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Ratgeber · Versicherung

Direktversicherung Ratgeber: So funktioniert die betriebliche Altersvorsorge

Die Direktversicherung ist ein Weg der betrieblichen Altersvorsorge, bei dem dein Arbeitgeber den Vertrag abschließt und du über dein Bruttogehalt einzahlst. Dieser Ratgeber erklärt dir, worauf du bei Entgeltumwandlung, Zuschüssen und der späteren Auszahlung achten solltest.

11 Kapitel · 14 Min. Lesezeit · Aktualisiert 12.10.2026

Das Wichtigste

  • Dein Arbeitgeber ist bei der Entgeltumwandlung zu einem Zuschuss von 15 Prozent verpflichtet, wenn er Sozialversicherungsbeiträge spart.
  • Bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze kannst du 2026 steuer- und sozialabgabefrei in eine Direktversicherung einzahlen.
  • In der Auszahlungsphase fallen auf Betriebsrenten Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung an, sofern der Freibetrag überschritten wird.
  • Bei einem Jobwechsel kannst du den Vertrag zum neuen Arbeitgeber mitnehmen, privat fortführen oder beitragsfrei stellen.

01 · Grundlagen

Was ist eine Direktversicherung?

Die Direktversicherung ist einer von fünf Durchführungswegen der betrieblichen Altersversorgung. Sie kombiniert die Vorteile einer Lebensversicherung mit der Förderung durch den Arbeitgeber.

Bei der Direktversicherung schließt dein Arbeitgeber als Versicherungsnehmer eine Lebensversicherung bei einem Versicherer ab. Du bist als Arbeitnehmer die versicherte Person und hast einen direkten Anspruch auf die spätere Leistung. Der Vertrag läuft also nicht über dich, sondern über deinen Arbeitgeber, auch wenn du die Beiträge über dein Gehalt finanzierst.

Die Beiträge können auf drei Arten fließen: Dein Arbeitgeber zahlt sie vollständig, du wandelst einen Teil deines Bruttogehalts um, oder ihr kombiniert beide Wege in einer Mischfinanzierung. Bei der Entgeltumwandlung ist dein Arbeitgeber verpflichtet, einen Zuschuss von 15 Prozent zu leisten, wenn er durch die Umwandlung Sozialversicherungsbeiträge spart.

Für dich bedeutet das: Du profitierst doppelt, weil du direkt aus dem Bruttogehalt steuer- und sozialabgabefrei sparst und dein Arbeitgeber den Beitrag zusätzlich erhöht. Der Vertrag selbst gehört deinem Arbeitgeber, der Leistungsanspruch liegt jedoch direkt bei dir.

Kurz erklärt

Direktversicherung

Eine vom Arbeitgeber abgeschlossene Lebensversicherung zugunsten des Arbeitnehmers. Die Beiträge werden entweder vom Arbeitgeber finanziert, im Rahmen der Entgeltumwandlung vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers einbehalten oder aus einer Mischung beider Varianten geleistet.

Der Vertrag läuft auf den Arbeitgeber als Versicherungsnehmer, der Anspruch auf die Leistung liegt jedoch direkt beim Arbeitnehmer.

02 · Vergleich

Entgeltumwandlung oder Arbeitgeberfinanzierung: Welche Wege gibt es?

Wie das Geld in den Vertrag fließt, bestimmt deine Förderung und deine Rechte. Die drei Modelle unterscheiden sich vor allem bei der Zuschusshöhe und der Unverfallbarkeit.

Die Finanzierungsform bestimmt, wie schnell deine Ansprüche unverfallbar werden und welchen Zuschuss du erhältst. Bei der Entgeltumwandlung zahlst du aus deinem Bruttogehalt und dein Arbeitgeber muss mindestens 15 Prozent der ersparten Sozialversicherungsbeiträge als Zuschuss weitergeben. Deine eigenen Beiträge sind sofort unverfallbar, das heißt, sie gehören dir auch bei einem Jobwechsel.

Bei einer rein arbeitgeberfinanzierten Direktversicherung zahlt dein Arbeitgeber die Beiträge allein. Diese Ansprüche werden erst unverfallbar, wenn du mindestens 21 Jahre alt bist und die Versorgungszusage seit mindestens 3 Jahren besteht. Ein Zuschuss ist hier nicht nötig, weil dein Arbeitgeber bereits die volle Leistung übernimmt.

Die Mischfinanzierung kombiniert beide Wege: Du zahlst einen Anteil über Entgeltumwandlung, dein Arbeitgeber stockt diesen auf. Für deinen Anteil gilt die sofortige Unverfallbarkeit, für den Arbeitgeberanteil die gesetzliche Frist. Unter 50 Prozent Arbeitgeberzuschuss lohnt sich ein Vertrag selten, weil Kosten und spätere Abgaben die Vorteile aufzehren können.

Finanzierungswege der Direktversicherung im Vergleich
EntgeltumwandlungArbeitgeberfinanziertMischfinanzierung
BeitragszahlerDu zahlst aus deinem BruttogehaltDein Arbeitgeber zahlt alleinIhr zahlt beide einen Anteil
ArbeitgeberzuschussPflicht: 15 Prozent der ersparten SozialabgabenVolle Übernahme durch den ArbeitgeberMindestens 15 Prozent der ersparten Sozialabgaben
UnverfallbarkeitSofort unverfallbarUnverfallbar ab 21 Jahren und 3 Jahren ZusageDein Anteil sofort, Arbeitgeberanteil nach Frist

03 · Schritt für Schritt

So läuft die Entgeltumwandlung ab

Die Entgeltumwandlung ist der häufigste Weg in die Direktversicherung. Der Ablauf ist gesetzlich geregelt und beginnt mit deinem Anspruch auf Umwandlung eines Teils deines Gehalts.

Du hast einen gesetzlichen Anspruch darauf, einen Teil deines Bruttogehalts in eine betriebliche Altersvorsorge umzuwandeln. Dein Arbeitgeber muss dir diesen Weg ermöglichen, entscheidet aber über den konkreten Durchführungsweg. Bei der Direktversicherung schließt er den Vertrag bei einem Versicherer ab, oft nach Absprache mit dir.

Danach legst du fest, wie viel deines Bruttogehalts umgewandelt wird. Bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung sind steuer- und sozialabgabefrei. Dein Arbeitgeber muss auf diesen Beitrag einen Zuschuss von mindestens 15 Prozent leisten, wenn er Sozialversicherungsbeiträge spart.

  • Du machst deinen Anspruch auf Entgeltumwandlung gegenüber deinem Arbeitgeber geltend.
  • Dein Arbeitgeber wählt den Durchführungsweg und schließt den Direktversicherungsvertrag ab.
  • Du legst die Höhe deines umgewandelten Bruttogehalts fest.
  • Dein Arbeitgeber führt die Beiträge direkt an den Versicherer ab und zahlt den Pflichtzuschuss.
01

Anspruch geltend machen

Du hast einen gesetzlichen Anspruch auf Entgeltumwandlung. Dein Arbeitgeber muss dir ermöglichen, einen Teil deines Bruttogehalts in eine betriebliche Altersvorsorge einzuzahlen.

02

Durchführungsweg wählen

Dein Arbeitgeber entscheidet über den Durchführungsweg, oft in Absprache mit dir. Bei der Direktversicherung schließt er den Vertrag bei einem Versicherer ab.

03

Beitrag festlegen

Du legst fest, wie viel deines Bruttogehalts umgewandelt wird. Bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung sind steuer- und sozialabgabefrei.

04

Arbeitgeberzuschuss prüfen

Dein Arbeitgeber muss 15 Prozent deines Beitrags zusätzlich einzahlen, wenn er durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge spart.

05

Vertrag läuft

Der Arbeitgeber führt die Beiträge an den Versicherer ab. Du erhältst eine jährliche Mitteilung über den Vertragsstand.

04 · Kosten

Welche Beträge sind steuer- und sozialabgabenfrei?

Die Förderung der Direktversicherung hängt an festen Grenzen. Diese Grenzen bestimmen, wie viel du maximal aus deinem Bruttogehalt umwandeln kannst, ohne sofort Steuern und Sozialabgaben zu zahlen.

Sozialabgabenfrei sind Beiträge bis zu 4 Prozent dieser Grenze, was im Jahr 2026 einem monatlichen Betrag von bis zu 338 Euro entspricht. Steuerfrei sind Beiträge sogar bis zu 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze, also bis zu 676 Euro pro Monat.

Der Unterschied ist wichtig: Für den Teil zwischen 4 und 8 Prozent sparst du Lohnsteuer, aber keine Sozialabgaben. Das reduziert deinen Nettolohn weniger stark, mindert aber auch deine Ansprüche in der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung. Der steuerfreie Höchstbetrag liegt doppelt so hoch wie der sozialabgabenfreie.

Zusätzlich kommt der Arbeitgeberzuschuss von 15 Prozent auf deinen umgewandelten Beitrag. Dieser Zuschuss wird nicht auf die Fördergrenzen angerechnet, sondern erhöht deinen Sparbetrag im Vertrag.

Fördergrenzen der Direktversicherung 2026

Sozialabgabenfrei (4 % der Beitragsbemessungsgrenze)bis zu 338 EUR pro Monat
Steuerfrei (8 % der Beitragsbemessungsgrenze)bis zu 676 EUR pro Monat
Arbeitgeberzuschuss (Pflicht bei Entgeltumwandlung)15 % deines Beitrags

05 · Vergleich

Was passiert bei der Auszahlung?

Die Auszahlung der Direktversicherung ist steuerpflichtig und kann mit Krankenkassenbeiträgen belastet sein. Die Wahl zwischen Rente und Kapitalauszahlung beeinflusst deine Steuerlast erheblich.

Die Auszahlung der Direktversicherung unterliegt der nachgelagerten Besteuerung mit deinem persönlichen Steuersatz. Bei einer lebenslangen Rente verteilt sich die Steuerlast auf viele Jahre, was in der Regel zu einem niedrigeren Steuersatz führt. Bei einer einmaligen Kapitalauszahlung erhöht sich dein zu versteuerndes Einkommen im Auszahlungsjahr stark, was die Steuerlast deutlich nach oben treiben kann.

Du hast bei vielen Verträgen die Wahl zwischen drei Optionen: einer lebenslangen Rente, einer einmaligen Kapitalauszahlung oder einer Mischform. Üblich ist eine teilweise Kapitalauszahlung von 30 Prozent mit anschließender lebenslanger Rente aus dem Restguthaben. Für Neuverträge gilt als frühestes Auszahldatum das 62. Lebensjahr.

Vorzeitige Auszahlungen sind nahezu nie möglich, auch nicht bei Jobwechsel oder Arbeitgeberinsolvenz. Wo sie ausnahmsweise zulässig sind, fallen Steuern sowie Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an.

Auszahlungsoptionen der Direktversicherung
Lebenslange RenteEinmalige Kapitalauszahlung
Steuerliche BelastungVerteilt auf viele Jahre, meist niedrigerer SteuersatzErhöht das Einkommen im Auszahlungsjahr stark
KrankenkassenbeiträgeFreibetrag gilt monatlich, Rest ist beitragspflichtigWird auf 120 Monate verteilt, dann beitragspflichtig
FlexibilitätFeste monatliche Zahlung bis LebensendeGesamtes Kapital sofort verfügbar
Frühester BeginnAb dem 62. LebensjahrAb dem 62. Lebensjahr

06 · Was gilt

Krankenversicherungs­beiträge auf die Betriebsrente

Auf deine spätere Betriebsrente aus der Direktversicherung fallen Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung an. Ein Freibetrag reduziert die Belastung.

In der gesetzlichen Krankenversicherung gilt für Betriebsrenten ein Freibetrag von 197,75 Euro pro Monat. Nur der Teil deiner Betriebsrente, der diesen Freibetrag übersteigt, ist voll beitragspflichtig. Darauf zahlst du den allgemeinen Beitragssatz plus den kassenindividuellen Zusatzbeitrag.

Für die Pflegeversicherung gibt es keinen Freibetrag. Der Pflegeversicherungsbeitrag fällt auf die gesamte Betriebsrente an. Freiwillig gesetzlich Versicherte zahlen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf die gesamte Betriebsrente, ohne den Freibetrag nutzen zu können.

Privat Krankenversicherte zahlen keine Beiträge auf ihre Betriebsrente. Betriebsrenten aus Netto-Beiträgen, also aus bereits versteuertem Einkommen, sind in der Regel ebenfalls beitragsfrei. Der Freibetrag von 197,75 Euro gilt nur für Pflichtversicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Beitragspflichtig

·Der Teil der Betriebsrente, der den Freibetrag von 197,75 EUR pro Monat übersteigt
·Der gesamte Pflegeversicherungsbeitrag auf die Betriebsrente
·Die gesamte Betriebsrente bei freiwillig gesetzlich Versicherten

Beitragsfrei

·Der Teil der Betriebsrente bis zum Freibetrag von 197,75 EUR pro Monat
·Betriebsrenten aus Netto-Beiträgen
·Betriebsrenten für privat Krankenversicherte

07 · Was gilt

Direktversicherung und Jobwechsel: Was gilt?

Ein Arbeitgeberwechsel beendet deine Direktversicherung nicht. Deine Ansprüche bleiben erhalten, du hast jedoch mehrere Optionen für den Umgang mit dem Vertrag.

Deine Ansprüche aus eigenen Beiträgen sind sofort unverfallbar und bleiben dir erhalten. Du hast mehrere Optionen, wie du mit dem Vertrag umgehst.

Du kannst das angesparte Kapital auf den neuen Arbeitgeber übertragen, wenn dieser eine betriebliche Altersvorsorge anbietet. Die Übertragung ist bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze möglich. Alternativ führst du den Vertrag privat mit eigenen Beiträgen fort oder stellst ihn beitragsfrei.

Einen Anspruch auf denselben Durchführungsweg oder denselben Anbieter beim neuen Arbeitgeber hast du nicht. Neuverträge lösen erneut Abschlusskosten aus und können schlechtere Konditionen haben als dein Altvertrag. Eine vorzeitige Auszahlung des Kapitals bei Jobwechsel ist nicht möglich.

Möglich

·Übertragung des Kapitals auf den neuen Arbeitgeber bis zur Beitragsbemessungsgrenze
·Private Fortführung des Vertrags mit eigenen Beiträgen
·Beitragsfreistellung des Vertrags
·Sofortige Unverfallbarkeit deiner eigenen Beiträge

Nicht möglich

·Vorzeitige Auszahlung des Kapitals bei Jobwechsel
·Anspruch auf denselben Durchführungsweg beim neuen Arbeitgeber
·Anspruch auf denselben Anbieter beim neuen Arbeitgeber

08 · Im Vertrag

Hinterbliebenenschutz in der Direktversicherung

Der Schutz deiner Angehörigen ist in der Direktversicherung nicht automatisch umfassend. Du kannst ihn über Zusatzbausteine erweitern, solltest aber die Kosten prüfen.

Eine Rentengarantiezeit von bis zu 25 Jahren stellt sicher, dass deine Hinterbliebenen die Rente für einen festgelegten Zeitraum weiter erhalten, falls du früh verstirbst.

Ein erweiterter Hinterbliebenenschutz kann über eine Risiko-Zusatzversicherung eingeschlossen werden. Diese zahlt eine Todesfallsumme an deine Hinterbliebenen. Eine Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit sorgt dafür, dass die Versicherung deine Beiträge übernimmt, wenn du berufsunfähig wirst.

Beachte: Wird eine Berufsunfähigkeits- oder Todesfallabsicherung in den bAV-Vertrag eingebunden, erschwert das die Übertragbarkeit bei einem Jobwechsel. Trenne Risikoabsicherung und Vermögensaufbau, damit du flexibel bleibst.

Wichtige Klauseln zum Hinterbliebenenschutz

RentengarantiezeitStandardEine Rentengarantiezeit von bis zu 25 Jahren stellt sicher, dass deine Hinterbliebenen die Rente für einen festgelegten Zeitraum weiter erhalten, falls du früh verstirbst.
Risiko-ZusatzversicherungOptionalEin erweiterter Hinterbliebenenschutz kann über eine Risiko-Zusatzversicherung eingeschlossen werden. Diese zahlt eine Todesfallsumme an deine Hinterbliebenen.
Beitragsbefreiung bei BerufsunfähigkeitOptionalWirst du berufsunfähig, übernimmt die Versicherung die Beiträge. So bleibt dein Vertrag bestehen, auch wenn du nicht mehr einzahlen kannst.

09 · Hintergrund

Nachgelagerte Besteuerung: So funktioniert sie

Die Direktversicherung folgt dem Prinzip der nachgelagerten Besteuerung. Du zahlst in der Ansparphase keine Steuern auf die Beiträge, dafür wird die spätere Leistung besteuert.

Bei Neuverträgen ab 2005 sind die Beiträge zur Direktversicherung in der Ansparphase steuerfrei. Du wandelst dein Bruttogehalt um, bevor Lohnsteuer und Sozialabgaben berechnet werden. Das reduziert dein zu versteuerndes Einkommen im Berufsleben und damit deine aktuelle Steuerlast.

Die Besteuerung erfolgt erst in der Auszahlungsphase. Deine Betriebsrente wird dann mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert. Da dein Einkommen im Alter meist niedriger ist als im Berufsleben, fällt die Steuerlast in der Regel geringer aus.

Bei einer lebenslangen Rente verteilt sich die Steuer auf viele Jahre. Bei einer einmaligen Kapitalauszahlung erhöht sich dein zu versteuerndes Einkommen im Auszahlungsjahr stark, was zu einer überdurchschnittlich hohen Steuerlast führen kann. Die nachgelagerte Besteuerung ist der zentrale Mechanismus der Direktversicherung.

Bei Neuverträgen ab 2005 sind die Beiträge zur Direktversicherung in der Ansparphase steuerfrei. Du wandelst dein Bruttogehalt um, bevor Lohnsteuer und Sozialabgaben berechnet werden.

Die Besteuerung erfolgt erst in der Auszahlungsphase. Deine Betriebsrente wird dann mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert. Da dein Einkommen im Alter meist niedriger ist als im Berufsleben, fällt die Steuerlast in der Regel geringer aus.

Bei einer lebenslangen Rente verteilt sich die Steuer auf viele Jahre. Bei einer einmaligen Kapitalauszahlung erhöht sich dein zu versteuerndes Einkommen im Auszahlungsjahr stark, was zu einer höheren Steuerlast führen kann.

Altverträge, die vor 2005 abgeschlossen wurden, folgen anderen Regeln. Dort wurden die Beiträge pauschal mit 20 Prozent besteuert, die spätere Auszahlung ist dafür steuerfrei oder unterliegt der Ertragsanteilsbesteuerung.

10 · Fehler vermeiden

Typische Fehler bei der Direktversicherung

Viele Arbeitnehmer schließen eine Direktversicherung ab, ohne die langfristigen Kosten und Belastungen zu kennen. Diese Fehler kannst du vermeiden.

Ein häufiger Fehler ist, den Vertrag ohne Prüfung der Kosten abzuschließen. Verlange eine vollständige Aufstellung aller Abschluss-, Verwaltungs- und Produktkosten, bevor du unterschreibst.

Ein weiterer Fehler ist, Zusatzversicherungen wie Berufsunfähigkeits- oder Todesfallschutz in den bAV-Vertrag zu integrieren. Das erschwert die Übertragbarkeit bei einem Jobwechsel und macht Kostentransparenz sowie Preis-Leistungs-Vergleiche kaum möglich. Trenne Risikoabsicherung und Vermögensaufbau.

Viele schauen nur auf die Steuerersparnis in der Ansparphase. Die spätere Beitragspflicht in der Krankenversicherung und die nachgelagerte Besteuerung reduzieren die Nettorente jedoch erheblich. Unter 50 Prozent Arbeitgeberzuschuss lohnt sich ein Vertrag selten.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

·Vertrag ohne Prüfung der Kosten abschließen: Verlange eine vollständige Aufstellung aller Abschluss-, Verwaltungs- und Produktkosten.
·Zusatzversicherungen in den Vertrag integrieren: Eine Berufsunfähigkeits- oder Todesfallabsicherung im bAV-Vertrag erschwert die Übertragbarkeit bei Jobwechsel.
·Arbeitgeberzuschuss nicht verhandeln: Prüfe, ob dein Arbeitgeber mehr als die gesetzlichen 15 Prozent zahlen kann.
·Nur auf die Steuerersparnis schauen: Die spätere Beitragspflicht in der Krankenversicherung und die nachgelagerte Besteuerung reduzieren die Nettorente.
·Vertrag nach Jobwechsel vergessen: Prüfe aktiv, ob du den Vertrag übertragen, privat fortführen oder beitragsfrei stellen willst.

11 · Checkliste

Checkliste: Worauf du vor dem Abschluss achten solltest

Bevor du eine Direktversicherung abschließt, solltest du die wichtigsten Punkte klären. Diese Checkliste hilft dir, den Vertrag zu bewerten.

Die Höhe des Arbeitgeberzuschusses ist ein zentraler Faktor: Mindestens 15 Prozent sind gesetzlich vorgeschrieben, besser ist ein höherer Zuschuss. Verhandle aktiv mit deinem Arbeitgeber.

Prüfe die Kosten des Vertrags vollständig: Abschlusskosten, Verwaltungskosten und Fondskosten. Frage nach dem Anlagekonzept und dem Garantieniveau. Kläre, welche Auszahlungsoptionen der Vertrag bietet und wie lange die Rentengarantiezeit läuft.

  • Höhe des Arbeitgeberzuschusses: Mindestens 15 Prozent, besser mehr.
  • Kosten des Vertrags: Abschlusskosten, Verwaltungskosten, Fondskosten.
  • Anlagekonzept: Wie wird dein Geld angelegt, welches Garantieniveau gilt?
  • Auszahlungsoptionen: Sind Rente, Kapitalauszahlung oder Mischform möglich?
  • Rentengarantiezeit: Wie lange erhalten deine Hinterbliebenen die Rente?
  • Flexibilität bei Jobwechsel: Ist eine Übertragung oder private Fortführung möglich?
  • Steuerliche Auswirkungen: Wie hoch ist deine voraussichtliche Steuerlast in der Rente?
  • Krankenkassenbeiträge: Wie hoch ist die Belastung im Alter?

Prüfpunkte für deine Direktversicherung

01

Höhe des Arbeitgeberzuschusses: Mindestens 15 Prozent, besser mehr

02

Kosten des Vertrags: Abschlusskosten, Verwaltungskosten, Fondskosten

03

Anlagekonzept: Wie wird dein Geld angelegt, welches Garantieniveau gilt?

04

Auszahlungsoptionen: Sind Rente, Kapitalauszahlung oder Mischform möglich?

05

Rentengarantiezeit: Wie lange erhalten deine Hinterbliebenen die Rente?

06

Flexibilität bei Jobwechsel: Ist eine Übertragung oder private Fortführung möglich?

07

Steuerliche Auswirkungen: Wie hoch ist deine voraussichtliche Steuerlast in der Rente?

08

Krankenkassenbeiträge: Wie hoch ist die Belastung durch den Freibetrag und den Zusatzbeitrag?

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 12.10.2026