Ratgeber · Investieren
Momentum-ETF-Vergleich: So findest du den passenden Trendfolger für dein Depot
Ein Momentum-ETF setzt auf Aktien, die zuletzt besonders stark gestiegen sind. Dieser Vergleich zeigt dir, worauf du bei der Auswahl achten solltest und welche Unterschiede zwischen den verfügbaren Produkten bestehen.
11 Kapitel · 14 Min. Lesezeit · Aktualisiert 07.10.2026
Das Wichtigste
- Momentum-ETFs nutzen die Trendstärke von Aktien und können in starken Marktphasen eine Überrendite erzielen.
- Alle aktuell verfügbaren globalen Momentum-ETFs haben eine Gesamtkostenquote von 0,25 Prozent pro Jahr.
- Die Fondsgröße variiert stark und reicht von etwa 270 Millionen bis über 5,6 Milliarden Euro.
- Für ein Investment in Momentum-ETFs solltest du einen Anlagehorizont von mindestens 10 bis 15 Jahren mitbringen.
01 · Grundlagen
Was ist ein Momentum-ETF?
Der Momentum-Faktor gehört zu den bekanntesten wissenschaftlich untersuchten Aktienstrategien. ETFs setzen diese Strategie systematisch und kostengünstig um.
Ein Momentum-ETF bildet einen Index ab, der Aktien nicht nach ihrer Marktkapitalisierung gewichtet, sondern nach der Stärke ihrer Kursentwicklung. Der bekannteste Vertreter ist der MSCI World Momentum Index, der rund 350 Aktien aus 23 Industrieländern enthält und dabei die Titel mit den höchsten Kursanstiegen der vergangenen sechs bis zwölf Monate übergewichtet.
Die Strategie basiert auf der Beobachtung, dass Gewinneraktien ihren Trend oft fortsetzen. In starken Marktphasen kann das zu einer Überrendite gegenüber dem klassischen MSCI World führen, in abrupten Korrekturen aber auch zu deutlicheren Verlusten.
Für dich bedeutet das: Ein Momentum-ETF ist kein Ersatz für einen breiten Welt-ETF, sondern eine Beimischung, die du nur mit einem langen Atem von mindestens 10 bis 15 Jahren eingehen solltest.
- Der Faktor setzt auf Aktien mit überdurchschnittlicher Wertentwicklung der vergangenen 6 oder 12 Monate.
- Die Zusammensetzung wird regelmäßig angepasst, damit neue Gewinneraktien nachrücken.
- Momentum-ETFs sind volatiler als marktbreite ETFs und eignen sich für fortgeschrittene Anleger.
Kurz erklärt
Momentum-ETF
Ein börsengehandelter Indexfonds, der gezielt Aktien mit überdurchschnittlicher Kursentwicklung der vergangenen 6 bis 12 Monate auswählt und stärker gewichtet.
Die Annahme dahinter: Aktien, die zuletzt gestiegen sind, setzen ihren Aufwärtstrend oft fort, besonders in langanhaltenden Bullenmärkten.
02 · Vergleich
Momentum-ETF im Vergleich: Die wichtigsten Kennzahlen
Für die Auswahl eines Momentum-ETF sind Fondsgröße, Kosten und Ertragsverwendung zentrale Kriterien. Die folgende Übersicht zeigt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verfügbaren Produkte.
Derzeit sind fünf ETFs auf globale Momentum-Indizes verfügbar. Alle Produkte sind thesaurierend, in Irland aufgelegt und weisen eine Gesamtkostenquote von 0,25 Prozent pro Jahr auf. Die Unterschiede liegen vor allem in der Fondsgröße und der Replikationsmethode.
Der größte Momentum-ETF bringt ein Fondsvolumen von 5.620 Millionen Euro mit, der kleinste liegt bei 270 Millionen Euro. Ab einem Volumen von 500 Millionen Euro gilt ein ETF als liquide und kosteneffizient. Vier der fünf Produkte erfüllen dieses Kriterium.
Bei der Replikation setzen vier ETFs auf vollständige Replikation, ein Produkt nutzt optimiertes Sampling. Beide Methoden bilden den Index physisch ab, unterscheiden sich aber in der Anzahl der tatsächlich gekauften Aktien.
- Alle fünf Momentum-ETFs kosten 0,25 Prozent pro Jahr und thesaurieren ihre Erträge.
- Das Fondsdomizil Irland ist bei allen Produkten identisch und reduziert die Quellensteuer auf Dividenden.
- Die Fondsgröße reicht von 270 Millionen bis 5.620 Millionen Euro.
| Größter ETF | Kleinster ETF | |
|---|---|---|
| Fondsgröße | 5.620 Mio. EUR | 270 Mio. EUR |
| Gesamtkostenquote (TER) | 0,25 % p.a. | 0,25 % p.a. |
| Ertragsverwendung | Thesaurierend | Thesaurierend |
| Fondsdomizil | Irland | Irland |
| Replikationsmethode | Optimiertes Sampling | Vollständige Replikation |
03 · Schritt für Schritt
So funktioniert die Momentum-Strategie
Der Momentum-Faktor folgt einem klaren Ablauf: Aktien werden nach ihrer vergangenen Performance bewertet und regelmäßig neu gewichtet.
Der Momentum-Faktor folgt einem systematischen Ablauf, der in festen Abständen wiederholt wird. Zuerst legt der Index einen Beobachtungszeitraum fest, meist sechs oder zwölf Monate. Das jüngste Monat wird dabei häufig ausgeklammert, um kurzfristige Umkehreffekte zu vermeiden.
Anschließend werden die Aktien mit der stärksten Kursentwicklung ausgewählt und höher gewichtet als in einem klassischen Marktindex. Beim regelmäßigen Rebalancing wandern neue Gewinneraktien in den Index, während schwächere Titel ausscheiden. Der ETF bildet diesen Index dann physisch nach.
Für dich heißt das: Die Strategie ist transparent und regelbasiert, aber sie reagiert erst mit Verzögerung auf Trendwenden. Bis zum nächsten Rebalancing kann der ETF den bisherigen Gewinnern hinterherlaufen.
- Der Beobachtungszeitraum beträgt in der Regel 6 oder 12 Monate.
- Gewinneraktien werden übergewichtet, schwächere Titel fliegen beim Rebalancing raus.
- Die Indexanpassung erfolgt in festen Abständen und ist für alle Anleger nachvollziehbar.
Beobachtungszeitraum festlegen
Der Index betrachtet die Kursentwicklung der Aktien über die vergangenen 6 oder 12 Monate. Das jüngste Monat wird dabei oft ausgeklammert, um kurzfristige Umkehreffekte zu vermeiden.
Gewinneraktien auswählen
Aktien mit überdurchschnittlicher Wertentwicklung werden für den Index ausgewählt. Sie erhalten ein höheres Gewicht als in einem klassischen Marktindex.
Regelmäßiges Rebalancing
Der Index wird in festen Abständen neu zusammengestellt. Dadurch wandern neue Gewinneraktien hinein, während schwächere Titel ausscheiden.
ETF bildet den Index ab
Der ETF kauft die im Index enthaltenen Aktien entweder vollständig oder über ein optimiertes Sampling. So partizipierst du an der Momentum-Strategie.
04 · Was gilt
Wertentwicklung: Was Momentum-ETFs in verschiedenen Marktphasen leisten
Die Rendite von Momentum-ETFs hängt stark vom Marktumfeld ab. In Trendphasen können sie den breiten Markt schlagen, in abrupten Korrekturen aber auch deutlicher verlieren.
In langanhaltenden Aufwärtstrends können Momentum-ETFs den breiten Markt schlagen, weil sie systematisch die aktuellen Gewinneraktien übergewichten. Das gilt besonders für Phasen mit klarer Sektorrotation zugunsten weniger Branchen oder bei stabiler konjunktureller Entwicklung.
In plötzlichen Korrekturen dreht sich das Bild. Bei sogenannten Momentum-Crashes stürzen die bisherigen Gewinner oft am stärksten ab, und der ETF kann dem Markt hinterherlaufen. Auch Seitwärtsphasen mit häufigen Richtungswechseln sind für die Strategie ungünstig.
Die Wertentwicklung der verfügbaren Produkte lag im Jahr 2026 zwischen 18 und 25 Prozent, im Jahr 2025 zwischen 7 und 13 Prozent. Diese Spannen zeigen, wie stark die Ergebnisse je nach Indexvariante und Marktphase schwanken können.
- Starke Outperformance ist in langanhaltenden Bullenmärkten möglich.
- Abrupte Trendwenden und Momentum-Crashes sind das größte Risiko.
- Seitwärtsphasen mit häufigen Richtungswechseln schmälern die Rendite.
Starke Outperformance möglich
Anfällig bei abrupten Trendwenden
05 · Kosten
Kosten und Steuern bei Momentum-ETFs
Die laufenden Kosten sind bei allen Momentum-ETFs identisch. Für die Steuerlast sind die Teilfreistellung und die Ertragsverwendung entscheidend.
Die Gesamtkostenquote liegt bei allen verfügbaren Momentum-ETFs bei 0,25 Prozent pro Jahr. Das ist günstiger als bei aktiv gemanagten Fonds, aber teurer als bei marktbreiten Welt-ETFs, die oft schon für 0,12 bis 0,20 Prozent zu haben sind.
Steuerlich profitierst du von der Teilfreistellung für Aktienfonds. Sie beträgt 30 Prozent, das heißt, nur 70 Prozent deiner Erträge sind steuerpflichtig. Auf den steuerpflichtigen Teil fallen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag an.
Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1000 Euro pro Person und Jahr, bei zusammenveranlagten Ehepaaren bei 2000 Euro. Dank der Teilfreistellung von 30 Prozent kannst du bei Aktienfonds rechnerisch mehr als 1000 Euro Gewinn steuerfrei realisieren.
- Die Gesamtkostenquote beträgt bei allen Momentum-ETFs 0,25 Prozent pro Jahr.
- Die Teilfreistellung für Aktienfonds liegt bei 30 Prozent.
- Der Sparer-Pauschbetrag beträgt 1000 Euro pro Person und Jahr, 2000 Euro für Ehepaare.
Laufende Kosten und steuerliche Eckwerte für Momentum-ETFs im Jahr 2026
06 · Im Vertrag
Thesaurierend oder ausschüttend: Was bedeutet das für dich?
Alle aktuell verfügbaren globalen Momentum-ETFs sind thesaurierend. Das hat Auswirkungen auf deinen Vermögensaufbau und die Steuerlast.
Dividenden und sonstige Erträge werden automatisch wieder im Fonds angelegt, dein Vermögen wächst dadurch ohne weiteres Zutun. Regelmäßige Auszahlungen erhältst du bei diesen Produkten nicht.
Auch bei thesaurierenden ETFs fällt jährlich eine Vorabpauschale an, die über den Sparer-Pauschbetrag verrechnet wird. Die tatsächliche Steuerlast entsteht erst beim Verkauf, wenn du deine Anteile mit Gewinn veräußerst.
Für dich bedeutet das: Wenn du regelmäßige Erträge aus deinem Depot entnehmen möchtest, sind thesaurierende Momentum-ETFs nicht die passende Wahl. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist die automatische Wiederanlage dagegen ein Vorteil.
- Thesaurierende ETFs legen Dividenden automatisch wieder an.
- Die Vorabpauschale wird jährlich mit dem Sparer-Pauschbetrag verrechnet.
- Ausschüttende globale Momentum-ETFs sind derzeit nicht verfügbar.
Ertragsverwendung bei Momentum-ETFs
07 · Checkliste
Checkliste: So wählst du den passenden Momentum-ETF aus
Die Produktauswahl ist überschaubar, aber nicht jeder ETF passt zu jeder Anlagestrategie. Diese Kriterien helfen dir bei der Entscheidung.
Die Fondsgröße ist ein erster Filter: ETFs mit mehr als 500 Millionen Euro Volumen gelten als liquide und kosteneffizient. Vier der fünf verfügbaren Produkte erfüllen dieses Kriterium.
Die Replikationsmethode solltest du verstehen, bevor du dich entscheidest. Vollständige Replikation kauft alle Aktien des Index, optimiertes Sampling bildet den Index mit einer Auswahl nach. Beide Methoden sind physisch, unterscheiden sich aber in der Abbildungsgenauigkeit.
Dein Anlagehorizont ist entscheidend. Momentum-ETFs benötigen mindestens 10 bis 15 Jahre, um Schwächephasen auszugleichen. Prüfe außerdem, ob dein Wunsch-ETF bei deinem Broker als Sparplan verfügbar ist, denn das entscheidet die Bank und nicht der Produktanbieter.
- Fondsgröße prüfen: Mehr als 500 Millionen Euro Volumen gelten als liquide.
- Replikationsmethode verstehen: Vollständige Replikation oder optimiertes Sampling.
- Anlagehorizont festlegen: Mindestens 10 bis 15 Jahre einplanen.
- Sparplanfähigkeit beim Broker prüfen: Nicht jeder ETF ist überall besparbar.
- Risikotoleranz ehrlich einschätzen: Momentum-ETFs sind volatiler als marktbreite ETFs.
Auswahlkriterien für deinen Momentum-ETF
Fondsgröße prüfen: ETFs mit mehr als 500 Millionen Euro Volumen gelten als liquide und kosteneffizient.
Replikationsmethode verstehen: Vollständige Replikation kauft alle Aktien, optimiertes Sampling bildet den Index mit einer Auswahl nach.
Anlagehorizont festlegen: Momentum-ETFs benötigen mindestens 10 bis 15 Jahre, um Schwächephasen auszugleichen.
Sparplanfähigkeit beim Broker prüfen: Nicht jeder Momentum-ETF ist bei jedem Online-Broker als Sparplan verfügbar.
Risikotoleranz ehrlich einschätzen: Momentum-ETFs sind volatiler als marktbreite ETFs und können in Korrekturen stärker verlieren.
Kosten im Blick behalten: Die TER von 0,25 Prozent pro Jahr ist bei allen Produkten gleich, achte zusätzlich auf Ordergebühren und Spreads.
08 · Fehler vermeiden
Typische Fehler beim Investment in Momentum-ETFs
Die Strategie klingt einfach, birgt aber spezifische Risiken. Diese Fehler solltest du vermeiden.
Der häufigste Fehler ist ein zu kurzer Anlagehorizont. Wer nach drei oder fünf Jahren aussteigt, erlebt möglicherweise genau die Phase, in der Momentum schwächelt. Die Strategie braucht Zeit, um ihre Überrendite in Trendphasen auszuspielen.
Ein weiterer Fehler ist, Momentum-Crashes zu unterschätzen. Bei abrupten Trendwenden fallen bisherige Gewinneraktien oft überdurchschnittlich stark. Wer darauf nicht vorbereitet ist, verkauft im falschen Moment und realisiert Verluste.
Du solltest Momentum-ETFs nicht als Ersatz für einen breiten Markt-ETF nutzen. Die Strategie ist eine Beimischung, kein Basisinvestment. Ein starker Jahrgang sagt außerdem nichts über die langfristige Eignung des Faktors aus, also schaue nicht nur auf die jüngste Performance.
- Zu kurzer Anlagehorizont führt zu Verkäufen in Schwächephasen.
- Momentum-Crashes werden oft unterschätzt und führen zu Panikverkäufen.
- Momentum-ETFs sind eine Beimischung, kein Ersatz für den breiten Markt.
- Die jüngste Performance ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
Häufige Fehler im Umgang mit Momentum-ETFs
09 · Hintergrund
ETF-Sparplan auf Momentum-ETFs: So funktioniert der Vermögensaufbau
Ein Sparplan ermöglicht dir den regelmäßigen Kauf von Momentum-ETF-Anteilen. Die Mindestraten und Gebühren unterscheiden sich je nach Broker.
Mit einem ETF-Sparplan investierst du regelmäßig einen festen Betrag in einen Momentum-ETF. Bei einigen Online-Brokern ist das bereits ab einer monatlichen Sparrate von 1 Euro möglich, bei vielen Direktbanken liegt die Mindestrate bei 10, 25 oder 50 Euro.
Ob ein bestimmter Momentum-ETF als Sparplan verfügbar ist, entscheidet die Bank und nicht der Produktanbieter. Du benötigst in jedem Fall ein Depot, das du bei den meisten Anbietern online eröffnen kannst. Viele Broker bieten ETF-Sparpläne inzwischen ohne Gebühr pro Ausführung an.
Die Produktkosten bleiben mit 0,25 Prozent pro Jahr überschaubar. Achte zusätzlich auf die Sparplangebühren deines Brokers, denn viele Anbieter haben ihre Konditionen in den vergangenen Jahren deutlich vereinheitlicht.
- Mindestraten reichen von 1 Euro bei Neobrokern bis 50 Euro bei Direktbanken.
- Die Sparplanverfügbarkeit hängt vom Broker ab, nicht vom ETF-Anbieter.
- Viele Broker bieten ETF-Sparpläne ohne Ausführungsgebühr an.
Mit einem ETF-Sparplan investierst du regelmäßig einen festen Betrag in einen Momentum-ETF. Bei einigen Online-Brokern ist das bereits ab einer monatlichen Sparrate von 1 Euro möglich, bei vielen Direktbanken liegt die Mindestrate bei 10, 25 oder 50 Euro.
Ob ein bestimmter Momentum-ETF als Sparplan verfügbar ist, entscheidet die Bank und nicht der Produktanbieter. Du benötigst in jedem Fall ein Depot, das du bei den meisten Anbietern online eröffnen kannst.
Die Produktkosten bleiben mit 0,25 Prozent pro Jahr überschaubar. Achte zusätzlich auf die Sparplangebühren deines Brokers, denn viele Anbieter bieten ausgewählte ETF-Sparpläne ohne Ordergebühr an.
10 · Im Vertrag
Fondsdomizil und Replikationsmethode: Was steckt dahinter?
Das Fondsdomizil beeinflusst die Besteuerung, die Replikationsmethode die Abbildungsgenauigkeit. Beide Angaben findest du in den Stammdaten jedes ETF.
Alle globalen Momentum-ETFs sind in Irland aufgelegt. Irland hat ein breites Doppelbesteuerungsabkommen mit vielen Ländern, was die Quellensteuer auf Dividenden reduziert. Für dich als Anlegerin in Deutschland ist das Fondsdomizil daher steuerlich vorteilhaft.
Bei der Replikationsmethode setzen vier der fünf verfügbaren ETFs auf vollständige Replikation. Das bedeutet, der ETF kauft alle im Index enthaltenen Aktien. Ein Produkt nutzt optimiertes Sampling und bildet den Index mit einer Auswahl von Aktien nach.
Beide Methoden sind physisch, das heißt, die Aktien werden tatsächlich gekauft. Vollständige Replikation sorgt für eine hohe Abbildungsgenauigkeit, optimiertes Sampling kann bei sehr breiten Indizes die Kosten senken.
- Irland als Fondsdomizil reduziert die Quellensteuer auf Dividenden.
- Vier von fünf Momentum-ETFs nutzen vollständige Replikation.
- Optimiertes Sampling bildet den Index mit einer Aktienauswahl nach.
Strukturmerkmale der Momentum-ETFs
11 · Vergleich
Momentum-Faktor im Vergleich zum breiten Markt
Der Momentum-Faktor zielt auf eine Überrendite gegenüber klassischen Marktindizes. Dieses Ziel geht mit höherer Volatilität einher.
Ein Momentum-ETF gewichtet Aktien nach ihrer Kursentwicklung, ein marktbreiter Welt-ETF nach Marktkapitalisierung. Diese unterschiedliche Logik führt zu unterschiedlichen Rendite- und Risikoprofilen. Momentum-ETFs sind volatiler als marktbreite ETFs.
Das Renditeziel eines Momentum-ETF ist eine Überrendite in Trendphasen. Ein marktbreiter Welt-ETF bildet dagegen die Marktrendite ab und eignet sich als Basisinvestment. Momentum-ETFs sind als Beimischung für fortgeschrittene Anleger gedacht.
Für dich bedeutet das: Ein marktbreiter Welt-ETF gehört in den Kern deines Depots, ein Momentum-ETF kann als Satellit dienen. Die höhere Volatilität des Momentum-Faktors solltest du nur eingehen, wenn du temporäre Underperformance bei Trendwechseln ertragen kannst.
- Momentum-ETFs gewichten nach Kursentwicklung, marktbreite ETFs nach Marktkapitalisierung.
- Momentum-ETFs sind volatiler und zielen auf Überrendite in Trendphasen.
- Ein marktbreiter Welt-ETF ist das Basisinvestment, Momentum die Beimischung.
| Momentum-ETF | Marktbreiter Welt-ETF | |
|---|---|---|
| Anlagestrategie | Gewichtet Aktien mit starker Kursentwicklung über | Gewichtet nach Marktkapitalisierung |
| Volatilität | Höher als der breite Markt | Niedriger als Faktor-ETFs |
| Renditeziel | Überrendite in Trendphasen | Marktrendite |
| Geeignet als | Beimischung für fortgeschrittene Anleger | Basisinvestment |
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