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MagazineFinanzenInvestieren Thesaurierender ETF für Studenten
FinanzbildungInvestieren12 Min.

Thesaurierender ETF für Studenten: Dein Einstieg in den Zinseszinseffekt

Du musst kein Vermögen haben, um mit dem Investieren zu beginnen. Ein thesaurierender ETF ist für dich als Student ideal, weil er Zinsen automatisch wieder anlegt und so dein Geld langfristig für dich arbeiten lässt. Hier erfährst du, wie du in wenigen Schritten startest.

ETF-SparenZinseszinsDepot eröffnen
Brauche ich das?
Ja, unbedingt.
Je früher du startest, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt.
Wie viel Geld?
Schon 25 Euro
Bereits kleine Sparraten summieren sich über Jahrzehnte zu einem beachtlichen Vermögen.
Ist das riskant?
Langfristig nein
Mit einem Welt-ETF streust du dein Risiko über viele Länder und Unternehmen.

Warum dich das Thema jetzt betrifft: Die Macht der Zeit

Als Student denkst du vielleicht, dass Investieren erst etwas für später ist, wenn du ein geregeltes Einkommen hast. Doch genau diese Einstellung kostet dich am Ende viel Geld. Der wichtigste Faktor beim Vermögensaufbau ist nicht die Höhe deiner Sparrate, sondern die Zeit, die dein Geld für dich arbeiten kann. Jedes Jahr, das du früher beginnst, spart dir später bares Geld und gibt dir finanzielle Freiheit.

Stell dir vor, du startest mit 20 Jahren und investierst monatlich 50 Euro. Wenn du mit 30 Jahren beginnst, müsstest du deutlich mehr sparen, um auf das gleiche Ergebnis zu kommen. Der Grund dafür ist der Zinseszinseffekt: Deine erwirtschafteten Erträge werden ebenfalls investiert und erwirtschaften wiederum Erträge. So wächst dein Vermögen nicht linear, sondern exponentiell.

Gerade in deiner Studienzeit hast du einen entscheidenden Vorteil: einen langen Anlagehorizont. Du kannst Kursschwankungen aussitzen, weil du das Geld in den nächsten Jahrzehnten nicht benötigst. Diese Geduld ist ein Luxus, den dir später niemand mehr garantieren kann. Wer früh beginnt, kann später auch mal eine Pause einlegen oder das Geld für einen Umzug oder eine Weiterbildung nutzen.

Zudem trainierst du als Student den Umgang mit Geld und entwickelst ein Bewusstsein für finanzielle Zusammenhänge. Dieses Wissen hilft dir nicht nur beim Investieren, sondern auch bei alltäglichen Entscheidungen. Du lernst, Angebote zu vergleichen, Risiken einzuschätzen und langfristig zu denken. Diese Fähigkeiten sind in jedem Lebensbereich von unschätzbarem Wert.

Der Einstieg ist heute einfacher denn je. Mit einem Smartphone und einer App kannst du in wenigen Minuten ein Depot eröffnen und einen Sparplan einrichten. Die Zeiten, in denen man für Aktienkäufe ein großes Startkapital benötigte, sind vorbei. Gerade für Studenten gibt es viele günstige Angebote, die den Einstieg erleichtern.

7%
historische Durchschnittsrendite von Welt-Aktienindizes vor Kosten und Steuern
25 Euro
monatliche Sparrate, mit der du bereits einen Sparplan auf einen ETF einrichten kannst
15 Jahre
typischer Anlagehorizont, ab dem sich Aktieninvestments historisch fast immer gelohnt haben

Was ist ein ETF und was bedeutet thesaurierend?

Ein ETF, das ist die Abkürzung für Exchange Traded Fund, ist ein börsengehandelter Indexfonds. Das klingt kompliziert, ist aber im Kern ganz einfach: Ein ETF bildet einen bestimmten Aktienindex nach, zum Beispiel den DAX oder den MSCI World. Das bedeutet, du kaufst mit einem einzigen ETF ein kleines Stück von vielen verschiedenen Unternehmen auf einmal. So streust du dein Risiko, ohne selbst einzelne Aktien auswählen zu müssen.

Der große Vorteil von ETFs gegenüber einzelnen Aktien ist die breite Streuung. Wenn ein Unternehmen in deinem ETF an Wert verliert, wird das durch andere Unternehmen, die gut laufen, meist ausgeglichen. Du bist also nicht vom Schicksal eines einzelnen Unternehmens abhängig. Ein Welt-ETF wie der MSCI World enthält über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Damit investierst du praktisch in die gesamte Weltwirtschaft.

Nun gibt es zwei Arten von ETFs: ausschüttende und thesaurierende. Ein ausschüttender ETF überweist dir die Dividenden, also die Gewinnbeteiligungen der Unternehmen, regelmäßig auf dein Konto. Ein thesaurierender ETF behält diese Erträge dagegen ein und legt sie direkt wieder an. Er kauft also automatisch neue Anteile von den ausgeschütteten Beträgen nach. Genau das macht den thesaurierenden ETF für dich als Student so interessant.

Der Vorteil der Thesaurierung liegt im Zinseszinseffekt. Deine Erträge werden nicht ausgezahlt, sondern arbeiten direkt weiter für dich. So wächst dein Vermögen schneller, als wenn du die Dividenden jedes Jahr auf einem Girokonto liegen lässt. Du musst dich auch nicht um die Wiederanlage kümmern, das übernimmt der Fonds automatisch für dich. Das spart Zeit und Disziplin.

Für dich als Student bedeutet das: Du musst dich um nichts kümmern. Du richtest einen Sparplan ein, und der Rest passiert automatisch. Der thesaurierende ETF ist damit die perfekte Lösung für alle, die langfristig Vermögen aufbauen wollen, ohne sich aktiv um ihr Portfolio kümmern zu müssen.

So funktioniert der Zinseszinseffekt konkret

Der Zinseszinseffekt ist das mächtigste Werkzeug beim Vermögensaufbau. Einfach erklärt: Du erhältst nicht nur auf deinen ursprünglichen Einsatz Zinsen oder Erträge, sondern auch auf die bereits erwirtschafteten Zinsen. Das führt dazu, dass dein Vermögen mit der Zeit immer schneller wächst. Am Anfang geht es langsam voran, aber nach einigen Jahren nimmt die Kurve deutlich an Fahrt auf.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Wenn du monatlich 50 Euro in einen thesaurierenden ETF mit einer angenommenen Rendite von 7 Prozent pro Jahr investierst, hast du nach 10 Jahren etwa 8.700 Euro eingezahlt. Durch den Zinseszinseffekt ist dein Vermögen aber auf 10.500 Euro angewachsen. Die Differenz von 1.800 Euro sind die Erträge, die dein Geld für dich erwirtschaftet hat.

Nach 20 Jahren wird der Effekt noch deutlicher. Deine Einzahlungen summieren sich auf 12.000 Euro, aber dein Vermögen beträgt durch den Zinseszinseffekt bereits 26.000 Euro. Du hast also mehr als das Doppelte deiner Einzahlungen. Nach 30 Jahren wären es sogar über 60.000 Euro bei Einzahlungen von nur 18.000 Euro. Der Großteil deines Vermögens stammt dann aus Zinsen und Zinseszinsen.

Diese Zahlen zeigen, warum Zeit der wichtigste Faktor ist. Wer mit 20 Jahren startet, hat einen unschlagbaren Vorteil gegenüber jemandem, der erst mit 30 Jahren beginnt. Der spätere Start erfordert deutlich höhere monatliche Sparraten, um das gleiche Ziel zu erreichen. Der frühe Start ist also die günstigste Art, Vermögen aufzubauen.

Wichtig ist, dass du den Zinseszinseffekt nicht unterbrichst. Wenn du deinen Sparplan pausierst oder Geld abhebst, verlierst du nicht nur die Einzahlung, sondern auch die zukünftigen Erträge auf dieses Geld. Behandle deinen Sparplan wie eine feste monatliche Ausgabe, die nicht verhandelbar ist. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken.

Kosten verstehen: TER, Spread und Sparplan-Gebühren

Bei ETFs gibt es verschiedene Kosten, die du kennen solltest, auch wenn sie insgesamt gering sind. Die wichtigste Kennzahl ist die TER, die Total Expense Ratio. Das ist die jährliche Verwaltungsgebühr, die der Fondsanbieter für die Verwaltung des Fonds erhält. Sie wird direkt vom Fondsvermögen abgezogen und liegt bei den meisten ETFs zwischen 0,1 und 0,5 Prozent pro Jahr.

Zusätzlich zur TER gibt es den Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Dieser entsteht durch die Marktgegebenheiten und ist bei den großen, liquiden ETFs sehr gering. Du solltest beim Kauf darauf achten, dass du nicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt kaufst, wenn der Spread gerade hoch ist. In der Regel ist der Spread bei den beliebtesten ETFs aber vernachlässigbar klein.

Die dritte Kostenart sind die Gebühren deines Brokers für die Ausführung von Sparplänen. Viele Online-Broker bieten inzwischen kostenlose ETF-Sparpläne an, zumindest für eine Auswahl an ETFs. Andere verlangen eine geringe Gebühr pro Ausführung, oft zwischen 0,5 und 1,5 Euro pro Sparplanrate. Diese Gebühren solltest du bei der Wahl deines Brokers berücksichtigen, da sie bei kleinen Sparraten prozentual ins Gewicht fallen können.

Ein wichtiger Tipp: Achte nicht nur auf die niedrigste TER, sondern auf die Gesamtkosten. Ein ETF mit einer etwas höheren TER kann trotzdem besser sein, wenn er einen breiteren Markt abdeckt oder eine bessere Performance erzielt hat. Die Kosten sind wichtig, aber sie sind nicht das einzige Kriterium. Die Qualität des Index und die Abbildungsgenauigkeit des ETFs sind mindestens genauso entscheidend.

Für dich als Student gilt: Wähle einen Broker mit kostenlosen Sparplänen und einen ETF mit niedriger TER. Damit hältst du die Kosten minimal und kannst den Zinseszinseffekt optimal nutzen. Vergleiche die Angebote regelmäßig, denn der Markt für Broker und ETFs ist ständig in Bewegung.

Worauf du bei der ETF-Auswahl achten solltest

Die Auswahl des richtigen ETFs ist entscheidend für deinen Anlageerfolg. Als Anfänger solltest du dich auf breit diversifizierte Welt-ETFs konzentrieren. Der MSCI World ist der Klassiker und enthält über 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Der FTSE All-World ist eine gute Alternative, da er auch Schwellenländer abdeckt und damit noch breiter aufgestellt ist.

Achte auf das Fondsvolumen des ETFs. Ein ETF mit einem hohen Fondsvolumen, also viele Milliarden Euro, ist in der Regel liquider und hat einen engeren Spread. Zudem ist die Gefahr einer Schließung des Fonds geringer. Bei den großen ETFs von Anbietern wie iShares, Xtrackers oder Vanguard musst du dir darüber keine Sorgen machen.

Ein weiteres Kriterium ist die Abbildungsmethode. Die meisten ETFs bilden ihren Index physisch ab, das heißt, sie kaufen die Aktien tatsächlich. Es gibt auch synthetische ETFs, die den Index über Derivate nachbilden. Für dich als Anleger ist die physische Abbildung in der Regel verständlicher und transparenter. Die synthetische Variante kann aber steuerliche Vorteile haben, das ist aber ein komplexes Thema.

Die Währung des ETFs spielt ebenfalls eine Rolle. Die meisten Welt-ETFs sind in Euro oder US-Dollar aufgelegt. Für dich als Euro-Anleger ist es oft sinnvoll, einen in Euro gehandelten ETF zu wählen, um das Währungsrisiko zu reduzieren. Allerdings ist das Währungsrisiko bei einem Welt-ETF ohnehin Teil der Anlage, da du in viele verschiedene Währungen investierst.

Als Faustregel für den Anfang gilt: Wähle einen physisch replizierenden ETF auf den MSCI World oder FTSE All-World mit einem Fondsvolumen von über einer Milliarde Euro und einer TER unter 0,3 Prozent. Damit triffst du eine solide Wahl, die für deine Zwecke völlig ausreichend ist. Du kannst dich später immer noch für speziellere ETFs entscheiden.

Typische Fehler, die du als Student vermeiden solltest

Der häufigste Fehler ist, gar nicht erst anzufangen. Viele Studenten warten auf den perfekten Zeitpunkt, der nie kommt. Sie denken, sie hätten zu wenig Geld oder zu wenig Wissen. Doch der beste Zeitpunkt war gestern, der zweitbeste ist heute. Selbst mit kleinen Beträgen kannst du starten und den Zinseszinseffekt für dich arbeiten lassen.

Ein weiterer Fehler ist, auf kurzfristige Kursschwankungen zu reagieren. Wenn der Markt fällt, verkaufen viele Anleger in Panik und realisieren damit ihre Verluste. Als langfristiger Investor solltest du Kursschwankungen als normal betrachten und einfach weiter besparen. Historisch gesehen hat sich der Markt nach jedem Einbruch wieder erholt und neue Höchststände erreicht.

Viele Anfänger machen auch den Fehler, zu viele verschiedene ETFs zu kaufen. Sie glauben, damit ihr Risiko zu streuen, aber in Wirklichkeit überlappen sich die ETFs oft stark. Ein einziger breit diversifizierter Welt-ETF reicht völlig aus. Zusätzliche ETFs erhöhen nur die Komplexität und die Kosten, ohne den Diversifikationseffekt wesentlich zu verbessern.

Ein weiterer häufiger Fehler ist, den Sparplan bei der ersten Gelegenheit zu pausieren oder zu kündigen. Sei es wegen eines Umzugs, eines neuen Handys oder einer Reise. Du solltest deinen Sparplan als feste Verpflichtung betrachten, wie eine Miete. Nur weil du gerade Lust auf etwas anderes hast, solltest du deine finanzielle Zukunft nicht aufs Spiel setzen.

Schließlich solltest du nicht versuchen, den Markt zu timen. Niemand kann vorhersagen, ob die Kurse morgen steigen oder fallen. Statt auf den perfekten Einstiegszeitpunkt zu warten, ist es besser, regelmäßig zu investieren. Mit einem Sparplan kaufst du automatisch zu verschiedenen Kursen und profitierst vom Durchschnittskosteneffekt. So glättest du Kursschwankungen und musst dir keine Gedanken über den richtigen Zeitpunkt machen.

Dein Fahrplan: So legst du in 5 Schritten los

Der erste Schritt ist die Eröffnung eines Depots bei einem Online-Broker. Achte darauf, dass der Broker kostenlose ETF-Sparpläne anbietet und keine Depotgebühren verlangt. Viele Neobroker bieten diese Konditionen an und sind speziell auf junge Anleger ausgerichtet. Der Vergleich lohnt sich, denn die Angebote unterscheiden sich teilweise erheblich.

Im zweiten Schritt wählst du einen passenden ETF aus. Wie bereits beschrieben, ist ein Welt-ETF auf den MSCI World oder FTSE All-World eine gute Wahl. Achte auf eine niedrige TER und ein hohes Fondsvolumen. Du kannst dich auch für einen ETF entscheiden, der Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt, wenn dir das wichtig ist. Die Auswahl ist groß, aber die Grundlagen sind immer gleich.

Der dritte Schritt ist die Einrichtung eines Sparplans. Lege einen festen Betrag fest, den du monatlich investieren möchtest. Beginne mit einem Betrag, der dir wirklich weh tut, aber nicht weh tun darf. Schon 25 Euro pro Monat sind ein guter Anfang. Du kannst den Betrag später jederzeit erhöhen, wenn du mehr Geld zur Verfügung hast.

Im vierten Schritt richtest du einen Dauerauftrag von deinem Girokonto auf dein Depotkonto ein. So stellst du sicher, dass das Geld pünktlich ankommt und der Sparplan ausgeführt wird. Du solltest den Sparplan als feste monatliche Ausgabe einplanen, wie eine Miete oder eine Versicherung. Damit machst du das Sparen zur Gewohnheit.

Der fünfte und letzte Schritt ist der wichtigste: Lass dein Geld arbeiten und überprüfe dein Portfolio nur in größeren Abständen. Einmal im Jahr kannst du schauen, ob dein ETF noch zu deinen Zielen passt. Ansonsten gilt: Einfach weiterlaufen lassen. Dein zukünftiges Ich wird dir für diese Entscheidung dankbar sein.

Steuern und Freibeträge: Das solltest du als Student wissen

Auch als Student bist du nicht von Steuern befreit, wenn du Geld investierst. In Deutschland gibt es die Abgeltungssteuer von 25 Prozent auf Kapitalerträge, dazu kommen Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Allerdings gibt es einen Sparerpauschbetrag, der aktuell bei 1.000 Euro pro Person liegt. Das bedeutet: Erträge bis zu dieser Höhe bleiben steuerfrei.

Um den Sparerpauschbetrag zu nutzen, musst du bei deinem Broker einen Freistellungsauftrag einrichten. Das ist ein Formular, in dem du angibst, dass deine Erträge bis zu 1.000 Euro nicht besteuert werden sollen. Der Broker berücksichtigt diesen Betrag dann automatisch und führt erst darüber hinaus Steuern ab. Ohne Freistellungsauftrag werden automatisch 30 Prozent Steuern einbehalten.

Bei einem thesaurierenden ETF werden die Erträge nicht ausgeschüttet, sondern wieder angelegt. Trotzdem fallen darauf Steuern an, die sogenannte Vorabpauschale. Dabei wird eine fiktive Wertsteigerung deines ETFs besteuert, unabhängig davon, ob du Anteile verkauft hast. Die Vorabpauschale wird von deinem Broker berechnet und vom Verrechnungskonto eingezogen.

Die gute Nachricht: Die Vorabpauschale ist in den meisten Jahren relativ gering, da sie an den Basiszins gekoppelt ist. Zudem wird sie auf deine spätere Steuerlast angerechnet, wenn du deine Anteile verkaufst. Du zahlst also keine doppelten Steuern, sondern nur eine zeitliche Vorverlagerung. Für dich als Student mit geringen Erträgen ist das in der Regel kein großes Problem.

Wenn du deine ETF-Anteile verkaufst, werden die erzielten Gewinne versteuert. Auch hier gilt der Sparerpauschbetrag. Wenn du also über viele Jahre bespart hast und dann Gewinne realisierst, solltest du deinen Freistellungsauftrag im Blick behalten. Es kann sich lohnen, den Verkauf auf mehrere Jahre zu verteilen, um den Pauschbetrag optimal zu nutzen.

Deine nächsten Schritte: Von der Theorie zur Praxis

Du hast jetzt das nötige Wissen, um mit dem Investieren zu beginnen. Der wichtigste Schritt ist, dass du jetzt handelst und nicht weiter zögerst. Öffne noch heute ein Depot bei einem günstigen Broker und richte deinen ersten Sparplan ein. Du wirst sehen, dass es einfacher ist, als du denkst. Der gesamte Prozess dauert nur wenige Minuten.

Setze dir ein realistisches Ziel. Überlege, wofür du sparst: für eine Anzahlung für eine Wohnung, für eine Weltreise oder einfach für die Altersvorsorge. Ein klares Ziel hilft dir, motiviert zu bleiben und den Sparplan auch in schwierigen Zeiten durchzuziehen. Schreibe dein Ziel auf und lege es an einen Ort, wo du es regelmäßig siehst.

Informiere dich regelmäßig, aber lass dich nicht verrückt machen. Es gibt unzählige Finanzblogs, Podcasts und YouTube-Kanäle, die sich mit dem Thema beschäftigen. Nutze diese Ressourcen, um dein Wissen zu vertiefen, aber vertraue nicht jedem heißen Tipp. Bleib bei deinem Plan und lass dich nicht von kurzfristigen Trends ablenken.

Sprich mit Freunden oder Kommilitonen über deine Erfahrungen. Vielleicht findest du Gleichgesinnte, mit denen du dich austauschen kannst. Das macht nicht nur Spaß, sondern hilft dir auch, dranzubleiben. Du kannst gemeinsam Sparziele setzen und euch gegenseitig motivieren. Finanzielle Bildung ist ein Thema, das man teilen sollte.

Denke daran: Der Weg zum Vermögensaufbau ist ein Marathon, kein Sprint. Es wird Zeiten geben, in denen dein Portfolio im Minus ist, und Zeiten, in denen es stark steigt. Wichtig ist, dass du langfristig denkst und deinen Plan durchziehst. Mit einem thesaurierenden ETF und einem langen Anlagehorizont hast du die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Investieren.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Kannst du monatlich mindestens 25 Euro für 10 Jahre oder länger entbehren?
Hast du ein Girokonto mit kostenloser Depot-Eröffnung?
Würdest du Kursschwankungen von 30% ohne Panik aushalten?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Du kannst bereits mit 25 Euro pro Monat einen Sparplan auf einen thesaurierenden ETF einrichten. Viele Broker bieten sogar Sparpläne ab 1 Euro an. Wichtig ist, dass du regelmäßig sparst und den Sparplan langfristig durchhältst.

Für junge Anleger mit langem Anlagehorizont ist ein thesaurierender ETF oft die bessere Wahl, weil der Zinseszinseffekt automatisch genutzt wird. Ein ausschüttender ETF kann sinnvoll sein, wenn du regelmäßige Erträge erzielen möchtest, zum Beispiel im Ruhestand.

Ein breit diversifizierter Welt-ETF auf den MSCI World oder FTSE All-World ist eine gute Wahl. Achte auf eine niedrige TER, ein hohes Fondsvolumen und eine physische Abbildung. Damit investierst du in die gesamte Weltwirtschaft und streust dein Risiko optimal.

Kursschwankungen sind normal und gehören zu Aktieninvestments dazu. Wenn du langfristig investierst, solltest du Kurseinbrüche aussitzen und weiter besparen. Historisch gesehen hat sich der Markt nach jedem Einbruch wieder erholt und neue Höchststände erreicht.

Ja, auch Studenten müssen Kapitalerträge versteuern. Allerdings gibt es den Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr. Wenn deine Erträge darunter liegen, bleibst du steuerfrei. Du solltest einen Freistellungsauftrag bei deinem Broker einrichten, um den Pauschbetrag zu nutzen.

Ja, in der Regel kannst du deinen Sparplan jederzeit kostenlos pausieren, ändern oder kündigen. Du solltest aber bedenken, dass eine Pause den Zinseszinseffekt unterbricht und dein Vermögensaufbau langsamer voranschreitet. Behandle den Sparplan daher als feste monatliche Ausgabe.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.