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MagazineFinanzenVersicherung Pflegezusatzversicherung mit Vorerkrankungen
FinanzbildungVersicherung10 Min.

Pflegezusatzversicherung mit Vorerkrankungen: So bekommst du trotzdem den besten Schutz

Du hast eine Vorerkrankung und denkst, eine Pflegezusatzversicherung ist für dich unbezahlbar oder unmöglich? Das stimmt so pauschal nicht. Wir zeigen dir, welche Möglichkeiten du 2026 hast und wie du trotzdem gut abgesichert wirst.

VorerkrankungenPflegekostenAbschlusschance
Trotz Vorerkrankung möglich?
Ja, oft möglich.
Viele Anbieter nehmen auch Menschen mit chronischen Leiden auf.
Was kostet das?
Individuell, oft höher.
Der Beitrag richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung.
Wie finde ich einen Tarif?
Vergleich und Beratung.
Ein unabhängiger Vergleich zeigt, wer dich überhaupt annimmt.

Warum dich das Thema Pflegeversicherung betrifft

Vielleicht denkst du, Pflege ist ein Thema für alte Menschen, das dich noch lange nichts angeht. Doch die Realität sieht anders aus: Auch jüngere Menschen können durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit plötzlich pflegebedürftig werden. Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt dabei nur einen Teil der Kosten ab, der Rest bleibt an dir hängen.

Die Lücke zwischen den tatsächlichen Pflegekosten und dem, was die Pflegekasse zahlt, wird jedes Jahr größer. Ein Platz im Pflegeheim kostet im Schnitt mehrere tausend Euro pro Monat, die Kasse übernimmt nur einen Festbetrag. Diese Differenz musst du selbst tragen, wenn du kein Vermögen hast oder keine Zusatzversicherung abgeschlossen hast.

Genau hier setzt die Pflegezusatzversicherung an. Sie ist eine private Absicherung, die genau diese Lücke schließen soll. Doch was passiert, wenn du bereits krank bist? Viele Menschen gehen davon aus, dass sie dann keine Chance auf einen Vertrag haben. Das ist ein Irrglaube, den wir in diesem Ratgeber entkräften wollen.

Es gibt durchaus Wege, auch mit Vorerkrankungen eine bezahlbare Pflegezusatzversicherung zu finden. Der Markt hat sich in den letzten Jahren verändert und bietet spezielle Tarife für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Deine Aufgabe ist es, die richtigen Stellschrauben zu kennen und zu wissen, worauf du bei der Auswahl achten musst.

Dieser Artikel führt dich Schritt für Schritt durch den Dschungel der Tarife. Du erfährst, wie die Versicherer ticken, welche Fragen sie dir stellen und wie du deine Chancen auf eine Annahme realistisch einschätzt. Am Ende wirst du in der Lage sein, eine fundierte Entscheidung zu treffen.

~5 Mio.
Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig (Stand 2023).
Jede:r 4.
Menschen ab 65 Jahren hat eine chronische Erkrankung.
1.000+
Tarife gibt es am Markt für Pflegezusatzversicherungen.

Was ist eine Pflegezusatzversicherung überhaupt?

Bevor wir in die Details gehen, klären wir die Grundlagen. Die Pflegezusatzversicherung ist eine private Versicherung, die du zusätzlich zur gesetzlichen Pflegeversicherung abschließt. Sie zahlt dir Leistungen, wenn du pflegebedürftig wirst, und zwar unabhängig von der gesetzlichen Kasse.

Es gibt verschiedene Arten von Pflegezusatzversicherungen. Die bekannteste ist die Pflegetagegeldversicherung. Sie zahlt dir einen festen Betrag pro Tag, sobald du eine bestimmte Pflegestufe oder einen Pflegegrad zuerkannt bekommst. Dieses Geld kannst du frei verwenden, zum Beispiel für die Bezahlung eines Pflegedienstes oder als Ausgleich für entgangenes Einkommen.

Daneben gibt es die Pflegekostenversicherung, die konkrete Pflegekosten übernimmt, und die Pflegerentenversicherung, die eine monatliche Rente auszahlt. Jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile. Für Menschen mit Vorerkrankungen ist das Pflegetagegeld oft die einfachste Lösung, weil die Leistungen klar definiert sind.

Wichtig zu verstehen: Die Pflegezusatzversicherung ist keine Krankenversicherung. Sie ersetzt keine medizinischen Behandlungen, sondern unterstützt dich finanziell im Alltag, wenn du auf Hilfe angewiesen bist. Die Leistungen werden immer dann fällig, wenn du in deiner Selbstständigkeit eingeschränkt bist.

Der Abschluss einer solchen Versicherung ist freiwillig und du zahlst die Beiträge selbst. Der Staat fördert die private Pflegevorsorge zwar mit Zuschüssen, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Diese Förderung ist jedoch unabhängig von deinen Vorerkrankungen und steht dir trotzdem zu, wenn du die Kriterien erfüllst.

Wie Versicherer mit Vorerkrankungen umgehen

Der entscheidende Punkt bei der Pflegezusatzversicherung mit Vorerkrankungen ist der Umgang der Versicherer mit deiner Gesundheit. Beim Antrag musst du umfangreiche Gesundheitsfragen beantworten. Diese Fragen betreffen nicht nur aktuelle Beschwerden, sondern auch vergangene Erkrankungen, Operationen und Medikamenteneinnahmen.

Auf Basis deiner Antworten entscheidet der Versicherer, ob er dich annimmt, zu welchen Konditionen und zu welchem Preis. Es gibt drei mögliche Ergebnisse: Die Annahme ohne Einschränkungen, die Annahme mit Risikozuschlag oder die Annahme mit Ausschlussklausel. Im schlimmsten Fall lehnt der Versicherer den Antrag ab.

Ein Risikozuschlag bedeutet, dass du einen höheren Beitrag zahlst als ein gesunder Mensch. Die Höhe des Zuschlags hängt von der Schwere deiner Erkrankung ab. Eine Ausschlussklausel bedeutet, dass Leistungen für bestimmte, mit deiner Vorerkrankung zusammenhängende Pflegefälle ausgeschlossen sind. Das ist zum Beispiel bei Diabetes oder Herzerkrankungen häufig der Fall.

Wichtig ist, dass du alle Fragen wahrheitsgemäß beantwortest. Wenn du eine Vorerkrankung verschweigst und der Versicherer das später herausfindet, kann er den Vertrag anfechten und die Leistungen verweigern. Das wäre im Ernstfall eine Katastrophe, weil du dann ohne Schutz dastehst und die Beiträge verloren hast.

Gut zu wissen: Nicht jede Vorerkrankung führt automatisch zu Problemen. Viele Versicherer haben ihre Annahmerichtlinien gelockert. Bei gut eingestellten chronischen Erkrankungen wie Asthma oder Schilddrüsenunterfunktion ist eine Annahme zu normalen Konditionen durchaus möglich. Es kommt immer auf den Einzelfall und den jeweiligen Tarif an.

Welche Kosten kommen auf dich zu?

Die Kosten für eine Pflegezusatzversicherung mit Vorerkrankungen sind sehr individuell. Es gibt keinen einheitlichen Preis, da jeder Versicherer sein eigenes Risiko kalkuliert. Dein Alter, dein Gesundheitszustand und der gewünschte Leistungsumfang spielen die entscheidende Rolle.

Grundsätzlich gilt: Je älter du bist und je schwerwiegender deine Vorerkrankung ist, desto höher wird der Beitrag ausfallen. Ein 30-Jähriger mit einer leichten Allergie zahlt deutlich weniger als ein 55-Jähriger mit Diabetes und Bluthochdruck. Du solltest also nicht mit pauschalen Zahlen rechnen, sondern mit konkreten Angeboten.

Ein wichtiger Tipp: Vergleiche nicht nur die Beiträge, sondern auch die Leistungen. Ein günstiger Tarif nützt dir wenig, wenn er im Pflegefall nur minimale Leistungen erbringt. Achte auf die Höhe des Tagegeldes, die Dauer der Zahlung und die Bedingungen für die Auszahlung.

Es gibt auch Tarife, die speziell für Menschen mit Vorerkrankungen entwickelt wurden. Diese sogenannten Basistarife oder Tarife mit verkürzten Gesundheitsfragen sind oft teurer, bieten aber eine höhere Annahmewahrscheinlichkeit. Sie sind eine gute Option, wenn du bei normalen Tarifen abgelehnt wirst.

Denke auch daran, dass du die Beiträge steuerlich absetzen kannst. Die Beiträge zur Pflegezusatzversicherung gelten als Sonderausgaben und mindern dein zu versteuerndes Einkommen. Das senkt deine tatsächliche Belastung, auch wenn du einen Risikozuschlag zahlst.

Worauf du bei der Tarifwahl achten solltest

Die Auswahl des richtigen Tarifs ist entscheidend, besonders wenn du Vorerkrankungen hast. Du solltest nicht einfach den erstbesten Tarif abschließen, sondern genau prüfen, welche Leistungen im Pflegefall erbracht werden. Ein guter Tarif zahlt nicht nur bei stationärer Pflege, sondern auch bei ambulanter Pflege zu Hause.

Achte auf die Definition der Pflegebedürftigkeit. Manche Tarife zahlen erst ab Pflegegrad 2 oder 3, andere schon ab Pflegegrad 1. Da die Einstufung in einen Pflegegrad oft lange dauert, ist ein Tarif mit Leistungen ab Pflegegrad 1 deutlich vorteilhafter. Das gilt besonders, wenn du bereits gesundheitlich eingeschränkt bist.

Ein weiteres Kriterium ist die Höhe des Tagegeldes. Überlege dir, wie viel Geld du im Pflegefall monatlich zusätzlich benötigst. Ein Tagessatz von rund 20 Euro ergibt rund 600 Euro im Monat, das ist oft zu wenig. Ein Tagessatz von 50 bis rund 100 Euro ist realistischer, um die Lücke zur gesetzlichen Pflegeversicherung zu schließen.

Prüfe auch, ob der Tarif eine Dynamik enthält. Eine jährliche Beitragserhöhung oder Leistungssteigerung ist sinnvoll, um die Inflation auszugleichen. Allerdings solltest du darauf achten, dass du das Recht hast, die Dynamik zu kündigen, falls dir die Beiträge zu hoch werden.

Lass dich nicht von Lockangeboten blenden. Ein Tarif, der bei Vertragsabschluss sehr günstig ist, kann später teuer werden. Achte auf die langfristige Kalkulation und wähle einen Tarif, der auch in 20 Jahren noch bezahlbar ist. Eine unabhängige Beratung kann dir dabei helfen, den Überblick zu behalten.

Typische Fehler, die du vermeiden solltest

Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass man mit Vorerkrankungen gar keine Pflegezusatzversicherung abschließen kann. Diese Einstellung führt dazu, dass viele Menschen gar nicht erst Angebote einholen. Dabei gibt es, wie wir gesehen haben, durchaus Möglichkeiten, auch mit gesundheitlichen Einschränkungen versichert zu werden.

Ein weiterer Fehler ist die falsche Beantwortung der Gesundheitsfragen. Manche Menschen verschweigen kleinere Erkrankungen, weil sie Angst vor einer Ablehnung haben. Das ist gefährlich, denn im Leistungsfall kann der Versicherer den Vertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten. Du stehst dann ohne Leistungen da und hast die Beiträge umsonst gezahlt.

Viele unterschätzen auch die Bedeutung des Leistungsversprechens. Sie achten nur auf den Preis und wählen den günstigsten Tarif. Im Pflegefall zeigt sich dann, dass der Tarif nur geringe Leistungen erbringt oder lange Wartezeiten hat. Ein teurerer Tarif mit besseren Leistungen ist oft die klügere Wahl.

Ein weiterer Fehler ist, sich nicht beraten zu lassen. Die Versicherungslandschaft ist komplex und für Laien schwer zu durchschauen. Ein unabhängiger Versicherungsberater oder ein Makler mit Spezialisierung auf Pflegeversicherungen kann dir helfen, den passenden Tarif zu finden. Das kostet zwar Zeit, spart aber im Ernstfall viel Geld.

Schließlich solltest du nicht zu lange warten. Je älter du wirst, desto teurer wird der Schutz und desto wahrscheinlicher ist es, dass sich dein Gesundheitszustand verschlechtert. Wenn du dich für eine Pflegezusatzversicherung interessierst, solltest du nicht zögern, sondern aktiv werden, solange deine Gesundheit noch stabil ist.

So gehst du Schritt für Schritt vor

Der erste Schritt ist eine ehrliche Bestandsaufnahme deiner Gesundheit. Sammle alle Informationen über deine Erkrankungen, Behandlungen und Medikamente. Dazu gehören auch Arztberichte und Entlassungsbriefe aus Krankenhäusern. Diese Unterlagen benötigst du, um die Gesundheitsfragen korrekt zu beantworten.

Im zweiten Schritt solltest du eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen. Ein Versicherungsmakler, der nicht an einen bestimmten Anbieter gebunden ist, kann dir mehrere Tarife vergleichen. Er kennt die Annahmerichtlinien der verschiedenen Versicherer und weiß, welche Gesellschaften auch mit Vorerkrankungen kundenfreundlich umgehen.

Der dritte Schritt ist die Einholung von konkreten Angeboten. Lass dir von mindestens drei verschiedenen Versicherern Angebote unterbreiten. Achte darauf, dass die Angebote auf deinen Gesundheitszustand zugeschnitten sind und nicht auf einem fiktiven gesunden Menschen basieren. Nur so bekommst du realistische Preise.

Im vierten Schritt prüfst du die Angebote im Detail. Vergleiche nicht nur die Beiträge, sondern auch die Leistungen, die Wartezeiten und die Bedingungen für die Auszahlung. Achte besonders auf Ausschlussklauseln, die deine Vorerkrankung betreffen. Frage bei Unklarheiten nach und lass dir alles schriftlich bestätigen.

Der letzte Schritt ist der Antrag. Fülle das Antragsformular sorgfältig aus und beantworte alle Fragen wahrheitsgemäß. Wenn du unsicher bist, wie du eine Frage interpretieren sollst, frage deinen Berater. Nach der Antragstellung kann es einige Wochen dauern, bis du eine Rückmeldung bekommst. Sei geduldig und warte die Entscheidung ab.

Alternativen zur klassischen Pflegezusatzversicherung

Wenn du trotz Vorerkrankungen keinen passenden Tarif findest oder die Beiträge zu hoch sind, gibt es Alternativen. Eine Möglichkeit ist die Pflegetagegeldversicherung mit Ansparphase. Hier zahlst du über einen längeren Zeitraum Beiträge ein und bekommst im Pflegefall eine garantierte Rente ausgezahlt. Diese Variante ist oft unabhängiger von deinem Gesundheitszustand.

Eine weitere Alternative ist das Pflegevorsorge-Depot. Dabei sparst du selbst Geld an und legst es in Wertpapieren an. Im Pflegefall kannst du auf dieses Vermögen zurückgreifen. Der Vorteil ist, dass keine Gesundheitsfragen gestellt werden. Der Nachteil ist, dass du das Risiko von Kursverlusten selbst trägst und keine garantierte Leistung bekommst.

Auch die gesetzliche Pflegeversicherung bietet zusätzliche Leistungen, die du beantragen kannst. Dazu gehören zum Beispiel Verhinderungspflege, Tages- und Nachtpflege oder Zuschüsse für barrierefreies Wohnen. Diese Leistungen stehen dir unabhängig von einer privaten Zusatzversicherung zu und können die finanzielle Lücke teilweise schließen.

Wenn du ein Haus oder eine Eigentumswohnung besitzt, kann auch eine Immobilienverrentung eine Option sein. Dabei verkaufst du deine Immobilie und erhältst im Gegenzug eine lebenslange Rente oder ein einmaliges Kapital. Das Geld kannst du für Pflegekosten verwenden. Diese Lösung ist jedoch komplex und sollte gut überlegt sein.

Vergiss nicht, dass du auch mit einer Vorerkrankung Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung hast. Die Pflegekasse ist verpflichtet, dich zu beraten und zu unterstützen. Nutze diese kostenlose Beratung, um herauszufinden, welche Leistungen dir zustehen und wie du sie beantragen kannst.

Deine nächsten Schritte für die Zukunft

Jetzt kennst du die Grundlagen der Pflegezusatzversicherung mit Vorerkrankungen. Der wichtigste Schritt ist, nicht zu resignieren, sondern aktiv zu werden. Informiere dich, vergleiche und hole dir professionelle Hilfe. Nur so findest du den Schutz, der zu dir und deiner Gesundheit passt.

Setze dir ein realistisches Budget. Überlege, wie viel Geld du monatlich für eine Zusatzversicherung ausgeben kannst und willst. Bedenke, dass die Beiträge im Laufe der Zeit steigen können. Ein Tarif mit einer begrenzten Beitragsdynamik kann dir helfen, die Kosten langfristig im Rahmen zu halten.

Denke auch an die Zukunft. Deine Gesundheit kann sich verschlechtern, aber auch verbessern. Einige Versicherer bieten die Möglichkeit, den Vertrag anzupassen, wenn sich dein Gesundheitszustand ändert. Frage gezielt nach solchen Optionen, bevor du dich für einen Tarif entscheidest.

Plane regelmäßige Überprüfungen deines Versicherungsschutzes. Der Markt verändert sich und es können neue, bessere Tarife auf den Markt kommen. Ein jährlicher Check, am besten mit deinem Berater, stellt sicher, dass du immer optimal abgesichert bist. Du kannst auch den Anbieter wechseln, wenn du einen besseren Tarif findest.

Zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis: Eine Pflegezusatzversicherung ist kein Ersatz für eine gute Gesundheitsvorsorge. Achte auf deine Gesundheit, treibe Sport, ernähre dich ausgewogen und gehe regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen. Je gesünder du bist, desto geringer ist das Risiko, pflegebedürftig zu werden, und desto besser sind deine Chancen auf eine günstige Versicherung.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Hast du eine chronische Erkrankung wie Diabetes oder Asthma?
Warst du in den letzten 5 Jahren länger als 2 Wochen im Krankenhaus?
Nimmst du regelmäßig verschreibungspflichtige Medikamente ein?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Ja, das ist möglich, aber es hängt von der Schwere deiner Diabetes-Erkrankung ab. Viele Versicherer nehmen Diabetiker an, verlangen aber einen Risikozuschlag oder schließen Folgeerkrankungen aus. Eine gute Einstellung deines Blutzuckerspiegels verbessert deine Chancen auf eine Annahme zu normalen Konditionen.

Wenn du eine Vorerkrankung absichtlich verschweigst, riskierst du, dass der Versicherer den Vertrag anficht. Das bedeutet, dass er im Leistungsfall die Zahlung verweigern kann und der Vertrag rückabgewickelt wird. Du verlierst dann alle eingezahlten Beiträge und stehst ohne Schutz da.

Ja, viele Tarife haben eine Wartezeit von bis zu fünf Jahren. Das bedeutet, dass du erst nach Ablauf dieser Zeit Leistungen beanspruchen kannst. Es gibt aber auch Tarife ohne Wartezeit, die allerdings teurer sind. Achte bei der Tarifwahl genau auf diese Bedingung.

Ja, die Beiträge zur Pflegezusatzversicherung können als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Das gilt auch für Risikozuschläge. Die Absetzbarkeit ist jedoch an Höchstgrenzen gebunden, die sich an den Beiträgen zur gesetzlichen Pflegeversicherung orientieren.

Das Pflegetagegeld zahlt dir einen festen Betrag pro Tag, den du frei verwenden kannst. Die Pflegekostenversicherung übernimmt dagegen konkrete Pflegekosten, zum Beispiel für einen Pflegedienst oder ein Pflegeheim. Für Menschen mit Vorerkrankungen ist das Pflegetagegeld oft flexibler und einfacher zu verstehen.

Ja, du kannst deine Pflegezusatzversicherung wechseln, wenn du einen besseren Tarif findest. Allerdings musst du bei einem Wechsel erneut Gesundheitsfragen beantworten. Wenn sich dein Gesundheitszustand verschlechtert hat, kann ein Wechsel schwierig oder teuer werden. Ein Wechsel sollte daher gut überlegt sein.

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.