Ratgeber · Investieren
Was kosten Hebelprodukte wirklich?
Die Kosten eines Hebelprodukts setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen und hängen stark vom gewählten Produkttyp ab. Entscheidend sind neben den direkten Gebühren auch indirekte Kosten wie der Spread und die Finanzierungskosten des Hebels.
11 Kapitel · 14 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Die Gesamtkosten eines Hebelprodukts bestehen aus Ordergebühr, Spread und produktspezifischen Kosten.
- Bei Knock-out-Produkten und Faktor-Optionsscheinen fallen laufende Finanzierungskosten für den Hebel an.
- Optionsscheine werden zusätzlich von Volatilität und Restlaufzeit beeinflusst, was den Preis verändert.
- Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist bei vielen Hebelprodukten möglich und stellt das größte finanzielle Risiko dar.
01 · Grundlagen
Was sind Hebelprodukte?
Hebelprodukte sind Wertpapiere, die die Kursbewegung eines Basiswerts wie einer Aktie oder eines Index überproportional abbilden. Sie gehören zur höchsten Risikoklasse und eignen sich nicht für die langfristige Geldanlage.
Hebelprodukte sind Finanzderivate, deren Wertentwicklung sich von einem anderen Kurs ableitet, dem sogenannten Basiswert. Das können Aktien, Indizes wie der Dax, Währungen oder Rohstoffe sein. Der entscheidende Unterschied zu einer direkten Anlage in den Basiswert liegt im eingebauten Hebel, der sowohl Gewinne als auch Verluste überproportional verstärkt.
Für die Geldanlage von privaten Anlegerinnen und Anlegern sind diese Produkte nicht geeignet. Sie gehören zur höchsten Risikoklasse von Wertpapieren und sind sehr komplex. Das Risiko eines Totalverlusts ist bei Hebelprodukten deutlich höher als bei breit gestreuten Aktien-ETFs, die du über viele Jahre halten kannst.
Du kannst Hebelprodukte wie Aktien kaufen und verkaufen, benötigst dafür aber ein Depot und einen Online-Zugang. Der Anbieter des Produkts wird Emittent genannt. Anders als bei Fonds handelt es sich bei Hebelprodukten nicht um Sondervermögen, sondern um eine Schuldverschreibung des Emittenten.
Kurz erklärt
Hebelprodukt
Ein Wertpapier, das die Kursveränderung eines Basiswerts (z. B. Aktie, Index, Währung) um einen bestimmten Faktor verstärkt. Gewinne und Verluste können sich dadurch vervielfachen.
Der Hebel wirkt in beide Richtungen: Er vergrößert sowohl Gewinnchancen als auch Verlustrisiken.
02 · Kosten
Welche Kostenarten fallen beim Handel an?
Beim Handel mit Hebelprodukten entstehen direkte und indirekte Kosten. Die Gesamtbelastung ergibt sich aus mehreren Komponenten, die je nach Produkt unterschiedlich stark ins Gewicht fallen.
Beim Handel mit Hebelprodukten zahlst du mehr als nur die normale Ordergebühr deines Depots. Die Gesamtkosten setzen sich aus direkten und indirekten Komponenten zusammen, die je nach Produkttyp unterschiedlich stark ins Gewicht fallen.
Der Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs und wird oft unterschätzt. Er fällt bei jedem Handel an und wirkt wie eine indirekte Gebühr. Bei Hebelprodukten ist der Spread häufig größer als bei Aktien oder ETFs, weil der Emittent die Preise selbst stellt und nicht Angebot und Nachfrage den Kurs bestimmen.
Zusätzlich entstehen laufende Kosten für die Strukturierung und das Management des Produkts. Bei Produkten mit Hebelwirkung kommen Finanzierungskosten hinzu, weil der Anbieter dir für den Hebel Geld leiht. Diese Kosten werden in der Regel direkt in den Preis des Produkts eingerechnet und sind für dich nicht als separate Rechnung sichtbar.
Die Ordergebühr liegt bei den meisten Depots zwischen 5 und 15 Euro pro Trade. Der Spread kann je nach Produkt und Marktlage zwischen 0,1 und 1,0 Prozent des Kurses betragen. Die laufenden Finanzierungskosten machen oft mehrere Prozent pro Jahr aus und fallen umso stärker ins Gewicht, je länger du das Produkt hältst.
Typische Kostenkomponenten bei Hebelprodukten
03 · Vergleich
Wie unterscheiden sich die Kosten der Produkttypen?
Optionsscheine, Knock-out-Produkte und Faktor-Optionsscheine haben unterschiedliche Kostenstrukturen. Der Vergleich zeigt, worauf du bei der Auswahl achten solltest.
Bei Optionsscheinen beeinflussen Volatilität und Restlaufzeit den Preis stark. Eine höhere erwartete Schwankung des Basiswerts verteuert den Optionsschein, weil die Chance auf große Kursausschläge steigt.
Knock-out-Produkte bilden die Bewegung des Basiswerts nahezu linear ab. Ihre Kosten bestehen vor allem aus den Finanzierungskosten für den Hebel und dem Spread. Die Volatilität spielt hier eine geringere Rolle als bei Optionsscheinen, dafür ist das Totalverlustrisiko bei Erreichen der Knock-out-Schwelle sehr hoch.
Faktor-Optionsscheine haben typischerweise einen konstanten Hebel und keine Knock-out-Schwelle. Auch hier fallen Finanzierungskosten für den konstanten Hebel an. Der Vorteil liegt in der besseren Planbarkeit des Hebels, die Kostenstruktur ist aber ebenfalls laufend und wird in den Preis eingerechnet.
Bei allen drei Produkttypen gilt: Die Kosteninformationen deines Brokers zeigen dir vor dem Kauf die erwarteten Gesamtkosten an. Du solltest diese Angaben lesen, bevor du eine Order aufgibst, denn sie unterscheiden sich je nach Emittent und Produkt teils erheblich.
| Optionsschein | Knock-out-Produkt | Faktor-Optionsschein | |
|---|---|---|---|
| Totalverlustrisiko | Möglich bei wertlosem Verfall | Sehr hoch bei Erreichen der Knock-out-Schwelle | Möglich, abhängig vom Produkt |
| Einfluss der Volatilität | Stark preisbestimmend |
04 · Grundlagen
Welche Rolle spielt der Basiswert?
Der Basiswert bestimmt, worauf sich das Hebelprodukt bezieht. Seine Eigenschaften beeinflussen die Preisbildung und das Risiko des Produkts.
Der Basiswert ist der zugrunde liegende Vermögenswert, auf den sich das Hebelprodukt bezieht. Das kann eine einzelne Aktie sein, ein Index wie der Dax, eine Währung oder ein Rohstoff. Die Kursbewegung des Basiswerts ist die Grundlage für Gewinn oder Verlust deines Hebelprodukts.
Die Eigenschaften des Basiswerts beeinflussen die Preisbildung des Produkts direkt. Ein stark schwankender Basiswert wie eine Einzelaktie führt zu höheren Preisen bei Optionsscheinen, weil die erwartete Volatilität steigt. Ein stabiler Index wie der Dax hat in der Regel geringere Schwankungen und damit andere Kostenstrukturen.
Du solltest den Basiswert genau kennen, bevor du ein Hebelprodukt darauf kaufst. Wenn du die Aktie oder den Index nicht einschätzen kannst, kannst du auch das Risiko des Hebelprodukts nicht beurteilen. Bei Basiswerten in Fremdwährung kommt zusätzlich ein Währungsrisiko hinzu, sofern das Produkt keine Währungssicherung besitzt.
Kurz erklärt
Basiswert
Der zugrunde liegende Vermögenswert eines Hebelprodukts, zum Beispiel eine Aktie, ein Index, eine Währung oder ein Rohstoff.
Die Kursbewegung des Basiswerts ist die Grundlage für Gewinn oder Verlust des Hebelprodukts.
05 · Schritt für Schritt
Wie funktioniert die Hebelwirkung?
Der Hebel ist der Faktor, um den die Kursveränderung des Basiswerts vervielfacht wird. Er entsteht durch den Einsatz von Fremdkapital und wirkt in beide Richtungen.
Der Hebel entsteht durch den Einsatz von Fremdkapital. Wenn du ein Hebelprodukt für 1.000 Euro kaufst, bewegt der Anbieter für dich einen größeren Betrag, zum Beispiel 5.000 Euro bei einem Hebel von fünf. Die Differenz leiht dir der Emittent und erhebt dafür Finanzierungskosten.
Steigt der Basiswert um 1 Prozent, steigt der Wert deines Hebelprodukts um 5 Prozent. Fällt der Basiswert um 1 Prozent, verlierst du ebenfalls 5 Prozent. Der Hebel wirkt also in beide Richtungen und vergrößert sowohl Gewinnchancen als auch Verlustrisiken.
Bei den meisten Hebelprodukten ist der Hebel nicht fest garantiert, sondern bildet sich dynamisch aus dem aktuellen Kurs des Basiswerts. Der Anbieter garantiert dir eine bestimmte Kreditsumme, die die Hebelwirkung ermöglicht. Wenn sich der Kurs des Basiswerts verändert, kann der tatsächliche Hebel beim Kauf höher oder niedriger ausfallen als ursprünglich angezeigt.
Der Hebel funktioniert wie ein Lautstärkeregler: Er verstärkt die Kursbewegung des Basiswerts, ohne sie inhaltlich zu verändern. Bei einem Hebel von fünf wird aus einem Kursanstieg von 2 Prozent ein Gewinn von 10 Prozent, aus einem Kursrückgang von 2 Prozent aber auch ein Verlust von 10 Prozent.
Kauf des Hebelprodukts
Du setzt einen bestimmten Geldbetrag ein, zum Beispiel 1.000 Euro.
Hebelwirkung durch Fremdkapital
Der Anbieter bewegt ein Vielfaches deines Einsatzes, etwa 5.000 Euro bei einem Hebel von fünf.
Kursbewegung des Basiswerts
Steigt der Basiswert um 1 Prozent, steigt der Wert des Hebelprodukts um 5 Prozent. Fällt der Basiswert, gilt das Gleiche in die Gegenrichtung.
Verlust oder Gewinn
Das Ergebnis wird auf deinen Einsatz angerechnet. Bei ungünstigem Verlauf kann der Einsatz vollständig verloren gehen.
06 · Was gilt
Wann droht der Totalverlust?
Ein Totalverlust ist bei Hebelprodukten ein realistisches Szenario. Besonders Knock-out-Produkte können bei Erreichen einer bestimmten Schwelle sofort wertlos werden.
Ein Totalverlust ist bei Hebelprodukten kein theoretisches Randrisiko, sondern ein realistisches Szenario. Besonders Knock-out-Produkte können bei Erreichen einer bestimmten Schwelle sofort wertlos werden. Fällt der Basiswert auf diesen Kurs, ist das gesamte Papier wertlos, unabhängig davon, was danach passiert.
Auch Optionsscheine können am Laufzeitende wertlos verfallen, wenn der Basiswert nicht die erwartete Richtung eingeschlagen hat. Anders als bei Aktien gibt es keinen inneren Unternehmenswert, der den Kurs stützt. Der Optionsschein ist am Ende nur noch ein Recht, das wertlos verfällt, wenn es nicht ausgeübt wird.
Ein weiteres Risiko ist die Insolvenz des Emittenten. Da Hebelprodukte Schuldverschreibungen sind und nicht zum Sondervermögen gehören, ist dein Geld bei einer Pleite des Herausgebers nicht geschützt. Du kannst in diesem Fall deinen gesamten Einsatz verlieren, selbst wenn sich der Basiswert positiv entwickelt hat.
Das Totalverlustrisiko beträgt bei Hebelprodukten bis zu 100 Prozent deines Einsatzes. Je höher der Hebel und je näher die Knock-out-Schwelle am aktuellen Kurs liegt, desto wahrscheinlicher wird der vollständige Verlust.
Hohes Risiko
Geringeres Risiko
07 · Grundlagen
Was ist die Knock-out-Schwelle?
Die Knock-out-Schwelle ist ein zentraler Begriff bei Knock-out-Produkten. Sie entscheidet darüber, ob das Produkt wertlos verfällt.
Die Knock-out-Schwelle ist ein vorab festgelegter Kurs des Basiswerts. Wird dieser Kurs erreicht oder durchbrochen, verfällt das Knock-out-Produkt sofort und wertlos. Es gibt keine Chance auf Erholung, selbst wenn der Basiswert danach wieder in die gewünschte Richtung dreht.
Der Abstand zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswerts und der Knock-out-Schwelle bestimmt die Hebelwirkung. Ein geringerer Abstand bedeutet einen höheren Hebel und damit mehr Risiko. Ein größerer Abstand bedeutet weniger Risiko, aber auch einen geringeren Hebel und damit weniger Gewinnchance.
Du kannst die Knock-out-Schwelle bei den meisten Produkten selbst wählen, indem du ein Zertifikat mit passendem Abstand auswählst. Diese Wahl ist eine der wichtigsten Entscheidungen beim Handel mit Knock-out-Produkten, denn sie legt fest, wie viel Kursbewegung dein Produkt aushält, bevor es wertlos wird.
Kurz erklärt
Knock-out-Schwelle
Ein vorab festgelegter Kurs des Basiswerts. Wird dieser Kurs erreicht oder durchbrochen, verfällt das Knock-out-Produkt sofort und wertlos.
Der Abstand zwischen aktuellem Kurs und Knock-out-Schwelle bestimmt die Hebelwirkung: Je geringer der Abstand, desto höher der Hebel und das Risiko.
08 · Im Vertrag
Wie beeinflussen Volatilität und Laufzeit den Preis?
Bei Optionsscheinen sind Volatilität und Restlaufzeit wichtige Preisfaktoren. Sie können den Wert des Produkts auch dann verändern, wenn sich der Basiswert nicht bewegt.
Die Volatilität beschreibt die Schwankungsintensität des Basiswerts. Eine höhere erwartete Schwankung verteuert den Optionsschein, weil die Chance auf große Kursausschläge und damit auf einen Gewinn steigt.
Die Restlaufzeit bestimmt den Zeitwert des Optionsscheins. Mit abnehmender Laufzeit sinkt der Zeitwert, weil die verbleibende Zeit für eine positive Kursentwicklung schrumpft. Am Laufzeitende kann der Optionsschein wertlos verfallen, wenn der Basiswert nicht über den Ausübungspreis gestiegen oder darunter gefallen ist.
Der innere Wert eines Optionsscheins ergibt sich aus dem Abstand zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswerts und dem Ausübungspreis. Liegt der Kurs des Basiswerts über dem Ausübungspreis eines Call-Optionsscheins, hat der Schein einen inneren Wert. Liegt er darunter, besteht der Preis nur noch aus dem Zeitwert, der mit der Zeit schrumpft.
Volatilität und Restlaufzeit können den Preis eines Optionsscheins auch dann verändern, wenn sich der Basiswert nicht bewegt. Das ist ein wichtiger Unterschied zu Knock-out-Produkten, bei denen diese Faktoren eine geringere Rolle spielen.
Preisbestimmende Faktoren bei Optionsscheinen
09 · Vergleich
Was ist der Unterschied zwischen Call und Put?
Mit einem Call-Optionsschein setzt du auf steigende Kurse, mit einem Put-Optionsschein auf fallende Kurse. Beide Varianten haben unterschiedliche Kosten- und Risikoprofile.
Du erzielst einen Gewinn, wenn der Kurs über den Ausübungspreis steigt. Bleibt der Kurs darunter oder fällt er, verfällt der Call am Laufzeitende wertlos und du verlierst deinen Einsatz.
Mit einem Put-Optionsschein setzt du auf fallende Kurse. Du erzielst einen Gewinn, wenn der Kurs unter den Ausübungspreis fällt. Steigt der Kurs dagegen oder bleibt er seitwärts, verfällt der Put wertlos und du verlierst deinen Einsatz.
Beide Varianten haben eine begrenzte Laufzeit und können am Ende wertlos verfallen. Die Kostenstruktur ist ähnlich, denn bei beiden fließen Volatilität, Restlaufzeit und der Abstand zum Ausübungspreis in den Preis ein. Der Unterschied liegt allein in der Richtung, auf die du wettest.
Für die langfristige Geldanlage sind weder Calls noch Puts geeignet. Sie sind Instrumente für kurzfristige Spekulation und erfordern eine aktive Beobachtung der Position. Wer auf steigende Kurse setzen will, ist mit einem breit gestreuten Aktien-ETF über viele Jahre besser bedient.
| Call-Optionsschein | Put-Optionsschein | |
|---|---|---|
| Erwartung | Steigende Kurse des Basiswerts | Fallende Kurse des Basiswerts |
| Gewinn bei | Kursanstieg über den Ausübungspreis | Kursrückgang unter den Ausübungspreis |
| Verlust bei | Kursverfall oder wertlosem Verfall | Kursanstieg oder wertlosem Verfall |
10 · Fehler vermeiden
Welche Risiken solltest du vor dem Kauf kennen?
Neben den Kosten gibt es weitere Risiken, die du vor dem Handel mit Hebelprodukten verstehen solltest. Sie können dein eingesetztes Kapital vollständig aufzehren.
Das Emittentenrisiko wird oft übersehen: Da Hebelprodukte Schuldverschreibungen sind, ist dein Geld bei einer Insolvenz des Herausgebers nicht geschützt. Anders als bei ETFs gibt es kein Sondervermögen, das im Insolvenzfall getrennt bleibt.
Der Spread ist eine indirekte Gebühr, die du bei jedem Kauf und Verkauf zahlst. Bei Hebelprodukten ist er häufig größer als bei Aktien, weil der Emittent die Preise stellt. Wer den Spread nicht beachtet, zahlt beim Handel mehr als gedacht und startet mit einem Verlust in die Position.
Ein zu hoher Hebel führt dazu, dass schon eine kleine Kursbewegung gegen deine Position den gesamten Einsatz vernichtet. Bei einem Hebel von zehn reicht ein Kursrückgang des Basiswerts von 10 Prozent für einen Totalverlust. Je höher der Hebel, desto schneller ist der Nullpunkt erreicht.
Bei Optionsscheinen kommt der Einfluss von Volatilität und Restlaufzeit hinzu. Selbst wenn sich der Basiswert in die erwartete Richtung bewegt, kann der Optionsschein an Wert verlieren, weil die Volatilität sinkt oder die Restlaufzeit schrumpft. Diese Faktoren musst du bei deiner Entscheidung berücksichtigen.
Typische Fehler und Risiken beim Handel mit Hebelprodukten
11 · Checkliste
Für wen sind Hebelprodukte geeignet?
Hebelprodukte richten sich an sehr erfahrene Anlegerinnen und Anleger, die das Risiko eines Totalverlusts tragen können. Für die langfristige Geldanlage sind sie nicht geeignet.
Du solltest nur Geld einsetzen, auf das du nicht angewiesen bist. Spekuliere nie mit Geld, das du für Miete, Lebenshaltung oder andere Verpflichtungen benötigst.
Für die langfristige Geldanlage sind Hebelprodukte nicht geeignet. Eine breit gestreute Anlage in Aktien-ETFs ohne Hebel bietet über viele Jahre eine deutlich bessere Balance aus Renditechance und Risiko. Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Person und Jahr schützt einen Teil deiner Kapitalerträge vor Steuern, was bei langfristigen ETF-Anlagen ein zusätzlicher Vorteil ist.
Wenn du Hebelprodukte ausprobieren willst, informiere dich gründlich und steige mit kleinen Hebeln und Beträgen ein. Du solltest die Kostenstruktur des Produkts inklusive Spread und Finanzierungskosten kennen und deine Positionen aktiv beobachten. Wer nicht bereit ist, schnell auf Kursbewegungen zu reagieren, sollte die Finger von Hebelprodukten lassen.
Die wichtigste Regel lautet: Nutze nur Geld, dessen vollständigen Verlust du finanziell verkraften kannst. Hebelprodukte sind keine Geldanlage, sondern eine Spekulation mit hohem Risiko.
Voraussetzungen für den Handel mit Hebelprodukten
Du hast Erfahrung mit Wertpapieren und verstehst die Funktionsweise von Derivaten.
Du kannst einen Totalverlust deines Einsatzes finanziell verkraften.
Du kennst die Kostenstruktur des Produkts inklusive Spread und Finanzierungskosten.
Du beobachtest deine Positionen aktiv und reagierst schnell auf Kursbewegungen.
Du nutzt nur Geld, auf das du nicht angewiesen bist.
Häufige Fragen
Fragen zu Was kosten Hebelprodukte wirklich?
{{f.a}}
Investieren
Mehr zu Investieren
Weiter mit Finanzen
Ratgeber zu Versicherung, Geldanlage und Studienfinanzierung für Studierende.
Alle Finanz-Ratgeber