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Sparplan-Auszahlplan: So entsparst du dein Vermögen im Ruhestand

Ein Sparplan-Auszahlplan regelt, wie du angespartes Kapital im Ruhestand oder während einer Auszeit regelmäßig auf dein Konto auszahlst. Die richtige Entnahmestrategie entscheidet darüber, wie lange dein Vermögen reicht und wie viel Planungs­sicherheit du hast.

10 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Ein Auszahlplan legt fest, in welchem Rhythmus und in welcher Höhe du Geld aus deinem angelegten Vermögen entnimmst.
  • Du kannst mit oder ohne Kapitalverzehr entsparen, je nachdem ob dein Vermögen am Ende aufgebraucht sein darf oder erhalten bleiben soll.
  • Die erwartete Rendite und das Entnahmeintervall sind zentrale Stellschrauben für die Berechnung deines Entnahmezeitraums.
  • Steuern wie Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer fallen nur auf den Ertragsanteil deiner Auszahlungen an.

01 · Grundlagen

Was ist ein Sparplan-Auszahlplan?

Ein Sparplan-Auszahlplan ist die Umkehrung des Ansparens: Du löst dein investiertes Vermögen schrittweise auf, um daraus ein regelmäßiges Einkommen zu erzielen. Der Plan legt Betrag, Rhythmus und Dauer der Entnahmen fest.

Der Auszahlplan ist die feste Regelung, nach der du dir regelmäßig Geld aus deinem angelegten Vermögen auf dein Konto auszahlst. Du bestimmst den Turnus individuell, möglich sind monatliche, quartalsweise, halbjährliche oder jährliche Auszahlungen. Der Plan wird auch Entnahmeplan genannt und beschreibt das Entsparen oder Desinvestieren von Kapital, das du zuvor über Jahre aufgebaut hast.

Für die Definition spielt es zunächst keine Rolle, ob dein Geld in Aktien, einem Festgeldkonto oder einem Versicherungsvertrag liegt. Entscheidend ist, dass du eine klare Regelung für Betrag und Rhythmus hast. So wird aus deinem Vermögen ein kalkulierbares Zusatzeinkommen.

Der Auszahlplan ist das Gegenstück zum Sparplan. Während du beim Sparplan regelmäßig einzahlst, entnimmst du beim Auszahlplan regelmäßig Geld. Beide folgen einer festen Systematik, nur die Richtung des Geldflusses ist umgekehrt.

Kurz erklärt

Sparplan-Auszahlplan

Eine feste Regelung, nach der du dir regelmäßig Geld aus deinem angelegten Vermögen auf dein Konto auszahlst. Der Turnus kann monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich sein.

Der Auszahlplan wird auch Entnahmeplan genannt und ist das Gegenstück zum Sparplan. Er beschreibt das Entsparen oder Desinvestieren von Kapital, das du zuvor über Jahre aufgebaut hast.

02 · Vergleich

Entnahme mit oder ohne Kapitalverzehr: Was passt zu dir?

Die zentrale Weichenstellung für deinen Auszahlplan ist die Frage, ob dein Vermögen am Ende des Entnahmezeitraums aufgebraucht sein darf. Davon hängt ab, wie hoch deine monatliche Entnahme ausfallen kann.

Beim Entsparen hast du die Wahl zwischen zwei Grundmodellen. Mit Kapitalverzehr wird dein Vermögen planmäßig aufgebraucht, ohne Kapitalverzehr bleibt die Substanz dauerhaft erhalten. Diese Entscheidung beeinflusst deine monatliche Entnahme und die benötigte Anlagesumme.

Ohne Kapitalverzehr entnimmst du nur die Erträge, dein Anlagevermögen bleibt konstant. Dadurch benötigst du für denselben Auszahlbetrag ein deutlich höheres Vermögen. Mit Kapitalverzehr kannst du monatlich mehr entnehmen, hast aber einen klaren Endzeitpunkt, nach dem kein Kapital mehr vorhanden ist.

  • Mit Kapitalverzehr ist dein Vermögen am Ende des Entnahmezeitraums aufgebraucht, dafür fällt die monatliche Entnahme höher aus.
  • Ohne Kapitalverzehr bleibt dein Vermögen dauerhaft erhalten, du benötigst aber eine passende Entnahmestrategie und mehr Anlagekapital.
Zwei Grundmodelle des Entsparens im Vergleich
Mit KapitalverzehrOhne Kapitalverzehr
Vermögen am EndeWird planmäßig aufgebrauchtBleibt dauerhaft erhalten
Monatliche EntnahmeHöher, da auch die Substanz ausgezahlt wirdNiedriger, da nur Erträge entnommen werden
Benötigtes AnlagevermögenGeringer für denselben AuszahlbetragDeutlich höher für denselben Auszahlbetrag
Planungs­sicherheitKlarer Endzeitpunkt, danach kein Kapital mehrUnbegrenzte Laufzeit, aber abhängig von der Rendite

03 · Schritt für Schritt

So funktioniert die Berechnung deines Auszahlplans

Ein Entnahmeplan lässt sich in drei Richtungen berechnen: Du kannst den möglichen Entnahmebetrag, den Entnahmezeitraum oder das nötige Anlagevermögen ermitteln. In allen Fällen sind Anlagevermögen, Rendite und Entnahmeintervall die entscheidenden Eingangsgrößen.

Für die Berechnung legst du zuerst das Kapital fest, das dir zur Verfügung steht. Das kann ein ETF-Depot, ein Festgeldkonto oder eine Kombination aus beidem sein. Danach schätzt du die erwartete Rendite pro Jahr ein und wählst dein Entnahmeintervall.

  • Lege dein Anlagevermögen fest, also das gesamte Kapital, das du entsparen möchtest.
  • Schätze die erwartete Rendite konservativ ein, besonders bei Aktien-ETFs mit starken Schwankungen.
  • Wähle dein Entnahmeintervall: monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich.
01

Anlagevermögen festlegen

Du startest mit dem Kapital, das dir für den Auszahlplan zur Verfügung steht. Das kann ein ETF-Depot, ein Festgeldkonto oder eine Kombination aus beidem sein.

02

Erwartete Rendite einschätzen

Du legst einen Zinssatz zugrunde, den deine Geldanlage voraussichtlich pro Jahr erwirtschaftet. Bei Aktien-ETFs wie dem MSCI World solltest du konservativ kalkulieren, da die Rendite stark schwanken kann.

03

Entnahmeintervall wählen

Du bestimmst, ob du monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich Geld entnehmen möchtest. Monatliche Auszahlungen kommen deinem Alltag als Rentnerin oder Rentner am nächsten.

04

Kapitalverzehr festlegen

Du entscheidest, ob dein Vermögen am Ende des Entnahmezeitraums aufgebraucht sein darf oder ob es erhalten bleiben soll. Diese Wahl beeinflusst die Höhe deiner möglichen Entnahmen erheblich.

05

Zielgröße berechnen

Je nach Variante erhältst du den möglichen Entnahmebetrag, den Entnahmezeitraum oder das benötigte Anlagevermögen. Ein Entnahmerechner übernimmt diese Kalkulation für dich.

04 · Was gilt

Welche Geldanlagen eignen sich für einen Auszahlplan?

Nicht jede Anlageform ist für regelmäßige Entnahmen gleich gut geeignet. Die Wahl hängt davon ab, ob du Wert auf Planungssicherheit legst oder bereit bist, für höhere Renditechancen Kursschwankungen in Kauf zu nehmen.

Für den Ruhestand empfiehlt sich eine Kombination aus breit gestreuten Aktien-ETFs und Tages- oder Festgeld. So kann sich dein Vermögen weiter entwickeln, während du monatlich Geld entnimmst. Einzelaktien mit hohem Kursrisiko oder das Girokonto als alleinige Anlage sind dagegen weniger geeignet.

  • Gut geeignet sind breit gestreute Aktien-ETFs, Tagesgeldkonten als Puffer und Festgeldkonten mit festem Zinssatz.
  • Weniger geeignet sind Einzelaktien mit hohem Kursrisiko, aktive Fonds mit hohen laufenden Kosten und Anlagen ohne ausreichende Liquidität.

Gut geeignet

·Breit gestreute Aktien-ETFs wie der MSCI World
·Tagesgeldkonten als Puffer für kurzfristige Entnahmen
·Festgeldkonten mit festem Zinssatz und ohne Kursrisiko
·Eine Kombination aus Aktien-ETFs und Tages- oder Festgeld

Weniger geeignet

·Einzelaktien mit hohem Kursrisiko
·Das Girokonto als alleinige Anlage für den Ruhestand
·Aktive Fonds mit hohen laufenden Kosten
·Anlagen ohne ausreichende Liquidität für regelmäßige Auszahlungen

05 · Kosten

Steuern auf deinen Sparplan-Auszahlplan

Auf die Erträge deiner Geldanlage fallen Steuern an, auch wenn du sie im Rahmen eines Auszahlplans entnimmst. Wie viel das ist, hängt von der Anlageform und deinem persönlichen Steuersatz ab.

Die Abgeltungsteuer fällt nur auf den Ertragsanteil deiner Auszahlungen an, nicht auf die eingezahlte Summe.

Der Sparer-Pauschbetrag liegt im Jahr 2026 bei 1000 EUR pro Person und Jahr. Bis zu diesem Betrag bleiben deine Kapitalerträge steuerfrei. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren verdoppelt sich der Freibetrag auf 2000 EUR pro Jahr.

  • Die Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge beträgt 25 Prozent.
  • Der Solidaritätszuschlag liegt bei 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer.
  • Für Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung von 30 Prozent, nur 70 Prozent der Erträge werden besteuert.

06 · Im Vertrag

Kirchensteuer beim Auszahlplan: Das gilt für Kirchenmitglieder

Wenn du Mitglied einer kirchensteuererhebenden Religionsgemeinschaft bist, wird die Kirchensteuer auf deine Kapitalerträge automatisch einbehalten. Das Verfahren läuft über das Kirchensteuerabzugsmerkmal beim Bundeszentralamt für Steuern.

Deine Bank führt die Kirchensteuer zusammen mit der Abgeltungsteuer automatisch an das Finanzamt ab. Dazu ruft sie einmal jährlich dein Kirchensteuerabzugsmerkmal ab. Wenn du beim Bundeszentralamt für Steuern einen Sperrvermerk beantragt hast, erhält die Bank nur einen neutralen Nullwert und du musst die Kirchensteuer selbst gegenüber deinem Wohnsitzfinanzamt erklären.

Wenn keine Abgeltungsteuer anfällt, fällt auch keine Kirchensteuer an. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn dein Sparer-Pauschbetrag durch einen Freistellungsauftrag noch nicht ausgeschöpft ist.

Automatisches Kirchensteuerverfahren bei Kapitalerträgen

Automatischer EinbehaltRegelfallDeine Bank führt die Kirchensteuer zusammen mit der Abgeltungsteuer automatisch an das Finanzamt ab. Dazu ruft sie einmal jährlich dein Kirchensteuerabzugsmerkmal ab.
SperrvermerkAusnahmeWenn du beim Bundeszentralamt für Steuern einen Sperrvermerk beantragt hast, erhält die Bank nur einen neutralen Nullwert. Dann musst du die Kirchensteuer selbst gegenüber deinem Wohnsitzfinanzamt erklären.
Keine KapitalertragsteuerWichtigWenn keine Abgeltungsteuer anfällt, zum Beispiel weil dein Sparer-Pauschbetrag nicht ausgeschöpft ist, fällt auch keine Kirchensteuer an.

07 · Checkliste

Checkliste: Dein Sparplan-Auszahlplan für den Ruhestand

Bevor du mit dem Entsparen beginnst, solltest du deine Ausgangslage klären. Diese Punkte helfen dir, einen tragfähigen Auszahlplan aufzustellen.

Die wichtigste Vorbereitung ist, dein gesamtes Anlagevermögen zu ermitteln und deinen monatlichen Finanzbedarf realistisch einzuschätzen. Danach legst du fest, ob dein Kapital am Ende aufgebraucht sein darf oder erhalten bleiben soll.

  • Ermittle dein gesamtes Anlagevermögen über alle Depots und Konten hinweg.
  • Schätze deinen monatlichen Finanzbedarf im Ruhestand realistisch ein.
  • Lege fest, ob dein Kapital am Ende aufgebraucht sein darf oder erhalten bleiben soll.
  • Wähle ein Entnahmeintervall, das zu deinen laufenden Ausgaben passt.
  • Setze die erwartete Rendite konservativ an, besonders bei Aktien-ETFs.
  • Plane einen Puffer auf Tagesgeld für unerwartete Ausgaben ein.
  • Prüfe, ob du deinen Sparer-Pauschbetrag durch einen Freistellungsauftrag nutzt.

Das solltest du vor dem Start deines Auszahlplans klären

01

Ermittle dein gesamtes Anlagevermögen über alle Depots und Konten hinweg.

02

Schätze deinen monatlichen Finanzbedarf im Ruhestand realistisch ein.

03

Lege fest, ob dein Kapital am Ende aufgebraucht sein darf oder erhalten bleiben soll.

04

Wähle ein Entnahmeintervall, das zu deinen laufenden Ausgaben passt.

05

Setze die erwartete Rendite konservativ an, besonders bei Aktien-ETFs.

06

Plane einen Puffer auf Tagesgeld für unerwartete Ausgaben ein.

07

Prüfe, ob du deinen Sparer-Pauschbetrag durch einen Freistellungsauftrag nutzt.

08

Kläre, ob du kirchensteuerpflichtig bist und wie die Kirchensteuer abgeführt wird.

08 · Fehler vermeiden

Typische Fehler beim Entsparen vermeiden

Beim Aufstellen eines Auszahlplans schleichen sich schnell Fehler ein, die deine Planungssicherheit gefährden. Wenn du diese Punkte beachtest, vermeidest du böse Überraschungen.

Ein häufiger Fehler ist, die erwartete Rendite zu optimistisch anzusetzen und dadurch zu viel zu entnehmen. Das kann dazu führen, dass dein Vermögen schneller aufgebraucht ist als geplant. Setze die Rendite daher lieber konservativ an und plane einen Puffer ein.

  • Die erwartete Rendite zu optimistisch ansetzen und dadurch zu viel entnehmen.
  • Das gesamte Vermögen in riskante Einzelaktien stecken, statt breit zu streuen.
  • Keinen Puffer auf Tagesgeld für kurzfristige Ausgaben einplanen.
  • Den Sparer-Pauschbetrag nicht durch einen Freistellungsauftrag nutzen.
  • Die Inflation bei der Planung des Entnahmezeitraums ignorieren.
  • Das Entnahmeintervall nicht an die tatsächlichen Ausgaben anpassen.

Diese Fehler solltest du bei deinem Entnahmeplan vermeiden

·Die erwartete Rendite zu optimistisch ansetzen und dadurch zu viel entnehmen.
·Das gesamte Vermögen in riskante Einzelaktien stecken, statt breit zu streuen.
·Keinen Puffer auf Tagesgeld für kurzfristige Ausgaben einplanen.
·Den Sparer-Pauschbetrag nicht durch einen Freistellungsauftrag nutzen.
·Die Inflation bei der Planung des Entnahmezeitraums ignorieren.
·Das Entnahmeintervall nicht an die tatsächlichen Ausgaben anpassen.
·Sich nicht rechtzeitig um die steuerlichen Aspekte wie Kirchensteuer kümmern.

09 · Hintergrund

Entnahmezeitraum und Planungs­sicherheit: So lange reicht dein Geld

Der Entnahmezeitraum hängt von deinem Anlagevermögen, deiner Entnahmehöhe und der erzielten Rendite ab. Ein konservativer Zinssatz schafft Spielraum, falls die Märkte schwächer laufen als erhofft.

Je höher dein Anlagevermögen und je niedriger deine monatliche Entnahme, desto länger reicht dein Geld. Bei einem Anlagevermögen von 100.000 EUR und einer angenommenen Rendite von 5 Prozent pro Jahr liegt die monatliche Entnahme ohne Kapitalverzehr bei etwa 407 EUR. Mit Kapitalverzehr und einem Entnahmezeitraum von 20 Jahren sind bei gleichen Bedingungen rund 654 EUR pro Monat möglich.

Wenn du dagegen einen festen Entnahmebetrag von 1.200 EUR pro Monat einplanst, ist ein Anlagevermögen von 100.000 EUR bei 5 Prozent Rendite nach etwa 8,5 Jahren aufgebraucht. Für einen Entnahmezeitraum von 20 Jahren mit 1.200 EUR monatlich müsstest du bei gleicher Rendite ein Anlagevermögen von etwa 183.532 EUR mitbringen.

Je höher dein Anlagevermögen und je niedriger deine monatliche Entnahme, desto länger reicht dein Geld. Bei einem Anlagevermögen von 100.000 EUR und einer angenommenen Rendite von 5 Prozent pro Jahr liegt die monatliche Entnahme ohne Kapitalverzehr bei etwa 407 EUR. Mit Kapitalverzehr und einem Entnahmezeitraum von 20 Jahren sind bei gleichen Bedingungen rund 654 EUR pro Monat möglich.

Wenn du dagegen einen festen Entnahmebetrag von 1.200 EUR pro Monat einplanst, ist ein Anlagevermögen von 100.000 EUR bei 5 Prozent Rendite nach etwa 8,5 Jahren aufgebraucht. Für einen Entnahmezeitraum von 20 Jahren mit diesem Betrag benötigst du ein Anlagevermögen von rund 183.500 EUR.

Diese Beispielrechnungen zeigen: Der erwartete Zinssatz ist der unsicherste Faktor in deinem Auszahlplan. Besonders bei einem Portfolio mit hohem Aktienanteil kann die tatsächliche Rendite stark schwanken. Setze den Zinssatz deshalb lieber konservativ an und plane einen Puffer ein.

Für mehr Planungssicherheit empfiehlt sich eine Kombination aus Aktien-ETFs für die Rendite und Tages- oder Festgeld für die kurzfristige Liquidität. So vermeidest du, dass du in einer Marktphase mit fallenden Kursen Anteile verkaufen musst, nur um deine laufenden Ausgaben zu decken.

10 · Hintergrund

Desinvestieren bei ETFs: So entsparst du dein MSCI World Depot

Wenn du dein Vermögen in ETFs wie dem MSCI World angelegt hast, bedeutet Entsparen das schrittweise Verkaufen von Anteilen. Dabei solltest du die steuerliche Teilfreistellung und die Reihenfolge der Verkäufe beachten.

Beim Desinvestieren von ETF-Anteilen verkaufst du regelmäßig einen Teil deines Depots, um daraus deinen Auszahlplan zu speisen. Die Höhe der Verkäufe richtet sich nach deinem gewünschten Entnahmebetrag und dem aktuellen Kurs deiner ETFs.

Steuerlich profitierst du bei Aktienfonds von der Teilfreistellung in Höhe von 30 Prozent. Das bedeutet, dass nur 70 Prozent deiner Erträge aus Aktien-ETFs der Abgeltungsteuer unterliegen. Die restlichen 30 Prozent bleiben steuerfrei.

Für die Reihenfolge der Verkäufe gilt: Anteile, die du zuerst gekauft hast, werden auch zuerst verkauft. Das kann steuerliche Vorteile haben, wenn deine ältesten Anteile die höchsten Gewinne aufweisen. Plane deine Verkäufe daher so, dass du deinen Sparer-Pauschbetrag optimal nutzt.

Beim Desinvestieren von ETF-Anteilen verkaufst du regelmäßig einen Teil deines Depots, um daraus deinen Auszahlplan zu speisen. Die Höhe der Verkäufe richtet sich nach deinem gewünschten Entnahmebetrag und dem aktuellen Kurs deiner ETFs.

Für die Reihenfolge der Verkäufe gilt: Anteile, die du zuerst gekauft hast, werden auch zuerst verkauft. Das kann steuerliche Auswirkungen haben, da ältere Anteile oft höhere Kursgewinne aufweisen.

Ein breit gestreuter ETF eignet sich gut als Basis für einen Auszahlplan, weil er über viele Unternehmen und Länder diversifiziert ist. Kombiniert mit einem Tagesgeldpuffer für ein bis zwei Jahre Entnahmen kannst du Kursschwankungen gelassen aussitzen.

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026