Versicherung beim Leasing Was Studierende wirklich brauchen
Welche Versicherung brauchst du beim Auto-Leasing? Vollkasko-Pflicht, GAP-Versicherung & Kosten einfach erklärt. Jetzt informieren.
- Das Auto bleibt Eigentum der Leasinggesellschaft – deshalb bestehen strengere Versicherungsanforderungen als beim Kauf
- Kfz-Haftpflicht ist in Deutschland immer gesetzlich vorgeschrieben, unabhängig von Leasing oder Kauf
- Leasinggeber verlangen im Vertrag meist zusätzlich eine Vollkaskoversicherung
- Ohne den geforderten Versicherungsschutz kann der Leasingvertrag gekündigt oder das Fahrzeug eingezogen werden
Versicherung beim Leasing: Was ist wirklich vorgeschrieben?
Das Auto bleibt Eigentum der Leasinggesellschaft – deshalb bestehen strengere Versicherungsanforderungen als beim Kauf
Wer ein Auto least, trägt mehr Verantwortung als viele denken – denn das Fahrzeug gehört nicht dir, sondern der Leasinggesellschaft. Deshalb sind die Versicherungsanforderungen beim Leasing strenger als beim klassischen Autokauf. Für Verbraucher:innen mit knappem Budget lohnt es sich, genau zu verstehen, welcher Schutz wirklich Pflicht ist und wo sich klug sparen lässt.
AUF EINEN BLICK
- Kfz-Haftpflicht ist in Deutschland immer gesetzlich vorgeschrieben, unabhängig von Leasing oder Kauf
- Leasinggeber verlangen im Vertrag meist zusätzlich eine Vollkaskoversicherung
- Ohne den geforderten Versicherungsschutz kann der Leasingvertrag gekündigt oder das Fahrzeug eingezogen werden
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Warum eine Versicherung beim Leasing Pflicht ist
Kfz-Haftpflicht: gesetzliche Pflicht für jedes Fahrzeug im Straßenverkehr
Das Besondere am Leasing ist die Eigentumsfrage: Das Fahrzeug gehört während der gesamten Vertragslaufzeit der Leasinggesellschaft. Du als Leasingnehmer:in nutzt das Auto lediglich gegen monatliche Raten – und trägst trotzdem das volle wirtschaftliche Risiko, wenn etwas passiert. Diese Konstellation erklärt, warum Leasinggeber deutlich strengere Versicherungsanforderungen stellen als es beim Autokauf der Fall wäre.
Die gesetzliche Grundlage für die Kfz-Haftpflicht gilt für alle Fahrzeuge im deutschen Straßenverkehr, unabhängig davon, ob sie gekauft oder geleast sind. Ohne gültige Haftpflichtversicherung darf kein Fahrzeug zugelassen werden – das regelt das Pflichtversicherungsgesetz eindeutig. Diese Versicherung schützt allerdings nur Dritte, die durch dein Fahrzeug geschädigt werden, nicht das Fahrzeug selbst.
Leasinggesellschaften gehen deshalb noch einen Schritt weiter: Sie schreiben im Leasingvertrag in aller Regel eine Vollkaskoversicherung vor, weil nur diese auch Schäden am Fahrzeug selbst abdeckt – einschließlich selbstverschuldeter Unfälle. Wer diese Pflicht ignoriert oder den Versicherungsschutz während der Laufzeit verliert, muss mit ernsthaften Konsequenzen rechnen: Der Leasingvertrag kann gekündigt werden, und in extremen Fällen wird das Fahrzeug sogar eingezogen. Für alle, die beruflich oder privat auf ihr Auto angewiesen sind, wäre das ein teures Szenario.
Es lohnt sich also, den Leasingvertrag vor Unterzeichnung sorgfältig zu lesen und die konkreten Versicherungsanforderungen des Anbieters zu notieren. Manche Verträge enthalten darüber hinaus Vorgaben zur maximalen Selbstbeteiligung oder zu bestimmten Deckungssummen, die beim Abschluss der Versicherung eingehalten werden müssen.
| Aspekt | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Kfz-Haftpflicht: gesetzliche Pflicht für jedes Fahrzeug im Straßenverkehr | , |
| Vollkasko: fast immer vom Leasinggeber vorgeschrieben, deckt auch selbstverschuldete Schäden am eigenen Fahrzeug | , |
| Teilkasko allein reicht bei Leasing in der Regel nicht aus | , |
| GAP-Versicherung (Deckungslücke bei Totalschaden/Diebstahl) als sinnvolle Ergänzung speziell beim Leasing | , |
Welche Versicherungen du fürs Leasingauto wirklich brauchst
GAP schließt die Lücke zwischen dem Wiederbeschaffungswert (Kaskoerstattung) und der Restforderung des Leasinggebers
Beim Leasingfahrzeug gibt es drei Versicherungsarten, die du kennen solltest: die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflicht, die vom Leasinggeber typischerweise verlangte Vollkasko sowie die GAP-Versicherung als besonders sinnvolle Ergänzung beim Leasing. Wer nur auf den günstigsten Tarif schaut, ohne die vertraglichen Anforderungen zu prüfen, tappt in eine teure Falle.
Die Kfz-Haftpflicht ist Basisschutz und nicht verhandelbar. Sie springt ein, wenn du andere Personen oder fremdes Eigentum im Straßenverkehr schädigst – übernimmt also Sach-, Personen- und Vermögensschäden gegenüber Dritten. Schäden an deinem eigenen Fahrzeug sind damit jedoch nicht gedeckt.
Die Vollkaskoversicherung deckt zusätzlich Schäden am eigenen Fahrzeug ab – egal, ob du selbst den Unfall verursacht hast, das Auto mutwillig beschädigt wurde oder ein Wildunfall stattfand. Sie enthält außerdem den Schutz der Teilkasko, die etwa bei Sturm, Hagel, Diebstahl oder Glasbruch greift. Beim Leasing ist Vollkasko deshalb in der Regel unverzichtbar: Die Teilkasko allein würde selbstverschuldete Schäden nicht abdecken, was für die Leasinggesellschaft als Eigentümerin nicht akzeptabel ist.
Die GAP-Versicherung (Gap = Lücke) schließt eine Deckungslücke, die beim Leasing entstehen kann und oft unterschätzt wird. Dazu mehr im nächsten Abschnitt. Wichtig: Stelle sicher, dass alle drei Ebenen des Schutzes – Haftpflicht, Vollkasko und GAP – in deinem Gesamtpaket abgedeckt sind, bevor du das Fahrzeug übernimmst.
AUF EINEN BLICK
- Bei Totalschaden oder Diebstahl kann sonst eine Restschuld offen bleiben, die du selbst zahlen müsstest
- Manche Leasingverträge enthalten GAP bereits, viele nicht – Vertrag prüfen
- Für Verbraucher mit knappem Budget ein zentraler Schutz vor unerwarteten Nachzahlungen
Was ist die GAP-Versicherung und warum ist sie beim Leasing wichtig?
Junge Fahrer:innen zahlen in der Regel höhere Beiträge wegen ungünstiger Schadenfreiheitsklasse
Stell dir folgende Situation vor: Dein Leasingfahrzeug wird gestohlen oder ist nach einem Unfall ein wirtschaftlicher Totalschaden. Die Vollkaskoversicherung erstattet dir den aktuellen Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs – also den Marktpreis, den ein vergleichbares Gebrauchtfahrzeug zum Zeitpunkt des Schadens hätte. Autos verlieren jedoch in den ersten Jahren deutlich an Wert. Wenn dieser Wiederbeschaffungswert niedriger ist als die noch offene Restforderung des Leasinggebers, klafft eine finanzielle Lücke – und die müsstest du ohne GAP-Versicherung aus eigener Tasche bezahlen.
Genau hier setzt die GAP-Versicherung an: Sie übernimmt die Differenz zwischen der Kaskoerstattung und dem noch ausstehenden Betrag aus dem Leasingvertrag. Gerade in der ersten Hälfte einer Leasinglaufzeit, wenn die monatlichen Raten noch wenig vom Fahrzeugwert getilgt haben und der reale Wertverlust des Autos besonders stark ist, kann diese Lücke mehrere tausend Euro betragen.
Manche Leasingverträge enthalten eine GAP-Deckung bereits – doch das ist nicht selbstverständlich. Bevor du eine separate GAP-Versicherung abschließt, lohnt ein Blick in den Leasingvertrag und die Fahrzeugversicherungsbedingungen. Achte dabei auch darauf, ob die inkludierte GAP-Deckung tatsächlich die gesamte Restforderung abdeckt oder nur einen Teil davon.
Für Verbraucher:innen mit einem knappen monatlichen Budget ist die GAP-Versicherung kein überflüssiger Luxus, sondern ein zentraler Schutz. Ein unerwarteter Totalschaden ohne GAP-Absicherung kann schnell zu einer Schuldenlast führen, die sich über Jahre hinzieht – ein Risiko, das man beim Leasing besonders ernst nehmen sollte.
AUF EINEN BLICK
- Übernahme als Zweitwagen oder Anrechnung von SF-Klassen kann Beiträge senken
- Höhere Selbstbeteiligung senkt die Prämie, erhöht aber dein Risiko im Schadensfall
- Jährliche Fahrleistung, Stellplatz und regionale Typklasse beeinflussen den Beitrag stark
- Kosten sollten von Anfang in die Leasingrate-Kalkulation einbezogen werden
Leasing-Versicherung: Besonderheiten und Kosten
In der Regel darfst du die Versicherung frei wählen, solange die vertraglich geforderten Mindestbedingungen erfüllt sind
Wer jung ist und gerade erst mit dem Autofahren anfängt, zahlt bei der Kfz-Versicherung in der Regel deutlich mehr als erfahrene Fahrer:innen. Der Grund liegt im deutschen Schadenfreiheitsrabatt-System: Wer noch keine oder wenige unfallfreie Jahre vorweisen kann, startet in einer ungünstigen Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) und zahlt entsprechend höhere Prämien. Beim Leasing mit Vollkaskoversicherungspflicht trifft das besonders ins Gewicht, da Vollkasko ohnehin teurer ist als reine Haftpflicht.
Es gibt jedoch legale Wege, die Beiträge zu senken. Eine Möglichkeit ist die Übertragung von Schadenfreiheitsklassen: Wenn ein Familienmitglied ein Fahrzeug als Zweitwagen auf dich ummeldet oder seine SF-Klasse unter bestimmten Umständen überträgt, kannst du von dessen langjähriger Schadenfreiheit profitieren. Ob das im konkreten Fall möglich ist, hängt von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft und der Familienkonstellation ab – ein Anruf oder Vergleich lohnt sich.
Auch die Wahl der Selbstbeteiligung beeinflusst die monatliche Prämie spürbar. Eine höhere Selbstbeteiligung – zum Beispiel 500 oder 1.000 Euro im Schadensfall – senkt den monatlichen Beitrag. Für Verbraucher:innen bedeutet das aber: Im Schadensfall müsste dieser Betrag aus der eigenen Tasche kommen. Wer kein finanzielles Polster hat, sollte die Selbstbeteiligung daher nicht zu hoch wählen. Hier gilt es, ehrlich mit dem eigenen Budget zu sein. Neben der Selbstbeteiligung wirken sich Jahresfahrleistung, Stellplatz (Garage vs. Straße), regionale Typklasse und das Fahrzeugmodell erheblich auf den Beitrag aus – es lohnt sich, diese Parameter beim Vergleich verschiedener Anbieter sorgfältig einzutragen.
AUF EINEN BLICK
- Der Leasinggeber kann Vorgaben zu Deckungsumfang und maximaler Selbstbeteiligung machen
- Beim sogenannten Leasing mit inkludierter Versicherung ist der Schutz an den Anbieter gebunden
- Vertragsklauseln vor Abschluss genau lesen und Anforderungen mit Angeboten abgleichen
Frei wählbar oder vom Leasinggeber vorgegeben?
Leasinggeber verlangen meist einen Sicherungsschein von der Versicherung
Eine häufige Frage beim Leasing lautet: Muss ich die Versicherung beim Händler oder Leasinganbieter selbst abschließen, oder darf ich frei wählen? Die gute Nachricht: In der Regel steht es dir frei, die Versicherung eigenständig zu wählen – solange du die im Leasingvertrag festgelegten Mindestanforderungen erfüllst. Das bedeutet: Du musst den geforderten Deckungsumfang (typischerweise Vollkasko) sicherstellen und ggf. eine maximale Selbstbeteiligung einhalten, die der Leasinggeber vorgibt.
Diese Freiheit ist für Verbraucher ein echter Vorteil: Statt das oft teurere Standardangebot des Autohauses zu nehmen, kann ein unabhängiger Vergleich mehrerer Versicherungsanbieter die monatliche Belastung deutlich senken. Achte dabei immer darauf, die konkreten Anforderungen aus dem Leasingvertrag als Checkliste zu verwenden – nicht jeder günstige Tarif erfüllt alle Bedingungen.
Eine Ausnahme bildet das sogenannte Leasing mit inkludierter Versicherung, das manche Anbieter als Komplettpaket vermarkten. Hier ist der Versicherungsschutz fest an den Leasinganbieter gebunden und kann nicht separat abgeschlossen werden. Solche Pakete klingen auf den ersten Blick komfortabel, sind aber nicht zwangsläufig günstiger. Vergleiche den Gesamtpreis inklusive Versicherungsanteil mit dem Marktpreis einer freien Versicherung, bevor du dich entscheidest. Lies außerdem die Vertragsklauseln sorgfältig: Was genau ist abgedeckt? Welche Selbstbeteiligung gilt? Gibt es eine GAP-Deckung?
AUF EINEN BLICK
- Damit ist der Leasinggeber als Eigentümer im Schadensfall abgesichert
- Schadensabwicklung läuft dann teilweise über den Leasinggeber
- Sicherungsschein rechtzeitig vor Fahrzeugübergabe bei der Versicherung anfordern
Sicherungsschein: Was du beachten musst
Beiträge mehrerer Anbieter vergleichen statt Standardangebot des Händlers nehmen
Neben der richtigen Versicherungsauswahl gibt es eine administrative Pflicht, die viele Leasingnehmer:innen erst kurz vor der Fahrzeugübergabe bemerken: den Sicherungsschein. Leasinggesellschaften verlangen dieses Dokument von deiner Versicherung, weil es sie als Eigentümerin des Fahrzeugs im Schadensfall absichert. Der Sicherungsschein stellt sicher, dass die Versicherungszahlungen im Totalschadens- oder Diebstahlfall direkt an den Leasinggeber gehen – oder zumindest unter dessen Mitwirkung abgewickelt werden.
In der Praxis bedeutet das: Wenn du eine Kaskoversicherung abschließt, informierst du die Versicherung darüber, dass es sich um ein Leasingfahrzeug handelt. Die Versicherung stellt daraufhin einen Sicherungsschein aus, den du an die Leasinggesellschaft weiterleitest. Ohne dieses Dokument kann es im Schadensfall zu Streitigkeiten über die Auszahlung kommen – und manche Leasinggeber blockieren die Fahrzeugübergabe, bis der Sicherungsschein vorliegt.
Der wichtigste praktische Tipp: Fordere den Sicherungsschein rechtzeitig – idealerweise unmittelbar nach Abschluss der Versicherung und einige Tage vor der geplanten Fahrzeugübergabe – bei deiner Versicherung an. Bearbeitungszeiten variieren je nach Anbieter, und eine Verzögerung kann bedeuten, dass du das Fahrzeug nicht wie geplant in Betrieb nehmen kannst. Dieser Schritt kostet wenig Zeit, verhindert aber unnötigen Stress am Übergabetag.
AUF EINEN BLICK
- Schadenfreiheitsklasse übertragen lassen, falls möglich
- Jahresfahrleistung realistisch, aber nicht zu hoch angeben
- Selbstbeteiligung bewusst wählen und Werkstattbindung prüfen
- Zahlweise (jährlich statt monatlich) kann Zuschläge vermeiden
So senkst du deine Versicherungskosten beim Leasing
Nur Haftpflicht abschließen, obwohl der Vertrag Vollkasko fordert
Versicherungskosten beim Leasing sind kein fixes Schicksal – mit den richtigen Schritten lässt sich die finanzielle Belastung spürbar reduzieren. Der erste und wichtigste Schritt: Vergleiche aktiv mehrere Anbieter, anstatt das Standardangebot des Autohauses oder Leasinganbieters ohne Prüfung zu akzeptieren. Die Preisspannen im Markt sind groß, und gerade bei jungen Fahrer:innen mit ungünstiger SF-Klasse kann ein besseres Angebot die monatlichen Kosten deutlich verändern.
Falls möglich, sollte die Übertragung von Schadenfreiheitsklassen geprüft werden. Wenn ein Elternteil eine langjährige schadenfreie Fahrhistorie hat und bereit ist, diese unter bestimmten Voraussetzungen auf dich zu übertragen, kann das die Einstufung und damit den Beitrag verbessern. Die genauen Möglichkeiten hängen von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft ab – fragen kostet nichts.
Die Jahresfahrleistung sollte realistisch, aber nicht übertrieben hoch angegeben werden. Wer im Stadtgebiet wohnt, zur Uni fährt und selten längere Strecken zurücklegt, braucht keine hohe Kilometerleistung anzugeben. Überschreitung der angegebenen Leistung kann allerdings bei Schäden zu Problemen führen – lieber etwas Puffer einplanen, als zu knapp schätzen. Auch die Werkstattbindung lohnt sich zu prüfen: Viele Versicherungen bieten günstigere Tarife, wenn du im Schadensfall eine Vertragswerkstatt nutzt. Solange du damit einverstanden bist, kann das eine einfache Möglichkeit zur Beitragssenkung sein.
AUF EINEN BLICK
- GAP-Deckung übersehen und im Schadensfall auf Restschuld sitzen bleiben
- Versicherungskosten bei der Budgetplanung unterschätzen
- Sicherungsschein vergessen und dadurch Übergabe verzögern
Häufige Fehler bei der Leasing-Versicherung vermeiden
Einer der häufigsten Fehler beim Leasingstart ist der Abschluss einer reinen Kfz-Haftpflicht, obwohl der Vertrag Vollkasko vorschreibt. Das klingt offensichtlich, passiert in der Praxis aber häufiger als man denkt – besonders wenn der Abschluss unter Zeitdruck erfolgt oder die Vertragsdetails nicht sorgfältig gelesen wurden. Die Konsequenzen können gravierend sein: Vertragsbruch, Nachforderungen und im schlimmsten Fall die Kündigung des Leasingvertrags.
Ein weiterer typischer Fehler ist das Übersehen der GAP-Deckung. Wer davon ausgeht, dass Vollkasko „alles abdeckt", und die Lücke zwischen Wiederbeschaffungswert und Restforderung nicht kennt, erlebt im Totalschadens- oder Diebstahlfall eine unangenehme Überraschung. Prüfe deshalb immer explizit, ob dein Vertrag oder deine Versicherungspolice eine GAP-Deckung enthält.
Viele Verbraucher unterschätzen auch die Gesamtkosten der Versicherung beim Budgetieren für ein Leasingauto. Die monatliche Leasingrate ist oft das einzige, was beim ersten Blick auffällt – Versicherung, Kraftstoff, Wartung und eventuelle Mehrkilometerkosten kommen obendrauf. Eine realistische Gesamtkostenkalkulation vor Vertragsschluss hilft, böse Überraschungen zu vermeiden. Und schließlich: Vergiss den Sicherungsschein nicht. Wer ihn erst nach der Übergabe anfordert oder vergisst, riskiert eine verzögerte Fahrzeugübernahme und potenzielle Vertragsprobleme mit dem Leasinggeber.
Fazit: Richtig versichert ins Leasing starten
Versicherung beim Leasing ist kein Thema, das man auf die lange Bank schieben sollte. Kfz-Haftpflicht ist gesetzlich Pflicht, Vollkasko vom Leasinggeber fast immer vorgeschrieben – und die GAP-Versicherung kann im Schadensfall vor erheblichen Nachzahlungen schützen. Für alle, die ein Fahrzeug leasen möchten, lohnt es sich, die Versicherungskosten realistisch in die Gesamtplanung einzubeziehen: Sie sind ein fester Bestandteil der monatlichen Leasingkosten, kein optionales Extra.
Wer aktiv vergleicht, die Schadenfreiheitsklasse optimiert und die Vertragsanforderungen des Leasinggebers genau kennt, kann eine gute Absicherung zu einem vertretbaren Preis finden. Der Sicherungsschein sollte dabei nie vergessen werden – er ist das formale Verbindungsstück zwischen Versicherung und Leasingvertrag und entscheidet im Ernstfall über die reibungslose Schadensabwicklung.
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Häufige Fragen
Beim Leasing ist die Kfz-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben, da Sie als Halter des Fahrzeugs für Schäden Dritter haften müssen. Zusätzlich verlangen die meisten Leasinggesellschaften eine Vollkaskoversicherung mit einem bestimmten Selbstbehalt, um das Fahrzeug gegen Diebstahl und Unfallschäden abzusichern.
Ja, Sie können die Versicherung grundsätzlich frei wählen, solange die Vertragsbedingungen der Leasinggesellschaft erfüllt werden. Diese gibt in der Regel Mindestanforderungen vor, etwa eine Vollkaskoversicherung mit einem maximalen Selbstbehalt, und Sie müssen den Versicherer vor Vertragsabschluss nachweisen.
Ohne die vorgeschriebene Versicherung verstoßen Sie gegen den Leasingvertrag, was zu einer Abmahnung oder sogar zur außerordentlichen Kündigung durch die Leasinggesellschaft führen kann. Zudem haften Sie im Schadensfall vollständig für alle Reparaturkosten und mögliche Wertminderungen, was erhebliche finanzielle Folgen haben kann.
Eine GAP-Versicherung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber sie kann sinnvoll sein, wenn der Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs nach einem Totalschaden unter der noch offenen Leasingforderung liegt. Sie deckt die Differenz zwischen dem tatsächlichen Fahrzeugwert und dem Restbetrag des Leasingvertrags ab, was besonders bei hohen Leasingraten oder langen Laufzeiten relevant ist.
Die Leasing-Versicherung ist für junge Fahrer oft teurer, weil Versicherer das Alter und die Fahrerfahrung als Risikofaktoren einstufen, und junge Fahrer statistisch häufiger Unfälle verursachen. Zudem haben Fahranfänger oft weniger Schadenfreiheitsjahre, was zu höheren Beiträgen führt, unabhängig vom Berufsstatus.
Ein Sicherungsschein ist eine Bescheinigung des Versicherers, die bestätigt, dass für ein Fahrzeug ein Versicherungsschutz besteht, und wird beim Leasing oder bei der Zulassung benötigt. Sie brauchen ihn in der Regel vor Vertragsabschluss oder bei der Anmeldung des Fahrzeugs, um den Nachweis gegenüber der Leasinggesellschaft oder der Zulassungsbehörde zu erbringen.
Ja, Sie können die Versicherung eines Leasingautos auf eine andere Person laufen lassen, sofern Sie als Halter im Fahrzeugbrief eingetragen sind und die Versicherung auf Ihren Namen läuft. Die andere Person kann als Versicherungsnehmer auftreten, aber Sie müssen als Fahrer angegeben werden, und die Leasinggesellschaft muss dies akzeptieren, was in der Regel unproblematisch ist.
Quellen & Stand 09.07.2026
- Bundesfinanzministerium, Rahmen
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