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FinanzbildungOptionstarif10 Min.

Optionstarif in der PKV Lohnt sich die Wechseloption?

Optionstarif in der PKV einfach erklärt: Wie du dir günstige Gesundheitsprüfung für später sicherst, für wen sich das lohnt & worauf Studenten achten müssen.

OptionstarifRechnerWas ist ein
Das Wichtigste in 30 Sekunden
  • Definition: Ein Optionstarif (Anwartschaft mit Wechseloption) sichert dir das Recht, später ohne erneute Gesundheitsprüfung in einen vollen PKV-Tarif zu wechseln
  • Abgrenzung zur klassischen Anwartschaft: kleine vs. große Anwartschaft und was der Optionstarif zusätzlich bietet
  • Warum das Thema für gesunde junge Menschen relevant ist: Gesundheitszustand kann sich mit den Jahren verschlechtern
  • Kernbegriffe: Gesundheitsprüfung, Wartezeit, Wechseloption, Anwartschaft

Optionstarif in der PKV: Was steckt dahinter – und warum lohnt sich das Thema für Sparer:innen und Anleger:innen?

Definition: Ein Optionstarif (Anwartschaft mit Wechseloption) sichert dir das Recht, später ohne erneute Gesundheitsprüfung in einen vollen PKV-Tarif zu wechseln

Ein Optionstarif sichert dir heute das Recht, morgen ohne Gesundheitsprüfung in die private Krankenversicherung zu wechseln. Für Verbraucher:innen kann das eine kluge Vorsorge sein – vorausgesetzt, der spätere Einstieg in die PKV ist realistisch und die Konditionen stimmen.

Kurzantwort: Ein Optionstarif (auch „Anwartschaft mit Wechseloption" genannt) ist ein schlanker PKV-Baustein, den du zu geringen monatlichen Kosten abschließt, solange du noch jung und gesund bist. Er garantiert dir, später ohne erneute Risikoprüfung in einen vollwertigen PKV-Tarif zu wechseln – unabhängig davon, was mit deiner Gesundheit in der Zwischenzeit passiert. Für alle, die später voraussichtlich als Beamt:in, Selbstständige:r oder mit Gehalt oberhalb der Versicherungspflichtgrenze arbeiten werden, kann er eine sinnvolle Absicherung darstellen.

AUF EINEN BLICK

  • Abgrenzung zur klassischen Anwartschaft: kleine vs. große Anwartschaft und was der Optionstarif zusätzlich bietet
  • Warum das Thema für gesunde junge Menschen relevant ist: Gesundheitszustand kann sich mit den Jahren verschlechtern
  • Kernbegriffe: Gesundheitsprüfung, Wartezeit, Wechseloption, Anwartschaft
Kennzahl (2026)Wert
GKV-Beitragssatz14,6 %
GKV-Zusatzbeitrag Ø2,9 % (Spanne ca. 2,2–4,3 %)
Pflegeversicherung3,6 % (AN/AG je 1,8 %)

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Was ist ein Optionstarif in der privaten Krankenversicherung?

Abschluss zu einem Zeitpunkt guter Gesundheit (z. B. im jungen Erwachsenenalter)

Der Begriff „Optionstarif" beschreibt in der privaten Krankenversicherung einen speziellen Vorsorgebaustein: Du schließt heute einen Vertrag ab, der dir nicht sofort einen umfassenden Versicherungsschutz gibt, aber ein verbrieftes Recht sichert – nämlich die Option, zu einem späteren Zeitpunkt ohne erneute Gesundheitsprüfung in einen vollwertigen PKV-Tarif zu wechseln. Dieser Wechsel findet dann auch ohne Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse statt, die sonst aufgrund neu aufgetretener Erkrankungen anfallen könnten. Das ist der entscheidende Mehrwert: Du „frierst" gewissermaßen deinen heutigen Gesundheitszustand für die PKV-Aufnahme ein.

Von der klassischen Anwartschaft unterscheidet sich der Optionstarif in einem wichtigen Punkt. Eine reine (kleine) Anwartschaft sichert hauptsächlich die bereits gebildeten Alterungsrückstellungen und das Recht auf Wiederaufnahme in die PKV ohne neue Wartezeit – sie richtet sich typischerweise an Personen, die bereits PKV-versichert waren und vorübergehend in die GKV wechseln (z. B. durch Arbeitslosigkeit). Die große Anwartschaft geht weiter und sichert auch den Beitragssatz. Der Optionstarif hingegen ist für Menschen konzipiert, die noch gar nicht privat versichert waren und sich den zukünftigen Einstieg offen halten wollen. Er ist damit weniger ein Rückkehr-Instrument als ein Türöffner für den Erstbeitritt zur PKV unter heutigen Gesundheitskonditionen.

Für junge, gesunde Menschen – und alle, die sich frühzeitig absichern möchten – ist dieses Thema aus einem schlichten Grund relevant: Der Gesundheitszustand kann sich im Laufe der Jahre verändern. Wer mit 22 oder 24 Jahren kerngesund ist, kann mit 30 bereits eine Diagnose wie Bluthochdruck, eine Bandscheibenerkrankung oder eine psychische Erkrankung haben, die eine spätere PKV-Aufnahme erschwert oder teuer macht. Kernbegriffe, die du im Zusammenhang mit dem Optionstarif kennen solltest: Gesundheitsprüfung, Wartezeit, Wechseloption und Anwartschaft. Mit diesen Begriffen wirst du in Bedingungswerken und Beratungsgesprächen unweigerlich konfrontiert.

AUF EINEN BLICK

  • Du zahlst einen kleinen monatlichen Beitrag, um dir Konditionen zu sichern
  • Bei Ausübung der Option: Wechsel in einen Volltarif ohne neue Risikoprüfung und ohne Risikozuschläge/Ausschlüsse
  • Zeitliche Fristen und Ausübungsvoraussetzungen sind je Tarif unterschiedlich

So funktioniert der Optionstarif – vom Abschluss bis zur Ausübung

Sinnvoll für: junge, gesunde Menschen, die absehbar später privat versichert sein wollen (z. B. Angestellte mit hohem Einkommen, künftige Beamt:innen oder Selbstständige)

Der Ablauf beginnt idealerweise zu einem Zeitpunkt, an dem du jung, gesund und noch in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert bist – also typischerweise in der ersten Berufsphase oder vor einer beruflichen Veränderung. Du beantragst den Optionstarif bei einem PKV-Anbieter und beantwortest dabei die üblichen Gesundheitsfragen. Auf Basis deines aktuellen Gesundheitszustands wird der Tarif ohne Zuschläge oder Ausschlüsse zugelassen. Anschließend zahlst du einen vergleichsweise geringen monatlichen Beitrag, um dir dieses Recht zu sichern – die eigentliche Versicherungsleistung ist in dieser Phase meist minimal oder gar nicht vorhanden. Du kaufst im Kern eine Zusage für die Zukunft.

Wenn du später die Option ausüben möchtest – etwa beim Berufseinstieg, nach einer Anstellung im öffentlichen Dienst oder bei Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit –, teilst du dem Versicherer mit, dass du in den Volltarif wechseln möchtest. Dieser Wechsel erfolgt dann ohne erneute Risikoprüfung. Das bedeutet: Erkrankungen, die du seit Abschluss des Optionstarifs entwickelt hast, werden nicht mehr abgefragt oder berücksichtigt. Du bekommst den gleichen Zugang wie ein gesunder Neuversicherter – mit allen Rechten, aber ohne die Nachteile einer verschlechterten Gesundheitssituation.

Allerdings gibt es wichtige Details, die je nach Anbieter und Tarif erheblich variieren können. Dazu gehören: die maximale Optionsdauer (wie lange kannst du den Optionstarif aufrechterhalten?), die Ausübungsvoraussetzungen (welche beruflichen oder persönlichen Ereignisse berechtigen zur Ausübung?), die wählbaren Zieltarife (in welche Volltarife kannst du wechseln?) sowie etwaige Wartezeiten oder Anmeldefristen. Diese Unterschiede machen einen sorgfältigen Vergleich der Bedingungswerke unerlässlich, bevor du einen Optionstarif abschließt.

AUF EINEN BLICK

  • Weniger sinnvoll für: wer dauerhaft in der GKV bleibt oder unsichere Berufsperspektive hat
  • Besonders relevant vor chronischen Diagnosen, da spätere Gesundheitsprüfung teuer werden kann
  • Gesundheit zuerst: Der Optionstarif ersetzt keine notwendige Behandlung – schiebe Arztbesuche nie wegen versicherungstaktischer Überlegungen auf

Für wen ist ein Optionstarif sinnvoll – und für wen eher nicht?

Vergleichsmatrix: Beitrag, Leistungsumfang, spätere Gesundheitsprüfung, Flexibilität

Ein Optionstarif ist dann sinnvoll, wenn der spätere Wechsel in die PKV mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten wird. Das gilt besonders für Menschen mit bestimmten Berufszielen: angehende Ärzt:innen, Jurist:innen auf dem Weg ins Referendariat, Lehrkräfte mit Verbeamtungsperspektive oder Menschen, die eine selbstständige Tätigkeit oder ein gut dotiertes Angestelltenverhältnis anstreben. Wer als Beamt:in verbeamtet wird, erhält in der Regel Beihilfe vom Dienstherrn und ist auf eine PKV-Ergänzung angewiesen – ein Optionstarif kann den Einstieg in die dann notwendige Restkostenversicherung enorm erleichtern.

Weniger sinnvoll ist der Optionstarif hingegen für Menschen, die dauerhaft in der GKV bleiben werden oder deren Berufsperspektive noch sehr offen ist. Wer absehbar in einem Beruf mit niedrigerem Einkommen arbeiten wird oder wer aus persönlichen Gründen die Solidargemeinschaft der GKV bevorzugt, wird den Optionstarif wahrscheinlich nie nutzen – und zahlt dann jahrelang Beiträge ohne Gegenwert. Auch wer sich noch nicht festlegen möchte, sollte die Entscheidung nicht überstürzen, denn der Abschluss bindet zumindest für die vereinbarte Mindestlaufzeit.

Besonders relevant wird der Optionstarif in einem konkreten Szenario: kurz bevor eine chronische Diagnose gestellt wird. Wer z. B. bereits erste Beschwerden bemerkt, aber noch keine Diagnose hat, sollte keinesfalls Arztbesuche hinauszögern, um eine günstige Gesundheitsprüfung zu erschleichen – das wäre nicht nur medizinisch fahrlässig, sondern könnte auch versicherungsrechtliche Konsequenzen haben. Deine Gesundheit hat absoluten Vorrang vor jeder Versicherungsstrategie. Der Optionstarif funktioniert als Vorsorge, nicht als Mittel zur Verschleierung von Vorerkrankungen.

AUF EINEN BLICK

  • Reine Anwartschaft: hält v. a. Rechte/Alterungsrückstellungen, oft für bereits Privatversicherte
  • Optionstarif: Türöffner für den späteren Einstieg, meist mit geringen Leistungen im Optionszeitraum
  • Vollversicherung: sofortiger Vollschutz, aber für viele Berufseinsteiger:innen und Angestellte meist nicht möglich oder nicht sinnvoll (sie sind i. d. R. GKV-pflichtig oder über die Familienversicherung abgesichert)

Optionstarif, Anwartschaft oder Vollversicherung – was ist der Unterschied?

Verbraucher:innen sind in bestimmtem Alter beziehungsweise in bestimmten Lebenslagen grundsätzlich in der GKV pflicht- oder familienversichert

Um den Optionstarif richtig einzuordnen, hilft ein Blick auf die drei wichtigsten Szenarien. Die reine Anwartschaft (klein oder groß) ist primär für Personen gedacht, die bereits PKV-versichert sind und vorübergehend in die GKV wechseln – etwa durch einen Statuswechsel zum Arbeitslosen oder zur/zum Angestellten oberhalb der Versicherungspflichtgrenze. Sie sichert bestehende Rechte und Alterungsrückstellungen, setzt aber einen vorherigen PKV-Vertrag voraus. Für Personen ohne PKV-Vorgeschichte ist sie in der Regel kein passendes Instrument.

Der Optionstarif hingegen ist für PKV-Neulinge konzipiert. Er verlangt keine vorherige PKV-Mitgliedschaft, bietet aber auch keinen umfassenden Leistungsschutz während der Optionsphase. Der monatliche Beitrag ist im Vergleich zu einem Volltarif gering. Dafür erhält man die wertvolle Garantie, später ohne Gesundheitsprüfung einzusteigen. Die PKV-Vollversicherung wiederum bietet sofortigen, umfassenden Schutz – aber sie setzt voraus, dass man überhaupt privat versichert sein darf (also nicht GKV-pflichtig ist) und ist für die meisten Verbraucher:innen weder möglich noch sinnvoll, da sie bis zu bestimmten Alters- und Einkommensgrenzen in der Regel der GKV-Versicherungspflicht unterliegen oder über die Familie mitversichert sind.

In einer vereinfachten Gegenüberstellung lässt sich sagen: Der Optionstarif hat den geringsten laufenden Beitrag und den niedrigsten Leistungsumfang, bietet dafür aber maximale Flexibilität für die Zukunft. Die Anwartschaft sichert Bestandsrechte. Die Vollversicherung ist der Volltarif ohne Kompromisse – aber auch mit den höchsten Kosten und der strengsten Zugangshürde durch die Gesundheitsprüfung. Wer derzeit GKV-versichert ist und langfristig in die PKV möchte, findet im Optionstarif oft den sinnvollsten Kompromiss.

AUF EINEN BLICK

  • Befreiung von der GKV-Pflicht ist möglich, aber bindend für die gesamte Dauer des Versicherungsverhältnisses
  • Optionstarif als Kompromiss: du bleibst in der GKV versichert und sicherst dir den PKV-Zugang für später
  • Übergänge im Erwerbsleben: Berufseinstieg, Selbstständigkeit, Angestelltenverhältnis oberhalb der Versicherungspflichtgrenze

Optionstarif: PKV, GKV und die besonderen Regeln

Beitrag hängt von Eintrittsalter, Anbieter und gewähltem Optionsumfang ab

Für viele Verbraucher:innen gelten besondere Regeln für die Krankenversicherung. Bis zum vollendeten 25. Lebensjahr können junge Erwachsene in der Regel beitragsfrei über die Eltern in der GKV familienversichert bleiben – vorausgesetzt, das eigene Einkommen überschreitet bestimmte Grenzen nicht. Ab 25 oder wenn diese Grenzen überschritten werden, greift die Pflichtversicherung in der GKV, die ebenfalls zu günstigen Konditionen abgesichert ist. Eine Befreiung von der GKV-Pflicht ist grundsätzlich möglich, ist aber bindend und kann nicht rückgängig gemacht werden – eine Entscheidung, die gut überlegt sein will.

Hier liegt der besondere Charme des Optionstarifs: Du musst dich nicht zwischen GKV und PKV entscheiden. Du bleibst in der GKV versichert – mit allen Vorteilen des günstigen Beitrags – und sicherst dir gleichzeitig durch den Optionstarif den späteren Zugang zur PKV. So hast du beide Welten: günstigen Schutz jetzt und optimale Ausgangslage für später.

Im weiteren Erwerbsleben ergeben sich verschiedene Übergangssituationen. Wer in den öffentlichen Dienst geht (z. B. Beamt:innen oder Lehrkräfte), wechselt häufig in den Beamtenstatus und bekommt Beihilfe – hier ist die PKV oft die naheliegende Wahl. Wer eine selbstständige Tätigkeit aufnimmt, ist nicht GKV-pflichtig und kann ebenfalls frei zwischen GKV und PKV wählen. Wer als Angestellte:r ein Gehalt oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze verdient, kann ebenfalls freiwillig in die PKV wechseln. In all diesen Szenarien ist der Optionstarif als Vorbereitung besonders wertvoll – er sorgt dafür, dass die Gesundheitsprüfung kein Hindernis mehr darstellt.

AUF EINEN BLICK

  • Grundsatz: je früher (jünger, gesünder) der Abschluss, desto günstiger die spätere Ausgangslage
  • Zusätzliche Kosten bei späterem Wechsel in den Volltarif einplanen
  • Beitragsentwicklung in der PKV allgemein: kein Sozialausgleich wie in der GKV

Was kostet ein Optionstarif – und was solltest du finanziell einplanen?

Optionstarife werden von mehreren PKV-Anbietern unter unterschiedlichen Namen angeboten

Die Beiträge für einen Optionstarif sind deutlich geringer als für eine PKV-Vollversicherung, da der Leistungsumfang während der Optionsphase minimal ist. Wie hoch der Beitrag konkret ausfällt, hängt vom Eintrittsalter, dem gewählten Anbieter und dem Umfang der gesicherten Wechseloption ab. Ein allgemeiner Grundsatz gilt dabei zuverlässig: Je früher du einsteigst, desto günstiger sind die Ausgangsbedingungen – sowohl für den laufenden Optionsbeitrag als auch für den späteren Volltarif. Wer den Optionstarif mit 22 Jahren abschließt, sichert sich bessere Konditionen als jemand, der erst mit 29 Jahren darüber nachdenkt. Konkrete Beitragsbeispiele solltest du bei den Anbietern direkt anfragen oder über einen unabhängigen Vergleich einholen.

Zusätzlich zum laufenden Optionsbeitrag musst du beim tatsächlichen Wechsel in den Volltarif den dann gültigen Beitrag für die Vollversicherung einplanen. Dieser richtet sich nach deinem Eintrittsalter beim Volltarifwechsel, dem gewählten Leistungsumfang und – anders als in der GKV – nicht nach deinem Einkommen. In der PKV gibt es keinen Sozialausgleich: Ob du 3.000 Euro oder 8.000 Euro monatlich verdienst, spielt für die Beitragshöhe keine Rolle. Dafür bleibt der Beitrag bei gleichbleibendem Tarif langfristig stabiler als das einkommensabhängige GKV-Modell – allerdings mit dem Risiko tarifinterner Beitragsanpassungen im Laufe der Jahre.

Für Berufseinsteiger:innen und Selbstständige mit begrenztem Budget ist die finanzielle Belastung durch einen Optionstarif überschaubar – aber sie sollte bewusst und geplant sein. Wer den Beitrag nicht regelmäßig zahlen kann oder will, sollte den Abschluss lieber verschieben, als einen Vertrag abzuschließen und dann zu kündigen, denn dann verliert man alle gesicherten Konditionen ohne Mehrwert.

AUF EINEN BLICK

  • Wir sprechen KEINE Anbieter-Empfehlungen aus – entscheidend sind Konditionen, Fristen und Umfang der Option
  • Worauf beim Bedingungsvergleich achten: maximale Optionsdauer, ausübbare Zieltarife, Wartezeiten, Ausübungsanlässe
  • Ein neutraler Vergleich über die StudyBU-Schiene hilft, passende Tarife strukturiert zu prüfen

Anbieter-Landschaft: Worauf du beim Vergleich achten solltest

Prüfe die berufliche Perspektive: Ist PKV später realistisch (Einkommen über Versicherungspflichtgrenze, Beamtenstatus, Selbstständigkeit)?

Optionstarife werden unter verschiedenen Namen von einer Reihe privater Krankenversicherer angeboten – bekannte Namen in diesem Segment sind etwa Barmenia, Allianz, DKV oder Hallesche, ohne dass wir hier eine Empfehlung für einzelne Anbieter aussprechen. Die Produktbezeichnungen unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter erheblich: „Optionstarif", „Optionsanwartschaft", „Starter-Tarif" oder ähnliche Bezeichnungen kursieren am Markt. Entscheidend sind nicht die Namen, sondern die konkreten Bedingungen.

Beim Bedingungsvergleich solltest du besonders auf folgende Punkte achten: Erstens die maximale Optionsdauer – wie viele Jahre kannst du den Tarif laufen lassen, bevor du die Option ausüben musst oder der Vertrag verfällt? Zweitens die ausübbaren Zieltarife – in welche Vollversicherungstarife kannst du wechseln, und sind das attraktive, leistungsstarke Tarife? Drittens die Ausübungsanlässe – reicht der Berufseinstieg als Anlass, oder sind bestimmte Statuswechsel vorgeschrieben? Viertens etwaige Wartezeiten nach Abschluss des Optionstarifs, bevor die Option erstmals ausgeübt werden kann.

Ein strukturierter, neutraler Vergleich der Anbieter ist in diesem komplexen Markt unerlässlich. Einzelne Angebote lassen sich nur sinnvoll bewerten, wenn man die Bedingungswerke nebeneinanderlegt – eine Aufgabe, bei der ein unabhängiger Versicherungsvergleich wertvolle Orientierung bietet. Als ersten Schritt empfehlen wir, zunächst zu klären, ob die PKV für dich generell eine sinnvolle Option ist – dafür hilft unser GKV-PKV-Rechner.

AUF EINEN BLICK

  • Lies die Optionsbedingungen: welche Zieltarife, welche Fristen, welche Ausübungsanlässe
  • Vermeide unnötige Doppelversicherung und kläre Wechselwirkungen mit familiärer GKV-Mitversicherung
  • Nutze zuerst unseren Rechner, um GKV/PKV grundsätzlich zu vergleichen

Checkliste und typische Fehler beim Optionstarif

Bevor du einen Optionstarif abschließt, solltest du einige grundlegende Fragen ehrlich für dich beantworten. Die wichtigste: Ist der spätere Wechsel in die PKV für mich realistisch? Dazu gehören eine ehrliche Einschätzung deiner Berufsperspektive (Verbeamtung, Selbstständigkeit, gehobenes Angestelltenverhältnis) und die Bereitschaft, die PKV langfristig zu finanzieren. Wer unsicher ist, ob er jemals die Versicherungspflichtgrenze überschreiten wird, sollte nicht auf Vorrat einen Optionstarif abschließen.

Lies die Optionsbedingungen sorgfältig: Welche Zieltarife stehen offen? Welche Fristen gelten? Unter welchen Umständen darf die Option ausgeübt werden – und unter welchen verfällt sie? Vermeide außerdem eine unnötige Doppelversicherung: Wenn du noch über einen anderen Vertrag abgesichert bist oder die gesetzliche Krankenversicherung nutzt, kläre, ob und wie sich der Optionstarif mit dieser Situation verträgt. Wechselwirkungen können zu vermeidbaren Kosten führen.

Ein häufiger Fehler ist es, den Optionstarif als „günstiges PKV-Einstiegsprodukt" misszuverstehen – er ersetzt keinen Krankenversicherungsschutz, sondern sichert lediglich ein späteres Wechselrecht. Ein weiterer Fehler: zu lange warten. Wer erst mit 28 oder 30 Jahren an den Optionstarif denkt und inzwischen Vorerkrankungen hat, kann entweder gar keinen Tarif mehr abschließen oder nur zu schlechteren Konditionen. Wer den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen will, sollte das Thema spätestens in der ersten Berufshälfte ernsthaft prüfen.

Zuletzt: Nutze zunächst einen Vergleichsrechner, um GKV und PKV grundsätzlich gegenüberzustellen. Erst wenn du weißt, dass die PKV für dich langfristig sinnvoll ist, lohnt sich die tiefergehende Beschäftigung mit dem Optionstarif als Einstiegsinstrument. Unseren GKV-PKV-Vergleichsrechner findest du weiter unten verlinkt.

Optionstarif: Früh sichern, informiert entscheiden

Unser Fazit: Ein Optionstarif kann für Verbraucher:innen mit klarer PKV-Perspektive eine smarte und kostengünstige Möglichkeit sein, sich den Zugang zur privaten Krankenversicherung zu sichern – ohne auf den umfassenden GKV-Schutz verzichten zu müssen. Der Schlüssel liegt im richtigen Zeitpunkt: jung, gesund und mit konkreter Vorstellung der beruflichen Zukunft. Wer zu lange wartet, riskiert, dass ein veränderter Gesundheitszustand die spätere PKV-Aufnahme verteuert oder erschwert. Wer ohne klare PKV-Perspektive handelt, zahlt Beiträge ohne Nutzen. Der erste Schritt ist immer derselbe: erst prüfen, ob die PKV für dich grundsätzlich in Frage kommt.

Nutze jetzt unseren GKV-PKV-Vergleichsrechner, um deine persönliche Ausgangslage zu analysieren und fundiert zu entscheiden, ob der Optionstarif ein sinnvoller nächster Schritt für dich ist.

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Häufige Fragen

Ein Optionstarif kann sinnvoll sein, wenn Sie sich die Möglichkeit offenhalten möchten, später ohne erneute Gesundheitsprüfung in die private Krankenversicherung zu wechseln. Er ist vor allem dann interessant, wenn Sie aktuell noch jung und gesund sind, aber absehen, dass Sie später ein höheres Einkommen haben werden. Für Personen, die sicher in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben wollen, ist er dagegen meist unnötig.

Der Optionstarif ist ein reines Warterecht: Sie zahlen Beiträge, um sich das Recht zu sichern, später ohne Gesundheitsprüfung in einen bestimmten PKV-Tarif zu wechseln. Die Anwartschaft dagegen sichert Ihnen zusätzlich den Zugang zu den später geltenden Tarifbedingungen und Altersrückstellungen, ohne dass Sie bereits Leistungen in Anspruch nehmen können. Kurz gesagt: Die Anwartschaft ist umfassender und teurer als der Optionstarif.

Ja, Sie können in der Regel einen Optionstarif abschließen, sofern Sie die allgemeinen Voraussetzungen für eine spätere PKV-Mitgliedschaft erfüllen, also beispielsweise nicht bereits in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind. Viele Versicherer bieten spezielle Tarife für Berufseinsteiger und Selbstständige an, die auf deren geringeres Einkommen zugeschnitten sind. Sie sollten jedoch prüfen, ob der Abschluss für Ihre persönliche Lebensplanung wirklich sinnvoll ist.

Die Kosten für einen Optionstarif in der PKV sind sehr unterschiedlich und hängen von Ihrem Alter, Ihrem Gesundheitszustand und dem gewählten Versicherer ab. In der Regel liegen die Beiträge aber deutlich unter denen einer vollwertigen Krankenversicherung, oft im Bereich von wenigen Euro bis einigen Dutzend Euro pro Monat. Konkrete Beträge kann Ihnen nur ein Versicherer nach einer individuellen Kalkulation nennen.

Nein, beim späteren Wechsel in die private Krankenversicherung über einen Optionstarif müssen Sie in der Regel keine erneute Gesundheitsprüfung ablegen. Das ist gerade der Vorteil dieses Tarifs: Sie sichern sich den späteren Zugang unabhängig von Ihrem dann aktuellen Gesundheitszustand. Allerdings müssen Sie die vereinbarten Wartezeiten und Fristen einhalten, sonst verfällt die Option.

Wenn Sie am Ende doch in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben, verfällt der Optionstarif in der Regel ersatzlos. Die von Ihnen gezahlten Beiträge werden nicht zurückerstattet, da sie als Entgelt für das Risiko des Versicherers dienten, Sie später ohne Gesundheitsprüfung aufzunehmen. Sie haben also keinen Anspruch auf eine Auszahlung oder Übertragung der Beiträge.

Die Frist, bis wann Sie die Wechseloption ausüben können, ist vertraglich festgelegt und variiert je nach Versicherer und Tarif. Häufig ist die Option nur für einen begrenzten Zeitraum gültig, zum Beispiel bis zum Erreichen eines bestimmten Lebensalters oder bis zu einem bestimmten beruflichen Ereignis. Sie sollten die genauen Bedingungen in Ihrem Vertrag prüfen und sich rechtzeitig vor Ablauf der Frist entscheiden.

Quellen & Stand 09.07.2026

MS

StudySmarter-Redaktion

Finanz-Redaktion · StudySmarter
Marie macht Finanzthemen für Studierende verständlich – von der ersten Versicherung bis zum ersten Sparplan.

Redaktionell geprüft. Alle Zahlen mit Quellenangabe, Stand 09.07.2026. Dieser Artikel ist Finanzbildung – keine Rechts- oder Steuerberatung.

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