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Sparplan-Testsieger 2026: So findest du den günstigsten ETF-Sparplan

Ein Sparplan-Testsieger kombiniert ein kostenloses Wertpapierdepot mit einer breiten Auswahl an ETF-Sparplänen ohne Ordergebühren. Entscheidend für deinen Vermögensaufbau sind niedrige laufende Kosten und eine Sparrate, die zu deinem Budget passt.

10 Kapitel · 12 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Viele Online-Broker bieten ETF-Sparpläne ab 0 Euro Ordergebühr an.
  • Die Sparrate kannst du oft schon ab 1 Euro oder sogar 0,01 Euro einrichten.
  • Achte auf die Gesamtkosten: Depotführung, Ordergebühren und die TER des ETF.
  • Ein breit streuender Aktien-ETF auf einen Weltindex eignet sich als Basis.

01 · Checkliste

Was zeichnet einen Sparplan-Testsieger aus?

Ein Sparplan-Testsieger muss vor allem bei den Kosten überzeugen. Dazu kommen eine einfache Depotführung und ein ausreichend großes Angebot an sparplanfähigen ETFs.

Ein Sparplan-Testsieger kombiniert mehrere Faktoren, die sich direkt auf deine Rendite auswirken. Die wichtigste Voraussetzung ist eine kostenlose Depotführung, denn jährliche Gebühren von bis zu 20 Euro fressen bei kleinen Depots überproportional viel Rendite. Gleichzeitig sollte die Ausführung des Sparplans selbst nichts kosten, damit deine volle Sparrate investiert wird.

Die Anzahl der sparplanfähigen ETFs ist ein starkes Indiz für die Qualität eines Depots. Testsieger bieten oft über 2.000 kostenlose ETF-Sparpläne an, während schwächere Anbieter nur wenige hundert oder sogar nur einen einzigen ETF ohne Ordergebühr ausführen. Achte außerdem auf eine niedrige Mindestsparrate, damit du auch mit kleinen Beträgen starten kannst.

  • Die Depotführung sollte dauerhaft 0 Euro pro Jahr kosten und nicht an Bedingungen wie einen Mindestgeldeingang geknüpft sein.
  • Die Sparplanausführung sollte für möglichst viele ETFs ohne Ordergebühr möglich sein.
  • Eine Mindestsparrate von 1 Euro oder weniger erlaubt dir einen flexiblen Einstieg.
  • Die Möglichkeit, Sparpläne anzupassen oder zu pausieren, gibt dir Kontrolle über deine Finanzen.

Kriterien für einen Sparplan-Testsieger

01

Kostenlose Depotführung ohne versteckte Bedingungen

02

ETF-Sparpläne für 0 Euro Ordergebühr ausführbar

03

Große Auswahl an sparplanfähigen ETFs, idealerweise über 1.000 Stück

04

Niedrige Mindestsparrate, idealerweise ab 1 Euro oder weniger

05

Möglichkeit, Sparpläne flexibel anzupassen oder zu pausieren

02 · Kosten

ETF-Sparplan-Vergleich: Die wichtigsten Kostenblöcke

Beim ETF-Sparplan-Vergleich zählen nicht nur die Ordergebühren. Auch die Depotführung und die laufenden Kosten des ETF selbst bestimmen deine Rendite.

Die Ordergebühr liegt je nach Anbieter zwischen 0 Euro und 2,75 Euro pro Sparplanausführung. Bei einer monatlichen Sparrate von 100 Euro entspricht eine Gebühr von 1,50 Euro bereits 1,5 Prozent deiner Sparrate, die nicht investiert wird.

Die Depotführung ist bei vielen Online-Brokern kostenlos, einige Anbieter verlangen jedoch bis zu 20 Euro pro Jahr. Die laufenden ETF-Kosten, auch TER genannt, liegen bei breit streuenden Aktien-ETFs typischerweise zwischen 0,1 und 0,5 Prozent pro Jahr. Die TER wird direkt vom Fondsvermögen abgezogen und mindert deine Rendite jedes Jahr neu.

  • Ordergebühren von 0 Euro sind bei vielen Anbietern für eine große Auswahl an ETFs-Standard.
  • Eine Depotführung von 20 Euro pro Jahr entspricht bei einem Depotvolumen von 10.000 Euro bereits 0,2 Prozent Renditeverlust.
  • Die TER eines ETF solltest du immer zusammen mit der Ordergebühr betrachten, nicht isoliert.

Typische Kosten eines ETF-Sparplans im Überblick

Ordergebühr pro Sparplanausführung0 bis 2,75 EUR
Depotführung pro Jahr0 bis 20 EUR

03 · Vergleich

Depotvergleich: Wo du deinen Sparplan einrichtest

Der Depotvergleich zeigt: Die Konditionen der Online-Broker unterscheiden sich vor allem bei der Anzahl der kostenlosen ETF-Sparpläne und bei den Gebühren für Einmalkäufe.

Der Depotvergleich zeigt deutliche Unterschiede zwischen kostenlosen Depots und Anbietern mit Gebühren. Kostenlose Depots bieten oft über 2.000 ETF-Sparpläne ohne Ordergebühr an, während Depots mit Gebühren häufig weniger als 500 kostenlose Sparpläne führen. Bei einem 100-Euro-Sparplan zahlst du bei einem gebührenpflichtigen Anbieter zwischen 0,95 und 2,75 Euro pro Ausführung, beim kostenlosen Depot dagegen 0,00 Euro.

Die jährliche Depotführung ist bei kostenlosen Anbietern 0 Euro, bei gebührenpflichtigen Depots können bis zu 20 Euro pro Jahr anfallen. Die Anzahl der kostenlosen ETF-Sparpläne ist ein starkes Indiz für die Attraktivität eines Depots. Ein Depot mit über 2.000 kostenlosen Sparplänen gibt dir die Freiheit, den passenden ETF zu wählen, ohne auf Gebühren achten zu müssen.

  • Kostenlose Depots haben keine jährliche Depotführung und keine Ordergebühr für Sparpläne.
  • Gebührenpflichtige Depots verlangen oft 1,50 Prozent oder mehr pro Sparplanausführung.
  • Die Auswahl an kostenlosen Sparplänen ist bei kostenlosen Depots meist deutlich größer.
Kostenloses Depot mit 0-Euro-ETF-Sparplan im Vergleich zu einem Depot mit Gebühren
Kostenloses DepotDepot mit Gebühren
Depotführung0 EUR pro Jahrbis zu 20 EUR pro Jahr
Kostenlose ETF-Sparpläneoft über 2.000 Stückoft weniger als 500 Stück
Kosten pro 100-EUR-Sparplan0,00 EUR0,95 bis 2,75 EUR

04 · Vergleich

Banksparplan oder Online-Broker: Was passt zu dir?

Ein Banksparplan bei einer Filialbank oder Direktbank ist oft teurer als ein Sparplan bei einem Online-Broker. Dafür bündelst du deine Finanzen an einem Ort.

Die Ordergebühr pro Sparplanausführung liegt bei Banken häufig bei 1,50 Prozent oder mehr, während Online-Broker meist 0 Euro verlangen. Auch die Depotführung ist bei Banken teilweise kostenpflichtig, bei Online-Brokern dagegen meist kostenlos.

Die ETF-Auswahl ist bei Banken teilweise eingeschränkt, während Online-Broker oft über 2.000 ETFs anbieten. Für reine ETF-Sparpläne ist ein Online-Broker in der Regel die günstigste Wahl. Wenn du deine Finanzen an einem Ort bündeln möchtest, kann eine Direktbank mit kostenlosem Depot und günstigen Sparplänen ein Kompromiss sein.

  • Banken verlangen oft 1,50 Prozent Ordergebühr pro Sparplanausführung, Online-Broker meist 0 Euro.
  • Die Depotführung ist bei Online-Brokern meist kostenlos, bei Banken teilweise kostenpflichtig.
  • Online-Broker bieten eine sehr große ETF-Auswahl, oft über 2.000 Stück.
Banksparplan und Online-Broker im direkten Vergleich
BanksparplanOnline-Broker
Ordergebühr pro Sparplanausführungoft 1,50 % oder mehroft 0 EUR
Depotführungteilweise kostenpflichtigmeist kostenlos
ETF-Auswahlsehr groß, oft über 2.000 ETFs

05 · Vergleich

Einmalanlage oder Sparplan: So entscheidest du richtig

Bei der Einmalanlage investierst du einen größeren Betrag sofort, beim Sparplan verteilst du dein Investment über viele Monate. Beide Wege haben ihre Berechtigung.

Das Risiko des Einstiegszeitpunkts ist bei der Einmalanlage höher, da alles sofort investiert wird. Beim Sparplan ist es geringer, weil du über die Zeit verteilt kaufst und so Kursschwankungen glättest.

Die Renditechance bei steigenden Märkten ist bei der Einmalanlage tendenziell höher, da dein Kapital länger arbeitet. Eine Kombination aus einer Einmalanlage und einem laufenden Sparplan ist für viele Anleger sinnvoll. So nutzt du vorhandenes Kapital sofort und baust gleichzeitig eine regelmäßige Sparroutine auf.

  • Die Einmalanlage hat ein höheres Risiko des Einstiegszeitpunkts, aber tendenziell höhere Renditechancen.
  • Der Sparplan verteilt das Risiko über die Zeit und ist jederzeit anpassbar oder pausierbar.
  • Eine Kombination aus beiden Wegen verbindet die Vorteile beider Strategien.
Einmalanlage und ETF-Sparplan im Vergleich
EinmalanlageETF-Sparplan
Flexibilitäteinmalige Entscheidungjederzeit anpassbar oder pausierbar

06 · Was gilt

Die richtige Sparrate für deinen Vermögensaufbau

Deine Sparrate bestimmt, wie schnell dein Vermögen wächst. Sie sollte so hoch sein, dass du sie langfristig ohne finanzielle Engpässe durchhältst.

Eine Rate von 10 bis 20 Prozent deines Nettoeinkommens gilt als gut geeignet, weil sie ambitioniert ist, ohne dich finanziell zu überfordern. Wichtig ist, dass du die Rate auch in schwachen Monaten beibehalten kannst, ohne auf Rücklagen zurückzugreifen.

Mehr als 30 Prozent deines Nettoeinkommens sind eher ungeeignet, wenn du dafür auf deinen Notgroschen verzichtest. Dein Notgroschen für unerwartete Ausgaben sollte immer Vorrang vor einer hohen Sparrate haben. Eine Rate, die du nur in guten Monaten zahlen kannst, bringt dich langfristig nicht weiter.

  • 10 bis 20 Prozent deines Nettoeinkommens sind eine gute Orientierung für die Sparrate.
  • Eine Rate, die du nach Abzug aller Fixkosten übrig hast, ist realistisch und durchhaltbar.
  • Mehr als 30 Prozent deines Nettoeinkommens gefährden oft deine Rücklagen.

Gut geeignet

·Ein Betrag, den du nach Abzug aller Fixkosten übrig hast
·Eine Rate, die du auch in schwachen Monaten beibehalten kannst

Eher ungeeignet

·Eine Rate, die du nur in guten Monaten zahlen kannst
·Ein Betrag, der deinen Notgroschen für unerwartete Ausgaben gefährdet

07 · Schritt für Schritt

So startest du deinen ETF-Sparplan in vier Schritten

Der Weg zum ersten ETF-Sparplan ist einfacher als viele denken. Mit einer klaren Reihenfolge vermeidest du typische Anfängerfehler.

Zuerst eröffnest du ein Wertpapierdepot bei einem Online-Broker mit kostenloser Depotführung und einer großen Auswahl an kostenlosen ETF-Sparplänen. Danach wählst du einen breit streuenden Aktien-ETF auf einen Weltindex wie den MSCI World oder FTSE All-World aus.

Im dritten Schritt legst du eine Sparrate fest, die zu deinem Budget passt, und wählst einen monatlichen Ausführungstag. Richte den Sparplan als Dauerauftrag ein und überprüfe ihn nur noch einmal im Jahr. So vermeidest du, bei kurzfristigen Kursbewegungen emotional zu reagieren.

01

Wertpapierdepot eröffnen

Wähle einen Online-Broker mit kostenloser Depotführung und einer großen Auswahl an kostenlosen ETF-Sparplänen.

02

Passenden ETF auswählen

Ein breit streuender Aktien-ETF auf einen Weltindex wie den MSCI World oder FTSE All-World eignet sich als Basis.

03

Sparrate und Ausführungstag festlegen

Lege eine Sparrate fest, die zu deinem Budget passt, und wähle einen monatlichen Ausführungstag.

04

Sparplan einrichten und laufen lassen

Richte den Sparplan als Dauerauftrag ein und überprüfe ihn nur noch einmal im Jahr.

08 · Grundlagen

Rendite und Kosten: Warum die TER so wichtig ist

Die Gesamtkostenquote eines ETF, kurz TER, wird jährlich vom Fondsvermögen abgezogen. Sie wirkt direkt auf deine Rendite und sollte möglichst niedrig sein.

Die Gesamtkostenquote eines ETF, kurz TER, gibt an, welcher Prozentsatz des Fondsvermögens jährlich für Verwaltung und Betrieb anfällt. Sie wird direkt im Fonds abgezogen und mindert deine Rendite, ohne dass du eine Rechnung dafür bekommst. Bei breit streuenden Aktien-ETFs liegt die TER typischerweise zwischen 0,1 und 0,5 Prozent pro Jahr.

Eine TER von 0,1 Prozent kostet bei 10.000 Euro Anlagevolumen 10 Euro pro Jahr, eine TER von 0,5 Prozent kostet 50 Euro pro Jahr. Über 20 Jahre macht dieser Unterschied bei gleicher Marktentwicklung mehrere hundert Euro aus. Achte deshalb bei der ETF-Auswahl nicht nur auf die Ordergebühr, sondern auch auf die TER.

  • Die TER wird jährlich vom Fondsvermögen abgezogen und mindert die Rendite direkt.
  • Eine niedrige TER von 0,1 Prozent ist bei breit streuenden Aktien-ETFs möglich.
  • Der Unterschied zwischen 0,1 und 0,5 Prozent TER summiert sich über viele Jahre erheblich.

Kurz erklärt

Total Expense Ratio (TER)

Die Gesamtkostenquote eines ETF gibt an, welcher Prozentsatz des Fondsvermögens jährlich für Verwaltung und Betrieb anfällt. Sie wird direkt im Fonds abgezogen und mindert die Rendite.

Die Gesamtkostenquote wird als Prozentsatz des Fondsvermögens ausgewiesen und direkt im Fonds abgezogen.

09 · Im Vertrag

Steuern auf deinen ETF-Sparplan

Auch beim Sparplan fallen Steuern auf deine Gewinne an. Der Sparer-Pauschbetrag hilft dir, einen Teil der Erträge steuerfrei zu erhalten.

Pro Person und Jahr sind 1000 Euro Kapitalerträge steuerfrei, bei zusammenveranlagten Ehepaaren sind es 2000 Euro. Diesen Sparer-Pauschbetrag solltest du bei deinem Depotanbieter hinterlegen, damit die Bank deine Erträge bis zu dieser Grenze ohne Steuerabzug auszahlt.

Auf Kapitalerträge oberhalb des Freibetrags fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer an. Zusätzlich werden 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf die Abgeltungsteuer fällig. Bei Aktienfonds und Aktien-ETFs sind 30 Prozent der Erträge durch die Teilfreistellung steuerfrei, was deine Steuerlast spürbar senkt.

  • Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1000 Euro pro Person und Jahr, bei Ehepaaren bei 2000 Euro.
  • Die Abgeltungsteuer beträgt 25 Prozent auf Kapitalerträge oberhalb des Freibetrags.
  • Bei Aktien-ETFs sind 30 Prozent der Erträge durch die Teilfreistellung steuerfrei.

Steuerliche Eckdaten für deinen ETF-Sparplan

Sparer-PauschbetragFreibetragPro Person und Jahr sind 1000 EUR Kapitalerträge steuerfrei. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren sind es 2000 EUR.
SolidaritätszuschlagZuschlagAuf die Abgeltungsteuer werden 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag fällig.
TeilfreistellungAktienfondsBei Aktienfonds sind 30 Prozent der Erträge steuerfrei. Das gilt auch für Aktien-ETFs.

10 · Fehler vermeiden

Typische Fehler beim ETF-Sparplan vermeiden

Viele Anleger starten mit einem Sparplan, machen aber vermeidbare Fehler. Diese kosten Rendite oder führen zu unnötigen Verkäufen.

Ein häufiger Fehler ist, zu viele verschiedene ETFs zu besparen, statt einen breit streuenden Welt-ETF zu wählen. Das macht das Depot unübersichtlich und erhöht die Kosten, ohne die Rendite zu verbessern.

Ein weiterer Fehler ist, den Sparplan bei kurzfristigen Kursrückgängen zu pausieren oder aufzulösen. Wer in Krisen verkauft, realisiert Verluste und verpasst die Erholung. Achte außerdem darauf, nicht nur auf die Ordergebühr zu schauen, sondern auch die TER des ETF zu berücksichtigen.

  • Bespar einen breit streuenden Welt-ETF statt vieler verschiedener ETFs.
  • Pausiere oder löse den Sparplan bei kurzfristigen Kursrückgängen nicht auf.
  • Ignoriere die TER des ETF nicht, nur weil die Ordergebühr 0 Euro beträgt.
  • Setze die Sparrate nicht so hoch an, dass dein Notgroschen angegriffen wird.

Diese Fehler solltest du beim ETF-Sparplan vermeiden

·Zu viele verschiedene ETFs besparen, statt einen breit streuenden Welt-ETF zu wählen
·Sparplan bei kurzfristigen Kursrückgängen pausieren oder auflösen
·Nur auf die Ordergebühr achten und die TER des ETF ignorieren
·Sparrate so hoch ansetzen, dass der Notgroschen angegriffen wird
·Sparplan bei einem Anbieter mit hohen Depotgebühren einrichten

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026