Ratgeber · Investieren
Rohstoffe 2026: So stellst du dein Depot für das kommende Jahr auf
Für 2026 erwarten Fachleute bei zyklischen Rohstoffen wie Öl und Industriemetallen eine Erholung, während Gold nach dem starken Anstieg eine Verschnaufpause einlegen könnte. Deine Anlagestrategie sollte diese unterschiedlichen Aussichten berücksichtigen.
10 Kapitel · 14 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Zyklische Rohstoffe wie Öl und Kupfer könnten 2026 von der wachsenden Weltwirtschaft und Infrastrukturprogrammen profitieren.
- Der Goldpreis gilt nach dem starken Anstieg als hoch bewertet, ein Rückgang auf etwa 3.600 US-Dollar pro Feinunze wird für möglich gehalten.
- Silber könnte dem Goldpreis mit einem Minus von rund zehn Prozent folgen, obwohl die industrielle Nachfrage hoch bleibt.
- Krypto-Assets wird für 2026 ein starkes Umfeld zugeschrieben, sie könnten eine Alternative zu Edelmetallen sein.
01 · Hintergrund
Was bedeutet der Rohstoffausblick 2026 für Anleger?
Der Blick auf das Jahr 2026 zeigt eine gespaltene Entwicklung: Konjunktursensible Rohstoffe erhalten Rückenwind, während die Luft bei Edelmetallen dünner wird. Entscheidend ist, die Treiber hinter den einzelnen Rohstoffklassen zu kennen.
Die Weltwirtschaft wächst 2026 moderat, in den USA wird ein Plus von 2,1 Prozent erwartet. Europa findet durch beschlossene Infrastrukturpakete allmählich aus der Krise, was die Nachfrage nach Industriemetallen und Energie stützt. Die verbesserte wirtschaftliche Dynamik sollte spätestens zur Jahresmitte 2026 auf die gesamte Anlageklasse der Rohstoffe durchschlagen.
Vor allem zyklische Rohstoffe wie Öl und Industriemetalle gelten als Profiteure dieser Entwicklung. Gleichzeitig ist die geopolitische Lage ein wichtiger Faktor: Der Aufbau paralleler Lieferketten und strategischer Reserven bindet mittelfristig mehr Material und stützt die Nachfrage. Für dein Depot bedeutet das, die unterschiedlichen Treiber je Rohstoffklasse getrennt zu bewerten statt auf einen einheitlichen Rohstofftrend zu setzen.
Die größte Verschiebung gegenüber dem Vorjahr liegt bei den Edelmetallen. Während Gold 2025 von rund 2.700 auf gut 4.000 US-Dollar pro Feinunze stieg, gilt die Bewertung inzwischen als überhitzt. Für 2026 wird bei Gold ein Preisrückgang auf etwa 3.600 US-Dollar pro Feinunze erwartet. Das ist gemessen an historischen Maßstäben immer noch teuer, verändert aber die Risikokalkulation für Neueinsteiger.
Die Weltwirtschaft wächst 2026 moderat, in den USA wird ein Plus von 2,1 Prozent erwartet. Europa findet durch beschlossene Infrastrukturpakete allmählich aus der Krise, was die Nachfrage nach Industriemetallen und Energie stützt.
Die verbesserte wirtschaftliche Dynamik sollte spätestens zur Jahresmitte 2026 auf die gesamte Anlageklasse der Rohstoffe durchschlagen. Vor allem zyklische Rohstoffe wie Öl und Industriemetalle gelten als Profiteure dieser Entwicklung.
Gleichzeitig ist die geopolitische Lage ein wichtiger Faktor. Der Aufbau paralleler Lieferketten und strategischer Reserven bindet mittelfristig mehr Material und stützt die Nachfrage nach vielen Metallen.
02 · Schritt für Schritt
Ölpreis 2026: Wohin steuert der Markt?
Der Ölmarkt startet schwach ins Jahr 2026, weil Produktionsüberschüsse und hohe Lagerbestände den Preis belasten. Im zweiten Halbjahr könnten eine bessere Nachfrage und strategische Käufe für eine Erholung sorgen.
Der Ölmarkt startet mit einer Überversorgung ins Jahr 2026. Die Produktionsüberschüsse der Vormonate wirken nach, und saisonal bedingt schwächelt die Nachfrage. Daher sind Preise von viel mehr als 60 US-Dollar pro Fass der Sorte Brent bis zum Frühsommer kaum zu erwarten.
Zur Jahresmitte dreht sich das Bild. Die Infrastrukturpakete in Europa greifen allmählich, parallel steigt der Bedarf an Ölprodukten durch die beginnende Urlaubszeit. Das globale Ölangebot wächst 2026 mit plus 1,5 Millionen Barrel pro Tag zudem langsamer als im Vorjahr, als die Produktion noch um 2,5 Millionen Barrel pro Tag zulegte.
Im zweiten Halbjahr kommt ein strategischer Faktor hinzu: China hat angekündigt, seine strategischen Ölreserven weiter zu erhöhen, und auch die USA könnten ihre Reserven ausweiten. Aktuell importiert China rund elf Millionen Barrel Öl pro Tag, Tendenz steigend. Ein Preis von 70 US-Dollar pro Fass der Sorte Brent zum Jahresende 2026 erscheint vor diesem Hintergrund realistisch.
Erstes Halbjahr 2026: Überversorgung dominiert
Der Markt ist mit Öl überversorgt, die Produktionsüberschüsse der Vormonate wirken nach. Saisonal bedingt schwächelt die Nachfrage, daher sind Preise von viel mehr als 60 US-Dollar pro Fass der Sorte Brent bis zum Frühsommer kaum zu erwarten.
Jahresmitte: Zyklische Nachfrage zieht an
Die Infrastrukturpakete in Europa greifen allmählich, parallel steigt der Bedarf an Ölprodukten durch die beginnende Urlaubszeit. Das globale Ölangebot wächst 2026 mit plus 1,5 Millionen Barrel pro Tag zudem langsamer als im Vorjahr.
Zweites Halbjahr: Strategische Reserven stützen
China hat angekündigt, seine strategischen Ölreserven weiter zu erhöhen, auch die USA könnten ihre Reserven ausweiten. Der damit verbundene Nachfrageschub könnte beträchtlich sein, da China täglich rund elf Millionen Barrel Öl importiert.
Jahresende: Preis um 70 US-Dollar möglich
Vor diesem Hintergrund sollte der Preis für Rohöl ab Sommer sukzessive ansteigen. Ein Preis von 70 US-Dollar pro Fass der Sorte Brent zum Jahresende 2026 gilt als realistisch.
03 · Vergleich
Industriemetalle 2026: Kupfer bleibt der Favorit
Die Energiewende, der Ausbau von Datenzentren und höhere Rüstungsausgaben treiben die Nachfrage nach Industriemetallen. Das Angebot ist bei einigen Metallen begrenzt, was moderate Preissteigerungen erwarten lässt.
Die Energiewende bleibt der wichtigste Megatrend auf der Nachfrageseite für Industriemetalle. Zusätzliche Impulse kommen vom Ausbau der Datenzentren und von höheren Rüstungsausgaben in Europa. Gleichzeitig bindet der Aufbau paralleler Lieferketten und strategischer Reserven mittelfristig mehr Material.
Kupfer ist der Favorit unter den Industriemetallen. Produktionsausfälle in Indonesien und Chile führen dazu, dass die Nachfrage das Angebot im Jahr 2026 weiterhin übersteigen wird. Kupfer kommt in zahlreichen Produkten zum Einsatz und ist für das Gelingen der Energiewende unabdingbar.
Aluminium birgt Überraschungspotenzial, weil die Kapazitäten im Hauptproduktionsland China gesetzlich gedeckelt sind. Allerdings sind die wichtigsten Vorprodukte Bauxit und Aluminiumoxid in ausreichendem Maße vorhanden, sodass es wenig Unterstützung von der Kostenseite gibt. Unter dem Strich sind bei Industriemetallen moderate Preissteigerungen zu erwarten.
| Kupfer | Aluminium | |
|---|---|---|
| Nachfragetreiber | Energiewende, zahlreiche Produkte, unabdingbar für Elektrifizierung | Wirtschaftsaufschwung, aber gedeckelte Kapazitäten in China |
| Angebotslage | Produktionsausfälle in Indonesien und Chile, Nachfrage übersteigt Angebot | Vorprodukte Bauxit und Aluminiumoxid ausreichend vorhanden, wenig Kostendruck |
| Preisausblick | Moderate Preissteigerung erwartet, Favorit unter den Industriemetallen | Überraschungspotenzial, aber wenig Unterstützung von der Kostenseite |
04 · Kosten
Gold 2026: Ist der Höhenflug vorbei?
Nach einem Anstieg von rund 2.700 auf gut 4.000 US-Dollar pro Feinunze im Jahr 2025 gilt Gold als hoch bewertet. Für 2026 wird ein Preisrückgang erwartet, auch wenn das Edelmetall gemessen an historischen Maßstäben teuer bleibt.
Die Bewertung von Gold bewegt sich laut Einschätzung von Thomas Benedix, Senior Investmentstratege bei Union Investment, jenseits von Gut und Böse. Nach dem Anstieg von rund 2.700 auf gut 4.000 US-Dollar pro Feinunze im Jahr 2025 dürfte die Nachfrage angesichts des hohen Preisniveaus abebben.
Selbst die Zentralbanken, die 2025 als strategische Käufer den Preis in die Höhe getrieben haben, setzen ihre Käufe bei den aktuellen Preisen nicht mehr unvermindert fort. Gleichzeitig ist zu erwarten, dass das Angebot eher zunimmt, weil sich manche Besitzer bei diesem Preisniveau von ihren Goldbeständen trennen dürften.
Für das Jahresende 2026 wird ein Goldpreis von etwa 3.600 US-Dollar pro Feinunze erwartet. Das entspricht einem Rückgang von rund zehn Prozent gegenüber dem Hoch, lässt Gold aber gemessen an herkömmlichen Bewertungsmaßstäben immer noch teuer erscheinen. Für dich bedeutet das: Ein Einstieg auf dem aktuellen Niveau trägt ein erhöhtes Rückschlagsrisiko.
Erwartete Preisentwicklung bei Edelmetallen für 2026
05 · Was gilt
Silber, Platin und Palladium: Was gilt für 2026?
Silber profitiert von der industriellen Nachfrage, etwa aus der Photovoltaik, dürfte dem Goldpreis aber folgen. Bei Platin und Palladium überwiegen die Risiken sinkender Preise.
Silber profitierte 2025 vom enormen Investoreninteresse am großen Bruder Gold und erzielte Ende November bei über 56 US-Dollar ein neues Allzeithoch pro Unze. Noch stützt die industrielle Nachfrage aus der Photovoltaik den Preis. Doch genau das dürfte 2026 zum Belastungsfaktor werden.
Der hohe Silberpreis sorgt für Substitutionseffekte, weil der Kostenanteil des Metalls an Photovoltaikmodulen inzwischen auf fast 20 Prozent angestiegen ist. Bei Silber ist wie bei Gold ein Preisrückgang um rund zehn Prozent zu erwarten.
Bei Platin und Palladium haben sich die Aussichten durch das verhaltene Wachstum der E-Mobilität etwas verbessert, weil nun doch wieder mehr Verbrennungsmotoren benötigt werden dürften. Das ruft allerdings auch die Produzenten auf den Plan, die ihre Fördermenge hochfahren. Unter dem Strich ist das Risiko sinkender Preise größer als die Hoffnung auf einen Anstieg.
Eher fallend
Eher stabil oder steigend
06 · Hintergrund
Krypto-Assets 2026: Eine Alternative zu Edelmetallen?
Während bei Gold und Silber Vorsicht geboten ist, wird Kryptowerten für 2026 ein starkes Umfeld zugeschrieben. Sie könnten für Anleger eine Alternative sein, die von der Edelmetallschwäche profitieren wollen.
Krypto-Assets profitieren von einem starken Umfeld, nachdem sie Mitte November 2025 nach einem vorherigen Höhenflug kurzzeitig unter Druck geraten waren. Für 2026 wird ihnen eine bessere Perspektive als den Edelmetallen zugeschrieben.
Neue Investorengruppen steigen in den Markt ein. Kryptowährungsunternehmen haben ihr Engagement in Sachwerte erhöht, was die wachsende Bedeutung dieser Anlageklasse unterstreicht. Für Anleger, die eine Beimischung zu Rohstoffen suchen, könnten Krypto-Assets eine Ergänzung sein, allerdings mit eigenem Risikoprofil und hoher Volatilität.
Womöglich besser aufgehoben als bei den Edelmetallen sind Investoren im kommenden Jahr bei Kryptowerten. Diese Einschätzung teilen mehrere Marktbeobachter, die auf das starke Umfeld für digitale Assets verweisen. Eine Garantie für steigende Kurse ist das nicht, aber die relative Attraktivität gegenüber Gold und Silber hat zugenommen.
Krypto-Assets profitieren von einem starken Umfeld, nachdem sie Mitte November 2025 nach einem vorherigen Höhenflug kurzzeitig unter Druck geraten waren. Für 2026 wird ihnen eine bessere Perspektive als den Edelmetallen zugeschrieben.
Neue Investorengruppen steigen in den Markt ein. Kryptowährungsunternehmen haben ihr Engagement in Sachwerte erhöht, was die wachsende Bedeutung dieser Anlageklasse unterstreicht.
Für Anleger, die eine Beimischung zu Rohstoffen suchen, könnten Krypto-Assets eine Ergänzung sein, allerdings mit eigenem Risikoprofil und hoher Volatilität.
07 · Checkliste
Rohstoffaktien 2026: Lohnt sich der Einstieg bei Minenunternehmen?
Minenunternehmen sind trotz starker Performance im Jahr 2025 weiterhin unterbewertet und werden mit relativ niedrigen Multiplikatoren gehandelt. Die strukturelle Knappheit bei wichtigen Metallen stützt die Aussichten.
Goldminenaktien stiegen 2025 um 163 Prozent und starten dennoch mit gestärkten Bilanzen und disziplinierter Kapitalallokation ins neue Jahr. Die Produzenten verfügen über eine gesunde freie Cashflow-Generierung und zunehmend aktionärsfreundliche Strategien.
Die Nachfrage nach Gold bleibt breit gefächert. Zentralbanken akkumulieren weiterhin Gold als Reservewährung, und der Anteil von Gold an den weltweiten Devisenreserven ist in den letzten fünf Jahren um 15 Prozent gestiegen. Große Zentralbanken wie China und Indien müssten deutlich mehr Gold kaufen, um den durchschnittlichen Goldbestand von 34 Prozent in den Industrieländern zu erreichen.
Bergbauunternehmen profitieren von der industriellen Renaissance und der strategischen Bedeutung kritischer Mineralien. Regierungen betrachten Metalle als strategische Inputs für Energiesicherheit, Verteidigung, Elektrifizierung und industrielle Wettbewerbsfähigkeit. Minenunternehmen sind trotz starker Performance weiterhin unterbewertet und werden mit relativ niedrigen Multiplikatoren gehandelt.
Argumente für Rohstoffaktien im Jahr 2026
Goldminenaktien stiegen 2025 um 163 Prozent, starten aber mit gestärkten Bilanzen und disziplinierter Kapitalallokation ins neue Jahr
Die Nachfrage nach Gold bleibt breit gefächert, Zentralbanken akkumulieren weiterhin Gold als Reservewährung
Der Anteil von Gold an den weltweiten Devisenreserven ist in den letzten fünf Jahren um 15 Prozent gestiegen
Bergbauunternehmen profitieren von der industriellen Renaissance und der strategischen Bedeutung kritischer Mineralien
Regierungen betrachten Metalle als strategische Inputs für Energiesicherheit, Verteidigung und Elektrifizierung
08 · Fehler vermeiden
Welche Fehler solltest du bei Rohstoffinvestments 2026 vermeiden?
Die unterschiedlichen Aussichten je nach Rohstoffklasse verleiten zu voreiligen Entscheidungen. Wer die Treiber nicht kennt, läuft Gefahr, auf dem falschen Niveau einzusteigen oder die Risiken zu unterschätzen.
Ein typischer Fehler ist, blind auf eine Fortsetzung des Goldanstiegs zu setzen, obwohl die Bewertung als jenseits von Gut und Böse gilt.
Ein weiterer Fehler ist, die Überversorgung am Ölmarkt im ersten Halbjahr 2026 zu ignorieren und zu früh auf steigende Preise zu setzen. Wer erst im zweiten Halbjahr einsteigt, kann von der erwarteten Erholung profitieren, ohne die schwache Phase aussitzen zu müssen.
Bei Silber unterschätzen viele Anleger die Substitutionseffekte, die durch den hohen Kostenanteil an Photovoltaikmodulen ausgelöst werden. Die gedeckelten Kapazitäten bei Aluminium in China begrenzen zwar das Angebot, bieten aber wegen ausreichender Vorprodukte wenig Unterstützung von der Kostenseite. Auch die strategische Nachfrage nach Industriemetallen durch Reserven und parallele Lieferketten wird häufig außer Acht gelassen.
Typische Fehler im Umgang mit dem Rohstoffausblick 2026
09 · Im Vertrag
Rohstoffe 2026: Welche Rolle spielen Zentralbanken und Geopolitik?
Zentralbanken und geopolitische Strategien beeinflussen die Rohstoffmärkte 2026 stärker als in früheren Jahren. Ihre Käufe und Reservenpolitik können Preise stützen oder belasten.
Zentralbanken haben 2025 als strategische Käufer den Goldpreis in die Höhe getrieben. Bei den aktuellen Preisen setzen sie ihre Käufe jedoch nicht mehr unvermindert fort, was den Druck auf den Goldpreis erhöht. Polen, Brasilien, Kasachstan und die Türkei zählten 2025 zu den größten Käufern.
China will seine strategischen Ölreserven erhöhen, auch die USA könnten ihre Reserven ausweiten. Das könnte die Nachfrage im zweiten Halbjahr 2026 stützen und den Ölpreis nach oben treiben. Aktuell bewegen sich die chinesischen Reserven in etwa bei der Menge an Rohöl, die ein Land binnen 90 Tagen importiert.
Der Aufbau paralleler Lieferketten und höhere Lagerbestände binden mittelfristig mehr Material und stützen die Nachfrage nach Industriemetallen. Regierungen betrachten Metalle nicht mehr nur als Rohstoffe, sondern als strategische Inputs für Energiesicherheit, Verteidigung und industrielle Wettbewerbsfähigkeit.
Zentrale Einflussfaktoren auf Rohstoffe im Jahr 2026
10 · Vergleich
Wie kannst du Rohstoffe 2026 in dein Depot einbauen?
Die Auswahl des richtigen Instruments hängt von deiner Risikobereitschaft und deinem Anlagehorizont ab. Aktien von Minenunternehmen, physische Rohstoffe oder Krypto-Assets bilden die Entwicklung unterschiedlich ab.
Minenaktien bieten einen Hebel auf Rohstoffpreise, ohne dass du physische Ware lagern musst. Goldminenaktien stiegen 2025 um 163 Prozent und starten mit soliden Bilanzen ins neue Jahr. Das Unternehmensrisiko bleibt bestehen, wird aber durch disziplinierte Kapitalallokation abgemildert.
Physische Rohstoffe bilden die Preisentwicklung direkt ab, ohne Unternehmensrisiko. Bei Gold ist die hohe Bewertung ein Risiko, bei Öl die Überversorgung im ersten Halbjahr. Zyklische Rohstoffe wie Öl und Kupfer versprechen moderate Preissteigerungen, während Gold mit einem Rückschlag rechnen muss.
Für 2026 erscheint eine selektive Ausrichtung sinnvoll: Industriemetalle und Öl profitieren von der wirtschaftlichen Erholung, während Edelmetalle eine Verschnaufpause einlegen könnten. Krypto-Assets bieten eine zusätzliche Option, tragen aber ein eigenes Risikoprofil mit hoher Volatilität. Deine Allokation sollte diese unterschiedlichen Aussichten berücksichtigen statt auf einen einheitlichen Rohstofftrend zu setzen.
| Minenaktien | Physische Rohstoffe | |
|---|---|---|
| Renditechance | Hebel auf Rohstoffpreise, Goldminenaktien stiegen 2025 um 163 Prozent | Zyklische Rohstoffe wie Öl und Industriemetalle profitieren von wachsender Weltwirtschaft und Infrastrukturprogrammen |
| Risiko | Unternehmensrisiko, aber solide Bilanzen und disziplinierte Kapitalallokation | Preisrisiko, bei Gold hohe Bewertung, bei Öl Überversorgung im ersten Halbjahr |
| Eignung für 2026 | Unterbewertet und unterrepräsentiert, profitieren von struktureller Knappheit | Zyklische Rohstoffe wie Öl und Kupfer mit moderaten Preissteigerungen, Gold mit Rückschlagrisiko |
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