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MagazineFinanzenInvestieren Thesaurierender ETF Teilfreistellung
FinanzbildungInvestieren9 Min.

Thesaurierender ETF Teilfreistellung: Dein Schlüssel zu weniger Steuern beim Investieren

Du investierst in ETFs und fragst dich, was es mit der Teilfreistellung auf sich hat? Gerade bei thesaurierenden ETFs, die Gewinne automatisch reinvestieren, kannst du bares Geld sparen. Wir erklären dir einfach und verständlich, wie das funktioniert und was du 2026 beachten solltest.

ETF-SteuernTeilfreistellungThesaurierer
Was ist das?
Steuervorteil
Ein Teil der ETF-Erträge bleibt steuerfrei.
Brauche ich das?
Ja, automatisch
Gilt für alle Fonds, du musst nichts tun.
Wie viel spare ich?
Kommt auf Fonds an
Bei Aktienfonds sind es 30 Prozent der Erträge.
Was tun?
Einfach investieren
Die Teilfreistellung wird beim Verkauf berücksichtigt.

Warum dieses Thema auch dich betrifft

Vielleicht hast du schon einmal von ETFs gehört, aber denkst, dass Steuern und Teilfreistellung nur etwas für Profis ist. Das Gegenteil ist der Fall: Wenn du Geld anlegst, zum Beispiel mit einem Sparplan, dann bist du automatisch mit dem Thema konfrontiert. Die gute Nachricht: Du musst kein Steuerexperte sein, um davon zu profitieren. Es reicht, wenn du die Grundlagen verstehst.

Stell dir vor, du legst monatlich 100 Euro in einen ETF. Über die Jahre wächst dein Vermögen, und irgendwann fallen Steuern auf die Gewinne an. Die Teilfreistellung sorgt dafür, dass ein Teil dieser Gewinne steuerfrei bleibt. Das bedeutet: Du behältst mehr von deinem Geld, ohne dass du extra etwas tun musst. Das ist ein direkter Vorteil für dein Portemonnaie.

Viele Anlegerinnen und Anleger lassen dieses Thema links liegen, weil sie denken, es sei zu kompliziert. Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Die Teilfreistellung ist eine Art Rabatt auf die Steuer, die du auf deine ETF-Gewinne zahlen musst. Und gerade bei thesaurierenden ETFs, die ihre Erträge automatisch wieder anlegen, ist dieser Rabatt besonders wichtig.

Wenn du also langfristig Vermögen aufbauen willst, solltest du verstehen, wie die Teilfreistellung funktioniert. Denn sie kann den Unterschied machen zwischen einem guten und einem sehr guten Investmentergebnis. hier zeigen wir dir Schritt für Schritt, was du wissen musst, um 2026 das Beste aus deinen ETFs herauszuholen.

30 %
Teilfreistellung bei Aktienfonds
1.000 €
Sparerpauschbetrag pro Person
2 Mrd. €
Steuervorteil für Anleger jährlich

Was ist ein thesaurierender ETF?

Ein ETF, das ist ein börsengehandelter Fonds, der einen Index wie den DAX oder den MSCI World abbildet. Du kaufst also einen Korb aus vielen verschiedenen Aktien, ohne jede einzelne kaufen zu müssen. Das macht Investieren einfach und günstig. Es gibt zwei Arten von ETFs: ausschüttende und thesaurierende.

Ein ausschüttender ETF zahlt dir die Erträge, zum Beispiel Dividenden, regelmäßig auf dein Konto aus. Du kannst dir das Geld also auszahlen lassen. Ein thesaurierender ETF behält diese Erträge und investiert sie direkt wieder in den Fonds. Das nennt man Thesaurierung, also Wiederanlage. Dein Vermögen wächst dadurch automatisch, ohne dass du etwas tun musst.

Der Vorteil des thesaurierenden ETFs ist der Zinseszinseffekt. Deine Erträge werden wieder angelegt und erzeugen selbst wieder Erträge. Über einen langen Zeitraum kann das einen großen Unterschied machen. Stell dir vor, du pflanzt einen Baum, der Früchte trägt, und diese Früchte pflanzt du wieder ein, um noch mehr Bäume zu bekommen. So ähnlich funktioniert das.

Für viele Anleger ist der thesaurierende ETF die bequemste Art zu investieren, weil man sich um nichts kümmern muss. Du legst dein Geld an und der Fonds arbeitet für dich. Aber es gibt einen Haken: Auch die wiederangelegten Erträge müssen versteuert werden. Und genau hier kommt die Teilfreistellung ins Spiel.

Die Teilfreistellung einfach erklärt

Die Teilfreistellung ist eine steuerliche Regelung in Deutschland, die dir als Anleger zugutekommt. Sie besagt, dass ein bestimmter Prozentsatz der Erträge aus bestimmten Fonds steuerfrei bleibt. Das klingt kompliziert, ist aber im Grunde eine einfache Sache: Du musst nicht auf alle deine Gewinne Steuern zahlen, sondern nur auf einen Teil.

Warum gibt es diese Regelung? Der Grund liegt in der Doppelbesteuerung. Wenn ein Unternehmen Gewinne macht, zahlt es darauf bereits Steuern. Wenn du als Aktionär dann auch noch Steuern auf deine Dividenden zahlst, wäre das unfair. Die Teilfreistellung gleicht das aus, indem sie einen Teil der Erträge freistellt, also von der Steuer befreit.

Für Aktienfonds, also auch für die meisten ETFs, beträgt die Teilfreistellung 30 Prozent. Das bedeutet: Wenn dein ETF eine Rendite von 10 Prozent erzielt, werden nur 7 Prozent davon besteuert. Die restlichen 3 Prozent bleiben steuerfrei. Das ist ein erheblicher Vorteil, der deine Steuerlast spürbar reduziert.

Wichtig zu wissen: Die Teilfreistellung gilt nicht nur für thesaurierende ETFs, sondern für alle Aktienfonds. Aber bei thesaurierenden ETFs ist sie besonders relevant, weil die Erträge im Fonds bleiben und dort weiterarbeiten. Du profitierst also doppelt: von der Wiederanlage und von der Steuerersparnis.

Wie die Teilfreistellung bei thesaurierenden ETFs funktioniert

Bei einem thesaurierenden ETF werden die Erträge, wie Dividenden, nicht ausgeschüttet, sondern direkt wieder in den Fonds investiert. Das passiert automatisch, ohne dass du etwas tun musst. Aber für die Steuer ist es wichtig zu wissen, dass diese Erträge trotzdem als Gewinn gelten und versteuert werden müssen.

Die gute Nachricht: Die Teilfreistellung wird direkt bei der Berechnung der Steuer berücksichtigt. Das heißt, du musst nicht selbst rechnen oder etwas in deiner Steuererklärung angeben. Deine Bank oder der Fondsanbieter kümmert sich darum. Du bekommst am Ende des Jahres eine Steuerbescheinigung, auf der alles aufgeführt ist.

Konkret bedeutet das: Wenn dein thesaurierender ETF im Jahr eine Wertsteigerung von 1.000 Euro erzielt, dann werden nur 700 Euro davon versteuert. Die restlichen 300 Euro bleiben steuerfrei. Das reduziert deine Steuerlast erheblich, besonders wenn du über viele Jahre investierst und dein Vermögen wächst.

Es gibt auch eine Besonderheit bei thesaurierenden ETFs: die Vorabpauschale. Das ist eine Art Steuervorauszahlung auf die erwarteten Erträge, die du jedes Jahr zahlen musst, auch wenn du nichts verkaufst. Aber auch hier gilt die Teilfreistellung. Du zahlst also nur auf den freigestellten Teil die Steuer, was die Belastung reduziert.

Was kostet dich das? Ein Blick auf die Steuerlast

Viele Anleger haben Angst vor hohen Steuern, wenn sie in ETFs investieren. Aber die Teilfreistellung sorgt dafür, dass die Steuerlast moderat bleibt. Du zahlst Abgeltungssteuer auf deine Gewinne, derzeit 25 Prozent, plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Aber dank der Teilfreistellung wird nur ein Teil deiner Gewinne besteuert.

Ein Beispiel: Du hast einen thesaurierenden ETF und deine Gewinne betragen 1.000 Euro. Dank der 30-prozentigen Teilfreistellung werden nur 700 Euro besteuert. Darauf zahlst du 25 Prozent Abgeltungssteuer, also 175 Euro. Ohne Teilfreistellung wären es 250 Euro gewesen. Du sparst also 75 Euro Steuern auf diese 1.000 Euro Gewinn.

Zusätzlich gibt es den Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person. Das bedeutet: Die ersten 1.000 Euro deiner Gewinne sind komplett steuerfrei. Wenn du verheiratet bist, verdoppelt sich der Betrag auf 2.000 Euro. Du solltest also unbedingt einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank einrichten, um diesen Vorteil zu nutzen.

Die Kosten für die Teilfreistellung? Es gibt keine extra Gebühren. Sie ist ein automatischer Steuervorteil, der dir gesetzlich zusteht. Du musst nur sicherstellen, dass deine Bank den Freistellungsauftrag hat, sonst zahlst du unnötig Steuern. Das ist der einzige Punkt, den du aktiv beachten musst.

Worauf du bei der Auswahl deines ETFs achten solltest

Nicht alle ETFs sind gleich, und die Teilfreistellung ist nur ein Aspekt, den du berücksichtigen solltest. Zuerst einmal ist die Wahl des Index wichtig. Ein ETF auf den MSCI World oder den FTSE All-World ist breit gestreut und gilt als solide Basis für dein Portfolio. Diese Fonds haben in der Regel eine hohe Teilfreistellung, weil sie hauptsächlich in Aktien investieren.

Achte auch auf die Fondsgröße und das Fondsvolumen. Große ETFs sind oft liquider und haben geringere Kosten. Die laufenden Kosten, die sogenannte TER, solltest du im Blick behalten. Sie liegt bei vielen ETFs unter 0,2 Prozent pro Jahr. Das klingt wenig, kann aber über lange Zeit einen Unterschied machen.

Ein weiterer Punkt ist die Replikationsmethode. Manche ETFs bilden den Index physisch nach, indem sie die Aktien tatsächlich kaufen. Andere nutzen synthetische Methoden mit Swaps. Für dich als Anleger ist das meistens egal, aber es kann Auswirkungen auf die Steuer haben. Informiere dich daher vor dem Kauf über die genaue Struktur des ETFs.

Und natürlich solltest du auf die Teilfreistellung achten. Die meisten Aktien-ETFs haben die vollen 30 Prozent, aber es gibt auch Fonds, die weniger haben, zum Beispiel Mischfonds oder Immobilienfonds. Wenn du also einen thesaurierenden ETF kaufst, stelle sicher, dass er zu mindestens 50 Prozent in Aktien investiert, um die volle Teilfreistellung zu erhalten.

Typische Fehler, die du vermeiden solltest

Ein häufiger Fehler ist, keinen Freistellungsauftrag bei der Bank einzurichten. Dann wird die Abgeltungssteuer auf deine Gewinne einbehalten, obwohl du den Sparerpauschbetrag noch nicht ausgeschöpft hast. Das Geld bekommst du zwar mit der Steuererklärung zurück, aber das ist unnötiger Aufwand. Richte den Auftrag also direkt bei der Kontoeröffnung ein.

Ein weiterer Fehler ist, thesaurierende und ausschüttende ETFs zu verwechseln. Beide haben ihre Berechtigung, aber sie unterscheiden sich in der Steuerbehandlung. Bei thesaurierenden ETFs zahlst du die Vorabpauschale, bei ausschüttenden ETFs die Steuer auf die Dividenden. Wenn du das nicht weißt, kann es zu bösen Überraschungen bei der Steuererklärung kommen.

Manche Anleger verkaufen ihre ETFs zu früh, weil sie Angst vor Steuern haben. Aber die Teilfreistellung macht das Verkaufen nicht teurer als das Halten. Im Gegenteil: Wenn du langfristig investierst, profitierst du vom Zinseszinseffekt. Ein vorzeitiger Verkauf bricht diesen Effekt und kostet dich Rendite.

Und schließlich solltest du nicht versuchen, die Teilfreistellung zu umgehen oder zu optimieren. Das ist weder nötig noch sinnvoll. Die Regelung ist einfach und fair. Konzentriere dich lieber darauf, regelmäßig zu investieren und deinen Sparplan durchzuziehen. Das bringt dir langfristig mehr als jede Steueroptimierung.

So legst du 2026 richtig los

Der erste Schritt ist, ein Depot bei einer Bank oder einem Online-Broker zu eröffnen. Achte auf niedrige Gebühren und eine benutzerfreundliche Oberfläche. Viele Anbieter haben spezielle Sparpläne, bei denen du ab 25 Euro im Monat investieren kannst. Das ist ideal für den Einstieg.

Als nächstes wählst du einen thesaurierenden ETF, der zu deiner Anlagestrategie passt. Ein guter Start ist ein breit diversifizierter Welt-ETF. Du kannst auch mehrere ETFs kombinieren, zum Beispiel einen für Industrieländer und einen für Schwellenländer. Aber für den Anfang reicht ein einzelner ETF völlig aus.

Richte dann einen Freistellungsauftrag ein, um deinen Sparerpauschbetrag zu nutzen. Das geht meistens online in wenigen Minuten. Du gibst einfach den Betrag an, den du freistellen möchtest, und deine Bank berücksichtigt das automatisch. So zahlst du keine unnötigen Steuern.

Und dann geht es los: Starte deinen Sparplan und lege regelmäßig Geld zur Seite. Überprüfe dein Investment einmal im Jahr und passe es bei Bedarf an. Aber lass dich nicht von Kursschwankungen verunsichern. Mit einem thesaurierenden ETF und der Teilfreistellung bist du für die Zukunft gut aufgestellt.

Fazit: Dein Weg zu weniger Steuern und mehr Rendite

Die Teilfreistellung ist ein mächtiges Werkzeug, das dir hilft, mehr von deinem Investment zu behalten. Gerade bei thesaurierenden ETFs, die ihre Erträge automatisch wieder anlegen, profitierst du doppelt: vom Zinseszinseffekt und von der Steuerersparnis. Das solltest du unbedingt nutzen.

Du musst kein Steuerexperte sein, um davon zu profitieren. Die Teilfreistellung wird automatisch angewendet, und mit einem Freistellungsauftrag stellst du sicher, dass du deinen Sparerpauschbetrag voll ausschöpfst. Das ist der einzige aktive Schritt, den du gehen musst.

Wenn du also 2026 mit dem Investieren beginnen willst, dann wähle einen thesaurierenden ETF, richte deinen Sparplan ein und genieße die Vorteile. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken, wenn du in ein paar Jahren auf ein ordentliches Vermögen blickst, das dank der Teilfreistellung noch größer ist.

Investieren ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Mit dem Wissen über die Teilfreistellung bist du gut gerüstet, um die Steuerlast zu minimieren und deine Rendite zu maximieren. Starte noch heute, und du wirst sehen, wie einfach es ist, Vermögen aufzubauen.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Hast du schon einen ETF-Sparplan?
Weißt du, ob dein ETF thesaurierend ist?
Hast du deinen Sparerpauschbetrag genutzt?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Die Teilfreistellung ist ein Steuervorteil, bei dem ein Teil der Erträge aus Fonds steuerfrei bleibt. Bei Aktienfonds sind das 30 Prozent. Das reduziert deine Steuerlast, ohne dass du etwas tun musst.

Ja, die Teilfreistellung gilt für alle Aktienfonds, also auch für thesaurierende ETFs. Sie wird bei der Berechnung der Vorabpauschale und beim Verkauf berücksichtigt.

Die Teilfreistellung für Aktienfonds beträgt weiterhin 30 Prozent. Es gibt keine Anzeichen für eine Änderung. Du kannst also langfristig mit diesem Steuervorteil planen.

Nein, die Teilfreistellung wird automatisch von deiner Bank angewendet. Du musst nur einen Freistellungsauftrag einrichten, um deinen Sparerpauschbetrag zu nutzen.

Die Vorabpauschale ist eine jährliche Steuervorauszahlung auf die erwarteten Erträge eines thesaurierenden ETFs. Sie wird auch bei der Teilfreistellung berücksichtigt, sodass du nur auf den freigestellten Teil Steuern zahlst.

Ja, die Teilfreistellung gilt auch für ausschüttende ETFs. Du zahlst dann weniger Steuern auf die Dividenden, die du ausgezahlt bekommst.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.