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Riester-Rente im Testbericht 2026: Was sich jetzt noch lohnt

Der Testbericht zur Riester-Rente 2026 zeigt, für wen sich ein Abschluss vor dem Ende der Neuverträge noch rechnet. Entscheidend sind dabei deine Kinderzahl, dein Einkommen und die Wahl des richtigen Anbieters.

10 Kapitel · 14 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Neue Riester-Verträge sind nur noch bis Ende 2026 möglich, ab 2027 übernimmt das Altersvorsorgedepot.
  • Die volle staatliche Förderung erhältst du nur, wenn du mindestens 4 Prozent deines Vorjahresbruttoeinkommens einzahlst.
  • Für Familien mit Kindern ist die Riester-Rente wegen der Kinderzulage oft besonders attraktiv.
  • Die Beitragsgarantie sichert deine eingezahlten Beiträge und Zulagen, begrenzt aber die Renditechancen.

01 · Grundlagen

Was ist die Riester-Rente?

Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte private Altersvorsorge. Sie wurde 2002 eingeführt, um den Wegfall der gesetzlichen Rentenleistungen auszugleichen.

Die Riester-Rente koppelt deine private Altersvorsorge an eine staatliche Grundförderung. Du erhältst jedes Jahr eine Grundzulage von 175 Euro, wenn du einen förderberechtigten Vertrag besparst. Für Kinder kommen je nach Geburtsjahr 185 Euro oder 300 Euro pro Kind hinzu.

Der Staat verlangt dafür einen Mindesteigenbeitrag. Er liegt bei 4 Prozent deines Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich der Zulagen, mindestens jedoch bei 60 Euro pro Jahr. Berufseinsteiger unter 25 Jahren erhalten einmalig einen Bonus von 200 Euro.

Die Auszahlung erfolgt als lebenslange Rente. Wie hoch sie ausfällt, hängt von deinem angesparten Kapital, den Zulagen und dem garantierten Rentenfaktor deines Anbieters ab.

  • Die Grundzulage beträgt 175 Euro pro Jahr und wird direkt deinem Vertrag gutgeschrieben.
  • Für jedes kindergeldberechtigte Kind erhältst du 185 Euro (geboren vor 2008) oder 300 Euro (geboren ab 2008).
  • Der Mindesteigenbeitrag liegt bei 60 Euro pro Jahr, auch wenn deine Zulagen diesen Betrag bereits übersteigen.

Kurz erklärt

Riester-Rente

Eine private Rentenversicherung, die durch staatliche Zulagen und Steuervorteile gefördert wird. Voraussetzung ist ein Mindesteigenbeitrag von 4 Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich Zulagen, mindestens 60 Euro pro Jahr.

Die Förderung besteht aus einer Grundzulage von 175 Euro pro Jahr und einer Kinderzulage von 185 Euro bzw. 300 Euro pro Kind.

02 · Schritt für Schritt

So funktioniert die staatliche Förderung

Die staatliche Förderung setzt sich aus Zulagen und einem möglichen Steuervorteil zusammen. Wie viel du selbst einzahlen musst, hängt von deinem Einkommen und deiner Familiensituation ab.

Deine Förderung setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen: den direkten Zulagen und dem möglichen Steuervorteil. Die Zulagen werden einmal jährlich von der Zulagenstelle für Altersvermögen auf deinen Vertrag überwiesen. Voraussetzung ist, dass du deinen Mindesteigenbeitrag fristgerecht gezahlt hast.

Zusätzlich kannst du deine Beiträge und Zulagen bis zu 2.100 Euro pro Jahr als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen. Das Finanzamt prüft automatisch, ob der Steuervorteil höher ausfällt als die bereits erhaltenen Zulagen. Ist das der Fall, bekommst du die Differenz erstattet.

Für die volle Zulage musst du 4 Prozent deines Vorjahresbruttoeinkommens einzahlen. Bei einem Einkommen von 35.000 Euro wären das 1.400 Euro pro Jahr. Deine eigene Zahlung reduziert sich um die Zulagen, die dir zustehen.

  • Berechne deinen Mindesteigenbeitrag aus 4 Prozent deines Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich aller Zulagen.
  • Beantrage die Zulagen über den Anbieter oder direkt bei der Zulagenstelle für Altersvermögen.
  • Gib deine Riester-Beiträge in der Anlage AV deiner Steuererklärung an, um den Sonderausgabenabzug zu nutzen.
01

Mindesteigenbeitrag berechnen

Du zahlst 4 Prozent deines Vorjahresbruttoeinkommens ein. Davon werden die staatlichen Zulagen abgezogen, sodass dein tatsächlicher Eigenanteil niedriger ausfällt.

02

Zulagen beantragen

Die Grundzulage beträgt 175 Euro pro Jahr. Für jedes kindergeldberechtigte Kind kommen 185 Euro (geboren vor 2008) oder 300 Euro (geboren ab 2008) hinzu. Berufseinsteiger unter 25 Jahren erhalten einmalig 200 Euro Bonus.

03

Steuervorteil nutzen

Deine Beiträge und Zulagen kannst du bis zu 2.100 Euro pro Jahr als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen. Das Finanzamt prüft automatisch, ob sich die Steuerersparnis oder die Zulagen mehr lohnen.

04

Rente beziehen

Ab Rentenbeginn wird das angesparte Kapital in eine lebenslange Rente umgewandelt. Die Auszahlungen sind in voller Höhe steuerpflichtig.

03 · Vergleich

Riester-Rente im Test: Die besten Anbieter 2026

Unabhängige Ratings und Beschwerdestatistiken zeigen, welche Anbieter bei Sicherheit, Kosten und Flexibilität überzeugen. Die Unterschiede sind für deine spätere Rente erheblich.

Die Auswertung der Ratings von Franke und Bornberg sowie der Beschwerdestatistik der BaFin zeigt deutliche Unterschiede. Bei den fondsgebundenen Tarifen erreichen Allianz und Continentale mit der Note FFF+ und Beschwerdequoten von 1,02 beziehungsweise 1,14 pro 1.000 Verträgen die höchste Gesamtwertung von 92 Punkten.

Die Allianz bietet drei Konzepte unter einem Dach: die klassische RiesterRente Perspektive, die fondsgebundene RiesterRente InvestFlex und die KomfortDynamik als Mischform. Die Continentale setzt bei der RiesterRente Invest Garant auf einen Chancen-Tracker, der während der Laufzeit die Fondsquote steuert und zum Rentenbeginn eine Günstigerprüfung des Rentenfaktors vornimmt.

Für Sicherheitsorientierte sind die klassischen Tarife mit Indexpartizipation eine Option. Sie verbinden eine Beitragsgarantie mit einer begrenzten Teilnahme an der Wertentwicklung eines Index. Die laufenden Kosten und der garantierte Rentenfaktor unterscheiden sich hier stärker als bei den fondsgebundenen Tarifen.

  • Allianz und Continentale führen die Gesamtwertung mit jeweils 92 von 100 Punkten an.
  • Die Beschwerdequote der Stuttgarter liegt mit 0,56 pro 1.000 Verträgen am niedrigsten.
  • Die WWK erreicht mit FFF+ ebenfalls ein Top-Rating, weist aber eine höhere Beschwerdequote von 1,40 auf.
Empfohlene Anbieter im Überblick
AllianzContinentale
ProduktkonzeptDrei Konzepte: klassisch, fondsgebunden oder KomfortDynamikFondsgebunden mit Chancen-Tracker und Günstigerprüfung
GarantieZum Rentenbeginn sind die eingezahlten Beiträge und Zulagen garantiertBeiträge und Zulagen garantiert, Rentenfaktor mindestens auf Abschlussniveau
FlexibilitätFonds und ETFs frei zusammenstellbar, Wohn-Riester mit DarlehenszusageBis zu zehn Fonds kombinierbar, mehrmals jährlich kostenlos änderbar
Rating (Franke und Bornberg)FFF+FFF+
Beschwerdequote (BaFin 2025)1,02 Beschwerden pro 1.000 Verträge1,14 Beschwerden pro 1.000 Verträge

04 · Was gilt

Für wen sich die Riester-Rente 2026 noch lohnt

Die Riester-Rente ist kein Selbstläufer. Ob sie sich für dich rechnet, hängt vor allem von deinem Einkommen, deiner Kinderzahl und deinem Anlagehorizont ab.

Die Riester-Rente rechnet sich vor allem dann, wenn dein Eigenbeitrag niedrig ist und du hohe Zulagen erhältst. Familien mit mehreren kindergeldberechtigten Kindern profitieren am stärksten, weil die Kinderzulagen den Mindesteigenbeitrag oft fast vollständig abdecken. Bei zwei nach 2008 geborenen Kindern erhältst du 600 Euro Zulagen pro Jahr zusätzlich zur Grundzulage.

Geringverdiener zahlen nur den Mindestbeitrag von 60 Euro pro Jahr und erhalten trotzdem die volle Grundzulage. Berufseinsteiger unter 25 Jahren bekommen den einmaligen Startbonus von 200 Euro, was die Rendite in den ersten Jahren deutlich erhöht.

Für Gutverdiener ohne Kinder ist die Riester-Rente dagegen selten die beste Wahl. Der hohe Eigenbeitrag von bis zu 2.100 Euro pro Jahr fließt in ein Produkt mit Beitragsgarantie, was die Renditechancen begrenzt. Auch bei einer kurzen Restlaufzeit bis zur Rente lohnt sich der Abschluss meist nicht mehr.

  • Die Riester-Rente lohnt sich oft für Familien mit mehreren Kindern und niedrigem Einkommen.
  • Berufseinsteiger unter 25 Jahren profitieren vom einmaligen Startbonus von 200 Euro.
  • Gutverdiener ohne Kinder und Sparer mit kurzer Restlaufzeit fahren mit anderen Anlageformen meist besser.

Lohnt sich oft

·Geringverdiener mit niedrigem Eigenbeitrag
·Familien mit mehreren kindergeldberechtigten Kindern
·Berufseinsteiger unter 25 Jahren durch den Startbonus
·Sparer mit hoher Sicherheitsorientierung und langer Laufzeit

Lohnt sich selten

·Gutverdiener ohne Kinder mit hohem Eigenbeitrag
·Sparer mit kurzer Restlaufzeit bis zur Rente
·Anleger mit hoher Renditeerwartung und geringem Sicherheitsbedürfnis
·Personen ohne förderberechtigten Status

05 · Kosten

Kosten und Rendite: Was vom Beitrag übrig bleibt

Die Kosten eines Riester-Vertrags entscheiden darüber, wie viel von deinem Beitrag tatsächlich angelegt wird. Ein niedriger Rentenfaktor kann deine spätere Rente deutlich schmälern.

Die Kosten eines Riester-Vertrags entscheiden darüber, wie viel von deinem Beitrag tatsächlich angelegt wird. Abschlusskosten werden in der Regel auf die ersten fünf Vertragsjahre verteilt und können bei klassischen Tarifen mehrere Hundert Euro betragen. Verwaltungskosten fallen jährlich an und schmälern deine Rendite über die gesamte Laufzeit.

Der Rentenfaktor gibt an, wie viel monatliche Rente du pro 10.000 Euro angespartem Kapital erhältst. Ein realistischer Wert liegt derzeit bei 25 Euro. Bei einem Kapital von 50.000 Euro ergibt das eine monatliche Rente von 125 Euro vor Steuern.

Die nachgelagerte Besteuerung solltest du einkalkulieren. Deine Riester-Rente wird im Alter voll versteuert, was deine tatsächliche Auszahlung reduziert. Je niedriger dein persönlicher Steuersatz im Alter ist, desto weniger fällt dieser Effekt ins Gewicht.

  • Der Höchstbetrag für die steuerliche Förderung liegt bei 2.100 Euro pro Jahr inklusive Zulagen.
  • Ein Rentenfaktor von 25 bedeutet 25 Euro monatliche Rente pro 10.000 Euro angespartem Kapital.
  • Die tatsächlichen Kosten hängen vom Anbieter, Tarif und deiner Vertragslaufzeit ab.

Beispielhafte Kosten- und Renditefaktoren

Mindesteigenbeitrag pro Jahr60 EUR
Höchstbetrag pro Jahr (inkl. Zulagen)2.100 EUR
Grundzulage pro Jahr175 EUR
Kinderzulage pro Jahr (ab 2008)300 EUR
Realistischer Rentenfaktor25 EUR pro 10.000 EUR Kapital

06 · Im Vertrag

Wohn-Riester: Förderung für die eigene Immobilie

Mit Wohn-Riester kannst du dein gefördertes Kapital für den Kauf oder die Entschuldung einer selbstgenutzten Immobilie einsetzen. Die Regeln weichen vom klassischen Riester-Sparen ab.

Mit Wohn-Riester kannst du dein gefördertes Kapital für den Kauf, Bau oder die Entschuldung einer selbstgenutzten Immobilie verwenden. Die staatlichen Zulagen und der Sonderausgabenabzug bleiben dabei erhalten. Das entnommene Kapital wird auf einem fiktiven Wohnförderkonto verbucht.

Das Wohnförderkonto wird jährlich mit einem festgelegten Zinssatz verzinst. Im Alter musst du den aufgelaufenen Betrag versteuern, entweder durch eine Einmalzahlung mit Rabatt oder durch monatliche Raten bis zum 85. Lebensjahr. Die nachgelagerte Besteuerung funktioniert damit ähnlich wie bei der klassischen Riester-Rente.

Einige Anbieter wie die Allianz bieten Wohn-Riester auch mit einer Darlehenszusage an. Damit kannst du die spätere Immobilienfinanzierung bereits bei Vertragsabschluss absichern. Die Konditionen für das Darlehen werden dabei frühzeitig festgelegt.

  • Du kannst das geförderte Kapital für Kauf, Bau oder Entschuldung einer selbstgenutzten Immobilie verwenden.
  • Das geförderte Kapital wird auf dem Wohnförderkonto verbucht und im Alter nachgelagert besteuert.
  • Einige Anbieter kombinieren Wohn-Riester mit einer Darlehenszusage für die Immobilienfinanzierung.

Wichtige Regeln zum Wohn-Riester

VerwendungErlaubtDu kannst das Kapital für den Kauf, Bau oder die Entschuldung einer selbstgenutzten Immobilie verwenden.
FörderungZulagenAuch beim Wohn-Riester erhältst du die staatlichen Zulagen und kannst Beiträge als Sonderausgaben absetzen.
WohnförderkontoRückzahlungDas geförderte Kapital wird auf einem fiktiven Konto verbucht und im Alter nachgelagert besteuert.
DarlehenszusageFlexibilitätEinige Anbieter wie die Allianz bieten Wohn-Riester auch mit einer Darlehenszusage für die Immobilienfinanzierung an.

07 · Checkliste

Checkliste: So findest du den passenden Riester-Vertrag

Vor dem Abschluss solltest du die Vertragsbedingungen genau prüfen. Diese Punkte entscheiden über Sicherheit, Flexibilität und deine spätere Rente.

Vor dem Abschluss solltest du die Vertragsbedingungen genau prüfen. Die Höhe der Abschluss- und Verwaltungskosten bestimmt, wie viel von deinem Beitrag nach Kosten tatsächlich angelegt wird. Ein günstiger Tarif kann über 35 Jahre mehrere Tausend Euro Unterschied ausmachen.

Das Garantiekonzept ist der zweite entscheidende Punkt. Bei fondsgebundenen Tarifen solltest du prüfen, ob Beiträge und Zulagen zu 100 Prozent gesichert sind. Die WWK sichert mit ihrem Wertsicherungskonzept eingezahlte Beiträge, Zulagen und übertragenes Kapital vollständig ab.

Achte außerdem auf Flexibilität bei Fondswechseln, Beitragspausen und Sonderzahlungen. Die Continentale erlaubt bis zu zehn Fonds gleichzeitig und mehrmals jährlich kostenlose Änderungen. Die WWK bietet unbegrenzte kostenfreie Fondswechsel und Sonderzahlungen ab 50 Euro pro Jahr.

  • Vergleiche die Abschluss- und Verwaltungskosten mehrerer Anbieter, bevor du dich entscheidest.
  • Prüfe, ob Beiträge und Zulagen bei deinem Wunschtarif vollständig garantiert sind.
  • Achte auf die Möglichkeit einer Beitragsfreistellung bei finanziellen Engpässen.
  • Kontrolliere den garantierten Rentenfaktor und die Bewertungen unabhängiger Ratingagenturen.

Darauf solltest du achten

01

Höhe der Abschluss- und Verwaltungskosten im Verhältnis zum Beitrag

02

Garantiekonzept: Werden Beiträge und Zulagen zu 100 Prozent gesichert?

03

Flexibilität bei Fondswechsel, Beitragspausen und Sonderzahlungen

04

Höhe des garantierten Rentenfaktors bei Vertragsabschluss

05

Möglichkeit einer Beitragsfreistellung bei finanziellen Engpässen

06

Option auf Wohn-Riester oder eine Darlehenszusage

07

Bewertungen unabhängiger Ratingagenturen wie Franke und Bornberg

08

Beschwerdequote des Anbieters bei der BaFin

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler beim Abschluss einer Riester-Rente

Viele Sparer unterschätzen die langfristigen Auswirkungen von Kosten und Garantien. Diese Fehler lassen sich mit etwas Vorbereitung vermeiden.

Ein häufiger Fehler ist, nur die Zulagen einzuplanen und den Mindesteigenbeitrag zu vergessen. Ohne die fristgerechte Zahlung deines Eigenbeitrags kürzt die Zulagenstelle deine Förderung oder streicht sie ganz. Bei einem Einkommen von 35.000 Euro musst du jährlich 1.225 Euro selbst einzahlen, wenn du nur die Grundzulage erhältst.

Viele Sparer ignorieren den Rentenfaktor bei Vertragsabschluss. Ein niedriger Rentenfaktor bedeutet, dass du pro 10.000 Euro Kapital weniger monatliche Rente bekommst. Die Differenz zwischen einem Faktor von 20 und 25 macht bei 50.000 Euro Kapital 25 Euro monatliche Rente aus.

Die nachgelagerte Besteuerung wird oft unterschätzt. Deine Riester-Rente ist im Alter voll steuerpflichtig, was deine tatsächliche Auszahlung reduziert. Wer das nicht einkalkuliert, überschätzt seine spätere Zusatzrente.

  • Vergiss nicht, deinen Mindesteigenbeitrag fristgerecht zu zahlen, sonst verlierst du Zulagen.
  • Ignoriere den Rentenfaktor nicht, denn er bestimmt deine spätere monatliche Rente.
  • Kalkuliere die nachgelagerte Besteuerung deiner Rente von Anfang an ein.
  • Wähle einen Tarif mit Beitragsfreistellung, damit du bei Engpässen nicht kündigen musst.

Häufige Fehler

·Nur die Zulagen einplanen und den Mindesteigenbeitrag vergessen
·Einen Vertrag mit hohen Abschlusskosten abschließen, ohne Alternativen zu prüfen
·Den Rentenfaktor ignorieren und später eine niedrige Rente erhalten
·Die nachgelagerte Besteuerung der Rente nicht einkalkulieren
·Einen Vertrag ohne Beitragsfreistellung wählen und bei Engpässen kündigen müssen
·Die Frist für den Neuabschluss bis Ende 2026 verpassen

09 · Schritt für Schritt

Anbieterwechsel: So geht der Umzug deines Riester-Vertrags

Ein Anbieterwechsel kann sich lohnen, wenn dein aktueller Vertrag hohe Kosten oder einen niedrigen Rentenfaktor hat. Das übertragene Kapital bleibt dabei erhalten.

Ein Anbieterwechsel kann sich lohnen, wenn dein aktueller Vertrag hohe Kosten oder einen niedrigen Rentenfaktor hat. Das angesparte Kapital inklusive aller Zulagen wird dabei vollständig auf den neuen Vertrag übertragen. Eine erneute Förderung ist nicht nötig, und deine Zulagen bleiben erhalten.

Der Wechsel läuft in drei Schritten ab. Zuerst vergleichst du die Konditionen deines aktuellen Vertrags mit den Angeboten anderer Anbieter. Dann schließt du den neuen Vertrag ab und beantragst die Übertragung. Der neue Anbieter übernimmt die Abwicklung mit der Zulagenstelle.

Beachte, dass bei einem Wechsel Abschlusskosten für den neuen Vertrag anfallen können. Diese solltest du gegen die langfristigen Vorteile eines besseren Rentenfaktors oder niedrigerer Verwaltungskosten abwägen. Bei fondsgebundenen Tarifen kann auch die Fondsauswahl des neuen Anbieters entscheidend sein.

  • Vergleiche die Konditionen deines aktuellen Vertrags mit den Angeboten anderer Anbieter.
  • Schließe den neuen Vertrag ab und beantrage die Übertragung deines gebildeten Kapitals.
  • Das gesamte Kapital inklusive Zulagen wird auf den neuen Vertrag übertragen.
  • Die Zulagenstelle für Altersvermögen wird automatisch über den Wechsel informiert.
01

Vergleich durchführen

Prüfe die Konditionen deines aktuellen Vertrags und vergleiche sie mit den Angeboten anderer Anbieter. Achte auf Kosten, Garantien und Rentenfaktor.

02

Neuen Vertrag abschließen

Schließe den neuen Riester-Vertrag ab und beantrage die Übertragung des gebildeten Kapitals. Der neue Anbieter übernimmt die Abwicklung.

03

Kapital übertragen

Das gesamte angesparte Kapital inklusive Zulagen wird auf den neuen Vertrag übertragen. Eine erneute Förderung ist nicht nötig.

04

Zulagenstelle informieren

Die Zulagenstelle für Altersvermögen wird automatisch über den Wechsel informiert. Deine Zulagennummer bleibt bestehen.

10 · Hintergrund

Altersvorsorgedepot: Das ändert sich ab 2027

Ab 2027 ersetzt das Altersvorsorgedepot die Riester-Rente für neue Verträge. Für bestehende Riester-Verträge gilt Bestandsschutz.

Neue Riester-Verträge lassen sich nur noch bis Ende 2026 abschließen. Ab 2027 tritt das Altersvorsorgedepot als neues Fördermodell in Kraft. Es soll die private Altersvorsorge flexibler und renditestärker machen.

Für dich bedeutet das: Wenn du noch von den Riester-Zulagen profitieren möchtest, musst du dich bis Ende 2026 entscheiden. Bestehende Verträge kannst du weiterführen, fördern und wechseln.

Das Altersvorsorgedepot sieht vor, dass Sparer stärker in renditestarke Anlagen wie ETFs investieren können. Die Beitragsgarantie der Riester-Rente entfällt, was höhere Renditechancen ermöglicht, aber auch ein höheres Risiko bedeutet.

Häufige Fragen

Fragen zu Riester-Rente im Testbericht 2026

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026