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Nasdaq-100-ETF-Vergleich: So findest du den passenden Technologie-ETF
Ein Nasdaq-100-ETF bündelt die 100 größten Unternehmen der US-Technologiebörse in einem Wertpapier. Für deine Auswahl zählen vor allem Kosten, Fondsgröße und die Art der Replikation.
10 Kapitel · 9 Min. Lesezeit · Aktualisiert 12.10.2026
Das Wichtigste
- Die Gesamtkostenquote (TER) liegt bei Nasdaq-100-ETFs zwischen 0,13 und 0,30 Prozent pro Jahr.
- Der Index konzentriert sich auf Technologie- und Wachstumsunternehmen und ist deutlich schwankungsanfälliger als ein Welt-ETF.
- Für den langfristigen Vermögensaufbau eignen sich thesaurierende ETFs mit hohem Fondsvolumen.
- Ein ETF-Sparplan ermöglicht dir den regelmäßigen Kauf auch mit kleineren monatlichen Beträgen.
01 · Grundlagen
Was ist ein Nasdaq-100-ETF?
Ein Nasdaq-100-ETF bildet die Wertentwicklung der 100 größten an der Nasdaq gelisteten Unternehmen ab. Im Gegensatz zu einem breiten Welt-ETF setzt du damit gezielt auf US-Technologie und Wachstumsaktien.
Der Index enthält ausschließlich Unternehmen, die an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistet sind. Dazu zählen Branchen wie Hard- und Software, Telekommunikation, Einzelhandel und Biotechnologie. Unternehmen aus den Energie-, Finanz- und Immobiliensektoren suchst du im Nasdaq 100 vergeblich.
In den USA gibt es seit 1999 den populären QQQ-ETF auf den Nasdaq 100, der vom Anbieter Invesco verwaltet wird. In Europa ist das Gegenstück unter dem Kürzel eQQQ verfügbar. Anders als in den USA bilden in Europa mehrere ETF-Anbieter den Nasdaq 100 ab, ein Vergleich lohnt sich also.
Der Nasdaq 100 ist ein konzentrierter Technologieindex, kein Ersatz für einen breiten Welt-ETF.
Kurz erklärt
Nasdaq-100-ETF
Ein börsengehandelter Indexfonds, der die 100 größten Unternehmen der US-Technologiebörse Nasdaq abbildet. Dazu zählen Branchen wie Hard- und Software, Telekommunikation, Einzelhandel und Biotechnologie.
Unternehmen aus den Energie-, Finanz- und Immobiliensektoren sind im Nasdaq 100 nicht enthalten.
02 · Kosten
Welche Kosten entstehen bei Nasdaq-100-ETFs?
Die jährliche Gesamtkostenquote (TER) ist der wichtigste Kostenfaktor bei der ETF-Auswahl. Sie wird direkt vom Fondsvermögen abgezogen und schmälert deine Rendite.
Die jährliche Gesamtkostenquote, auch Total Expense Ratio (TER) genannt, liegt bei Nasdaq-100-ETFs zwischen 0,13 und 0,30 Prozent. Damit sind ETFs deutlich günstiger als aktiv verwaltete Fonds. Die TER wird direkt vom Fondsvermögen abgezogen und schmälert deine Rendite.
Die günstigsten Produkte kommen von UBS und Amundi. Der UBS Nasdaq-100 UCITS ETF-USD acc und der UBS Nasdaq-100 UCITS ETF-USD dis weisen eine TER von 0,13 Prozent auf. Auch der Amundi Core Nasdaq-100 UCITS ETF-Acc liegt mit 0,13 Prozent in der günstigsten Gruppe.
Eine TER von 0,13 Prozent pro Jahr ist bei Nasdaq-100-ETFs der günstigste Wert.
Typische Gesamtkostenquote (TER) pro Jahr
03 · Vergleich
Thesaurierend oder ausschüttend: Was passt zu dir?
Nasdaq-100-ETFs gibt es in zwei Varianten der Ertragsverwendung. Deine Wahl hängt davon ab, ob du Erträge direkt nutzen oder automatisch wieder anlegen möchtest.
Bei thesaurierenden ETFs verbleiben die Dividenden im Fonds und werden automatisch wieder angelegt. Bei ausschüttenden ETFs erhältst du die Erträge regelmäßig auf dein Konto. Beide Varianten sind bei Nasdaq-100-ETFs verbreitet.
Für den langfristigen Vermögensaufbau ist die Thesaurierung oft praktischer, weil du dich um nichts kümmern musst. Eine Ausschüttung eignet sich, wenn du ein regelmäßiges Zusatzeinkommen nutzen möchtest. Steuerlich macht es keinen grundlegenden Unterschied, da bei beiden Varianten Abgeltungsteuer anfällt, sobald dein Sparer-Pauschbetrag von 1000 Euro pro Jahr ausgeschöpft ist.
Die Thesaurierung automatisiert den Zinseszinseffekt, die Ausschüttung gibt dir Flexibilität.
| Thesaurierend | Ausschüttend | |
|---|---|---|
| Verwendung der Dividenden | Erträge werden im Fonds wieder angelegt | Erträge werden an dich ausgezahlt |
04 · Vergleich
Wie bilden ETFs den Nasdaq 100 ab?
Die Replikationsmethode bestimmt, wie genau ein ETF seinen Index nachbildet. Für dich relevant sind dabei vor allem das Kontrahentenrisiko und die erwartete Tracking-Differenz.
Die meisten Nasdaq-100-ETFs nutzen die vollständige Replikation und kaufen alle 100 Aktien des Index. Das ist bei großen, liquiden Indizes wie dem Nasdaq 100 unkompliziert und vermeidet ein nennenswertes Kontrahentenrisiko. Beispiele sind der iShares Nasdaq 100 UCITS ETF (Acc) und der Invesco EQQQ Nasdaq-100 UCITS ETF.
Einige Anbieter setzen auf Swap-basierte Replikation. Dabei hält der Fonds ein Wertpapierportfolio und tauscht dessen Rendite gegen die Indexrendite. Diese Methode ist vor allem bei Anbietern aus Luxemburg verbreitet, etwa bei Amundi. Das Kontrahentenrisiko ist gesetzlich begrenzt und bei liquiden Indizes wie dem Nasdaq 100 sehr gering.
Beide Replikationsmethoden liefern bei einem liquiden Index wie dem Nasdaq 100 sehr ähnliche Ergebnisse.
| Vollständige Replikation | Swap-basiert | |
|---|---|---|
| Vorgehen | Kauft alle 100 Aktien des Index | Hält ein Wertpapierportfolio und tauscht die Rendite gegen die Indexrendite |
| Typische Kosten | 0,13 bis 0,30 Prozent p.a. | 0,18 bis 0,23 Prozent p.a. |
05 · Checkliste
Welche Rolle spielen Fondsgröße und Fondsdomizil?
Ein hohes Fondsvolumen spricht für die Beliebtheit eines ETFs und kann die Handelbarkeit verbessern. Das Fondsdomizil beeinflusst die Besteuerung deiner Erträge.
Der größte Nasdaq-100-ETF ist der iShares Nasdaq 100 UCITS ETF (Acc) mit einem Volumen von 25.754 Millionen Euro. Dahinter folgt der Invesco EQQQ Nasdaq-100 UCITS ETF mit 12.692 Millionen Euro.
Das Fondsdomizil beeinflusst die Besteuerung deiner Erträge. Bei einem Fondsdomizil Irland werden US-Dividenden mit 15 Prozent Quellensteuer belastet, was für dich als Anlegerin günstig ist. Bei einem Domizil Luxemburg fallen 30 Prozent US-Quellensteuer an, die der Fonds nicht vollständig zurückerhält.
Irland ist als Fondsdomizil für Nasdaq-100-ETFs steuerlich vorteilhaft.
Darauf achtest du bei Fondsgröße und Domizil
Fondsgröße: ETFs mit mehr als 500 Millionen Euro Volumen gelten als sehr liquide und sind selten von Schließung bedroht.
Fondsdomizil Irland: Viele große Nasdaq-100-ETFs sind in Irland aufgelegt.
Fondsdomizil Luxemburg: Einige Swap-basierte Nasdaq-100-ETFs von Amundi haben ihr Domizil in Luxemburg.
Fondsdomizil Deutschland: Der iShares Nasdaq 100 UCITS ETF (DE) und der Deka Nasdaq-100 UCITS ETF sind in Deutschland aufgelegt.
06 · Fehler vermeiden
Wie riskant ist ein Nasdaq-100-ETF?
Der Nasdaq 100 ist ein konzentrierter Technologieindex. Seine Volatilität liegt deutlich über der eines globalen Aktienindex wie dem MSCI World.
Der Nasdaq 100 ist ein konzentrierter Technologieindex. Ein Großteil der Marktkapitalisierung entfällt auf wenige große Technologieunternehmen. Diese Konzentration führt zu stärkeren Schwankungen als bei einem globalen Aktienindex wie dem MSCI World.
In Bärenmärkten fällt der Nasdaq 100 oft überproportional stark, weil Wachstums- und Technologiewerte besonders sensibel auf Krisen oder Zinsänderungen reagieren. Zusätzlich trägst du ein US-Klumpenrisiko, da du ausschließlich in US-Unternehmen investierst und auf internationale Streuung verzichtest. Deine Rendite hängt außerdem vom Wechselkurs zwischen US-Dollar und Euro ab.
Zwischenzeitliche Verluste von 30 Prozent oder mehr sind bei einem Nasdaq-100-ETF möglich.
Diese Risiken solltest du kennen
07 · Was gilt
Für wen eignet sich ein Nasdaq-100-ETF?
Ein Nasdaq-100-ETF ist kein Ersatz für einen breit gestreuten Welt-ETF. Als Beimischung kann er für erfahrene Anlegerinnen mit langem Atem sinnvoll sein.
Ein Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren hilft, die höhere Volatilität der Technologiewerte über Marktzyklen hinweg auszusitzen.
Als Beimischung von 10 bis 20 Prozent zu einem Welt-ETF kannst du gezielt einen Schwerpunkt auf US-Technologie und Wachstumsaktien setzen. Für sicherheitsorientierte Anlegerinnen mit kurzem Anlagehorizont ist der Nasdaq 100 weniger geeignet. Auch als alleinige Basis für den langfristigen Vermögensaufbau ist er zu konzentriert.
Ein Nasdaq-100-ETF eignet sich als Beimischung, nicht als alleinige Basis.
Geeignet
Weniger geeignet
08 · Schritt für Schritt
Wie funktioniert ein ETF-Sparplan auf den Nasdaq 100?
Mit einem ETF-Sparplan kaufst du regelmäßig Anteile eines Nasdaq-100-ETF. So nutzt du den Durchschnittskosteneffekt und vermeidest den Versuch, den perfekten Einstiegszeitpunkt zu finden.
Du benötigst ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker.
Du wählst einen Nasdaq-100-ETF mit niedriger TER, hohem Fondsvolumen und passender Ertragsverwendung. Danach legst du einen monatlichen Betrag fest, den du langfristig entbehren kannst. Der Sparplan kauft automatisch zum festgelegten Termin, du kontrollierst regelmäßig die Wertentwicklung.
Ein Sparplan automatisiert deinen Vermögensaufbau und reduziert das Timing-Risiko.
Depot eröffnen
Du benötigst ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker.
ETF auswählen
Du wählst einen Nasdaq-100-ETF mit niedriger TER, hohem Fondsvolumen und passender Ertragsverwendung.
Sparrate festlegen
Du bestimmst einen monatlichen Betrag, den du langfristig entbehren kannst.
Ausführung überwachen
Der Sparplan kauft automatisch zum festgelegten Termin. Du kontrollierst regelmäßig die Wertentwicklung.
09 · Im Vertrag
Welche Steuern fallen auf Nasdaq-100-ETFs an?
Deine Erträge aus Nasdaq-100-ETFs unterliegen der Abgeltungsteuer. Dank der Teilfreistellung für Aktienfonds bleibt ein Teil der Erträge steuerfrei.
Bei Aktienfonds wie Nasdaq-100-ETFs bleiben 30 Prozent der Erträge steuerfrei.
Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1000 Euro pro Person und Jahr. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren sind es 2000 Euro. Auf Erträge oberhalb des Freibetrags fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer an. Zusätzlich werden 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf die Abgeltungsteuer fällig.
30 Prozent deiner Erträge aus Nasdaq-100-ETFs bleiben durch die Teilfreistellung steuerfrei.
10 · Hintergrund
Wie entwickelte sich der Nasdaq 100 in der Vergangenheit?
Die Kursentwicklung des Nasdaq 100 zeigt langfristig einen Aufwärtstrend, ist aber von starken Schwankungen geprägt. Historische Renditen sind keine Garantie für die Zukunft.
Der Nasdaq 100 hat in den vergangenen Jahren deutlich stärker zugelegt als breite Weltindizes. Im Jahr 2026 lag die Wertentwicklung in Euro per Ende September bei 23,64 Prozent. Diese Überrendite geht mit höheren Rückschlägen einher.
In Korrekturphasen fällt der Index oft tiefer als der Gesamtmarkt, weil Technologie- und Wachstumsaktien besonders sensibel auf Zinsänderungen reagieren. Historische Daten zeigen, dass die vergangene Outperformance einzelner Marktsegmente keine Garantie für die Zukunft ist. Für deine Anlageentscheidung bedeutet das: Ein Nasdaq-100-ETF eignet sich nur als langfristige Beimischung, wenn du zwischenzeitliche Verluste von 30 Prozent oder mehr aushalten kannst.
Die Wertentwicklung von 23,64 Prozent im Jahr 2026 ist kein Versprechen für die Zukunft.
Der Nasdaq 100 hat in den vergangenen Jahren deutlich stärker zugelegt als breite Weltindizes. Im Jahr 2026 lag die Wertentwicklung in Euro per Ende September bei 23,64 Prozent.
Diese Überrendite geht mit höheren Rückschlägen einher. In Korrekturphasen fällt der Index oft tiefer als der Gesamtmarkt, weil Technologie- und Wachstumsaktien besonders sensibel auf Zinsänderungen reagieren.
Für deine Anlageentscheidung bedeutet das: Ein Nasdaq-100-ETF eignet sich nur als langfristige Beimischung, wenn du die höhere Volatilität der Technologiewerte über Marktzyklen hinweg aussitzen kannst.
Häufige Fragen
Fragen zu Nasdaq-100-ETF-Vergleich
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