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Betriebliche Altersvorsorge im Alter: So nutzt du die Zusatzrente vom Chef

Die betriebliche Altersvorsorge im Alter ist eine Zusatzrente, die du über deinen Arbeitgeber aufbaust. Sie lohnt sich besonders, wenn dein Chef einen Zuschuss zahlt und du die Steuer- und Sozialabgabenvorteile mitnimmst.

10 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 12.10.2026

Das Wichtigste

  • Seit 2022 muss dein Arbeitgeber bei der Entgeltumwandlung 15 Prozent Zuschuss auf deine Beiträge zahlen.
  • Für monatliche Beiträge bis 338 Euro fallen keine Sozialabgaben an, für Beiträge bis 676 Euro keine Steuern.
  • Betriebsrenten bis 197,75 Euro im Monat bleiben für gesetzlich Krankenversicherte ohne Krankenkassenbeitrag.
  • Mehr als die Hälfte aller regulär Beschäftigten in Deutschland hat bereits Ansprüche auf eine Betriebsrente.

01 · Grundlagen

Was ist betriebliche Altersvorsorge im Alter?

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist der Aufbau einer Zusatzrente über den Arbeitgeber. Du kannst dafür einen Teil deines Bruttogehalts verwenden oder dein Chef finanziert die Versorgung ganz oder teilweise.

Die betriebliche Altersvorsorge ist neben der gesetzlichen Rente und der privaten Vorsorge die dritte Säule deiner Alterssicherung. Ende 2023 hatten laut Alterssicherungsbericht 2024 der Bundesregierung gut 18 Millionen Angestellte Ansprüche auf eine bAV-Rente. Das ist mehr als die Hälfte aller regulär Beschäftigten in Deutschland.

In größeren Unternehmen sind betriebliche Vorsorgekonzepte deutlich weiter verbreitet als in kleinen Firmen. Wenn dein Arbeitgeber eine bAV anbietet, solltest du prüfen, welche Form er gewählt hat und ob du davon profitieren kannst.

Mehr als 30 Millionen Angestellte verlassen sich bei ihrer Rente auf die gesetzliche Rentenversicherung. Da die Rentenhöhe in den kommenden Jahren weiter schrumpfen wird, gewinnt die zusätzliche Vorsorge über den Betrieb an Bedeutung.

Kurz erklärt

Betriebliche Altersvorsorge

Aufbau einer Zusatzrente über den Arbeitgeber, entweder durch arbeitgeberfinanzierte Versorgung oder durch Entgeltumwandlung aus dem Bruttogehalt.

Die bAV ist neben der gesetzlichen Rente und der privaten Vorsorge die dritte Säule der Alterssicherung.

02 · Vergleich

Entgeltumwandlung oder arbeitgeberfinanzierte bAV: Was passt zu dir?

Bei der Entgeltumwandlung zahlst du aus deinem Bruttogehalt in einen Vertrag ein. Bei der arbeitgeberfinanzierten Variante übernimmt dein Chef die Beiträge allein, was für dich immer vorteilhaft ist.

Zahlt dein Arbeitgeber die Beiträge vollständig, ist die Entscheidung einfach: Du nimmst die Zusatzrente mit, denn sie kostet dich nichts und verbessert deine Altersversorgung. Anders sieht es bei der Entgeltumwandlung aus, bei der du selbst aus deinem Bruttogehalt einzahlst.

Seit 2002 hast du einen gesetzlichen Anspruch darauf, Teile deines Bruttolohns in einen bAV-Vertrag einzuzahlen. Dein Arbeitgeber muss auf Nachfrage einen solchen Vertrag anbieten. Seit 2022 muss er bei der Entgeltumwandlung mindestens 15 Prozent Zuschuss auf deine Beiträge zahlen, wenn er dadurch Sozialabgaben spart.

Für die Ansparphase gilt: Beiträge bis 676 Euro monatlich sind steuerfrei, Beiträge bis 338 Euro monatlich sind sozialabgabenfrei. Diese Grenzen machen die Entgeltumwandlung besonders für Gutverdiener interessant, die von der Steuerersparnis stark profitieren.

Die arbeitgeberfinanzierte bAV hat für dich keine steuerlichen Nachteile in der Ansparphase. Du musst nichts tun, außer das Angebot anzunehmen. Bei der Entgeltumwandlung musst du dagegen selbst aktiv werden und den Vertrag bei deinem Arbeitgeber anfragen.

Die zwei Grundformen der betrieblichen Altersvorsorge
EntgeltumwandlungArbeitgeberfinanzierte bAV
Wer zahlt die Beiträge?Du zahlst aus deinem Bruttogehalt, der Arbeitgeber gibt 15 Prozent ZuschussDein Arbeitgeber zahlt die Beiträge vollständig
Steuerliche WirkungBeiträge bis 676 Euro monatlich sind steuerfrei
SozialabgabenBeiträge bis 338 Euro monatlich sind sozialabgabenfrei
Dein AufwandDu musst den Vertrag aktiv beim Arbeitgeber anfragenDu musst nichts tun, nur annehmen

03 · Schritt für Schritt

So funktioniert die Entgeltumwandlung in der Praxis

Die Entgeltumwandlung folgt einem klaren Ablauf. Du verzichtest auf einen Teil deines Bruttogehalts und dein Arbeitgeber leitet diesen Betrag in einen Vorsorgevertrag.

Der erste Schritt ist die Mitteilung an deinen Arbeitgeber oder die Personalabteilung, dass du eine Entgeltumwandlung abschließen möchtest. Dein Arbeitgeber nennt dir dann den angebotenen Durchführungsweg, zum Beispiel eine Direktversicherung oder eine Pensionskasse.

Anschließend legst du fest, wie viel Bruttogehalt du monatlich umwandeln willst. Dein Arbeitgeber muss seit 2022 mindestens 15 Prozent Zuschuss zahlen, wenn er durch die Entgeltumwandlung Sozialabgaben spart. In Tarifverträgen können abweichende Regelungen getroffen werden.

Der Arbeitgeber schließt den Vertrag ab, und deine Beiträge fließen direkt aus dem Bruttogehalt in den Vorsorgevertrag. Im Alter erhältst du dann eine monatliche Rente aus dem angesparten Kapital, die du versteuern musst.

Seit 2020 zahlen Betriebsrentner auf die ersten 197,75 Euro monatlicher Rente keine Krankenkassenbeiträge. Diese Abgaben werden erst fällig, wenn deine Betriebsrente darüber liegt.

01

Anspruch geltend machen

Du teilst deinem Arbeitgeber oder der Personalabteilung mit, dass du eine Entgeltumwandlung abschließen möchtest.

02

Durchführungsweg wählen

Dein Arbeitgeber nennt dir den angebotenen Durchführungsweg, zum Beispiel Direktversicherung oder Pensionskasse.

03

Beitrag festlegen

Du bestimmst, wie viel Bruttogehalt du monatlich umwandeln willst. Dein Arbeitgeber muss seit 2022 mindestens 15 Prozent Zuschuss zahlen.

04

Vertrag abschließen

Der Arbeitgeber schließt den Vertrag ab. Deine Beiträge fließen direkt aus dem Bruttogehalt in den Vorsorgevertrag.

05

Rente im Alter erhalten

Im Rentenalter erhältst du die Betriebsrente. Sie muss versteuert werden, Krankenkassenbeiträge fallen erst ab 197,75 Euro monatlich an.

04 · Was gilt

Die fünf Durchführungs­wege der betrieblichen Alters­versorgung

Arbeitgeber können die betriebliche Altersversorgung über fünf verschiedene Wege umsetzen. Die Unterschiede liegen in der Art der Anlage und der Haftung.

Die Unterschiede liegen in der Art der Anlage, der Haftung und der steuerlichen Behandlung.

Zu den versicherungsförmigen Wegen gehören die Direktversicherung, bei der dein Arbeitgeber eine Lebensversicherung auf dein Leben abschließt, sowie die Pensionskasse, bei der eine rechtlich selbstständige Einrichtung die Beiträge verwaltet. Der Pensionsfonds legt die Beiträge überwiegend am Kapitalmarkt an.

Bei den nicht versicherungsförmigen Wegen zahlt der Arbeitgeber in eine Unterstützungskasse ein, wobei die Leistung nicht garantiert ist. Bei der Direktzusage verspricht der Arbeitgeber die Rente direkt und bildet dafür Rückstellungen in seinem Unternehmen.

Welcher Durchführungsweg für dich gilt, entscheidet dein Arbeitgeber. Du kannst ihn nicht frei wählen, solltest aber die Kosten und die Sicherheit des angebotenen Wegs kennen, bevor du dich für eine Entgeltumwandlung entscheidest.

Versicherungsförmige Wege

·Direktversicherung: Der Arbeitgeber schließt eine Lebensversicherung auf dein Leben ab
·Pensionskasse: Eine rechtlich selbstständige Einrichtung verwaltet die Beiträge
·Pensionsfonds: Ein Fonds legt die Beiträge überwiegend am Kapitalmarkt an

Nicht versicherungsförmige Wege

·Unterstützungskasse: Der Arbeitgeber zahlt in eine eigene Kasse ein, die Leistung ist nicht garantiert
·Direktzusage: Der Arbeitgeber verspricht die Rente direkt und bildet Rückstellungen

05 · Kosten

Was kostet dich die betriebliche Altersvorsorge im Alter?

Die Kosten hängen davon ab, wie viel du einzahlst und welche Abgaben später auf deine Betriebsrente fällig werden. Die Freibeträge senken deine Belastung deutlich.

In der Ansparphase sind Beiträge bis 338 Euro monatlich sozialabgabenfrei und Beiträge bis 676 Euro monatlich steuerfrei.

Im Rentenalter gilt für gesetzlich krankenversicherte Rentner ein Freibetrag von 197,75 Euro monatlich. Nur der Teil deiner Betriebsrente, der diesen Freibetrag übersteigt, unterliegt dem vollen Krankenkassenbeitrag. Hinzu kommt der Beitrag zur Pflegeversicherung.

Beiträge oberhalb der Freibeträge sind sozialabgaben- und steuerpflichtig. Das bedeutet: Je höher deine Betriebsrente ausfällt, desto mehr Abgaben zahlst du im Alter. Diese Belastung solltest du bei deiner Renditeberechnung berücksichtigen.

Die Freibeträge senken deine Belastung deutlich, wenn deine Betriebsrente klein oder durchschnittlich ausfällt. Bei hohen Betriebsrenten steigt die Abgabenlast dagegen spürbar an.

Abgaben und Freibeträge 2026

Sozialabgabenfrei in der Ansparphase338 EUR
Steuerfrei in der Ansparphase676 EUR
Krankenkassenbeitragsfrei im Rentenalter197,75 EUR

06 · Im Vertrag

Wichtige Fachbegriffe zur betrieblichen Altersvorsorge

Diese Begriffe begegnen dir in Verträgen und Beratungsgesprächen. Sie zu kennen hilft dir, die Angebote deines Arbeitgebers richtig einzuordnen.

In Verträgen und Beratungsgesprächen begegnen dir Begriffe, die du für deine Entscheidung einordnen solltest. Die Entgeltumwandlung bezeichnet den Verzicht auf einen Teil deines Bruttogehalts zugunsten eines bAV-Beitrags.

Der Arbeitgeberzuschuss ist die Pflicht deines Arbeitgebers, bei der Entgeltumwandlung mindestens 15 Prozent deiner Beiträge zusätzlich zu zahlen, wenn er dadurch Sozialabgaben spart. Der Freibetrag im Rentenalter liegt bei 197,75 Euro monatlich und betrifft die Krankenkassenbeiträge auf deine Betriebsrente.

Die Pensionskasse ist ein Durchführungsweg, bei dem eine rechtlich selbstständige Einrichtung die Beiträge verwaltet und später die Rente auszahlt. Die Ansparphase ist der Zeitraum, in dem du Beiträge in den Vertrag einzahlst, bevor die Rentenphase beginnt.

Diese Begriffe helfen dir, Angebote deines Arbeitgebers zu vergleichen und die langfristigen Folgen abzuschätzen. Achte besonders auf den Arbeitgeberzuschuss und den Freibetrag, denn sie bestimmen maßgeblich, wie vorteilhaft deine bAV ist.

Glossar der betrieblichen Altersvorsorge

EntgeltumwandlungAnsparphaseDu wandelst einen Teil deines Bruttogehalts in einen Beitrag zur bAV um. Dein Arbeitgeber muss seit 2022 mindestens 15 Prozent Zuschuss zahlen.
ArbeitgeberzuschussPflichtDer Arbeitgeber muss bei der Entgeltumwandlung 15 Prozent deiner Beiträge zusätzlich zahlen, wenn er dadurch Sozialabgaben spart.
FreibetragRentenalterBetriebsrenten bis 197,75 Euro monatlich bleiben für gesetzlich Krankenversicherte ohne Krankenkassenbeitrag.
PensionskasseDurchführungswegEine rechtlich selbstständige Einrichtung, die die Beiträge verwaltet und im Alter eine Rente auszahlt.
DirektversicherungDurchführungswegDer Arbeitgeber schließt eine Lebensversicherung auf dein Leben ab. Du bist versicherte Person.
PensionsfondsDurchführungswegEin Fonds legt die Beiträge überwiegend am Kapitalmarkt an. Die Rendite ist nicht garantiert.
UnterstützungskasseDurchführungswegDer Arbeitgeber zahlt in eine eigene Kasse ein. Die spätere Leistung ist nicht garantiert.

07 · Checkliste

Checkliste: Wann sich die betriebliche Altersvorsorge für dich lohnt

Die bAV ist nicht in jeder Lebenslage die beste Wahl. Prüfe anhand dieser Punkte, ob sie zu deiner Situation passt.

Wenn dein Arbeitgeber die bAV vollständig finanziert oder mehr als den Pflichtzuschuss von 15 Prozent zahlt, spricht fast alles dafür, das Angebot anzunehmen.

Für Gutverdiener ist die Entgeltumwandlung besonders attraktiv, weil sie stark von der Steuer- und Sozialabgabenersparnis profitieren. Auch wer im Alter eine geringe gesetzliche Rente erwartet, kann von der Freibetragsregelung profitieren, denn seit 2018 können Sparer mindestens 100 und maximal 200 Euro ihrer Betriebsrente behalten, ohne dass diese auf die Grundsicherung angerechnet wird.

  • Dein Arbeitgeber finanziert die bAV vollständig oder zahlt mehr als den Pflichtzuschuss von 15 Prozent.
  • Du verdienst gut und profitierst stark von der Steuer- und Sozialabgabenersparnis.
  • Du erwartest im Alter eine geringe gesetzliche Rente und kannst von der Freibetragsregelung profitieren.
  • Du bleibst voraussichtlich lange bei deinem Arbeitgeber.
  • Du hast keinen anderen Vorsorgevertrag mit vergleichbaren Vorteilen.

Wenn mehrere dieser Punkte auf dich zutreffen, ist die bAV in der Regel eine sinnvolle Ergänzung deiner Altersvorsorge. Bei häufigem Jobwechsel oder sehr geringem Einkommen solltest du dagegen genauer rechnen.

Das spricht für die bAV

01

Dein Arbeitgeber finanziert die bAV vollständig oder zahlt mehr als den Pflichtzuschuss von 15 Prozent

02

Du verdienst gut und profitierst stark von der Steuer- und Sozialabgabenersparnis

03

Du erwartest im Alter eine geringe gesetzliche Rente und kannst von der Freibetragsregelung profitieren

04

Du bleibst voraussichtlich lange bei deinem Arbeitgeber

05

Du hast keinen anderen Vorsorgevertrag mit vergleichbaren Vorteilen

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler bei der betrieblichen Altersvorsorge im Alter

Diese Fehler können deine Zusatzrente schmälern oder die Vorteile zunichtemachen. Achte besonders auf die Punkte, wenn du einen Vertrag abschließt oder wechselst.

Ein häufiger Fehler ist, einen bAV-Vertrag abzuschließen, ohne den Arbeitgeberzuschuss von 15 Prozent einzufordern. Seit 2022 muss dein Arbeitgeber diesen Zuschuss auch bei bereits bestehenden Verträgen zahlen, wenn er Sozialabgaben spart.

Bei häufigem Jobwechsel solltest du nicht blind einen neuen Vertrag abschließen, ohne die Übernahme des alten zu klären. Es ist nicht gesagt, dass dein neuer Arbeitgeber den bestehenden bAV-Vertrag übernimmt, und zusätzliche Hürden können die Vorsorge erschweren.

Viele unterschätzen die spätere Versteuerung der Betriebsrente und die Krankenkassenbeiträge auf Betriebsrenten oberhalb von 197,75 Euro. Diese Abgaben schmälern deine Nettorente im Alter und sollten in jede Renditeberechnung einfließen.

Ein Vertrag ohne Blick auf die Kosten des Durchführungswegs kann teuer werden. Informiere dich vor dem Abschluss, welche Gebühren und Verwaltungskosten auf dich zukommen und wie sie deine spätere Rente beeinflussen.

Das solltest du vermeiden

·Einen bAV-Vertrag abschließen, ohne beim Arbeitgeber nachzufragen, ob mehr als der Pflichtzuschuss von 15 Prozent drin ist
·Bei häufigem Jobwechsel blind einen neuen Vertrag abschließen, ohne die Übernahme des alten zu klären
·Die spätere Versteuerung der Betriebsrente bei der Renditeberechnung ignorieren
·Die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf den Teil der Betriebsrente über 197,75 Euro monatlich unterschätzen, denn dort fällt der volle Beitrag inklusive Arbeitgeberanteil an

09 · Hintergrund

Betriebsrente und Krankenversicherung: Das gilt im Alter

Auf deine Betriebsrente zahlst du im Alter unter Umständen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge. Ein Freibetrag entlastet dich bei kleinen Betriebsrenten.

Gesetzlich krankenversicherte Rentner zahlen auf ihre Betriebsrente den vollen Beitrag zur Krankenversicherung nur für den Teil, der den Freibetrag von monatlich 197,75 Euro übersteigt. Liegt deine Betriebsrente unter diesem Betrag, bleibt sie komplett beitragsfrei.

Für Betriebsrenten oberhalb des Freibetrags wird der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung fällig. Hinzu kommt der Beitrag zur Pflegeversicherung. Diese Abgaben solltest du bei deiner Planung berücksichtigen, denn sie reduzieren deine Nettorente im Alter.

Der Freibetrag gilt für die Summe aller Betriebsrenten. Beziehst du mehrere Betriebsrenten, werden sie zusammengerechnet, und der Freibetrag wird nur einmal gewährt. Das kann bei mehreren kleinen Verträgen zu einer höheren Abgabenlast führen, als du vielleicht erwartest.

Seit 2020 gilt diese Freibetragsregelung und entlastet Betriebsrentner mit kleinen und mittleren Renten spürbar. Vorher mussten gesetzlich Krankenversicherte auf die gesamte Betriebsrente Beiträge zahlen.

Gesetzlich krankenversicherte Rentner zahlen auf ihre Betriebsrente den vollen Beitrag zur Krankenversicherung nur für den Teil, der den Freibetrag von monatlich 197,75 Euro übersteigt. Liegt deine Betriebsrente unter diesem Betrag, bleibt sie komplett beitragsfrei.

Für Betriebsrenten oberhalb des Freibetrags wird der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung fällig. Hinzu kommt der Beitrag zur Pflegeversicherung. Diese Abgaben solltest du bei deiner Planung berücksichtigen.

Der Freibetrag gilt für die Summe aller Betriebsrenten. Beziehst du mehrere Betriebsrenten, werden sie zusammengerechnet. Der Freibetrag wird nicht pro Vertrag gewährt.

10 · Schritt für Schritt

Betriebliche Altersvorsorge bei Jobwechsel: So gehst du vor

Ein Jobwechsel kann deine bAV beeinflussen. Du hast mehrere Möglichkeiten, wie du mit deinem bestehenden Vertrag umgehst.

Ein Jobwechsel kann deine bAV beeinflussen, denn dein neuer Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, den bestehenden Vertrag zu übernehmen. Kläre deshalb frühzeitig, ob eine Übernahme möglich ist, damit deine Vorsorge nahtlos weiterläuft.

Übernimmt der neue Arbeitgeber den Vertrag, ist das der einfachste Weg. Deine Ansprüche bleiben erhalten, und du kannst weiter in den Vertrag einzahlen, ohne eine neue Vereinbarung abschließen zu müssen.

Ist eine Übernahme nicht möglich, kannst du den Vertrag beitragsfrei stellen. Deine Ansprüche bleiben erhalten, wachsen aber nicht weiter. In manchen Fällen kannst du den Vertrag privat mit eigenen Beiträgen fortführen, dann entfallen jedoch die Arbeitgebervorteile wie der Zuschuss und die Steuer- und Sozialabgabenvorteile.

Prüfe vor einem Jobwechsel immer, welche Optionen dein bestehender bAV-Vertrag bietet. So vermeidest du, dass du Ansprüche verlierst oder unnötig hohe Kosten durch einen neuen Vertrag entstehen.

01

Vertrag beim alten Arbeitgeber prüfen

Kläre, ob dein neuer Arbeitgeber den bestehenden bAV-Vertrag übernehmen kann. Das ist nicht immer möglich.

02

Übernahme durch neuen Arbeitgeber

Übernimmt der neue Chef den Vertrag, läuft die Vorsorge nahtlos weiter. Das ist der einfachste Weg.

03

Beitragsfreistellung

Übernimmt niemand den Vertrag, kannst du ihn beitragsfrei stellen. Die Ansprüche bleiben erhalten, wachsen aber nicht weiter.

04

Privat fortführen

In manchen Fällen kannst du den Vertrag privat mit eigenen Beiträgen fortführen. Dann entfallen aber die Arbeitgebervorteile.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 12.10.2026