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Staatsanleihen-Auszahlplan: So entnimmst du Kapital im Ruhestand
Ein Auszahlplan für Staatsanleihen verbindet regelmäßige Entnahmen mit der Sicherheit von Bundeswertpapieren. Hier erfährst du, wie du einen Entnahmeplan mit Bundesanleihen, Tagesgeld und Aktien-ETFs strukturierst und welche steuerlichen Regeln 2026 gelten.
11 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 12.10.2026
Das Wichtigste
- Ein Auszahlplan regelt, wie du im Ruhestand regelmäßig Geld aus deinen Ersparnissen auf dein Girokonto überweist.
- Bundesanleihen eignen sich als sicherer Baustein, sind aber nicht für monatliche Entnahmen vom Depot vorgesehen.
- Für die Entnahme aus einem Depot musst du Anleihen oder ETF-Anteile verkaufen, da es keinen Dauerauftrag gibt.
- Der Sparer-Pauschbetrag liegt 2026 bei 1000 EUR pro Person und Jahr, bei Ehepaaren bei 2000 EUR.
01 · Grundlagen
Was ist ein Auszahlplan für Staatsanleihen?
Ein Auszahlplan ist eine feste Regelung, nach der du dir regelmäßig Geld auf dein Konto auszahlst. Bei Staatsanleihen bedeutet das, dass du Zinserträge und fällige Anleihen so planst, dass sie deine Entnahmen decken.
Ein Auszahlplan für Staatsanleihen verbindet die festen Zinstermine von Bundeswertpapieren mit deinem regelmäßigen Geldbedarf. Du legst dabei fest, wann und in welcher Höhe du Geld aus deinem Vermögen entnimmst, und nutzt dafür gezielt fällige Anleihen sowie deren Zinserträge.
Bundesanleihen haben Laufzeiten von 7 bis 30 Jahren und zahlen ihre Zinsen typischerweise am 15. Februar, 15. Mai, 15. August oder 15. November. Diese festen Termine kannst du als Grundgerüst für deinen Auszahlplan verwenden, indem du sie mit einem Tagesgeldkonto als Puffer kombinierst.
Der entscheidende Unterschied zu einem reinen Sparplan liegt in der Richtung: Du sparst nicht an, sondern bekommst dein Kapital in Raten ausgezahlt. Den Rhythmus und die Höhe der Auszahlungen bestimmst du selbst.
- Ein Auszahlplan ist eine feste Regelung für regelmäßige Geldauszahlungen auf dein Konto.
- Bei Staatsanleihen nutzt du fällige Bundesanleihen und Zinserträge als Entnahmequelle.
- Die Zinstermine der Bundesanleihen liegen fest und sind planbar.
Kurz erklärt
Staatsanleihen-Auszahlplan
Ein Auszahlplan, auch Entnahmeplan genannt, ist eine fixe Regelung, nach der du dir regelmäßig Geld auf dein Konto auszahlst. Den Turnus, also ob wöchentlich, monatlich, quartalsweise oder jährlich, legst du individuell fest. Bei Staatsanleihen kombinierst du fällige Bundesanleihen und Zinserträge mit anderen liquiden Anlagen, um deinen Entnahmebetrag zu decken.
Der Auszahlplan ähnelt einem Sparplan, nur dass du Geld nicht ansparst, sondern in Raten ausgezahlt bekommst.
02 · Vergleich
Welche Anlageformen eignen sich für einen Auszahlplan?
Je nachdem, wo dein Geld liegt, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten für regelmäßige Auszahlungen. Die Wahl der Anlageform bestimmt, wie flexibel du an dein Geld kommst und wie sicher deine Entnahmen sind.
Für einen Auszahlplan kommen vor allem Tagesgeld, Festgeld, Aktien-ETFs und Bundesanleihen infrage. Jede Anlageform hat eigene Stärken, wenn es um Flexibilität, Sicherheit und Rendite geht.
Vom Tagesgeldkonto kannst du per Dauerauftrag oder manueller Überweisung jederzeit Geld auf dein Girokonto übertragen. Das funktioniert allerdings nicht bei allen Banken automatisch, daher solltest du das vorab prüfen. Festgeld eignet sich dagegen nicht für monatliche Entnahmen, weil du während der Laufzeit keinen Zugriff auf das Kapital hast.
Bei Aktien-ETFs im Depot musst du Anteile verkaufen, um an Geld zu kommen. Einige Depotanbieter automatisieren diesen Verkauf und überweisen den Erlös auf dein Referenzkonto. Die Kombination aus Aktien-ETFs und Tagesgeld oder Festgeld ist für viele Ruhestandsplanungen sinnvoll.
- Tagesgeld bietet volle Flexibilität und keine Kursschwankungen.
- Festgeld bringt feste Zinsen, ist aber erst nach Fälligkeit verfügbar.
- Aktien-ETFs ermöglichen Rendite, erfordern aber Anteilsverkäufe für Entnahmen.
| Tagesgeldkonto | Festgeldkonto | Aktien-ETFs im Depot | |
|---|---|---|---|
| Regelmäßige Auszahlung | Dauerauftrag oder manuelle Überweisung möglich | Nicht für monatliche Entnahmen geeignet | Nur durch Verkauf von Anteilen möglich |
| Kapitalverzehr | Erst nach Fälligkeit verfügbar | Teilweiser Verzehr durch Anteilsverkauf | |
| Kursschwankungen | Keine Kursschwankungen | Keine Kursschwankungen | Kursschwankungen möglich |
| Automatisierung | Dauerauftrag einrichtbar | Keine automatische Entnahme | Nur bei manchen Depotanbietern automatisiert |
03 · Schritt für Schritt
So funktioniert ein Auszahlplan mit Bundesanleihen
Bundesanleihen haben feste Laufzeiten und Zinstermine. Für einen Auszahlplan musst du Fälligkeiten und Zinszahlungen so staffeln, dass sie zu deinen gewünschten Entnahmezeitpunkten passen.
Der Aufbau eines Auszahlplans mit Bundesanleihen folgt einem klaren Ablauf. Zuerst legst du fest, wie viel deines Vermögens in Bundesanleihen, Tagesgeld und Aktien-ETFs fließen soll. Bundesanleihen mit Laufzeiten von 7 bis 30 Jahren bilden dabei das mittlere bis lange Ende der Bundkurve.
Im zweiten Schritt staffelst du die Fälligkeiten. Du kaufst Bundesanleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten, sodass jedes Jahr ein Teil deines Kapitals fällig wird. Diesen fälligen Betrag kannst du dann für deine Entnahmen verwenden, ohne Anteile zu ungünstigen Zeitpunkten verkaufen zu müssen.
Drittens planst du die Zinserträge ein. Bundesanleihen zahlen jährlich Zinsen, die du ebenfalls für deinen Auszahlplan verwenden kannst. Die Zinstermine liegen typischerweise am 15. Februar, 15. Mai, 15. August oder 15. November. Mit einer Fälligkeitsstaffel stellst du sicher, dass regelmäßig Geld aus Anleihen frei wird.
- Lege zuerst die Aufteilung deines Vermögens auf die Anlageformen fest.
- Kaufe Bundesanleihen mit gestaffelten Laufzeiten für jährliche Fälligkeiten.
- Nutze die jährlichen Zinszahlungen als zusätzliche Entnahmequelle.
Anlagebetrag aufteilen
Lege fest, wie viel deines Vermögens in Bundesanleihen, Tagesgeld und Aktien-ETFs fließen soll. Bundesanleihen mit Laufzeiten von 7 bis 30 Jahren bilden das mittlere bis lange Ende der Bundkurve.
Fälligkeiten staffeln
Kaufe Bundesanleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten, sodass jedes Jahr ein Teil deines Kapitals fällig wird. So kannst du den fälligen Betrag für deine Entnahmen nutzen.
Zinserträge einplanen
Bundesanleihen zahlen jährlich Zinsen, die du für deinen Auszahlplan verwenden kannst. Die Zinstermine liegen typischerweise am 15. Februar, 15. Mai, 15. August oder 15. November.
Entnahmen aufs Girokonto überweisen
Überweise fällige Anleihebeträge und Zinserträge auf dein Girokonto. Vom Depot aus musst du Anleihen vorher verkaufen, da es keinen Dauerauftrag für Wertpapiere gibt.
04 · Kosten
Welche Kosten und Steuern fallen beim Auszahlplan an?
Bei einem Auszahlplan mit Staatsanleihen fallen Steuern auf Zinserträge und Kursgewinne an. Die Höhe hängt von deinem persönlichen Steuersatz und deinem Sparer-Pauschbetrag ab.
Die Abgeltungsteuer beträgt 25 Prozent auf deine Kapitalerträge, hinzu kommt der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer.
Bevor Steuern fällig werden, kannst du den Sparer-Pauschbetrag nutzen. Pro Person und Jahr sind 1000 EUR Kapitalerträge steuerfrei, bei zusammenveranlagten Ehepaaren verdoppelt sich der Betrag auf 2000 EUR. Für reine Bundesanleihen gilt keine Teilfreistellung, diese gibt es nur für Aktienfonds mit 30 Prozent.
Die Bank führt die Steuern direkt an das Finanzamt ab, sobald dein Freistellungsauftrag aufgebraucht ist. Zum Ende eines Kalenderjahres erhältst du einen Kontoauszug, der deine Kapitalerträge und den Steuerabzug dokumentiert.
- Die Abgeltungsteuer beträgt 25 Prozent auf Kapitalerträge.
- Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1000 EUR pro Person und Jahr.
- Die Teilfreistellung von 30 Prozent gilt nur für Aktienfonds, nicht für Bundesanleihen.
Steuern und Freibeträge 2026
05 · Im Vertrag
Welche Rolle spielt die Kirchensteuer beim Auszahlplan?
Wenn du kirchensteuerpflichtig bist, wird die Kirchensteuer zusätzlich zur Abgeltungsteuer auf deine Kapitalerträge fällig. Der Steuerabzug erfolgt automatisch durch die Bank.
Mit einem Freistellungsauftrag kannst du den Sparer-Pauschbetrag von 1000 EUR pro Person nutzen, um Zinserträge steuerfrei zu stellen. Alternativ kannst du mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung eine vollständige oder teilweise Befreiung vom Steuerabzug erreichen.
Ohne Freistellungsauftrag führt die Bank auch auf Beträge unterhalb des Sparer-Pauschbetrags Steuern ab. Du kannst dir zu viel gezahlte Steuern über die Steuererklärung zurückholen, einfacher ist jedoch die rechtzeitige Einrichtung des Freistellungsauftrags.
- Die Bank führt die Kirchensteuer automatisch an das Finanzamt ab.
- Ein Freistellungsauftrag nutzt den Sparer-Pauschbetrag von 1000 EUR pro Person.
- Eine Nichtveranlagungsbescheinigung befreit dich ganz oder teilweise vom Steuerabzug.
Kirchensteuer auf Kapitalerträge
06 · Was gilt
Welche Entnahmestrategien gibt es für den Ruhestand?
Für die Entnahme aus deinem Vermögen gibt es verschiedene Strategien. Die passende Wahl hängt davon ab, ob du dein Kapital vollständig aufbrauchen oder erhalten möchtest.
Die passende Wahl hängt von deiner Lebenssituation und deinen Zielen ab.
Ein Entnahmeplan mit Aktien-ETFs und Tagesgeld eignet sich für den Kapitalverzehr, weil du Anteile verkaufst und das Geld nach und nach aufbrauchst. Eine Sofortrente aus einer privaten Rentenversicherung bietet dagegen lebenslange Zahlungen, ohne dass du das Restkapital ausgezahlt bekommst.
Für den Kapitalerhalt kannst du einen Auszahlplan nur aus Zinserträgen von Bundesanleihen aufsetzen. Dabei bleibt dein angelegtes Kapital unangetastet, du lebst ausschließlich von den jährlichen Zinszahlungen. Die Wahl zwischen Kapitalverzehr und Kapitalerhalt bestimmt deine gesamte Entnahmestrategie.
- Ein Entnahmeplan mit Aktien-ETFs und Tagesgeld eignet sich für Kapitalverzehr.
- Eine Sofortrente bietet lebenslange Zahlungen, aber keine Auszahlung des Restkapitals.
- Ein Auszahlplan nur aus Zinserträgen von Bundesanleihen erhält dein Kapital.
Geeignet für Kapitalverzehr
Geeignet für Kapitalerhalt
07 · Checkliste
Checkliste: Das brauchst du für deinen Staatsanleihen-Auszahlplan
Bevor du einen Auszahlplan einrichtest, solltest du einige Punkte klären. Diese Checkliste hilft dir, alle wichtigen Aspekte zu berücksichtigen.
Diese Vorbereitung spart dir später Zeit und verhindert unnötige Steuerzahlungen oder Liquiditätsengpässe.
Lege zuerst dein Girokonto als Referenzkonto für alle Auszahlungen fest. Danach richtest du den Sparer-Pauschbetrag von 1000 EUR pro Person bei deiner Bank ein, damit Zinserträge bis zu dieser Höhe steuerfrei bleiben.
Für die Anlagestruktur staffelst du die Fälligkeiten deiner Bundesanleihen und richtest ein Tagesgeldkonto als Puffer für kurzfristige Entnahmen ein. Ohne Fälligkeitsstaffel riskierst du Liquiditätsengpässe, wenn du dringend Geld brauchst.
- Lege dein Girokonto als Referenzkonto für alle Auszahlungen fest.
- Richte den Sparer-Pauschbetrag von 1000 EUR pro Person bei deiner Bank ein.
- Staffe die Fälligkeiten deiner Bundesanleihen über mehrere Jahre.
- Richte ein Tagesgeldkonto als Puffer für kurzfristige Entnahmen ein.
- Prüfe deine Kirchensteuerpflicht und passe den Freistellungsauftrag an.
Checkliste für deinen Auszahlplan
Girokonto als Referenzkonto für alle Auszahlungen festlegen
Sparer-Pauschbetrag von 1000 EUR pro Person bei der Bank einrichten
Fälligkeiten von Bundesanleihen staffeln
Tagesgeldkonto als Puffer für kurzfristige Entnahmen einrichten
Festgeldverträge mit unterschiedlichen Laufzeiten abschließen
Aktien-ETFs für langfristigen Kapitalverzehr auswählen
Kirchensteuerpflicht prüfen und Freistellungsauftrag anpassen
Kontoauszüge zum Jahresende für die Steuererklärung aufbewahren
08 · Fehler vermeiden
Typische Fehler beim Auszahlplan mit Staatsanleihen
Bei der Einrichtung eines Auszahlplans passieren häufig Fehler, die du vermeiden solltest. Diese Punkte solltest du vorab prüfen.
Der größte Fehler ist, dein gesamtes Vermögen auf dem Girokonto zu parken und auf Zinsen zu verzichten.
Ein weiterer Fehler ist, Festgeld für monatliche Entnahmen einzuplanen, obwohl du während der Laufzeit keinen Zugriff auf das Kapital hast. Auch das fehlende Einrichten des Sparer-Pauschbetrags führt dazu, dass du unnötig Steuern zahlst.
Bundesanleihen ohne Fälligkeitsstaffel zu kaufen, kann zu Liquiditätsengpässen führen, wenn du dringend Geld brauchst. Ohne eine klare Entnahmestrategie verkaufst du Aktien-ETFs möglicherweise zu ungünstigen Zeitpunkten.
- Parke dein gesamtes Vermögen nicht auf dem Girokonto, sondern lege es verzinst an.
- Plane Festgeld nicht für monatliche Entnahmen ein, da kein Zugriff besteht.
- Richte den Sparer-Pauschbetrag ein, um unnötige Steuerzahlungen zu vermeiden.
- Kaufe Bundesanleihen mit Fälligkeitsstaffel, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden.
Fehler, die du vermeiden solltest
09 · Vergleich
Wie unterscheidet sich ein Auszahlplan von einer Sofortrente?
Ein Auszahlplan und eine Sofortrente sind zwei verschiedene Wege, im Ruhestand Geld zu erhalten. Der Hauptunterschied liegt in der Flexibilität und der Absicherung gegen Langlebigkeit.
Beim Auszahlplan bestimmst du Höhe und Rhythmus der Auszahlungen selbst. Dein Kapital kann vollständig aufgebraucht werden, du trägst aber auch das Risiko, dass es nicht bis zum Lebensende reicht. Bei einer Sofortrente erhältst du eine feste monatliche Rente, deren Höhe du nicht beeinflussen kannst.
Die Sofortrente bietet lebenslange Zahlungen, weil der Versicherer das Langlebigkeitsrisiko trägt. Dafür hast du keinen Zugriff auf das Restkapital. Ein Auszahlplan bietet mehr Flexibilität und Kontrolle über dein Kapital, eine Sofortrente mehr Sicherheit gegen Langlebigkeit.
- Beim Auszahlplan bestimmst du Höhe und Rhythmus der Auszahlungen selbst.
- Bei der Sofortrente erhältst du eine feste monatliche Rente ohne Einfluss auf die Höhe.
- Das Langlebigkeitsrisiko trägst du beim Auszahlplan selbst, bei der Sofortrente der Versicherer.
| Auszahlplan | Sofortrente | |
|---|---|---|
| Flexibilität | Höhe und Rhythmus bestimmst du selbst | Feste monatliche Rente, Höhe nicht beeinflussbar |
| Anlageform | Tagesgeld, Festgeld, Aktien-ETFs, Bundesanleihen | Private Rentenversicherung |
10 · Schritt für Schritt
Wie richtest du einen ETF-Entnahmeplan mit Staatsanleihen ein?
Ein ETF-Entnahmeplan kombiniert Aktien-ETFs für Rendite mit Staatsanleihen für Sicherheit. Die Einrichtung erfordert eine klare Aufteilung deines Vermögens.
Lege zuerst fest, welcher Anteil in Aktien-ETFs, Bundesanleihen und Tagesgeld fließt. Eine übliche Aufteilung ist ein Drittel in Aktien-ETFs und zwei Drittel in sichere Anlagen wie Bundesanleihen und Tagesgeld. Danach bestimmst du, wie viel Geld du monatlich oder jährlich entnehmen möchtest.
Für die Entnahme verkaufst du regelmäßig ETF-Anteile, um deinen Entnahmebetrag zu decken. Manche Depotanbieter übernehmen das automatisiert für dich. Fällige Bundesanleihen und Zinserträge nutzt du als Puffer, um ETF-Verkäufe in schwachen Marktphasen zu vermeiden.
- Lege die Aufteilung deines Vermögens auf Aktien-ETFs, Bundesanleihen und Tagesgeld fest.
- Bestimme deinen monatlichen oder jährlichen Entnahmebetrag passend zu deinem Vermögen.
- Verkaufe regelmäßig ETF-Anteile oder nutze automatisierte Entnahmen deines Depotanbieters.
- Nutze fällige Bundesanleihen und Zinserträge als Puffer für schwache Marktphasen.
Vermögen aufteilen
Lege fest, welcher Anteil in Aktien-ETFs, Bundesanleihen und Tagesgeld fließt. Eine übliche Aufteilung ist ein Drittel in Aktien-ETFs und zwei Drittel in sichere Anlagen.
Entnahmebetrag festlegen
Bestimme, wie viel Geld du monatlich oder jährlich entnehmen möchtest. Der Betrag sollte zu deinem Vermögen und deiner Lebenserwartung passen.
ETF-Anteile verkaufen
Verkaufe regelmäßig ETF-Anteile, um deinen Entnahmebetrag zu decken. Manche Depotanbieter übernehmen das automatisiert für dich.
Staatsanleihen als Puffer nutzen
Nutze fällige Bundesanleihen und Zinserträge, um Entnahmen zu decken, ohne Aktien-ETFs in Verlustphasen verkaufen zu müssen.
11 · Im Vertrag
Welche Rolle spielt der Sparer-Pauschbetrag bei deinem Auszahlplan?
Der Sparer-Pauschbetrag schützt einen Teil deiner Kapitalerträge vor Steuern. Für deinen Auszahlplan bedeutet das, dass du Zinsen und Dividenden bis zu einer bestimmten Höhe steuerfrei erhältst.
Jede Person kann 1000 EUR Kapitalerträge pro Jahr steuerfrei erhalten. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren verdoppelt sich der Freibetrag auf 2000 EUR pro Jahr. Du musst bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag einrichten, damit der Freibetrag berücksichtigt wird.
Zum Ende eines Kalenderjahres erhältst du einen Kontoauszug, der deine Kapitalerträge und den Steuerabzug dokumentiert. Diesen Kontoauszug kannst du für deine Steuererklärung verwenden, um zu viel gezahlte Steuern zurückzuholen.
- Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1000 EUR pro Person und Jahr.
- Bei Ehepaaren verdoppelt sich der Freibetrag auf 2000 EUR pro Jahr.
- Ohne Freistellungsauftrag führt die Bank auch auf Beträge unterhalb des Freibetrags Steuern ab.
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