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FinanzbildungInvestieren12 Min.

ETF Sparplan Auszahlplan: Dein Fahrplan für Vermögensaufbau und sichere Entnahme

Du besparst einen ETF, aber wie kommst du später an dein Geld? Ein Auszahlplan macht es möglich. Wir zeigen dir, wie du mit einem ETF Sparplan Vermögen aufbaust und es später Schritt für Schritt wieder entnimmst.

VermögensaufbauEntnahmestrategieAltersvorsorge
Brauche ich das?
Ja, fürs Alter.
Sparplan baut auf, Auszahlplan entnimmt.
Wie funktioniert es?
Automatisch und flexibel.
Du legst fest, wie viel du monatlich entnimmst.
Was kostet es?
Meist wenig Gebühren.
Die Kosten sind oft geringer als bei anderen Produkten.
Ist das sicher?
Besser als Tagesgeld.
Langfristig bieten Aktien-ETFs höhere Renditechancen.

Warum dich das Thema ETF Sparplan und Auszahlplan betrifft

Vielleicht denkst du, dass dich das Thema erst in 30 Jahren betrifft. Doch genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um zu verstehen, wie du später von deinem Ersparten leben kannst. Die gesetzliche Rente wird in Deutschland 2026 voraussichtlich nicht ausreichen, um deinen Lebensstandard zu halten. Deshalb ist es wichtig, dass du dir selbst ein zusätzliches Polster aufbaust.

Ein ETF Sparplan ist ein einfacher Weg, um mit kleinen Beträgen langfristig Vermögen aufzubauen. Du investierst regelmäßig in einen breit gestreuten Aktienindex. Der Clou: Du musst dich nicht um einzelne Aktien kümmern und profitierst trotzdem von den Chancen des Aktienmarktes. Das ist wie ein Bausparvertrag, nur eben für deine Geldanlage.

Der Auszahlplan ist das Gegenstück zum Sparplan. Wenn du in Rente gehst, möchtest du dein angespartes Vermögen nicht auf einmal ausgeben. Stattdessen lässt du dir monatlich einen festen Betrag auszahlen. So hast du ein regelmäßiges Einkommen und der Rest deines Geldes kann weiter für dich arbeiten.

Die Kombination aus Sparplan und Auszahlplan ist also ein durchdachtes System für deine Altersvorsorge. Es gibt dir die Chance, selbstbestimmt zu leben, ohne dich auf den Staat verlassen zu müssen. Und das Beste: Du kannst jederzeit damit anfangen, auch mit kleinen Beträgen. Je früher du startest, desto mehr Zeit hat dein Geld, um zu wachsen.

Viele junge Menschen unterschätzen den Zinseszinseffekt. Wenn du mit 25 Jahren anfängst, monatlich 100 Euro zu investieren, kann daraus bis zur Rente eine beachtliche Summe werden. Der Auszahlplan sichert dir dann ein zusätzliches monatliches Einkommen. Es geht also nicht darum, reich zu werden, sondern darum, im Alter finanziell unabhängig zu sein.

~1,6 Billionen Euro
in Deutschland in Aktien und Fonds angelegt.
jede:r 3.
spart regelmäßig mit einem Sparplan.
über 2.000
ETFs sind in Deutschland handelbar.

Die Grundlagen: Was ist ein ETF und wie funktioniert ein Sparplan?

ETF ist die Abkürzung für Exchange Traded Fund, auf Deutsch börsengehandelter Indexfonds. Das ist ein Fonds, der einen bestimmten Aktienindex wie den DAX oder den MSCI World nachbildet. Statt in einzelne Unternehmen investierst du also in viele Unternehmen auf einmal. Das reduziert dein Risiko, weil nicht der Erfolg eines einzelnen Unternehmens über deine Rendite entscheidet.

Ein ETF Sparplan ist ein Dauerauftrag für deine Geldanlage. Du gibst an, wie viel Geld du monatlich investieren möchtest, zum Beispiel 50 oder 200 Euro. Deine Bank oder dein Broker kauft dann automatisch Anteile an dem von dir gewählten ETF. Du musst dich um nichts weiter kümmern und kannst deinen Sparplan jederzeit ändern oder pausieren.

Die Funktionsweise ist denkbar einfach: Du besparst den ETF über viele Jahre hinweg. In guten Jahren steigt der Kurs, in schlechten Jahren fällt er. Langfristig betrachtet, über Zeiträume von 15 Jahren oder mehr, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du eine positive Rendite erzielst. Historisch gesehen ist der Aktienmarkt trotz aller Schwankungen im Trend gestiegen.

Der große Vorteil von ETFs gegenüber aktiv gemanagten Fonds sind die geringen Kosten. Du zahlst eine jährliche Verwaltungsgebühr, die oft unter 0,2 Prozent liegt. Bei aktiv gemanagten Fonds sind die Gebühren oft deutlich höher, ohne dass die Rendite besser ist. Zudem sind ETFs transparent, du kannst jederzeit sehen, welche Aktien im Fonds enthalten sind.

Für den Einstieg brauchst du nur ein Depot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Viele Anbieter ermöglichen den Start mit einem Sparplan schon ab 10 Euro im Monat. Du solltest aber darauf achten, dass die Kosten für den Sparplan selbst nicht zu hoch sind. Viele Neobroker bieten Sparpläne inzwischen sogar kostenlos an.

Der Auszahlplan: So entnimmst du dein Vermögen systematisch

Ein Auszahlplan ist das Gegenstück zum Sparplan. Du hast über die Jahre ein Vermögen in deinem Depot aufgebaut und möchtest es nun nutzen. Statt alles auf einmal zu verkaufen, legst du fest, wie viel Geld du monatlich von deinem Depot auf dein Girokonto überweisen möchtest. Der Broker verkauft dann automatisch die benötigten ETF-Anteile.

Die Höhe der monatlichen Auszahlung bestimmst du selbst. Du kannst einen festen Betrag wählen oder einen Prozentsatz deines Vermögens. Viele Experten empfehlen eine Entnahmerate von etwa 4 Prozent pro Jahr. Das bedeutet, du entnimmst jährlich 4 Prozent deines Vermögens. Bei einem Vermögen von 200.000 Euro wären das 8.000 Euro pro Jahr, also etwa 667 Euro im Monat.

Der Vorteil eines Auszahlplans ist seine Flexibilität. Du kannst die Auszahlung jederzeit anpassen, pausieren oder sogar wieder in den Sparmodus wechseln. Das ist besonders wichtig, weil sich deine Lebensumstände ändern können. Vielleicht brauchst du in einem Jahr mehr Geld für eine Reise oder eine Anschaffung, im nächsten Jahr aber weniger.

Wichtig ist, dass dein Vermögen auch während der Entnahmephase weiter investiert bleibt. Nur der Teil, den du für deine Auszahlung benötigst, wird verkauft. Der Rest deines Geldes kann weiterhin an den Chancen des Aktienmarktes teilhaben. So kann dein Vermögen trotz Entnahmen weiter wachsen und du musst dir weniger Sorgen machen, dass es vorzeitig aufgebraucht ist.

Ein Auszahlplan ist also kein starres Konstrukt, sondern ein flexibles Werkzeug. Du kannst ihn an deine Bedürfnisse anpassen und musst keine Angst haben, dass du dein Geld falsch anlegst. Es geht darum, dein Erspartes über einen langen Zeitraum zu nutzen und gleichzeitig von den Chancen des Marktes zu profitieren.

Kosten und Gebühren: Was du bei Sparplan und Auszahlplan beachten solltest

Kosten sind ein entscheidender Faktor für deine Rendite. Bei einem ETF Sparplan fallen in der Regel drei Arten von Kosten an: die Kosten für den ETF selbst, die Kosten für den Sparplan und eventuell die Kosten für das Depot. Die Kosten für den ETF werden als Gesamtkostenquote (TER) bezeichnet und liegen bei breit gestreuten ETFs meist unter 0,2 Prozent pro Jahr.

Die Kosten für den Sparplan selbst sind bei vielen Anbietern inzwischen entfallen. Besonders Neobroker wie Trade Republic, Scalable Capital oder Finanzen.net Zero bieten eine große Auswahl an ETFs an, die du kostenlos besparen kannst. Bei traditionellen Banken können die Kosten höher sein, oft zwischen 1,5 und 3 Prozent pro Ausführung. Deshalb lohnt sich ein Vergleich.

Auch bei der Auszahlung fallen Kosten an. Der Verkauf von ETF-Anteilen kostet in der Regel eine Ordergebühr, die bei Neobrokern oft bei 1 Euro oder weniger liegt. Bei traditionellen Banken kann diese Gebühr deutlich höher sein. Zudem kann es sein, dass für die Auszahlung selbst eine Gebühr anfällt. Du solltest diese Kosten kennen, bevor du einen Auszahlplan einrichtest.

Ein weiterer Kostenpunkt ist der Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Bei ETFs, die an der Börse gehandelt werden, ist dieser Spread meist sehr gering. Er kann aber höher sein, wenn du einen weniger liquiden ETF wählst. Achte also darauf, einen ETF zu wählen, der ein hohes Handelsvolumen hat. Das hält die Kosten niedrig.

Die gute Nachricht: ETFs sind im Vergleich zu anderen Anlageformen sehr kostengünstig. Wenn du auf die Kosten achtest und einen günstigen Anbieter wählst, kannst du den Großteil deiner Rendite behalten. Das ist wichtig, denn jede Gebühr, die du zahlst, reduziert deinen Zinseszinseffekt. Über 30 Jahre können sich hohe Gebühren erheblich auf dein Vermögen auswirken.

Worauf du bei der Auswahl des richtigen ETF achten solltest

Die Auswahl des richtigen ETF ist entscheidend für den Erfolg deiner Anlagestrategie. Der wichtigste Faktor ist die Breite der Streuung. Ein ETF auf den MSCI World enthält Aktien aus 23 Industrieländern und über 1.500 Unternehmen. Damit bist du breit diversifiziert und reduzierst das Risiko, dass einzelne Länder oder Unternehmen deine Rendite stark beeinflussen.

Neben dem MSCI World gibt es auch andere Indizes wie den FTSE All-World oder den MSCI ACWI. Diese enthalten zusätzlich Aktien aus Schwellenländern wie China oder Indien. Das erhöht die Diversifikation weiter, kann aber auch zu höheren Schwankungen führen. Du solltest dich für einen Index entscheiden, der zu deiner Risikobereitschaft und deinem Anlagehorizont passt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Währung des ETF. Du kannst einen ETF in Euro oder in US-Dollar kaufen. Ein ETF in Euro schützt dich vor Währungsschwankungen, kann aber auch etwas teurer sein. Ein ETF in US-Dollar kann von Währungsschwankungen profitieren, birgt aber auch ein zusätzliches Risiko. Für Einsteiger ist ein ETF in Euro oft die einfachere Wahl.

Achte auch auf die Größe des ETF und das Handelsvolumen. Ein großer ETF mit einem hohen Handelsvolumen ist in der Regel liquider und hat einen geringeren Spread. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass der ETF aufgelöst wird. Du solltest dich für einen ETF entscheiden, der schon seit mehreren Jahren besteht und ein Fondsvolumen von mehreren Milliarden Euro hat.

Die Wahl des Anbieters ist ebenfalls relevant. Große Anbieter wie iShares, Vanguard oder Xtrackers haben eine lange Erfahrung und bieten eine breite Palette an ETFs an. Du solltest aber nicht nur auf den Namen schauen, sondern auf die Kosten und die Nachbildungsmethode. Physisch replizierende ETFs kaufen die Aktien direkt, synthetische ETFs bilden den Index über Derivate ab. Für Einsteiger sind physische ETFs oft verständlicher.

Typische Fehler, die du bei der Kombination aus Sparplan und Auszahlplan vermeiden solltest

Ein häufiger Fehler ist, den Sparplan zu stoppen, sobald die Kurse fallen. Viele Anleger geraten in Panik und verkaufen ihre Anteile, wenn der Markt nachgibt. Das ist genau das Gegenteil von dem, was du tun solltest. In der Sparphase sind fallende Kurse sogar von Vorteil, weil du für dein Geld mehr Anteile bekommst. Du solltest also langfristig denken und nicht auf kurzfristige Schwankungen reagieren.

Ein weiterer Fehler ist, bei der Entnahme zu viel Geld zu verbrauchen. Wenn du eine zu hohe Entnahmerate wählst, kann dein Vermögen schneller aufgebraucht sein als geplant. Die 4-Prozent-Regel ist ein guter Richtwert, aber du solltest sie an deine individuelle Situation anpassen. Überlege, wie lange du voraussichtlich von deinem Vermögen leben musst und wie hoch deine anderen Einkünfte sind.

Viele Anleger vergessen auch, ihr Portfolio regelmäßig zu überprüfen. Die Zusammensetzung deines ETF kann sich im Laufe der Zeit ändern, und auch deine persönliche Situation kann sich ändern. Du solltest mindestens einmal im Jahr prüfen, ob deine Anlagestrategie noch zu deinen Zielen passt. Vielleicht möchtest du in der Entnahmephase einen Teil deines Vermögens in sicherere Anlagen umschichten.

Ein weiterer Fehler ist, die Kosten zu ignorieren. Auch wenn ETFs günstig sind, können sich hohe Ordergebühren oder ein hoher Spread negativ auf deine Rendite auswirken. Du solltest die Kosten deines Anbieters genau kennen und regelmäßig vergleichen. Es kann sich lohnen, zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln, wenn du hohe Gebühren zahlst.

Schließlich solltest du nicht alles auf eine Karte setzen. Auch wenn ein ETF auf den MSCI World sehr breit gestreut ist, kann es sinnvoll sein, einen Teil deines Vermögens in andere Anlageklassen zu investieren. Dazu gehören Anleihen, Gold oder Immobilien. Eine ausgewogene Mischung kann dein Risiko reduzieren und für mehr Stabilität sorgen.

Dein Fahrplan: So startest du mit deinem ETF Sparplan und Auszahlplan

Der erste Schritt ist die Eröffnung eines Depots. Du kannst ein Depot bei einer traditionellen Bank oder bei einem Online-Broker eröffnen. Achte auf die Kosten und den Umfang des Angebots. Viele Neobroker bieten ein kostenloses Depot und eine große Auswahl an ETFs an. Du solltest aber auch auf den Kundenservice und die Benutzerfreundlichkeit der Plattform achten.

Der zweite Schritt ist die Auswahl des passenden ETF. Für Einsteiger ist ein breit gestreuter Welt-ETF wie der MSCI World oder der FTSE All-World eine gute Wahl. Du solltest auf die Kosten, die Größe und die Nachbildungsmethode achten. Wenn du unsicher bist, kannst du dich an einem ETF orientieren, der von vielen Experten empfohlen wird.

Der dritte Schritt ist die Einrichtung deines Sparplans. Du legst fest, wie viel Geld du monatlich investieren möchtest und an welchem Tag die Ausführung erfolgen soll. Du kannst den Sparplan jederzeit ändern oder pausieren. Wichtig ist, dass du einen Betrag wählst, der langfristig zu deinem Budget passt. Es ist besser, mit einem kleinen Betrag zu starten und ihn später zu erhöhen.

Wenn du in die Entnahmephase kommst, richtest du einen Auszahlplan ein. Du legst fest, wie viel Geld du monatlich von deinem Depot auf dein Girokonto überweisen möchtest. Du kannst einen festen Betrag oder einen Prozentsatz deines Vermögens wählen. Achte darauf, dass die Entnahmerate nicht zu hoch ist, damit dein Vermögen lange hält.

Der letzte Schritt ist die regelmäßige Überprüfung deiner Strategie. Du solltest mindestens einmal im Jahr prüfen, ob deine Anlagestrategie noch zu deinen Zielen passt. Vielleicht möchtest du deinen Sparplan anpassen oder dein Portfolio umschichten. Wichtig ist, dass du langfristig denkst und nicht auf kurzfristige Schwankungen reagierst. Mit einem durchdachten Plan kannst du deine finanzielle Zukunft selbst in die Hand nehmen.

Steuern und rechtliche Aspekte: Was du 2026 wissen musst

In Deutschland unterliegen Gewinne aus ETFs der Abgeltungssteuer. Das bedeutet, dass auf deine Kursgewinne und Dividenden 25 Prozent Abgeltungssteuer anfallen, dazu kommen Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Es gibt jedoch einen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person, bis zu dem deine Gewinne steuerfrei sind. Du solltest diesen Freibetrag unbedingt nutzen.

Die Steuer wird automatisch von deinem Broker einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Du musst dich also nicht selbst um die Steuererklärung kümmern, wenn du deinen Freibetrag nicht überschreitest. Du solltest deinem Broker einen Freistellungsauftrag erteilen, damit er den Sparerpauschbetrag berücksichtigen kann. Ohne Freistellungsauftrag wird die Steuer automatisch einbehalten.

Bei einem Auszahlplan werden die Verkäufe von ETF-Anteilen ebenfalls besteuert. Die Steuer wird auf den Gewinn berechnet, also auf die Differenz zwischen Verkaufspreis und Kaufpreis. Wenn du deine Anteile über viele Jahre gehalten hast, kann der Gewinn erheblich sein. Du solltest die steuerlichen Auswirkungen deiner Entnahmen kennen und einplanen.

Es gibt auch steuerliche Besonderheiten bei thesaurierenden und ausschüttenden ETFs. Thesaurierende ETFs legen die Dividenden direkt wieder an, ausschüttende ETFs zahlen sie an dich aus. Bei ausschüttenden ETFs fällt die Abgeltungssteuer auf die Dividenden an, bei thesaurierenden ETFs erst beim Verkauf. Du solltest dich über die Vor- und Nachteile beider Varianten informieren.

Die steuerlichen Regelungen können sich ändern, daher solltest du dich regelmäßig informieren. Es kann sinnvoll sein, einen Steuerberater zu konsultieren, wenn du größere Beträge investierst oder komplexe Strukturen hast. Für die meisten Anleger ist die steuerliche Behandlung von ETFs aber gut zu verstehen und zu handhaben. Wichtig ist, dass du deine Freibeträge nutzt und die Steuer nicht vernachlässigst.

Häufige Fragen und Antworten zur Kombination aus Sparplan und Auszahlplan

Viele Anleger fragen sich, ob sie einen Sparplan und einen Auszahlplan gleichzeitig nutzen können. Die Antwort ist ja, das ist durchaus möglich. Du kannst zum Beispiel einen Teil deines Vermögens in einem Auszahlplan nutzen, während du einen anderen Teil weiter besparst. Das gibt dir Flexibilität und ermöglicht es dir, dein Vermögen weiter aufzubauen, während du bereits Geld entnimmst.

Eine weitere häufige Frage betrifft die Sicherheit von ETFs. ETFs sind Sondervermögen, das bedeutet, dein Geld ist im Falle einer Insolvenz des Anbieters geschützt. Du kannst also sicher sein, dass dein Vermögen nicht verloren geht, wenn der ETF-Anbieter pleitegeht. Das Risiko liegt allein in den Schwankungen des Aktienmarktes, nicht in der Struktur des ETF.

Viele Anleger fragen sich auch, wie viel Geld sie für den Start benötigen. Die gute Nachricht: Du kannst bereits mit 10 Euro im Monat einen Sparplan einrichten. Es ist wichtiger, dass du regelmäßig investierst, als dass du große Beträge zur Verfügung hast. Der Zinseszinseffekt wirkt auch bei kleinen Beträgen, wenn du lange genug investierst.

Schließlich fragen sich viele, ob sie einen Auszahlplan auch vor der Rente nutzen können. Die Antwort ist ja, du kannst jederzeit einen Auszahlplan einrichten. Du bist nicht an ein bestimmtes Alter gebunden. Wenn du zum Beispiel eine größere Anschaffung planst oder eine Auszeit nehmen möchtest, kannst du dein Vermögen nutzen. Wichtig ist, dass du die langfristigen Auswirkungen bedenkst.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Hast du ein langfristiges Anlageziel?
Kannst du monatlich einen festen Betrag zurücklegen?
Möchtest du im Ruhestand flexibel bleiben?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Ein Sparplan ist ein automatischer Kauf von ETF-Anteilen in regelmäßigen Abständen. Du baust damit Vermögen auf. Ein Auszahlplan ist das Gegenteil: Du verkaufst regelmäßig Anteile, um dir Geld auszahlen zu lassen. Beide können bei demselben Broker eingerichtet werden.

Ja, das ist möglich. Du kannst zum Beispiel einen Teil deines Vermögens in einem Auszahlplan nutzen, während du einen anderen Teil weiter besparst. Das gibt dir Flexibilität und ermöglicht es dir, dein Vermögen weiter aufzubauen, während du bereits Geld entnimmst.

Eine gängige Faustregel ist die 4-Prozent-Regel. Du entnimmst jährlich 4 Prozent deines Vermögens. Bei einem Vermögen von 200.000 Euro wären das 8.000 Euro pro Jahr. Du solltest die Rate aber an deine individuelle Situation anpassen.

Beim Verkauf von ETF-Anteilen fällt in der Regel eine Ordergebühr an. Diese liegt bei Neobrokern oft bei 1 Euro oder weniger. Bei traditionellen Banken kann sie höher sein. Zudem kann eine Gebühr für die Auszahlung selbst anfallen. Vergleiche die Kosten verschiedener Anbieter.

Ja, ein ETF Sparplan ist ideal für Einsteiger. Du investierst automatisch in einen breit gestreuten Korb aus Aktien, ohne dich um einzelne Unternehmen kümmern zu müssen. Du kannst mit kleinen Beträgen starten und deinen Sparplan jederzeit anpassen.

ETFs sind Sondervermögen. Das bedeutet, dein Geld ist im Falle einer Insolvenz des Anbieters geschützt. Deine Anteile gehören dir und können auf einen anderen Anbieter übertragen werden. Das Risiko liegt allein in den Schwankungen des Aktienmarktes.

Gewinne aus ETFs unterliegen der Abgeltungssteuer von 25 Prozent, dazu kommen Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Es gibt einen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person. Die Steuer wird automatisch von deinem Broker einbehalten.

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StudySmarter-Redaktion

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Redaktionell geprüft. Stand: 30.08.2026, nächste Prüfung: 02/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.