MagazineFinanzenKostenlos starten
MagazineFinanzenInvestieren Sparplan Testsieger
FinanzbildungInvestieren13 Min.

Sparplan Testsieger: Der beste Weg zu deinem Vermögensaufbau

Ein Sparplan ist der einfachste Einstieg in die Welt der Geldanlage. Wir zeigen dir, warum ein Testsieger nicht immer der beste Plan für dich sein muss und worauf du wirklich achten solltest.

GeldanlageETF-SparplanVermögensaufbau
Brauche ich das?
Ja, unbedingt.
Ein Sparplan ist der einfachste Weg, um langfristig Vermögen aufzubauen.
Was kostet das?
Meist wenig.
Viele Depots bieten Sparpläne bereits ab einem Euro pro Ausführung an.
Wie starte ich?
Schritt für Schritt.
Konto, Depot, Plan wählen, fertig. Der Rest läuft automatisch.

Warum ein Sparplan auch dich etwas angeht

Vielleicht denkst du, dass Investieren nur etwas für Menschen mit viel Geld und Fachwissen ist. Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Ein Sparplan demokratisiert die Geldanlage, denn du kannst schon mit kleinen Beträgen starten und musst kein Börsenprofi sein. Es geht darum, dein Geld für dich arbeiten zu lassen, anstatt es auf einem Girokonto von der Inflation entwerten zu lassen.

Die Zeiten, in denen man für ein sicheres Alter nur ein Sparbuch brauchte, sind lange vorbei. Die gesetzliche Rente wird für die meisten Menschen nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Deshalb ist es wichtiger denn je, selbst vorzusorgen. Ein Sparplan ist dabei ein mächtiges Werkzeug, weil er den Zinseszinseffekt für dich nutzt, ohne dass du täglich die Kursentwicklung verfolgen musst.

Stell dir vor, du legst jeden Monat einen Betrag zur Seite, den du vielleicht für unnötige Dinge ausgibst. Über die Jahre wächst daraus eine beachtliche Summe, die dir finanzielle Freiheit schenkt. Ob für die Altersvorsorge, ein Eigenheim oder die Ausbildung deiner Kinder, ein Sparplan kann dir helfen, diese Ziele zu erreichen. Er nimmt dir die Entscheidung ab, jeden Monat aufs Neue zu überlegen, ob du investieren sollst.

Die gute Nachricht ist: Der Einstieg ist heute einfacher als je zuvor. Moderne Apps und Online-Broker haben die Hürden gesenkt. Du brauchst kein großes Startkapital und keine teure Beratung. Ein Smartphone und ein Girokonto genügen, um in wenigen Minuten einen Sparplan einzurichten. Der schwierigste Schritt ist oft nur der erste, und genau dabei helfen wir dir.

Dieser Ratgeber ist dein Fahrplan. Wir erklären dir von Null an, was ein Sparplan ist, wie er funktioniert und worauf du bei der Wahl eines Testsiegers wirklich achten musst. Am Ende wirst du in der Lage sein, eine fundierte Entscheidung zu treffen und deinen persönlichen Sparplan zu starten. Du musst kein Experte werden, aber du wirst wissen, worauf es ankommt.

70 %
der Anleger:innen nutzen einen Sparplan für den Vermögensaufbau.
1 Euro
ist oft schon die Mindestsparrate bei vielen Neobrokern.
30 Jahre
ist ein typischer Anlagehorizont für einen Altersvorsorge-Sparplan.

Die Grundlagen: Was ist ein Sparplan überhaupt?

Im Kern ist ein Sparplan ein automatischer Dauerauftrag an deine Bank oder deinen Broker. Du legst fest, welchen Betrag du monatlich, quartalsweise oder jährlich investieren möchtest. Dieser Betrag wird dann automatisch von deinem Girokonto abgebucht und in einen vorher gewählten Fonds oder ETF investiert. Das Schöne daran: Du musst dich um nichts weiter kümmern, sobald der Plan eingerichtet ist.

Der große Vorteil gegenüber dem Kauf einzelner Aktien ist die Risikostreuung. Ein Fonds oder ETF bündelt viele verschiedene Aktien oder Anleihen in einem einzigen Wertpapier. Wenn ein Unternehmen an Wert verliert, kann ein anderes diesen Verlust ausgleichen. So wird das Risiko eines Totalverlusts erheblich reduziert, was besonders für Einsteiger wichtig ist. Du setzt nicht alles auf eine Karte, sondern verteilst dein Risiko breit.

Ein weiterer zentraler Begriff ist der Cost-Average-Effekt, auf Deutsch auch Durchschnittskosteneffekt genannt. Da du mit deinem Sparplan regelmäßig Anteile kaufst, bekommst du bei niedrigen Kursen mehr Anteile für dein Geld und bei hohen Kursen weniger. Über einen langen Zeitraum gleicht sich das aus, und du erzielst einen Durchschnittspreis, der oft günstiger ist, als wenn du alles auf einmal gekauft hättest. Das nimmt dir den Druck, den perfekten Einstiegszeitpunkt zu finden.

Es gibt verschiedene Arten von Sparplänen. Der Klassiker ist der Fondssparplan, bei dem du in aktiv gemanagte Fonds investierst. Hier entscheidet ein Fondsmanager, welche Aktien gekauft werden. Die Alternative ist der ETF-Sparplan, der einen Index wie den DAX oder den MSCI World passiv abbildet. ETFs sind in der Regel deutlich günstiger und haben sich in den letzten Jahren zum Standard für Sparpläne entwickelt.

Du siehst also, ein Sparplan ist kein Hexenwerk, sondern ein simples und effektives Werkzeug. Er kombiniert Automatisierung, Risikostreuung und den Zinseszinseffekt zu einer mächtigen Strategie für den langfristigen Vermögensaufbau. Im nächsten Abschnitt schauen wir uns an, wie dieser Prozess im Detail abläuft.

So funktioniert ein Sparplan im Detail

Der Ablauf ist denkbar einfach. Zuerst eröffnest du ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Das ist heute in wenigen Minuten möglich und oft sogar kostenlos. Anschließend wählst du den Fonds oder ETF aus, in den du investieren möchtest. Danach legst du die Sparrate fest, also den Betrag, der regelmäßig investiert werden soll, und den Rhythmus, zum Beispiel monatlich.

Am vereinbarten Termin passiert dann Folgendes: Dein Broker kauft automatisch Anteile des gewählten Fonds oder ETFs für den festgelegten Betrag. Die Abrechnung erfolgt über dein hinterlegtes Girokonto. Du erhältst eine Transaktionsbestätigung und kannst den Vorgang in deinem Depot einsehen. Das Ganze läuft vollautomatisch im Hintergrund, du musst also nicht aktiv werden.

Ein wichtiger Punkt ist die Wahl des richtigen Depots. Es gibt inzwischen viele Anbieter, die sich stark unterscheiden. Einige bieten ein kostenloses Depot an, verlangen aber Gebühren für den Sparplan. Andere erheben eine kleine Depotgebühr, lassen dafür aber die Sparplanausführung kostenlos sein. Für dich als Einsteiger sind die sogenannten Neobroker oft interessant, da sie mit sehr niedrigen oder gar keinen Gebühren werben.

Die Ausführung des Sparplans erfolgt in der Regel zu einem festen Termin im Monat, oft am ersten oder 15. Tag. An diesem Tag wird der Betrag gesammelt und in einem großen Topf gebündelt, um die Anteile zu kaufen. Dadurch können auch kleine Beträge effizient investiert werden, da die Transaktionskosten auf viele Anleger verteilt werden. Das macht den Sparplan auch für kleine monatliche Raten interessant.

Du siehst, der Prozess ist darauf ausgelegt, dir die Arbeit abzunehmen. Du musst keine Kurse beobachten, keine Kaufaufträge erteilen und keine Marktanalysen erstellen. Du legst die Parameter fest und der Rest passiert von selbst. Das ist die wahre Stärke eines Sparplans: Er macht aus dir einen disziplinierten Investor, ohne dass du dich jeden Monat aufs Neue motivieren musst.

Kosten verstehen: Was ein Testsieger wirklich kostet

Kosten sind der größte Renditekiller bei der Geldanlage. Deshalb ist es so wichtig, sie zu verstehen. Bei einem Sparplan gibt es zwei wesentliche Kostenarten: die Kosten des Depots und die Kosten des Fonds oder ETFs selbst. Beide zusammen entscheiden darüber, wie viel von deiner Rendite am Ende wirklich bei dir ankommt.

Die Depotkosten sind die Gebühren, die dein Broker für die Führung des Depots und die Ausführung des Sparplans verlangt. Viele Online-Broker bieten inzwischen ein kostenloses Depot an, verlangen aber eine Gebühr pro Sparplanausführung. Diese kann je nach Anbieter variieren. Andere erheben eine kleine Grundgebühr, lassen dafür aber die Sparpläne kostenlos ausführen. Für dich gilt: Rechne nach, was bei deiner Sparrate und deiner Anlagedauer günstiger ist.

Die zweite Kostenart sind die laufenden Kosten des Fonds, die sogenannte Total Expense Ratio (TER). Diese wird jährlich vom Fondsvermögen abgezogen und deckt die Verwaltungskosten ab. Bei aktiven Fonds ist die TER oft deutlich höher als bei passiven ETFs. Ein ETF auf den MSCI World kostet beispielsweise nur einen Bruchteil eines aktiv gemanagten Fonds. Auf lange Sicht machen diese Kostenunterschiede einen enormen Unterschied in deiner Rendite aus.

Ein weiterer Kostenpunkt kann der Ausgabeaufschlag sein. Dieser wird beim Kauf von Fondsanteilen über klassische Banken fällig und kann bis zu fünf Prozent der Anlagesumme betragen. Bei ETFs und bei Online-Brokern wird dieser Aufschlag in der Regel nicht erhoben. Achte also darauf, dass dein Sparplan ohne Ausgabeaufschlag ausgeführt wird. Das ist ein entscheidender Punkt, der oft übersehen wird.

Merke dir: Ein Testsieger ist nicht automatisch der günstigste Anbieter. Es gibt keine pauschale Antwort, welcher Anbieter der beste ist, da es auf deine individuelle Situation ankommt. Ein Anbieter mit kostenlosem Sparplan kann bei einer hohen Sparrate günstiger sein, während ein anderer mit einer kleinen Depotgebühr bei einer niedrigen Sparrate die Nase vorn hat. Vergleiche daher immer die Gesamtkosten, nicht nur einzelne Posten.

Worauf du bei der Wahl wirklich achten solltest

Lass dich nicht von Werbeversprechen blenden. Ein Testsieger in einer Zeitschrift muss nicht der richtige für dich sein. Viel wichtiger als die Platzierung in einem Ranking ist, dass der Sparplan zu deinen Zielen und deiner Lebenssituation passt. Die wichtigste Frage zuerst: Welches Ziel verfolgst du mit deinem Sparplan? Geht es um die Altersvorsorge, einen langfristigen Vermögensaufbau oder ein konkretes Sparziel?

Die Wahl des richtigen ETFs oder Fonds ist entscheidend. Für Einsteiger empfehlen sich breit gestreute ETFs auf den MSCI World oder den FTSE All-World. Diese bilden die Entwicklung der globalen Aktienmärkte ab und bieten eine solide Grundlage für den Vermögensaufbau. Achte auf die Größe des Fonds und die Nachbildungsmethode. Ein großer, etablierter ETF ist in der Regel sicherer und liquider als ein kleiner Nischenfonds.

Die Sparrate sollte so gewählt sein, dass du sie langfristig problemlos stemmen kannst. Es ist besser, eine niedrigere Rate zu wählen und diese über Jahre durchzuziehen, als eine hohe Rate, die du beim nächsten Urlaub wieder kündigst. Viele Sparpläne lassen sich flexibel anpassen, das ist ein Vorteil. Du kannst die Rate erhöhen, senken oder pausieren, wenn sich deine finanzielle Situation ändert.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Flexibilität des Anbieters. Kannst du den Sparplan jederzeit kündigen oder die Fonds wechseln? Gibt es eine Mindestlaufzeit oder eine Kündigungsfrist? Seriöse Anbieter sind hier sehr flexibel und erheben keine hohen Gebühren für Änderungen. Achte auch auf den Kundenservice. Wenn du einmal ein Problem hast, möchtest du einen Ansprechpartner, der dir schnell und kompetent hilft.

Zu guter Letzt solltest du auf die Sicherheit des Anbieters achten. Dein Depot und dein Geld sind in Deutschland durch die gesetzliche Einlagensicherung und die Anlegerentschädigung geschützt. Prüfe, ob der Anbieter einer deutschen oder europäischen Regulierung unterliegt. Das ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal und schützt dich vor unseriösen Anbietern. Ein Blick in die Unternehmenshistorie und die Bewertungen anderer Nutzer kann ebenfalls hilfreich sein.

Typische Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest

Der häufigste Fehler ist, den Sparplan bei der ersten Kurskorrektur wieder zu kündigen. Kurse schwanken, das ist normal und gehört zum Aktienmarkt dazu. Wer bei einem Rückgang verkauft, realisiert einen Verlust und verpasst den anschließenden Aufschwung. Ein Sparplan ist eine langfristige Strategie, die genau für solche Schwankungen gemacht ist. Du solltest ihn also nicht aus Panik heraus stoppen.

Ein weiterer Fehler ist, zu viel Geld in einzelne Aktien oder Nischenmärkte zu stecken. Das widerspricht dem Prinzip der Risikostreuung. Ein breit gestreuter ETF ist für die meisten Anleger die bessere Wahl. Er reduziert das Risiko und du profitierst von der globalen Wirtschaftsentwicklung. Konzentriere dich auf die Breite und nicht auf einzelne Wetten.

Viele Anleger vergleichen ihre Rendite ständig mit anderen und werden unzufrieden. Das ist kontraproduktiv. Dein Sparplan ist deine persönliche Strategie, die zu deinen Zielen passt. Es gibt immer jemanden, der mehr Rendite erzielt hat, aber auch viele, die viel schlechter abgeschnitten haben. Bleib bei deinem Plan und lass dich nicht von kurzfristigen Entwicklungen verunsichern.

Ein oft unterschätzter Fehler ist die Wahl der falschen Sparrate. Wer zu wenig spart, wird seine Ziele nicht erreichen. Wer zu viel spart und dadurch in finanzielle Not gerät, wird den Plan wahrscheinlich abbrechen. Finde ein gesundes Maß, das du langfristig durchhalten kannst. Eine gute Faustregel ist, mindestens zehn Prozent deines Nettoeinkommens zu investieren, aber das musst du individuell entscheiden.

Zu guter Letzt: Vernachlässige deine Notreserve nicht. Bevor du mit dem Sparen beginnst, solltest du einen Notgroschen von etwa drei bis sechs Monatsgehältern auf einem Tagesgeldkonto haben. Dieser Puffer schützt dich davor, im Notfall deine Wertpapiere verkaufen zu müssen. Ein Sparplan ist eine tolle Sache, aber er sollte nicht deine einzige finanzielle Absicherung sein.

Dein Fahrplan: So startest du deinen ersten Sparplan

Bevor du loslegst, solltest du deine finanzielle Situation klären. Erstelle eine Liste deiner monatlichen Einnahmen und Ausgaben. So findest du heraus, wie viel Geld du wirklich übrig hast. Lege einen Betrag fest, den du schmerzfrei entbehren kannst. Es ist besser, klein anzufangen und später zu erhöhen, als sich zu übernehmen und den Plan abzubrechen.

Der nächste Schritt ist die Auswahl eines passenden Brokers. Vergleiche die Konditionen der verschiedenen Anbieter. Achte auf die Kosten für die Sparplanausführung, die Depotführung und die angebotenen Fonds. Neobroker sind oft eine gute Wahl für Einsteiger, aber auch klassische Banken bieten inzwischen gute Sparplanangebote. Lies Erfahrungsberichte und wähle einen Anbieter, der zu dir passt.

Nach der Kontoeröffnung wählst du deinen ersten ETF aus. Für den Anfang empfehlen wir einen breit aufgestellten Welt-ETF. Du kannst dich für einen ausschüttenden oder einen thesaurierenden ETF entscheiden. Ausschüttende ETFs zahlen dir die Erträge aus, thesaurierende legen sie automatisch wieder an. Für den Vermögensaufbau sind thesaurierende ETFs oft die bessere Wahl, da sie den Zinseszinseffekt maximieren.

Jetzt richtest du deinen Sparplan ein. Du legst die Sparrate, den Ausführungstermin und die Laufzeit fest. Viele Anbieter erlauben eine unbegrenzte Laufzeit, was für den Vermögensaufbau ideal ist. Nach der Einrichtung läuft alles automatisch. Du musst dich nicht mehr darum kümmern. Überprüfe aber regelmäßig, ob dein Plan noch zu deiner Lebenssituation passt und ob du die Rate anpassen möchtest.

Der letzte Schritt ist der wichtigste: Bleib dran. Ein Sparplan ist ein Marathon, kein Sprint. Es wird Zeiten geben, in denen dein Depot im Minus ist, aber das ist Teil des Spiels. Vertraue auf den Zinseszinseffekt und die langfristige Entwicklung der Märkte. Mit der Zeit wirst du sehen, wie dein Vermögen wächst und du deinen Zielen Schritt für Schritt näherkommst. Starte jetzt, dein zukünftiges Ich wird es dir danken.

Die Rolle der Steuern und der Inflation

Ein Thema, das viele Anfänger überrascht, sind die Steuern auf Kapitalerträge. In Deutschland fällt die Abgeltungssteuer auf Dividenden und Kursgewinne an. Die gute Nachricht: Es gibt einen Sparerpauschbetrag von rund 1.000 Euro pro Person. Das bedeutet, dass deine ersten rund 1.000 Euro Gewinn pro Jahr steuerfrei sind. Du solltest diesen Freibetrag unbedingt bei deinem Broker einrichten lassen, damit er automatisch berücksichtigt wird.

Erst wenn deine Gewinne den Freibetrag übersteigen, wird die Abgeltungssteuer von rund 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer fällig. Das klingt nach viel, ist aber ein Zeichen dafür, dass deine Anlage erfolgreich war. Es gibt auch die Möglichkeit, einen Freistellungsauftrag zu erteilen, damit der Broker die Steuern direkt abführt. Das erspart dir die Arbeit in der Steuererklärung.

Neben den Steuern ist die Inflation ein stiller Renditekiller. Sie sorgt dafür, dass dein Geld an Kaufkraft verliert. Wenn die Inflationsrate bei zwei Prozent liegt, sind rund 10.000 Euro in zehn Jahren nur noch etwa 8.200 Euro wert. Ein Sparplan in Aktien-ETFs hat historisch gesehen eine Rendite erzielt, die deutlich über der Inflation liegt. Das ist der Hauptgrund, warum du investieren solltest, anstatt dein Geld auf dem Sparbuch zu lassen.

Die Kombination aus Steuern und Inflation macht deutlich, warum die Nettorendite entscheidend ist. Das ist die Rendite, die nach Abzug aller Kosten und Steuern und nach Berücksichtigung der Inflation übrig bleibt. Ein guter Sparplan zielt darauf ab, diese Nettorendite zu maximieren. Das gelingt durch niedrige Kosten, eine breite Streuung und eine lange Anlagedauer.

Du musst kein Steuerexperte werden, aber ein grundlegendes Verständnis ist wichtig. Es hilft dir, die richtigen Entscheidungen zu treffen und böse Überraschungen zu vermeiden. Die meisten Broker bieten inzwischen eine übersichtliche Steuerbescheinigung an, die du einfach in deine Steuererklärung übernehmen kannst. Und denk daran: Der Sparerpauschbetrag ist dein Freund, nutze ihn voll aus.

Dein Weg zum Testsieger: Zusammenfassung und nächste Schritte

Wir haben viel besprochen, von den Grundlagen bis zu den Details. Lass uns das Wichtigste noch einmal zusammenfassen. Ein Sparplan ist ein automatischer Investitionsmechanismus, der dir hilft, langfristig Vermögen aufzubauen. Er funktioniert nach dem Prinzip der Risikostreuung und nutzt den Zinseszinseffekt. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Beständigkeit und der Geduld.

Ein Testsieger ist nicht unbedingt der Anbieter mit den niedrigsten Kosten oder der höchsten Rendite. Es ist der Anbieter, der am besten zu deiner persönlichen Situation passt. Achte auf die Gesamtkosten, die Flexibilität und die Sicherheit des Anbieters. Wähle einen breit gestreuten ETF und eine Sparrate, die du langfristig durchhalten kannst. Das ist die Rezeptur für deinen persönlichen Testsieger.

Der wichtigste Schritt ist der erste. Du kannst noch so viel lesen und recherchieren, aber der eigentliche Erfolg beginnt mit der ersten Sparplanausführung. Also zögere nicht zu lange. Eröffne ein Depot, wähle einen soliden ETF und starte mit einem Betrag, der dir angenehm ist. Du wirst sehen, wie schnell es zur Gewohnheit wird und wie motivierend es ist, das eigene Vermögen wachsen zu sehen.

Vergiss nicht, deinen Sparplan regelmäßig zu überprüfen. Mindestens einmal im Jahr solltest du dir deine Anlage anschauen und prüfen, ob sie noch zu deinen Zielen passt. Vielleicht möchtest du die Sparrate erhöhen oder einen zusätzlichen ETF aufnehmen. Das Schöne am Sparen ist, dass du die Kontrolle behältst und deine Strategie jederzeit anpassen kannst.

Du bist jetzt bestens vorbereitet, um deine eigene Reise zu starten. Nutze das Wissen aus diesem Ratgeber und triff eine informierte Entscheidung. Dein zukünftiges Ich wird es dir danken, dass du heute den Grundstein für deine finanzielle Unabhängigkeit gelegt hast. Der Weg ist das Ziel, und der erste Schritt ist der wichtigste. Also, worauf wartest du noch?

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Kannst du monatlich einen festen Betrag zur Seite legen?
Möchtest du langfristig von den Renditen der Aktienmärkte profitieren?
Ist dir ein automatischer Prozess wichtiger als ständiges Handeln?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Ein Dauerauftrag überweist nur Geld von einem Konto zum anderen. Ein Sparplan kauft damit automatisch Fondsanteile. Er investiert dein Geld also aktiv in Wertpapiere, anstatt es nur zu verschieben.

Ja, in der Regel schon. Die meisten Anbieter erlauben eine flexible Anpassung oder Kündigung ohne lange Fristen. Achte aber auf die AGB deines Anbieters, um sicherzugehen, dass keine versteckten Gebühren anfallen.

Das hängt von deinem Einkommen und deinen Ausgaben ab. Eine gute Faustregel ist, mindestens zehn Prozent deines Nettoeinkommens zu investieren. Wichtig ist, dass du die Rate langfristig durchhalten kannst, ohne dich finanziell zu übernehmen.

Für die meisten Anleger sind ETFs die bessere Wahl. Sie sind deutlich günstiger und bilden den Markt breit ab. Aktive Fonds haben höhere Kosten und schaffen es oft nicht, ihren Index zu schlagen. Die niedrigeren Kosten von ETFs führen langfristig zu einer höheren Nettorendite.

Dein Depot und deine Wertpapiere sind durch die gesetzliche Anlegerentschädigung geschützt. Deine Anteile gehören dir und werden bei einer Insolvenz des Brokers auf einen anderen Anbieter übertragen. Dein Geld auf dem Verrechnungskonto ist bis zu einer bestimmten Summe durch die Einlagensicherung geschützt.

Für den langfristigen Vermögensaufbau sind thesaurierende ETFs oft besser, da die Erträge automatisch reinvestiert werden und so der Zinseszinseffekt maximiert wird. Ausschüttende ETFs können sinnvoll sein, wenn du ein regelmäßiges Einkommen aus deinen Anlagen erzielen möchtest.

Der 5-Minuten-Finanzkurs

Eine Mail pro Woche: Investieren, BAföG, erstes Investieren, ohne Fachchinesisch, ohne Verkaufsdruck.

SR

StudySmarter-Redaktion

Finanzredaktion · StudySmarter
Wir machen Finanzthemen fuer Studierende verständlich, von der ersten Versicherung bis zum ersten Sparplan.

Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.