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Ratgeber · Versicherung

Direktversicherung ohne Gesundheits­prüfung: So funktioniert die betriebliche Altersvorsorge

Eine Direktversicherung ohne Gesundheits­prüfung eröffnet dir den Zugang zur betrieblichen Altersvorsorge, auch wenn Vorerkrankungen bestehen. Entscheidend sind dabei die Regeln zur Entgeltumwandlung und die besonderen Bedingungen für den Einschluss einer Berufsunfähigkeits­versicherung.

10 Kapitel · 12 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Bei einer Direktversicherung schließt dein Arbeitgeber eine Renten- oder Kapitallebensversicherung für dich ab.
  • Der Verzicht auf die Gesundheitsprüfung gilt häufig nur für die Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit, nicht für die volle BU-Rente.
  • Im Jahr 2026 kannst du bis zu 8.112 Euro jährlich steuerfrei über die Entgeltumwandlung einzahlen.
  • Ohne Gesundheitsfragen greift oft eine Wartezeit von drei Jahren, bevor der volle Schutz bei Berufsunfähigkeit besteht.

01 · Grundlagen

Was ist eine Direktversicherung ohne Gesundheits­prüfung?

Die Direktversicherung ist der Klassiker der betrieblichen Altersvorsorge. Der Zusatz 'ohne Gesundheitsprüfung' bezieht sich in der Praxis meist auf den Einschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung oder einer Beitragsbefreiung, nicht auf die Rentenversicherung selbst.

Der Kern der Direktversicherung bleibt eine vom Arbeitgeber abgeschlossene Lebens- oder Rentenversicherung. Der Verzicht auf die Gesundheitsprüfung bezieht sich in der Praxis auf Zusatzbausteine wie die Berufsunfähigkeitsversicherung oder die Beitragsbefreiung. Für die reine Altersvorsorge ist eine Gesundheitsprüfung ohnehin nicht üblich.

Für den Einschluss einer Berufsunfähigkeitsabsicherung ohne individuelle Gesundheitsfragen gelten strenge Voraussetzungen. Der Arbeitgeber bestätigt in einer Erklärung, dass du seit mindestens sechs Monaten im Unternehmen beschäftigt und zum Zeitpunkt der Antragstellung voll arbeitsfähig bist. Diese Form der Absicherung ist vor allem für Betriebe ab zehn Mitarbeitern konzipiert.

Der volle Leistungsanspruch aus der Berufsunfähigkeitsversicherung besteht ab einem Berufsunfähigkeitsgrad von 50 Prozent. Das bedeutet, du musst deinen zuletzt ausgeübten Beruf zur Hälfte nicht mehr ausüben können, um die vereinbarte Rente zu erhalten.

Kurz erklärt

Direktversicherung ohne Gesundheits­prüfung

Eine vom Arbeitgeber abgeschlossene Lebens- oder Rentenversicherung, bei der für den Einschluss einer Berufsunfähigkeitsabsicherung oder Beitragsbefreiung keine individuellen Gesundheitsfragen beantwortet werden müssen.

Der Arbeitgeber bestätigt lediglich, dass du seit mindestens sechs Monaten beschäftigt und aktuell voll arbeitsfähig bist.

02 · Schritt für Schritt

So funktioniert die Entgeltumwandlung in der Direktversicherung

Die Entgeltumwandlung ist der häufigste Weg, eine Direktversicherung zu finanzieren. Du wandelst einen Teil deines Bruttogehalts in einen Versicherungsbeitrag um und profitierst sofort von Steuer- und Sozialabgabenvorteilen.

Bei der Entgeltumwandlung verzichtest du auf einen Teil deines Bruttogehalts. Dieser Betrag fließt direkt in die Direktversicherung, bevor Lohnsteuer und Sozialabgaben berechnet werden. Dein zu versteuerndes Einkommen sinkt dadurch sofort.

Der Ablauf ist in der Regel einheitlich geregelt. Du schließt mit deinem Arbeitgeber eine Vereinbarung über die Umwandlung ab, der Arbeitgeber führt die Beiträge an den Versicherer ab und du erhältst im Rentenalter die Leistung. Der Arbeitgeber ist dabei der Versicherungsnehmer, du bist die versicherte Person.

  • Du vereinbarst mit deinem Arbeitgeber den umzuwandelnden Betrag.
  • Der Betrag wird vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben von deinem Bruttogehalt abgezogen.
  • Dein Arbeitgeber überweist die Beiträge an den Versicherer.
  • Im Ruhestand erhältst du die Auszahlung als Rente oder Kapital.
01

Gehaltsumwandlung vereinbaren

Du schließt mit deinem Arbeitgeber eine Vereinbarung über die Entgeltumwandlung ab. Ein Teil deines Bruttogehalts fließt direkt in die Direktversicherung.

02

Beitrag wird vom Bruttogehalt abgezogen

Der umgewandelte Betrag wird vor Abzug von Lohnsteuer und Sozialabgaben von deinem Gehalt abgezogen. Das reduziert dein zu versteuerndes Einkommen.

03

Arbeitgeber führt Beiträge ab

Dein Arbeitgeber überweist die Beiträge an den Versicherer. Er ist der Versicherungsnehmer, du bist die versicherte Person.

04

Auszahlung im Rentenalter

Im Ruhestand erhältst du die Leistung als lebenslange Rente oder einmalige Kapitalauszahlung. Die Auszahlung wird dann nachgelagert besteuert.

03 · Kosten

Gehaltsumwandlung: Diese Beträge sind 2026 steuerfrei

Die staatliche Förderung macht die Direktversicherung attraktiv. Für das Jahr 2026 gelten feste Höchstbeträge, die du steuer- und sozialabgabenfrei in eine Direktversicherung einzahlen kannst.

Der steuerfreie Höchstbetrag liegt bei 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung. Das entspricht im Jahr 2026 einem Betrag von 8.112 Euro.

Für die Sozialabgabenfreiheit gilt ein niedrigerer Rahmen. Hier sind es 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze, also 4.056 Euro im Jahr. Monatlich kannst du demnach bis zu 676 Euro steuerfrei umwandeln.

Zusätzlich können im Jahr 2026 bis zu 1.800 Euro aus versteuertem Einkommen eingezahlt werden, wenn der Arbeitgeber diese Beiträge pauschal besteuert. Diese Möglichkeit erhöht den Spielraum für deine Altersvorsorge über die regulären Höchstbeträge hinaus.

Steuerliche Förderung der Direktversicherung 2026

Steuerfreier Höchstbetrag (8 % der Beitragsbemessungsgrenze)8.112 EUR
Sozialabgabenfreier Höchstbetrag (4 % der Beitragsbemessungsgrenze)4.056 EUR
Monatlicher steuerfreier Betrag338 EUR

04 · Vergleich

Kapitallebensversicherung oder Rentenversicherung: Was passt zu dir?

Eine Direktversicherung kann als klassische Kapitallebensversicherung oder als Rentenversicherung geführt werden. Beide Varianten unterscheiden sich in der Auszahlungsform und der Flexibilität im Alter.

Der wesentliche Unterschied liegt in der Auszahlungsform im Alter. Bei der Kapitallebensversicherung steht dir das angesparte Vermögen als Einmalbetrag zur Verfügung, bei der Rentenversicherung erhältst du eine lebenslange monatliche Rente.

Die Kapitallebensversicherung bietet zum Rentenbeginn mehr Flexibilität, weil du über das Kapital frei verfügen kannst. Die Rentenversicherung sichert dir dagegen ein lebenslanges Einkommen, unabhängig davon, wie alt du wirst. Beide Varianten werden in der Auszahlungsphase mit dem Ertragsanteil besteuert.

  • Kapitallebensversicherung: einmalige Kapitalauszahlung oder Verrentung möglich, hohe Flexibilität.
  • Rentenversicherung: lebenslange monatliche Rente im Vordergrund, geringere Flexibilität.
  • Steuerliche Behandlung: beide Varianten werden mit dem Ertragsanteil besteuert.
Kapitallebensversicherung und Rentenversicherung in der Direktversicherung
KapitallebensversicherungRentenversicherung
Auszahlungs­formEinmalige Kapitalauszahlung oder Verrentung möglichLebenslange monatliche Rente im Vordergrund
Flexibilität zum RentenbeginnFlexible Auszahlungsoptionen zum RentenbeginnFlexible Auszahlungsoptionen zum Rentenbeginn

05 · Was gilt

Berufsunfähigkeits­versicherung in der Direktversicherung ohne Gesundheits­fragen

Der Einschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung in die Direktversicherung ist der häufigste Grund für den Verzicht auf eine Gesundheitsprüfung. Die Bedingungen dafür sind jedoch streng geregelt.

Der Einschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen ist an klare Bedingungen geknüpft. In Betrieben ab zehn Mitarbeitern genügt eine Arbeitgebererklärung, in der bestätigt wird, dass du seit mindestens sechs Monaten beschäftigt und aktuell voll arbeitsfähig bist. Diese Erklärung ersetzt die sonst üblichen Gesundheitsfragen.

Für die Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit gibt es eine weitere Möglichkeit. Bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze können ohne Gesundheitsfragen abgesichert werden, allerdings gilt dann eine Wartezeit von drei Jahren. Tritt die Berufsunfähigkeit durch einen Unfall ein, entfällt diese Wartezeit.

Die volle BU-Rente ohne jede Gesundheitsangabe ist nur über die Arbeitgebererklärung möglich, nicht über die Beitragsbefreiung mit Wartezeit. Prüfe deshalb genau, welche Form der Absicherung dein Arbeitgeber anbietet und welche Leistungen tatsächlich ohne Gesundheitsfragen gelten.

Ohne Gesundheitsfragen möglich

·Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze
·Arbeitgebererklärung bei Betrieben ab 10 Mitarbeitern
·Bestätigung der vollen Arbeitsfähigkeit zum Antragszeitpunkt
·Mindestens sechs Monate Betriebszugehörigkeit

Nicht ohne Gesundheitsfragen möglich

·Volle BU-Rente ohne jede Gesundheitsangabe
·BU-Schutz bei bestehender Arbeitsunfähigkeit
·Erhöhte BU-Rente über die Standardleistung hinaus
·Abschluss bei einem Nebenjob

06 · Im Vertrag

Abstrakte Verweisung: Warum sie in der Direktversicherung wichtig ist

Die abstrakte Verweisung ist eine Klausel in Berufsunfähigkeitsversicherungen. Sie entscheidet, ob der Versicherer dich auf einen anderen Beruf verweisen darf, den du theoretisch noch ausüben könntest.

Die abstrakte Verweisung ist eine Klausel, die über deinen Leistungsanspruch entscheidet. Sie erlaubt dem Versicherer, dich auf einen anderen Beruf zu verweisen, den du gesundheitlich noch ausüben könntest, auch wenn du ihn tatsächlich nicht ausübst. Für dich bedeutet das im Ernstfall, dass du keine Rente erhältst, obwohl du deinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben kannst.

Ein Verzicht auf die abstrakte Verweisung ist daher ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Der Versicherer prüft dann nur, ob du deinen zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kannst. Ein Verweis auf andere Tätigkeiten ist ausgeschlossen.

Der volle Leistungsanspruch besteht ab einem Berufsunfähigkeitsgrad von 50 Prozent im zuletzt ausgeübten Beruf. Achte beim Vertragsabschluss darauf, dass der Verzicht auf abstrakte Verweisung ausdrücklich vereinbart ist.

Verzicht auf abstrakte Verweisung

Abstrakte VerweisungKlauselDer Versicherer darf dich auf einen anderen Beruf verweisen, den du gesundheitlich noch ausüben könntest, auch wenn du ihn tatsächlich nicht ausübst.
Verzicht auf abstrakte VerweisungLeistungsmerkmalDer Versicherer prüft nur, ob du deinen zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kannst. Ein Verweis auf andere Tätigkeiten ist ausgeschlossen.
BerufsunfähigkeitsgradLeistungsvoraussetzungDer volle Leistungsanspruch besteht ab einem Berufsunfähigkeitsgrad von 50 Prozent im zuletzt ausgeübten Beruf.

07 · Was gilt

Staatliche Förderung: Steuervorteile und Sozialabgaben bei der Direktversicherung

Die Direktversicherung wird staatlich gefördert. In der Ansparphase sparst du Steuern und Sozialabgaben, in der Auszahlungsphase fallen Abgaben an, die du kennen solltest.

In der Ansparphase profitierst du von Steuer- und Sozialabgabenvorteilen. Die Einzahlungen sind bis zu den genannten Höchstbeträgen steuerfrei und sozialabgabenfrei. Auch dein Arbeitgeber spart Lohnnebenkosten, wenn er die Direktversicherung finanziert oder bezuschusst.

In der Auszahlungsphase fallen Abgaben an, die du kennen solltest. Die Leistungen aus der Direktversicherung werden im Alter als Einkommen besteuert, in der Regel zu einem günstigeren Steuersatz als im Erwerbsleben. Auf die Betriebsrente musst du zudem Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zahlen.

Die ersten 197,75 Euro monatliche Rente sind frei von Abgaben zur Krankenkasse. Oberhalb dieser Freigrenze werden Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf die Betriebsrente fällig.

Gefördert oder befreit

·Steuerfreie Einzahlung bis 8.112 Euro jährlich (2026)
·Sozialabgabenfreie Einzahlung bis 338 Euro monatlich
·Arbeitgeber spart Lohnnebenkosten bei arbeitgeberfinanzierter Direktversicherung
·Freigrenze von 197,75 Euro monatliche Rente bei der Krankenversicherung

Abgabenpflichtig

·Besteuerung der Auszahlung im Rentenalter
·Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf die Betriebsrente
·Sozialabgaben auf Renten oberhalb der Freigrenze
·Nachgelagerte Besteuerung bei Kapitalauszahlung

08 · Checkliste

Checkliste: So prüfst du eine Direktversicherung ohne Gesundheits­prüfung

Bevor du eine Direktversicherung ohne Gesundheitsprüfung abschließt, solltest du die Vertragsbedingungen genau prüfen. Diese Checkliste hilft dir, die wichtigsten Punkte zu klären.

Nicht jeder Verzicht auf Gesundheitsfragen bedeutet, dass du im Ernstfall auch die volle Leistung erhältst. Die folgenden Punkte helfen dir, die wichtigsten Fragen zu klären.

  • Gilt der Verzicht auf Gesundheitsfragen nur für die Beitragsbefreiung oder auch für die volle BU-Rente?
  • Ist eine abstrakte Verweisung im Vertrag ausgeschlossen?
  • Wie hoch ist die garantierte BU-Rente und ab welchem Berufsunfähigkeitsgrad wird sie gezahlt?
  • Welche Wartezeit gilt für den BU-Schutz ohne Gesundheitsfragen?
  • Ist eine Dienstobliegenheitserklärung des Arbeitgebers oder des Arbeitnehmers erforderlich?
  • Welche Kosten fallen für die Verwaltung der Direktversicherung an?
  • Kann der Vertrag bei einem Arbeitgeberwechsel privat fortgeführt werden?

Wichtige Prüfpunkte vor dem Abschluss

01

Gilt der Verzicht auf Gesundheitsfragen nur für die Beitragsbefreiung oder auch für die volle BU-Rente?

02

Ist eine abstrakte Verweisung im Vertrag ausgeschlossen?

03

Wie hoch ist die garantierte BU-Rente und ab welchem Berufsunfähigkeitsgrad wird sie gezahlt?

04

Welche Wartezeit gilt für den BU-Schutz ohne Gesundheitsfragen?

05

Ist eine Dienstobliegenheitserklärung des Arbeitgebers oder des Arbeitnehmers erforderlich?

06

Welche Kosten fallen für die Verwaltung der Direktversicherung an?

07

Kann der Vertrag bei einem Arbeitgeberwechsel privat fortgeführt werden?

09 · Fehler vermeiden

Typische Fehler bei der Direktversicherung ohne Gesundheits­prüfung

Der Verzicht auf die Gesundheitsprüfung klingt verlockend, birgt aber Fallstricke. Diese Fehler solltest du vermeiden, um keine bösen Überraschungen im Leistungsfall zu erleben.

Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass die volle BU-Rente ohne Gesundheitsfragen abgesichert ist, obwohl nur die Beitragsbefreiung gilt. Im Leistungsfall kann das zu einer erheblichen Versorgungslücke führen.

Ein weiterer Fehler ist das Übersehen der Wartezeit von drei Jahren, in der bei Berufsunfähigkeit durch Krankheit noch kein voller Schutz besteht. Auch die abstrakte Verweisung wird oft nicht beachtet, obwohl sie den Versicherer berechtigt, dich auf andere Berufe zu verweisen.

Vergiss nicht, dass die Betriebsrente im Alter der Kranken- und Pflegeversicherungspflicht unterliegt. Diese Abgaben mindern die tatsächliche Nettoleistung im Ruhestand.

Diese Fehler kosten dich im Ernstfall Geld

·Annahme, dass die volle BU-Rente ohne Gesundheitsfragen abgesichert ist, obwohl nur die Beitragsbefreiung gilt.
·Übersehen der Wartezeit von drei Jahren, in der bei Berufsunfähigkeit durch Krankheit noch kein voller Schutz besteht.
·Nichtbeachtung der abstrakten Verweisung, die den Versicherer berechtigt, dich auf andere Berufe zu verweisen.
·Fehlende Prüfung, ob die Arbeitgebererklärung tatsächlich ohne Gesundheitsfragen ausgestellt werden kann.
·Vergessen, dass die Betriebsrente im Alter der Kranken- und Pflegeversicherungspflicht unterliegt.
·Annahme, dass die Direktversicherung bei jedem Arbeitgeberwechsel automatisch mitgenommen werden kann.

10 · Hintergrund

Gesetzliche Erwerbsminderungs­rente als Alternative zur BU-Absicherung

Wenn eine private Berufsunfähigkeitsversicherung nicht möglich ist, bleibt die gesetzliche Erwerbsminderungsrente als Basisabsicherung. Sie ist jedoch deutlich strenger geregelt als eine private BU-Versicherung.

Die volle Erwerbsminderungsrente wird nur gezahlt, wenn du weniger als 3 Stunden pro Tag arbeiten kannst.

Die teilweise Erwerbsminderungsrente greift bei einer Arbeitsfähigkeit von 3 bis unter 6 Stunden pro Tag. Für den Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente gilt eine allgemeine Wartezeit von 5 Jahren. Das bedeutet, du musst mindestens fünf Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, bevor du Leistungen beantragen kannst.

Im Vergleich zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung, die bereits ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf leistet, sind die Hürden der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente deutlich höher. Die private BU-Versicherung bietet daher in der Regel einen umfassenderen Schutz.

Die gesetzliche volle Erwerbsminderungsrente wird nur gezahlt, wenn du weniger als 3 Stunden pro Tag arbeiten kannst. Die teilweise Erwerbsminderungsrente greift bei einer Arbeitsfähigkeit von 3 bis unter 6 Stunden pro Tag.

Im Vergleich zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung, die bereits ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit im zuletzt ausgeübten Beruf leistet, ist die gesetzliche Erwerbsminderungsrente deutlich restriktiver. Sie prüft die Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, nicht nur in deinem erlernten Beruf.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026