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MagazineFinanzenInvestieren Thesaurierender ETF Test
FinanzbildungInvestieren12 Min.

Thesaurierender ETF Test: So findest du den passenden Fonds für deinen Vermögensaufbau

Du möchtest langfristig Vermögen aufbauen, aber die vielen Begriffe wie thesaurierend, ausschüttend oder TER verwirren dich? Kein Problem. Dieser Ratgeber erklärt dir Schritt für Schritt, was ein thesaurierender ETF ist, wie er funktioniert und wie du den besten für dich findest.

ETF GrundlagenGeldanlageVermögensaufbau
Brauche ich das?
Ja, oft sinnvoll
für langfristigen Vermögensaufbau mit wenig Aufwand
Wie funktioniert das?
Zinsen werden reinvestiert
Erträge fließen automatisch in neue Anteile
Was kostet das?
Meist günstig
aber TER und Spread vergleichen
Wo kaufen?
Bei Brokern
Sparpläne oft ab kleinen Beträgen möglich

Warum dich das Thema betrifft: Dein Geld arbeitet für dich

Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass man mit Aktien langfristig sein Vermögen vermehren kann. Doch der Gedanke an Börsenkurse, Depot und Aktienauswahl schreckt viele ab. Ein thesaurierender ETF nimmt dir genau diese Arbeit ab. Er bündelt viele Aktien in einem einzigen Fonds und legt die Erträge automatisch wieder an. Das bedeutet: Du musst dich nicht um einzelne Aktien kümmern, sondern profitierst von der Entwicklung des gesamten Marktes.

Gerade für Einsteiger ist das ein großer Vorteil. Du musst keine Unternehmen analysieren, keine Kurse beobachten und keine Kauf- oder Verkaufsentscheidungen treffen. Stattdessen besparst du einfach regelmäßig einen ETF, zum Beispiel mit einem Sparplan. So baust du Stück für Stück ein Vermögen auf, ohne dass du täglich Zeit investieren musst. Das ist besonders attraktiv, wenn du berufstätig bist und nicht ständig die Börse verfolgen kannst.

Doch warum ist das Thema gerade jetzt relevant? Die gesetzliche Rente wird in den kommenden Jahren voraussichtlich nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Immer mehr Menschen müssen privat vorsorgen. Ein thesaurierender ETF kann dabei ein wichtiger Baustein sein, weil er langfristig eine Rendite erwirtschaften kann, die über der Inflation liegt. So bleibt dein Geld real erhalten und wächst sogar.

Zudem ist der Einstieg heute einfacher als je zuvor. Viele Online-Broker bieten kostenlose Sparpläne an, und schon mit kleinen Beträgen kannst du loslegen. Du musst kein Finanzexperte sein, um von den Vorteilen zu profitieren. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du Schritt für Schritt vorgehst und worauf du achten solltest. Am Ende wirst du wissen, ob ein thesaurierender ETF zu dir passt und wie du den besten findest.

~2 Mio. Anleger
in Deutschland besitzen ETFs (Stand 2024)
0,2 % bis 0,5 %
typische jährliche Kostenquote (TER) bei ETFs
über 2.000
ETFs sind allein in Deutschland handelbar

Was ist ein ETF und was bedeutet thesaurierend?

Bevor wir in die Details gehen, klären wir die Grundlagen. Ein ETF ist ein börsengehandelter Fonds. Das ist ein Investmentfonds, der einen bestimmten Index nachbildet, zum Beispiel den DAX oder den MSCI World. Ein Index ist eine Zusammenstellung von Aktien, die nach bestimmten Regeln ausgewählt werden. Wenn du einen ETF kaufst, kaufst du also einen Korb aus vielen verschiedenen Aktien auf einmal. So verteilst du dein Risiko breit.

Der Begriff thesaurierend bezieht sich auf die Behandlung der Erträge, die der Fonds erwirtschaftet. Das sind zum einen Dividenden, also Gewinnbeteiligungen der Unternehmen, und zum anderen Zinsen aus Anleihen, falls der ETF auch Anleihen enthält. Bei einem thesaurierenden ETF werden diese Erträge nicht an dich ausgezahlt, sondern direkt wieder in den Fonds investiert. Das heißt, sie werden verwendet, um neue Anteile zu kaufen. Dadurch wächst dein Vermögen automatisch.

Das Gegenteil ist ein ausschüttender ETF. Bei diesem werden die Erträge regelmäßig, meist einmal im Jahr, auf dein Konto überwiesen. Du kannst dir das Geld dann selbst ausgeben oder wieder anlegen. Bei einem thesaurierenden ETF passiert das Wiederanlegen automatisch, ohne dass du etwas tun musst. Das ist besonders bequem und spart Zeit und Gebühren, weil du keine manuellen Käufe tätigen musst.

Wichtig zu wissen: Die Bezeichnung thesaurierend sagt nichts über die Qualität des ETFs aus. Es gibt sowohl gute als auch weniger gute thesaurierende ETFs. Entscheidend sind andere Faktoren wie die Kosten, die Größe des Fonds und die Nachbildung des Index. Diese Punkte schauen wir uns später genauer an. Zuerst verstehen wir, wie die Wiederanlage konkret funktioniert.

So funktioniert ein thesaurierender ETF im Detail

Stell dir vor, du kaufst einen thesaurierenden ETF, der den MSCI World Index abbildet. Dieser Index enthält über 1.500 Unternehmen aus 23 Ländern. Jedes Jahr schütten viele dieser Unternehmen Dividenden aus. Bei einem thesaurierenden ETF werden diese Dividenden nicht an dich ausgezahlt, sondern der Fondsmanager kauft damit weitere Aktien des Index. Dadurch steigt der Wert deines Anteils, weil der Fonds mehr Aktien besitzt.

Dieser Prozess nennt sich Wiederanlage oder Reinvestition. Er findet automatisch statt, meist in regelmäßigen Abständen, zum Beispiel quartalsweise oder jährlich. Du musst nichts weiter tun. Dein Anteilswert wächst also nicht nur durch Kurssteigerungen der Aktien, sondern auch durch die reinvestierten Dividenden. Das hat einen großen Vorteil: den Zinseszinseffekt. Deine Erträge erzeugen selbst wieder Erträge, und das über viele Jahre hinweg.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Angenommen, du investierst 100 Euro und der Fonds erwirtschaftet eine Rendite von 5 Prozent pro Jahr. Im ersten Jahr wächst dein Geld auf 105 Euro. Im zweiten Jahr erhältst du wieder 5 Prozent, aber nun auf 105 Euro, also 5,25 Euro. So wächst dein Vermögen immer schneller. Bei einem thesaurierenden ETF passiert das automatisch, weil die Erträge sofort wieder angelegt werden. Bei einem ausschüttenden ETF müsstest du die Dividenden selbst wieder anlegen, um denselben Effekt zu erzielen.

Wichtig ist, dass die Wiederanlage nicht kostenlos ist. Der Fonds muss die Dividenden reinvestieren, was Transaktionskosten verursacht. Diese Kosten sind in der Gesamtkostenquote (TER) enthalten, die wir uns gleich ansehen. Trotzdem ist die automatische Wiederanlage in der Regel effizienter, als wenn du es selbst machen würdest, weil der Fonds größere Beträge zu besseren Konditionen anlegen kann. Für dich als Anleger bedeutet das: weniger Aufwand und potenziell höhere Rendite.

Kosten: Was ein thesaurierender ETF wirklich kostet

Kosten sind ein entscheidender Faktor bei der Wahl eines ETFs, denn sie schmälern deine Rendite. Die wichtigste Kennzahl ist die Gesamtkostenquote, abgekürzt TER (Total Expense Ratio). Sie gibt an, wie viel Prozent des Fondsvermögens jährlich für Verwaltung, Lizenzgebühren und andere Kosten abgezogen werden. Bei ETFs liegt die TER meist zwischen 0,2 und 0,5 Prozent pro Jahr. Das klingt wenig, aber über lange Zeit kann das einen großen Unterschied machen.

Zusätzlich zur TER gibt es noch andere Kosten, die du beachten solltest. Dazu gehören die Transaktionskosten, die beim Kauf und Verkauf von ETF-Anteilen anfallen. Diese werden oft als Spread bezeichnet, also die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis. Bei liquiden ETFs ist der Spread klein, bei weniger gehandelten Fonds kann er größer sein. Außerdem können bei manchen Brokern Gebühren für den Kauf oder den Sparplan anfallen. Viele Online-Broker bieten jedoch inzwischen kostenlose Sparpläne an.

Ein weiterer Kostenpunkt ist der Ausgabeaufschlag. Bei klassischen Investmentfonds kann dieser bis zu 5 Prozent betragen, bei ETFs ist er jedoch meist nicht vorhanden. Du kaufst ETFs direkt über die Börse, und der Preis entspricht dem aktuellen Kurs. Das macht ETFs insgesamt günstiger als aktiv verwaltete Fonds. Dennoch solltest du die Kosten immer im Blick behalten, denn sie sind einer der wenigen Faktoren, die du als Anleger beeinflussen kannst.

Um die Kosten zu vergleichen, kannst du die TER verschiedener ETFs gegenüberstellen. Achte aber darauf, dass die TER nicht alles ist. Ein ETF mit etwas höherer TER kann trotzdem besser sein, wenn er einen breiteren Index abbildet oder eine längere Historie hat. Entscheidend ist das Gesamtpaket. Für den Anfang reicht es, einen ETF mit niedriger TER und breiter Streuung zu wählen. So hältst du die Kosten gering und profitierst von der Marktentwicklung.

Worauf du bei der Auswahl achten solltest: Kriterien im Test

Wenn du einen thesaurierenden ETF testen möchtest, gibt es einige Kriterien, die du berücksichtigen solltest. Das erste ist der zugrunde liegende Index. Ein breiter Index wie der MSCI World oder der FTSE All-World enthält viele Unternehmen aus verschiedenen Ländern und Branchen. Das reduziert das Risiko, dass einzelne Unternehmen oder Regionen deine Rendite stark beeinflussen. Ein schmalerer Index wie der DAX enthält nur 40 deutsche Unternehmen und ist daher riskanter.

Ein weiteres Kriterium ist die Größe des Fonds, also das verwaltete Vermögen. Große Fonds haben oft eine längere Historie und sind liquider, das heißt, sie können leichter gehandelt werden. Das führt zu geringeren Spreads und stabileren Kursen. Achte darauf, dass der Fonds ein Mindestvolumen hat, zum Beispiel mehrere hundert Millionen Euro. Das ist ein Zeichen für Stabilität und Vertrauen der Anleger.

Auch die Nachbildungsmethode ist wichtig. Es gibt physische und synthetische ETFs. Physische ETFs kaufen die Aktien des Index tatsächlich, synthetische bilden die Wertentwicklung über Derivate nach. Für Einsteiger sind physische ETFs oft einfacher zu verstehen und gelten als transparenter. Die meisten großen ETFs sind physisch repliziert. Du kannst das in den Produktdetails des ETFs nachlesen.

Schließlich solltest du auf die Ertragsverwendung achten. Bei einem thesaurierenden ETF wird das im Namen oder in den Produktmerkmalen angegeben. In Deutschland gibt es auch die Unterscheidung zwischen voll thesaurierend und teilthesaurierend. Bei voll thesaurierenden ETFs werden alle Erträge reinvestiert, bei teilthesaurierenden nur ein Teil. Für den automatischen Vermögensaufbau ist ein voll thesaurierender ETF ideal. Prüfe also immer, ob der ETF wirklich voll thesaurierend ist.

Typische Fehler, die du vermeiden solltest

Ein häufiger Fehler ist, nur auf die Rendite zu schauen und die Kosten zu ignorieren. Hohe Kosten können deine Rendite über Jahrzehnte erheblich reduzieren. Deshalb solltest du immer die TER und die Spreads im Blick haben. Ein ETF mit 0,2 Prozent TER ist langfristig besser als einer mit 0,5 Prozent, wenn sie denselben Index abbilden. Kleine Unterschiede machen bei langen Anlagezeiträumen viel aus.

Ein weiterer Fehler ist, zu viele verschiedene ETFs zu kaufen. Manche Anleger denken, dass sie mit vielen ETFs besser diversifiziert sind. Doch das Gegenteil ist oft der Fall: Wenn du mehrere ETFs auf denselben Index kaufst, hast du keine zusätzliche Streuung, sondern nur höhere Kosten. Ein einziger breiter ETF reicht für den Anfang völlig aus. Du kannst später immer noch ergänzen, wenn du mehr Erfahrung hast.

Auch das Timing ist ein häufiger Fehler. Viele versuchen, den Markt zu timen, also günstig zu kaufen und teuer zu verkaufen. Das gelingt selbst Profis selten. Besser ist es, regelmäßig zu investieren, zum Beispiel mit einem Sparplan. So kaufst du zu verschiedenen Kursen und glättest Schwankungen. Das nennt man Cost-Average-Effekt. Er reduziert das Risiko, zum falschen Zeitpunkt alles zu investieren.

Schließlich solltest du nicht in Panik geraten, wenn die Kurse fallen. Ein thesaurierender ETF ist eine langfristige Anlage. Kursschwankungen sind normal und gehören dazu. Wenn du bei einem Kursrutsch verkaufst, realisierst du Verluste und verpasst die Erholung. Bleib also ruhig und halte an deinem Plan fest. Mit der Zeit wächst dein Vermögen, auch wenn es zwischendurch mal bergab geht.

So findest du den besten thesaurierenden ETF: Schritt für Schritt

Jetzt wird es konkret: Wie gehst du vor, um den passenden thesaurierenden ETF zu finden? Der erste Schritt ist, einen Index auszuwählen. Für Einsteiger empfehlen sich breite Indizes wie der MSCI World oder der FTSE All-World. Der MSCI World enthält 1.500 Unternehmen aus Industrieländern, der FTSE All-World zusätzlich Schwellenländer. Beide bieten eine solide Grundlage für den Vermögensaufbau.

Im zweiten Schritt suchst du nach ETFs, die diesen Index abbilden. Das kannst du auf Vergleichsportalen wie justETF oder extraETF tun. Dort findest du eine Liste aller ETFs auf deinen Wunschindex. Achte auf die TER, das Fondsvolumen und die Ertragsverwendung. Filtere nach thesaurierend, um nur passende ETFs zu sehen. Notiere dir zwei oder drei Kandidaten, die deinen Kriterien entsprechen.

Im dritten Schritt vergleichst du die Kandidaten genauer. Schau dir die Wertentwicklung der letzten Jahre an, aber sei vorsichtig: Die Vergangenheit ist keine Garantie für die Zukunft. Wichtiger ist, dass der ETF den Index genau nachbildet. Das erkennst du an der Tracking Difference, also der Abweichung zwischen ETF und Index. Eine kleine negative Abweichung ist gut, eine positive bedeutet, dass der ETF besser ist als der Index.

Im vierten Schritt eröffnest du ein Depot bei einem Broker deiner Wahl. Viele Online-Broker bieten kostenlose Sparpläne an, sodass du schon mit kleinen Beträgen starten kannst. Lege einen monatlichen Betrag fest, den du langfristig entbehren kannst. Richte einen Dauerauftrag ein und lasse deinen Sparplan laufen. Überprüfe dein Investment einmal im Jahr, um sicherzustellen, dass alles noch zu deinen Zielen passt. Mehr musst du nicht tun.

Steuern und rechtliche Aspekte: Was du wissen musst

In Deutschland unterliegen Gewinne aus ETFs der Abgeltungsteuer. Das gilt auch für thesaurierende ETFs. Die Steuer wird auf Kursgewinne und Dividenden erhoben, allerdings gibt es einen Freibetrag. Der Sparerpauschbetrag liegt bei 1.000 Euro pro Person (Stand 2026). Das bedeutet: Bis zu diesem Betrag bleiben deine Gewinne steuerfrei. Du solltest diesen Freibetrag unbedingt nutzen, indem du einen Freistellungsauftrag bei deinem Broker einrichtest.

Bei thesaurierenden ETFs gibt es eine Besonderheit: Die reinvestierten Erträge werden trotzdem besteuert, auch wenn sie nicht auf deinem Konto landen. Das nennt man Vorabpauschale. Sie wird jährlich berechnet und auf deine Steuer angerechnet. Die Vorabpauschale ist in den letzten Jahren eingeführt worden, um die Steuerstundung bei thesaurierenden Fonds zu vermeiden. Für dich bedeutet das: Du musst unter Umständen Steuern zahlen, auch wenn du keine Ausschüttungen erhältst.

Die Vorabpauschale wird auf Basis des Basiszinses berechnet, den das Finanzministerium festlegt. Sie ist in der Regel niedriger als die tatsächlichen Erträge, aber sie kann deinen Freibetrag reduzieren. Deshalb ist es wichtig, deinen Freibetrag im Blick zu behalten. Wenn du mehr als 1.000 Euro Gewinn im Jahr erzielst, musst du Steuern zahlen. Das passiert automatisch über deinen Broker, der die Steuer einbehält und ans Finanzamt abführt.

Ein weiterer Punkt ist die Quellensteuer. Wenn der ETF in ausländische Aktien investiert, kann auf Dividenden aus diesen Ländern Quellensteuer anfallen. Diese wird oft auf die deutsche Steuer angerechnet, aber das ist komplex. Für Einsteiger ist es ausreichend zu wissen, dass die Steuerlast bei ETFs insgesamt überschaubar ist, solange du den Freibetrag nutzt. Bei größeren Anlagen kann sich eine Steuerberatung lohnen, aber für den Anfang reicht das Grundwissen.

Dein Fahrplan: So startest du noch heute

Du hast jetzt alle Informationen, um mit einem thesaurierenden ETF zu starten. Der erste Schritt ist, ein Depot zu eröffnen. Vergleiche die Angebote der Online-Broker und wähle einen, der zu dir passt. Achte auf Kosten, Benutzerfreundlichkeit und ob er Sparpläne anbietet. Viele Broker haben keine Depotgebühren und kostenlose Sparpläne, sodass du keine laufenden Kosten hast.

Danach richtest du einen Sparplan ein. Wähle einen thesaurierenden ETF auf einen breiten Index wie den MSCI World. Lege den Betrag fest, den du monatlich investieren möchtest. Schon 50 Euro im Monat können langfristig ein beachtliches Vermögen aufbauen. Wichtig ist, dass du den Betrag langfristig durchhalten kannst, ohne dich einzuschränken. Ein Notgroschen für unvorhergesehene Ausgaben sollte immer vorhanden sein.

Stelle einen Freistellungsauftrag bei deinem Broker ein, um den Sparerpauschbetrag zu nutzen. Das geht online in wenigen Minuten. Danach läuft dein Sparplan automatisch. Du musst dich nicht um weitere Käufe kümmern. Überprüfe einmal im Jahr, ob dein ETF noch zu deinen Zielen passt und ob die Kosten angemessen sind. Wenn sich deine Lebensumstände ändern, kannst du den Sparplan anpassen oder den ETF wechseln.

Der wichtigste Tipp zum Schluss: Fang einfach an. Viele warten auf den perfekten Zeitpunkt oder auf mehr Wissen, aber das ist unnötig. Ein breit gestreuter, thesaurierender ETF ist eine solide Basis für deinen Vermögensaufbau. Je früher du beginnst, desto mehr profitierst du vom Zinseszinseffekt. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken. Also leg los und starte deinen ersten Sparplan noch heute.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Möchtest du mindestens 10 Jahre investieren?
Kannst du monatlich einen festen Betrag zurücklegen?
Ist dir ein automatischer Vermögensaufbau wichtig?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Bei einem thesaurierenden ETF werden Erträge wie Dividenden automatisch wieder angelegt. Bei einem ausschüttenden ETF werden sie an dich ausgezahlt. Thesaurierend ist praktisch für den automatischen Vermögensaufbau, ausschüttend liefert regelmäßige Einnahmen.

Nein, aber es gibt die Vorabpauschale, die jährlich anfällt. Sie wird auf die spätere Steuer angerechnet. Insgesamt ist die Steuerlast ähnlich wie bei ausschüttenden ETFs, nur der Zeitpunkt der Steuerzahlung kann sich unterscheiden.

Ja, wie bei allen Aktienanlagen kann der Wert schwanken und auch fallen. Langfristig, über Zeiträume von mindestens 10 Jahren, ist das Risiko jedoch geringer. Du solltest nur Geld investieren, das du nicht kurzfristig benötigst.

Viele Broker bieten Sparpläne schon ab 1 Euro im Monat an. Du kannst also mit sehr kleinen Beträgen beginnen. Wichtig ist, dass du regelmäßig investierst und langfristig dabei bleibst.

Es gibt keinen eindeutig besten ETF. Für Einsteiger empfehlen sich breite Indizes wie der MSCI World oder FTSE All-World. Achte auf niedrige Kosten (TER), ein hohes Fondsvolumen und eine physische Nachbildung.

Nein, bei einem thesaurierenden ETF passiert das automatisch. Der Fonds legt die Erträge selbst wieder an. Du musst nichts weiter tun, außer deinen Sparplan laufen zu lassen.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.