MagazineFinanzenKostenlos starten
FinanzenKonto & Banking 2019 Wichtige Aenderungen Bei Gesundheitsschutz Und Banking
Finanzbildung20199 Min.

Wichtige Änderungen bei Gesundheitsschutz und Banking von 2019 bis 2026

Gesundheitsschutz & Banking im Wandel: Was sich seit 2019 geändert hat und was 2026 zählt – Krankenversicherung, PSD2, Kontoschutz & mehr.

GesundheitsschutzRechnerÜberblick der
Das Wichtigste in 30 Sekunden
  • Ab 2019 traten mehrere Reformen bei Krankenversicherung und Zahlungsverkehr in Kraft, die bis 2026 nachwirken
  • Für Studierende besonders relevant: Beitragsregeln in der GKV, digitale Bankvorschriften (PSD2) und Verbraucherschutz
  • Diese Seite ordnet ein, was heute noch aktuell gilt und was inzwischen weiterentwickelt wurde
  • Kurzcheck: Bist du studentisch/familienversichert oder eigenständig versichert? Das entscheidet, was für dich zählt

Gesundheitsschutz und Banking im Wandel – was du heute noch wissen musst

Ab 2019 traten mehrere Reformen bei Krankenversicherung und Zahlungsverkehr in Kraft, die bis 2026 nachwirken

Seit 2019 haben zwei große Reformen den Alltag von Verbraucherinnen und Verbrauchern verändert: die Rückkehr zum paritätischen Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung und die EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 mit verpflichtender Zwei-Faktor-Authentifizierung. Beide Regelwerke sind bis 2026 nicht nur gültig geblieben, sondern wurden weiterentwickelt und ergänzt.

Kurzfassung: Ab 2019 tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer den GKV-Zusatzbeitrag wieder zu gleichen Teilen. Gleichzeitig wurde Online-Banking durch PSD2 mit Starker Kundenauthentifizierung (SCA) sicherer und transparenter. Für alle, die gesetzlich versichert sind oder regelmäßig Online-Banking nutzen, sind beide Themenbereiche direkt relevant – und beide gelten 2026 weiter.

AUF EINEN BLICK

  • Für alle gesetzlich Versicherten besonders relevant: Beitragsregeln in der GKV, digitale Bankvorschriften (PSD2) und Verbraucherschutz
  • Diese Seite ordnet ein, was heute noch aktuell gilt und was inzwischen weiterentwickelt wurde
  • Kurzcheck: Bist du gesetzlich versichert oder privat versichert? Das entscheidet, was für dich zählt

Rechner: Sparplan & Zinseszins

Zieh die Regler – sieh, wie aus kleinen Raten Vermögen wird.

🧮 Sparplan-Rechner

Modellrechnung, konstante Rendite, vor Steuern & Kosten – keine Anlageberatung.

Überblick der Änderungen seit 2019 – was steckt dahinter?

Rückkehr zum paritätischen Zusatzbeitrag: Arbeitgeber und Versicherte tragen ihn wieder je zur Hälfte (relevant bei Nebenjobs

Das Jahr 2019 markierte gleich zwei Zäsuren, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben, aber beide das Portemonnaie vieler Menschen direkt betreffen. Im Bereich Gesundheitsschutz trat das GKV-Versichertenentlastungsgesetz in Kraft: Es stellte sicher, dass der Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung wieder paritätisch, also je zur Hälfte von Arbeitgeber und Versichertem, getragen wird. Zuvor hatten Versicherte ihn alleine schultern müssen. Im Bereich Banking verpflichtete die überarbeitete EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 alle Banken in Europa, starke Kundenauthentifizierung (SCA) beim Online-Banking und bei digitalen Zahlungen einzuführen.

Für Berufseinsteiger:innen und alle, die sich neu in der eigenständigen Finanzwelt orientieren, sind beide Reformen aus einem einfachen Grund besonders relevant: Sie befinden sich oft gleichzeitig in mehreren Rollen – als Arbeitnehmer:in mit sozialversicherungspflichtigem Einkommen, als familienversichertes Mitglied, als Nutzer:in kostenloser digitaler Bankkonten und als Person, die gerade zum ersten Mal eigenständig Finanz- und Versicherungsentscheidungen trifft. Was 2019 beschlossen wurde, hat in beiden Bereichen bis heute Bestand und beeinflusst konkret, wie viel Geld netto ankommt und wie sicher digitale Zahlungen ablaufen.

Diese Seite ordnet ein, welche Regelungen heute noch unverändert gelten, welche weiterentwickelt wurden und wo du als Verbraucher:in aktiv handeln solltest. Ein schneller Selbstcheck vorab hilft: Bist du über deine Familie familienversichert, nutzt du die gesetzliche Krankenversicherung oder bist du bereits freiwillig oder privat versichert? Je nach Status greifen unterschiedliche Regeln – genau das erklären die folgenden Abschnitte.

AUF EINEN BLICK

  • Regeln zur Familienversicherung und zu Einkommensgrenzen wirken auf alle mit Nebenjob
  • Für alle gilt weiterhin die Wahl zwischen gesetzlicher Krankenversicherung und ggf. PKV
  • Gesundheit zuerst: Notwendige Arztbesuche nie wegen Kostensorgen aufschieben – die Versicherung deckt Grundversorgung ab

Was sich in der Krankenversicherung seit 2019 geändert hat

Seit 2019 gilt die EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 mit starker Kundenauthentifizierung (SCA

Die wichtigste Änderung ab Januar 2019 war die Wiederherstellung der Parität beim GKV-Zusatzbeitrag. Bis dahin mussten Versicherte den Zusatzbeitrag alleine tragen – ein Modell, das seit der Gesundheitsreform 2015 gegolten hatte. Mit dem GKV-Versichertenentlastungsgesetz wurde dieser Missstand korrigiert: Arbeitgeber und Beschäftigte zahlen den Zusatzbeitrag seitdem wieder je zur Hälfte. Der allgemeine GKV-Beitragssatz beträgt gesetzlich festgelegt 14,6 % des Bruttoeinkommens (§ 241 SGB V); dazu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag. Für alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bedeutet das: Wer in einem Arbeitsverhältnis steht, wird von dieser Parität direkt entlastet, weil der Arbeitgeber die Hälfte des Zusatzbeitrags übernimmt.

Genauso wichtig sind die Regelungen zur Familienversicherung und zu Einkommensgrenzen. Wer über die Eltern familienversichert ist, darf ein bestimmtes monatliches Einkommen nicht überschreiten, ohne den kostenfreien Schutz zu verlieren. Diese Grenze wird regelmäßig angepasst und sollte vor jeder Einkommensänderung aktiv geprüft werden. Die Minijob-Grenze liegt im Jahr 2026 bei 603 € pro Monat bzw. 7.236 € pro Jahr – wer darunter bleibt, hat in der Regel keine negativen Auswirkungen auf den Versicherungsstatus, aber auch das ist im Einzelfall bei der Krankenkasse zu verifizieren, da weitere Einkommensarten zusammengerechnet werden können.

Für alle, die weder familienversichert noch sozialversicherungspflichtig mit Arbeitgeberbeitrag sind, existiert die freiwillige Krankenversicherung als eigene Kategorie. Sie ist auf bestimmte Altersgrenzen und Vorversicherungszeiten begrenzt; danach folgt automatisch die teurere Mitgliedschaft im Basistarif oder in der privaten Krankenversicherung. Wer vor einem Wechsel überlegt, ob gesetzliche oder private Krankenversicherung infrage kommt, sollte sich frühzeitig beraten lassen – die Entscheidung lässt sich nicht ohne Weiteres rückgängig machen. Grundsätzlich gilt: Notwendige Arztbesuche dürfen niemals aus Kostensorgen aufgeschoben werden. Die GKV deckt die medizinische Grundversorgung ab, und Zuwarten kann langfristig teurer werden als ein rechtzeitiger Besuch.

AUF EINEN BLICK

  • Zwei-Faktor-Bestätigung (z. B. TAN + App/Biometrie) ist beim Online-Banking und -Bezahlen Standard
  • Open Banking: Drittanbieter dürfen mit deiner Zustimmung auf Kontodaten zugreifen
  • Für alle Kontoinhaber: kostenlose Girokonten und App-Banking sind dadurch sicherer, aber achtsam zu nutzen

PSD2 und Starke Kundenauthentifizierung: Was das für dein Konto bedeutet

Der paritätische Zusatzbeitrag gilt fort; die konkrete Beitragshöhe wird jährlich angepasst

Parallel zur Krankenversicherungsreform trat 2019 die zweite Zahlungsdiensterichtlinie der EU (PSD2) vollständig in Kraft. Das Kernstück: die Starke Kundenauthentifizierung (SCA – Strong Customer Authentication). Banken sind seitdem verpflichtet, beim Online-Banking und bei digitalen Zahlungen mindestens zwei voneinander unabhängige Faktoren zur Identitätsprüfung zu verlangen – zum Beispiel ein Passwort plus eine TAN aus einer Banking-App oder ein biometrisches Merkmal wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Das klingt nach Mehraufwand, ist aber ein echter Sicherheitsgewinn: Ohne Zugriff auf das zweite Gerät oder den zweiten Faktor können Fremde ein gestohlenes Passwort allein nicht mehr nutzen.

Ebenso eingeführt wurde mit PSD2 das Konzept des Open Banking: Zugelassene Drittanbieter dürfen mit ausdrücklicher Zustimmung der Kontoinhaber:innen auf Kontodaten zugreifen oder Zahlungen auslösen. Das ermöglicht praktische Dienste wie Finanz-Apps, die Ausgaben analysieren, oder Kredit-Plattformen, die Kontoauszüge zur Bonitätsprüfung nutzen. Entscheidend ist das Wörtchen „Zustimmung": Niemand darf ohne aktive Erlaubnis auf deine Kontodaten zugreifen. Erteilte Freigaben können und sollten regelmäßig überprüft und bei Bedarf widerrufen werden – in der Regel direkt in der Banking-App oder im Online-Portal der Bank.

Für alle, die häufig kostenlose Digitalkonten oder Neobanken nutzen, ist PSD2 besonders relevant. Die meisten dieser Angebote implementieren SCA über Smartphone-Apps, die Push-Benachrichtigungen oder In-App-Bestätigungen nutzen. Das macht die Konten sicherer als ältere TAN-per-SMS-Verfahren, die leichter abgefangen werden können. Allerdings gilt: Mehr Sicherheitsarchitektur schützt nur, wenn man sie richtig nutzt. Phishing-Angriffe, bei denen Nutzer:innen dazu gebracht werden, selbst Codes weiterzugeben, nehmen trotz SCA zu und richten sich gezielt an alle Kontoinhaber:innen.

AUF EINEN BLICK

  • PSD2/SCA bleibt Pflicht; neue EU-Vorhaben (u. a. Instant Payments) ergänzen das Regelwerk
  • Digitale Prozesse wie eRezept und ePA sind inzwischen weiter ausgerollt
  • Immer die aktuelle offizielle Quelle prüfen – Zahlen ändern sich jährlich

Was davon heute noch gilt – und was sich weiterentwickelt hat

Nebenjob: Auswirkung von Verdienstgrenzen auf Versicherung und Familienversicherung

Sowohl der paritätische Zusatzbeitrag als auch PSD2 mit SCA sind 2026 unverändert in Kraft. Der allgemeine GKV-Beitragssatz von 14,6 % ist gesetzlich verankert; der kassenindividuelle Zusatzbeitrag variiert und wird jährlich von den Kassen neu festgesetzt. Wer seinen aktuellen Beitrag kennen will, findet ihn im Mitgliederauszug oder auf der Website der eigenen Krankenkasse – konkrete Prozentzahlen für einzelne Kassen sind nicht Gegenstand dieser Seite, da sie sich regelmäßig ändern. Das Wichtigste bleibt: Der Arbeitgeber trägt die Hälfte, sofern ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis besteht.

Im Banking-Bereich wurde das Regelwerk seit 2019 weiter ausgebaut. Die EU hat Instant Payments – also Echtzeit-Überweisungen innerhalb von Sekunden – verpflichtend für alle Banken eingeführt, die in Euro überweisen. Kunden dürfen für Instant Payments keine höheren Gebühren verlangt werden als für normale SEPA-Überweisungen. Damit wird schnelles digitales Banking für alle zum Standard, was insbesondere beim Teilen von Rechnungen, gemeinsamen Ausgaben oder spontanen Gruppenaktivitäten praktisch ist. Gleichzeitig wird PSD2 perspektivisch durch ein überarbeitetes EU-Regelwerk (PSD3 und PSR) weiterentwickelt, das unter anderem den Verbraucherschutz bei Betrug stärken soll.

Auch im Gesundheitsbereich hat sich seit 2019 einiges getan: Das elektronische Rezept (eRezept) und die elektronische Patientenakte (ePA) wurden bundesweit ausgerollt und sind inzwischen für die meisten Versicherten zugänglich. Sie verändern nicht die grundlegenden Beitragsregeln, machen aber den Alltag mit der Krankenversicherung digitaler und in vielen Fällen einfacher. Für Versicherte bedeutet das konkret: Rezepte können direkt in der Apotheken-App eingelöst werden, ohne Papierrezept. Wer seine ePA aktiv nutzen möchte, richtet sie über die App der Krankenkasse ein. Datenschutz und Widerspruchsmöglichkeiten sollte man dabei kennen – die Krankenkasse informiert auf Anfrage.

Grundsätzlich gilt für alle Zahlen in diesem Bereich: Offizielle Quellen wie die Website der eigenen Krankenkasse, die Deutsche Rentenversicherung oder das Bundesministerium für Gesundheit liefern immer die aktuell geltenden Werte. Diese Seite gibt Orientierung und erklärt Zusammenhänge – die genauen Beitragssätze und Einkommensgrenzen solltest du stets direkt dort nachschlagen.

AUF EINEN BLICK

  • Gesetzliche Krankenversicherung endet mit Altersgrenze oder bestimmten Einkommensgrenzen – danach freiwillige Mitgliedschaft
  • Online-Banking sicherer, aber Phishing-Betrug zielt gezielt auf alle Kontonutzer
  • Empfehlung: eigene Versicherungssituation und Kontosicherheit regelmäßig prüfen

Was das für Sparer:innen und Verbraucher:innen im Alltag bedeutet

Banking-App nur aus offiziellen Stores, Geräteschutz per PIN/Biometrie

Angestellte profitieren von der Beitragsparität direkt: Da der Arbeitgeber die Hälfte des GKV-Zusatzbeitrags übernimmt, bleibt netto mehr vom Bruttolohn übrig als vor 2019. Allerdings gilt es, die Einkommensgrenzen im Blick zu behalten. Wer im Job mehr verdient als erlaubt, verliert unter Umständen den Anspruch auf die beitragsfreie Familienversicherung oder eine günstigere Mitgliedschaft und muss in die teurere freiwillige Mitgliedschaft wechseln. Die Minijob-Grenze von 603 € im Monat ist dabei nur eine von mehreren relevanten Grenzen – für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen gelten andere Regelungen als für Minijobs, weshalb eine Beratung bei der Krankenkasse vor Antritt eines neuen Jobs sinnvoll ist.

Die beitragsfreie Familienversicherung endet automatisch, wenn eine bestimmte Altersgrenze oder eine Einkommensgrenze überschritten wird. Danach folgt – sofern kein Arbeitgeberverhältnis besteht – die freiwillige Mitgliedschaft, die deutlich höhere Beiträge bedeuten kann. Wer diesen Übergang verpasst, riskiert rückwirkende Beitragsnachforderungen. Wer seine berufliche Situation ändert oder ein Sabbatical einlegt, sollte deshalb frühzeitig klären, welchen Versicherungsstatus das nach sich zieht.

Im Banking-Bereich zeigt die Praxis: PSD2 macht Online-Banking sicherer, aber Phishing-Betrug hat sich angepasst. Angreifer versuchen nicht mehr, Systeme zu knacken, sondern Menschen zu manipulieren – per gefälschter Bank-E-Mail, Fake-Anruf oder täuschend echter Webseite. Besonders Nutzer:innen, die viel mobil und schnell agieren, sind eine beliebte Zielgruppe. Wer einmal einen Code oder eine TAN auf einer externen Seite eingibt oder am Telefon nennt, kann Schaden erleiden, den die eigene Bank möglicherweise nicht vollständig erstattet. Die SCA-Bestätigung ist ausschließlich in der offiziellen Banking-App oder auf der verifizierten Bankwebseite durchzuführen.

Empfehlenswert ist es, Versicherungssituation und Kontosicherheit mindestens einmal pro Jahr aktiv zu checken: Stimmt der Versicherungsstatus noch? Welche Drittanbieter haben Zugriff auf mein Konto? Ist die Banking-App auf dem neuesten Stand? Diese kurzen Routinen sparen langfristig Zeit, Geld und Nerven.

AUF EINEN BLICK

  • Nie TANs oder Codes am Telefon oder per Link weitergeben
  • Freigaben für Drittanbieter (Open Banking) regelmäßig überprüfen und widerrufen
  • Bei Verdacht auf Betrug sofort Karte/Konto sperren (Sperr-Notruf) und Bank informieren

Banking-Sicherheit richtig nutzen: Was du konkret tun kannst

Kläre, ob du familienversichert, freiwillig versichert oder selbst zahlend bist

PSD2 und SCA bieten technische Sicherheit – aber nur in Kombination mit bewusstem Nutzerverhalten. Der wichtigste Grundsatz: Lade Banking-Apps ausschließlich aus offiziellen App-Stores (Apple App Store oder Google Play) herunter und prüfe den Entwicklernamen. Gefälschte Banking-Apps sind selten, aber sie existieren. Stelle außerdem sicher, dass dein Smartphone mit PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung gesichert ist – nicht aus Bequemlichkeit ohne Bildschirmsperre genutzt wird. Wenn dein Telefon verloren geht oder gestohlen wird, ist das die erste Verteidigungslinie gegen unbefugten Kontozugriff.

Noch wichtiger: Gib niemals TANs, Bestätigungscodes oder Passwörter per Telefon, per E-Mail oder über einen Link weiter. Keine Bank wird dich jemals auffordern, einen Sicherheitscode telefonisch zu bestätigen oder auf einer externen Webseite einzugeben. Wenn das passiert, handelt es sich zu 100 % um einen Betrugsversuch. Beende das Gespräch sofort, notiere die Rufnummer oder die verdächtige E-Mail-Adresse und melde den Vorfall deiner Bank. Im Zweifelsfall ist die Karte oder das Online-Banking über den einheitlichen Sperr-Notruf 116 116 sofort sperrbar – diese Nummer gilt in Deutschland rund um die Uhr.

Open Banking bietet echten Mehrwert, erfordert aber aktives Verwalten. Wenn du eine Finanz-App verbunden hast, die du nicht mehr nutzt, widerrufe den Zugriff. In deinem Online-Banking oder der Banking-App findest du unter „Kontozugriffe", „Drittanbieter" oder „Open Banking" eine Liste aller autorisierten Anwendungen. Gehe diese Liste einmal pro Quartal durch. Ein ungenutzter Drittanbieter-Zugriff ist zwar kein direktes Sicherheitsrisiko, aber unnötig und im Fall einer Datenpanne beim Drittanbieter trotzdem problematisch.

AUF EINEN BLICK

  • Prüfe, wie viel du im Nebenjob verdienen darfst, ohne deinen Versicherungsstatus zu verlieren
  • Nutze einen Beitragsrechner, um deine Belastung und Zusatzbeitrag einzuschätzen
  • Bei Zweifeln deine Krankenkasse kontaktieren – individuelle Beratung ist kostenlos

Krankenversicherung und Nebenjob: So behältst du den Überblick

Berufstätige sollten Brutto und Netto samt Sozialabgaben durchrechnen

Der erste Schritt ist zu klären, in welchem Versicherungsstatus du dich aktuell befindest. Die drei häufigsten Fälle bei Erwerbstätigen: Familienversicherung über den Ehepartner oder die Eltern (kostenlos bis zu bestimmten Einkommensgrenzen), freiwillige GKV als eigenes Mitglied (beitragspflichtig, abhängig vom Einkommen) oder Krankenversicherung mit Arbeitgeberbeteiligung. Jeder dieser Status hat andere Regeln dafür, wie viel du verdienen darfst, ohne Zusatzkosten zu riskieren.

Wenn du einen Nebenjob antrittst oder deinen Stundenlohn erhöhst, lohnt sich eine kurze Rechnung: Wie viel verdiene ich im Monat brutto? Liege ich unterhalb der relevanten Einkommensgrenzen für meinen aktuellen Versicherungsstatus? Zum Vergleich: Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 2026 13,90 € pro Stunde, was bei verschiedenen Wochenstundenzahlen schnell unterschiedliche Monatseinkommen ergibt. Diese Rechnung lässt sich gut mit einem Brutto-Netto-Rechner durchspielen, der auch Sozialabgaben berücksichtigt.

Individuelle Fragen zum Versicherungsstatus beantwortet die eigene Krankenkasse kostenlos und verbindlich. Auch die Verbraucherzentrale oder die Sozialberatung deiner Kommune kann weiterhelfen. Wer lieber erst selbst rechnet, bevor er das Gespräch sucht, findet im Brutto-Netto-Rechner eine gute Ausgangsbasis – er zeigt, wie sich Bruttogehalt, Sozialabgaben und Krankenversicherungsbeiträge auf das tatsächliche Nettoeinkommen auswirken.

AUF EINEN BLICK

  • Der Rechner zeigt, wie sich Krankenversicherungsbeiträge auf dein Einkommen auswirken
  • So planst du Job und Versicherung realistisch
  • Für Absicherung darüber hinaus: Vergleich über StudyBU-Schiene

Jetzt konkret werden: Beiträge verstehen, Netto berechnen

Das Wichtigste auf einen Blick: Die Reformen von 2019 – paritätischer GKV-Zusatzbeitrag und PSD2 mit Starker Kundenauthentifizierung – gelten 2026 unverändert fort und wurden durch weitere Maßnahmen ergänzt. Für Verbraucher:innen bedeutet das: Teilzeitbeschäftigte werden durch die Beitragsparität leicht entlastet, digitales Banking ist sicherer, aber erfordert aufmerksames Nutzerverhalten. Wer seinen Versicherungsstatus kennt, Einkommensgrenzen im Blick behält und Banking-Sicherheitsregeln befolgt, ist gut aufgestellt. Der nächste sinnvolle Schritt ist eine persönliche Brutto-Netto-Rechnung, die zeigt, wie sich Krankenversicherungsbeiträge und Sozialabgaben auf dein tatsächliches Einkommen auswirken.

Berechne jetzt, wie viel von deinem Bruttolohn netto bei dir ankommt – inklusive Krankenversicherungsbeiträgen und Sozialabgaben:

Zum Brutto-Netto-Rechner für Arbeitnehmer:innen

🧮 Rechne deinen Fall durch

Ermittle deine konkreten Zahlen mit dem passenden Rechner.

Kostenlos starten →

Der 5-Minuten-Finanzkurs

Eine Mail pro Woche: Versicherung, BAföG, erstes Investieren, ohne Fachchinesisch, ohne Verkaufsdruck.

Mit dem Anmelden stimmst du der Datenschutzerklärung zu. Jederzeit abbestellbar.

Häufige Fragen

Beim Gesundheitsschutz gab es 2019 unter anderem strengere Regeln für die Zulassung von Arzneimitteln und eine verbesserte Datenbasis für die Bewertung von Impfstoffen. Zudem wurden die Befugnisse der zuständigen Behörden gestärkt, um schneller auf gesundheitliche Risiken reagieren zu können.

Für dein Konto bedeutet PSD2 vor allem, dass du dich beim Online-Banking stärker absichern musst, etwa durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Deine Bank darf zudem nur noch mit deiner ausdrücklichen Zustimmung auf Kontodaten zugreifen, was deine Datenhoheit erhöht.

Ja, die grundlegenden Änderungen von 2019 im Bereich Gesundheitsschutz und Finanzdienstleistungen gelten auch 2026 weiterhin, sofern sie nicht durch spätere Gesetze angepasst wurden. Die EU-Verordnungen und nationalen Umsetzungen sind dauerhaft in Kraft und werden nur bei Bedarf novelliert.

Als Angestellter mit einem Nebenjob kannst du ohne Verlust deines Versicherungsstatus in der gesetzlichen Krankenversicherung ein regelmäßiges Einkommen erzielen, solange du die allgemeine Wochenarbeitszeit von 20 Stunden nicht überschreitest. Die genaue Einkommensgrenze wird jährlich angepasst und hängt von der jeweiligen Krankenkasse ab; maßgeblich ist, dass dein Hauptbeschäftigungsverhältnis versicherungspflichtig ist.

Ja, durch PSD2 ist Online-Banking sicherer geworden, weil jede Transaktion und jeder Zugriff auf Kontodaten mit einer starken Kundenauthentifizierung geschützt werden muss. Das verringert das Risiko von Betrug durch gestohlene Passwörter erheblich, da zusätzlich ein zweiter Faktor wie ein TAN-Code oder ein biometrisches Merkmal erforderlich ist.

Der Zusatzbeitrag ist ein kassenindividueller Beitragssatz, den Krankenkassen zusätzlich zum allgemeinen Beitragssatz erheben können, um ihre Ausgaben zu decken. Er wird je zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen, bei Selbstständigen und freiwillig Versicherten zahlen Sie ihn allein.

Bei verdächtigen Kontobewegungen sollten Sie umgehend Ihre Bank kontaktieren und die Vorfälle melden, idealerweise über die offizielle Notfallnummer. Zudem ist es ratsam, die betroffenen Karten und Zugänge sperren zu lassen und Anzeige bei der Polizei zu erstatten, um möglichen Schaden zu begrenzen und Beweise zu sichern.

Quellen & Stand 09.07.2026

MS

StudySmarter-Redaktion

Finanz-Redaktion · StudySmarter
Marie macht Finanzthemen für Studierende verständlich – von der ersten Versicherung bis zum ersten Sparplan.

Redaktionell geprüft. Alle Zahlen mit Quellenangabe, Stand 09.07.2026. Dieser Artikel ist Finanzbildung – keine Rechts- oder Steuerberatung.

Mehr aus Konto & Banking

Alle Ratgeber zu Konto & Banking

Ähnliche Ratgeber