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REIT Testsieger: So findest du den passenden Immobilienfonds

Du willst in Immobilien investieren, aber keine Wohnung kaufen? REITs machen es möglich. Wir zeigen dir, wie du einen Testsieger für dich findest und typische Fallstricke vermeidest.

REITsImmobilienfondsGeldanlage
Brauche ich das?
Nur bei Interesse
REITs sind eine Option für passives Einkommen.
Was kostet das?
Kaufgebühren
Zusätzlich laufende Kosten fallen an.
Wie viel Risiko?
Moderates Risiko
Kurse schwanken wie bei Aktien.
Wie starte ich?
Depot eröffnen
Dann sparplanfähige REITs vergleichen.

Warum REITs auch für dich relevant sind

Vielleicht denkst du, Immobilieninvestments sind nur etwas für Wohlhabende. Das Gegenteil ist der Fall. Mit REITs beteiligst du dich bereits mit kleinen Beträgen an großen Gewerbeimmobilien. Das können Einkaufszentren, Bürotürme oder Logistikparks sein. Du musst also nicht Hunderttausende Euro ansparen, um vom Immobilienmarkt zu profitieren.

Ein weiterer Punkt ist die einfache Handelbarkeit. Während du eine echte Wohnung nur schwer und mit hohen Nebenkosten verkaufst, handelst du REITs wie Aktien an der Börse. Das bedeutet, du kannst jeden Börsentag kaufen oder verkaufen. Diese Flexibilität schätzen viele Anlegerinnen und Anleger, die nicht langfristig an ein einzelnes Objekt gebunden sein möchten.

Zudem bieten REITs eine interessante Einkommensquelle. Die meisten Gesellschaften schütten einen Großteil ihrer Gewinne regelmäßig aus. Für dich bedeutet das: Du erhältst vierteljährlich oder halbjährlich eine Zahlung auf dein Konto. Das kann eine schöne Ergänzung zu deinem Gehalt sein oder als Grundlage für einen Vermögensaufbau dienen.

Doch Vorsicht: Nicht jeder REIT ist automatisch ein Testsieger. Es gibt große Unterschiede bei der Qualität der Immobilien, der Verschuldung und dem Management. Deshalb ist es wichtig, dass du dich vor dem Kauf gründlich informierst. Dieser Ratgeber hilft dir dabei, die Spreu vom Weizen zu trennen und den passenden REIT für deine Ziele zu finden.

90%
des Gewinns müssen REITs ausschütten
~200
REITs gibt es weltweit
1x
pro Jahr Mindestausschüttung ist Pflicht

Was ist ein REIT eigentlich genau?

REIT ist die Abkürzung für Real Estate Investment Trust. Das ist Englisch und bedeutet so viel wie Immobilien-Aktiengesellschaft. Diese Unternehmen besitzen und verwalten Immobilien, um daraus Mieteinnahmen zu erzielen. Du kannst dir das wie einen großen Vermieter vorstellen, der viele verschiedene Objekte in seinem Portfolio hat.

Der besondere Clou an REITs ist ihre steuerliche Struktur. Sie sind in vielen Ländern von der Körperschaftsteuer befreit, wenn sie fast alle Gewinne ausschütten. In den USA liegt diese Quote bei mindestens 90 Prozent. Dadurch fließt ein großer Teil der Mieteinnahmen direkt an die Aktionärinnen und Aktionäre. Das ist der Grund, warum REITs oft hohe Dividendenrenditen aufweisen.

Es gibt verschiedene Arten von REITs. Manche konzentrieren sich auf bestimmte Immobilienarten wie Wohnen, Büro oder Industrie. Andere sind breit aufgestellt und investieren in mehrere Sektoren. Zudem gibt es regionale Unterschiede. Du kannst in US-REITs, europäische REITs oder sogar in REITs aus Schwellenländern investieren. Jede Variante hat eigene Chancen und Risiken.

Wichtig zu wissen: REITs sind keine festverzinslichen Anlagen. Sie sind Aktien und unterliegen daher Kursschwankungen. Der Wert deiner Anteile kann steigen, aber auch fallen. Wenn du also in REITs investierst, solltest du bereit sein, diese Schwankungen auszuhalten. Langfristig haben sich Immobilien jedoch als wertbeständige Anlageklasse erwiesen.

So funktioniert ein REIT im Detail

Der Ablauf ist einfacher, als du denkst. Ein REIT kauft mit dem Geld seiner Aktionäre Immobilien. Aus den Mieteinnahmen bezahlt er zunächst die laufenden Kosten wie Instandhaltung, Verwaltung und Zinsen. Was am Ende übrig bleibt, wird als Dividende an dich ausgeschüttet. So partizipierst du direkt an den Mieteinnahmen, ohne selbst Vermieter zu sein.

Ein großer Vorteil ist die Risikostreuung. Ein einzelner REIT besitzt oft Dutzende oder Hunderte von Immobilien. Wenn ein Objekt leer steht, gleichen die anderen das meist aus. Für dich bedeutet das weniger Klumpenrisiko im Vergleich zum Kauf einer einzelnen Eigentumswohnung. Du setzt nicht alles auf eine Karte, sondern auf viele verschiedene Karten gleichzeitig.

Die Bewertung eines REITs erfolgt an der Börse. Der Kurs wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Zusätzlich spielen der Wert der Immobilien und die erwarteten Mieteinnahmen eine Rolle. Du kannst also nicht nur von steigenden Immobilienpreisen profitieren, sondern auch von einer positiven Marktstimmung. Das macht REITs zu einem dynamischen Investment.

Ein wichtiger Begriff ist der Net Asset Value, kurz NAV. Das ist der innere Wert aller Immobilien abzüglich Schulden. Wenn der Börsenkurs unter diesem Wert liegt, spricht man von einem Abschlag. Manche Anleger sehen darin eine Kaufgelegenheit. Liegt der Kurs darüber, ist der REIT eher teuer bewertet. Diesen Wert findest du in den Geschäftsberichten der Gesellschaften.

Welche Kosten auf dich zukommen

Wie bei jeder Geldanlage fallen auch bei REITs Kosten an. Zunächst gibt es die Ordergebühr, die du bei deiner Bank für den Kauf und Verkauf zahlst. Diese ist je nach Anbieter unterschiedlich und kann prozentual oder als Festpreis berechnet werden. Es lohnt sich, die Konditionen deines Depots zu prüfen, um unnötige Gebühren zu vermeiden.

Dann gibt es die laufenden Kosten des REITs selbst. Diese werden als Total Expense Ratio, kurz TER, angegeben. Sie umfassen Verwaltungsgebühren, Prüfungskosten und andere Aufwendungen. Die TER wird direkt vom Fondsvermögen abgezogen und reduziert deine Rendite. Ein niedriger Wert ist daher grundsätzlich besser, aber nicht das einzige Kriterium.

Einige REITs erheben zusätzlich eine Performancegebühr, wenn sie besonders gut abschneiden. Das kann motivierend wirken, führt aber auch dazu, dass das Management höhere Risiken eingeht. Du solltest verstehen, wie diese Gebühr berechnet wird. Oft ist sie an einen Vergleichsindex gekoppelt. Nur wenn der REIT besser ist als der Index, wird sie fällig.

Achte auch auf die Kostenquote im Verkaufsprospekt. Dort findest du alle Gebühren transparent aufgelistet. Ein seriöser Testsieger zeichnet sich durch klare und faire Kostenstrukturen aus. Wenn dir etwas unklar ist, zögere nicht, den Kundenservice des Anbieters zu kontaktieren. Eine gute Anlageberatung sollte dir alle Kosten verständlich erklären können.

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

Der Begriff Testsieger ist subjektiv. Was für den einen perfekt ist, kann für den anderen ungeeignet sein. Deshalb solltest du zuerst deine eigenen Ziele definieren. Suchst du hohe laufende Einnahmen oder eher langfristiges Wachstum? Möchtest du in Deutschland investieren oder global streuen? Deine Antworten bestimmen, welcher REIT zu dir passt.

Ein wichtiges Kriterium ist die Qualität des Portfolios. Schau dir an, welche Immobilien der REIT besitzt und wo diese liegen. Moderne Logistikzentren in Top-Lagen sind oft wertvoller als veraltete Bürogebäude in Randlagen. Auch die Mieterstruktur zählt. Viele langfristige Mietverträge mit bonitätsstarken Unternehmen geben Sicherheit.

Die Verschuldung des Unternehmens ist ein weiterer Schlüsselpunkt. Ein hoher Schuldenanteil kann in Krisenzeiten gefährlich werden. Wenn die Zinsen steigen oder Mieten sinken, könnte der REIT in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Ein solides Unternehmen hat eine überschaubare Verschuldung und gute Refinanzierungsmöglichkeiten. Diese Kennzahl findest du im Geschäftsbericht.

Nicht zuletzt spielt das Management eine entscheidende Rolle. Erfahrene und erfolgreiche Manager erkennen Chancen am Markt früher als andere. Sie treffen kluge Kauf- und Verkaufsentscheidungen. Du kannst die Qualität des Managements an der langfristigen Performance des REITs messen. Ein Testsieger hat über mehrere Jahre hinweg stabile Ergebnisse geliefert.

Typische Fehler, die du vermeiden solltest

Ein häufiger Fehler ist die Jagd nach der höchsten Dividendenrendite. Eine extrem hohe Ausschüttung kann ein Warnsignal sein. Oft steckt dahinter ein sinkender Aktienkurs, der die Rendite rechnerisch erhöht. Das Unternehmen könnte in Schwierigkeiten stecken und die Dividende kürzen. Besser ist es, auf eine nachhaltige Ausschüttung aus laufenden Erträgen zu achten.

Viele Anleger konzentrieren sich nur auf den Heimatmarkt. Das ist verständlich, aber nicht immer optimal. Internationale REITs bieten Zugang zu wachsenden Märkten und können dein Risiko streuen. Wenn du nur in deutsche Immobilien investierst, bist du stark von der hiesigen Konjunktur abhängig. Eine globale Ausrichtung kann dein Portfolio stabilisieren.

Ein weiterer Fehler ist das Timing. Manche versuchen, den perfekten Kaufzeitpunkt zu erwischen. Das gelingt selbst Profis selten. Stattdessen solltest du auf einen langfristigen Anlagehorizont setzen. Mit einem Sparplan investierst du regelmäßig zu unterschiedlichen Kursen. Dadurch glättest du Kursschwankungen und profitierst vom Zinseszinseffekt.

Schließlich unterschätzen viele die Bedeutung der Liquidität. REITs sind zwar börsentäglich handelbar, aber nicht immer zu jedem Preis. In Krisenzeiten kann der Spread, also der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis, stark ansteigen. Du solltest also nicht in REITs investieren, wenn du das Geld kurzfristig benötigst. Plane einen Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren ein.

Dein konkreter Fahrplan für den Einstieg

Der erste Schritt ist die Eröffnung eines Wertpapierdepots. Das geht heute bequem online bei vielen Banken und Brokern. Achte auf niedrige Ordergebühren und eine benutzerfreundliche Oberfläche. Viele Anbieter ermöglichen auch den Handel mit Sparplänen, was den Einstieg erleichtert. Du brauchst nur deinen Personalausweis und ein Verrechnungskonto.

Danach solltest du einen Vergleich der REITs anstellen. Nutze dafür Finanzportale und die offiziellen Webseiten der Unternehmen. Achte auf Kennzahlen wie Dividendenrendite, Kurs-Gewinn-Verhältnis und Verschuldungsgrad. Erstelle dir eine Liste mit deinen Favoriten und vergleiche sie systematisch. Ein Testsieger für dich ist derjenige, der am besten zu deinen Zielen passt.

Bevor du kaufst, prüfe die aktuellen Bewertungen. Ist der REIT im Vergleich zu seiner Geschichte günstig oder teuer? Ein Blick auf den Kursverlauf der letzten Jahre hilft dir, ein Gefühl zu bekommen. Du kannst auch einen Sparplan einrichten, um regelmäßig in den REIT zu investieren. Das senkt das Timing-Risiko und ist ideal für den Vermögensaufbau.

Überwache dein Investment regelmäßig, aber nicht zu häufig. Ein vierteljährlicher Blick auf die Geschäftszahlen reicht völlig aus. Achte auf Veränderungen bei der Dividende oder der Verschuldung. Wenn sich die Fundamentaldaten verschlechtern, solltest du über einen Verkauf nachdenken. Ansonsten gilt: Geduld haben und den Zinseszinseffekt wirken lassen.

Steuern und rechtliche Rahmenbedingungen

In Deutschland unterliegen REITs besonderen steuerlichen Regeln. Die Ausschüttungen werden bei dir als Kapitaleinkünfte versteuert. Das passiert automatisch über die Abgeltungsteuer, die deine Bank einbehält. Der Steuersatz beträgt rund 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Dein persönlicher Steuersatz spielt dabei keine Rolle.

Ein wichtiger Unterschied zu anderen Aktien ist die Behandlung von Veräußerungsgewinnen. Bei deutschen REITs sind Kursgewinne aus dem Verkauf nicht steuerfrei, selbst wenn du die Anteile länger als ein Jahr hältst. Sie werden ebenfalls mit der Abgeltungsteuer besteuert. Das ist ein Nachteil gegenüber anderen Aktien, bei denen die Spekulationsfrist gilt.

Zudem gibt es eine Besonderheit bei der Teilfreistellung. Für Aktienfonds gibt es eine Teilfreistellung von rund 30 Prozent, die deine Steuerlast reduziert. Diese gilt jedoch nicht für REITs. Du musst also die vollen Ausschüttungen versteuern. Das mindert die Nettorendite, sollte dich aber nicht vom Investieren abhalten. Die hohen Ausschüttungen gleichen diesen Effekt oft aus.

Wenn du unsicher bist, hole dir professionellen Rat. Ein Steuerberater kann deine persönliche Situation bewerten und dir helfen, Steuern zu optimieren. Gerade bei größeren Anlagebeträgen lohnt sich das. Auch der Freistellungsauftrag bei deiner Bank ist wichtig. Er sorgt dafür, dass deine Kapitaleinkünfte bis zu einem bestimmten Betrag steuerfrei bleiben.

So erkennst du einen echten Testsieger

Ein echter Testsieger zeichnet sich durch Konstanz aus. Er liefert nicht nur in einem Jahr gute Ergebnisse, sondern über einen langen Zeitraum. Schau dir die Performance der letzten zehn Jahre an. Ein Unternehmen, das mehrere Krisen gut überstanden hat, ist wahrscheinlich auch für die Zukunft gut aufgestellt. Kurzfristige Spitzenreiter sind oft weniger verlässlich.

Auch die Transparenz ist ein wichtiges Kriterium. Ein guter REIT veröffentlicht regelmäßig detaillierte Berichte über seine Immobilien, Mieter und Finanzen. Du solltest in der Lage sein, die wichtigsten Kennzahlen selbst zu prüfen. Wenn ein Unternehmen Informationen zurückhält oder schwer verständlich kommuniziert, ist das ein Warnsignal.

Die Dividendenhistorie sagt viel über die Qualität aus. Ein Testsieger hat seine Ausschüttung über viele Jahre stabil gehalten oder sogar gesteigert. Das zeigt, dass das Geschäftsmodell funktioniert und das Management verlässlich plant. Achte auf die Kontinuität der Zahlungen, nicht nur auf die absolute Höhe der Rendite.

Letztlich ist der beste REIT für dich derjenige, der zu deiner persönlichen Situation passt. Ein junger Anleger mit langem Horizont kann mehr Risiko eingehen als ein Rentner, der von den Ausschüttungen leben möchte. Nutze die genannten Kriterien als Leitfaden und triff eine informierte Entscheidung. So findest du deinen persönlichen Testsieger.

Kurzer Selbst-Check: Brauchst du das?

Beantworte 3 Fragen für deine Einschätzung.

Kannst du Kursschwankungen von 20% aushalten?
Möchtest du regelmäßige Ausschüttungen erhalten?
Hast du ein langfristiges Anlageziel von über 5 Jahren?
Beantworte die Fragen für deine Empfehlung.

Häufige Fragen

Ein REIT ist eine spezielle Form der Aktiengesellschaft, die in Immobilien investiert. Er muss den Großteil seiner Gewinne ausschütten. Normale Aktien reinvestieren Gewinne oft ins Unternehmen. REITs sind also eher auf Einkommen ausgerichtet.

Ja, das ist möglich. Der Kurs eines REITs kann fallen, zum Beispiel bei steigenden Zinsen oder einer Immobilienkrise. Auch die Dividende kann gekürzt werden. Wie bei allen Aktien besteht ein Verlustrisiko, das du nicht unterschätzen solltest.

Grundsätzlich ja, wenn du dich gut informierst. Sie bieten einen einfachen Zugang zu Immobilien und sind börsentäglich handelbar. Allerdings solltest du die Grundlagen verstehen und einen langen Anlagehorizont haben. Ein Sparplan ist eine gute Möglichkeit für den Einstieg.

Das hängt von deiner Risikobereitschaft ab. Für eine breite Streuung sind mindestens drei bis fünf verschiedene REITs aus unterschiedlichen Regionen und Sektoren sinnvoll. Du kannst auch in einen REIT-ETF investieren, der viele Unternehmen bündelt.

Es gibt keine offizielle Testsieger-Liste. Du kannst aber Finanzportale, Fachzeitschriften und die Geschäftsberichte der Unternehmen nutzen. Achte auf unabhängige Analysen und vergleiche die Kennzahlen selbst. So findest du den besten REIT für deine Bedürfnisse.

Im Insolvenzfall werden die Vermögenswerte des Unternehmens verkauft. Die Erlöse werden an die Gläubiger und danach an die Aktionäre verteilt. Du bekommst also in der Regel einen Teil deines Geldes zurück, aber oft weniger als den ursprünglichen Kaufpreis.

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Redaktionell geprüft. Stand: 31.08.2026, nächste Prüfung: 03/2027. Dieser Artikel ist Finanzbildung, keine Rechts- oder Steuerberatung.