Rohstoffe für Selbstständige: So machst du dein Geld unabhängiger vom Geschäft
Als Selbstständige:r kennst du das Risiko, wenn ein Auftrag wegbricht. Rohstoffe wie Gold, Öl oder Kupfer können dein Portfolio stabilisieren und dich gegen Inflation absichern. Hier erfährst du, wie du clever einsteigst.
Warum Rohstoffe auch für dich als Selbstständige:r wichtig sind
Als Selbstständige:r kennst du das Gefühl, wenn der Auftrag plötzlich wegbricht oder ein Kunde später zahlt. Dein Einkommen schwankt, und genau deshalb ist es wichtig, dass dein Vermögen nicht nur aus deinem Geschäft kommt. Rohstoffe sind eine eigene Anlageklasse, die sich oft anders entwickelt als Aktien oder Anleihen. Das macht sie zu einem wertvollen Baustein, um dein privates Vermögen unabhängiger von deinem unternehmerischen Risiko zu machen.
Inflation ist ein stiller Feind, der gerade Selbstständige trifft, weil sie ihre Preise nicht immer sofort anpassen können. Wenn die Preise steigen, verliert dein erspartes Geld an Kaufkraft. Rohstoffe wie Gold oder Öl gelten als Sachwerte, die von Inflation profitieren können. Denn wenn die Produktionskosten steigen, steigen auch die Preise der Rohstoffe selbst. So kannst du einen Teil deines Vermögens vor dem stillen Wertverlust schützen.
Ein weiterer Punkt ist die Diversifikation. Wenn du dein gesamtes Geld in dein Unternehmen steckst, bist du einem Klumpenrisiko ausgesetzt. Fällt deine Branche in eine Krise, verlierst du sowohl Einkommen als auch Vermögen. Rohstoffe hingegen haben oft eine geringe Korrelation zu Aktienmärkten. Das heißt, wenn Aktien fallen, können Rohstoffe stabil bleiben oder sogar steigen. Das gleicht dein Portfolio aus und macht es robuster.
Schließlich geht es um langfristigen Vermögensaufbau. Als Selbstständige:r denkst du vielleicht, dass du keine Zeit für Altersvorsorge hast. Aber gerade weil du keine:n Arbeitgeber:in hast, der für dich einzahlt, musst du selbst vorsorgen. Rohstoffe können dabei ein Teil deiner Strategie sein, um über Jahrzehnte Vermögen aufzubauen. Sie sind kein schnelles Geld, aber ein verlässlicher Begleiter, wenn du sie richtig einsetzt.
Was sind Rohstoffe überhaupt? Eine Einführung für Einsteiger
Rohstoffe sind natürliche Ressourcen, die entweder direkt genutzt oder zu anderen Produkten verarbeitet werden. Man unterscheidet vier große Gruppen: Energie (wie Öl, Gas, Kohle), Metalle (wie Gold, Silber, Kupfer), Agrarrohstoffe (wie Weizen, Kaffee, Mais) und Tierische Produkte (wie Schweinebäuche oder Rinder). Jede Gruppe hat ihre eigenen Treiber und Risiken, die du kennen solltest, bevor du investierst.
Energie-Rohstoffe sind die umsatzstärksten, weil sie die Weltwirtschaft antreiben. Öl und Gas werden von politischen Entscheidungen und Förderquoten beeinflusst. Metalle wie Gold gelten als sicherer Hafen in Krisenzeiten, während Kupfer stark von der Bau- und Elektroindustrie abhängt. Agrarrohstoffe sind von Wetter, Ernten und globaler Nachfrage abhängig. Diese Unterschiede sind wichtig, denn sie bestimmen, wie sich der Preis entwickelt.
Du kannst Rohstoffe nicht wie Aktien an der Börse kaufen, sondern handelst sie über Terminkontrakte oder Zertifikate. Für dich als Einsteiger:in sind aber vor allem Fonds und ETFs interessant. Diese bündeln verschiedene Rohstoffe und bilden einen Index ab, zum Beispiel den Bloomberg Commodity Index. So musst du dich nicht um einzelne Fässer Öl kümmern, sondern profitierst von der Gesamtentwicklung des Marktes.
Wichtig zu verstehen: Rohstoffe haben keine laufenden Erträge wie Dividenden oder Zinsen. Dein Gewinn entsteht allein durch Preissteigerungen. Das macht sie spekulativer als andere Anlagen. Aber genau diese Unabhängigkeit von Unternehmensgewinnen macht sie auch zu einem guten Absicherungsinstrument. Du setzt nicht auf den Erfolg eines einzelnen Unternehmens, sondern auf die globale Nachfrage nach grundlegenden Ressourcen.
So funktionieren Rohstoff-Investments: Von Futures bis ETFs
Der klassische Weg, in Rohstoffe zu investieren, führt über Terminkontrakte, sogenannte Futures. Dabei verpflichtest du dich, eine bestimmte Menge eines Rohstoffs zu einem festen Preis zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Das klingt kompliziert und ist es auch, denn hier spielen Hebel und Liefertermine eine Rolle. Für dich als Einsteiger:in sind Futures daher eher ungeeignet, weil das Risiko schnell sehr groß werden kann.
Eine einfachere Möglichkeit sind Exchange Traded Commodities, kurz ETCs. Das sind Schuldverschreibungen, die die Wertentwicklung eines einzelnen Rohstoffs oder eines Rohstoffkorbs abbilden. Du kaufst sie wie eine Aktie über dein Depot. Allerdings gibt es ein Emittentenrisiko, denn im Gegensatz zu ETFs sind ETCs nicht durch das Sondervermögen geschützt. Das heißt, wenn der Herausgeber pleitegeht, kannst du dein Geld verlieren.
Am sichersten für Einsteiger sind breit gestreute Rohstoff-ETFs. Diese bilden einen Index wie den Bloomberg Commodity Index ab, der viele verschiedene Rohstoffe enthält. Du profitierst von der Diversifikation, weil ein einzelner Rohstoff nicht dein ganzes Investment bestimmt. Zudem sind die Kosten meist geringer als bei aktiv gemanagten Fonds. Du musst nur darauf achten, dass der ETF physisch besichert ist oder die Indexmethode nachvollziehbar ist.
Es gibt auch aktiv gemanagte Rohstofffonds, bei denen Fondsmanager:innen entscheiden, welche Rohstoffe sie kaufen. Diese können in bestimmten Marktphasen besser abschneiden, aber die Gebühren sind höher. Für dich als Selbstständige:r, der vielleicht nicht täglich den Markt beobachten kann, sind passive ETFs oft die bessere Wahl. Sie sind transparent, kostengünstig und du kannst langfristig dabei bleiben, ohne ständig umschichten zu müssen.
Welche Kosten kommen auf dich zu? Ein ehrlicher Überblick
Bevor du in Rohstoffe investierst, solltest du die Kosten kennen, denn sie schmälern deine Rendite. Bei ETFs zahlst du eine laufende Gebühr, die als Gesamtkostenquote (TER) bezeichnet wird. Diese liegt bei Rohstoff-ETFs oft etwas höher als bei Aktien-ETFs, weil die Abbildung komplexer ist. Du solltest aber darauf achten, dass die TER nicht übermäßig hoch ist, denn auf lange Sicht macht das einen Unterschied.
Zusätzlich fallen beim Kauf und Verkauf Ordergebühren an, die deine Bank oder dein Broker erhebt. Diese variieren stark, von wenigen Euro bis zu einem Prozent des Anlagebetrags. Wenn du regelmäßig kleine Beträge investieren möchtest, können diese Gebühren schnell ins Gewicht fallen. Ein Sparplan mit niedrigen Ausführungsgebühren ist daher oft die bessere Wahl für den Einstieg.
Ein versteckter Kostenpunkt ist die sogenannte Rollrendite bei Terminkontrakten. Rohstoff-ETFs bilden keine physischen Rohstoffe ab, sondern Futures, die regelmäßig erneuert werden müssen. Dabei kann es zu Gewinnen oder Verlusten kommen, je nachdem, ob der Markt in Contango oder Backwardation ist. Diese Kosten sind nicht offensichtlich, aber sie beeinflussen deine Rendite. Du solltest dir bewusst sein, dass Rohstoff-ETFs nicht einfach den Spotpreis abbilden.
Schließlich gibt es noch Steuern, die du als Selbstständige:r im Blick haben solltest. Gewinne aus Rohstoff-ETFs unterliegen der Abgeltungsteuer, wenn du sie privat hältst. Wenn du sie in deinem Betriebsvermögen hältst, gelten andere Regeln. Es kann sinnvoll sein, eine:n Steuerberater:in zu fragen, welche Anlageform für deine Situation am günstigsten ist. So vermeidest du böse Überraschungen bei der Steuererklärung.
Worauf du bei der Auswahl von Rohstoff-Investments achten solltest
Der erste Schritt ist, deine Ziele zu definieren. Willst du dich gegen Inflation absichern, dein Portfolio diversifizieren oder auf eine bestimmte Rohstoffgruppe setzen? Je nach Ziel ist ein breiter Rohstoff-ETF oder ein spezialisierter ETF auf Gold oder Öl die richtige Wahl. Wenn du unsicher bist, ist ein breiter Index meist die sicherere Option, weil er das Risiko streut.
Achte auf die Zusammensetzung des Index. Manche Indizes gewichten Energie schwer, andere Metalle oder Agrarprodukte. Der Bloomberg Commodity Index zum Beispiel hat eine breite Streuung, während der S&P GSCI stark auf Energie fokussiert ist. Überlege, welche Rohstoffe langfristig gefragt sein werden. Themen wie Elektromobilität könnten Kupfer und Lithium stärken, während Öl langfristig an Bedeutung verlieren könnte.
Prüfe die physische Besicherung des ETFs. Bei Gold-ETFs ist das einfach, weil das Gold in Tresoren liegt. Bei anderen Rohstoffen ist das schwieriger, deshalb werden Futures eingesetzt. Du solltest verstehen, ob der ETF physisch besichert ist oder synthetisch arbeitet. Synthetische ETFs sind nicht per se schlecht, aber sie bergen ein Kontrahentenrisiko. Für Einsteiger sind physisch besicherte Produkte oft verständlicher.
Ein weiterer Punkt ist die Liquidität des ETFs. Achte darauf, dass der Fonds ein ausreichendes Handelsvolumen hat, damit du jederzeit kaufen und verkaufen kannst. Bei sehr kleinen ETFs kann der Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis, hoch sein. Das kostet dich unnötig Geld. Wähle also Produkte, die schon länger am Markt sind und ein nennenswertes Fondsvolumen aufweisen.
Typische Fehler, die du als Selbstständige:r vermeiden solltest
Ein häufiger Fehler ist, zu viel in einen einzelnen Rohstoff zu investieren, zum Beispiel Gold, weil es gerade im Trend liegt. Das erhöht dein Risiko, denn wenn der Goldpreis fällt, verlierst du stark. Besser ist es, breit zu streuen und verschiedene Rohstoffgruppen zu mischen. So bist du nicht von einer einzigen Entwicklung abhängig.
Ein anderer Fehler ist, Rohstoffe als kurzfristige Spekulation zu sehen. Die Preise schwanken stark, und wer schnell reich werden will, wird oft enttäuscht. Rohstoffe sind eine langfristige Anlage, die über Jahre gehalten werden sollte. Wenn du ständig kaufst und verkaufst, zahlst du hohe Gebühren und machst oft falsche Entscheidungen aus Panik oder Gier.
Viele Selbstständige vergessen, dass Rohstoffe keine laufenden Erträge abwerfen. Im Gegensatz zu Aktien oder Anleihen bekommst du keine Dividenden oder Zinsen. Das bedeutet, dass du andere Einkommensquellen brauchst, um deinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Rohstoffe sollten daher nur ein Teil deiner Anlagestrategie sein, nicht die einzige Säule.
Schließlich ist es ein Fehler, ohne Notgroschen zu investieren. Als Selbstständige:r solltest du immer genug Bargeld für sechs Monate Lebenshaltungskosten haben, bevor du in Rohstoffe oder andere Anlagen gehst. Wenn du unerwartet in eine finanzielle Notlage gerätst, musst du sonst deine Anlagen zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen. Ein Notgroschen gibt dir die Sicherheit, langfristig investiert zu bleiben.
So legst du konkret los: Dein Fahrplan in fünf Schritten
Schritt eins: Prüfe deine finanzielle Basis. Bevor du in Rohstoffe investierst, solltest du einen Notgroschen von mindestens sechs Monatsausgaben auf einem Tagesgeldkonto haben. Außerdem solltest du keine teuren Schulden haben, denn diese haben oft höhere Zinsen als deine erwartete Rendite. Erst wenn diese Basis steht, kannst du über Investitionen nachdenken.
Schritt zwei: Eröffne ein Depot bei einem Broker deiner Wahl. Achte auf niedrige Ordergebühren und eine benutzerfreundliche Oberfläche. Viele Neobroker bieten kostenlose Sparpläne an, was für den regelmäßigen Aufbau ideal ist. Du solltest aber auch darauf achten, dass der Broker Rohstoff-ETFs im Angebot hat, denn nicht alle haben das komplette Spektrum.
Schritt drei: Wähle einen breit gestreuten Rohstoff-ETF. Schaue dir die Zusammensetzung an und entscheide, ob sie zu deinen Zielen passt. Ein guter Start ist ein ETF auf den Bloomberg Commodity Index. Du kannst auch einen Teil in Gold-ETFs stecken, wenn du eine Absicherung gegen Krisen möchtest. Aber denke daran, nicht alles auf eine Karte zu setzen.
Schritt vier: Richte einen Sparplan ein. Du musst nicht mit einer großen Summe starten, sondern kannst monatlich einen festen Betrag investieren. Das senkt den Durchschnittskurs und reduziert das Timing-Risiko. Als Selbstständige:r solltest du den Betrag so wählen, dass du ihn auch in schlechten Monaten durchhalten kannst. Ein Sparplan von 50 bis rund 200 Euro pro Monat ist ein guter Anfang.
Schritt fünf: Überwache dein Investment regelmäßig, aber nicht zu oft. Einmal im Quartal reicht, um zu sehen, ob die Entwicklung noch zu deiner Strategie passt. Du solltest nicht bei jeder Schlagzeile reagieren, sondern langfristig denken. Wenn sich deine Lebensumstände ändern, zum Beispiel durch höheres Einkommen, kannst du den Sparplan anpassen. So baust du über die Jahre ein solides Polster auf.
Rohstoffe und Steuern: Was Selbstständige wissen müssen
Als Selbstständige:r hast du die Wahl, ob du Rohstoffe privat oder betrieblich hältst. Privat gelten die Gewinne aus Verkäufen als Kapitalerträge und unterliegen der Abgeltungsteuer von rund 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Es gibt aber einen Sparerpauschbetrag von rund 1.000 Euro pro Person, den du nutzen kannst. Das bedeutet, dass Gewinne bis zu dieser Grenze steuerfrei sind.
Wenn du Rohstoffe in deinem Betriebsvermögen hältst, werden Gewinne als Betriebseinnahmen versteuert. Das kann je nach deinem persönlichen Steuersatz höher oder niedriger sein als die Abgeltungsteuer. Außerdem kannst du Verluste aus Rohstoffgeschäften mit anderen Einkünften verrechnen, was ein Vorteil sein kann. Allerdings ist die Buchhaltung komplexer, und du solltest unbedingt eine:n Steuerberater:in hinzuziehen.
Ein wichtiger Punkt ist die Unterscheidung zwischen privater Vermögensverwaltung und gewerblichem Handel. Wenn du sehr häufig Rohstoffe kaufst und verkaufst, könnte das Finanzamt dies als gewerblichen Handel einstufen. Dann drohen Gewerbesteuer und eine aufwendige Buchführung. Für die meisten Selbstständigen ist es daher ratsam, Rohstoffe langfristig im Privatvermögen zu halten und nicht aktiv zu handeln.
Schließlich solltest du die Anlage in Rohstoffe nicht mit deiner Altersvorsorge verwechseln. Es gibt spezielle Vorsorgeprodukte wie die Basisrente, die steuerlich gefördert werden, aber Rohstoffe sind dort meist nicht enthalten. Wenn du also fürs Alter vorsorgen willst, sind ETFs auf Aktien oder Immobilienfonds oft besser geeignet. Rohstoffe können eine Ergänzung sein, aber nicht die Basis deiner Altersvorsorge.
Langfristige Perspektive: Rohstoffe als Teil deiner Vermögensstrategie
Rohstoffe sind keine Modeerscheinung, sondern ein fester Bestandteil der Weltwirtschaft. Solange Menschen Energie verbrauchen, Metalle verarbeiten und Nahrung produzieren, wird es eine Nachfrage nach Rohstoffen geben. Das macht sie zu einer langfristigen Anlageklasse, die du nicht unterschätzen solltest. Allerdings solltest du auch wissen, dass die Preise stark schwanken können, wie die Geschichte zeigt.
Ein Vorteil von Rohstoffen ist ihre Funktion als Inflationsschutz. In Zeiten hoher Inflation, wie sie Deutschland in den 2020er Jahren erlebt hat, haben Rohstoffe oft besser abgeschnitten als Aktien oder Anleihen. Das liegt daran, dass ihre Preise direkt mit den Produktionskosten verbunden sind. Wenn du also befürchtest, dass die Inflation wieder steigt, können Rohstoffe eine sinnvolle Absicherung sein.
Für Selbstständige ist es besonders wichtig, dass Rohstoffe nicht mit dem eigenen Geschäft korrelieren. Wenn du zum Beispiel eine Agentur betreibst, ist dein Erfolg nicht direkt von Ölpreisen abhängig. Das bedeutet, dass Rohstoffe eine gute Ergänzung zu deinem unternehmerischen Risiko sind. Sie gleichen Schwankungen aus und bieten dir eine zweite Einkommensquelle, die unabhängig von deiner Branche ist.
Denke daran, dass Rohstoffe nur ein Baustein in deinem Portfolio sein sollten. Eine ausgewogene Mischung aus Aktien, Anleihen, Immobilien und Rohstoffen ist der Schlüssel zum langfristigen Erfolg. Du musst nicht alles auf einmal verstehen, sondern kannst Schritt für Schritt lernen. Starte mit einem kleinen Betrag, beobachte die Entwicklung und erweitere dein Wissen. So baust du nachhaltig Vermögen auf, das dich als Selbstständige:n unabhängiger macht.
Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.
Häufige Fragen
Ja, sie sind eine gute Ergänzung, um dein Portfolio zu diversifizieren und dich gegen Inflation abzusichern. Du solltest aber nur einen kleinen Teil deines Vermögens in Rohstoffe stecken, etwa 5 bis 10 Prozent. Wichtig ist, dass du langfristig denkst und nicht auf schnelle Gewinne hoffst.
Du kannst schon mit rund 50 Euro pro Monat über einen Sparplan in Rohstoff-ETFs investieren. Viele Broker bieten kostenlose Sparpläne an, sodass du ohne große Anfangssumme starten kannst. Wichtig ist, dass du den Betrag langfristig durchhalten kannst, auch wenn dein Einkommen schwankt.
Ein ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der in einen Korb von Wertpapieren investiert und durch Sondervermögen geschützt ist. Ein ETC ist eine Schuldverschreibung, die die Wertentwicklung eines Rohstoffs abbildet, aber ein Emittentenrisiko birgt. Für Einsteiger sind ETFs oft sicherer, weil sie breiter streuen.
Nein, Rohstoffe sind keine schnelle Geldanlage. Die Preise schwanken stark, und es gibt keine laufenden Erträge wie Dividenden. Wenn du auf schnelle Gewinne hoffst, wirst du wahrscheinlich enttäuscht. Besser ist es, Rohstoffe als langfristige Absicherung zu sehen und nicht als Spekulationsobjekt.
Wenn du Rohstoffe privat hältst, unterliegen Gewinne der Abgeltungsteuer von rund 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag. Du hast aber einen Sparerpauschbetrag von rund 1.000 Euro pro Jahr. Wenn du sie betrieblich hältst, gelten andere Regeln, und du solltest eine:n Steuerberater:in fragen.
Das hängt von globalen Trends ab. Metalle wie Kupfer und Lithium könnten von der Elektromobilität profitieren, während Öl langfristig an Bedeutung verlieren könnte. Agrarrohstoffe sind von Wetter und Bevölkerungswachstum abhängig. Eine breite Streuung über einen Index ist daher oft die sicherste Wahl.
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