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Was kostet CFD-Handel? Alle Gebühren im Überblick

Die Kosten eines CFD setzen sich aus mehreren Posten zusammen. Neben dem Spread und der Margin fallen vor allem bei längeren Haltedauern Finanzierungs­kosten an, die deine Rendite schmälern.

10 Kapitel · 10 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Der Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs und fällt bei jeder Order an.
  • Haltekosten (Swaps) werden fällig, wenn du eine CFD-Position über Nacht hältst.
  • Kommissionen liegen je nach Anbieter oft zwischen 1 und 10 USD bzw. Euro pro Trade.
  • Die Hebelwirkung erhöht dein Risiko: Ein Großteil der Kleinanlegerkonten verliert beim CFD-Handel Geld.

01 · Was gilt

Welche Kosten fallen beim CFD-Handel an?

CFD-Kosten lassen sich in einmalige Transaktionskosten und laufende Haltekosten unterteilen. Hinzu kommen mögliche Gebühren für Zusatzleistungen oder Kontoaktivitäten.

Die Kostenarten unterscheiden sich danach, ob sie bei jeder Order anfallen oder nur unter bestimmten Bedingungen. Der Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs und wird bei jedem Trade sofort fällig. Bei vielen Anbietern kommt eine Kommission pro Order hinzu, deren Höhe vom Markt und vom Kontomodell abhängt.

Hältst du eine Position über Nacht, entstehen Haltekosten. Diese werden täglich berechnet und können bei längeren Haltedauern die Rendite deutlich schmälern. Zusätzlich verlangen manche Broker Gebühren für Zusatzleistungen wie garantierte Stop-Loss-Orders oder Kursdaten-Abonnements für bestimmte Börsen.

  • Die Margin ist keine Gebühr, sondern eine Sicherheitsleistung, die du für offene Positionen vorhalten musst.
  • Inaktivitätsgebühren können nach etwa 24 Monaten ohne Handel anfallen.
  • Auszahlungsgebühren liegen häufig bei 5 bis 10 Euro pro Auszahlung.

Fällt an

·Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs
·Kommission pro Order bei vielen Anbietern
·Haltekosten bei Positionen über Nacht
·Margin als Sicherheitsleistung
·Gebühren für garantierte Stop-Loss-Orders
·Kursdaten-Abonnements für bestimmte Börsen

Fällt nicht an

·Kontoführungsgebühr bei aktiven Konten
·Steuern direkt an den Broker
·Kosten für das Schließen einer Position am selben Tag
·Gebühren für das Setzen einer normalen Limit-Order

02 · Grundlagen

Wie funktioniert die Hebelwirkung bei CFDs?

Die Hebelwirkung ermöglicht es dir, mit einem geringeren Kapitaleinsatz eine größere Position am Basiswert zu bewegen. Sie wirkt jedoch in beide Richtungen und erhöht sowohl Gewinnchancen als auch Verlustrisiko.

Der Hebel beschreibt das Verhältnis zwischen der Positionsgröße und der dafür nötigen Margin. Ein Hebel von 5 bedeutet, dass du für eine Position von 25.000 Euro nur 5.000 Euro als Sicherheit hinterlegen musst. Dein Gewinn oder Verlust wird jedoch immer auf die gesamte Positionsgröße berechnet.

Ein Kursanstieg von 10 Prozent auf den Basiswert verdoppelt bei einem Hebel von 5 deinen eingesetzten Kapitaleinsatz. Ein Kursverlust von 10 Prozent führt entsprechend zu einem Verlust von 50 Prozent deiner Margin. 77,1 Prozent der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel.

Die Hebelwirkung funktioniert in beide Richtungen. Deshalb solltest du vor jedem Trade prüfen, wie viel Kapital du bei einem ungünstigen Kursverlauf verlieren kannst.

Kurz erklärt

Hebelwirkung

Der Hebel beschreibt das Verhältnis zwischen der Positionsgröße und der dafür nötigen Margin. Ein Hebel von 5 bedeutet, dass du für eine Position von 25.000 Euro 5.000 Euro als Sicherheit hinterlegen musst.

Ein hoher Hebel kann zu schnellen Verlusten führen, die deine Einlage übersteigen können.

03 · Grundlagen

Was ist die Margin und wie beeinflusst sie deine Kosten?

Die Margin ist keine Gebühr, sondern eine Sicherheitsleistung, die du für offene CFD-Positionen auf deinem Konto vorhalten musst. Sie bestimmt, wie viel Kapital du für einen Trade bindest.

Die Margin ist der Betrag, den du als Sicherheit hinterlegen musst, um eine CFD-Position zu eröffnen. Sie wird als Prozentsatz der Positionsgröße berechnet, zum Beispiel 20 Prozent. Bei einer Position von 25.000 Euro musst du also 5.000 Euro auf deinem Konto vorhalten.

Die Margin blockiert Kapital auf deinem Konto und steht dir für andere Trades nicht zur Verfügung. Steigt der Kurs gegen deine Position, kann der Broker zusätzliche Sicherheiten verlangen. Reicht dein Kontostand nicht aus, wird die Position unter Umständen automatisch geschlossen.

Die Margin selbst ist keine Gebühr. Sie beeinflusst deine Kosten aber indirekt, weil gebundenes Kapital nicht anderweitig eingesetzt werden kann.

Kurz erklärt

Margin

Die Margin ist der Betrag, den du als Sicherheit hinterlegen musst, um eine CFD-Position zu eröffnen. Sie wird als Prozentsatz der Positionsgröße berechnet, zum Beispiel 20 Prozent.

Die Margin blockiert Kapital auf deinem Konto und steht dir für andere Trades nicht zur Verfügung.

04 · Vergleich

Wie setzen sich die Transaktions­kosten zusammen?

Transaktionskosten entstehen bei jeder Order. Sie bestehen hauptsächlich aus dem Spread und gegebenenfalls einer Kommission.

Der Spread ist die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs und wird direkt im Kurs berücksichtigt. Bei vielen Brokern beginnen die Spreads bei 0,0 Pips, was als günstig gilt.

Die Kommission wird separat ausgewiesen und liegt oft zwischen 1 und 10 USD bzw. Euro pro Order. Bei spreadbasierten Konten ist die Kommission häufig bereits im Spread enthalten. Bei Raw-Konten ist der Spread sehr niedrig, dafür fällt eine separate Kommission an.

  • Der Spread wird bei jeder Order sofort fällig und ist im Kurs enthalten.
  • Die Kommission wird separat ausgewiesen und hängt vom Markt und Kontomodell ab.
  • Feste Spreads sind meist deutlich höher als variable Spreads.
Spread und Kommission im Vergleich
SpreadKommission
BerechnungDifferenz zwischen Kauf- und VerkaufskursFester Betrag pro Order oder pro Lot
FälligkeitBei jeder Order sofortBei jeder Order sofort
HöheBeginnt bei vielen Brokern bei 0,0 PipsOft zwischen 1 und 10 USD bzw. Euro
TransparenzIm Kurs enthalten, nicht immer sofort sichtbarWird separat ausgewiesen

05 · Kosten

Was kosten dich Haltekosten über Nacht?

Wenn du eine CFD-Position über Nacht hältst, fallen Finanzierungskosten an. Diese werden auch als Swaps, Rollover oder Overnight-Kosten bezeichnet.

Für das Halten einer offenen Position über den Handelsschluss hinaus werden täglich Ausgleichszahlungen berechnet. Die Berechnungsbasis ist das zum Tages-Schlusskurs bewertete Kontraktvolumen. Bei Long-Positionen werden dir diese Kosten in Rechnung gestellt, bei Short-Positionen können sie auch positiv ausfallen.

Für Aktien-CFDs lautet die Formel: ((3 Prozent plus Referenzzinssatz) geteilt durch 365) multipliziert mit der Positionsgröße. Bei einer Positionsgröße von 26.000 Euro und einem Referenzzinssatz von 1,59 Prozent ergeben sich Kosten von 3,27 Euro pro Nacht. Bei fünf Tagen Haltedauer summieren sich die Kosten auf etwa 16 Euro.

Diese Kosten fallen zusätzlich zu Spread und Kommission an und schmälern deinen Gewinn oder erhöhen deinen Verlust.

Beispiel für Overnight-Kosten einer Long-Position

Kosten pro Nacht3,27 EUR
Kosten bei 5 Tagen Haltedauerca. 16 EUR

06 · Was gilt

Wie unterscheiden sich die Haltekosten je nach Basiswert?

Die Höhe der Finanzierungskosten hängt vom gehandelten Basiswert ab. Für Aktien, Indizes, Währungspaare und Kryptowährungen gelten unterschiedliche Berechnungsmethoden.

Die Berechnung der Haltekosten hängt vom gehandelten Basiswert ab. Für Aktien-CFDs wird der tägliche Referenzzinssatz der Aktienwährung plus ein Aufschlag verwendet. Bei Index-CFDs kommt der tägliche Referenzzinssatz des Index zum Einsatz, ebenfalls plus Aufschlag.

Für Währungs-CFDs wird der Tomorrow-Next-Zinssatz des Währungspaares herangezogen. Bei Rohstoff- und Staatsanleihen-CFDs basieren die Haltekosten auf den abgeleiteten Haltekosten der zugrunde liegenden Futures-Kontrakte. Krypto-CFDs werden wie andere Produkte berechnet, mit produktspezifischen Sätzen.

  • Aktien-CFDs: Referenzzinssatz der Aktienwährung plus Aufschlag.
  • Index-CFDs: Referenzzinssatz des Index plus Aufschlag.
  • Währungs-CFDs: Tomorrow-Next-Zinssatz des Währungspaares.
  • Rohstoff-CFDs: abgeleitete Haltekosten der Futures-Kontrakte.

Berechnung mit Referenzzinssatz

·Aktien-CFDs: täglicher Referenzzinssatz der Aktienwährung plus Aufschlag
·Index-CFDs: täglicher Referenzzinssatz des Index plus Aufschlag
·Währungs-CFDs: Tomorrow-Next-Zinssatz des Währungspaares
·Krypto-CFDs: wie andere Produkte, mit produktspezifischen Sätzen

Berechnung mit Futures-Kursen

·Rohstoff-CFDs: abgeleitete Haltekosten der zugrunde liegenden Futures-Kontrakte
·Staatsanleihen-CFDs: abgeleitete Haltekosten der zugrunde liegenden Futures-Kontrakte

07 · Fehler vermeiden

Welche Rolle spielt die Volatilität für deine Kosten?

Die Volatilität des Basiswerts beeinflusst indirekt deine Handelskosten. In volatilen Marktphasen weiten sich die Spreads oft aus und das Risiko von Kurslücken steigt.

Das bedeutet, dass du bei jeder Order mehr für die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs zahlst als in ruhigen Marktphasen. Die Transaktionskosten steigen also indirekt mit der Volatilität.

Kurslücken über Nacht können dazu führen, dass deine Position zu einem schlechteren Kurs geschlossen wird als geplant. Ein garantierter Stop-Loss schützt vor solchen Kurslücken, kostet aber eine zusätzliche Prämie. Hohe Volatilität erhöht außerdem das Risiko, dass deine Margin nicht mehr ausreicht und du Kapital nachschießen musst.

Deshalb solltest du in volatilen Phasen besonders auf deine Positionsgröße und dein Risikomanagement achten.

Kostenfallen durch Volatilität

·In volatilen Phasen kann der Spread deutlich breiter sein als in ruhigen Marktphasen.
·Kurslücken über Nacht können dazu führen, dass deine Position zu einem schlechteren Kurs geschlossen wird als geplant.
·Ein garantierter Stop-Loss schützt vor Kurslücken, kostet aber eine zusätzliche Prämie.
·Hohe Volatilität erhöht das Risiko, dass deine Margin nicht mehr ausreicht und du Kapital nachschießen musst.

08 · Kosten

Welche Kommissionen verlangen CFD-Anbieter?

Viele Anbieter erheben eine Kommission pro Trade. Die Höhe variiert je nach Markt und Kontomodell.

Für deutsche Aktien-CFDs fällt bei manchen Anbietern eine feste Kommission von etwa 5 Euro an. Bei US-Aktien-CFDs liegt die maximale Kommission bei etwa 10 USD.

Günstige Anbieter verlangen pro Lot zwischen 1 und 3 USD. Bei spreadbasierten Konten fällt oft keine separate Kommission an, weil die Kosten bereits im Spread enthalten sind. Ob sich ein Kontomodell mit Kommission oder ein spreadbasiertes Konto lohnt, hängt von deinem Handelsvolumen und den übrigen Gebühren ab.

  • Deutsche Aktien-CFDs: etwa 5 Euro Kommission.
  • US-Aktien-CFDs: maximal 10 USD Kommission.
  • Günstige Anbieter pro Lot: 1 bis 3 USD.

Übliche Kommissionsspannen im CFD-Handel

Aktien-CFDs (deutsche Aktien)ca. 5 EUR
Aktien-CFDs (US-Aktien)max. 10 USD
Günstige Anbieter pro Lot1-3 USD

09 · Checkliste

Welche zusätzlichen Gebühren können anfallen?

Neben Spread, Kommission und Haltekosten gibt es weitere Kostenpunkte, die du bei der Anbieterwahl berücksichtigen solltest.

Kursdaten-Abonnements für bestimmte Börsen wie Australien oder Hongkong sind oft kostenpflichtig. Die Gebühren werden in der Regel monatlich berechnet.

Für garantierte Stop-Loss-Orders verlangen viele Broker eine Prämie. Inaktivitätsgebühren können nach etwa 24 Monaten ohne Handel anfallen. Auch Auszahlungsgebühren von etwa 5 bis 10 Euro sind bei einigen Anbietern üblich.

  • Kursdaten-Abonnements für bestimmte Börsen wie Australien oder Hongkong.
  • Gebühren für garantierte Stop-Loss-Orders.
  • Inaktivitätsgebühren nach etwa 24 Monaten ohne Handel.
  • Auszahlungsgebühren von etwa 5 bis 10 Euro.
  • Kosten für Premium-Dienste wie Orderbuch-Einsicht.

Weitere mögliche Kosten beim CFD-Handel

01

Kursdaten-Abonnements für bestimmte Börsen wie Australien oder Hongkong

02

Gebühren für garantierte Stop-Loss-Orders

03

Inaktivitätsgebühren nach etwa 24 Monaten ohne Handel

04

Auszahlungsgebühren von etwa 5 bis 10 Euro

05

Kosten für Premium-Dienste wie Orderbuch-Einsicht

10 · Hintergrund

Warum ist die Laufzeitbegrenzung bei CFDs wichtig?

CFDs haben im Allgemeinen keine feste Laufzeitbegrenzung. Du kannst eine Position theoretisch unbefristet halten, solange du die Haltekosten zahlst.

Im Gegensatz zu Futures oder Optionsscheinen verfallen CFDs nicht zu einem festen Termin. Du kannst deine Position über Nacht, über Wochen oder sogar über Monate halten. Das klingt zunächst flexibel, hat aber finanzielle Konsequenzen.

Die Haltekosten summieren sich bei langer Haltedauer erheblich. Was bei einer Nacht noch günstig erscheint, kann über Wochen zu einer deutlichen Belastung werden. Zusätzlich trägst du bei längeren Haltedauern ein Währungsrisiko, wenn der Basiswert nicht in Euro gehandelt wird.

Auch das Risiko von Kurslücken über Nacht steigt mit der Haltedauer. Deshalb eignen sich CFDs vor allem für kurzfristige Handelsstrategien wie Daytrading oder Swing Trading.

Im Gegensatz zu Futures oder Optionsscheinen verfallen CFDs nicht zu einem festen Termin. Du kannst deine Position über Nacht, über Wochen oder sogar über Monate halten.

Allerdings summieren sich die Haltekosten bei langer Haltedauer. Was bei einer Nacht noch günstig erscheint, kann über Wochen zu einer erheblichen Belastung werden.

Zusätzlich trägst du bei längeren Haltedauern ein Währungsrisiko, wenn der Basiswert nicht in Euro gehandelt wird. Auch das Risiko von Kurslücken über Nacht steigt.

Häufige Fragen

Fragen zu Was kostet CFD-Handel? Alle Gebühren im Überblick

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026