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Optionen beste: So findest du den passenden Zugang zum Options­handel

Echte Optionen sind börsenge­handelte Verträge und keine Options­scheine einer Bank. Für den Handel brauchst du einen spezialisierten Broker, ein Margin-Depot und eine klare Vorstellung deiner Strategie.

10 Kapitel · 13 Min. Lesezeit · Aktualisiert 12.10.2026

Das Wichtigste

  • Echte Optionen handelst du in Deutschland vor allem über Interactive Brokers oder Reseller wie CapTrader, Estably oder LYNX.
  • US-Optionen kosten je Kontrakt etwa 3,00 bis 3,50 USD, Eurex-Optionen ab 2,00 Euro.
  • Ein Demokonto ist der sinnvolle erste Schritt, um Plattform und Strategien ohne eigenes Geld zu testen.
  • Optionsscheine von Neobrokern sind keine echten Optionen und tragen ein Emittentenrisiko.

01 · Grundlagen

Was bedeutet Options­handel?

Beim Optionshandel erwirbst du das Recht, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Anders als bei Futures bist du als Käuferin nicht zur Ausübung verpflichtet.

Eine Option bezieht sich immer auf einen Basiswert, meist eine Aktie oder einen Index. Ein Kontrakt umfasst in der Regel 100 Stück dieses Basiswerts. Du kannst eine Option kaufen und erwirbst damit das Recht, den Basiswert zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

Für dieses Recht zahlst du die Optionsprämie. Als Käuferin ist dein maximaler Verlust auf diese Prämie begrenzt. Als Verkäuferin einer Option, auch Stillhalterin genannt, kassierst du die Prämie und gehst dafür eine Verpflichtung ein.

Optionen werden an Terminbörsen wie der Cboe in den USA oder der Eurex in Europa gehandelt. Die Kontrakte sind standardisiert, das heißt Laufzeiten, Basispreise und Kontraktgrößen sind festgelegt. Das unterscheidet sie von frei verhandelbaren Verträgen zwischen zwei Parteien.

  • Ein Call gibt dir das Recht, den Basiswert zu kaufen.
  • Ein Put gibt dir das Recht, den Basiswert zu verkaufen.
  • Die amerikanische Ausübung erlaubt die Ausübung während der gesamten Laufzeit, die europäische nur am Verfallstag.

Kurz erklärt

Option

Ein standardisierter Börsenvertrag, der dir das Recht einräumt, einen Basiswert innerhalb oder am Ende der Laufzeit zu einem festgelegten Preis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put).

Optionen werden an Terminbörsen wie der Cboe oder der Eurex gehandelt und sind von Optionsscheinen zu unterscheiden.

02 · Vergleich

Optionen oder Options­scheine: Wo liegt der Unterschied?

Die Begriffe werden oft verwechselt, bezeichnen aber zwei grundverschiedene Produkte. Für deine Strategie ist entscheidend, dass du den Unterschied kennst.

Der wichtigste Unterschied liegt im Herausgeber. Eine echte Option ist ein standardisierter Kontrakt, der an einer Terminbörse zwischen Marktteilnehmern gehandelt wird. Ein Optionsschein wird von einer Bank emittiert und ist ein Wertpapier dieser Bank.

Beim Optionsschein trägst du das Emittentenrisiko. Gerät die herausgebende Bank in Schieflage, kann dein Optionsschein wertlos werden, selbst wenn sich der Basiswert in deine Richtung bewegt. Bei echten Optionen gibt es dieses Risiko nicht, weil die Börse als zentrale Gegenpartei fungiert.

Für Stillhalterstrategien wie Covered Calls oder Cash Secured Puts sind echte Optionen die Grundlage. Optionsscheine kannst du nur kaufen, nicht verkaufen. Viele klassische Broker und Neobroker bieten ausschließlich Optionsscheine an, keine echten Optionen.

  • Echte Optionen handelst du über spezialisierte Broker wie Interactive Brokers, CapTrader oder LYNX.
  • Optionsscheine findest du bei vielen klassischen Banken und Neobrokern.
  • Die Laufzeiten echter Optionen sind standardisiert, Optionsscheine haben oft mehrjährige Laufzeiten.
Echte Optionen und Optionsscheine im direkten Vergleich
Echte OptionOptions­schein
HerausgeberBörse (standardisierter Kontrakt)Eine Bank als Emittentin
EmittentenrisikoNicht vorhandenVorhanden, abhängig von der Bonität der Bank
Handelbar beiSpezialisierte Broker wie Interactive Brokers, CapTrader, LYNXViele klassische Broker und Neobroker

03 · Checkliste

Welche Handelsplattform passt zu dir?

Die Plattform entscheidet, wie sicher und schnell du Orders platzierst. Für den Optionshandel hat sich die TraderWorkStation als Standard etabliert.

Für den Handel mit echten Optionen hat sich die TraderWorkStation, kurz TWS, als Standard etabliert. Sie wird von Interactive Brokers entwickelt und auch von den Resellern CapTrader, LYNX und Estably genutzt. Die Oberfläche ist umfangreich und auf den professionellen Handel ausgelegt.

Ein kostenloses Demokonto hilft dir, die Plattform vor der ersten echten Order kennenzulernen. Du kannst dort Orders platzieren, Strategien testen und die Gebührenstruktur nachvollziehen. Achte darauf, dass die Plattform echte Optionen und nicht nur Optionsscheine unterstützt.

Der deutschsprachige Support ist ein wichtiges Kriterium, wenn du nicht regelmäßig auf Englisch kommunizieren möchtest. Interactive Brokers direkt bietet Support überwiegend auf Englisch, die Reseller CapTrader, LYNX und Estably haben deutsche Ansprechpartner.

  • Unterstützt die Plattform echte Optionen an der Cboe und der Eurex?
  • Bietet sie ein kostenloses Demokonto zum Testen der Oberfläche?
  • Sind die Transaktionskosten pro Kontrakt transparent ausgewiesen?
  • Gibt es deutschsprachigen Support per Telefon oder Chat?

Kriterien für die Wahl deiner Handelsplattform

01

Unterstützt die Plattform echte Optionen und nicht nur Optionsscheine?

02

Bietet sie ein kostenloses Demokonto zum Testen der Oberfläche?

03

Sind die Transaktionskosten pro Kontrakt transparent ausgewiesen?

04

Gibt es deutschsprachigen Support per Telefon oder Chat?

05

Kannst du Orders direkt an der US-Börse oder der Eurex platzieren?

04 · Kosten

Was kostet der Options­handel?

Die Gebühren pro Kontrakt wirken klein, summieren sich aber über das Jahr. Entscheidend ist dein Handelsvolumen und ob du Positionen rollst.

Bei US-Optionen zahlst du bei Interactive Brokers direkt zwischen 1,00 und 1,50 USD je Kontrakt. Die Reseller Estably, CapTrader und LYNX berechnen 3,00 bis 3,50 USD pro Kontrakt.

Für Eurex-Optionen fallen bei CapTrader und LYNX Kosten ab 2,00 Euro je Kontrakt an. Der Preisunterschied zwischen den Resellern beträgt bei typischem Handelsvolumen oft weniger als 15 USD im Jahr. Deshalb ist der Preis bei diesen Anbietern selten das entscheidende Kriterium.

Beim Währungsumtausch fällt oft eine Mindestgebühr von rund 2 USD an. Wenn du größere Beträge seltener tauschst statt vor jedem Trade, sparst du diese Gebühr mehrfach. Mindesteinlage, Support-Sprache und Erreichbarkeit sind wichtiger als die reine Kontraktgebühr.

  • Interactive Brokers direkt: 1,00 bis 1,50 USD je US-Optionskontrakt, keine Mindesteinlage.
  • Estably: 3,00 USD je US-Optionskontrakt, 5.000 Euro Mindesteinlage für das Margin-Depot.
  • CapTrader: 3,50 USD je US-Optionskontrakt, 2.000 Euro Mindesteinlage.
  • LYNX: 3,50 USD je US-Optionskontrakt, keine formale Mindesteinlage, empfohlen 3.000 Euro.

Typische Kosten pro Kontrakt bei spezialisierten Brokern

Interactive Brokers direkt1,00 bis 1,50 USD
Estably3,00 USD
CapTrader3,50 USD
LYNX3,50 USD

05 · Schritt für Schritt

Stillhaltergeschäfte: So funktionieren Covered Calls

Als Stillhalterin verkaufst du Optionen und kassierst die Optionsprämie. Beim Covered Call hältst du den Basiswert bereits im Depot und begrenzt damit dein Risiko.

Beim Covered Call hältst du mindestens 100 Aktien eines Unternehmens in deinem Depot, da ein Optionskontrakt in der Regel 100 Stück umfasst. Auf diesen Aktienbestand verkaufst du eine Call-Option mit einem Basispreis oberhalb des aktuellen Kurses. Dafür erhältst du sofort die Optionsprämie.

Bleibt der Aktienkurs bis zum Verfallstag unter dem Basispreis, verfällt die Option wertlos. Du behältst deine Aktien und die vereinnahmte Prämie. Steigt der Kurs über den Basispreis, wirst du wahrscheinlich zur Lieferung der Aktien aufgefordert.

Dein Risiko ist begrenzt, weil du die Aktien bereits besitzt. Du verzichtest im Gegenzug auf Kursgewinne oberhalb des Basispreises. Der maximale Gewinn pro Kontrakt ist die Prämie plus die Differenz zwischen Aktienkaufkurs und Basispreis.

  • Du hältst mindestens 100 Aktien eines Unternehmens in deinem Depot.
  • Du verkaufst eine Call-Option mit einem Basispreis oberhalb des aktuellen Kurses.
  • Du kassierst die Optionsprämie sofort bei Orderausführung.
  • Am Verfallstag entscheidet der Kurs, ob du die Aktien lieferst oder behältst.
01

Aktienbestand aufbauen

Du hältst mindestens 100 Aktien eines Unternehmens in deinem Depot, da ein Optionskontrakt in der Regel 100 Stück umfasst.

02

Call-Option verkaufen

Du wählst einen Basispreis oberhalb des aktuellen Kurses und verkaufst eine Call-Option. Dafür erhältst du sofort die Optionsprämie.

03

Abwarten oder andienen

Bleibt der Kurs unter dem Basispreis, verfällt die Option wertlos und du behältst Aktien und Prämie. Steigt der Kurs darüber, wirst du wahrscheinlich zur Lieferung der Aktien aufgefordert.

06 · Was gilt

Options­strategien für Seitwärtsmärkte

Nicht jede Strategie setzt auf steigende Kurse. Mit Spreads kannst du von gleichbleibenden oder leicht fallenden Kursen profitieren und dein Risiko im Vorfeld begrenzen.

Ein Spread kombiniert den Kauf und Verkauf von zwei Optionen desselben Typs mit unterschiedlichen Basispreisen.

Der Bull Put Spread eignet sich bei leicht steigenden oder seitwärts laufenden Kursen. Du verkaufst einen Put mit höherem Basispreis und kaufst einen Put mit niedrigerem Basispreis. Dein maximaler Gewinn ist die vereinnahmte Nettoprämie, dein maximaler Verlust die Differenz der Basispreise abzüglich der Nettoprämie.

Der Bear Call Spread eignet sich bei leicht fallenden oder seitwärts laufenden Kursen. Du verkaufst einen Call mit niedrigerem Basispreis und kaufst einen Call mit höherem Basispreis. Auch hier ist dein maximaler Gewinn die Nettoprämie, der maximale Verlust die Differenz der Basispreise abzüglich der Nettoprämie.

  • Bull Put Spread: Du verkaufst einen Put mit höherem und kaufst einen Put mit niedrigerem Basispreis.
  • Bear Call Spread: Du verkaufst einen Call mit niedrigerem und kaufst einen Call mit höherem Basispreis.
  • Beide Strategien begrenzen den maximalen Verlust auf die Differenz der Basispreise abzüglich der Nettoprämie.

Bull Put Spread

·Geeignet bei leicht steigenden oder seitwärts laufenden Kursen
·Du verkaufst einen Put mit höherem Basispreis und kaufst einen Put mit niedrigerem Basispreis
·Maximaler Gewinn ist die vereinnahmte Nettoprämie
·Maximaler Verlust ist die Differenz der Basispreise abzüglich der Nettoprämie

Bear Call Spread

·Geeignet bei leicht fallenden oder seitwärts laufenden Kursen
·Du verkaufst einen Call mit niedrigerem Basispreis und kaufst einen Call mit höherem Basispreis
·Maximaler Gewinn ist die vereinnahmte Nettoprämie
·Maximaler Verlust ist die Differenz der Basispreise abzüglich der Nettoprämie

07 · Hintergrund

Welche Rolle spielt die Volatilität?

Die Volatilität misst die Schwankungsbreite eines Basiswerts und beeinflusst die Optionsprämie direkt. Für Stillhalterinnen ist sie ein zentraler Faktor.

Steigt die erwartete Volatilität, steigen in der Regel auch die Optionsprämien, weil die Wahrscheinlichkeit größer wird, dass die Option ins Geld läuft. Für dich als Stillhalterin bedeutet das höhere Einnahmen pro verkauftem Kontrakt.

Sinkt die Volatilität nach dem Verkauf einer Option, profitierst du als Stillhalterin. Die Option verliert an Wert, und du kannst sie günstiger zurückkaufen oder wertlos verfallen lassen. Für Käuferinnen von Optionen ist eine hohe Volatilität dagegen ein Kostenrisiko, da sie mehr Prämie zahlen und auf eine starke Kursbewegung angewiesen sind.

Die implizite Volatilität ist ein Marktpreis für die erwartete Schwankung. Sie kann von der historischen Volatilität abweichen. Für Stillhalterinnen ist eine hohe implizite Volatilität bei gleichzeitig stabiler Kursentwicklung oft die attraktivste Kombination.

  • Steigende Volatilität erhöht die Optionsprämien und damit deine Einnahmen als Stillhalterin.
  • Sinkende Volatilität nach dem Verkauf lässt die Option an Wert verlieren, was dir als Stillhalterin zugutekommt.
  • Käuferinnen zahlen bei hoher Volatilität mehr Prämie und brauchen eine starke Kursbewegung.

Steigt die erwartete Volatilität, steigen in der Regel auch die Optionsprämien, weil die Wahrscheinlichkeit größer wird, dass die Option ins Geld läuft. Für dich als Stillhalterin bedeutet das höhere Einnahmen pro verkauftem Kontrakt.

Sinkt die Volatilität nach dem Verkauf einer Option, profitierst du als Stillhalterin, weil die Option an Wert verliert und du sie günstiger zurückkaufen oder wertlos verfallen lassen kannst.

Für Käuferinnen von Optionen ist eine hohe Volatilität dagegen ein Kostenrisiko, da sie mehr Prämie zahlen und auf eine starke Kursbewegung angewiesen sind.

08 · Checkliste

Demokonto: So testest du den Options­handel

Ein Demokonto bildet die Handelsplattform mit virtuellem Guthaben ab. Du kannst Orders platzieren, Strategien ausprobieren und die Gebührenstruktur kennenlernen, ohne eigenes Geld zu riskieren.

Interactive Brokers und die Reseller bieten kostenlose Demokonten an.

Nutze das Demokonto, um die TraderWorkStation in Ruhe kennenzulernen. Die Oberfläche ist umfangreich und nicht selbsterklärend. Übe die Orderaufgabe, das Ändern von Orders und das Beobachten offener Positionen, bevor du echtes Geld einsetzt.

Ein sinnvoller Testzeitraum umfasst mehrere Wochen, damit du mindestens einen Verfallstag erlebst. So bekommst du ein Gefühl für den Ablauf und die Besonderheiten am letzten Handelstag einer Option.

  • Gib eine Covered-Call-Order vollständig auf und lösche sie wieder.
  • Platziere einen Bull Put Spread mit zwei Beinen korrekt.
  • Beobachte die Auswirkungen von Volatilitätsänderungen auf offene Positionen.
  • Vollziehe den Ablauf eines Verfallstags nach.
  • Prüfe die Kosten pro Kontrakt und die Währungsumrechnung.

Das solltest du im Demokonto üben

01

Eine Covered-Call-Order vollständig aufgeben und wieder löschen

02

Einen Bull Put Spread mit zwei Beinen korrekt platzieren

03

Die Auswirkungen von Volatilitätsänderungen auf offene Positionen beobachten

04

Den Ablauf eines Verfallstags nachvollziehen

05

Die Kosten pro Kontrakt und die Währungsumrechnung prüfen

09 · Fehler vermeiden

Typische Fehler beim Einstieg in Optionen

Viele Anfängerinnen unterschätzen die Komplexität von Margin-Konten und die Bedeutung der Positionsgröße. Diese Fehler lassen sich vermeiden.

Der häufigste Fehler ist die Verwechslung von Optionsscheinen und echten Optionen. Viele Neobroker bieten nur Optionsscheine an, die ein Emittentenrisiko tragen und für Stillhalterstrategien ungeeignet sind. Prüfe vor der Kontoeröffnung, ob der Broker echte Optionen an der Cboe oder Eurex anbietet.

Ein weiterer Fehler ist der Start ohne Demokonto. Die TraderWorkStation ist komplex, und wer sie erst mit echtem Geld kennenlernt, riskiert teure Fehlbedienungen. Plane mindestens einige Wochen Übungszeit ein, bevor du die erste echte Order aufgibst.

Die Margin-Anforderungen für Stillhaltergeschäfte werden oft unterschätzt. Optionen kannst du nur in einem Margin-Depot handeln, das bei Estably eine Mindesteinlage von 5.000 Euro und ein Mindestalter von 21 Jahren voraussetzt. Berechne vor jeder Position den maximalen Verlust und halte ausreichend Kapital vor.

  • Optionsscheine eines Neobrokers für echte Optionen halten und das Emittentenrisiko übersehen.
  • Ohne Demokonto starten und die Handelsplattform erst mit echtem Geld kennenlernen.
  • Die Margin-Anforderungen für Stillhaltergeschäfte nicht einplanen.
  • Zu große Positionsgrößen wählen und das maximale Verlustrisiko nicht vorab berechnen.
  • Die Transaktionskosten pro Kontrakt bei der Strategieplanung ignorieren.

Fehler, die du vermeiden solltest

·Optionsscheine eines Neobrokers für echte Optionen halten und das Emittentenrisiko übersehen
·Ohne Demokonto starten und die Handelsplattform erst mit echtem Geld kennenlernen
·Die Margin-Anforderungen für Stillhaltergeschäfte nicht einplanen
·Zu große Positionsgrößen wählen und das maximale Verlustrisiko nicht vorab berechnen
·Die Transaktionskosten pro Kontrakt bei der Strategieplanung ignorieren

10 · Im Vertrag

Steuern auf Options­prämien und Gewinne

Gewinne aus dem Optionshandel zählen zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Die Abgeltungsteuer wird direkt von deinem Broker einbehalten, wenn es sich um einen inländischen Anbieter handelt.

Auf Kapitalerträge fallen pauschal 25 Prozent Abgeltungsteuer an, zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer. Hinzu kommt gegebenenfalls Kirchensteuer.

Der Sparer-Pauschbetrag beträgt pro Person und Jahr 1000 Euro, bei zusammenveranlagten Ehepaaren 2000 Euro. Bis zu diesem Betrag bleiben deine Kapitalerträge steuerfrei. Du kannst einen Freistellungsauftrag bei deinem Broker einrichten, damit der Pauschbetrag direkt berücksichtigt wird.

Verluste aus Optionsgeschäften kannst du mit Gewinnen aus anderen Kapitalanlagen verrechnen, soweit die steuerlichen Regeln dies zulassen. Die Verlustverrechnung erfolgt in der Regel automatisch über die Verlusttöpfe deines Brokers. Beachte, dass bei ausländischen Brokern die Steuer nicht automatisch einbehalten wird und du die Erträge in deiner Steuererklärung angeben musst.

  • Abgeltungsteuer: 25 Prozent auf Kapitalerträge, zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf die Abgeltungsteuer.
  • Sparer-Pauschbetrag: 1000 Euro pro Person und Jahr steuerfrei, 2000 Euro bei Zusammenveranlagung.
  • Verlustverrechnung: Verluste aus Optionsgeschäften können mit Gewinnen aus anderen Kapitalanlagen verrechnet werden.

Wichtige steuerliche Begriffe für deinen Optionshandel

AbgeltungsteuerSteuersatzAuf Kapitalerträge fallen pauschal 25 Prozent Abgeltungsteuer an, zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungsteuer.
Sparer-PauschbetragFreibetragPro Person und Jahr bleiben 1000 Euro steuerfrei, bei zusammenveranlagten Ehepaaren 2000 Euro.
VerlustverrechnungAusgleichVerluste aus Optionsgeschäften kannst du mit Gewinnen aus anderen Kapitalanlagen verrechnen, soweit die steuerlichen Regeln dies zulassen.

Häufige Fragen

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FinanzredaktionAktualisiert am 12.10.2026