheitsfragen. Das ist besonders für Menschen mit Vorerkrankungen relevant.
UnfalltodSonderfallBei einigen Tarifen gelten für einen Unfalltod abweichende Regelungen, etwa eine sofortige volle Leistung auch innerhalb der Wartezeit.
BezugsberechtigungAuszahlungDie Versicherungssumme wird an die von dir benannten Bezugsberechtigten ausgezahlt, nicht automatisch an den Nachlass.

06 · Checkliste

Alternativen: So sorgst du ohne Versicherung vor

Eine Sterbegeldversicherung ist nicht der einzige Weg, um deine Beerdigung zu finanzieren. In vielen Fällen sind andere Lösungen flexibler oder renditestärker.

Welche Alternative zu dir passt, hängt von deinem Alter, deinem Vermögen und deinen Wünschen ab.

Ein Sparplan auf einem Tagesgeldkonto oder in einem Geldmarktfonds gibt dir die volle Kontrolle über dein Geld. Du legst monatlich einen festen Betrag zurück und kannst jederzeit darauf zugreifen. Wichtig ist, dass du schriftlich festhältst, wofür das Geld gedacht ist, damit deine Angehörigen es im Todesfall auch für die Bestattung verwenden.

  • Sparplan auf Tagesgeldkonto oder in Geldmarktfonds: Du legst monatlich einen festen Betrag zurück und behältst die volle Kontrolle.
  • Bestattungsvorsorgevertrag mit Treuhandkonto: Du legst alle Details der Beerdigung fest und zahlst das Geld auf ein abgesichertes Konto ein.
  • Sparbuch mit Sperrvermerk: Deine Angehörigen erhalten nur Zugriff, wenn sie Belege des Bestatters vorweisen.
  • Risikolebensversicherung für jüngere Menschen: Sie sichert die Familie ab, wenn durch deinen Tod Einkommen wegfällt.
  • Sterbegeld für Beamte: Hinterbliebene von Beamten des Bundes und einiger Bundesländer erhalten eine Zahlung, die oft einen großen Teil der Kosten deckt.

Für Bedürftige übernimmt die Kommune die Bestattungskosten, wenn weder du noch deine Angehörigen genug Geld haben. Diese Sozialbestattung deckt allerdings nur eine einfache Bestattung ab.

Sinnvolle Alternativen zur Sterbegeldversicherung

01

Sparplan auf Tagesgeldkonto oder in Geldmarktfonds: Du legst monatlich einen festen Betrag zurück und behältst die volle Kontrolle.

02

Bestattungsvorsorgevertrag mit Treuhandkonto: Du legst alle Details der Beerdigung fest und zahlst das Geld auf ein abgesichertes Konto ein.

03

Sparbuch mit Sperrvermerk: Deine Angehörigen erhalten nur Zugriff, wenn sie Belege des Bestatters vorweisen.

04

Risikolebensversicherung für jüngere Menschen: Sie sichert die Familie ab, wenn durch deinen Tod Einkommen wegfällt.

05

Sterbegeld für Beamte: Hinterbliebene von Beamten des Bundes und einiger Länder erhalten eine Zahlung, die oft einen großen Teil der Kosten deckt.

07 · Schritt für Schritt

Bestattungs­vorsorgevertrag: Die Alternative mit Treuhandkonto

Ein Bestattungsvorsorgevertrag kombiniert die finanzielle Vorsorge mit der konkreten Planung deiner Beerdigung. Dabei ist die Wahl des Kontos entscheidend für die Sicherheit deines Geldes.

Du legst zu Lebzeiten fest, wie deine Bestattung ablaufen soll, und zahlst das Geld auf ein abgesichertes Konto ein. Das gibt dir Sicherheit und entlastet deine Angehörigen.

Der Ablauf ist klar strukturiert: Zuerst wählst du ein Bestattungsunternehmen und legst Details wie Bestattungsart, Sarg oder Urne und den Ablauf der Trauerfeier fest. Das Institut erstellt daraufhin einen Kostenvoranschlag. Anschließend zahlst du die Summe auf ein Treuhandkonto ein, zum Beispiel bei der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG.

Die wichtigste Regel dabei: Zahle niemals direkt auf das Konto des Bestatters. Nur ein Treuhandkonto schützt dein Geld bei einer Insolvenz des Bestattungsunternehmens. Alternativ kannst du bei deiner Bank ein Sparbuch mit Sperrvermerk einrichten, das auf deinen Namen für Rechnung des Bestattungshauses läuft.

Der Vertrag hält alle Vereinbarungen schriftlich fest. Deine Angehörigen müssen sich im Todesfall um nichts weiter kümmern, sondern nur den Vertrag vorlegen. Das verhindert Streitigkeiten und stellt sicher, dass deine Wünsche umgesetzt werden.

01

Bestatter auswählen und Leistungen festlegen

Du wählst ein Bestattungsunternehmen und legst Details wie Bestattungsart, Sarg oder Urne und Ablauf der Trauerfeier fest.

02

Kostenvoranschlag einholen

Das Bestattungsinstitut erstellt ein Angebot und nennt dir die konkreten Kosten für die gewünschte Bestattung.

03

Geld auf Treuhandkonto einzahlen

Du zahlst die Summe auf ein Treuhandkonto ein, zum Beispiel bei der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG. Zahle niemals direkt auf das Konto des Bestatters.

04

Vertrag schriftlich festhalten

Der Vertrag hält alle Vereinbarungen fest. Deine Angehörigen finden im Todesfall alle Informationen an einem Ort.

08 · Fehler vermeiden

Sterbegeldversicherung und Sozialhilfe: Was ist zu beachten?

Wenn du Sozialhilfe beziehst, gelten besondere Regeln für die Vorsorge. Nicht jeder Vertrag wird vom Sozialamt anerkannt.

Die Beiträge zur Sterbegeldversicherung können in vielen Fällen als Bedarf anerkannt werden. Dafür muss die Versicherung aber meist vor dem Eintritt der Hilfebedürftigkeit abgeschlossen worden sein. Für Verträge, die du erst nach Beginn des Sozialhilfebezugs abschließt, musst du einen individuellen Grund wie eine schwere Krankheit nachweisen.

Die Auszahlungssumme muss angemessen sein. Die Rechtsprechung geht von einer Grenze von circa 5.400 Euro aus. Liegt deine Versicherungssumme darüber, kann das Sozialamt die Anerkennung verweigern. Du solltest außerdem nachweisen, dass das Geld ausschließlich für die Bestattung verwendet wird, zum Beispiel durch einen Vorsorgevertrag mit einem Bestattungsinstitut.

Ein häufiger Fehler ist, das Geld direkt auf das Konto des Bestatters einzuzahlen. Bei einer Insolvenz des Unternehmens ist dein Geld dann nicht geschützt. Nutze stattdessen ein Treuhandkonto oder ein Sparbuch mit Sperrvermerk.

Typische Fehler bei der Vorsorge mit Sozialhilfebezug

·Abschluss erst nach Eintritt der Hilfebedürftigkeit: Das Sozialamt erkennt die Beiträge nur mit einem individuellen Grund wie schwerer Krankheit an.
·Zu hohe Versicherungssumme: Die Rechtsprechung geht von einer angemessenen Grenze von circa 5.400 Euro aus.
·Geld auf das Konto des Bestatters einzahlen: Das Geld ist bei einer Insolvenz des Bestatters nicht geschützt.
·Keine schriftliche Festlegung: Ohne klare Anweisung kann das Geld im Nachlass verschwinden und wird nicht für die Bestattung verwendet.

09 · Hintergrund

Was passiert mit dem Sterbegeld im Nachlass?

Die Auszahlung der Sterbegeldversicherung ist rechtlich besonders geregelt. Sie fällt nicht automatisch in den Nachlass und ist damit vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt.

Das unterscheidet sie von einem Sparbuch oder einem Banksparplan, die Teil der Erbmasse werden.

Die Versicherungssumme wird direkt an die von dir benannten Bezugsberechtigten ausgezahlt. Das können deine Angehörigen sein, müssen aber nicht zwingend deine gesetzlichen Erben sein. Dadurch steht das Geld den Hinterbliebenen sofort nach Einreichung der amtlichen Sterbeurkunde zur Verfügung. Sie müssen nicht warten, bis der Nachlass geklärt ist.

Gleichzeitig bleibt das Sterbegeld vom übrigen Erbe getrennt. Das kann Erbstreitigkeiten vermeiden, weil die Bestattungskosten nicht aus der Erbmasse bestritten werden müssen. Deine Erben erhalten ihr Erbe ungeschmälert, und die Beerdigung ist separat finanziert.

Für dich bedeutet das: Du kannst mit der Sterbegeldversicherung gezielt steuern, wer das Geld für deine Bestattung erhält und wofür es verwendet wird. Diese Trennung vom Nachlass ist einer der Hauptvorteile gegenüber anderen Vorsorgeformen.

Die Versicherungssumme wird direkt an die von dir benannten Bezugsberechtigten ausgezahlt. Das können deine Angehörigen sein, müssen aber nicht zwingend deine gesetzlichen Erben sein.

Dadurch steht das Geld den Hinterbliebenen sofort nach Einreichung der amtlichen Sterbeurkunde zur Verfügung. Sie müssen nicht warten, bis der Nachlass geklärt ist.

Gleichzeitig bleibt das Sterbegeld vom übrigen Erbe getrennt. Das kann Erbstreitigkeiten vermeiden, weil die Bestattungskosten nicht aus der Erbmasse bestritten werden müssen.

10 · Fehler vermeiden

Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung im Alter?

Das Eintrittsalter ist der wichtigste Faktor für die Wirtschaftlichkeit. Wer zu spät abschließt, zahlt oft drauf.

Das Eintrittsalter ist der wichtigste Faktor für die Wirtschaftlichkeit. Wer zu spät abschließt, zahlt oft drauf. Die Höhe des Versicherungsbeitrags richtet sich nach der Wahrscheinlichkeit des Ablebens, und je älter du bist, desto höher ist dieses Sterblichkeitsrisiko und damit dein Beitrag.

Schließt du kurz vor der Rente oder im Rentenalter eine Sterbegeldversicherung ab, sind schnell mehr Beiträge geflossen als die Hinterbliebenen im Todesfall erhalten. Der Versicherer kalkuliert mit kurzer Laufzeit und hohen Beiträgen, weil die Sterbewahrscheinlichkeit hoch ist. Im Rentenalter oder kurz davor solltest du keine Sterbegeldversicherung mehr abschließen.

Wenn du bereits genug Geld für eine Beerdigung zurückgelegt hast, ist die Versicherung überflüssig. Ein Sparplan oder ein Tagesgeldkonto erfüllt denselben Zweck ohne die Kosten einer Versicherung. Auch als Beamter solltest du prüfen, ob deine Hinterbliebenen Anspruch auf Sterbegeld haben. Diese Zahlung deckt oft bereits einen großen Teil der Kosten ab.

Für Menschen mit gesundheitlichen Vorbelastungen kann der Abschluss im Alter trotzdem sinnvoll sein, wenn sie keine andere Möglichkeit der Vorsorge haben. Die Police bietet dann zumindest die Sicherheit, dass die Bestattungskosten gedeckt sind, auch wenn die Rendite schlecht ist.

Wann sich der Abschluss nicht mehr rechnet

·Abschluss kurz vor der Rente: Die Beiträge sind so hoch, dass schnell mehr eingezahlt wird, als die Hinterbliebenen erhalten.
·Abschluss im Rentenalter: Die Sterbewahrscheinlichkeit ist hoch, der Versicherer kalkuliert mit kurzer Laufzeit und hohen Beiträgen.
·Vorhandenes Vermögen: Wenn du bereits genug Geld für eine Beerdigung zurückgelegt hast, ist die Versicherung überflüssig.
·Beamtenstatus: Wenn deine Hinterbliebenen Anspruch auf Sterbegeld haben, deckt diese Zahlung oft bereits einen großen Teil der Kosten.

11 · Hintergrund

Sterbegeldversicherung als Teil der Altersvorsorge?

Manche Anbieter bewerben die Sterbegeldversicherung als Baustein der Altersvorsorge. Diese Sichtweise ist irreführend.

Diese Sichtweise ist irreführend. Die Police dient ausschließlich der Deckung von Bestattungskosten und ist keine Geldanlage.

Die Rendite ist in der Regel gering, da ein Teil der Beiträge für den Versicherungsschutz und die Verwaltung verwendet wird. Für den Vermögensaufbau sind Sparpläne, Tagesgeldkonten oder andere Anlageformen besser geeignet. Sie bieten mehr Flexibilität und oft eine höhere Rendite.

Wer im mittleren Alter vorsorgen möchte, sollte zuerst die eigene Altersvorsorge und die Absicherung der Familie durch eine Risikolebensversicherung priorisieren. Die Sterbegeldversicherung ist nur ein ergänzender Baustein, der die Bestattungskosten abdeckt, aber nicht deinen Lebensstandard im Alter sichert.

Betrachte die Sterbegeldversicherung also nicht als Investment, sondern als reine Zweckversicherung. Sie erfüllt ihren Zweck, wenn du früh genug abschließt und die Versicherungssumme realistisch an die Bestattungskosten anpasst. Als Altersvorsorge taugt sie nicht.

Die Sterbegeldversicherung dient ausschließlich der Deckung von Bestattungskosten. Sie ist keine Geldanlage und kein Instrument zum Vermögensaufbau.

Die Rendite ist in der Regel gering, da ein Teil der Beiträge für den Versicherungsschutz und die Verwaltung verwendet wird. Für den Vermögensaufbau sind Sparpläne oder andere Anlageformen besser geeignet.

Wer im mittleren Alter vorsorgen möchte, sollte zuerst die eigene Altersvorsorge und die Absicherung der Familie durch eine Risikolebensversicherung priorisieren. Die Sterbegeldversicherung ist nur ein ergänzender Baustein.

Häufige Fragen

Fragen zu Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung? Kosten, Alternativen und sinnvolle Fälle

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026