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FinanzbildungNur8 Min.

Nur noch IBAN – was bedeutet das für deine Kontonummer?

Was bedeutet 'nur noch IBAN, Kontonummer ad'? Wir erklären den Unterschied, wie du deine IBAN findest und was das für dein Studentenkonto bedeutet.

Was steckt hinterRechnerIBAN einfach erklärt
Das Wichtigste in 30 Sekunden
  • Seit der SEPA-Umstellung wurde die alte Kombination aus Kontonummer und Bankleitzahl (BLZ) durch die IBAN als einheitliche Kontoidentifikation im europäischen Zahlungsraum ersetzt.
  • Das Kürzel 'ad' (lat. 'ad notam' oder 'zu') in alten Formularen und Kontoauszügen signalisiert: Die alte Kontonummer ist abgelöst – es gilt ab sofort nur noch die IBAN.
  • Für Studierende bedeutet das: Bei Formularen für BAföG, Nebenjob-Gehalt oder Mietzahlungen wird stets die IBAN angegeben – eine separate Kontonummer oder BLZ ist nicht mehr nötig.
  • Banken und Sparkassen haben Kontonummern intern behalten, aber nach außen ist die IBAN der alleinige Standard für Überweisungen und Lastschriften.

Was steckt hinter „nur noch IBAN" – und was ist mit deiner Kontonummer passiert?

Seit der SEPA-Umstellung wurde die alte Kombination aus Kontonummer und Bankleitzahl (BLZ) durch die IBAN als einheitliche Kontoidentifikation im europäischen Zahlungsraum ersetzt.

Seit der vollständigen SEPA-Umstellung gilt europaweit: Überweisungen und Lastschriften laufen ausschließlich über die IBAN. Die alte Kombination aus Kontonummer und Bankleitzahl (BLZ) ist im täglichen Zahlungsverkehr abgelöst – auch wenn Banken die Kontonummer intern noch kennen. Gerade für alle, die zum Beispiel ein neues Konto eröffnen, eine Gehaltszahlung einrichten oder eine Mietkaution überweisen, lohnt es sich, diesen Wechsel wirklich zu verstehen.

Kurz zusammengefasst: „Nur noch IBAN" bedeutet, dass du für alle Zahlungsvorgänge im SEPA-Raum ausschließlich deine IBAN benötigst – keine separate Kontonummer, keine BLZ. Das Kürzel „ad" auf älteren Formularen (lat. ad notam – „zur Kenntnisnahme" oder im Sinne von „abgelöst durch") signalisierte in der Übergangszeit: Die alte Kontonummer wird durch die IBAN ersetzt. Heute ist dieser Hinweis ein Relikt, das nur noch in alten Dokumenten auftaucht.

AUF EINEN BLICK

  • Das Kürzel 'ad' (lat. 'ad notam' oder 'zu') in alten Formularen und Kontoauszügen signalisiert: Die alte Kontonummer ist abgelöst – es gilt ab sofort nur noch die IBAN.
  • Für Verbraucher bedeutet das: Bei Formularen für Gehalt, Mietzahlungen oder Versicherungen wird stets die IBAN angegeben – eine separate Kontonummer oder BLZ ist nicht mehr nötig.
  • Banken und Sparkassen haben Kontonummern intern behalten, aber nach außen ist die IBAN der alleinige Standard für Überweisungen und Lastschriften.

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IBAN einfach erklärt: Aufbau, Bestandteile und Prüflogik

Eine deutsche IBAN besteht aus dem Länderkürzel 'DE', zwei Prüfziffern, der achtstelligen Bankleitzahl und der (auf zehn Stellen aufgefüllten) Kontonummer – zusammen immer gleich viele Zeichen.

Eine deutsche IBAN besteht immer aus denselben Bausteinen: dem Länderkürzel DE, zwei Prüfziffern, der achtstelligen Bankleitzahl und der auf zehn Stellen aufgefüllten Kontonummer – in Summe ergibt das stets 22 Zeichen. Diese feste Länge ist kein Zufall, sondern Teil des internationalen ISO-Standards, der sicherstellt, dass automatisierte Buchungssysteme jede IBAN eindeutig erkennen und verarbeiten können.

Die zwei Prüfziffern an Position drei und vier sind der eingebaute Sicherheitsmechanismus: Bevor eine Überweisung ausgeführt wird, rechnet das Bankensystem die Prüfziffern nach einem definierten Modulo-Verfahren nach. Stimmen sie nicht mit dem Rest der IBAN überein, wird der Auftrag automatisch abgelehnt – ein simpler Tippfehler, der früher eine Fehlüberweisung auslösen konnte, wird so in den meisten Fällen abgefangen.

Im gesamten SEPA-Zahlungsraum, der heute 36 Länder umfasst, ist die IBAN-Struktur einheitlich geregelt, wenngleich die Gesamtlänge je nach Land variiert: Eine maltesische IBAN hat 31 Zeichen, eine norwegische lediglich 15. Entscheidend für dich als Verbraucher in Deutschland ist jedoch: Deine deutsche IBAN hat immer 22 Zeichen – nicht mehr, nicht weniger.

Der BIC (Bank Identifier Code), der früher bei Auslandsüberweisungen zwingend angegeben werden musste, ist für Überweisungen innerhalb des SEPA-Raums inzwischen in der Regel nicht mehr verpflichtend. Die IBAN allein identifiziert Konto und Bank vollständig. Lediglich bei Zahlungen in Länder außerhalb des SEPA-Raums kann der BIC weiterhin erforderlich sein – das ist für die meisten Verbraucher im Alltag aber selten relevant.

AUF EINEN BLICK

  • Die Prüfziffern schützen vor Tippfehlern: Stimmen sie nicht, wird die Überweisung automatisch abgelehnt.
  • Im SEPA-Raum gilt eine einheitliche Struktur, die Länge variiert je nach Land – deutsche IBANs haben stets dieselbe Zeichenzahl.
  • Der BIC (Bank Identifier Code) ist für Überweisungen innerhalb Deutschlands und des SEPA-Raums in der Regel nicht mehr verpflichtend; die IBAN reicht.
  • Tipp: Auf dem Kontoauszug, im Online-Banking und auf deiner Bankkarte ist die IBAN immer vollständig abgedruckt.

Wo findest du deine IBAN – schnell und zuverlässig?

Online-Banking: Nach dem Login findest du deine IBAN in der Kontoübersicht oder unter 'Kontodetails' – meist mit Kopieren-Button.

Der einfachste Weg führt über das Online-Banking: Nach dem Login zeigt dir deine Bank die IBAN in der Kontoübersicht oder unter „Kontodetails" an – meist mit einem Kopieren-Button, damit du sie fehlerfrei in Formulare einfügen kannst. Direktbanken und Neobanken, die bei Verbraucher:innen besonders verbreitet sind, gehen oft noch einen Schritt weiter und blenden die IBAN bereits auf dem Startbildschirm der App ein.

Wer lieber mit Papier arbeitet oder keinen direkten App-Zugang hat: Auf jedem Kontoauszug – ob als PDF-Download oder als klassischer Papierdruck – steht die vollständige IBAN im Briefkopf. Das gilt für alle deutschen Kreditinstitute, da die Angabe gesetzlich vorgeschrieben ist. Falls du noch einen älteren Auszug aus der Übergangszeit hast, findest du dort möglicherweise noch den Hinweis „Kontonummer ad IBAN" – das ist eben jene historische Notiz, die auf die Ablösung hinweist.

Auf neueren Girocards (früher EC-Karten) ist die IBAN häufig aufgedruckt oder lasergraviert – allerdings nicht auf allen Modellen, da dies vom jeweiligen Kartenanbieter abhängt. Im Zweifelsfall ist der Blick ins Online-Banking der schnellste und sicherste Weg. Notiere dir deine IBAN einmal gesondert, zum Beispiel in einer Passwort-Manager-App oder einem abfotografierten Notizzettel, damit du sie bei Formularen griffbereit hast.

AUF EINEN BLICK

  • Banking-App: Viele Direktbanken und Neobanken (beliebt bei Verbraucher:innen) zeigen die IBAN direkt auf dem Startbildschirm.
  • Kontoauszug: Sowohl digitale PDF-Auszüge als auch Papierauszüge enthalten die vollständige IBAN oben im Briefkopf.
  • Girocard / EC-Karte: Auf neueren Karten ist die IBAN aufgedruckt oder lasergraviert.
  • Direkt in der Filiale oder per Hotline: Die Bank teilt dir deine IBAN jederzeit mit – auch wenn du noch kein Online-Banking nutzt.

Typische Situationen, in denen du deine IBAN brauchst

Antrag auf staatliche Leistungen: Die zuständige Behörde überweist Leistungen ausschließlich per IBAN – trage sie sorgfältig im Antrag ein.

Der Antrag auf staatliche Leistungen ist für viele Menschen der erste offizielle Berührungspunkt mit dem Thema IBAN: Die zuständige Behörde überweist Leistungen ausschließlich per IBAN auf dein Girokonto. Ein Fehler bei der Eingabe – eine vertauschte Ziffer, eine vergessene Stelle – kann die Auszahlung verzögern oder im schlimmsten Fall auf ein fremdes Konto leiten. Trage die IBAN daher immer direkt aus dem Online-Banking ab, niemals aus dem Gedächtnis.

Wenn du eine neue Arbeitsstelle antrittst, benötigt dein Arbeitgeber deine IBAN für das Gehaltskonto. Eine separate Kontonummer oder BLZ ist dabei nicht mehr erforderlich – allein die IBAN genügt. Relevant für die Planung: Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 2026 13,90 € pro Stunde. Wer monatlich nicht mehr als 603 € verdient, gilt als Minijobber und unterliegt besonderen sozialversicherungsrechtlichen Regelungen. Auf welchem Konto das Geld landet, bestimmst allein du – über deine IBAN.

Auch bei der Wohnungssuche und dem Einzug in eine neue Wohnung spielt die IBAN eine zentrale Rolle: Vermieter:innen überweisen Kaution und monatliche Miete direkt an deine IBAN. Viele Vermieter lassen außerdem eine SEPA-Lastschrift einrichten, damit die Miete automatisch eingezogen wird. Dafür unterschreibst du ein SEPA-Lastschriftmandat, in dem deine IBAN festgehalten ist – ohne dieses Mandat darf niemand eigenmächtig Geld von deinem Konto abbuchen.

Schließlich verlangen auch viele Dienstleister und Ämter bei Gebühren oder Beiträgen eine SEPA-Einzugsermächtigung. Die entsprechende Stelle zieht den fälligen Betrag dann automatisch per Lastschrift ein. Auch hier gilt: Deine IBAN ist die einzige Kontoidentifikation, die du angeben musst – BLZ und alte Kontonummer werden nicht mehr abgefragt.

AUF EINEN BLICK

  • Arbeitsstelle: Arbeitgeber benötigen deine IBAN für das Gehaltskonto; eine separate Kontonummer ist nicht mehr erforderlich.
  • Mietkonto / Kaution: Vermieter:innen überweisen Kaution oder monatliche Miete an deine IBAN.
  • Gebühren und Beiträge: Manche Dienstleister und Ämter ziehen per SEPA-Lastschrift ein – dafür musst du eine SEPA-Einzugsermächtigung mit deiner IBAN unterschreiben.
  • Stipendium: Förderwerke zahlen Stipendien ausschließlich via IBAN aus.

IBAN vs. Kontonummer + BLZ: Der historische Wechsel und was „ad" wirklich bedeutet

Vor dem SEPA-Zeitalter mussten bei jeder Überweisung Kontonummer und Bankleitzahl separat angegeben werden – ein fehleranfälliges System.

Wer sich fragt, warum alte Dokumente noch den Ausdruck „Kontonummer ad" tragen, muss kurz in die Geschichte des europäischen Zahlungsverkehrs eintauchen. Vor der SEPA-Ära musste bei jeder Überweisung sowohl die Kontonummer des Empfängers als auch die Bankleitzahl des kontoführenden Instituts angegeben werden. Das System funktionierte in Deutschland, war aber nicht europaweit kompatibel – jedes Land hatte sein eigenes Format, was grenzüberschreitende Zahlungen aufwendig und fehleranfällig machte.

Mit der EU-weiten Einführung des SEPA-Zahlungsraums (Single Euro Payments Area) und der Verordnung (EU) Nr. 260/2012 wurde die IBAN als alleiniger Standard verbindlich eingeführt. Für Privatpersonen und Unternehmen in Deutschland gilt seit dem 1. Februar 2016 ausnahmslos: nur noch IBAN. Der Ausdruck „Kontonummer ad IBAN" auf Übergangsformularen war ein erklärender Hinweis, der Kund:innen signalisierte: „Ihre bisherige Kontonummer ist jetzt in dieser IBAN aufgegangen." Das Wörtchen „ad" steht dabei für das lateinische ad notam (zur Kenntnis) oder schlicht für „abgelöst durch" – je nach Kontext leicht unterschiedlich verwendet, in der Bedeutung aber eindeutig.

Alte Vertragsunterlagen, in denen noch Kontonummer und BLZ stehen, sind rechtlich weiterhin gültig, solange der zugrundeliegende Vertrag läuft. Die Bank kann die hinterlegte alte Kontonummer intern auf die entsprechende IBAN abbilden. Für alle neuen Verträge, Formulare oder Mandate gilt jedoch ohne Ausnahme: ausschließlich IBAN. Wer heute noch ein Formular mit einem BLZ-Feld sieht, hat es mit einem veralteten Dokument zu tun.

AUF EINEN BLICK

  • Mit der EU-weiten Einführung des SEPA-Zahlungsraums wurde die IBAN als alleiniger Standard verbindlich – seitdem gilt: nur noch IBAN.
  • Der Ausdruck 'Kontonummer ad' auf alten Dokumenten oder Formularen ist ein Relikt aus der Übergangszeit und bedeutet schlicht, dass die alte Nummer durch die IBAN 'abgelöst' (abgelöst/ad acta gelegt) wurde.
  • Alte Formulare oder Vertragsunterlagen mit Kontonummer + BLZ sind rechtlich weiterhin gültig, solange der Vertrag läuft – neue Formulare verlangen ausschließlich die IBAN.
  • Falls du alte Unterlagen (z. B. Dauerauftrag, alter Mietvertrag) aktualisieren musst, teile stets deine IBAN mit.

Wem darf ich meine IBAN geben – und wo ist Vorsicht geboten?

Die IBAN allein reicht nicht für eine Lastschrift – dafür wird zusätzlich ein unterschriebenes SEPA-Mandat benötigt. Ohne deine Zustimmung kann niemand einfach Geld abbuchen.

Eine der häufigsten Fragen rund um die IBAN betrifft das Sicherheitsgefühl: Ist es gefährlich, die eigene IBAN weiterzugeben? Die kurze Antwort lautet: In den allermeisten Fällen nein. Wer deine IBAN kennt, kann dir Geld überweisen – das ist die gewollte Funktion. Eine Überweisung an dich auszulösen ist für niemanden ein Schaden für dich. Anders sieht es bei Lastschriften aus: Um per SEPA-Lastschrift Geld von deinem Konto abzubuchen, ist zwingend ein von dir unterschriebenes SEPA-Mandat erforderlich. Ohne diese ausdrückliche Zustimmung ist keine Abbuchung möglich – und selbst wenn ein unberechtigter Einzug stattfindet, hast du das Recht, ihn bei deiner Bank rückgängig zu machen.

Dennoch ist Wachsamkeit angebracht: Phishing-Maschen kombinieren IBAN-Anfragen oft mit gefälschten Zahlungsaufforderungen oder täuschend echten E-Mails, die vorgeben, von Banken, Behörden oder bekannten Unternehmen zu stammen. Das Ziel ist dabei selten die IBAN selbst, sondern häufig weitere sensible Daten wie TANs, Passwörter oder vollständige Kartendaten. Seriöse Anbieter, Arbeitgeber und Behörden fragen niemals nach diesen Informationen – nur nach der IBAN.

Für Verbraucher:innen gilt die einfache Faustregel: Deine IBAN gibst du an Arbeitgeber, Ämter (z. B. für Sozialleistungen), Vermieter:innen und Versorgungsunternehmen weiter – das ist standardmäßig erforderlich und unbedenklich. Bei unbekannten Anfragen, die über ungewöhnliche Kanäle kommen (z. B. SMS von unbekannten Nummern, E-Mails mit Dringlichkeitsdruck), prüfst du zuerst die Absenderadresse und rufst im Zweifel direkt beim vermeintlichen Absender an – über eine offizielle, selbst recherchierte Nummer, nicht über einen Link in der Nachricht.

AUF EINEN BLICK

  • Wer deine IBAN kennt, kann dir Geld überweisen – das ist unbedenklich und gewollt.
  • Vorsicht bei unbekannten Anfragen: Seriöse Anbieter, Behörden und Arbeitgeber fragen ausschließlich nach der IBAN – niemals nach TANs, Passwörtern oder vollständigen Kartendaten.
  • Phishing-Maschen kombinieren oft IBAN-Anfragen mit gefälschten Zahlungsaufforderungen – bleibe wachsam und prüfe Absenderadressen.
  • Im Zweifelsfall: Wende dich direkt an deine Bank oder eine offizielle Beratungsstelle (z. B. Verbraucherzentrale).

Konto eröffnen: Was du bei der IBAN im Blick haben solltest

Beim Eröffnen eines neuen Kontos erhältst du sofort deine IBAN – viele Direktbanken stellen sie bereits wenige Minuten nach der Video-Ident-Verifizierung bereit.

Beim Eröffnen eines neuen Kontos erhältst du deine IBAN in der Regel sehr schnell: Viele Direktbanken und Neobanken stellen sie bereits wenige Minuten nach der abgeschlossenen Video-Ident-Verifizierung bereit. Das bedeutet, du kannst deine IBAN sofort für die Gehaltsanmeldung beim neuen Arbeitgeber oder für die Umzugsmeldung nutzen, noch bevor die physische Girocard per Post eintrifft.

Wichtig: Prüfe beim Kontowechsel, an welchen Stellen du deine alte IBAN hinterlegt hast. Arbeitgeber, Finanzamt, Vermieter:innen, Streamingdienste mit Lastschrift, Versicherungen – all diese Stellen müssen die neue IBAN erhalten. Viele Banken bieten inzwischen einen Kontowechselservice an, der einen Großteil der Ummeldung automatisiert. Nutze diesen Service, um keine Zahlung zu verpassen oder eine Rücklastschrift zu riskieren.

Hast du mehrere Konten – zum Beispiel ein Girokonto für den Alltag und ein Tagesgeldkonto für Rücklagen – achte penibel darauf, welche IBAN du wo angibst. Gehalt, Rentenzahlungen und Mieterstattungen gehören auf das Girokonto, das du aktiv im Blick hast. Tagesgeldkonten sind für das Parken von Rücklagen gedacht, nicht für den laufenden Zahlungsverkehr. Beachte außerdem: Zinserträge auf dem Tagesgeldkonto unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % – bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € jährlich für Ledige bleiben Kapitalerträge aber steuerfrei.

Verbraucher:innen mit ausländischen Konten sollten beachten, dass diese zwar ebenfalls eine IBAN haben, aber mit einem anderen Länderpräfix und einer anderen Zeichenlänge. Deutsche Behörden – insbesondere das Finanzamt – akzeptieren in der Praxis meist nur deutsche IBANs (Präfix DE). Wer aus dem Ausland nach Deutschland zieht, ist in der Regel gut beraten, schnell ein deutsches Girokonto zu eröffnen, um Verzögerungen bei Auszahlungen zu vermeiden.

AUF EINEN BLICK

  • Prüfe, ob dein Konto kostenlos geführt wird – ändere die IBAN für Gehalt und Co. sofort, wenn du das Konto wechselst.
  • Hast du mehrere Konten (z. B. Tagesgeldkonto + Girokonto), achte darauf, die richtige IBAN an Behörden und Arbeitgeber weiterzugeben.
  • Ausländische Konten haben andere IBAN-Formate – für deutsche Behörden ist in der Regel ein deutsches Konto vorteilhaft.

Finanzen im Griff: Von der IBAN zum Nettolohn

Mit der IBAN als Grundlage kannst du dein Konto sauber strukturieren – von Gehaltseingang bis zur privaten Überweisung.

Die IBAN ist weit mehr als eine technische Kontonummer – sie ist das Fundament deines gesamten Zahlungsverkehrs. Ob Gehaltseingang, Mietkaution oder regelmäßige Überweisungen: Alle Geldflüsse laufen über deine IBAN. Wenn du diese Grundlage einmal sauber verstanden und organisiert hast, kannst du dich auf das Wesentliche konzentrieren: planen, wie viel Geld wirklich bei dir ankommt.

Gerade bei einem Nebenjob oder einer Teilzeitstelle lohnt es sich, den eigenen Nettolohn genau zu kennen. Je nach Stundenanzahl, Steuerklasse und ob du als Minijobber (bis 603 € monatlich) oder als sozialversicherungspflichtige:r Angestellte:r arbeitest, fallen unterschiedliche Abzüge an – und das beeinflusst direkt, wie viel auf deinem Konto landet.

Jetzt konkret werden: Nutze den StudySmarter Brutto-Netto-Rechner, um deinen Nettolohn aus dem Nebenjob oder der Teilzeitstelle schnell und unkompliziert zu berechnen. So weißt du genau, wie viel nach Steuern und Sozialabgaben auf deine IBAN überwiesen wird – und kannst dein Budget realistisch planen.
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AUF EINEN BLICK

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  • Verstehe, welche Abzüge (Steuern, Sozialversicherung) bei Angestellten anfallen – das hilft dir, Überweisungen und Kontoeingänge besser einzuordnen.

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Häufige Fragen

Die Angabe „nur noch IBAN Kontonummer ad“ bedeutet, dass Sie für Überweisungen und Lastschriften keine Bankleitzahl mehr benötigen, sondern ausschließlich die internationale Kontonummer IBAN angeben müssen. Diese Regelung gilt in Deutschland und im gesamten SEPA-Raum bereits seit einigen Jahren.

Eine deutsche IBAN besteht aus insgesamt 22 Stellen. Sie setzt sich zusammen aus dem zweistelligen Ländercode DE, einer zweistelligen Prüfziffer sowie der achtstelligen Bankleitzahl und der zehnstelligen Kontonummer.

Mit Ihrer IBAN allein kann niemand direkt Geld von Ihrem Konto abbuchen, da für eine Lastschrift zusätzlich ein gültiges Mandat erforderlich ist. Allerdings sollten Sie Ihre IBAN vertraulich behandeln, da sie zusammen mit anderen Daten für betrügerische Lastschriften missbraucht werden könnte, gegen die Sie dann aber Widerspruch einlegen können.

Nein, bei einem Antrag auf staatliche Förderung benötigen Sie keine Bankleitzahl mehr, da die IBAN die Bankleitzahl vollständig ersetzt hat. Sie geben stattdessen einfach Ihre IBAN an, über die die Behörde die Leistung auszahlt.

Wenn Sie Ihr Konto wechseln und Ihre IBAN bereits angegeben haben, sollten Sie alle Zahlungsempfänger und Dienstleister, die regelmäßig Geld von Ihrem Konto abbuchen oder dorthin überweisen, über die neue IBAN informieren. Für laufende Daueraufträge und Lastschriften müssen Sie diese selbst auf das neue Konto umstellen, da ein automatischer Wechsel nicht stattfindet.

Nein, der BIC ist bei Überweisungen und Lastschriften innerhalb Deutschlands und des SEPA-Raums nicht mehr erforderlich, wenn Sie die IBAN angeben. Sie benötigen den BIC nur noch in seltenen Ausnahmefällen, etwa bei Zahlungen in Länder außerhalb des SEPA-Raums.

Sie finden Ihre IBAN am schnellsten in Ihrem Online-Banking, direkt neben Ihrer Kontonummer oder in den Kontodetails. Alternativ steht sie auch auf Ihrer Bankkarte, auf Kontoauszügen oder in der App Ihrer Bank.

Ja, Sie können staatliche Förderung auch auf ein ausländisches Konto empfangen, sofern es sich um ein Konto in einem EU- oder EWR-Staat handelt. Sie müssen die IBAN dieses Kontos im Antrag angeben, und die Behörde überweist die Leistung dann dorthin.

Quellen & Stand 09.07.2026

MS

StudySmarter-Redaktion

Finanz-Redaktion · StudySmarter
Marie macht Finanzthemen für Studierende verständlich – von der ersten Versicherung bis zum ersten Sparplan.

Redaktionell geprüft. Alle Zahlen mit Quellenangabe, Stand 09.07.2026. Dieser Artikel ist Finanzbildung – keine Rechts- oder Steuerberatung.

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