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Staatsanleihen für Studenten: So legst du als Studierende:r sicher Geld an

Staatsanleihen für Studenten sind eine Möglichkeit, kleinere Beträge mit überschaubarem Risiko anzulegen. Du leihst einem Staat Geld und erhältst dafür regelmäßige Zinsen sowie am Laufzeitende deinen Einsatz zurück.

11 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 12.10.2026

Das Wichtigste

  • Staatsanleihen sind Schuldverschreibungen von Staaten mit fester Laufzeit und festem Kupon.
  • Bundesanleihen haben Laufzeiten von 7 bis 30 Jahren und gelten als besonders ausfallsicher.
  • Über die Börse kannst du Anleihen auch während der Laufzeit kaufen und verkaufen.
  • Die Rendite hängt vom Kupon, dem Kaufkurs und der Restlaufzeit ab.

01 · Grundlagen

Was sind Staatsanleihen?

Eine Staatsanleihe funktioniert wie ein Kredit an einen Staat. Als Gläubigerin erhältst du für die Überlassung deines Geldes eine vorab festgelegte Verzinsung.

Staatsanleihen sind Schuldverschreibungen, mit denen sich ein Staat am Kapitalmarkt Geld leiht. Der Staat gibt sie in einem festgelegten Gesamtvolumen aus und teilt sie in einzelne Anleihen mit einem festen Nennwert auf. Als Anlegerin trittst du dabei als Gläubigerin auf, der Staat ist der Schuldner und Emittent.

Für das überlassene Geld erhältst du während der Laufzeit regelmäßige Zinszahlungen, den sogenannten Kupon. Am Ende der Laufzeit wird dir der Nennwert zurückgezahlt. Die Zinsen werden bei deutschen Staatsanleihen in der Regel einmal jährlich ausgezahlt, bei US-Staatsanleihen beispielsweise vierteljährlich.

Die Laufzeiten variieren stark: Es gibt kurzlaufende Staatsanleihen von wenigen Monaten bis hin zu Anleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren. Je länger die Laufzeit, desto höher fällt in der Regel der Zinssatz aus, weil du dem Staat dein Geld länger überlässt.

Kurz erklärt

Staatsanleihe

Eine Schuldverschreibung, mit der sich ein Staat am Kapitalmarkt Geld leiht. Der Staat ist der Emittent und Schuldner, die Anlegerin ist die Gläubigerin.

Der Nennwert wird am Ende der Laufzeit zurückgezahlt, während der Kupon die jährliche Zinszahlung auf diesen Nennwert beschreibt.

02 · Vergleich

Bundesanleihen, Bundesobligationen und Bundesschatzanweisungen im Vergleich

Der deutsche Staat bietet verschiedene Wertpapiere an, die sich vor allem in ihrer Laufzeit unterscheiden. Für Studenten ist dieser Unterschied wichtig, weil er bestimmt, wie lange das Geld gebunden ist.

Bundesanleihen haben Laufzeiten von 7 bis 30 Jahren und bilden das mittlere bis lange Ende der Bundkurve. Sie machen über 65 Prozent des Schuldenportfolios des Bundes aus, wobei allein auf 10-jährige Anleihen rund 34 Prozent entfallen.

Für kürzere Zeiträume gibt es Bundesobligationen mit einer Laufzeit von 5 Jahren und Bundesschatzanweisungen mit Laufzeiten bis zu 2 Jahren. Alle drei Wertpapiertypen zahlen einen jährlichen, festen Zinssatz auf den Nennwert.

  • Bundesanleihen eignen sich für eine langfristige Anlage als Sicherheitsbaustein im Depot.
  • Bundesobligationen sind für eine mittelfristige Anlage über 5 Jahre gedacht.
  • Bundesschatzanweisungen dienen als kurzfristige Geldanlage mit einer Laufzeit von bis zu 2 Jahren.
Laufzeiten deutscher Bundeswertpapiere
BundesanleihenBundesobligationenBundesschatzanweisungen
Typische Laufzeit7 bis 30 Jahre5 Jahrebis 2 Jahre

03 · Schritt für Schritt

So funktioniert der Kauf einer Staatsanleihe

Der Erwerb von Staatsanleihen läuft heute fast immer über die Börse. Ein Wertpapierdepot ist dafür die Grundvoraussetzung.

Ein direkter Erwerb beim Herausgeber, also etwa bei der Deutschen Finanzagentur für Bundesanleihen, ist für Privatanleger seit 2013 nicht mehr möglich. Du benötigst daher ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker.

Jede Staatsanleihe hat eine Internationale Wertpapierkennnummer, kurz ISIN. Über diese Nummer findest du die gewünschte Anleihe eindeutig im Handel. Du kannst Staatsanleihen während der Handelszeiten an der Börse kaufen oder verkaufen, auch wenn die ursprüngliche Laufzeit noch nicht beendet ist.

01

Wertpapierdepot eröffnen

Du benötigst ein Depot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Darüber werden alle Wertpapiertransaktionen abgewickelt.

02

Anleihe anhand der ISIN auswählen

Jede Anleihe hat eine Internationale Wertpapierkennnummer (ISIN). Über diese Nummer kannst du die gewünschte Anleihe eindeutig im Handel finden.

03

Kauf über die Börse aufgeben

Staatsanleihen werden an der Börse gehandelt. Du kannst sie dort während der Handelszeiten kaufen oder verkaufen, auch wenn die ursprüngliche Laufzeit noch nicht beendet ist.

04

Zinsen und Rückzahlung erhalten

Während der Laufzeit erhältst du die jährlichen Zinszahlungen. Am Ende der Laufzeit wird der Nennwert der Anleihe auf dein Verrechnungskonto zurückgezahlt.

04 · Was gilt

Wann sich Staatsanleihen für Studenten lohnen

Staatsanleihen sind kein Instrument für schnellen Vermögensaufbau, sondern ein Baustein für die sichere Anlage. Ob sie zu deiner Situation passen, hängt von deinem Anlageziel ab.

Sie eignen sich, wenn du einen festen Betrag für einen bestimmten Zeitraum anlegen möchtest und auf regelmäßige Zinserträge angewiesen bist. Deutsche Staatsanleihen gelten aufgrund der hohen Bonität des Bundes als sehr sicher.

Weniger sinnvoll sind Staatsanleihen, wenn du in kurzer Zeit ein hohes Kapitalwachstum anstrebst oder dein gesamtes Geld täglich verfügbar sein muss. Auch der Zinseszinseffekt fehlt bei klassischen Anleihen, da die Zinsen auf dem Nennwert basieren und nicht automatisch wieder angelegt werden.

  • Sinnvoll sind Staatsanleihen als sicherer Grundbaustein in deinem Depot.
  • Sinnvoll sind sie, wenn du das Risiko deines Portfolios senken möchtest.
  • Weniger sinnvoll sind sie, wenn du auf flexible tägliche Verfügbarkeit deines gesamten Geldes angewiesen bist.

Sinnvoll

·Du möchtest einen sicheren Grundbaustein in deinem Depot haben
·Du legst Geld für einen festen Zeitraum an und bist auf regelmäßige Zinsen angewiesen
·Du möchtest das Risiko deines Portfolios senken
·Du suchst eine Anlage mit sehr geringem Ausfallrisiko bei hoher Bonität des Staates

Weniger sinnvoll

·Du möchtest in kurzer Zeit ein hohes Kapitalwachstum erreichen
·Du bist auf eine flexible, tägliche Verfügbarkeit deines gesamten Geldes angewiesen
·Du möchtest von einem Zinseszinseffekt profitieren, da die Zinsen auf dem Nennwert basieren
·Du scheust das Kursrisiko, wenn du vor Laufzeitende verkaufen musst

05 · Kosten

Welche Kosten beim Kauf von Staatsanleihen anfallen

Neben dem eigentlichen Kaufpreis entstehen beim Erwerb von Staatsanleihen Nebenkosten. Diese schmälern deine effektive Rendite.

Die Ordergebühr der Bank liegt oft zwischen 0,2 und 1,0 Prozent vom Kurswert. Zusätzlich fällt ein Börsenplatzentgelt an, das häufig unter 0,1 Prozent vom Kurswert liegt.

Die Depotführungsgebühr variiert stark und liegt oft zwischen 0 und 30 EUR pro Jahr. Einige Direktbanken bieten Depots ohne laufende Gebühren an, berechnen dafür aber höhere Ordergebühren bei kleinen Volumina. Für Studenten mit kleineren Anlagebeträgen lohnt sich ein genauer Vergleich der Kostenstruktur.

  • Die Ordergebühr fällt bei jedem Kauf und Verkauf an.
  • Das Börsenplatzentgelt wird von der jeweiligen Börse erhoben.
  • Die Depotführungsgebühr ist ein laufender Kostenfaktor, der unabhängig vom Handelsvolumen anfällt.

06 · Im Vertrag

Fachbegriffe rund um Staatsanleihen

Beim Kauf von Staatsanleihen begegnen dir einige feste Begriffe. Sie beschreiben die wichtigsten Eigenschaften einer Anleihe.

Der Nennwert ist der festgelegte Betrag, den du dem Staat leihst und der am Laufzeitende zurückgezahlt wird. Alle Zinszahlungen beziehen sich auf diesen Wert.

Der Kupon ist der jährliche Zinssatz, den der Staat auf den Nennwert zahlt. Er wird in Prozent angegeben und bleibt über die gesamte Laufzeit unverändert. Der Emittent ist der Herausgeber der Anleihe, also der Staat, der sich das Geld leiht und für die Rückzahlung verantwortlich ist.

  • Die Bonität beschreibt die Kreditwürdigkeit des Staates und wird von Ratingagenturen bewertet.
  • Die Restlaufzeit gibt an, wie lange es noch bis zur Rückzahlung des Nennwerts dauert.
  • Der Kaufkurs kann über oder unter dem Nennwert liegen und beeinflusst deine tatsächliche Rendite.

Die wichtigsten Begriffe im Überblick

NennwertBasisDer festgelegte Betrag, den du dem Staat leihst und der am Laufzeitende zurückgezahlt wird. Zinszahlungen beziehen sich auf diesen Wert.
KuponZinsDer jährliche Zinssatz, den der Staat auf den Nennwert zahlt. Er wird in Prozent angegeben und bleibt über die Laufzeit unverändert.
EmittentHerausgeberDer Herausgeber der Anleihe, also der Staat, der sich das Geld leiht und für die Rückzahlung verantwortlich ist.
BonitätSicherheitDie Kreditwürdigkeit des Staates. Sie wird von Ratingagenturen bewertet und gibt an, wie wahrscheinlich eine Rückzahlung ist.
SekundärmarktHandelDer Markt, auf dem bereits ausgegebene Anleihen zwischen Anlegern gehandelt werden. Hier kannst du Anleihen vor Laufzeitende kaufen oder verkaufen.

07 · Checkliste

Checkliste: Das solltest du vor dem Kauf prüfen

Eine sorgfältige Prüfung hilft dir, eine Anleihe zu finden, die zu deinem Anlagehorizont und deiner Risikobereitschaft passt.

Die Restlaufzeit sollte zu deiner Planung passen, denn während dieser Zeit ist dein Geld grundsätzlich gebunden. Ein vorzeitiger Verkauf ist zwar möglich, kann aber mit Kursverlusten verbunden sein.

Die Bonität des herausgebenden Staates gibt dir einen Hinweis auf das Ausfallrisiko. Deutsche Staatsanleihen gelten als sehr sicher, während Anleihen von Staaten mit schwacher Bonität spekulativ sein können. Achte außerdem auf die Währung: Anleihen außerhalb der Euro-Zone bergen ein Währungsrisiko.

  • Prüfe die Restlaufzeit: Passt der Zeitraum bis zur Rückzahlung zu deiner Planung?
  • Prüfe den Kupon: Wie hoch ist die jährliche Zinszahlung auf den Nennwert?
  • Prüfe die Bonität: Wie bewerten Ratingagenturen den herausgebenden Staat?
  • Prüfe die Währung: Wird die Anleihe in Euro oder einer Fremdwährung ausgegeben?
  • Prüfe den Kaufkurs: Liegt der Kurs über oder unter dem Nennwert?
  • Prüfe die Kosten: Welche Ordergebühren und Depotkosten fallen an?

Prüfpunkte vor dem Kauf einer Staatsanleihe

01

Restlaufzeit: Passt der Zeitraum bis zur Rückzahlung zu deiner Planung?

02

Kupon: Wie hoch ist die jährliche Zinszahlung auf den Nennwert?

03

Bonität: Wie bewerten Ratingagenturen den herausgebenden Staat?

04

Währung: Wird die Anleihe in Euro oder einer Fremdwährung ausgegeben?

05

Kaufkurs: Liegt der Kurs über oder unter dem Nennwert?

06

Kosten: Welche Ordergebühren und Depotkosten fallen an?

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler beim Kauf von Staatsanleihen

Einige Fehler lassen sich vermeiden, wenn du die Funktionsweise von Anleihen genau verstehst. Sie betreffen vor allem die Erwartung an die Rendite und den Umgang mit Kursen.

Ein häufiger Fehler ist die Verwechslung von Kupon und Rendite. Der Kupon bezieht sich auf den Nennwert, die Rendite zusätzlich auf deinen tatsächlichen Kaufkurs. Kaufst du eine Anleihe unter dem Nennwert, liegt deine Rendite über dem Kupon, weil du am Laufzeitende den höheren Nennwert zurückerhältst.

Viele Anleger unterschätzen das Kursrisiko bei vorzeitigem Verkauf. Steigende Leitzinsen können zu fallenden Anleihekursen führen, sodass du beim Verkauf vor Laufzeitende einen Verlust erleiden kannst. Auch die Inflation wird oft übersehen: Liegt die Inflationsrate über deiner Rendite, verliert dein Geld real an Kaufkraft.

  • Verwechsle nicht den Kupon mit der Rendite, denn der Kupon bezieht sich nur auf den Nennwert.
  • Ignoriere nicht das Kursrisiko bei vorzeitigem Verkauf, denn steigende Leitzinsen können die Kurse drücken.
  • Überschätze nicht die Sicherheit, denn auch Staaten mit schwacher Bonität können ausfallen.
  • Unterschätze nicht die Inflation, denn sie kann deine Rendite real aufzehren.
  • Kaufe keine Fremdwährungsanleihen, ohne das Währungsrisiko zu berücksichtigen.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

·Du verwechselst den Kupon mit der Rendite: Der Kupon bezieht sich auf den Nennwert, die Rendite zusätzlich auf deinen tatsächlichen Kaufkurs.
·Du ignorierst das Kursrisiko bei vorzeitigem Verkauf: Steigende Leitzinsen können zu fallenden Anleihekursen führen.
·Du überschätzt die Sicherheit: Auch Staaten mit schwacher Bonität können ausfallen, was zum Verlust deines Kapitals führen kann.
·Du unterschätzt die Inflation: Liegt die Inflationsrate über deiner Rendite, verliert dein Geld an Kaufkraft.
·Du kaufst Fremdwährungsanleihen ohne Währungsrisiko zu bedenken: Ein fallender Wechselkurs kann deine Zinsgewinne aufzehren.

09 · Hintergrund

Rendite, Inflation und Leitzinsen: So hängen sie zusammen

Die tatsächliche Rendite einer Staatsanleihe wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Neben dem Kupon spielen der Kaufkurs, die Inflation und das allgemeine Zinsniveau eine Rolle.

Die Rendite einer Anleihe beschreibt den jährlichen Gesamtertrag, den du mit deinem eingesetzten Kapital erzielst. Kaufst du eine Anleihe zum Nennwert, entspricht die Rendite in etwa dem Kupon. Kaufst du sie unter dem Nennwert, liegt deine Rendite über dem Kupon, weil du am Laufzeitende den höheren Nennwert zurückerhältst.

Die Inflation wirkt gegen deine Rendite. Liegt die Inflationsrate bei 3 Prozent und deine Anleihe bringt 2,5 Prozent Rendite, verliert dein Geld real an Kaufkraft. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die reale Rendite, also die nominale Rendite abzüglich der Inflationsrate.

Steigende Leitzinsen führen in der Regel zu fallenden Anleihekursen, weil neu ausgegebene Anleihen höhere Kupons bieten und ältere Anleihen dadurch an Attraktivität verlieren. Für dich bedeutet das: Wenn du eine Anleihe vor Laufzeitende verkaufen musst, kann der Kurs unter deinem Kaufkurs liegen.

Die Rendite einer Anleihe beschreibt den jährlichen Gesamtertrag, den du mit deinem eingesetzten Kapital erzielst. Kaufst du eine Anleihe zum Nennwert, entspricht die Rendite in etwa dem Kupon. Kaufst du sie unter dem Nennwert, liegt deine Rendite über dem Kupon, weil du am Laufzeitende den höheren Nennwert zurückerhältst.

Die Inflation wirkt gegen deine Rendite. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die reale Rendite, also die nominale Rendite abzüglich der Inflationsrate.

Leitzinsen beeinflussen die Kurse von Anleihen am Sekundärmarkt. Steigen die Leitzinsen, werfen neu ausgegebene Anleihen höhere Kupons ab. Ältere Anleihen mit niedrigerem Kupon verlieren dann an Wert, ihr Kurs fällt. Sinken die Leitzinsen, steigen die Kurse bestehender Anleihen mit höherem Kupon.

10 · Vergleich

Staatsanleihen im Vergleich zu Unternehmensanleihen

Neben Staaten geben auch Unternehmen Anleihen aus. Für Studenten ist der Unterschied beim Risiko und bei der Renditeerwartung relevant.

Der zentrale Unterschied liegt im Ausfallrisiko: Staatsanleihen von Ländern mit hoher Bonität gelten als sehr sicher, während Unternehmensanleihen ein höheres Ausfallrisiko tragen. Dieses Risiko hängt von der Bonität des jeweiligen Unternehmens ab.

Als Ausgleich für das höhere Risiko bieten Unternehmensanleihen in der Regel eine höhere Rendite als Staatsanleihen. Die Laufzeiten von Unternehmensanleihen liegen häufig zwischen 3 und 10 Jahren, seltener länger. Staatsanleihen gibt es dagegen von wenigen Monaten bis zu 30 Jahren Laufzeit.

  • Staatsanleihen haben bei hoher Bonität des Staates ein sehr geringes Ausfallrisiko.
  • Unternehmensanleihen bieten in der Regel eine höhere Rendite als Ausgleich für das höhere Risiko.
  • Für Studenten eignen sich Staatsanleihen als Sicherheitsbaustein, Unternehmensanleihen nur bei bewusster Risikobereitschaft.
Staatsanleihen und Unternehmensanleihen im Vergleich
StaatsanleihenUnternehmensanleihen
EmittentEin Staat
AusfallrisikoAbhängig von der Bonität des Staates
LaufzeitenVon wenigen Monaten bis 30 Jahre

11 · Was gilt

Steuern auf Zinserträge aus Staatsanleihen

Zinserträge aus Staatsanleihen zählen zu den Kapitalerträgen und unterliegen der Abgeltungsteuer. Der Sparer-Pauschbetrag reduziert die Steuerlast.

Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer und gegebenenfalls Kirchensteuer. Auch Kursgewinne beim Verkauf vor Laufzeitende sind steuerpflichtig.

Der Sparer-Pauschbetrag reduziert die Steuerlast: Erträge bis zu 1000 EUR pro Person und Jahr bleiben steuerfrei. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren verdoppelt sich der Betrag auf 2000 EUR pro Jahr. Erst wenn deine Kapitalerträge diesen Freibetrag übersteigen, wird auf den darüber liegenden Teil Abgeltungsteuer fällig.

  • Zinszahlungen aus Staatsanleihen sind steuerpflichtig, sobald sie den Sparer-Pauschbetrag übersteigen.
  • Kursgewinne beim Verkauf vor Laufzeitende zählen ebenfalls zu den steuerpflichtigen Kapitalerträgen.
  • Erträge bis 1000 EUR pro Person und Jahr bleiben durch den Sparer-Pauschbetrag steuerfrei.

Steuerpflichtig

·Zinszahlungen (Kupon) aus Staatsanleihen
·Kursgewinne beim Verkauf vor Laufzeitende
·Erträge über dem Sparer-Pauschbetrag von 1000 EUR pro Person und Jahr

Steuerfrei

·Erträge bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1000 EUR pro Person und Jahr
·Erträge bis 2000 EUR bei zusammenveranlagten Ehepaaren pro Jahr

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FinanzredaktionAktualisiert am 12.10.2026