Bank wechseln Die komplette Anleitung & junge Erwachsene
Bank wechseln als Student: Checkliste, Kündigungsfristen, Kontowechselservice & die häufigsten Fehler – einfach erklärt von StudySmarter.
- Kostenlose Studentenkonten laufen nach dem Studienende aus – dann werden Gebühren fällig
- Gehaltseingang beim ersten Job macht andere Kontomodelle attraktiver
- Unzufriedenheit mit Filialnetz, App-Qualität oder Kundenservice
- Bessere Zinsen auf dem Tagesgeld oder attraktivere Extras (Cashback, Auslands-Gebührenfreiheit
Bank wechseln: Einfacher als du denkst – wenn du die Reihenfolge kennst
Kostenlose Kontomodelle laufen nach einer bestimmten Zeit aus – dann werden Gebühren fällig
Ein Bankwechsel klingt nach viel Aufwand, ist aber mit dem richtigen Plan in wenigen Wochen erledigt. Besonders für Verbraucher:innen und Berufstätige gibt es klare gesetzliche Regeln, die den Wechsel absichern – und häufig lohnt er sich richtig.
AUF EINEN BLICK
- Gehaltseingang macht andere Kontomodelle attraktiver
- Unzufriedenheit mit Filialnetz, App-Qualität oder Kundenservice
- Bessere Zinsen auf dem Tagesgeld oder attraktivere Extras (Cashback, Auslands-Gebührenfreiheit
- Umzug in eine andere Stadt oder ins Ausland als häufiger Auslöser
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Warum Verbraucher besonders häufig ihre Bank wechseln
Aktuelle Kündigungsfristen im bestehenden Kontovertrag lesen (Girokonto ist in der Regel jederzeit kündbar
Der häufigste Auslöser ist eine veränderte Lebenssituation: Viele Banken bieten kostenlose Konten für bestimmte Kundengruppen an – aber diese Modelle laufen automatisch aus, sobald die Voraussetzungen entfallen. Was vorher kostenlos war, wird plötzlich mit monatlichen Kontoführungsgebühren belastet. Wer dann nicht aktiv wird, zahlt still und leise drauf.
Dazu kommt die veränderte Einkommenssituation, etwa nach einem Jobwechsel oder dem Eintritt in den Ruhestand. Mit einem geregelten Gehaltseingang werden andere Kontomodelle interessant: Manche Direktbanken schalten ihr gebührenfreies Konto erst bei nachgewiesenem Geldeingang frei, andere bieten attraktivere Konditionen für Berufstätige. Es lohnt sich also, in regelmäßigen Abständen die eigene Bankbeziehung kritisch zu hinterfragen.
Auch Unzufriedenheit mit dem laufenden Anbieter treibt den Wechsel an: schlechte App-Qualität, fehlende Filialen am neuen Wohnort, langsamer Kundenservice oder einfach das Gefühl, nicht mehr im richtigen Modell zu stecken. Hinzu kommen attraktive Extras bei anderen Anbietern – zum Beispiel Cashback auf Alltagseinkäufe, gebührenfreie Kartenzahlungen im Ausland oder bessere Zinsen auf dem Tagesgeld. Gerade für längere Auslandsaufenthalte oder Reisen können solche Details mehrere Dutzend Euro im Jahr ausmachen.
AUF EINEN BLICK
- Laufende Daueraufträge, Lastschriften und Einzugsermächtigungen vollständig auflisten
- Eingehende Zahlungen notieren: Gehalt, Rente, Mieteinnahmen, Erstattungen
- Kontostand und evtl. Dispokreditbetrag klären – negativer Saldo muss vor Kündigung ausgeglichen werden
- Depot oder Bausparvertrag separat prüfen: Diese laufen meist unabhängig vom Girokonto
Vor dem Bankwechsel: Das solltest du zuerst prüfen
Seit dem Zahlungskontengesetz (ZKG) sind Banken verpflichtet, beim Kontowechsel zu helfen
Bevor du irgendetwas kündigst oder eröffnest, lohnt sich ein ruhiger Blick auf den bestehenden Kontovertrag. Girokontoverträge sind in Deutschland grundsätzlich jederzeit kündbar – eine gesetzliche Mindestbindungsfrist existiert bei Privatgirokonten nicht. Trotzdem können vertragliche Regelungen oder laufende Dispositionskredite den Abschluss verzögern. Lies also die Bedingungen deiner aktuellen Bank, bevor du loslegst.
Besonders wichtig: Erstelle eine vollständige Liste aller laufenden Daueraufträge, Lastschriften und Einzugsermächtigungen. Dazu zählen Miete, Streaming-Dienste, Handy-Vertrag, Mitgliedsbeiträge, GEZ-Beitrag, Versicherungsprämien und vieles mehr. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert, dass Zahlungen fehlschlagen – mit möglichen Mahngebühren als Folge.
Notiere außerdem alle eingehenden Zahlungen: Gehalt, Rentenzahlungen, Mieteinnahmen, Kapitalerträge, Kindergeld (derzeit 259 € monatlich) oder etwaige Unterhaltszahlungen. All diese Stellen müssen später deine neue IBAN erhalten. Und: Falls du einen Dispokredit in Anspruch genommen hast, muss dieser vor der Kündigung vollständig ausgeglichen sein – eine Bank kann die Kontoschließung verweigern, solange ein negativer Saldo besteht.
AUF EINEN BLICK
- Die neue Bank übernimmt auf Wunsch die Umleitung von Daueraufträgen und informiert Zahlungspartner
- Gesetzliche Frist: Die alte Bank muss alle relevanten Informationen innerhalb einer gesetzlich festgelegten Frist bereitstellen
- Der Service gilt für Privatkonten; bei Geschäftskonten gelten andere Regeln
- Tipp: Altes Konto mindestens einige Wochen parallel offen halten, um keine Zahlung zu verpassen
Der Kontowechselservice: Was das Gesetz für dich regelt
Schritt 1 – Neues Konto eröffnen: Identifizierung per Video-Ident oder PostIdent, Ausweisdokument bereithalten
Seit dem Inkrafttreten des Zahlungskontengesetzes (ZKG) sind Banken in Deutschland gesetzlich verpflichtet, beim Kontowechsel aktiv zu unterstützen. Das bedeutet: Du kannst die neue Bank beauftragen, den Wechselprozess zu koordinieren. Die alte Bank muss dann innerhalb einer gesetzlich festgelegten Frist alle relevanten Informationen über laufende Daueraufträge und Lastschriften bereitstellen – in der Regel innerhalb von fünf Geschäftstagen.
Die neue Bank übernimmt auf Wunsch die Umleitung bestehender Daueraufträge und informiert Zahlungspartner über deine neue Kontoverbindung. Das klingt komfortabel – und ist es auch, zumindest in der Theorie. In der Praxis empfiehlt es sich dennoch, selbst aktiv zu bleiben und wichtige Zahlungspartner direkt zu kontaktieren, statt sich ausschließlich auf den automatisierten Service zu verlassen. Behörden wie das Finanzamt oder die Krankenkasse reagieren zuverlässiger auf eine direkte Mitteilung.
Wichtig zu wissen: Der gesetzliche Kontowechselservice gilt ausschließlich für Privatgirokonten. Wer ein Geschäftskonto führt – zum Beispiel als Selbstständiger oder Freiberufler – muss den Wechsel dort selbst vollständig organisieren, da für Geschäftskonten andere rechtliche Regelungen gelten. Außerdem setzt der Service voraus, dass beide Konten im gleichen Land geführt werden; grenzüberschreitende Kontowechsel sind komplizierter.
AUF EINEN BLICK
- Schritt 2 – Kontowechselservice beauftragen: Entweder über die neue Bank oder selbst aktiv werden
- Schritt 3 – Alle Zahlungspartner informieren: Vermieter, Arbeitgeber, Versicherungen, Streaming-Dienste
- Schritt 4 – Neue IBAN an alle relevanten Stellen weitergeben (inkl. Finanzamt, Krankenkasse
- Schritt 5 – Daueraufträge und Lastschriften beim alten Konto stornieren und beim neuen einrichten
Schritt-für-Schritt: So läuft der Bankwechsel in der Praxis ab
Kostenlos-Bedingungen genau lesen: Manche Konten sind nur mit Gehaltseingang oder Mindestumsatz gebührenfrei
Der erste Schritt ist die Eröffnung des neuen Kontos – noch bevor das alte gekündigt wird. Die meisten modernen Direktbanken und Online-Banken erlauben eine vollständig digitale Kontoeröffnung per Video-Ident-Verfahren: Du identifizierst dich per Smartphone-Kamera, der Prozess dauert meist unter zehn Minuten. Alternativ steht das PostIdent-Verfahren bei der nächsten Postfiliale zur Verfügung. Als Verbraucher hältst du außerdem deinen Personalausweis oder Reisepass bereit, falls du ein neues Konto beantragst – einige Banken verlangen diesen Nachweis explizit.
Sobald das neue Konto aktiv ist und du deine neue IBAN kennst, beauftragst du den Kontowechselservice – entweder direkt über die neue Bank oder du übernimmst den Prozess selbst. Parallel dazu informierst du alle relevanten Zahlungspartner schriftlich oder per E-Mail über deine neue Kontoverbindung. Die Liste sollte mindestens umfassen: Vermieter, Arbeitgeber, Rentenversicherung, Krankenkasse, Finanzamt, alle Streaming- und Abo-Dienste sowie deine Versicherungen.
Erst wenn du sicher bist, dass alle Daueraufträge und Einzüge auf das neue Konto umgezogen sind – was erfahrungsgemäß vier bis sechs Wochen in Anspruch nimmt – kündigst du das alte Konto schriftlich und lässt dir den Eingang der Kündigung bestätigen. Bewahre diesen schriftlichen Nachweis auf. Nach der Kündigung sollte das Konto noch einige Wochen als Weiterleitungskonto aktiv bleiben, damit keine Zahlung verloren geht.
AUF EINEN BLICK
- Kontomodelle: Laufzeit oft bis zu einem bestimmten Alter begrenzt – Nachfolgemodell klären
- Girocard + Kreditkarte: Gerade auf Reisen wichtig (Gebühren bei Fremdwährungsabhebungen prüfen
- Mobile Banking & App-Qualität: Relevant für den Alltag unterwegs
- Dispokreditrahmen: Als Neukunde oft niedrig – bei Einkommensnachweisen kann er höher ausfallen
Worauf Sie bei der Auswahl des neuen Kontos achten sollten
Fehler 1: Altes Konto zu früh kündigen, bevor alle Lastschriften umgezogen sind
Der Begriff „kostenlos" ist im Bankwesen mit Vorsicht zu genießen. Manche Konten sind nur dann gebührenfrei, wenn monatlich ein bestimmter Geldbetrag eingeht oder ein Mindestumsatz mit der Karte erzielt wird. Wer diese Bedingungen nicht erfüllt – zum Beispiel weil das Gehalt nur alle paar Monate eingeht – zahlt trotzdem Gebühren. Lies also das Kleingedruckte, bevor du dich für ein Modell entscheidest.
Viele Sonderkonten haben oft eine fest begrenzte Laufzeit, die an eine bestimmte Lebensphase geknüpft ist. Frage vor der Eröffnung aktiv nach, welches Nachfolgemodell automatisch greift, wenn diese Phase endet. Manche Banken stellen das Konto ohne Rückfrage auf ein kostenpflichtiges Standardkonto um – andere bieten vergünstigte Modelle für Berufseinsteiger an.
Wer häufig im Ausland unterwegs ist, sollte Gebühren bei Fremdwährungsabhebungen und Kartenzahlungen im Ausland besonders genau vergleichen. Hier unterscheiden sich die Anbieter erheblich: Einige Direktbanken und Neobanken bieten gebührenfreie Abhebungen und Zahlungen weltweit an, während klassische Filialbanken pro Abhebung im Ausland einen festen Betrag oder einen Prozentsatz berechnen können. Auch die App-Qualität spielt für den Alltag eine echte Rolle: Push-Benachrichtigungen bei Zahlungseingängen, digitale Kontoverwaltung und einfaches Überweisen sollten selbstverständlich sein.
AUF EINEN BLICK
- Fehler 2: Alten Arbeitgeber oder Zahlungseingänge vergessen – Auszahlungen kommen dann auf das gesperrte Konto
- Fehler 3: Kein schriftlicher Nachweis der Kündigung aufbewahrt
- Fehler 4: Dispoguthaben nicht ausgeglichen – Bank kann Kündigung ablehnen
- Fehler 5: Depot oder Sparprodukte automatisch zu kündigen, statt sie zu übertragen
Häufige Fehler beim Bankwechsel – und wie du sie von Anfang an vermeidest
Sparkasse: Regionalprinzip bedeutet, bei Umzug in eine andere Region kann ein Kontowechsel zur lokalen Sparkasse nötig sein
Der mit Abstand häufigste Fehler: das alte Konto zu früh kündigen. Wer kündigt, bevor alle Lastschriften und Daueraufträge tatsächlich auf das neue Konto umgezogen sind, riskiert zurückgebuchte Zahlungen, Mahngebühren und im schlimmsten Fall sogar Mahnbescheide. Die Regel lautet: Kündige erst, wenn du mindestens vier bis sechs Wochen lang beobachtet hast, dass alle Zahlungen problemlos über das neue Konto laufen.
Ein zweiter, besonders für alle mit regelmäßigen Überweisungen relevanter Fehler: die zuständige Behörde oder Institution vergessen. Auszahlungen wie etwa Renten, Gehälter oder Sozialleistungen gehen auf die zuletzt hinterlegte Kontoverbindung – kommt es zur Fehlbuchung, kann die Rückbuchung und Neuzahlung mehrere Wochen dauern, was im schlimmsten Fall die monatliche Finanzplanung durcheinanderbringt. Die jeweilige Stelle muss deshalb frühzeitig und am besten per Einschreiben oder mit Lesebestätigung über die neue IBAN informiert werden.
Fehler Nummer drei: kein schriftlicher Nachweis über die Kündigung des alten Kontos aufbewahren. Im Streitfall – etwa wenn die alte Bank behauptet, keine Kündigung erhalten zu haben – ist ein Nachweis unersetzlich. Schicke die Kündigung per Einschreiben mit Rückschein oder per E-Mail mit Lesebestätigung und speichere den Beleg dauerhaft. Fehler Nummer vier schließlich betrifft den Dispokreditbetrag: Ein negativer Kontostand blockiert die Schließung, weil die Bank offene Forderungen hat. Gleiche das Konto vollständig aus und warte, bis der Ausgleich gebucht ist, bevor du die Kündigung absendest.
AUF EINEN BLICK
- Volksbank/Raiffeisenbank: Genossenschaftsanteil beim Kontoeröffnen – dieser muss bei Kündigung gesondert zurückgefordert werden
- ING und andere Direktbanken: Vollständig digital, kein Filialbesuch – VideoIdent-Verfahren nutzen
- Online-Banken (z. B. N26, DKB): Häufig beliebt wegen kostenloser Kontoführung und guter Apps
- Achtung: Anbietervergleiche und Empfehlungen findest du auf neutralen Vergleichsportalen – wir nennen keine konkreten Anbieterempfehlungen
Besonderheiten bei Sparkasse, Volksbank, ING und Neobanken
Ein Bankwechsel ist der ideale Moment, die gesamte Finanzstruktur zu überprüfen
Wer bei einer Sparkasse Kunde ist und in eine andere Region zieht, stößt auf das sogenannte Regionalprinzip: Sparkassen sind regional organisiert und bieten ihre vollständigen Leistungen häufig nur innerhalb ihres Geschäftsgebiets an. Ein Umzug von München nach Hamburg kann also bedeuten, dass ein Wechsel zur Hamburger Sparkasse sinnvoller ist als das Beibehalten des alten Kontos – selbst wenn das technisch möglich wäre. Kläre das frühzeitig, um keine bösen Überraschungen zu erleben.
Bei Volks- und Raiffeisenbanken gibt es eine Besonderheit, die viele Kunden nicht auf dem Schirm haben: Beim Eröffnen eines Kontos wird in der Regel auch eine Genossenschaftsmitgliedschaft begründet, die mit einem Genossenschaftsanteil verbunden ist. Dieser Anteil wird nicht automatisch erstattet, wenn du das Konto kündigst – du musst die Rückzahlung des Genossenschaftsguthabens gesondert schriftlich beantragen. Die Auszahlung erfolgt in der Regel zum Ende des Geschäftsjahres. Vergiss diesen Schritt nicht, denn es geht um Geld, das dir zusteht.
Direktbanken wie die ING oder DKB sowie Neobanken wie N26 sind bei allen, die Wert auf Flexibilität und digitale Prozesse legen, besonders beliebt, weil der gesamte Prozess von der Kontoeröffnung bis zur täglichen Kontoführung vollständig digital funktioniert – kein Filialbesuch, keine Wartezeiten. Das VideoIdent-Verfahren macht die Eröffnung in der Regel zum Zehn-Minuten-Prozess. Neobanken punkten oft mit sehr guten Apps, übersichtlichen Benachrichtigungen und in manchen Fällen gebührenfreien Auslandszahlungen. Der Kompromiss liegt typischerweise beim Kundenservice: Anfragen laufen meist über Chat oder E-Mail, ein persönlicher Ansprechpartner in der Filiale existiert schlicht nicht.
AUF EINEN BLICK
- Prüfe, ob dein Gehalt optimal ankommt und ob Sparziele eingerichtet sind
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- Im Anschluss: Versicherungscheck prüfen, ob Basis-Absicherung (Haftpflicht, BU) noch passt
Fazit: Bankwechsel als Startschuss für einen besseren Finanzüberblick
Ein Bankwechsel ist mehr als ein administrativer Akt – er ist ein idealer Moment, die gesamte eigene Finanzstruktur einmal von Grund auf zu überprüfen. Welche Einnahmen kommen wann und woher? Sind Sparziele eingerichtet? Ist die Basis-Absicherung wie Haftpflichtversicherung oder Berufsunfähigkeitsschutz noch aktuell? Wer diese Fragen beim Wechsel mitdenkt, trifft bessere Entscheidungen.
Prüfe auch, ob dein Gehalt, deine Rente oder andere regelmäßige Eingänge optimal ankommen und ob du für deine Ausgaben das passende Kontomodell gewählt hast. Der Mindestlohn liegt aktuell bei 13,90 € pro Stunde – wer auf Minijob-Basis arbeitet, sollte außerdem die aktuelle Minijob-Grenze von 603 € monatlich im Blick behalten, damit keine unerwarteten Beiträge entstehen.
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Häufige Fragen
Ja, Sie können Ihr Girokonto in der Regel jederzeit mit einer Frist von zwei Wochen kündigen, sofern kein fester Laufzeitvertrag besteht. Die Bank muss die Kündigung akzeptieren, und Sie sollten sicherstellen, dass alle offenen Posten wie Daueraufträge und Lastschriften vorher umgestellt sind.
Der Kontowechselservice ist ein gesetzlich verankertes Verfahren, das Ihnen hilft, Zahlungsempfänger und Zahlungspflichtige über Ihre neue Bankverbindung zu informieren. Sie müssen ihn nicht nutzen, aber er erleichtert den Wechsel erheblich, da die alte Bank die nötigen Informationen automatisch an die neue Bank übermittelt.
Ein Bankwechsel dauert in der Regel etwa zwei Wochen, wobei die alte Bank verpflichtet ist, Ihre Kontodaten und offenen Posten innerhalb von sieben Tagen nach Ihrer Freigabe an die neue Bank zu übertragen. Die komplette Umstellung aller Zahlungen kann je nach Zahlungsempfängern etwas länger dauern, sollte aber innerhalb eines Monats abgeschlossen sein.
Ihre regelmäßigen Geldeingänge werden bei einem Bankwechsel nicht beeinträchtigt, da die Auszahlung auf das von Ihnen angegebene Konto erfolgt. Sie müssen lediglich den jeweiligen Zahlungspflichtigen Ihre neue Bankverbindung mitteilen, am besten schriftlich oder über das Online-Portal, damit die nächste Zahlung auf das neue Konto überwiesen wird.
Ja, wenn Sie Mitglied einer Volksbank sind und einen Genossenschaftsanteil gezeichnet haben, sollten Sie diesen bei der Kündigung Ihres Kontos formell zurückfordern. Die Rückzahlung erfolgt in der Regel nach einer Kündigungsfrist, die in der Satzung der Bank festgelegt ist, und Sie müssen die Anteile schriftlich kündigen.
Beim Wechsel verlieren Sie Ihren Status als kostenloses Konto nur, wenn Sie die neue Bank nicht über Ihren Status informieren oder die dafür geforderten Nachweise nicht erbringen. Die meisten Banken bieten weiterhin kostenlose Konten an, sofern Sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen und dies nachweisen.
Ein Bankwechsel selbst schadet Ihrer Bonität bei der Schufa nicht, da die Eröffnung eines neuen Girokontos in der Regel keine negativen Auswirkungen hat. Allerdings kann eine häufige Kontowechsel innerhalb kurzer Zeit von manchen Banken als Risiko gesehen werden, aber ein einmaliger Wechsel ist unproblematisch.
Wenn Ihre alte Bank das Konto nicht schließt, sollten Sie zuerst schriftlich mit einer Frist von zwei Wochen kündigen und eine Bestätigung verlangen. Reagiert die Bank nicht, können Sie sich an die zuständige Aufsichtsbehörde oder den Ombudsmann der Banken wenden, und im Extremfall hilft eine anwaltliche Beratung oder die Verbraucherzentrale.
Quellen & Stand 09.07.2026
- Bundesfinanzministerium, Rahmen
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