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Robotik-ETF-Vergleich: So findest du den passenden Fonds für Automatisierung und KI

Ein Robotik-ETF bündelt Aktien von Unternehmen aus Automatisierung, Robotik und künstlicher Intelligenz. Beim Vergleich entscheiden neben der Wert­entwicklung vor allem Kosten, Replikations­methode und Fondsgröße.

11 Kapitel · 11 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026

Das Wichtigste

  • Robotik-ETFs bilden Indizes ab, die Unternehmen aus den Bereichen Automatisierung, Robotik und KI enthalten.
  • Die Gesamtkostenquote (TER) liegt bei den verfügbaren Robotik-ETFs zwischen 0,35 und 0,80 Prozent pro Jahr.
  • Themen-ETFs wie Robotik-ETFs sind stärkeren Kursschwankungen ausgesetzt als breit gestreute Welt-ETFs.
  • Ein ETF-Sparplan auf einen Robotik-ETF ist bei vielen Brokern bereits ab einer monatlichen Rate von 1 Euro möglich.

01 · Grundlagen

Was ist ein Robotik-ETF?

Ein Robotik-ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Index aus Unternehmen der Robotik- und Automatisierungsbranche nachbildet. Er ermöglicht dir eine breite Streuung über diesen Sektor mit einem einzigen Wertpapier.

Robotik-ETFs bündeln Aktien von Unternehmen, die Automatisierungslösungen, Roboter oder die dafür nötige Software entwickeln. Die Auswahl der Titel folgt einem festen Index, nicht den Entscheidungen eines Fondsmanagers. Dadurch entsteht ein transparentes Regelwerk, das du vor dem Kauf einsehen kannst.

Die Branche ist eng gefasst und umfasst deutlich weniger Unternehmen als ein globaler Aktienindex. Derzeit sind vier Indizes über fünf ETFs investierbar. Diese geringe Auswahl zeigt, dass es sich um eine Themennische handelt, nicht um ein Basisinvestment.

Kurz erklärt

Robotik-ETF

Ein börsengehandelter Indexfonds, der in Aktien von Unternehmen investiert, die in den Bereichen Automatisierung, Robotik und industrielle Innovation tätig sind.

Die Auswahl der Aktien folgt einem festen Index, nicht den Entscheidungen eines Fondsmanagers.

02 · Was gilt

Welche Indizes bilden Robotik-ETFs ab?

Für ein Investment in Robotik stehen derzeit vier verschiedene Indizes zur Auswahl, die über fünf ETFs investierbar sind. Die Indizes unterscheiden sich in der Auswahl und Gewichtung der Unternehmen.

Die verfügbaren Indizes setzen unterschiedliche Schwerpunkte bei der Auswahl und Gewichtung der Unternehmen. Einige Indizes konzentrieren sich auf klassische Industrieautomation, andere nehmen verstärkt Anbieter von künstlicher Intelligenz oder Logistikautomation auf. Die genaue Methodik entscheidet darüber, welche Aktien im ETF landen und wie stark einzelne Titel gewichtet werden.

Für deinen Robotik-ETF-Vergleich lohnt sich ein Blick in das Indexkonzept. Enthalten sind typischerweise Hersteller von Robotern und Roboterteilen, Anbieter von Automatisierungssoftware und Unternehmen aus der Logistikautomation. Nicht enthalten sind dagegen klassische Automobilhersteller ohne Robotik-Fokus, Unternehmen aus der Öl- und Gasförderung sowie Anleihen, Rohstoffe oder Immobilienaktien.

Enthalten

·Unternehmen aus industrieller Automatisierung
·Hersteller von Robotern und Roboterteilen
·Anbieter von Software für Automatisierung
·Unternehmen mit Fokus auf künstliche Intelligenz
·Firmen aus dem Bereich Logistikautomation

Nicht enthalten

·Klassische Automobilhersteller ohne Robotik-Fokus
·Unternehmen aus der Öl- und Gasförderung
·Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen
·Rohstoffe wie Gold oder Silber
·Immobilienaktien

03 · Vergleich

Die größten Robotik-ETFs im Vergleich

Die Fondsgröße ist ein wichtiger Hinweis auf die Etablierung eines ETFs. Ein höheres Fondsvolumen reduziert das Risiko einer Fondsschließung und verbessert oft die Handelbarkeit.

Die Fondsgröße ist ein zentrales Kriterium im Robotik-ETF-Vergleich. Ein hohes Fondsvolumen reduziert das Risiko, dass der Anbieter den ETF wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit schließt. Gleichzeitig verbessert ein großes Volumen oft die Handelbarkeit an der Börse.

Der größte Robotik-ETF verwaltet 4.801 Millionen Euro, der zweitgrößte kommt auf 1.541 Millionen Euro. Beide haben ihr Fondsdomizil in Irland und thesaurieren ihre Erträge. Der größere ETF kostet 0,40 Prozent pro Jahr, der kleinere 0,80 Prozent.

  • Der iShares Automation & Robotics UCITS ETF setzt auf optimiertes Sampling.
  • Der L&G ROBO Global Robotics and Automation UCITS ETF bildet den Index vollständig nach.
Vergleich der zwei größten Robotik-ETFs nach Fondsvolumen
iShares Automation & Robotics UCITS ETFL&G ROBO Global Robotics and Automation UCITS ETF
Fondsgröße4.801 Mio. EUR1.541 Mio. EUR
Gesamtkostenquote (TER)0,40 % p.a.0,80 % p.a.
ErtragsverwendungThesaurierendThesaurierend
FondsdomizilIrlandIrland
Replikations­methodeOptimiertes SamplingVollständige Replikation

04 · Kosten

Was kostet ein Robotik-ETF?

Die jährlichen Kosten eines ETFs werden über die Gesamtkostenquote (TER) abgebildet. Bei Robotik-ETFs liegt diese Spanne aktuell zwischen 0,35 und 0,80 Prozent pro Jahr.

Die Gesamtkostenquote (TER) wird jährlich direkt aus dem Fondsvermögen entnommen und mindert deine Rendite. Bei Robotik-ETFs liegt die Spanne zwischen 0,35 und 0,80 Prozent pro Jahr. Damit sind diese Themen-ETFs teurer als viele breit gestreute Welt-ETFs, aber günstiger als aktiv gemanagte Fonds.

Der günstigste ETF im Vergleich kostet 0,35 Prozent pro Jahr, der teuerste 0,80 Prozent. Auf eine Anlagesumme von 10.000 Euro macht das eine Differenz von 45 Euro pro Jahr aus. Niedrigere Kosten sind ein Vorteil, ersetzen aber nicht den Blick auf die Wertentwicklung und die Indexmethodik.

Gesamtkostenquote (TER) von Robotik-ETFs

Xtrackers MSCI Global SDG 9 Industry, Innovation & Infrastructure0,35 % p.a.
iShares Automation & Robotics UCITS ETF0,40 % p.a.
KraneShares Global Humanoid and Embodied Intelligence UCITS ETF0,69 % p.a.
L&G ROBO Global Robotics and Automation UCITS ETF0,80 % p.a.

05 · Vergleich

Wert­entwicklung von Robotik-ETFs

Die Wertentwicklung von Robotik-ETFs kann über verschiedene Zeiträume stark schwanken. Die historische Performance bietet keine Garantie für die Zukunft, hilft aber bei der Einordnung der Volatilität.

Die Wertentwicklung der Robotik-ETFs fällt je nach Index und Zeitraum sehr unterschiedlich aus. Im laufenden Jahr 2026 liegt der stärkste ETF bei 53,31 Prozent, der schwächste bei 6,82 Prozent. Diese Spanne zeigt, wie stark die Indexauswahl das Ergebnis beeinflusst.

Über drei Jahre betrachtet erreicht der führende ETF 85,46 Prozent, während andere Produkte deutlich darunter bleiben. Die Angaben verstehen sich inklusive Ausschüttungen und in Euro. Die historische Kursentwicklung bietet keine Garantie für die Zukunft, hilft aber bei der Einordnung der Volatilität.

Wertentwicklung ausgewählter Robotik-ETFs im Kalenderjahr 2026
iShares Automation & Robotics UCITS ETFL&G ROBO Global Robotics and Automation UCITS ETF
Laufendes Jahr 202653,31 %20,94 %
1 Jahr42,89 %27,44 %
3 Jahre85,46 %50,89 %

06 · Im Vertrag

Replikations­methode: Physisch oder synthetisch?

Die meisten Robotik-ETFs bilden ihren Index physisch ab, indem sie die Aktien tatsächlich kaufen. Innerhalb der physischen Replikation gibt es Unterschiede zwischen vollständiger Replikation und optimiertem Sampling.

Synthetische Replikation über Swaps spielt bei Robotik-ETFs derzeit keine Rolle.

Bei der vollständigen Replikation kauft der ETF alle im Index enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung. Beim optimierten Sampling erwirbt er nur eine repräsentative Auswahl, was die Kosten senken kann, aber zu einer minimalen Abweichung vom Index führt. Für dich als Anlegerin ist der Unterschied in der Praxis meist gering.

Replikationsmethoden im Überblick

Vollständige ReplikationPhysischDer ETF kauft alle im Index enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung. Das ist bei Robotik-Indizes mit einer überschaubaren Anzahl an Titeln gut möglich.
Optimiertes SamplingPhysischDer ETF kauft nur eine repräsentative Auswahl an Aktien, um den Index nachzubilden. Das kann die Kosten senken, führt aber zu einer minimalen Abweichung vom Index.
Synthetische ReplikationSwap-basiertDer ETF hält ein anderes Wertpapierportfolio und tauscht dessen Rendite über einen Swap gegen die Indexrendite. Bei Robotik-ETFs ist diese Methode derzeit nicht verbreitet.

07 · Was gilt

Thesaurierung oder Ausschüttung?

Robotik-ETFs gibt es sowohl in thesaurierender als auch in ausschüttender Variante. Die Wahl beeinflusst, wie du Erträge nutzt und wie sich dein Vermögen entwickelt.

Bei thesaurierenden ETFs werden Dividenden und Erträge automatisch wieder angelegt, wodurch der Anteilswert stärker steigt. Du profitierst vom Zinseszinseffekt ohne eigenes Zutun.

Ausschüttende ETFs überweisen die Erträge regelmäßig auf dein Konto, meist vierteljährlich. Du entscheidest dann selbst, ob du das Geld wieder anlegst oder anderweitig verwendest. Steuerlich relevant ist bei thesaurierenden ETFs die Vorabpauschale, bei Ausschüttungen sind die Zahlungen als Kapitalerträge zu versteuern.

Thesaurierend

·Dividenden und Erträge werden automatisch wieder angelegt
·Der Anteilswert steigt stärker als bei einer Ausschüttung
·Du profitierst vom Zinseszinseffekt ohne eigenes Zutun
·Steuerlich relevant ist die Vorabpauschale

Ausschüttend

·Dividenden und Erträge werden auf dein Konto überwiesen
·Du erhältst regelmäßige Zahlungen, meist vierteljährlich
·Du entscheidest selbst, ob du die Erträge wieder anlegst
·Die Ausschüttungen sind als Kapitalerträge zu versteuern

08 · Schritt für Schritt

ETF-Sparplan auf einen Robotik-ETF

Mit einem ETF-Sparplan investierst du regelmäßig einen festen Betrag in einen Robotik-ETF. Das reduziert das Risiko, zu einem ungünstigen Zeitpunkt eine große Summe anzulegen.

Die monatliche Sparrate kann bei vielen Brokern bereits bei 1 Euro beginnen, bei anderen Anbietern liegt die Mindestrate bei 10, 25 oder 50 Euro.

Nicht jeder Robotik-ETF ist bei jedem Broker als Sparplan verfügbar. Ob ein Sparplan angeboten wird, bestimmt die jeweilige Bank und nicht der Produkt-Anbieter. Prüfe vor der Einrichtung, ob dein gewünschter ETF im Sparplan-Angebot deines Brokers enthalten ist.

  • Du benötigst ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker.
  • Du wählst im Robotik-ETF-Vergleich den passenden ETF nach Fondsgröße, TER und Replikationsmethode aus.
  • Du legst die Sparrate und den Ausführungstermin fest, zum Beispiel den 1. oder 15. eines Monats.
01

Depot eröffnen

Du benötigst ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Viele Anbieter ermöglichen die Eröffnung online in wenigen Minuten.

02

Robotik-ETF auswählen

Prüfe im Robotik-ETF-Vergleich die Fondsgröße, die TER und die Replikationsmethode. Nicht jeder Robotik-ETF ist bei jedem Broker als Sparplan verfügbar.

03

Sparrate festlegen

Die monatliche Sparrate kann bei vielen Brokern bereits bei 1 Euro beginnen. Bei anderen Anbietern liegt die Mindestrate bei 10, 25 oder 50 Euro.

04

Sparplan einrichten

Du legst den Ausführungstermin fest, zum Beispiel den 1. oder 15. eines Monats. Der Kauf erfolgt dann automatisch zum jeweiligen Kurs.

09 · Im Vertrag

Steuern auf Robotik-ETFs

Erträge aus Robotik-ETFs unterliegen der Abgeltungsteuer. Für Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung, die deine Steuerlast reduziert.

Für Aktienfonds gilt eine Teilfreistellung von 30 Prozent, das bedeutet, dass nur 70 Prozent der Erträge versteuert werden müssen. Diese Regelung senkt deine Steuerlast spürbar.

Kapitalerträge bis 1000 Euro pro Person und Jahr bleiben durch den Sparer-Pauschbetrag steuerfrei. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren sind es 2000 Euro pro Jahr. Oberhalb dieses Freibetrags fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer an, auf die zusätzlich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag erhoben werden.

10 · Fehler vermeiden

Risiken von Robotik-ETFs

Robotik-ETFs sind Themen-ETFs mit einer engen Branchenausrichtung. Das birgt spezifische Risiken, die du vor einem Investment kennen solltest.

Die Indizes sind oft hoch konzentriert auf wenige Technologie- und Industrieaktien. In Marktkorrekturen stürzen diese ETFs meist deutlich tiefer als der Gesamtmarkt.

Der Erfolg der Branche hängt von der erfolgreichen Umsetzung neuer Technologien ab. Da viele Unternehmen ihren Sitz außerhalb des Euroraums haben, können Währungsschwankungen die Rendite zusätzlich beeinflussen. Sehr kleine ETFs mit geringem Fondsvolumen können vom Anbieter geschlossen werden.

  • Hohe Volatilität: Robotik-Aktien können in Marktkorrekturen überproportional fallen.
  • Klumpenrisiko: Wenige Titel bestimmen einen großen Teil der Wertentwicklung.
  • Technologisches Risiko: Der Branchenerfolg hängt von Innovationen ab, die sich verzögern oder scheitern können.

Typische Risiken beim Investment in Robotik-ETFs

·Hohe Volatilität: Robotik-Aktien können in Marktkorrekturen deutlich stärker fallen als der Gesamtmarkt.
·Klumpenrisiko: Die Indizes sind oft hoch konzentriert auf wenige Technologie- und Industrieaktien.
·Technologisches Risiko: Der Erfolg der Branche hängt von der erfolgreichen Umsetzung neuer Technologien ab.
·Wechselkursrisiko: Da viele Unternehmen ihren Sitz außerhalb des Euroraums haben, können Währungsschwankungen die Rendite beeinflussen.
·Schließungsrisiko: Sehr kleine ETFs mit geringem Fondsvolumen können vom Anbieter geschlossen werden.

11 · Checkliste

Für wen eignet sich ein Robotik-ETF?

Ein Robotik-ETF eignet sich vor allem als Beimischung für erfahrene Anleger. Als Kerninvestment für den langfristigen Vermögensaufbau ist ein breit gestreuter Welt-ETF besser geeignet.

Die enge Branchenausrichtung macht Robotik-ETFs zu einer Satelliten-Wette auf den Megatrend der Automatisierung.

Eine sinnvolle Größenordnung ist eine Beimischung von maximal 5 Prozent deines Portfolios. Du solltest bereit sein, starke Kursschwankungen auszuhalten und einen Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren mitbringen. Vor dem Kauf gehört der Blick in die Indexmethodik und der Vergleich der Gesamtkostenquote zu deiner Vorbereitung.

  • Du hast bereits ein breit gestreutes Basisinvestment im Depot.
  • Du verstehst die Indexmethodik des gewählten ETFs.
  • Du hast die Gesamtkostenquote mit anderen Robotik-ETFs verglichen.
  • Du planst die Beimischung als kleinen Satelliten, nicht als Kerninvestment.

Checkliste vor dem Kauf eines Robotik-ETFs

01

Du hast bereits ein breit gestreutes Basisinvestment im Depot.

02

Du bist bereit, starke Kursschwankungen auszuhalten.

03

Du verstehst die Indexmethodik des gewählten ETFs.

04

Du hast die Gesamtkostenquote (TER) mit anderen Robotik-ETFs verglichen.

05

Du planst eine Beimischung von maximal 5 Prozent deines Portfolios ein.

06

Du hast einen Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 07.10.2026